Version Diff

translations_1st_episode/Hartleben_1st.txt(6886 tokens)
translations_1st_episode/Volchert_1st.txt(5915 tokens)
commonToBoth2300
uniqueToFile14586
uniqueToFile23615
smallSpellingDifferences350
overlapFile133.4011036886
overlapFile238.8841927303
avgOverlap36.1426482095


[ I ] [ Erstes Kapitel ] . Es war [ ] [ nicht möglich , ] an [ jenem Tag rein unmöglich , ] [ dem Tage ] einen Spaziergang zu machen . [ Wir ] [ Zwar ] waren [ in der That ] [ wir während ] des [ Morgens ] [ Vormittags ] eine Stunde lang in [ ] [ der unbelaubten Eingangsallee umhergewandelt ; aber seit ] dem [ entblätterten Gesträuch herumgegangen , aber nach Tische ] [ Mittagessen ] - - [ Mistreß ] [ Frau ] Reed pflegte sehr [ zeitlich ] [ früh ] zu Mittag zu [ essen ] [ speisen ] , wenn [ sie ] [ ] keine [ Gäste hatte ] [ Gesellschaft da war ] - - [ brachte ] [ - hatte ] der kalte [ Winterwind ] [ , winterliche Wind ] so düstere Wolken [ , ] [ und ] einen so durchdringenden Regen mit sich [ ] [ gebracht ] , daß von einem weiteren Spazierengehen im Freien nicht [ ] [ mehr ] die Rede sein konnte . [ Ich ] [ Das ] war [ froh ] [ mir recht ] , denn ich [ war ] [ hatte ] nie [ eine Freundin von weiten Spaziergängen ] [ weite Spaziergänge gern ] , am wenigsten [ ] [ aber ] an kalten Nachmittagen [ . Es ] [ : es ] war [ mir immer schrecklich zu Muthe , wenn ich im düsteren Zwielicht ] [ für mich etwas Schreckliches , mit halberfrorenen Fingern und Zehen in der öden Dämmerung ] nach Hause [ kam , die Finger und Zehen starr vor Frost , ] [ zu kommen ; ] das [ ] [ Schelten der Kindermuhme Bessie stimmte da mein ] Herz [ trübe und schwer von Bessie ' s ] [ noch trauriger ] , [ des Kindermädchens , unaufhörlichen Gezänken , gedemüthigt ] [ und ich war ] durch das Bewußtsein [ ] [ gedemütigt ] , [ wie sehr ] [ daß ] ich [ ] [ Elisa , John und Georgiana Reed ] in physischer Beziehung [ Elisen ] [ weit nachstand . Elisa ] , John und [ Georginen Reed nachstand . Die erwähnten Kinder , Elisa , John und Georgine , waren in diesem Augenblicke ] [ Georgiana hatten sich nun ] um ihre Mama im [ Besuchzimmer versammelt , ] [ Gesellschaftszimmer geschart : ] sie [ lehnte im Sopha in der Caminecke und sah ] [ lag auf einem Sofa nahe beim Kamin ] , [ im Kreise ihrer Lieblinge ] [ und fühlte sich , umgeben von ihren Lieblingen ] , [ welche während dieser Zeit ] [ - - - die für den Augenblick ] weder [ ] [ weinten , noch sich ] zankten [ , noch schrien , vollkommen heiter und glücklich aus ] [ - - - äußerst behaglich ] . [ Meine eigene kleine Person durfte sich dieser ] [ Ich hatte mich der ] Gruppe nicht anschließen [ ; Mama fagte ] [ dürfen : Frau Reed sagte ] , [ es thäte ihr sehr leid ] [ sie bedaure ] , mich in [ der ] [ einiger ] Entfernung halten zu müssen [ , ] [ ; so lange sie ] aber [ sie könne ] [ ] nicht [ anders , bis sie sich durch ] [ von ] Bessie [ ' s Aussagen ] [ höre , ] und [ durch eigene Anschauung überzeugt hätte ] [ selber sehe ] , daß ich [ den reinsten Willen habe ] [ mich ernstlich bestrebte , mir eine geselligere und kindlichere Gemütsart ] , ein [ geselligeres und kindlicheres ] [ anziehenderes ] , [ anmuthigeres ] [ lebhafteres ] , leichteres , [ freieres ] [ offneres ] und natürlicheres [ Betragen anzunehmen ; bis dahin ] [ Wesen anzueignen , ] müsse sie [ mich wirklich von dem Mitgenusse solcher Vortheile ausschließen ] [ mir entschieden Vorrechte versagen ] , [ welche nur braven und darum auch ] [ die bloß ] zufriedenen und [ glücklichen ] [ freundlichen ] Kindern [ gebührten . ' ] [ zukämen , ] Was sagt denn Bessie , daß ich [ verbrochen ] [ getan ] habe ? [ ' ] [ ] fragte ich . [ ' ] [ ] Jane , [ ich kann das Forschen ] [ Leute , die immer widersprechen ] und [ Fragen ] [ immer fragen , mag ich ] nicht leiden [ . Uebrigens schickt ] [ ; zudem ist ] es [ ] [ gräßlich , ein Kind ] sich [ für ein kleines Mädchen gar nicht , sich älteren Personen ] [ ] so [ entgegen ] [ gegen Erwachsene benehmen ] zu [ stellen ] [ sehen ] . [ Setze Dich irgendwo nieder ] [ Setz ' dich irgendwohin , ] und [ sei ] [ schweig , ] so lange [ still , bis Du wieder artiger sprechen willst ] [ du nicht artig reden kannst ] . [ ' ] [ ] Ein kleines [ Frühstückzimmer stieß an ] [ Zimmer , worin gewöhnlich ] das [ Besuchzimmer ; ] [ Frühstück eingenommen wurde , befand sich neben dem Gesellschaftszimmer , ] dort [ ] [ schlich ich mich ] hinein [ schlüpfte ich ] [ ] . Es [ enthielt ] [ war darin ein Bücherschrank . Bald nahm ich mir ] einen [ Bücherschrank ; ich bemächtigte mich sofort eines Buches , natürlich eines Bilderbuches ] [ Band heraus , einen mit Bildern ] . [ Darauf begab ich mich in die Fensterbrüstung ] [ Ich stieg auf den Fenstersitz ] , kreuzte die [ Füße nach türkischer Manier übereinander ] [ Beine wie ein Türke , zog die rote Mohrgardine fast ganz zu , ] und [ nachdem ich die rothen Moirevorhänge zugezogen hatte , war ich von beiden Seiten abgeschlossen ] [ sah mich in doppelter Weise geborgen ] . [ Rechts zeigten sich mir die malerischen ] [ Die ] Falten der [ scharlachrothen ] [ scharlachroten ] Draperie [ , links ] [ versteckten mich auf der rechten Seite vor jedem Blicke ; auf der linken waren ] die hellen [ , durchsichtigen ] [ ] Glasscheiben , die mich [ ] [ zwar ] vor dem [ kühlen ] [ trüben ] Novembertage schützten , [ ohne mir die Aussicht auf die frostige Außenwelt zu benehmen ] [ aber nicht davon trennten ] . Von Zeit zu Zeit [ , während ] [ studierte ] ich [ die Blätter des Buches umschlug , stellte ich Betrachtungen über ] [ ] den Anblick dieses [ Wintertages an ] [ Winternachmittages , während ich in meinem Buche blätterte ] . In der Ferne [ bot derselbe ein fahles Weiß von Nebeln und ] [ war es eine bleiche ] Wolken [ , ] [ - und Nebelmasse ; ] in der Nähe eine [ Scenerie ] [ Scene ] von [ nassem Grasgrund und sturmgepeitschtem Gesträuch ; ] [ sturmbewegten Gesträuchen und einem nassen Rasenplatze , mit nie endendem Regen , der vor lang gehaltenen , klagenden Windstößen wild daherjagte . ich kam zu meinem Buche zurück , - zu der Naturgeschichte der britischen Vögel von Bewick . Im allgemeinen kümmerte mich der Text wenig , und doch waren einige als Einleitung dienende Seiten da , die ich , wenn auch noch ] ein [ immerwährender Regenschauer floh vor dem scharfen Athemzuge der Windsbraut über die Fläche hin . Wieder blickte ich in mein Buch - - Bewick ' s Naturgeschichte der Vögel Großbritanniens - - das Gedruckte interessirte mich im Allgemeinen sehr wenig , indessen konnte ich , so sehr ich auch ] [ ] Kind [ war ] [ ] , [ einige Seiten der Einleitung ] [ ] nicht ganz [ unbeachtet überschlagen ] [ übergehen konnte ] . [ Sie handelten ] [ Es waren die Seiten , die ] von den Aufenthaltsorten der Seevögel [ ] [ handeln ] , [ ] [ von ] den [ , ] [ ] einsamen Felsen und Vorgebirgen [ ] [ , die nur sie bewohnen , von der Küste von Norwegen nebst ihren unzähligen Buchten und Inseln , Wo des Nordmeers mächt ] ' [ , die von ihnen allein bewohnt sind ; von den ] [ ge Wirbel Um ] der [ Länge nach vom Cap Lindenäs bis zum Nordcap mit ] [ nackten ] Inseln [ bekränzten Küsten Norwegens ] [ Felsenwehr ] - - [ ] [ - Dieses fernste Schule - - sieden ] , Wo [ ] [ sich wogend ] das [ nord ] [ Atlant ] ' sche Meer [ mit wüstem Tosen Das Felseneiland , schen von Sterblichen gemieden , Des fernen Thule wild umbraust und die Atlantis Hinein schäumt in ] [ Durchzwängt durch ] die stürmischen Hebriden . [ ] [ Ebenso fesselte mich die Beschreibung der unwirklichen Küsten Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Nowaja - Semljas , Islands , Grönlands . ] - - [ ' Ebenso wenig konnte ich die Beschreibung der eisigen , schneebedeckten Ufer Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novaja ] [ ] - [ Semljas und Grönlands übergehen ] [ samt dem weiten Kreise der kalten Zone ] , [ ] [ und den öden Räumen ] , [ jene trostlosen Regionen des ödesten Raumes ] [ wo Eis und Schnee ] , [ vom arktischen Gürtel umfangen , jener Urbehälter ] [ ] von [ Frost und Schnee , wo feste Eisfelder , die Erzeugnisse von Jahrhunderten , zur Höhe der Alpen emporgethürmt ] [ vielen hundert Wintern zu Gebirgen angehäuft ] , den Pol umgeben und [ die vielfältigen Schrecknisse ] [ alle Strenge ] der äußersten Kälte [ gleichsam ] [ ] in [ einen Mittelpunkt zusammenfassen ' ] [ sich konzentrieren ] . Von diesen [ in der Weiße ] [ weißen Reichen ] des Todes [ erglänzenden Landstrichen bildete ] [ hatte ] ich [ mir nun eine Idee nach meiner Weise ; sie war freilich ein bloßer Schatten ] [ meine eigenen Vorstellungen , schattenhaft und nebelartig ] , wie [ dies bei allen unreifen Vorstellungen der Fall ist ] [ alle halbverstandenen Dinge ] , [ welche nebelartig ] [ ] die [ Seele eines Kindes durchziehen ] [ trübe durch das Gehirn der Kinder treiben ] , aber [ sie hinterließ ] [ ] einen [ merkwürdigen , dauernden ] [ merkwürdig tiefen ] Eindruck [ ] [ machen ] . Die Worte [ dieser Einleitung ] [ in diesen einleitenden Bemerkungen ] verbanden sich mit den [ beigegebenen ] [ nachfolgenden ] Bildern und gaben dem [ einsamen ] [ in einer See von hochgehenden und schäumenden Wogen allein stehenden ] Felsen [ in einer stürmischen , wildschäumenden See , ] [ Bedeutung . sowie ] dem [ zerschellten ] [ zertrümmerten ] , an [ einer trostlosen ] [ öder ] Küste gestrandeten Boote , dem [ kalt ] [ kalten ] und [ geisterhaft ] [ geisterähnlich ] durch [ finstere Wolken ] [ Wolkengitter ] auf ein eben [ versinkendes ] [ untersinkendes ] Wrack [ herabscheinenden ] [ hindurchblickenden ] Monde [ ] [ . Die zwei auf einer trägen See von einer Windstille überfallenen Schiffe hielt ich für See - Phantome . Ebenso verhielt es sich mit dem schwarzen gehörnten Dinge , das hoch auf einem Felsen saß , und ] eine [ ganz besondere Bedeutung . Ich kann ' s nicht bestimmt sagen ] [ ferne ] , [ was für ein Gefühl der einsame Kirchhof in mir erweckte , mit seiner Ueberschrift , seinem Gitterthor , den beiden Bäumen , dem niedrigen , rings von der zerfallenen Mauer begrenzten Horizont , dem eben aufgegangenen Halbmond , welcher die späte Abendzeit verkündete . Die beiden Schiffe , welche auf träger See stillstanden , hielt ich für Seegespenster . Den Gottseibeiuns mit Schweif und Pferdefuß überschlug ich als einen Gegenstand des Entsetzens , desgleichen das schwarze , gehörnte Wesen , das von der Spitze eines Felsens eine um ] [ ] einen Galgen [ versammelte Menge musterte ] [ umstehende Menschenmenge überschaute ] . [ Ein jedes ] [ Jedes ] Bild erzählte [ mir ] [ ] eine Geschichte , [ ] [ für meinen unentwickelten Verstand und meine unvollkommenen Gefühle ] oft [ lautete dieselbe meinem unentwickelten Verstande und unvollkommenen Gefühlen sehr geheimnißvoll ] [ geheimnisvoll ] , aber immer [ war sie ] [ höchst ] interessant , so interessant [ ] [ , ] wie die Märchen , [ welche ] [ die ] Bessie [ ] [ bisweilen ] an [ langen ] [ ] Winterabenden [ zu erzählen pflegte ] [ erzählte ] , wenn sie [ zufällig ] [ gerade bei ] guter Laune war [ . Dann brachte ] [ , und nachdem ] sie [ wohl das Bügelbrett zum Camine der ] [ ihren Bügeltisch in die ] Kinderstube [ ] [ gebracht hatte ] , [ ] [ uns ] erlaubte [ uns ] [ ] , uns um [ sie ] [ denselben ] herumzusetzen [ und ] [ . Bei solchen Gelegenheiten wurden wir , ] während sie [ Mistreß Reed ' s Halskrause herrichtete ] [ Frau Reeds Halskrausen ] und [ die Spitzen ihrer Nachtmütze ausplättete ] [ Nachthauben plättete ] , [ fütterte sie ] [ für ] unsere [ gierige ] [ gespannte ] Aufmerksamkeit mit [ Liebesbegebenheiten ] [ allerlei Krieg - , See - ] und [ Abenteuern ] [ Liebesabenteuern belohnt , die ] aus alten Feenmärchen und [ noch ] [ ] älteren Balladen [ ; ] [ , oder - - - wie ich ] später entdeckte [ ich , daß sie ihre Erzählungen ] [ - - - aus ] Pamela [ und ] [ , oder aus ] Heinrich , [ Grafen ] [ Graf ] von Moreland , [ entnommen hatte ] [ geschöpft waren ] . Mit Bewick auf [ dem Schoße fühlte ich mich ] [ meinem Knie war ich nun ] glücklich [ , ] [ : glücklich ] wenigstens [ glücklich nach meiner Weise ] [ auf meine Art ] . [ Nichts ] [ Ich ] fürchtete [ ich ] [ nichts ] als eine [ Unterbrechung ] [ Störung , ] und die [ letztere störte mich ] [ kam ] nur zu bald [ ] [ . Die Tür des Frühstückszimmers ging ] auf . [ Die Thür des Frühstückzimmers öffnete sich . , Holla ] [ He ] ! [ Madame Trotzkopf ] [ Jungfer Träumerin ] ! [ ' ] [ ] rief die Stimme John [ Reed ' s ] [ Reeds ] ; dann [ trat eine Pause ein ; der Junge fand die Stube anscheinend ] [ hielt er einen Augenblick inne : offenbar meinte er , das Zimmer sei ] leer . [ , ] [ ] Wo [ der Teufel ] [ zum Kuckuck ] steckt sie [ ! ' ] [ denn ? ] fuhr er fort . [ , ] [ ] Lieschen , Georgy ! [ ' - - ] [ rief er ] seinen Schwestern [ rufend - - ] [ zu ] , [ Hanne ] [ Jane ] ist nicht hier ; [ geht und ] [ ] sagt [ der ] [ ] Mama , [ daß ] [ ] sie [ im ] [ ist in den ] Regen [ auf die Straße gelaufen ist ] [ hinaus ] , das [ garstige Thier . ' , ] [ böse Ding ! ] Ein [ ] [ wahres ] Glück , daß ich den Vorhang [ zuzog ] [ zugezogen habe ] , [ ' ] [ ] dachte ich [ bei mir selbst ] [ ] , und [ vom Grunde meines Herzens betete ich ] [ wünschte inbrünstig ] , [ ] [ daß ] er [ möchte ] [ ] mein Versteck nicht [ ausfindig machen . In der That wäre ] [ entdecken möchte , ] auch [ ] [ würde es ] John [ Reed bei der Blödigkeit seiner Augen und seines Verstandes ] [ allein ] nicht [ dahinter gekommen ; aber im selben Augenblicke steckte Elise ] [ aufgefunden haben , denn weder sein Auge noch sein Verstand warenscharf . Aber Elisa hatte kaum ] ihren Kopf [ zur Thür herein und ] [ durch die Tür gesteckt , als sie ] sagte : [ , Sie ] [ Gewiß ] ist [ in der Fensterbrüstung ] [ sie auf dem Fenstersitze ] , [ ganz gewiß , Jack ] [ John ] ! [ ' Sofort ] [ Sogleich ] trat ich [ auch heraus ] [ hervor ] , denn ich zitterte bei dem [ bloßen ] [ ] Gedanken , [ vom besagten Jack hervorgezogen ] [ von besagtem John herausgezogen ] zu werden . [ , ] [ ] Was willst [ Du ] [ du von mir ] ? [ frug ] [ fragte ] ich mit [ scheuer Aengstlichkeit ] [ linkischer Schüchternheit ] . [ , ] [ ] Was wünschen Sie , [ junger ] [ ] Herr Reed [ , ] [ ? heißt es ! Du ] sollst [ Du sagen ] [ hierher kommen ; und ] , [ war die Antwort . ] [ sich in einen Lehnstuhl setzend ] , [ Ich will ] [ gab er durch eine Geberde zu verstehen ] , daß [ Du herkommst . Bei diesen Worten setzte er sich in einen Armstuhl und bedeutete mir mit der Hand , näherzutreten und ] [ ich ] mich vor ihn [ zu stellen ] [ hinstellen solle ] . John Reed war [ ein Schuljunge von ] [ ] vierzehn [ Jahren ] [ Jahre alt ] , [ ] [ also ] vier Jahre älter als ich , [ denn ich zählte deren bloß zehn ; ] [ ] groß und [ stämmig ] [ stark ] für sein Alter , von [ fahler , ] [ schmutzig grauer und ] ungesunder Gesichtsfarbe , groben Zügen [ , ] [ in ] einem breiten [ Gesicht ; seine Glieder waren überhaupt massiv ] [ Gesichte ] , [ seine Hände ] [ plumpen Händen ] und [ Füße unverhältnißmäßig groß ] [ Füßen ] . [ Bei Tische pflegte ] [ Gewöhnlich pfropfte ] er sich [ über Gebühr vollzupfropfen ] [ bei Tische zum Platzen voll ] , was [ sein Temperament gallig ] [ ihm ein galliges Aussehen ] , [ seine ] [ trübe , glasige ] Augen [ blöde ] [ ] und [ umflort , seine ] [ schlaffe ] Wangen [ schwammig machte ] [ zuzog ] . Er hätte [ dazumal eigentlich ] [ zu dieser Zeit ] in der Schule sein sollen [ , ] [ ; ] aber seine Mama hatte ihn [ , seiner schwachen Gesundheit wegen ' ] [ ] auf [ ein ] [ einen ] oder zwei Monate [ ] [ wegen Kränklichkeit ] nach Hause genommen . Sein Lehrer [ ] [ versicherte allerdings ] , [ Mister Miles , behauptete zwar , John würde sich recht wohl befinden ] [ der Junge könnte gesund wie ein Fisch sein ] , wenn [ er ] [ man ihm ] weniger Kuchen und [ Süßigkeiten ] [ Konfekt ] von Hause [ geschickt bekäme ; seiner Mutter Herz konnte indessen einen ] [ schicken würde , aber das Mutterherz lehnte sich gegen eine ] so [ barbarischen Gedanken gar nicht fassen und so blieb sie bei der ihrer Zärtlichkeit entsprechenderen Idee stehen ] [ lieblose Behauptung auf und neigte sich eher zu der Ansicht hin ] , [ John ' s ungesunde ] [ daß Johns blasse ] Gesichtsfarbe [ sei seinem allzugroßen ] [ von übertriebenem ] Fleiße und [ vielleicht ] [ wohl ] auch [ dem ] [ von ] Heimweh [ zuzuschreiben ] [ herrühre ] . John hatte [ weder ] [ ] für seine Mutter [ , noch für seine ] [ und ] Schwestern [ eine große Zuneigung , gegen ] [ herzlich wenig Liebe übrig ; ] mich [ hingegen eine ausgesprochene Antipathie ] [ aber haßte er geradezu ] . Er [ neckte ] [ quälte ] und [ schlug ] [ prügelte ] mich [ , nicht etwa zwei - oder dreimal die Woche oder ein - oder zweimal des Tages , sondern ohne Unterlaß ] [ bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit ] ; jeder Nerv [ meines Körpers ] [ , jede Faser an mir ] zitterte [ vor ihm und jede Muskel zog sich zusammen ] [ ] , wenn er [ näher ] [ mir nahe ] kam . Es gab Augenblicke , wo [ mir ] [ ] der [ Schreck ] [ Schrecken ] , den er mir einflößte , [ alle Besinnung raubte , da ich ] [ mich ganz verwirrt machte , denn ich konnte ] gegen seine Drohungen [ und Bosheiten weder Schutz noch Rückhalt hatte ] [ oder Tätlichkeiten bei niemand Beschwerde erheben ] . [ Das Gesinde wollte dem ] [ Die Dienerschaft mochte ihren ] jungen Herrn nicht [ zu nahe treten , indem es mich vertheidigte , ] [ beleidigen ] und [ Mistreß ] [ Partei gegen ihn nehmen , und Frau ] Reed war [ in dieser Beziehung ] [ blind und ] taub [ und blind , sie sah es nie ] [ ] , wenn er mich [ schlug und hörte nicht , daß er mich schmähte , obwohl er sich das eine oder das andere dann und wann sogar ] [ ] in ihrer Gegenwart [ erlaubte , wenn es gleich am häufigsten ] [ ausschimpfte oder schlug ; noch häufiger allerdings peinigte er mich ] hinter ihrem Rücken [ geschah ] [ ] . [ ] [ Meiner Gewohnheit gemäß , ] John [ gegenüber an Unterwürfigkeit gewöhnt ] [ zu gehorchen ] , [ stellte ich mich sofort vor seinen Stuhl ; etwa ] [ näherte ich mich seinem Stuhle . Etwa ] drei Minuten [ brachte ] [ lang streckte ] er [ damit zu , ] [ ] die Zunge [ ] [ gegen mich ] so weit [ auf mich herauszustrecken ] [ herau ] , als [ er dies ] [ es angehen mochte ] , ohne [ die Zungenwurzel ] [ deren Wurzel ] zu beschädigen [ , füglich thun konnte ; ich sah voraus ] [ . Ich wußte ] , daß er [ alsbald auf mich losschlagen ] [ bald zuschlagen ] würde , und [ ] [ dachte , ] während ich [ dem Schlage entgegenzitterte , konnte ich mich nicht enthalten ] [ mich zusammenkrümmte ] , [ das eklige und häßliche Gesicht meines Henkers näher ins Auge zu fassen ] [ wie garstig der Bengel doch aussähe ] . [ Wahrscheinlich mochte ] [ Vielleicht las ] er [ meine ] [ diesen ] Gedanken in [ meinen Blicken gelesen haben ] [ meinem Gesichte ] , denn [ plötzlich ] [ mit einem Male , ] und ohne ein Wort zu [ verlieren ] [ sagen ] , schlug er [ nach mir mit aller Kraft ] [ heftig auf mich los ] . Ich [ schwankte ] [ taumelte ] und [ ] [ zog mich ] , [ ] [ sobald ich ] mein Gleichgewicht wieder [ gewinnend ] [ erlangt hatte ] , [ trat ich einen oder ] [ ein bis ] zwei Schritte [ ] [ von seinem Stuhle ] zurück . [ , Nimm das ] [ Das ist ] für [ Deine Unverschämtheit ] [ die unverschämte Antwort ] , [ meiner ] [ die du vor einiger Zeit ] Mama [ vor einer Weile so zu antworten ] [ gegeben hast ] , sagte er , [ , ] [ ] und [ für Deinen heimlichen Rückzug ] [ dafür , daß du dich immer wegschleichst und dich ] hinter [ den Vorhang ] [ Vorhänge verkriechst , ] und für den Blick , den [ Du ] [ du vor ein paar Minuten in deinem Auge zeigtest , du falsche Katze ! An John Reeds Schmähungen und Mißhandlungen gewöhnt , kam es ] mir [ vor zwei Minuten zuwarfst ] [ nie in den Sinn ] , [ Du abscheuliche Ratte ] [ mich dagegen zu wehren ] , [ Du ! Ich ] [ meine einzige Sorge ] war [ John ' s Schmähungen zu sehr gewöhnt , um irgend eine Entgegnung versuchen zu wollen ; meine nächste Sorge bestand bloß darin ] [ ] , wie ich [ den zweiten Schlag ] [ die Schläge , die auf die Schmähung noch folgen würden , ] ertragen [ könnte , welcher der Beschimpfung unausweichlich folgen würde ] [ sollte ] . [ , ] [ ] Was [ thatest Du ] [ hast du ] hinter dem Vorhange [ ] [ getan ] ? [ war John ' s nächste Frage ] [ fragte er ] . [ , Ich las ] [ ich habe gelesen ] . [ , Zeig ' ] [ Zeige mir ] das Buch [ her ] [ ] . [ Ich ] [ ich ] ging [ zum ] [ an das ] Fenster [ ] [ zurück ] und [ holte ] [ brachte ] es [ ] [ ihm ] . [ ] [ Wer erlaubt dir ] , [ ] [ unsere Bücher zu lesen ? ] Du [ hast mit unseren Büchern gar nichts zu schaffen . Du ißt ] [ bekommst ] bei uns das [ Gnadenbrot ] [ Gnadenbrod ] , [ wie ] [ sagt ] Mama [ sagt , Du ] [ ; du ] hast kein Geld , [ Dein ] [ dein ] Vater [ hinterließ Dir nichts , Du ] [ hat dir keins hinterlassen ; eigentlich ] solltest [ eigentlich ] [ du ] betteln gehen [ ] [ , ] und nicht [ mit vornehmer Leute ] [ hier bei vornehmen ] Kindern , wie [ unsereins ] [ wir ] , [ zusammenleben , mit uns von denselben Speisen ] [ wohnen und dasselbe ] essen [ ] [ , wie wir , ] und Kleider tragen , die [ Dir ] [ ] unsere Mama [ schaffen ] [ bezahlen ] muß . [ Ich ] [ Nun ] will [ Dich ] [ ich dich ] lehren , in [ meinen Büchern herumzukramen ; ] [ meinem Bücherschrank herumzusuchen , ] denn die Bücher [ sind mein ] [ ] und [ ] [ der Schrank gehören mir , ] das ganze Haus gehört mir [ ] [ , ] oder wird mir in [ wenigen ] [ einigen ] Jahren gehören . [ Packe Dich ] [ Geh , ] und stelle [ Dich zur Thür ] [ dich an die Tür ] , [ außer ] [ vom Spiegel und von ] den [ Bereich der Spiegel und Fenster ] [ Fenstern weg ] . [ Ich that ] [ ich gehorchte ] , [ wie mir geheißen wurde , ohne im ersten Augenblick die ] [ da ich seine ] Absicht [ des Buben zu erfassen ] [ nicht gleich merkte ] ; als ich ihn aber das Buch [ aufheben und zum Wurfe schwingen ] [ in die Höhe heben ] sah , [ fuhr ] [ sprang ] ich [ instinctmäßig ] [ ] mit einem [ Angstrufe beiseite ; doch ] [ Schrei des Schreckens auf die Seite , indessen ] nicht zeitig genug [ , denn der Band ] [ . Das Buch flog schon auf mich zu und ] traf mich , [ ] [ und ] ich fiel [ , schlug ] [ ] mit dem Kopfe gegen die [ Thür und zerschellte ] [ Tür . Das Loch , das ich ] mir [ ] [ in ] den [ Schädel . Die Wunde blutete ] [ Kopf fiel ] , [ der Schmerz war ] [ schmerzte mich ] heftig [ ] [ , und es floß Blut daraus hervor ] ; mein Schrecken [ hatte die höchste Stufe überschritten ] [ war übermäßig , ] und [ machte anderen Gefühlen Plat ] [ nun folgten andere Gefühle ] . [ ] [ Böser ] , [ O , ] [ grausamer Junge sagte ich . ] Du [ böser , Du grausamer Bube ! rief ich . , Du handelst ja ] [ bist ] wie ein Mörder [ - - ] [ , wie ] ein Sklaventreiber [ - - wie die ] [ , du gleichst den ] römischen [ Kaiser ! Ich ] [ Kaisern ich ] hatte [ vordem ] [ ] Goldsmith ' s [ ] [ römische ] Geschichte [ Roms ] [ ] gelesen [ ] [ , ] und mir über Nero [ und Caligula ] [ , Caligul u . s . w . ] eine Meinung gebildet [ , auch , wie natürlich , ] [ . Auch hatte ich ] im [ Stillen Vergleiche ] [ stillen Parallelen ] gezogen , [ freilich ohne daran zu denken ] [ von denen ich nie glaubte ] , [ ] [ daß ich ] sie [ je in dieser Weise ] [ einst so ] laut [ werden zu lassen ] [ aussprecen würde ] . [ ] [ Was ] , [ Wie ] [ was ] ! [ Was ! schrie ] [ rief ] er [ auf ] [ ] . [ , Zu wem sagt ] [ Hat ] sie das [ ] [ zu mir gesagt ] ? [ Doch nicht zu mir ? Elisa , Georgina , habt Ihr ] [ Habt ihr ] es gehört [ ] [ , Elisa und Georgiana ! Soll ich es nicht Mama agen ] ? [ Warte , ich will es der Mama sagen ! Doch zuvor ] [ Aber vorerst ] - - [ Bei diesen Worten stürzte er wie ein Rasender ] [ - Er rannte ] auf mich [ los ] [ zu ] ; ich fühlte , wie er mich bei den Haaren und [ bei ] [ ] den Schultern packte ; [ die Verzweiflung gab mir Kraft . Ich ] [ er hatte sich mit einem verzweifelten Geschöpfe in einen Kampf eingelassen , und ich ] sah [ ] [ wirklich ] in ihm einen Tyrannen , einen Mörder [ ; ich ] [ . Ich ] fühlte [ einige ] [ ] Blutstropfen von meinem Kopfe [ ] [ auf meinen Hals herabträufeln und verspürte einen stechenden Schmerz . Diese Empfindungen gewannen für ] den [ Nacken herabrinnen , dies und ein stechender Schmerz hatten in diesem Momente ] [ Augenblick ] die Oberhand über [ jedwede ] [ die ] Furcht [ ] [ , ] und [ ich ] [ so ] empfing [ den Burschen mit einer Art entschlossener Raserei ] [ ich ihn denn wie eine Wahnsinnige ] . [ Was ich ihm ] [ Ich weiß nicht mehr genau , was ich ] mit meinen Händen [ zufügte ] [ tat ] , [ das weiß ich nicht mehr , ich hörte nur , wie ] [ aber ] er [ mich eine böse Ratte nannte und ] [ brüllte ] laut [ aufschrie ] [ auf , und bald erhielt er Hilfe ] . [ Man ] [ Elisa und Georgiana waren zu Frau Reed gelaufen , die die Treppe hinaufgegangen ] war [ ihm bald zu Hilfe gekommen ; Elisa und Georgina hatten Mistreß Reed geholt , die sofort ] [ ; nun erschien sie mit Bessie und ihrem Kammermädchen Abbot ] auf [ den Schauplatz eilte , gefolgt von Bessie und Abbot , ihren Kammerzofen ] [ dem Kampfplatze ] . Man trennte uns [ und ] [ ; ] ich hörte [ die ] [ folgende ] Worte : [ , Du lieber ] [ Hilf ] Himmel [ ! Welche Bosheit ] [ , welche Furie ] , [ ] [ so auf ] den jungen Herrn [ derart anzufallen ] [ loszustürzen ] ! [ , ] [ ] Hat man je [ ] [ einen solchen Zorn gesehen Dann fügte Frau Reed hinzu : Bringt sie in das rote Zimmer und schließt sie ] ein [ so boshaftes Geschöpf gesehen ! Worauf Mistreß Reed erwiderte ] [ Alsbald wurde ich von vier Händen ergriffen und die Treppe hinaufgetragen . Zweites Kapitel . ich leistete auf dem ganzen Wege Widerstand ] : [ , Bringt sie ins rothe Zimmer ] [ etwas Neues bei mir ] und [ schließt sie dort ] [ ] ein [ . Vier Hände faßten mich zu gleicher Zeit und ich wurde die Treppe hinauf getragen . II . Den ganzen Weg über leistete ich nach Kräften Widerstand ] [ Umstand ] , [ für mich eine ungewohnte Sache und für ] [ welcher die schlimme Meinung bedeutend verstärkte , die ] Bessie und [ Jungfer ] [ Fräulein ] Abbot [ ein Anhaltspunkt mehr , die schlechte Meinung , die sie bereits ] [ ] von mir [ gefaßt hatten , ] [ ] zu [ begründen ] [ hegen geneigt waren ] . [ Der einzige Grund meines Betragens bestand indessen darin ] [ Tatsache ist ] , daß ich [ ganz ] [ ] außer mir war [ ; die augenblickliche Auflehnung gegen meine Quäler ] [ : wußte ich doch ] , [ welche natürlicherweise schreckliche ] [ daß ich mich so wie so schweren ] Strafen [ nach sich ziehen mußte , ] [ ausgesetzt ] hatte [ mich ] [ ] , [ ] [ und ] wie [ irgend einen meuterischen Sklaven ] [ jeder andere rebellische Sklave ] , [ zu ] [ war ich in meiner Verzweiflung entschlossen , auch vor ] dem [ Entschlusse gebracht , so weit als möglich ] [ Äußersten nicht zurück ] zu [ gehen ] [ weichen ] . [ , ] [ ] Halten Sie [ ihr die Hände ] [ ihre Arme fest ] , [ Mamsell ] [ Fräulein ] Abbot ; sie [ geberdet ] [ gebärdet ] sich [ ja ] [ ] wie eine [ wüthende ] [ tolle ] Katze . [ , ] [ ] Pfui [ ! Schämen Sie sich ] [ , pfui ] ! rief die [ Herrenmagd ] [ Kammerjungfer ] . [ , ] [ ] Welch [ abscheuliche ] [ garstige ] Aufführung , [ Miß ] [ Fräulein ] Eyre , [ nach einem ] [ den ] jungen [ Gentleman ] [ Herrn zu schlagen ] , [ dem Sohne ] [ den Sohn ] Ihrer [ Wohlthäterin ] [ Wohltäterin ] , [ Ihrem ] [ Ihren ] jungen [ Gebieter zu schlagen ] [ Herrn ] ! [ , Gebieter ] [ Meinen Herrn ! Bin ich denn eine Magd ] ? [ Wieso ist er mein Gebieter ? Bin ich eine Dienstmagd ? , ] [ ] Nein [ ! ] [ , ] Sie sind [ noch ] [ ] weniger als eine [ Dienstmagd ] [ Magd ] , denn Sie [ thun ] [ tun durch aus ] nichts für Ihren Unterhalt . Da [ , ] [ ] setzen Sie sich [ nieder , ] [ hin ] und denken Sie über Ihre [ Nichtswürdigkeiten ] [ Bosheit ] nach . [ Indessen hatten ] [ Unterdessen hatte sie ] mich [ die beiden Mädchen ] [ ] in [ die ] [ das von Frau Reed ] bezeichnete [ Stube ] [ Zimmer ] gebracht und [ dort ] [ mich ] auf einen [ ] [ niedrigen ] Stuhl [ niedergeworfen . Mein erster Gedanke war , wie eine ] [ geworfen ; gleich einer ] Feder [ emporzuschnellen ] [ wollte ich wieder in die Höhe schnellen ] , [ ] [ ihre vier Hände ] aber [ zwei Paar Hände brachten ] [ hielten ] mich [ augenblicklich zum Stillsitzen . ] [ fest ] , Wenn Sie nicht [ ] [ ruhig ] sitzen bleiben , [ so ] [ ] müssen [ wir ] [ ] Sie [ anbinden ] [ angebunden werden ] , sagte Bessie . [ , Mamsell ] [ Fräulein ] Abbot , leihen Sie mir [ einmal ] [ ] Ihre Strumpfbänder [ , die meinigen ] [ ; meine ] würde sie [ gleich ] [ ] zerreißen . [ Mamsell ] [ Die ] Abbot [ machte sich bereit ] [ traf Anstalten ] , das [ geforderte Bindemittel ] [ nötige Band ] von [ ihren dicken Beinen abzulösen ] [ einem runden , derben Beine loszumachen ] . [ Die Bereitung von Fesseln und ] [ Diese Vorbereitung zu meiner Fesselung , sowie ] der Gedanke an die [ damit verbundene ] [ ] neue Schmach [ benahm mir etwas von meiner ] [ mäßigten meine ] Aufregung [ ] [ ein wenig ] . [ , ] [ ] Lassen Sie [ sie daran ] [ das ] , rief ich [ . , Ich ] [ ; ich ] will [ mich ] [ ruhig sein . Und zum Beweise , daß ich mich ruhig verhalten würde , klammerte ich mich mit den Händen an den Stuhl an . Rühren Sie sich ja ] nicht [ rühren . Und zur besseren Bekräftigung des Gesagten hielt ich mich mit beiden Händen am Stuhle fest . , Ich wollte es Ihnen auch nicht gerathen haben , erwiderte ] [ , sagte ] Bessie [ , indem ] [ ; und als ] sie [ , nach gewonnener ] [ die ] Ueberzeugung [ ] [ gewonnen hatte ] , daß [ ich fest saß ] [ meine Aufregung sich wirklich gelegt hatte ] , [ ihre Hände von mir nahm . Darauf ] [ ließ sie mich los ; dann ] stellte sie sich mit [ Jungfer ] [ der ] Abbot [ ] [ , die Arme übereinander gekreuzt , vor mich hin , und beide sahen mich ] mit [ unterschlagenen Armen vor mich hin , und Beide blickten mir düster und forschend ins Antlitz ] [ düsterer Miene an ] , als [ hielten ] [ ob ] sie [ mich für verrückt ] [ zweifelten : , ob ich bei Sinnen wäre ] . [ Sie ] [ So ist sie noch nie gewesen , sagte Bessie zu der Zofe . Aber es lag immer in ihr , ] war [ früher nie so , begann nach einer Weile Bessie . Oh , es hat schon immer in ihr gesteckt ] [ die Antwort ] . Ich habe der gnädigen Frau [ schon öfter ] [ oft ] meine Meinung über das [ Kind ] [ Mädchen ] gesagt , und [ sie hat mir ganz Recht gegeben ] [ die gnädige Frau denkt ebenso ] . Es ist [ ein kleiner Wechselbalg ! mein Lebtag habe ich noch kein Mädchen ihres Alters so heimtückisch gesehen ! ] [ eine bösartige , hinterlistige , kleine Kröte . ] Bessie [ antwortete nicht . Nach einer kurzen Pause wandte ] [ gab keine Antwort , bald aber wendete ] sie sich zu mir [ . , ] [ und sagte : ] Sie sollten [ am besten wissen ] [ bedenken ] , [ Miß ] [ Fräulein ] , [ was ] [ daß ] Sie [ Mistreß ] [ Frau ] Reed zu [ danken haben ; ] [ Dank verpflichtet sind : ] sie [ allein erhält ] [ ist es , die ] Sie [ . Wenn ] [ ernährt ; wollte ] sie Sie [ verstößt ] [ wegjagen ] , so [ kommen Sie geraden Weges ins Armenhaus ] [ bliebe Ihnen nichts weiter übrig , als in einem Armenhause ein Unterkommen zu suchen ] . [ Auf ] [ Hierauf hatte ich nichts zu erwidern ; ] solche [ Reden konnte ich nichts erwidern . Sie ] [ Redensarten ] waren mir [ nichts neues ; mit den ersten Vorstellungen meines Daseins hatten sich ähnliche Andeutungen gepaart ] [ nicht neu ] . [ Der ] [ Dieser ] Vorwurf [ meiner Armuth und ] [ der ] Abhängigkeit [ tönte ] [ hatte stets in meinem Ohr geklungen ; so schmerzlich und niederdrückend aber die Sache für mich war , so war sie ] mir [ in den Ohren , peinlich zwar und drückend , aber ] [ doch ] nur halb verständlich . [ Nun ließ sich auch Jungfer ] [ Die ] Abbot [ vernehmen . , ] [ fiel ein ] Und Sie [ dürfen ] [ sollten ] sich [ gar nicht einbilden ] [ keinen Augenblick den Gedanken beifallen lassen ] , daß Sie [ ebenso viel sind , als die Fräuleins ] [ mit dem gnädigen Fräulein und dem jungen Herrn ] Reed [ und der junge Herr Reed ; etwa darum ] [ auf gleichem Fuße stehen ] , weil [ Mistreß Reed ] [ ] die [ Gnade hat , ] [ gnädige Frau in ihrer Güte ] Sie mit [ ihren Kindern aufzuziehen ? ] [ ihnen erziehen läßt . ] Die [ haben sehr ] [ werden mal ] viel Geld [ ] [ bekommen ] , und Sie [ haben gar nichts , daher ziemt Ihnen Demuth , und ] [ keins . ] Sie [ werden wohl daran thun , etwas leidlicher ] [ sollten also recht bescheiden sein und sich bei Ihren Wohltätern beliebt ] zu [ werden ] [ machen suchen ] . [ , ] [ ] Was wir Ihnen [ ] [ da ] sagen , [ ist zu Ihrem Besten ] [ bezweckt ja Ihr Bestes ] , [ fügte ] [ setzte ] Bessie [ etwas freundlicher ] [ in einem Ton ] hinzu [ ; ] [ ] , [ ] [ der nichts weniger als rauh war . Sie sollten es ] versuchen [ ] [ , gefällig und nützlich zu sein , dann würden ] Sie [ es mit Dienstfertigkeit und Zuvorkommenheit , ] [ ] vielleicht [ haben sie dann ] [ eher ] eine Heimat [ in diesem Hause ; ] [ haben , sind Sie ] aber [ wenn Sie sie sich roh ] [ jähzornig ] und [ leidenschaftlich betragen ] [ grob ] , so wird [ Sie ] [ ] die gnädige Frau [ ] [ Sie ] ganz gewiß fortschicken . [ , ] [ ] Zudem , [ meinte Miß ] [ sagte Fräulein ] Abbot , [ , ] [ ] wird [ ] [ Gott ] sie [ unser Herrgott ] [ ] strafen [ , vielleicht schickt ] [ : ] er [ ihr ] [ kann sie ] einmal [ mitten ] [ ] in [ den Ergüssen ] [ ihrem Zorn und ] ihrer [ Bosheit den Tod ] [ Unart töten ] , und wo [ soll ] [ kommt sie ] dann [ ihre arme Seele hinkommen ] [ hin ] ? [ Kommen Sie ] [ Komm ] , Bessie , wir wollen sie allein lassen [ . Um alles ] [ : um nichts ] in der Welt [ wollte ich nicht ] [ möchte ich ] ihr Herz haben . [ Sagen ] [ Beten ] Sie [ Ihre Gebete her ] [ ] , [ Miß ] [ Fräulein ] Eyre , wenn Sie allein [ ] [ und wieder ganz bei Besinnung ] sind [ ; ] [ , ] denn wenn Sie [ ] [ über Ihr Betragen ] keine Reue [ zeigen , ] [ empfinden ] so [ möchte am Ende irgend ein Gespenst ] [ kann etwas ] den [ Camin herunter kommen ] [ Kamin herunterkommnen ] und Sie [ holen ] [ mitnehmen ] . [ Beide ] [ Sie ] entfernten sich [ nun , stießen ] [ und schlossen ] die [ Thür ] [ Tür ] zu [ , und sperrten sie hinter sich ab . Das rothe ] [ . ich war allein in dem kalten und öden roten ] Zimmer [ war eine unbenutzte Stube ] [ ] , [ in der selten , ich möchte beinahe sagen nie ] [ vor dem ich mich immer entsetzlich gegrauelt hatte ] , [ jemand die Nacht zubrachte , es wäre ] [ ] denn [ ] [ hier ] , [ daß zufällig ein großer Schwarm von Gästen Gatesheadhall überschwemmte ] [ in jenem pompösen Himmelbett ] , [ und es nothwendig machte , alle Räumlichkeiten des Hauses zu verwenden . Dessen ungeachtet war die rothe Stube eine der größten und stattlichsten der Wohnung . Eine auf massiven Säulen von Mahagoni ruhende Bettstatt ] [ ] mit [ einem Himmel von dunkelrothem Damast stand , der Bundeslade ähnlich , in der Mitte ; die zwei großen Fenster , die Fensterladen stets geschlossen , waren von Garnituren und Draperien von derselben Farbe halb verhüllt ; über ] [ ] den [ Fußboden breitete sich ein rother Teppich ; auch den Tisch am Fuße des Bettes deckte ein carmoisinrothes Tuch ; die Wände waren lichtroth ] [ dunkelroten Damastvorhängen ] , [ mit einem zarten Hauche von Feuerroth gemalt , der Kleiderschrank , die Toilette , die Stühle sämmtlich von dunkel politirtem Mahagoni . Aus diesen tiefen Schatten ringsum erhoben sich hoch und blüthenweiß die aufeinander geschichteten Matratzen und Federpölster des Bettes mit einer schneeigen Marseiller Steppdecke überkleidet ; am Kopfe des Bettes ragte , wohl nicht ganz so hoch wie das erstere , ein weiter , gepolsterter Sorgenstuhl , gleichfalls weiß überzogen und vorne mit einem Fußschemel versehen , empor , der mir wie ein weißer Thron vorkam . Die Stube war kalt , weil man sie selten heizte ; still , weil sie von der Kinderstube und der Küche gleich weit entfernt lag ; feierlich und unheimlich , weil man wußte , sie werde selten betreten . Bloß am Sonnabend kam das Stubenmädchen hinein , um von den Spiegeln und Möbeln den ungestört angesammelten Staub einer ganzen Woche abzuwischen ; Mistreß Reed selbst besuchte die Stube nur in seltenen Zwischenräumen , um eine geheime Schublade im Kleiderkasten zu untersuchen , welche verschiedene Pergamente , ihr Juwelenkästchen und ein Miniaturporträt ihres verstorbenen Mannes enthielt . Ihres verstorbenen Mannes - - in diesen Worten lag das Geheimniß der rotten Stube , der Zauberbann , welcher dieselbe trotz ihrer Größe öde und verlassen erhielt . Mister Reed ] [ ] war vor neun Jahren [ ] [ mein Onkel Reed ] gestorben [ ; ] [ , und seitdem war es so gut wie unbewohnt geblieben . Aber Augenblicklich empfand ich keine Furcht , denn noch wallte mein Blut zu heftig , noch tobte ] in [ der rothen Stube hatte er seinen Geist ausgehaucht ; dort hatte er am Paradebett gelegen , ] [ mir die wilde Wut einer rebellischen Sklavin , und so war meine erste Regung nun rasch aufzustehen und mich zu vergewissern , ob ich wirklich eine Gefangene sei . Ja leider ! Kein Kerker konnte besser verschlossen sein . Als ich ] von [ dort hatten die Leichenmänner seinen Sarg abgeholt ] [ der Tür zurückkam ] , [ und von jenem Tage ] [ mußte ich ] an [ hatte eine gewisse Weihe das Zimmer vor häufigem und längerem Aufenthalte bewahrt . Der Sitz , auf welchen mich Bessie und die bitterböse Mamsell Abbot festgebannt hatten , war eine niedrige Ottomane nächst dem marmornen Caminmantel . Vor mir erhob sich das Bett , zu meiner Rechten stand der hohe , finstere Kleiderschrank , in dessen politirten Thüren sich die verschiedenartig gebrochenen Reflexe abspiegelten ; links präsentirten sich die verhüllten Fenster und ein zwischen den letzteren angebrachter Spiegel gab das unheimlich großartige Bild des Bettes und der ganzen Stube wieder . Ich wußte nicht ganz gewiß , ob man die Thür zugesperrt hatte ; ich nahm mir die Freiheit aufzustehen und sah nach . Ach , ja ! Nie war der Ausgang eines Kerkers besser verwahrt . Zu meinem Sitze zurückkehrend , mußte ich vor ] [ ] dem Spiegel [ vorbei ] [ vorüber ] ; [ ] [ aber ] mein Blick [ fiel , unwillkürlich gefesselt , darauf , gleichsam um ] [ blieb wie bezaubert daran haften und suchte ] die Tiefe zu ergründen , die [ das Glas zu decken schien ] [ sich da vor mir auftat ] . Alles sah [ in dieser eingebildeten Vertiefung frostiger ] [ darin noch kälter ] und [ finsterer ] [ düsterer ] aus [ ] [ , ] als [ ] [ es ] in [ der ] [ ] Wirklichkeit [ , ] [ war ; ] und die [ sonderbare ] [ unschöne ] kleine Gestalt , [ ] [ die mich daraus anschaute , ] mit [ weißem ] [ dem weißen ] Gesicht und [ ] [ mit ] Armen , [ ] [ die sich von der Dunkelheit scharf abhoben , und ] mit [ vor Furcht zwinkernden ] [ ihren grellen , verängstigten ] Augen , [ welche , ] [ die ] sich [ im düsteren Hintergrunde der Spiegelfläche abzeichnend ] [ bewegten ] , [ mir in der unbeweglichen Umgebung zitternd entgegenblickte ] [ wo sonst alles ruhig war ] , [ gemahnte mich an ein wirkliches Gespenst . Sie kam mir vor ] [ brachte einen Eindruck hervor ] , [ wie ] [ als sähe sie einen Geist , ] eines jener [ nebelhaften Phantome ] [ Gespenster ] , [ halb Fee , halb Nixe , von denen uns Bessie in ihren Märchen erzählt hatte ] [ die Bessies Abenderzählungen aus einsamen ] , [ sie stiegen in fernen , dunstigen ] [ mit Farnkräutern bewachsenen ] Sümpfen vor [ den Augen verspäteter Wanderer aus der Erde empor ] [ unserm innern Auge heraufzubeschwören pflegten ] . Ich [ setzte mich wieder auf meinen alten Platz ] [ ging zu meinem Stuhle zurück ] . In diesem Augenblicke [ kam ] [ regte sich ] der Aberglaube [ über mich , ] [ in mir ; war ] aber [ noch hatte ] [ ] die Stunde seines vollständigen Sieges nicht [ geschlagen . Noch rann ] [ gekommen ; ] mein Blut [ warm durch die Adern ; ] [ war ] noch [ erhielt mich der trotz der ] [ heiß , noch hatte die Stimmung des ] empörten [ Sklavin ] [ Sklaven ] in [ aufrechter Spannung ; ] [ mir die Oberhand : ] ich mußte [ eine wilde Fluth von ] [ mich erst vor dem Ansturm der zurückgebliebenen ] Gedanken [ aus der Vergangenheit vorbeiströmen lassen ] [ entgegenstemmen ] , bevor [ der Wellenschlag der ] [ ich die traurige ] Gegenwart [ an mich gelangen ] [ recht fühlen ] konnte . Alle [ Martern und Qualen , die ich von ] [ tyrannischen Handlungen ] John [ Reed erduldet ] [ Reeds ] , [ alle ] [ ] die [ ] [ ganze ] stolze [ Verachtung ] [ Gleichgültigkeit ] seiner Schwestern , die [ offene ] [ ganze ] Abneigung seiner Mutter , die [ ] [ ganze ] Parteilichkeit [ des Gesindes kamen ] [ der Dienerschaft stieg ] in meinem [ wild erregten Gemüthe ] [ verstörten Geiste ] auf [ die Oberfläche ] [ ] , wie [ der Schlamm in den Fluthen einer aufgetrübten Quelle ] [ ein trüber Bodensatz in einem aufgerührten Brunnen ] . Warum mußte [ denn gerade ] [ ] ich [ immer ] [ stets ] leiden , [ die Augen traurig zu Boden senken ; ] [ ] warum [ verklagte ] [ stets beschuldigt ] , [ warum verdammte man denn gerade nur mich ] [ verurteilt und eingeschüchtert werden ] ? Warum [ ] [ konnte ich es niemand recht machen ? Elisa , die halsstarrig und selbstsüchtig ] war [ es mir denn unmöglich zu gefallen ] [ ] , [ warum nutlos , irgend Jemandes Zuneigung erlangen zu wollen ? Elise , das eigensinnige , selbstsüchtige Mädchen ward verehrt ; Georgine ] [ achtete man . Georgiana ] mit [ ] [ ihrer Tücke , ] ihrem [ launischen ] [ zänkischen und frechen ] Wesen [ , ihrer herben Bissigkeit , ihrem herausfordernden und kecken Betragen war bei Allen wohlgelitten ] [ sah man stets alles nach ] . Ihre Schönheit , ihre [ rothen ] [ roten ] Wangen [ , ihre ] [ und ] goldenen Locken [ schienen ] [ entzückten ] jedermann [ zu entzücken ] [ ] und [ ] [ erkauften ihr ] für [ die ] [ jeden ] Fehler [ des Kindes schadlos zu haben ] [ Straflosigkeit ] . John [ wurde nicht das Mindeste ] [ vollends legte niemand etwas ] in den Weg [ gelegt ] [ ] , geschweige denn , daß er [ gestraft worden wäre ] [ je bestraft wurde ] , [ wiewohl ] [ wenn ] er den Tauben [ den Hals ] [ die Hälfte ] umdrehte , die [ kleinen Hühnchen todtschlug , die ] [ ] Hunde [ auf ] [ hinter ] die Schafe hetzte , die [ Trauben aus dem Treibhause stahl , die Knospen der seltensten Pflanzen im Gewächshause abriß . Seine ] [ Treibhäuser plünderte ; seine ] Mutter nannte er [ nicht anders als , altes Mensch ' , machte sich zuweilen über ihre unreine , seiner eigenen ähnliche Gesichtsfarbe lustig . Ihre Wünsche und Bitten beachtete er nicht im Geringsten ] [ das alte Kamel ] ; nicht selten [ verdarb und ] [ ] zerriß [ ] [ oder beschmutzte ] er [ aus Muthwillen ihre seidenen Kleider ] [ ihr seidenes Kleid , ] und [ dennoch ] [ doch ] war [ und blieb ] [ ] er [ , ] [ bei all dem stets ] ihr [ liebes , theures Söhnchen ] [ Liebling ] . Ich [ dagegen machte mich keines Fehlers schuldig ; ich bemühte mich ] [ wagte mir keinen Fehler zu Schulden kommen zu lassen , ich bestrebte mich ] , [ allen meinen Pflichten nachzukommen ; ] [ jede Pflicht zu erfüllen , ] und [ doch ] [ man ] nannte [ man ] [ ] mich [ nichtswürdig ] [ unartig ] , [ eklig , verstockt ] [ verdrießlich ] und [ heimtückisch von Früh ] [ niederträchtig , vom frühen Morgen ] bis [ Mittag und von Mittag bis in die Nacht ] [ zum späten Abend ] . Mein Kopf [ schmerzte mich noch immer und die Wunde , die ich ] [ tat ] mir [ im Fallen geschlagen , ] [ weh und ] blutete [ ohne Unterlaß ] [ von dem Schlage und von dem Falle gegen die Tür ] . [ Kein Mensch ] [ Niemand ] hatte [ es ] [ ] John [ verwiesen ] [ deswegen gescholten ] , daß er mich [ ohne Ursache mißhandelte , ] [ geschlagen ; ] und weil ich mich gegen ihn [ wandte ] [ gewehrt hatte ] , [ um weitere unvernünftige Martern von mir abzulenken , wurde ich von Allen verdammt und ] [ überschüttete mich jedermann ] mit [ Schmach überhäuft ] [ Vorwürfen ] . [ Das ist Unrecht - - himmelschreiendes Unrecht ] [ Wie ungerecht ] ! [ ' rief mir mein durch die erlittenen Mißhandlungen frühzeitig , wiewohl vorübergehend gereifter Verstand zu , und ] [ sagte ] meine [ ] [ Vernunft , die der so qualvolle Stachel zu früher , wenn auch vorübergehender Energie antrieb ; und der Entschluß , der ] gleichfalls [ unnatürlich gesteigerte Willenskraft trieb mich ] [ angespornt ward , feuerte ] zu irgend einem [ ungewöhnlichen Ausweg ] [ außergewöhnlichen Auskunftsmittel an ] , um [ weiterer Unterdrückung ] [ dem unerträglichen Drucke ] zu entgehen [ etwa indem ich davonlief ] [ : z . B . davonzulaufen , ] oder [ weder aß noch trank ] [ wenn das nicht anginge , nicht mehr zu essen ] und [ mich ] [ zu trinken , und ] so [ zu Tode hungerte ] [ den Tod herbeizurufen ] . Wie [ groß ] [ gross ] war meine [ Bestürzung ] [ Niedergeschlagenheit ] an jenem [ düsteren Nachmittage ] [ unheilvollen Nachmittag ! Welche Aufregung tobte in meinem Hirn ] , wie [ sehr ] [ war ] mein [ Geist aufgeregt und mein ] [ ganzes ] Herz empört ! [ Und inmitten ] [ In welcher Dunkelheit , in ] welch [ finsterer ] [ dichter ] Unwissenheit [ ] [ indessen ] wurde [ dieser ] [ der ] geistige Kampf [ ausgekämpft ] [ ausgefochten ] ! Ich [ ] [ konnte die stets wiederkehrende innerliche Frage nicht beantworten - warum ich so leiden mußte . Jetzt sehe ich es klar ein . In Gateshead - Hall war ich eine Dissonanz , ich glich niemandem , ich hatte nichts , wodurch ich mit Frau Reed oder ihren Kindern , oder ihrer Dienerschaft harmonierte . Liebten sie mich nicht , so liebte ich sie ebenso wenig . Es ] war nicht [ im Stande ] [ ihre Pflicht ] , [ auf die unausgesetzte Frage in meinem Innern , , warum ich denn so viel erleiden müßte ' , eine Antwort zu finden . Nun , nach einem Zeitraume von , ich will nicht sagen , wie vielen Jahren ist mir alles klar . Meine Existenz in Gatesheadhall war ] [ ] ein [ Mißton ; mein ] [ ] Wesen [ stimmte dort ] [ , das ] mit niemand [ überein ] [ von ihnen sympathisierte ] , [ weder ] [ ] mit [ Mistreß Reed und ihren Kindern , noch mit ihren erkorenen Vasallen . Ich liebte sie ebenso wenig , als sie mich leiden konnten . Sie fühlten sich ] [ Zuneigung zu betrachten ; war dieses Wesen ] nicht [ zu einem Wesen hingezogen ] [ ] , [ das mit ihnen nicht sympathisiren konnte , ein Wesen , das nach ] [ was ] Temperament , [ geistigen Anlagen und ] [ ] Fähigkeiten [ so ] [ und Neigungen betrifft , ] himmelweit von ihnen verschieden [ war ; ein unnützes Geschöpf , welches weder ihren Vortheil fördern , noch ] [ ? War es nicht nutzlos und unfähig , einem Interesse zu dienen oder ] zu ihrem Vergnügen [ beitragen mochte , welches sogar insofern als schädlich erschien , als es einen beständigen Unwillen über ihre Behandlung nähren , ihren Blödsinn mitleidig belächeln mußte . ] [ beizutragen ? ] Ich [ bin überzeugt , daß ] [ weiß ] , wäre ich ein [ munteres ] [ leichtblütiges ] , [ hübsches ] [ mit glänzenden Eigenschaften begabtes ] , [ sorgloses ] [ nachlässiges ] , [ eigensinniges ] [ anspruchsvolles ] , [ ja polterndes ] [ schönes , wildes Kind gewesen ] - - [ wenngleich ebenso von fremden Gnaden abhängiges , freudeloses ] [ wenn auch abhängig und aller Freunde bar ] - - [ Kind gewesen , Mistreß ] [ Frau ] Reed [ ] [ hätte ] meine Gegenwart mit [ weit ] [ ] mehr [ gutem Willen ] [ Geduld ] ertragen [ hätte . Die ] [ , ihre ] Kinder [ selbst wären mir ] [ würden gegen mich freundschaftlicher ] , [ als Spielkameraden wenigstens , mehr zugethan ] [ und das Gesinde endlich nicht so geneigt ] gewesen [ ; die Dienstboten würden es nicht gewagt haben ] [ sein ] , mich [ zur Zielscheibe der Neckereien in ] [ zum Sündenbocke ] der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann [ aus der rothen Stube ] [ das rote Zimmer ] zu [ schwinden . Es schlug ] [ verlassen ; es war ] vier Uhr [ ] [ vorüber , ] und der [ umwölkte Himmel ließ die schaurige ] [ bewölkte Nachmittag machte allmählig einer trüben ] Dämmerung [ zeitlich hereinbrechen ] [ Platz ] . Ich hörte den Regen [ ohne Unterlaß ] [ immer noch ] an [ die Fenster des Treppenhauses anschlagen ] [ das Treppenfenster schlagen ] und den Wind [ durch das ] [ in dem ] Lustwäldchen hinter [ dem Hause heulen ] [ der Halle pfeifen ] ; nach und nach wurde ich [ ] [ so ] kalt wie [ Marmor ] [ ein Stein , ] und [ der Muth sank ] [ nun fing mein Mut zu sinken an . Meine gewöhnliche demütige Stimmung , der Zweifel an ] mir [ immer tiefer . Mein gewöhnliches Bewußtsein des eigenen Unwerthes ] [ selbst ] , [ der Ohnmacht , des Drückenden meiner Lage , fiel gleichsam ] [ meine Trostlosigkeit und Niedergeschlagenheit fielen ] feucht auf die [ glimmenden Kohlen ] [ allmählig verglühende Asche ] meines [ verlöschenden Zornes nieder ] [ Zorns ] . [ ] [ Jedermann sagte ] , [ Alles nennt mich schlecht ] [ ich sei boshaft ] , [ ' dachte ich , , ] [ und ] vielleicht [ bin ich ] [ war ] es auch [ in der That ] [ so ] . Wie [ konnte es mir eben einfallen , mich durch Hunger tödten zu wollen ] [ hatte ich nur soeben noch den Gedanken fassen können , mich zu Tode zu hungern ] ? Das [ wäre ja eine Sünde ! Und dann ] [ war gewiß ein Verbrechen ] , [ wäre ] [ und war ] ich [ denn auch ] [ ] zum [ Tode ] [ Sterben ] vorbereitet ? Oder [ wäre etwa ] [ war ] das Gewölbe unter [ der Kanzel ] [ dem Chor in ] der Kirche [ von ] [ zu ] Gateshead [ eine ] [ ein ] so [ einladende Ruhestätte ] [ einladendes Ziel ] ? [ Ich wußte , daß ] [ In einem solchen Gewölbe liege ] Herr Reed [ in einer solchen Gruft beigesetzt wurde ] [ begraben ] , [ ] [ - - - hatte man mir gesagt ; ] und [ durch diese Vorstellung ] [ so ] auf [ den ] [ ihn zurückgeführt , verweilte ich mit steigendem Schrecken bei diesem ] Gedanken [ an ihn selbst gebracht , verweilte ich bei dieser Idee mit wachsender Furcht ] [ ] . Ich konnte mich seiner nicht mehr [ entsinnen ] [ erinnern ] ; aber ich [ hatte gehört ] [ wußte ] , [ ] [ daß ] er [ sei ] [ ] mein [ leiblicher Onkel ] [ Oheim ] , [ ] [ daß er ] meiner Mutter Bruder [ gewesen ; ] [ war , daß ] er [ habe ] [ ] mich als [ eine elternlose Waise zu sich genommen ] [ elternloses Kind in sein Haus aufgenommen , ] und [ ] [ daß er ] in seinen letzten Augenblicken [ sich von Mistreß ] [ seiner Frau das Versprechen abgenommen hatte , mich wie eines ihrer eigenen Kinder halten zu wollen . Frau ] Reed [ feierlich versprechen lassen ] [ glaubte wahrscheinlich ] , sie [ wolle mich auch ferner wie ihr eigenes Kind halten . Mistreß Reed war jedenfalls der Ansicht , sie erfülle ] [ habe dieses ] ihr Versprechen [ pünktlich ; ] [ erfüllt , ] und [ die Wahrheit zu ] [ ich kann wohl ] sagen , [ that ] [ ] sie [ ] [ hatte es auch getan , so weit ihr Wesen ] dies [ auch ] [ zuließ . Wie konnte sie aber einen Eindringling , der nicht zu ihrer Familie gehörte , und nach ihres Mannes Tode durch kein Band an sie geknüpft war ] , [ so gut als ] [ wahrhaft lieben ? Höchst lästig und ärgerlich mußte ] es ihr [ Charakter zuließ ; aber wie konnte sie denn auch einen Einschübling , der nicht ihres Stammes und nach ihres Gatten Tode mit ihr in keiner weiteren Verbindung war , irgendwie lieben ? Im Gegentheile mußte es für sie sehr drückend ] [ ] sein , sich durch ein mit [ Widerstreben gegebenes Wort verbunden ] [ vieler Mühe erzwungenes Versprechen gebunden ] zu [ wissen ] [ finden ] , an einem fremden [ , ungeliebten ] [ ] Kinde [ ] [ , das sie nicht zu lieben vermochte , ] Mutterstelle zu vertreten , [ einen fremden Eindringling fortwährend in der Mitte ihrer eigenen Kinder zu sehen . Ein sonderbarer Gedanke tauchte ] [ und eine nicht gleich gestimmte Fremde beständig in ihrem Familienkreise zu dulden . Sonderbare Gedanken dämmerten ] in mir auf . Ich zweifelte nicht [ ] [ , ] und hatte nie [ daran ] [ ] gezweifelt , daß [ Mister ] [ , wenn Herr ] Reed [ - - wenn er ] [ ] am Leben geblieben wäre [ - - ] [ , er ] mich [ gewiß gut ] [ gütig ] behandelt [ hätte . Und nun ] [ haben würde ; und jetzt ] , [ wie ] [ als ] ich so dasaß [ , die Augen auf ] [ und ] das weiße Bett und die [ dunklen ] [ überschatteten ] Wände [ ] [ ansah ] , [ gelegenheitlich ] [ während ich ] auch [ auf den schwach erglänzenden ] [ dann und wann mein bezaubertes Auge dem trübe schimmernden ] Spiegel [ gerichtet ] [ zukehrte ] , [ erinnerte ich mich ] [ fing ich ] an [ alles ] [ , mir ins Gedächtnis zurückzurufen ] , was ich [ bisher ] [ ] von [ Abgeschiedenen ] [ Toten ] gehört [ hatte ] [ ] , die [ , weil sie ] [ durch ] die [ Uebertretung ] [ Nichtbeachtung ] ihrer [ letzten ] [ ] Wünsche [ aus der letzten Ruhe aufgescheucht , ] [ in ihrer Grabesruhe gestört würden und ] wieder auf [ der ] [ die ] Erde [ erschienen waren ] [ kämen ] , um die [ Eids brüchigen ] [ Meineidigen ] zu strafen und die Unterdrückten zu rächen ; [ auch Mister Reed ' s ] [ und ich dachte , Herrn Reeds ] Geist [ müsse ] [ könnte ] , [ so dachte ich , über ] [ durch ] das [ dem ] [ am ] Kinde seiner Schwester [ angethane ] [ verübte ] Unrecht [ empört ] [ gequält ] , seinen [ Aufenthalt - - die Gruft ] [ Aufenthaltsort , sei es ] in [ ] [ dem Grabgewölbe ] der Kirche , oder [ die unbekannte Wohnung ] [ in der unbekannten Welt ] der [ Seligen - - ] [ Abgeschiedenen , ] verlassen und [ mir ] [ ] in diesem Zimmer [ erscheinen ] [ vor mir auferstehen ] . Ich trocknete meine [ Thränen ] [ Tränen ] und [ ließ das Seufzen ; denn wie leicht konnte ] [ unterdrückte mein Schluchzen , in der Furcht , es möchte ] irgend ein [ Ausbruch ] [ Zeichen ] heftigen [ Schmerzes ] [ Kummers ] eine übernatürliche Stimme [ zu meinem Troste ] [ ] wecken , [ ] [ um mich zu trösten , ] oder [ ] [ aus ] der [ Finsternis die Erscheinung eines lichtumflossenen Antlitzes entlocken ] [ Dunkelheit ein mit einem schimmernden Scheine umgebenes Gesicht hervorrufen ] , das [ ] [ mit seltsamem Mitleid ] sich [ voll himmlischen Mitgefühles ] [ ] über mich [ herniederneigte ] [ hinbeugte ] . [ So sehr auch diese ] [ Diese an und für sich trostreiche ] Idee [ in der Vorstellung Trost einflößte ] [ müßte ] , [ so sehr fühlte ] [ dachte ] ich [ das Grauenhafte einer möglichen Verwirklichung ] [ , schrecklich sein , wenn sie verwirklicht würde ] ; [ ich bekämpfte sie daher ] [ ] mit aller Macht [ ] [ bemühte ich mich , sie zu unterdrücken . Ich wollte um jeden Preis standhaft sein . Mein Haar aus den Augen schüttelnd , hob ich den Kopf in die Höhe ] und versuchte es , [ Muth zu fassen . Mir die wirren Haare aus ] [ kühn in ] dem [ Gesichte streichend , hob ich den Kopf in die Höhe und bemühte mich , keck in dem finsteren ] [ finstern ] Zimmer [ herumzublicken ] [ umherzusehen ] . In diesem Augenblicke [ erglänzt ] [ schimmerte ] ein [ Lichtstrahl ] [ Licht ] an der Wand . [ War ] [ Ist ] es [ das Mondlicht ] [ ] , [ das sich ] [ fragte ich mich , ein Mondstrahl , der ] durch eine [ Ritze ] [ Oeffnung ] des Fensterladens [ hereinstahl ! Unmöglich ; ] [ bricht ? Nein , dachte ich wieder , ] das Mondlicht ist [ unbeweglich ] [ ruhig , ] und [ jener Strahl irrte unstet hin und her ; während ich ihn ins Auge faßte ] [ dieses bewegt sich . Während ich es so Anblickte ] , [ glitt er zur ] [ fuhr es an die ] Zimmerdecke hinauf und zitterte über meinem [ Haupte ] [ Kopfe ] . [ Jetzt ] [ Ich ] kann [ ich ] [ ] mir [ freilich erklären ] [ jetzt leicht denken ] , daß [ die ganze Erscheinung ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach dem Lichte ] [ dieser Lichtstreifen höchst wahrscheinlich von ] einer Laterne [ verdankte ] [ herkam ] , die [ irgend ] [ ] jemand über den [ Grasplatz vor dem Hause ] [ Rasenplatz ] trug ; aber [ in jener Stunde ] [ damals ] , wo mein Geist [ für alle Schrecknisse empfänglich war ] [ auf das schrecklichste vorbereitet ] , [ ] [ wo ] meine Nerven [ in der ungeheuersten ] [ durch die heftige ] Aufregung [ zuckten ] [ erschüttert waren ] , hielt ich den [ wandernden Lichtschein ] [ schnell dahinfahrenden Strahl ] für den Vorboten einer [ kommenden Vision ] [ Erscheinung ] aus [ dem fernen Jenseits ] [ der andern Welt ] . Mein Herz [ pochte hörbar ] [ schlug heftig ] , [ meine Stirne ] [ mein Kopf ] brannte [ wie Feuer ] [ ] ; ein Geräusch [ ] [ erfüllte mein Ohr ] , [ welches ] [ das ] mir [ ] [ wie ] das Rauschen von [ Fittichen dünkte ] [ Flügeln vorkam . Etwas schien mir nahe zu sein ; ich konnte nicht mehr atmen ] , [ schlug ] [ ich erstickte , länger konnte ich es nicht mehr aushalten , und so stürzte ich auf die Tür zu und rüttelte ] an [ mein Ohr ; irgend etwas näherte ] [ dem Schlosse mit verzweifelter Anstrengung . In dem äußeren Gange ließen ] sich [ ; der Athem verging mir , die Angst drückte mich nieder ; ich rannte zur Thür und zog an der Klinke mit der Kraft der Verzweiflung . ] [ eilige ] Schritte [ kamen heran , ] [ vernehmen ; ] der Schlüssel drehte sich [ im Schlosse ] [ um ] , [ ] [ und ] Bessie [ und ] [ trat mit der ] Abbot [ traten in die Stube ] [ herein ] . [ Sind ] [ Fräulein Eyre , sind ] Sie [ krank , Miß Eyre ] [ unwohl ] ? [ frug ] [ fragte ] Bessie . Welch [ ein schreckliches Geschrei ] [ schrecklicher Lärm ! Es ist mir in alle Glieder gefahren ] ! rief [ ] [ die ] Abbot [ ; , es ging mir ordentlich durch Mark und Bein ] [ aus . Laßt mich heraus ] ! [ , Führt mich fort , bringt ] [ Laßt ] mich in die Kinderstube ! schrie ich [ ohne Unterlaß ] [ ] . [ , Weswegen ? Haben Sie sich verletzt ] [ Weshalb ] ? Ist Ihnen etwas [ zu Gesicht gekommen ] [ geschehen ] ? [ frug ] [ Haben Sie etwas gesehen ? fragte ] Bessie [ wieder ] [ wiederum ] . [ , Oh ] [ O ] ! [ ich ] [ Ich ] sah ein Licht und [ ich ] [ ] dachte , [ ] [ es würde ] ein [ Gespenst werde ] [ Geist ] kommen . [ ? Dabei faßte ] [ ] ich [ Bessie ' s ] [ hatte nun Bessies ] Hand [ ] [ ergriffen ] , [ welche ] [ und ] sie [ ] [ entzog sie mir ] nicht [ zurückzog ] [ ] . [ , ] [ ] Sie hat [ absichtlich aufgeschrien ] [ mit Fleiß so geschrieen ] , erklärte [ ] [ die ] Abbot [ , offenbar sehr übel gelaunt ] [ mit einigem Widerwillen ] . [ , ] [ ] Und was [ das ] [ ] für ein [ Lärm ] [ Schrei ! Wäre sie in großer Not gewesen , so hätte man ihn allenfalls hingehen lassen können ; allein ihr einziger Zweck ] war [ ! Hätte sie große Schmerzen ] [ ] , [ so könnte man es noch entschuldigen , aber sie wollte ] [ ] uns [ nur Alle auf die Beine ] [ alle hierher zu ] bringen [ , ich ] [ . Ich ] kenne ihre [ boshaften Streiche nur zu gut ] [ Unarten ] . [ , ] [ ] Was soll das [ alles bedeuten ] [ heißen ] ? [ ließ sich ] [ fragte ] eine andere [ ] [ gebieterische ] Stimme [ in gebieterischem Tone vernehmen , ] [ ; ] und [ Mistreß ] [ Frau ] Reed kam [ mit fliegender Haube und flatterndem Gewand ] [ ] den Gang [ heraufgerauscht ] [ daher mit flatternder Haube und rauschendem Gewande ] . [ , ] [ ] Abbot [ ! ] [ und ] Bessie [ ! Habe ich nicht ] [ , ich hatte doch ] befohlen , Jane [ soll so lange ] [ Eyre ] in [ der rothen Stube bleiben ] [ dem roten Zimmer zu lassen ] , bis ich sie selbst [ abhole ? , Aber Miß ] [ holen würde . Fräulein ] Jane schrie so laut [ ] [ , gnädige Frau ! wandte Bessie entschuldigend ein . Lassen Sie sie gehen , war die Antwort . Laß Bessies Hand fahren , Kind , ] auf [ , entschuldigte sich Bessie . , Lasset sie gehen , war die Antwort . , Lass ' Bessie ' s Hand los ; es wird Dir ] [ diese Weise kommst du ] nicht [ gelingen , Dich ] [ ] durch [ solche Mittel frei zu machen , das kannst Du mir glauben ] [ ] . [ Ich hasse und verachte Verstellung ] [ ich verabscheue alle List ] , besonders [ ] [ aber ] bei Kindern [ , ] [ ; ] es ist meine Pflicht , [ Dir ] [ dir ] zu [ beweisen ] [ zeigen ] , daß [ Kunstgriffe ] [ Kniffe hier ] nicht [ zum Ziele führen . Du wirst nunmehr eine Stunde länger hier bleiben und ] [ verfangen , ] nur [ unter der Bedingung will ich Dich dann ] [ wenn du dich ganz unterwirfst und dich ruhig verhältst werde ich dich ] in Freiheit setzen [ , daß Du Dich vollkommen unterwürfig zeigst und ganz still verhältst ] [ ] . [ , Liebe ] [ O ] Tante , haben Sie [ ] [ doch ] Mitleid [ ! Vergeben ] [ vergeben ] Sie mir [ . ] [ ! ] Ich [ halte ] [ kann ] es nicht [ aus - - strafen ] [ aushalten ; bestrafen ] Sie mich auf [ ] [ irgend ] eine andere [ Weise . ] [ Art ! ] Ich [ bin des Todes ] [ komme um ] , wenn - - [ , Stille , sage ich ] [ Still : Still ] ! Diese Heftigkeit ist [ wirklich anwidernd ] [ ja empörend ] ! [ Wie sie sprach , ] [ Und ] so [ fühlte sie ] [ kam es ihr ] auch ohne Zweifel [ ] [ vor ] . In ihren Augen [ erschien ] [ war ] ich [ als ] [ ] eine frühreife Schauspielerin [ , als ein Ausbund von bösen ] [ ; in allem Ernste sah sie in mir die heftigsten ] Leidenschaften , [ gemeiner Gesinnung ] [ einen niedrigen Geist ] und [ gefährlicher Doppelzüngigkeit . ] [ gefährliche Falschheit vereinigt ] Nachdem [ ] [ Bessie und die Abbot ] sich [ Bessie und Abbot ] [ ] zurückgezogen hatten , [ warf sich Mistreß ] [ stieß mich Frau ] Reed , [ ungeduldig über den erneuerten Ausbruch meiner Furcht ] [ die meine wahnsinnige Angst ] und [ über ] [ ] mein [ wildes Gestöhne ] [ Geschluchze nicht länger ertragen mochte , rasch wieder in das Zimmer zurück und schloß mich ein ] , ohne [ alle Umstände und ohne ein Wort ] [ etwas Weiteres ] zu [ verlieren in die Stube hinein , die sie nach mir absperrte ] [ sagen ] . Ich hörte sie [ hinwegrauschen ] [ davonrauschen ; ] und bald [ ] [ , ] nachdem sie [ abgegangen ] [ fortgegangen , umfing mich eine wohltätige Ohnmacht . Drittes Kapitel . Als ich erwachte , ] war [ , muß ich in eine Art Ohnmacht gefallen sein , denn Bewußtlosigkeit schloß diese Scene . III . Der Umstand , auf den ich mich zunächst erinnere , war mein Erwachen , nachdem , wie es ] [ ] mir [ vorkam ] [ zu Mute ] , [ lange Zeit der Alp auf ] [ als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt . Ich sah ein rotes von breiten schwarzen Streifen durchzogenes Licht immer vor ] mir [ lag ] [ ] und [ ein rother Schein hinter einem dicken , dunklen Gitter meine Augen geblendet hatte . Ich ] [ ] hörte Stimmen , [ deren Ton mir ungewöhnlich hohl klang ] [ die ] , [ als hätte ihnen ] [ gleichsam durch ] das Rauschen des Windes [ und ] [ oder ] des Wassers [ ihren Klang benommen . ] [ gedämpft , in hohlem Tone sprachen ; die ] Aufregung , [ Unsicherheit ] [ die Ungewißheit ] und ein alles beherrschendes Gefühl [ der Angst ] [ des Schreckens ] verwirrte [ mir die ] [ meine ] Sinne . [ Später wurde ich gewahr ] [ Es währte nicht lange , so fühlte ich ] , daß [ sich ] [ ] jemand [ mit mir beschäftigte ] [ mich anrührte ] , mich in die Höhe hob und [ zum Sitzen brachte ] [ mich in einer sitzenden Stellung erhielt ] , und zwar [ in weit zarterer Weise ] [ sanfter ] , als [ man dies ] [ ich ] je [ mit mir gethan ] [ zuvor aufgerichtet oder gehalten worden war ] . [ Ich legte meinen ] [ Mein ] Kopf [ bald ] [ ruhte ] auf [ ein ] [ einem ] Kissen [ , bald ] [ oder ] auf [ einen Arm ] [ einem Arme , ] und [ ] [ ich ] fühlte mich [ wohl ] [ ganz behaglich ] . [ Beiläufig ] [ Nach weiteren ] fünf Minuten [ nachher lösten sich ] [ schwand ] die [ Fesseln ] [ Wolke ] der [ Bewußtlosigkeit ] [ Betäubung ] ; ich erkannte , daß ich in meinem Bette lag [ ] [ , ] und [ ] [ daß ] der [ rothe Glanz von dem Caminfeuer ] [ rote Schein das Kaminfeuer in ] der Kinderstube [ herrührte ] [ war ] . Es war Nacht , [ eine Kerze ] [ ein Licht ] brannte auf dem Tische [ ; ] [ , ] Bessie stand am [ Fuße ] [ Fußende ] des Bettes , [ ein ] [ mit einem ] Becken in der Hand , und ein Herr [ , in ] [ saß auf ] einem [ Armstuhle nächst ] [ Stuhle neben ] meinem Kopfkissen [ Sitzend ] [ ] , [ ] [ und ] beugte sich über mich [ ] [ hin ] . [ Ein unaussprechliches Wohlsein , die beruhigende ] [ ich verspürte eine wohltuende ] Ueberzeugung [ von Schutz und ] [ der ] Sicherheit [ bemächtigten ] [ , als ich sah , daß ] sich [ meiner ] [ in dem Zimmer jemand befand ] , [ als ich einen Fremden an meiner Seite sah , eine Person , die ] [ der ] nicht [ nach Gatesheadhall gehörte und zur ] [ zu der ] Familie Reed [ in keiner Beziehung stand . Meine Blicke von Bessie , deren Gegenwart mir indessen lieber war , als diejenige Abbot ' s , abwendend , sah ich mir den Herrn genauer an ] [ gehörte ] . Ich kannte ihn [ ; ] [ , ] es war [ Mister ] [ Herr ] Lloyd , ein Apotheker , den [ Mistreß ] [ Frau ] Reed [ zeitweilig holen ] [ kommen ] ließ , wenn [ den Dienstboten ] [ einem von der Dienerschaft ] etwas [ zustieß ] [ fehlte ] ; für sich und ihre Kinder [ nahm ] [ aber gebrauchte ] sie [ ] [ stets ] einen [ ordentlichen ] [ ] Arzt . [ , ] [ ] Nun [ , ] [ ] wer bin ich [ denn ] [ ] ? fragte er [ mich . Ich ] [ . ich ] nannte [ seinen ] [ ihn bei seinem ] Namen und [ reichte ] [ gab ] ihm [ meine ] [ die ] Hand . Er nahm sie [ in die seinige ] [ lächelnd ] und sagte [ freundlich lächelnd ] [ ] : Es wird [ nach und nach schon ] [ bald ] besser [ ] [ mit uns ] werden . Dann legte er mich [ zurecht ] [ auf das Bett nieder ] und [ trug ] [ befahl ] Bessie [ auf ] [ ] , [ Acht ] [ ja dafür ] zu [ geben ] [ sorgen ] , [ damit ] [ daß ] ich [ in ] [ während ] der Nacht nicht gestört würde . Nachdem er noch [ einige weitere Verhaltungsvorschriften angegeben ] [ weiteres angeordnet ] und [ versprochen ] [ bemerkt ] hatte , [ ] [ er würde ] am [ nächsten Morgen wiederzukommen ] [ andern Tage wiederkommen ] , [ empfahl ] [ ging ] er [ sich ] [ zu meinem großen Kummer davon ] . [ Mit inniger Trauer sah ich ihn sich entfernen ; ich ] [ Ich ] fühlte mich so sicher [ und so heimlich ] [ ] , während er [ an ] [ auf dem Stuhle neben ] meinem [ Bette ] [ Kopfkissen ] saß [ , und ] [ ; ] als [ er ] [ aber ] die [ Thür ] [ Tür ] hinter [ ] [ ihm zuging , verfinsterte ] sich [ zuzog , schien sich die Stube zu verfinstern ] [ das ganze Zimmer ] , mein [ Herz stand still ] [ Mut sank abermals , ] und [ tiefe Betrübniß erfüllte meine Seele ] [ ein unaussprechlicher Gram drückte mich nieder ] . [ ] [ Ist Ihnen ] , [ Glauben Sie wohl , daß ] [ als ob ] Sie schlafen [ können ] [ könnten ] , [ Miß ] [ Fräulein ] ? [ frug ] [ fragte ] Bessie [ ungewöhnlich sanft ] [ mit sanfter Stimme ] . [ Ich ] [ Kaum ] wagte [ es kaum ] [ ich ihr ] zu antworten ; ich [ fürchtete ] [ befürchtete ] , [ ihre nächste Ansprache müßte rauh ausfallen ] [ sie möchte gleich wieder einen rauhen Ton anschlagen ] . [ , Ich ] [ ich ] will [ sehen ] [ ' s versuchen ] , sagte ich . [ , ] [ ] Wollen Sie [ ] [ etwas ] trinken [ , ] [ ] oder [ vielleicht etwas ] [ ] essen ? [ , ] [ ] Nein , [ liebe ] [ ich danke Ihnen , ] Bessie [ , ich danke ] [ ] . [ , ] [ ] Dann will ich [ zu Bette gehen ] [ mich ins Bett machen ] , denn es ist [ Mitternacht vorüber . ] [ zwölf Uhr vorbei ; ] Sie [ mögen ] [ brauchen ] mich [ indessen ] [ aber ] nur [ ] [ zu ] rufen , wenn Sie in der Nacht etwas [ wünschen ] [ nötig haben ] . [ Eine ] [ Fürwahr , eine ] wunderbare [ Freundlichkeit , das ] [ Höflichkeit ] ! [ Ich faßte Muth ] [ sie gab mir Mut ] , eine Frage zu [ stellen ] [ tun ] . [ ] [ Bessie ] , [ Was ist ' s denn eigentlich ] [ wie steht es ] mit mir [ , Bessie ] [ ] ? [ Bin ] [ bin ] ich krank ? [ ] [ ich denke ] , [ Es wurde Ihnen in der rothen Stube übel vor lauter ] [ Ihr vieles ] Schreien [ und Weinen , denke ich . Es wird ] [ im roten Zimmer hat Sie krank gemacht ; ] ohne Zweifel [ ] [ wird Ihnen ] bald [ wieder gut werden ] [ wohler sein ] . Bessie [ begab sich fortan ] [ ging ] in [ die Dienstmädchenstube ] [ das naheliegende Zimmer des Stubenmädchens ] . Ich hörte sie [ mit einem der Mädchen sprechen . , ] [ sagen : ] Sarah , [ komm ' , schlaf ] [ kommen Sie und schlafen Sie ] mit mir in der Kinderstube ; ich [ möchte heut ' ] [ mag diese ] Nacht [ um alles in der Welt ] [ ums Leben ] nicht [ mit ] [ allein bei ] dem armen Kinde [ allein ] [ ] bleiben [ . Es ] [ ; sie ] könnte [ am Ende ] [ ] sterben ; [ denn der Anfall , den Sie hatte , war ] [ es ist so ] sonderbar [ . Sie muß irgend ein Gesicht gehabt haben und die ] [ , daß sie diese Ohnmacht bekam . Ich möchte wohl wissen , ob sie etwas gesehen hat . Die ] gnädige Frau [ verfuhr auch viel ] [ war doch etwas ] zu hart [ ] [ gegen sie . Sarah kam ] mit ihr [ . Bessie kam in Sarah ' s Begleitung ] [ ] zurück ; [ die beiden Mädchen legten sich nieder und ] [ sie gingen beide zu Bette , bevor sie aber einschliefen , ] flüsterten [ ] [ sie wohl ] noch [ fast ] [ ] eine halbe Stunde [ miteinander , bevor sie einschliefen ] [ zusammen ] . [ Ich faßte bloß Bruchstücke ] [ Nur abgerissene Stücke von ] ihrer [ Unterredung auf , die ] [ Unterhaltung drangen bis zu meinen Ohren ; ] indessen [ hinlängliches Licht über den Hauptgegenstand verbreiteten . ] [ konnte ich daraus deutlich erkennen ] , [ Irgend ein Gespenst erschien ] [ wovon sie sprachen . Etwas ist ] ihr [ ] [ erschienen ] , [ ganz weiß ] [ schneeweiß ] gekleidet , und [ verschwand dann ] [ ] wieder [ . . . ein ] [ verschwunden - - Ein großer ] schwarzer Hund [ lief hinterher ] [ hinter ihm ] - - [ es pochte dreimal ] [ - Drei starke Schläge ] an die [ Stubenthür ] [ Zimmertür ] - - [ am Kirchhof zeigte sich ein ] [ Ein ] Licht [ ] [ auf dem Kirchhofe gerade ] über seinem Grabe [ ] [ u . s . w . Endlich schliefen beide : Feuer und Licht gingen aus . Was mich betrifft , so brachte ich die ganze lange Nacht in schaurigem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren durch die Furcht , ] - - [ und so weiter . Endlich waren sie eingeschlafen ; das Feuer ging aus , die Kerze verlosch . Ich selbst brachte die Stunden der Nacht in träumerischem Halbschlummer zu , Ohren , Augen und Geist gleich sehr von ] [ - eine ] Furcht [ gespannt ] [ ] , [ jener Furcht , deren ] [ wie sie ] nur Kinder [ empfänglich sind ] [ empfinden können , - - - in gleich außerordentlicher Weise geschärft ] . [ Der Unfall im rothen Zimmer ] [ Die Schreckensnacht ] zog keine [ heftige und langwierige körperliche ] [ schwerere ] Krankheit nach sich [ , ] [ ; ] aber [ meine ] [ sie gab meinen ] Nerven [ erlitten eine Erschütterung ] [ einen Stoß ] , [ deren Nachhalt ] [ den ] ich noch [ bis auf den heutigen Tag verspüre ] [ heute empfinde ] . Ja , [ Mistreß ] [ Frau ] Reed , [ Sie allein haben die Qualen meines geistigen Siechthums zu verantworten ; aber ich vergebe ] [ ] Ihnen [ ] [ verdanke ich einige furchtbare Seelenqualen . Aber ich muß es Ihnen vergeben ] , denn Sie wußten nicht , was Sie [ thaten ; indem Sie mir das Herz aus dem Leibe rissen , dachten Sie bloß meine bösen Neigungen mit der Wurzel auszurotten ] [ taten ] .