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[ I ] [ Erstes Kapitel ] . Es war [ ] [ keine Möglichkeit , ] an jenem [ Tag rein unmöglich , ] [ Tage ] einen Spaziergang zu machen . Wir waren [ in der That des Morgens ] [ freilich am Morgen ] eine Stunde [ lang ] [ ] in [ ] [ der entlaubten Anpflanzung umhergewandert , welche sich bis ans Haus zog ; aber seit ] dem [ entblätterten Gesträuch herumgegangen , aber nach Tische - - Mistreß Reed pflegte sehr zeitlich zu Mittag zu essen , wenn sie keine Gäste ] [ zeitig eingenommenen Mittagessen ] hatte [ - - brachte ] [ ] der kalte [ Winterwind ] [ winterliche Wind ] so düstere Wolken [ , einen ] [ und ] so durchdringenden Regen mit sich [ ] [ geführt ] , daß von [ einem ] [ einer ] weiteren [ Spazierengehen ] [ Bewegung ] im Freien nicht die Rede sein konnte . [ Ich ] [ Mir ] war [ froh ] [ das gelegen ] , denn ich [ war nie eine Freundin von ] [ fand kein Vergnügen an ] weiten Spaziergängen , [ am wenigsten ] [ besonders nicht ] an kalten Nachmittagen . [ Es ] [ Schrecklich ] war [ ] [ es ] mir [ immer schrecklich zu Muthe ] [ ] , [ wenn ich im düsteren Zwielicht ] [ in der öden Dämmerung mit erstarrten Fingern und Zehen ] nach Hause [ kam ] [ zu kommen ] , [ die Finger und Zehen starr vor Frost , ] [ wo ich dann durch ] das [ Herz trübe und schwer von ] [ Schelten der Kindermuhme ] Bessie [ ' s , des Kindermädchens , unaufhörlichen Gezänken , gedemüthigt ] [ noch trauriger gestimmt und ] durch das Bewußtsein [ ] [ gedemüthigt wurde ] , [ wie sehr ] [ daß ] ich in physischer [ Beziehung Elisen ] [ Hinsicht Elise ] , John und [ Georginen ] [ Georgine ] Reed [ ] [ so weit ] nachstand . [ Die erwähnten Kinder , Elisa ] [ Elise ] , John und Georgine [ , waren in diesem Augenblicke ] [ hatten sich jetzt im Gesellschaftszimmer ] um ihre Mama [ im Besuchzimmer versammelt , ] [ gedrängt ; ] sie [ lehnte im ] [ lag auf einem ] Sopha in der [ Caminecke ] [ Nähe des Kamins ] und [ sah ] [ schien ] , [ im Kreise ihrer Lieblinge , welche während dieser Zeit weder zankten , noch schrien ] [ von ihren Lieblingen umgeben ] , vollkommen [ heiter und ] [ ] glücklich [ aus ] [ ] . [ Meine eigene kleine Person durfte sich ] [ mich hatte sie von ] dieser Gruppe [ ] [ ausgeschlossen , denn so lange sie ] nicht [ anschließen ; Mama fagte ] [ von Bessie hören werde ] , [ es thäte ihr sehr leid , mich in der Entfernung halten zu müssen , aber ] [ erklärte ] sie [ ] [ mir , daß ich ernstlich bemüht sei , mir eine geselligere und kindlichere Gemüthsart und ein anziehenderes und lebhafteres Wesen anzueignen , ] könne [ nicht anders , bis ] [ ] sie [ sich durch Bessie ' s Aussagen und durch eigene Anschauung überzeugt hätte , daß ich den reinsten Willen habe , ein geselligeres und kindlicheres ] [ mir keine Vorrechte einräumen ] , [ anmuthigeres , leichteres , freieres und natürlicheres Betragen anzunehmen ; bis dahin müsse sie mich wirklich von dem Mitgenusse solcher Vortheile ausschließen , welche ] [ die ] nur [ braven und darum auch zufriedenen ] [ für zufriedene ] und [ glücklichen Kindern gebührten ] [ frohe kleine Kinder bestimmt seien ] . [ ' ] [ , ] Was sagt [ denn ] [ ] Bessie , daß ich [ verbrochen ] [ gethan ] habe ? [ ' ] [ ] fragte ich . [ ' Jane ] [ ] , [ ] [ Johanna , ] ich [ kann ] [ liebe den Widerspruch und ] das [ Forschen und ] [ ] Fragen nicht [ leiden . Uebrigens schickt ] [ ; überdies ist ] es [ ] [ wirklich abscheulich , wenn ein Kind ] sich [ für ] [ gegen ältere Personen so benimmt . Setze dich irgendwo nieder und schweige , bis du gelernt hast , dich angenehmer zu machen . ' Neben dem Gesellschaftszimmer befand sich ] ein kleines [ Mädchen gar nicht , sich älteren Personen so entgegen zu stellen . Setze Dich irgendwo nieder und sei so lange still , bis Du wieder artiger sprechen willst . ' Ein kleines ] [ ] Frühstückzimmer [ stieß an das Besuchzimmer ; dort hinein schlüpfte ich ] [ , in dieses schlich ich mich ] . [ Es enthielt einen ] [ Dort stand ein ] Bücherschrank [ ; ich bemächtigte mich sofort eines Buches ] [ , ich nahm ein Buch heraus ] , natürlich eines [ Bilderbuches . Darauf begab ich mich in die Fensterbrüstung ] [ mit Bildern ] , [ kreuzte die ] [ stieg auf den Fenstersitz , schlug meine ] Füße [ nach türkischer Manier übereinander ] [ unter , wie ein Türke , ] und [ nachdem ich ] [ zog ] die [ rothen Moirevorhänge zugezogen hatte , ] [ Vorhänge von rothem Moire dicht zu . So ] war ich von beiden Seiten [ abgeschlossen . Rechts zeigten sich mir die malerischen Falten ] [ geschützt , auf ] der [ scharlachrothen ] [ rechten durch die ] Draperie , [ links ] [ auf der linken durch ] die [ hellen , durchsichtigen ] [ ] Glasscheiben , [ die mich ] [ ] vor dem [ kühlen Novembertage schützten , ohne mir die Aussicht auf die frostige Außenwelt zu benehmen ] [ unfreundlichen Novemberwetter ] . Von Zeit zu Zeit , während ich die Blätter [ des ] [ meines ] Buches umschlug , [ stellte ich Betrachtungen über ] [ versenkte ich mich in ] den Anblick dieses [ Wintertages an ] [ Winternachmittags ] . In der Ferne bot [ derselbe ein fahles Weiß ] [ er eine bleiche Masse ] von [ Nebeln ] [ Nebel ] und [ Wolken , ] [ Gewölk dar ; ] in der Nähe eine [ Scenerie ] [ Scene ] von [ nassem Grasgrund ] [ nassen Rasenplätzen ] und [ sturmgepeitschtem Gesträuch ; ] [ sturmbewegten Gesträuchen mit unaufhörlichem Regen , den ] ein [ immerwährender Regenschauer floh ] [ klagender Wind wild ] vor [ dem scharfen Athemzuge der Windsbraut über die Fläche hin . Wieder blickte ich in mein Buch ] [ sich her peitschte . Ich kehrte zu meinem Buche zurück ] - - [ ] [ zu ] Bewick ' s Naturgeschichte der [ ] [ britischen ] Vögel [ Großbritanniens - - das Gedruckte interessirte ] [ . Um den Text kümmerte ich ] mich im Allgemeinen [ sehr ] [ ] wenig [ ] [ ; doch waren einige einleitende Bemerkungen da ] , [ indessen konnte ] [ die ] ich , so sehr ich auch Kind war , [ einige Seiten der Einleitung ] [ ] nicht ganz [ unbeachtet überschlagen ] [ übergehen konnte ] . Sie handelten von den [ Aufenthaltsorten ] [ Wanderungen ] der Seevögel , [ ] [ von ] den [ , ] [ ] einsamen Felsen und Vorgebirgen [ ' ] [ ] , die [ ] [ nur ] von [ ihnen allein ] [ jenen Vögeln ] bewohnt [ sind ; ] [ werden , ] von [ den ] [ ] der [ Länge nach vom Cap Lindenäs ] [ norwegischen Küste , die von ihrem südlichen Ende ] bis zum [ Nordcap ] [ Nordkap ] mit Inseln [ bekränzten Küsten Norwegens ] [ besetzt ist . Auch fesselte mich die Beschreibung der öden Ufer von Lappland , Sibirien , Spitzbergen , Nowaja ] - [ - ] [ Semlja ] , [ Wo das nord ' sche Meer ] [ Island , Grönland ] mit [ wüstem Tosen Das Felseneiland , schen von Sterblichen gemieden , Des fernen Thule wild umbraust und die Atlantis Hinein schäumt in die stürmischen Hebriden . - - ' Ebenso wenig konnte ich die Beschreibung ] [ dem weiten Kreise ] der [ eisigen , schneebedeckten Ufer Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novaja - Semljas und Grönlands übergehen , , jene trostlosen Regionen des ödesten Raumes , vom arktischen Gürtel umfangen , jener Urbehälter ] [ nördlichen Zone ] von Frost und Schnee , wo feste Eisfelder , die [ Erzeugnisse ] [ Anhäufung ] von [ Jahrhunderten , zur Höhe der Alpen emporgethürmt ] [ vielen tausend Wintern ] , den Pol umgeben und die [ vielfältigen Schrecknisse der äußersten ] [ ] Kälte [ gleichsam in einen Mittelpunkt zusammenfassen ' ] [ den höchsten Grad erreicht ] . Von diesen [ in der Weiße des Todes erglänzenden Landstrichen ] [ schneeweißen Regionen ] bildete ich mir [ nun eine ] [ meine eigene ] Idee [ nach meiner Weise ; sie war freilich ein bloßer Schatten ] [ - - unklar ] , [ wie dies bei ] [ gleich ] allen [ unreifen Vorstellungen der Fall ist ] [ halbBegriffenen Kenntnissen ] , [ welche nebelartig ] [ ] die [ Seele eines Kindes durchziehen ] [ seltsam ] , aber [ sie hinterließ einen merkwürdigen , dauernden Eindruck ] [ lebhaft durch das kindliche Gehirn treiben ] . Die Worte [ dieser Einleitung verbanden ] [ in diesen einleitenden Bemerkungen verschmolzen ] sich mit den [ beigegebenen ] [ folgenden ] Bildern und gaben dem [ einsamen ] [ in einer See von Wogen und Schaum alleinstehenden ] Felsen [ in einer stürmischen , wildschäumenden See ] [ ] , dem [ zerschellten ] [ zertrümmerten ] , an [ einer trostlosen ] [ der verlassenen ] Küste [ gestrandeten Boote ] [ gescheiterten Boot ] , dem [ kalt ] [ kalten ] und [ geisterhaft ] [ geisterhaften Monde , der ] durch [ finstere Wolken ] [ Wolkenschleier ] auf ein eben [ versinkendes ] [ untersinkendes ] Wrack [ herabscheinenden Monde eine ganz besondere ] [ niederblickt , ihre ] Bedeutung . [ Ich kann ' s nicht bestimmt sagen , was für ein Gefühl der einsame Kirchhof in mir erweckte , mit seiner Ueberschrift , seinem Gitterthor , den beiden Bäumen , dem niedrigen , rings von der zerfallenen Mauer begrenzten Horizont , dem eben aufgegangenen Halbmond , welcher die späte Abendzeit verkündete . Die beiden Schiffe , welche auf träger See stillstanden , hielt ich für Seegespenster . Den Gottseibeiuns mit Schweif und Pferdefuß überschlug ich als einen Gegenstand des Entsetzens , desgleichen das schwarze , gehörnte Wesen , das von der Spitze eines Felsens eine um einen Galgen versammelte Menge musterte . Ein jedes ] [ Jedes ] Bild erzählte [ mir ] [ ] eine Geschichte [ , ] [ ; ] oft [ lautete dieselbe meinem ] [ geheimnisvoll für meinen ] unentwickelten [ Verstande ] [ Verstand ] und [ ] [ meine ] unvollkommenen [ Gefühlen ] [ Gefühle , doch ] sehr [ geheimnißvoll , aber immer war sie ] [ ] interessant , so interessant [ ] [ , ] wie die Märchen , [ welche ] [ die ] Bessie [ ] [ zuweilen ] an [ langen ] [ ] Winterabenden [ zu erzählen pflegte ] [ erzählte ] , wenn sie zufällig [ ] [ bei ] guter Laune war . [ Dann brachte sie wohl das Bügelbrett zum Camine der Kinderstube , erlaubte uns , uns um sie herumzusetzen und während sie Mistreß Reed ] [ Bewick ] ' s [ Halskrause herrichtete und die Spitzen ihrer Nachtmütze ausplättete ] [ Buch auf meinem Knie ] , [ fütterte sie unsere gierige Aufmerksamkeit mit Liebesbegebenheiten und Abenteuern aus alten Feenmärchen und noch älteren Balladen ] [ war ich also glücklich ] ; [ später entdeckte ich , daß sie ihre Erzählungen Pamela und Heinrich , Grafen von Moreland , entnommen hatte . Mit Bewick ] [ glücklich wenigstens ] auf [ dem Schoße fühlte ich mich glücklich , wenigstens glücklich nach meiner ] [ meine ] Weise . [ Nichts ] [ Ich ] fürchtete [ ich ] [ nichts ] als [ eine Unterbrechung ] [ Störung , ] und die [ letztere störte mich ] [ kam ] nur zu bald [ auf ] [ ] . Die Thür des Frühstückzimmers öffnete sich . , [ Holla ] [ Heda ] ! [ Madame Trotzkopf ] [ Jungfer Träumerin ] ! [ ' ] [ ] rief [ die Stimme ] [ ] John Reed ' s [ ; dann trat eine Pause ein ; der Junge fand die Stube anscheinend ] [ Stimme . Er verstummte gleich wieder , da er das Zimmer ] leer [ ] [ zu finden meinte ] . , Wo [ der Teufel steckt ] [ , zum Popanz , mag ] sie [ ! ' ] [ sein ? ] fuhr er fort [ . ] [ und rief dann seinen Schwestern zu : ] , [ Lieschen , ] [ Lizzy ! ] Georgy ! [ ' - - seinen Schwestern rufend - - , Hanne ] [ Hannchen ] ist nicht hier [ ; geht und sagt der ] [ . Sagt ] Mama , [ daß ] [ ] sie [ im ] [ sei in den ] Regen [ auf die Straße ] [ hinaus ] gelaufen [ ] [ - - das böse Geschöpf ! , Es ] ist [ , das garstige Thier . ' , Ein Glück ] [ gut ] , daß ich den Vorhang [ zuzog ] [ zugezogen habe ] , ' dachte ich [ bei mir selbst , ] [ ] und [ vom Grunde meines Herzens betete ich ] [ wünschte inbrünstig ] , [ er möchte ] [ John möge ] mein Versteck nicht [ ausfindig machen ] [ entdecken ; er würde mich auch nicht gefunden haben , denn er hatte weder einen raschen Blick , noch einen scharfen Verstand ] . [ In ] [ Aber umso mehr war Elise zu fürchten , und in ] der That [ wäre auch John Reed bei der Blödigkeit seiner Augen und seines Verstandes nicht dahinter gekommen ; aber im selben Augenblicke ] [ , kaum ] steckte [ Elise ] [ sie ] ihren Kopf [ zur ] [ durch die ] Thür [ herein und sagte ] [ , da rief sie auch schon ] : , Sie ist [ in der Fensterbrüstung , ganz ] [ ] gewiß [ ] [ auf dem Fenstersitze ] , [ Jack ! ' Sofort trat ich auch heraus ] [ John . Ich kam sogleich hervor ] , denn ich zitterte [ bei ] [ be ] dem [ bloßen ] [ ] Gedanken , [ vom besagten Jack hervorgezogen ] [ von John herausgezerrt ] zu werden . , Was willst [ Du ] [ du von mir ] ? [ frug ] [ fragte ] ich [ ] [ ihn ] mit [ scheuer Aengstlichkeit ] [ linkischer Schüchternheit ] . , Was [ wünschen ] [ wollen ] Sie , [ junger Herr ] [ Monsieur ] Reed , [ sollst Du sagen ] [ heißt es ] , war die Antwort . , Ich will , daß [ Du herkommst ] [ du hierher kommst ] . [ Bei diesen Worten ] [ Hierauf ] setzte er sich in einen [ Armstuhl ] [ Lehnsessel ] und [ bedeutete ] [ gab ] mir [ mit der Hand ] [ durch eine gebieterische Bewegung zu verstehen ] , [ näherzutreten und ] [ daß ich ] mich vor ihn [ zu stellen ] [ hinstellen sollte ] . John Reed war ein [ Schuljunge ] [ Schulknabe ] von vierzehn Jahren [ , ] [ - - ] vier Jahre älter als ich , denn ich [ zählte deren bloß ] [ war erst ] zehn [ ; ] [ - - ] groß und [ stämmig ] [ stark ] für sein Alter , von [ fahler , ] [ ] ungesunder Gesichtsfarbe , [ groben Zügen , einem ] [ mit markirten Linien in seinem ] breiten [ Gesicht ; seine Glieder waren überhaupt massiv , seine Hände ] [ Gesichte , plumpen Gliedern und großen Händen ] und [ Füße unverhältnißmäßig groß ] [ Füßen ] . [ Bei ] [ Er aß sich bei ] Tische [ pflegte ] [ gewöhnlich sehr voll , wodurch ] er [ ] [ gallsüchtig wurde und ] sich [ über Gebühr vollzupfropfen , was sein Temperament gallig ] [ ein trübes ] , [ seine Augen blöde ] [ gläsernes Auge ] und [ umflort , seine Wangen schwammig machte ] [ welke Backen zuzog ] . Er hätte [ dazumal eigentlich ] [ jetzt ] in der Schule sein sollen [ , aber ] [ ; doch ] seine [ Mama ] [ Mutter ] hatte ihn [ , ] [ wegen ] seiner [ schwachen ] [ zarten ] Gesundheit [ wegen ' ] [ ] auf [ ein ] [ einen ] oder zwei Monate nach Hause genommen . [ Sein ] [ Herr Miles , sein ] Lehrer , [ Mister Miles ] [ versicherte ] , [ behauptete zwar , John ] [ es ] würde [ sich recht wohl befinden ] [ sehr gut sein ] , wenn [ er ] [ ihm ] weniger Kuchen und [ Süßigkeiten ] [ Leckerbissen ] von Hause geschickt [ bekäme ] [ würden ] ; [ seiner Mutter Herz konnte indessen einen ] [ doch das Mutterherz empörte sich über eine ] so [ barbarischen Gedanken gar nicht fassen ] [ harte Ansicht ] und [ so blieb sie bei ] [ war eher zu ] der [ ihrer Zärtlichkeit entsprechenderen Idee stehen ] [ milderen AuFassung geneigt ] , [ ] [ daß ] John ' s [ ungesunde Gesichtsfarbe sei seinem allzugroßen Fleiße ] [ abgefallenes Gesicht von übergroßer geistiger Anstrengung ] und vielleicht auch [ dem ] [ vom ] Heimweh [ zuzuschreiben ] [ herrühre ] . John [ ] [ zeigte nicht viel Zärtlichkeit für Mutter und Schwestern und ] hatte [ weder für seine Mutter , noch für seine Schwestern eine große Zuneigung , ] [ einen besonderen Widerwillen ] gegen mich [ hingegen eine ausgesprochene Antipathie ] [ ] . Er [ neckte ] [ verfolgte ] und [ schlug ] [ bestrafte ] mich [ ] [ beständig ] , [ nicht etwa zwei - oder dreimal die Woche oder ein - oder zweimal des Tages , sondern ohne Unterlaß ; ] [ ] jeder Nerv [ ] [ , den ich hatte , fürchtete ihn , und jedes Glied ] meines Körpers zitterte [ vor ihm und jede Muskel zog sich zusammen ] [ ] , wenn er [ näher ] [ mir nahe ] kam . Es gab Augenblicke , wo [ mir ] [ mich ] der [ Schreck ] [ Schrecken ] , den er mir einflößte , [ alle Besinnung raubte , da ich gegen ] [ ganz verwirrt machte ; ich konnte mich bei Niemandem über ] seine Drohungen und [ Bosheiten weder Schutz noch Rückhalt hatte . Das Gesinde wollte dem jungen Herrn nicht zu nahe treten ] [ Tätlichkeiten beschweren ] , [ indem es mich vertheidigte , und ] [ ] Mistreß Reed war in dieser [ Beziehung ] [ Hinsicht ] taub und blind , sie sah [ es ] [ ] nie , wenn er mich schlug [ ] [ , ] und hörte nicht , [ daß ] [ wenn ] er mich [ schmähte ] [ schalt ] , [ obwohl ] [ obgleich ] er [ sich das eine oder das andere dann und wann sogar ] [ zuweilen beides ] in ihrer Gegenwart [ erlaubte , wenn es gleich am häufigsten hinter ihrem Rücken geschah ] [ that ] . [ ] [ Gewohnt , ] John [ gegenüber an Unterwürfigkeit gewöhnt ] [ zu gehorchen ] , [ stellte ich mich sofort vor seinen Stuhl ] [ näherte ich mich seinem Stuhle ] ; [ ] [ er brachte ] etwa drei Minuten [ brachte er ] [ ] damit zu , [ die ] [ seine ] Zunge [ so weit auf mich ] [ ] herauszustrecken [ , als er dies , ohne die Zungenwurzel zu beschädigen , füglich thun konnte ] [ ] ; [ ] [ während ] ich [ sah voraus ] [ jeden Augenblick fürchtete ] , daß er [ alsbald auf mich losschlagen würde , ] [ zuschlagen werde , betrachtete ich mit Abscheu ] und [ während ich dem Schlage entgegenzitterte , konnte ich mich nicht enthalten , das eklige und häßliche ] [ Ekel sein rohes ] Gesicht [ meines Henkers näher ins Auge zu fassen ] [ ] . [ Wahrscheinlich mochte ] [ Vielleicht las ] er [ meine Gedanken in meinen Blicken gelesen haben ] [ diese Empfindung in meiner Miene ] , denn plötzlich [ und ohne ein Wort zu verlieren , ] [ ] schlug er [ nach mir mit aller Kraft ] [ heftig zu ] . Ich [ schwankte und ] [ taumelte ] , [ ] [ und als ich ] mein [ Gleichgewicht ] [ gleichgewicht ] wieder [ gewinnend ] [ erlangt hatte ] , [ trat ich einen oder zwei Schritte ] [ zog ich mich von seinem Stuhle ] zurück . , [ Nimm das ] [ Daß ist ] für [ Deine ] [ deine ] Unverschämtheit , [ meiner ] [ womit du ] Mama vor [ einer Weile so zu antworten ] [ einiger Zeit geantwortet hast ] , sagte er , , [ und für Deinen heimlichen Rückzug ] [ dafür , daß du dich fortschleichst und dich ] hinter den [ Vorhang ] [ Vorhängen verbirgst , ] und für den Blick , [ den Du mir vor zwei Minuten zuwarfst ] [ mit dem du mich soeben angesehen hast ] , [ Du abscheuliche ] [ du ] Ratte [ , Du ! Ich war ] [ . An ] John [ ] [ Reed ] ' s [ Schmähungen zu sehr ] [ üble Behandlung ] gewöhnt , [ um irgend eine Entgegnung versuchen ] [ fiel es mir nie ein , etwas darauf ] zu [ wollen ] [ erwidern ] ; meine [ nächste ] [ ] Sorge [ bestand bloß darin ] [ war jetzt nur ] , wie ich den [ zweiten ] [ neuen ] Schlag ertragen [ könnte ] [ sollte ] , [ welcher ] [ ] der [ Beschimpfung unausweichlich ] [ gewiß ] folgen würde . , Was thatest [ Du ] [ du dort ] hinter dem Vorhange ? [ war John ' s nächste Frage ] [ fragte er ] . , Ich las . , [ Zeig ' ] [ Zeige ] das Buch [ her ] [ ] . Ich [ ging ] [ kehrte ] zum Fenster [ ] [ zurück ] und holte es [ ] [ von dort her ] . [ , Du hast mit unseren Büchern gar nichts zu schaffen . Du ißt bei uns das Gnadenbrot , wie Mama sagt ] [ ] , Du hast kein [ ] [ Recht , unsere Bücher zu nehmen , Mama sagt , du bist abhängig ; du hast kein ] Geld [ , Dein ] [ ; dein ] Vater [ hinterließ Dir nichts , Du ] [ hat dir keins hinterlassen ; du ] solltest [ eigentlich ] [ ] betteln [ gehen ] [ ] und [ ] [ hier ] nicht mit [ vornehmer Leute ] [ anständigen ] Kindern , wie [ unsereins ] [ wir sind ] , [ zusammenleben , mit uns von denselben Speisen essen und Kleider tragen , die Dir unsere Mama schaffen muß ] [ zusammen leben auf Kosten unserer Mutter ] . [ Ich ] [ Nun ] will [ Dich ] [ ich dich ] lehren , [ in ] [ ] meinen [ Büchern herumzukramen ; ] [ Bücherschrank zu durchstöbern , ] denn [ die Bücher sind ] [ er ist ] mein [ und ] [ , ] das ganze Haus [ gehört mir ] [ ist mein , ] oder wird mir [ ] [ doch ] in wenigen Jahren gehören . [ Packe Dich ] [ Geh ] und stelle [ Dich zur ] [ dich an die ] Thür , [ außer ] [ fern von dem Spiegel und ] den [ Bereich der Spiegel und Fenster ] [ Fenstern ] . Ich that [ ] [ es ] , [ wie mir geheißen wurde ] [ da ich nicht gleich wußte ] , [ ohne im ersten Augenblick die ] [ was seine ] Absicht [ des Buben zu erfassen ] [ war ] ; als ich ihn aber das Buch [ aufheben ] [ erheben ] und [ zum Wurfe ] [ gegen mich ] schwingen sah , [ fuhr ] [ sprang ] ich instinctmäßig mit einem [ Angstrufe beiseite ] [ Schrei des Schreckens auf die Seite ] ; doch nicht [ zeitig ] [ früh ] genug , [ denn der Band ] [ das Buch ] traf mich , ich fiel [ , schlug mit dem Kopfe gegen die ] [ hin und verletzte meinen Kopf an der ] Thür [ und zerschellte mir den Schädel ] [ ] . Die Wunde blutete , der Schmerz war heftig [ ; ] [ , ] mein Schrecken [ hatte die höchste Stufe überschritten und machte anderen Gefühlen Plat ] [ groß ] . , [ O ] [ Böser , grausamer Junge ! ' rief ich . ] , Du [ böser , Du grausamer Bube ! rief ich . , Du handelst ja wie ein ] [ gleichst einem ] Mörder [ ] [ , du gleichst einem Sclavenaufseher ] - - [ ein Sklaventreiber - - wie die ] [ du gleichst den ] römischen [ Kaiser ] [ Kaisern ] ! Ich hatte [ vordem ] [ ] Goldsmith ' s Geschichte [ Roms ] [ von Rom ] gelesen und mir [ über ] [ meinen VegriF von ] Nero und Caligula [ eine Meinung ] [ ] gebildet [ , auch , wie natürlich , im Stillen Vergleiche gezogen ] [ und diese in der Stille oft mit John verglichen ] , [ freilich ohne daran zu denken , sie je in dieser Weise ] [ obwohl ich es nie ] laut [ werden zu lassen ] [ auszusprechen beabsichtigte ] . , [ Wie ! ] [ ] Was ! [ schrie ] [ was ! rief ] er [ auf ] [ ] . , [ Zu wem sagt ] [ Sagte ] sie das [ ? Doch nicht ] [ ] zu mir ? [ Elisa , Georgina , habt ] [ Hörtet ] Ihr es [ gehört ] [ , Elise und Georgine ] ? [ Warte , ] [ Soll ] ich [ will ] [ ] es [ der ] [ nicht ] Mama sagen [ ! Doch zuvor ] [ ? Aber vorher ] - - [ Bei diesen Worten stürzte er wie ] [ Er lief plötzlich auf mich zu und ergriff mich am Haar und an der Schulter . Er hatte sich an ] ein [ Rasender auf mich los ; ich fühlte , wie er mich bei den Haaren und bei den Schultern packte ; die Verzweiflung gab mir Kraft ] [ verzweifeltes Geschöpf gewagt ] . Ich sah in [ ihm ] [ der That ] einen Tyrannen , einen Mörder [ ; ich ] [ in ihm . Ich ] fühlte einige Blutstropfen von meinem Kopfe [ ] [ auf meinen Hals herabrinnen und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Empfindungen besiegten für ] den [ Nacken herabrinnen , dies und ein stechender Schmerz hatten in diesem Momente die Oberhand über jedwede ] [ Augenblick die ] Furcht [ ] [ , ] und ich empfing [ den Burschen mit einer Art entschlossener Raserei ] [ meinen Peiniger auf wahnsinnige Weise ] . [ Was ich ihm ] [ Ich weiß nicht recht , was ich ] mit meinen Händen [ zufügte ] [ that ] , [ das weiß ich nicht mehr , ich hörte nur , wie ] [ doch ] er [ ] [ brüllte laut auf und nannte ] mich [ eine böse ] [ ] Ratte [ nannte und laut aufschrie . Man war ihm bald zu Hilfe gekommen ; Elisa ] [ ! Ratte ! Elise ] und [ Georgina hatten ] [ Georgine holten ] Mistreß Reed [ geholt ] [ herbei ] , [ ] [ welche ] die [ sofort ] [ Treppe hinaufgegangen war und jetzt ] auf [ den Schauplatz eilte , gefolgt von ] [ dem Schauplatze erschien . ] Bessie und [ ] [ das Kammermädchen ] Abbot [ , ihren Kammerzofen ] [ folgten ihr ] . [ Man trennte uns ] [ John und ich wurden getrennt ] und ich hörte die Worte : , [ Du lieber ] [ O ] Himmel ! [ Welche Bosheit ] [ welch ' eine Furie ] , [ den jungen Herrn derart anzufallen ] [ auf Monsieur John loszustürzen ] ! [ ] [ ' ] , [ Hat man ] [ Sah ] je ein [ so boshaftes Geschöpf gesehen ! Worauf ] [ Mensch eine solche Leidenschaft ? Dann fügte ] Mistreß Reed [ erwiderte ] [ hinzu ] : , Bringt sie [ ins ] [ in das ] rothe Zimmer und schließt sie dort ein . [ ] [ ' ' ] Vier Hände [ faßten mich zu gleicher Zeit und ich wurde ] [ ergriffen mich sogleich und trugen mich ] die Treppe hinauf [ getragen ] [ ] . [ II ] [ Zweites Kapitel ] . [ Den ] [ Ich widersetzte mich den ] ganzen Weg über [ leistete ich nach Kräften Widerstand ] [ ] , [ für mich eine ungewohnte Sache ] [ was bei mir etwas Neues war ] und [ für ] [ sehr dazu beitrug , die schlimme Meinung zu verstärken , die ] Bessie und [ Jungfer ] [ Miß ] Abbot [ ein Anhaltspunkt mehr , die schlechte Meinung , die sie bereits ] [ ] von mir [ gefaßt hatten , ] [ ] zu [ begründen ] [ hegen geneigt waren ] . [ Der einzige Grund meines Betragens bestand indessen darin , daß ich ganz ] [ Ich war in der That ] außer mir [ war ; die augenblickliche Auflehnung gegen ] [ . Da ich wußte , daß ich für ] meine [ Quäler , welche natürlicherweise schreckliche Strafen nach sich ziehen mußte , ] [ Empörung eine schwere Strafe zu erwarten ] hatte [ mich , wie irgend einen meuterischen Sklaven , zu dem Entschlusse gebracht ] [ ] , so [ weit als möglich zu gehen ] [ war ich , gleich jedem anderen rebellischen Sclaven , in meiner Verzweiflung entschlossen , noch weiterzugehen ] . , Halten Sie ihr die [ Hände ] [ Arme fest ] , [ Mamsell ] [ Miß ] Abbot ; sie [ geberdet sich ja ] [ ist ] wie eine [ wüthende ] [ wilde ] Katze . , Pfui ! [ Schämen Sie sich ] [ pfui ] ! [ ] [ ' ] rief die [ Herrenmagd ] [ Kammerjungfer ] . , Welch [ abscheuliche Aufführung ] [ ' ein garstiges Betragen ] , Miß Eyre , [ nach einem ] [ einen ] jungen [ Gentleman ] [ Herrn zu schlagen ] , [ dem Sohne ] [ den Sohn ] Ihrer Wohlthäterin [ , Ihrem ] [ ! Ihren ] jungen [ Gebieter zu schlagen ] [ Herrn ] ! [ ] [ ' ] , [ Gebieter ? Wieso ] [ Meinen Herrn ! Wie ] ist er [ ] [ denn ] mein [ Gebieter ] [ Herr ] ? Bin ich [ ] [ denn ] eine [ Dienstmagd ] [ Dienerin ] ? , Nein [ ! ] [ , ] Sie sind noch weniger als eine [ Dienstmagd ] [ Dienerin ] , denn Sie thun nichts für Ihren Unterhalt . Da [ , ] [ ] setzen Sie sich nieder [ , ] [ ] und denken Sie über Ihre [ Nichtswürdigkeiten ] [ Bosheit ] nach . [ Indessen ] [ ' Sie ] hatten mich [ die beiden Mädchen ] [ jetzt ] in [ die bezeichnete Stube ] [ das von Mistreß Reed angedeutete Zimmer ] gebracht und [ dort ] [ mich ] auf einen Stuhl [ niedergeworfen ] [ geworfen ] . Mein erster [ Gedanke ] [ Antrieb ] war , [ wie eine Feder emporzuschnellen ] [ wieder aufzuspringen ] , [ aber zwei Paar ] [ doch die vier ] Hände [ brachten ] [ hielten ] mich augenblicklich [ zum Stillsitzen ] [ wieder fest ] . , Wenn Sie nicht [ ] [ still ] sitzen [ bleiben ] [ ] , so müssen wir Sie [ anbinden ] [ festbinden ] , sagte Bessie . [ , Mamsell Abbot , leihen ] [ ] Sie [ mir einmal Ihre Strumpfbänder ] [ war im Begriffe ] , [ die meinigen würde sie gleich zerreißen . Mamsell Abbot machte sich bereit , das geforderte Bindemittel von ihren dicken Beinen abzulösen ] [ ihre Drohung wahr zu machen ] . [ Die Bereitung von Fesseln und der Gedanke an die damit verbundene neue Schmach benahm mir etwas von meiner Aufregung ] [ Dieser Schande wollte ich mich nicht aus setzen . Daher mäßigte ich mich ein wenig ] . , Lassen Sie [ sie daran ] [ nur ] , [ ] [ ' ] rief ich [ . ] [ ] , [ Ich ] [ , ich ] will [ mich nicht rühren ] [ ruhig sitzen bleiben ] . [ Und zur besseren Bekräftigung des Gesagten ] [ Zum Beweise ] hielt ich mich mit [ beiden ] [ den ] Händen [ am ] [ an meinem ] Stuhle fest . , [ Ich wollte es Ihnen auch nicht gerathen haben , erwiderte ] [ Halten Sie Wort ! ' sagte ] Bessie , [ indem sie , nach gewonnener Ueberzeugung , daß ich fest saß , ihre Hände von mir nahm . Darauf stellte ] [ und als ] sie sich [ mit Jungfer ] [ überzeugt hatte , daß ich wirklich ruhiger wurde , ließ sie mich los ; dann standen sie und Miß ] Abbot mit [ unterschlagenen ] [ übereinandergeschlagenen ] Armen [ vor mich hin , ] [ da ] und [ Beide blickten ] [ sahen ] mir [ düster und forschend ] [ ] ins [ Antlitz ] [ Gesicht ] , als [ hielten ] [ ob ] sie [ mich für verrückt ] [ an meinem Verstande zweifelten ] . [ ] [ , ] Sie [ war früher ] [ ist noch ] nie so [ ] [ gewesen ] , [ begann nach einer Weile ] [ sagte ] Bessie [ ] [ endlich zu Miß Abbot ] . [ Oh ] [ ] , [ ] [ Doch ] es [ hat schon ] [ lag ] immer in ihr [ gesteckt ] [ , war die Antwort ] . [ ] [ , ] Ich habe [ der gnädigen Frau schon öfter ] [ Missis oft ] meine Meinung über das Kind gesagt , und [ sie hat ] [ Missis stimmte ] mir [ ganz Recht gegeben ] [ bei ] . [ Es ] [ Sie ] ist ein [ kleiner Wechselbalg ! mein Lebtag habe ] [ boshaftes kleines Ding , ] ich [ ] [ sah ] noch [ kein ] [ nie ein ] Mädchen [ ihres Alters ] [ in ihrem Alter mit ] so [ heimtückisch gesehen ! ] [ viel versteckter List . ] Bessie antwortete nicht [ . Nach einer kurzen Pause wandte sie ] [ , sondern wendete ] sich zu mir [ . ] [ und sagte : ] , Sie sollten [ am besten wissen ] [ bedenken ] , Miß , was Sie Mistreß Reed [ zu danken haben ] [ für Dank schuldig sind , sie ernährt Sie ] ; [ sie allein erhält Sie . Wenn ] [ wenn ] sie Sie [ verstößt ] [ wegjagte ] , [ so kommen ] [ müßten ] Sie [ geraden Weges ] [ ] ins [ Armenhaus . Auf solche Reden konnte ] [ Waisenhaus gehen - - ] ich [ nichts erwidern . Sie ] [ schwieg zu diesen Worten , sie ] waren mir [ nichts neues ; ] [ nicht neu , denn meine ersten Erinnerungen waren ] mit [ den ersten Vorstellungen meines Daseins hatten sich ähnliche ] [ ] Andeutungen [ gepaart ] [ dieser Art verschmolzen ] . Der Vorwurf meiner [ Armuth und ] [ ] Abhängigkeit [ tönte mir in den ] [ war meinen ] Ohren [ ] [ längst ein gewohntes Lied ] , [ peinlich zwar ] [ schmerzlich ] und [ drückend ] [ niederdrückend ] , [ aber ] [ obwohl ] nur halb verständlich . [ Nun ließ sich auch Jungfer Abbot vernehmen . ] [ ] , Und Sie [ dürfen ] [ sollten ] sich [ gar ] [ ] nicht [ einbilden , daß Sie ebenso viel sind , als die Fräuleins ] [ für gleichberechtigt mit den Misses ] Reed und [ der junge Herr ] [ Monsieur ] Reed [ ; etwa darum ] [ halten . ' fiel Miß Abbot ein ] , weil [ Mistreß Reed die Gnade hat ] [ Missis so gütig ist ] , Sie mit [ ihren Kindern aufzuziehen ? Die haben sehr ] [ ihnen erziehen zu lassen . Jene werden ] viel Geld [ , ] [ bekommen ] und Sie [ haben gar nichts , daher ziemt Ihnen Demuth , und Sie werden wohl daran thun , etwas leidlicher zu werden ] [ keins ] . [ ] [ ' ] , Was wir Ihnen sagen , [ ist ] [ geschieht ] zu Ihrem Besten , [ ] [ ' ] fügte Bessie [ etwas freundlicher ] [ in mildem Tone ] hinzu [ ; ] [ ] , [ ] [ , Sie sollten ] versuchen [ ] [ , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden ] Sie [ es mit Dienstfertigkeit und Zuvorkommenheit , ] [ ] vielleicht [ haben sie dann ] [ hier ] eine Heimat [ in diesem Hause ] [ haben ] ; aber wenn Sie [ sie sich ] [ leidenschaftlich und ] roh [ und leidenschaftlich betragen ] [ werden ] , so [ ] [ bin ich gewiß , daß Missis Sie fortschicken ] wird [ ] [ . , Und wohin würden ] Sie [ die gnädige Frau ganz gewiß fortschicken . , Zudem , meinte ] [ dann gehen ? sagte ] Miß Abbot [ , , wird sie unser Herrgott strafen , vielleicht schickt er ihr einmal mitten in den Ergüssen ihrer Bosheit den Tod , und wo soll dann ihre arme Seele hinkommen ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen ] [ ] . [ Um alles in der ] [ , Ich möchte um die ] Welt [ wollte ich ] [ ] nicht [ ihr ] [ Ihr ] Herz haben . [ Sagen ] [ Sprechen ] Sie [ Ihre Gebete her ] [ Ihr Gebet ] , Miß Eyre , wenn Sie [ allein ] [ wieder zu sich gekommen ] sind [ ; ] [ , ] denn wenn Sie [ keine Reue zeigen ] [ nicht bereuen ] , so [ möchte am Ende irgend ] [ könnte ] ein [ Gespenst den Camin herunter kommen ] [ böser Geist im Kamin herabfahren ] und Sie [ holen ] [ mitnehmen ] . [ Beide entfernten sich nun , stießen ] [ Sie gingen fort und machten ] die Thür zu [ , und sperrten sie hinter sich ab ] [ ] . Das rothe Zimmer war [ ] [ unbewohnt , und es schlief nur dann Jemand darin , wenn ] eine [ unbenutzte Stube , in der selten , ich möchte beinahe sagen nie , jemand die Nacht zubrachte , es wäre denn , daß zufällig ein großer Schwarm ] [ ungewöhnliche Anzahl ] von Gästen [ Gatesheadhall überschwemmte , und ] [ in Gateshead Hall ] es [ nothwendig ] [ nöthig ] machte , alle [ Räumlichkeiten des Hauses zu verwenden ] [ Räume zu benutzen , die das Haus besaß ] . [ Dessen ungeachtet ] [ Und doch ] war [ die rothe Stube eine der größten ] [ es das größte ] und [ stattlichsten der Wohnung ] [ stattlichste Zimmer in dem ganzen Gebäude ] . [ Eine auf massiven ] [ Ein Bett , von ] Säulen [ von Mahagoni ruhende Bettstatt ] [ aus Mahagoniholz getragen und ] mit [ einem Himmel ] [ Vorhängen ] von dunkelrothem Damast [ ] [ versehen , ] stand [ , der Bundeslade ähnlich , ] [ ] in der Mitte ; [ die ] [ ] zwei [ großen ] [ große ] Fenster , [ die Fensterladen stets ] [ deren Laden beständig ] geschlossen [ , ] [ ] waren [ ] [ , zeigten eine reiche Draperie ] von [ Garnituren und Draperien von derselben ] [ ähnlicher ] Farbe [ halb verhüllt ; über den Fußboden breitete sich ein rother Teppich ] [ ] ; auch [ ] [ der Fußteppich und die Tapeten an ] den [ ] [ Wänden waren roth ; der ] Tisch am Fuße des Bettes [ deckte ein carmoisinrothes Tuch ] [ war mit einer karmoisinrothen Decke belegt ] ; [ ] [ der Kleiderschrank , der Toilettentisch und ] die [ Wände ] [ Stühle ] waren [ lichtroth , mit einem zarten Hauche von Feuerroth gemalt , der Kleiderschrank , die Toilette , die Stühle sämmtlich ] [ ] von dunkel [ politirtem Mahagoni ] [ polirtem altem Mahagoniholz ] . [ Aus diesen tiefen Schatten ringsum ] [ In dieser Dunkelheit ] erhoben sich hoch [ und blüthenweiß ] [ ] die [ aufeinander geschichteten ] [ aufgethürmten ] Matratzen und [ Federpölster ] [ Kissen des Bettes , welches mit einer schneeweißen Decke belegt war . Kaum weniger in die Augen fallend war ein großer , mit Kissen belegter Lehnstuhl am Kopfende ] des Bettes mit [ einer schneeigen Marseiller Steppdecke überkleidet ; am Kopfe des Bettes ragte , wohl nicht ganz so hoch wie das erstere , ein weiter , gepolsterter Sorgenstuhl , gleichfalls weiß überzogen und vorne mit ] [ ] einem Fußschemel [ versehen ] [ davor ] , [ empor , der ] [ so daß er ] mir wie ein [ weißer ] [ ] Thron vorkam . [ Die Stube ] [ Dieses Zimmer ] war kalt , weil [ man sie ] [ es ] selten [ heizte ] [ geheizt wurde ] ; [ ] [ es war ] still , weil [ sie ] [ es ] von der Kinderstube und der Küche [ gleich weit ] [ ] entfernt lag [ ; ] [ , und ] feierlich [ und unheimlich ] [ ] , weil [ man wußte , sie werde ] [ ] selten [ betreten ] [ Jemand hineinkam ] . [ Bloß am Sonnabend kam ] [ Nur ] das [ Stubenmädchen hinein ] [ Hausmädchen betrat es jeden Samstag ] , um von den Spiegeln und Möbeln den [ ungestört angesammelten ] [ ] Staub [ einer ganzen Woche ] [ ] abzuwischen [ ; ] [ , und ] Mistreß Reed [ selbst ] [ selber ] besuchte [ die Stube ] [ es ] nur [ in seltenen Zwischenräumen ] [ zu bestimmten Zeiten ] , um [ eine geheime Schublade im Kleiderkasten ] [ den Inhalt eines gewissen geheimen Faches in dem Kleiderschranke ] zu untersuchen , [ welche ] [ worin sie ] verschiedene [ Pergamente ] [ Documente ] , ihr Juwelenkästchen und ein [ Miniaturporträt ] [ Miniaturbild ] ihres verstorbenen Mannes [ enthielt ] [ aufbewahrte ] . [ Ihres verstorbenen Mannes - - in diesen Worten lag ] [ Hier war der Punkt , worin ] das [ Geheimniß der rotten Stube ] [ Geheimnisvolle des rothen Zimmers beruhte ] , der [ Zauberbann ] [ mystische Zauber ] , [ welcher dieselbe trotz ihrer Größe öde und verlassen erhielt ] [ der es ungeachtet seiner Pracht vereinsamen ließ ] . [ Mister ] [ Herr ] Reed war vor neun Jahren [ ] [ in diesem Zimmer ] gestorben [ ; in der rothen Stube ] [ , hier ] hatte er [ seinen Geist ausgehaucht ] [ auf dem Paradebette gelegen ] ; [ dort ] [ von hier ] hatte [ er am Paradebett gelegen , von dort hatten die Leichenmänner ] [ man ] seinen Sarg [ abgeholt ] [ weggetragen ] , und [ von ] [ seit ] jenem Tage [ an hatte eine gewisse Weihe ] [ schützte ein Gefühl der Furcht ] das Zimmer vor häufigem [ und längerem Aufenthalte bewahrt ] [ Besuche ] . [ Der ] [ Mein ] Sitz , auf [ welchen ] [ den ] mich Bessie und die [ bitterböse Mamsell ] [ boshafte Miß ] Abbot [ festgebannt ] [ gebannt ] hatten , war eine niedrige Ottomane [ nächst dem ] [ in der Nähe des ] marmornen [ Caminmantel ] [ Kamins ] . [ Vor mir ] [ Das Bett ] erhob sich [ das Bett , ] [ vor mir ; ] zu meiner Rechten stand der hohe [ , finstere ] [ dunkle ] Kleiderschrank , [ in ] [ an ] dessen [ politirten Thüren ] [ glänzenden Verzierungen ] sich [ die verschiedenartig gebrochenen Reflexe abspiegelten ] [ das matte Licht brach ] ; [ links präsentirten ] [ zu meiner Linken befanden ] sich die verhüllten Fenster und ein [ ] [ großer Spiegel ] zwischen [ den letzteren angebrachter Spiegel gab das unheimlich großartige Bild des Bettes und der ganzen Stube wieder ] [ ihnen ] . Ich [ wußte ] [ war ] nicht ganz gewiß , ob [ man ] [ sie ] die Thür [ zugesperrt hatte ] [ verschlossen hatten , und als ich mich zu bewegen wagte , stand ich auf , um nachzusehen . Ach ja , kein Kerkermeister war je gewissenhafter in seinem Amte . Als ich zurückkehrte , mußte ich an dem Spiegel vorüber ] ; [ ich nahm mir die Freiheit aufzustehen und sah nach . Ach , ja ! Nie war der Ausgang ] [ wie von einem Zauber angezogen , blickte ich hinein . Alles erschien darin kälter und dunkler , als in der Wirklichkeit , und die fremde kleine Gestalt , die ich daraus anschaute und deren Gesicht und Arme gespenstig weiß gegen die Dunkelheit absNachen , machte auf mich den Eindruck ] eines [ Kerkers besser verwahrt ] [ Geistes ] . [ Zu ] [ Ich meinte , sie sei jenen winzigen Phantomen , halb Fee , halb Zwerg , ähnlich , die in Bessie ' s Abenderzählungen aus einsamen Schluchten hervorkamen und verspäteten Wanderern erschienen . Ich kehrte zu ] meinem Sitze [ zurückkehrend , mußte ich vor dem Spiegel vorbei ; mein Blick fiel , unwillkürlich gefesselt , darauf , gleichsam um die Tiefe zu ergründen , die das Glas zu decken schien ] [ zurück ] . [ Alles sah in dieser eingebildeten Vertiefung frostiger und finsterer aus als in der Wirklichkeit , und die sonderbare kleine Gestalt , mit weißem Gesicht und Armen , mit vor ] [ Abergläubische ] Furcht [ zwinkernden Augen , welche , sich im düsteren Hintergrunde der Spiegelfläche abzeichnend , mir in der unbeweglichen Umgebung zitternd entgegenblickte , gemahnte mich an ein wirkliches Gespenst . Sie kam mir vor , wie eines jener nebelhaften Phantome , halb Fee , halb Nixe , von denen uns Bessie in ihren Märchen erzählt hatte , sie stiegen in fernen , dunstigen Sümpfen vor den Augen verspäteter Wanderer aus der Erde empor . Ich setzte mich wieder auf meinen alten Platz . In ] [ war in ] diesem Augenblicke [ kam der Aberglaube über mich , aber noch hatte die Stunde seines vollständigen Sieges nicht geschlagen . Noch rann mein Blut warm durch die Adern ] [ mächtig in mir ] ; [ noch erhielt mich der trotz der ] [ doch die Stimmung des ] empörten [ Sklavin in aufrechter Spannung ; ich mußte eine wilde Fluth von Gedanken aus der Vergangenheit vorbeiströmen lassen , bevor der Wellenschlag der Gegenwart an mich gelangen konnte ] [ Sclaven behielt die Oberhand ] . Alle [ Martern und Qualen , die ich von ] [ Tyranneien ] John Reed [ erduldet ] [ ' s ] , alle [ die ] [ ] stolze [ Verachtung ] [ Gleichgültigkeit ] seiner Schwestern , [ die offene ] [ alle ] Abneigung seiner Mutter , [ die ] [ alle ] Parteilichkeit [ des Gesindes kamen ] [ der Diener vergegenwärtigte ich mir ] in meinem [ wild erregten Gemüthe auf die Oberfläche , wie der Schlamm in den Fluthen einer aufgetrübten Quelle ] [ verstörten Geiste ] . Warum mußte [ denn gerade ] [ ] ich immer leiden , [ die Augen traurig zu Boden senken ; warum verklagte ] [ immer hart behandelt ] , [ warum verdammte man denn gerade nur mich ] [ immer beschuldigt und immer verurtheilt werden ] ? Warum [ ] [ konnte ich nie gefallen ? Warum ] war es [ mir denn unmöglich zu gefallen , warum nutlos ] [ nutzlos , zu versuchen ] , irgend Jemandes [ Zuneigung erlangen ] [ Gunst ] zu [ wollen ] [ erwerben ] ? Elise , [ das eigensinnige , selbstsüchtige Mädchen ward verehrt ; ] [ die halsstarrig und selbstsüchtig war , wurde geachtet . ] Georgine [ mit ihrem launischen Wesen ] [ ] , [ ihrer herben Bissigkeit ] [ die eine verdorbene Gemüthsart ] , [ ihrem herausfordernden ] [ einen sehr scharfen Spott , ein naseweises ] und [ kecken Betragen war bei Allen wohlgelitten ] [ freches Benehmen hatte , wurde überall geduldet ] . Ihre Schönheit , ihre rothen Wangen [ , ] [ und ] ihre goldenen Locken schienen [ jedermann zu entzücken ] [ Alle , die sie ansahen , in Entzücken zu versetzen ] und [ ] [ ihr Straflosigkeit ] für [ die ] [ jeden ] Fehler [ des Kindes schadlos ] [ ] zu [ haben ] [ erkaufen ] . John wurde [ nicht das Mindeste in den Weg gelegt , geschweige denn , daß er ] [ von Niemand getadelt oder gar ] gestraft [ worden wäre ] [ ] , [ wiewohl ] [ obgleich ] er den Tauben [ den Hals ] [ die Hälse ] umdrehte , die kleinen [ Hühnchen todtschlug ] [ Pfauen tödtete ] , die Hunde [ auf ] [ hinter ] die Schafe hetzte , die [ Trauben aus dem ] [ Weinstöcke im ] Treibhause [ stahl , ] [ ihrer Früchte beraubte und ] die Knospen der seltensten Pflanzen im Gewächshause [ abriß ] [ abbrach ] . [ Seine ] [ Obgleich er seine ] Mutter [ ] [ , ein altes Weib ' ] nannte [ er nicht anders als ] [ , sie wegen ihrer dunkeln Haut , die der seinen glich ] , [ altes Mensch ' ] [ verspottete ] , [ machte ] [ ihren Wünschen ] sich [ zuweilen über ihre unreine ] [ frech widersetzte ] , [ seiner eigenen ähnliche Gesichtsfarbe lustig . Ihre Wünsche und Bitten beachtete er nicht im Geringsten ; nicht selten verdarb und zerriß er aus Muthwillen ihre seidenen Kleider und dennoch ] [ so ] war und blieb er [ , ] [ doch immer ] ihr [ liebes , theures Söhnchen ] [ Liebling ] . Ich [ dagegen machte mich keines Fehlers schuldig ; ich ] [ ] bemühte mich , [ allen meinen Pflichten nachzukommen ; ] [ jede Pflicht zu erfüllen , ] und [ doch nannte man mich nichtswürdig , eklig , verstockt und heimtückisch von Früh ] [ dafür wurde ich vom Morgen ] bis Mittag und [ von ] [ vom ] Mittag bis [ in die Nacht ] [ Abend unartig und lästig gescholten ] . Mein Kopf schmerzte [ mich ] [ ] noch [ immer und die Wunde , die ich mir im Fallen ] [ und blutete von dem Schlage und dem Falle . Niemand hatte John Vorwürfe gemacht , weil er mich aus Uebermuth ] geschlagen [ , blutete ohne Unterlaß . Kein Mensch ] [ ] hatte [ es John verwiesen , daß er mich ohne Ursache mißhandelte ] [ ; ich aber ] , [ und ] [ ] weil ich mich [ gegen ihn wandte ] [ gewehrt ] , um [ weitere unvernünftige Martern von mir abzulenken ] [ mich vor weiteren Gewaltthätigkeiten zu schützen ] , [ ] [ ich ] wurde [ ich von Allen verdammt und ] [ ] mit [ Schmach ] [ allgemeinem Tadel ] überhäuft . [ Das ist Unrecht ] [ , Ungerecht ! ] - - [ himmelschreiendes Unrecht ] [ ungerecht ] ! ' [ rief mir mein ] [ sagte meine Vernunft , die ] durch [ die erlittenen Mißhandlungen frühzeitig , wiewohl vorübergehend gereifter Verstand zu , und meine gleichfalls unnatürlich gesteigerte Willenskraft trieb ] [ den quälenden SNachel zu frühzeitiger Reife gelangt war . Dieses bittere Gefühl der Ungerechtigkeit brachte ] mich [ zu irgend einem ungewöhnlichen Ausweg ] [ ] , um [ weiterer Unterdrückung ] [ dem unerträglichen Drucke ] zu [ entgehen etwa indem ich davonlief ] [ entfliehen , auf den seltsamen Entschluß , davonzulaufen ] oder [ weder aß noch trank ] [ , wenn das nicht zu bewerkstelligen war , nicht mehr zu essen ] und [ mich ] [ zu trinken und ] so zu [ Tode hungerte ] [ sterben ] . [ Wie groß war meine Bestürzung ] [ Welch ' eine tiefe Trostlosigkeit empfand ich ] an jenem [ düsteren ] [ traurigen ] Nachmittage [ , wie sehr ] [ . Wie war ] mein [ Geist aufgeregt ] [ ganzes Gehirn im Tumult ] und mein [ ] [ ganzes ] Herz [ empört ] [ im Aufruhr ] ! [ Und inmitten welch finsterer ] [ Doch in welcher Dunkelheit , in welcher ] Unwissenheit wurde [ dieser geistige ] [ der ] Kampf [ ausgekämpft ] [ gekämpft ] ! Ich [ war ] [ konnte die unaufhörliche innere Frage ] nicht [ im Stande , auf die unausgesetzte Frage in meinem Innern , ] [ beantworten ] , warum ich [ denn so viel erleiden müßte ' ] [ o litt ] , [ eine Antwort zu finden . Nun ] [ jetzt freilich ] , nach einem [ Zeitraume von , ] [ Zeitraum - - ] ich will nicht sagen , [ ] [ von ] wie vielen Jahren [ ist mir alles klar ] [ - - weiß ich es sehr wohl ] . [ Meine Existenz ] [ Ich war ] in [ Gatesheadhall war ein Mißton ; mein Wesen stimmte dort mit niemand überein ] [ Gateshead Hall Allen unähnlich ] , [ weder ] [ ich hatte nichts Uebereinstimmendes ] mit Mistreß Reed [ und ] [ , ] ihren Kindern [ , noch mit ihren erkorenen Vasallen ] [ oder ihrer auserwählten Dienerschaft ] . [ Ich ] [ Wenn sie mich nicht liebten , so ] liebte [ ] [ ich ] sie [ ] [ in der That ] ebenso wenig [ , als sie mich leiden konnten ] [ ] . Sie [ fühlten sich ] [ waren ] nicht [ zu einem Wesen hingezogen , das mit ihnen nicht sympathisiren konnte ] [ verpflichtet ] , ein Wesen [ ] [ mit Zärtlichkeit zu behandeln ] , [ das nach ] [ welches mit keiner Person unter ihnen harmonirte ; ich war ihnen an ] Temperament [ , geistigen Anlagen ] [ ] und [ Fähigkeiten so himmelweit von ihnen verschieden war ] [ Neigung entgegengesetzt , unfähig ihrem Interesse zu dienen oder ihr Vergnügen zu erhöhen ] ; ein [ unnützes Geschöpf ] [ schädliches Wesen ] , welches [ weder ihren Vortheil fördern , noch zu ihrem Vergnügen beitragen mochte , welches sogar insofern als schädlich erschien , als es einen beständigen Unwillen über ] [ ] ihre Behandlung [ nähren , ihren Blödsinn mitleidig belächeln mußte ] [ mit Unwillen ertrug ihr Urtheil verachtete ] . Ich [ bin überzeugt ] [ weiß ] , [ daß , wäre ] [ wenn ] ich ein [ munteres ] [ sanguinisches ] , [ hübsches ] [ leichtsinniges ] , [ sorgloses ] [ nachlässiges ] , [ eigensinniges ] [ anspruchsvolles ] , [ ja polterndes - - wenngleich ebenso von fremden Gnaden abhängiges , freudeloses - - ] [ schönes und wildes ] Kind gewesen [ ] [ wäre ] , [ ] [ so hätte ] Mistreß Reed meine Gegenwart [ mit weit ] [ geduldiger ertragen , ihre Kinder würden ] mehr [ gutem Willen ertragen hätte . Die Kinder selbst wären mir , als Spielkameraden wenigstens , mehr zugethan ] [ Freundschaft für mich empfanden haben und die Diener weniger versucht ] gewesen [ ; die Dienstboten würden es nicht gewagt haben ] [ sein ] , mich [ zur Zielscheibe der Neckereien in ] [ zum Sündenbock ] der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann [ aus der rothen Stube ] [ das rothe Zimmer ] zu [ schwinden . Es schlug ] [ verlassen ; es war ] vier Uhr [ ] [ vorbei , ] und der [ umwölkte Himmel ließ die schaurige ] [ trübe Nachmittag ging in graue ] Dämmerung [ zeitlich hereinbrechen ] [ über ] . Ich hörte den Regen [ ohne Unterlaß ] [ noch beständig ] an [ die ] [ das ] Fenster [ des Treppenhauses anschlagen ] [ auf der Treppe schlagen ] und den Wind [ durch das Lustwäldchen hinter dem Hause ] [ in den Bäumen der Allee ] heulen [ ; nach ] [ . Nach ] und nach wurde [ ich kalt wie Marmor ] [ mir eiskalt ] und [ der ] [ dann sank mein ] Muth [ sank ] [ . Meine gewohnte demüthige Stimmung , der Zweifel an ] mir [ immer tiefer . Mein gewöhnliches Bewußtsein des eigenen Unwerthes ] [ selbst ] , [ der Ohnmacht , des Drückenden meiner Lage , fiel gleichsam feucht auf ] [ löschten ] die [ glimmenden ] [ glühenden ] Kohlen meines [ verlöschenden ] [ ] Zornes [ nieder ] [ ] . [ , Alles nennt mich schlecht ] [ Alle sagten , ich sei boshaft ] , [ ' dachte ich , , ] [ und ] vielleicht [ bin ] [ mochte ] ich es auch [ in der That . Wie konnte es mir ] [ sein , wie hatte ich auch erst ] eben [ einfallen ] [ auf den Gedanken kommen können ] , mich [ durch Hunger tödten zu wollen ] [ todtzuhungern ] ? Das [ wäre ja eine Sünde ! ] [ war offenbar ein Verbrechen . ] Und [ dann , wäre ] [ war ] ich [ denn auch zum Tode ] [ den ] vorbereitet [ ] [ zu sterben ] ? Oder [ wäre etwa ] [ war ] das Gewölbe unter [ der Kanzel ] [ dem Chor in ] der Kirche [ von ] [ zu ] Gateshead [ eine so einladende Ruhestätte ] [ ein einladendes Ziel ] ? [ Ich wußte ] [ In solch ' einem Gewölbe ] , [ daß ] [ hatte man mir gesagt , liege ] Herr Reed [ in einer solchen Gruft beigesetzt wurde , ] [ begraben ; ] und [ durch diese Vorstellung auf den ] [ bei diesem ] Gedanken [ an ihn selbst gebracht , ] [ ] verweilte ich [ bei dieser Idee ] [ ] mit [ wachsender Furcht ] [ Schrecken ] . Ich [ konnte ] [ erinnerte ] mich [ seiner ] [ des Verstorbenen ] nicht mehr [ entsinnen ] [ ] ; aber ich [ hatte gehört ] [ wußte ] , [ ] [ daß ] er [ sei ] [ ] mein [ leiblicher Onkel , ] [ Oheim - - ] meiner Mutter Bruder [ gewesen ; ] [ - - war , daß ] er [ habe ] [ ] mich als [ eine elternlose Waise zu sich ] [ elternloses Kind in sein Haus ] genommen und in seinen letzten Augenblicken sich von Mistreß Reed [ feierlich versprechen ] [ das Versprechen hatte geben ] lassen , [ sie wolle ] [ ] mich [ auch ferner ] [ ] wie [ ihr eigenes Kind halten ] [ eins ihrer eigenen Kinder zu erziehen und zu unterhalten ] . Mistreß Reed [ war jedenfalls der Ansicht ] [ dachte wahrscheinlich ] , [ ] [ diese Versprechen erfüllt zu haben , und ] sie [ erfülle ihr Versprechen pünktlich ; und die Wahrheit zu sagen ] [ hatte es auch nach ihrer Art gethan ] , [ that ] [ aber ] sie [ dies auch , so gut als es ihr Charakter zuließ ; aber wie konnte sie denn auch einen Einschübling , der nicht ihres Stammes und nach ihres Gatten Tode mit ihr in keiner weiteren Verbindung war , irgendwie lieben ? Im Gegentheile ] [ ] mußte es [ für sie ] [ ] sehr [ drückend sein ] [ lästig finden ] , [ sich ] [ ] durch ein [ mit Widerstreben gegebenes Wort verbunden ] [ erzwungenes Versprechen gebunden ] zu [ wissen ] [ sein ] , an einem fremden [ , ungeliebten ] [ ] Kinde [ ] [ , welches sie nicht lieben konnte , ] Mutterstelle zu vertreten [ , einen fremden Eindringling fortwährend in der Mitte ] [ und eine Fremde beständig ] ihrer [ eigenen Kinder ] [ Familie aufgedrängt ] zu sehen [ . Ein sonderbarer Gedanke tauchte in mir auf ] [ ] . Ich zweifelte nicht und hatte nie [ daran ] [ ] gezweifelt , daß [ Mister Reed - - wenn er am Leben geblieben wäre - - mich gewiß gut ] [ ] behandelt [ hätte . Und ] [ haben ; und ] nun , [ wie ] [ als ] ich [ so dasaß , die Augen auf ] [ da saß und ] das weiße Bett und die [ dunklen ] [ dunkelnden ] Wände [ ] [ ansah ] , [ gelegenheitlich ] [ mich ] auch [ auf den schwach erglänzenden Spiegel gerichtet ] [ von Zeit zu Zeit von dem Zauber des trübeschimmernden Spiegels angezogen fühlte ] , [ erinnerte ich mich an alles ] [ begann ich mich zu erinnern ] , was ich [ bisher ] [ ] von [ Abgeschiedenen ] [ Verstorbenen ] gehört [ hatte ] [ ] , die [ , weil sie ] [ durch ] die [ Uebertretung ] [ Verletzung ] ihrer letzten Wünsche [ aus der letzten Ruhe aufgescheucht ] [ in ihren Gräbern beunruhigt ] , [ ] [ die Erde ] wieder [ auf der Erde erschienen waren ] [ besuchten ] , um die [ Eids brüchigen ] [ Meineidigen ] zu [ strafen ] [ bestrafen ] und die Unterdrückten zu rächen ; [ auch Mister ] [ und ich dachte , Herrn ] Reed ' s Geist [ müsse ] [ ] , [ so dachte ich , über ] [ durch ] das [ ] [ Unrecht empört , welches ] dem Kinde seiner Schwester [ angethane Unrecht empört ] [ widerfuhr ] , [ seinen Aufenthalt - - die Gruft in der Kirche , oder die unbekannte Wohnung der Seligen - - verlassen und mir ] [ könne sich ] in diesem Zimmer [ erscheinen ] [ war mir erheben ] . [ Ich ] [ ich ] trocknete meine Thränen und [ ließ das Seufzen ; denn wie leicht konnte irgend ein Ausbruch heftigen Schmerzes ] [ unterdrückte mein Schluchzen , da ich fürchtete , es könne mich plötzlich ] eine übernatürliche Stimme [ zu meinem Troste wecken ] [ nach der Ursache meines Kummers fragen und mich trösten ] , oder [ ] [ es könne in ] der [ Finsternis die Erscheinung eines lichtumflossenen Antlitzes entlocken , das ] [ Dunkelheit ein geisterhaftes Gesicht erscheinen und ] sich [ voll himmlischen Mitgefühles ] [ mitleidig ] über mich [ herniederneigte ] [ beugen ] . [ So sehr auch ] [ Ich fühlte , daß ] diese [ ] [ an sich tröstliche ] Idee in der [ Vorstellung Trost einflößte ] [ Wirklichkeit schrecklich sein werde ] , [ so sehr fühlte ich das Grauenhafte einer möglichen Verwirklichung ; ich bekämpfte sie daher ] [ und bemühte mich ] mit aller Macht [ und versuchte es ] [ ] , [ Muth ] [ sie ] zu [ fassen ] [ unterdrücken ] . [ Mir die wirren Haare ] [ Ich schüttelte mein Haar ] aus [ dem Gesichte streichend ] [ meinen Augen ] , [ hob ich ] [ erhob ] den Kopf [ in die Höhe ] [ ] und [ bemühte mich ] [ versuchte ] , [ keck ] [ mich kühn ] in dem [ finsteren ] [ dunklen ] Zimmer [ herumzublicken ] [ umzusehen ] . In diesem [ Augenblicke erglänzt ] [ Augenblick schimmerte ] ein [ Lichtstrahl ] [ Licht ] an der Wand . [ War ] [ , Sollte ] es [ ] [ ein Strahl des Mondes ein , der durch eine Oeffnung des Fensterladens fällt ? fragte ich mich ? , Nein , ] das Mondlicht [ , das ] [ steht still aber dieses hier bewegt ] sich [ durch eine Ritze des Fensterladens hereinstahl ! Unmöglich ; das Mondlicht ist unbeweglich und jener Strahl irrte unstet hin und her ; während ich ihn ins Auge faßte , glitt er ] [ . Während ich noch hinblickte . erhob es sich ] zur [ Zimmerdecke hinauf ] [ Decke ] und [ zitterte ] [ bebte ] über meinem Haupte . [ Jetzt kann ich mir freilich erklären ] [ Ich vermuthete jetzt ] , daß [ die ganze Erscheinung ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach dem Lichte ] [ dieser Lichtschimmer von ] einer Laterne [ verdankte ] [ herrührte ] , die [ irgend jemand ] [ Jemand ] über den [ Grasplatz vor dem Hause ] [ Rasenplatz ] trug ; aber [ in jener Stunde , wo ] [ da ] mein Geist [ für alle Schrecknisse empfänglich war , ] [ auf etwas Entsetzliches vorbereitet und ] meine Nerven [ in der ungeheuersten ] [ durch ] Aufregung [ zuckten ] [ erschüttert waren ] , hielt ich den [ wandernden Lichtschein ] [ wandelnden Strahl ] für den Vorboten einer [ kommenden Vision ] [ Erscheinung ] aus [ dem fernen Jenseits ] [ der anderen Welt ] . Mein Herz [ pochte hörbar ] [ schlug heftig ] , [ meine Stirne brannte wie Feuer ; ] [ ich glaubte , ] ein Geräusch [ , welches mir ] [ wie ] das Rauschen von [ Fittichen dünkte , schlug an mein Ohr ] [ Flügeln zu vernehmen ] ; [ irgend ] [ es schien ] etwas [ näherte sich ] [ in meiner Nähe zu sein ] ; [ der Athem verging mir , die Angst drückte mich nieder ; ich rannte zur ] [ ich war athemlos und glaubte zu ersticken . Das konnte ich nicht länger ertragen , ich stürzte mich auf die ] Thür [ ] [ zu ] und [ zog an der Klinke ] [ schüttelte das Schloß ] mit [ der Kraft der Verzweiflung . Schritte kamen heran ] [ verzweifelter Anstrengung . Es eilte Jemand den äußeren Gang daher ] , der Schlüssel [ drehte sich im Schlosse , ] [ wurde umgedreht und ] Bessie und Abbot traten [ in die Stube ] [ ein ] . [ Sind Sie krank ] [ ] , [ Miß Eyre ? frug Bessie . ] [ ] Welch [ ] [ ' ] ein [ schreckliches Geschrei ] [ schrecklicher Lärm ! Es ist mir in alle Glieder gefahren ] ! rief Abbot [ ; ] [ . ] , [ es ging mir ordentlich durch Mark und Bein ! , Führt ] [ Laßt ] mich [ fort , bringt mich in die Kinderstube ] [ heraus ] ! schrie ich [ ohne Unterlaß ] [ ] . , [ Weswegen ? Haben Sie sich verletzt ] [ Weshalb ] ? Ist Ihnen etwas [ zu Gesicht gekommen ] [ geschehen ] ? [ frug ] [ Haben Sie etwas gesehen ? fragte ] Bessie [ wieder ] [ ] . , [ Oh ] [ O ] ! ich sah ein Licht und [ ich dachte ] [ glaubte ] , [ ] [ es würde ] ein [ Gespenst werde ] [ Geist ] kommen [ . ? Dabei faßte ich Bessie ' s Hand , welche sie nicht zurückzog ] [ ] . , Sie hat absichtlich [ aufgeschrien ] [ geschrieen ] , [ erklärte ] [ ' behauptete ] Abbot [ ] [ gehässig ] , [ offenbar sehr übel gelaunt . ] [ ] , [ Und was das für ein Lärm war ! Hätte sie große Schmerzen , so könnte man es noch entschuldigen , aber ] [ ] sie wollte uns nur [ Alle auf die Beine bringen ] [ hierher locken ] , ich kenne ihre [ boshaften Streiche nur zu gut ] [ listigen Ränke ] . , Was soll das [ alles bedeuten ] [ heißen ] ? [ ließ sich ] [ fragte ] eine [ andere ] [ gebieterische ] Stimme [ in gebieterischem Tone vernehmen ] [ ] , und Mistreß Reed kam mit [ fliegender ] [ flatternder ] Haube und [ flatterndem Gewand ] [ stürmisch rauschendem Kleide ] den [ Gang heraufgerauscht ] [ Corridor daher ] . , Abbot [ ! ] [ und ] Bessie [ ! Habe ich nicht ] [ , ich meine doch ] befohlen [ ] [ zu haben ] , [ Jane soll so lange ] [ Johanna Eyre solle ] in [ der ] [ dem ] rothen [ Stube ] [ Zimmer ] bleiben , bis ich sie [ selbst abhole ? ] [ selber herauslasse . ] , [ Aber ] [ ] Miß [ Jane ] [ Johanna ] schrie so laut [ auf ] [ ] , [ entschuldigte sich ] [ Madame , ' sagte ] Bessie [ ] [ entschuldigend ] . , [ Lasset ] [ Laß ] sie [ gehen ] [ nur ] , [ ] [ ' ] war die Antwort . , [ Lass ' ] [ Laß ] Bessie ' s Hand los [ ; ] [ , Kind , ] es wird [ Dir ] [ dir ] nicht gelingen , [ Dich durch ] [ auf ] solche [ Mittel frei zu machen , das kannst Du mir glauben ] [ Weise herauszukommen ] . Ich [ hasse und verachte Verstellung ] [ verabscheue die List ] , besonders bei Kindern [ , ] [ ; ] es ist meine Pflicht , [ Dir ] [ dir ] zu [ beweisen ] [ zeigen ] , daß [ Kunstgriffe ] [ du durch Ränke ] nicht [ zum Ziele führen ] [ deinen Zweck erreichst ] . Du wirst [ nunmehr ] [ jetzt ] eine Stunde [ ] [ hier ] länger [ hier ] [ ] bleiben [ ] [ , ] und nur unter der Bedingung [ will ich Dich ] [ der vollkommenen Unterwürfigkeit werde ich dich ] dann [ in Freiheit setzen , daß Du Dich vollkommen unterwürfig zeigst und ganz still verhältst ] [ befreien ] . , [ Liebe ] [ O ] Tante , haben Sie Mitleid ! [ Vergeben ] [ Verzeihen ] Sie mir [ . ] [ ! ] Ich [ halte es nicht aus ] [ fürchte mich so sehr in diesem Zimmer ] - - [ strafen ] [ bestrafen ] Sie mich auf eine andere Weise [ . ] [ ! ] Ich [ bin des Todes ] [ werde sterben ] , wenn - - [ ] [ ' ] , [ Stille , sage ich ] [ Still ] ! [ Diese ] [ ' gebot Mistreß Reed , , diese ] Heftigkeit ist [ wirklich anwidernd ] [ schändliche Verstellung ] ! [ Wie sie sprach , so fühlte sie auch ] [ ' So kam es ihr ] ohne Zweifel [ ] [ vor ] . [ In ] [ Ich war in ] ihren Augen [ erschien ich als ] [ ] eine frühreife Schauspielerin , [ als ein Ausbund von bösen ] [ in deren Charakter sich glühende ] Leidenschaften [ , gemeiner Gesinnung und ] [ mit ] gefährlicher [ Doppelzüngigkeit ] [ Falschheit vereinigten ] . [ Nachdem ] [ Als Bessie und Abbot ] sich [ Bessie und Abbot ] [ ] zurückgezogen hatten , [ warf sich ] [ schob mich ] Mistreß Reed , [ ungeduldig ] [ aufgebracht ] über [ den erneuerten Ausbruch meiner Furcht ] [ meine wahnsinnige Angst ] und [ über ] [ ] mein [ wildes Gestöhne ] [ heftiges Schluchzen ] , ohne [ alle Umstände ] [ Weiteres in das Zimmer zurück ] und [ ohne ] [ schloß mich ] ein [ Wort zu verlieren in die Stube hinein , die sie nach mir absperrte ] [ ] . Ich hörte sie [ hinwegrauschen und bald nachdem sie abgegangen war ] [ fortrauschen ] , [ muß ] [ und dann sank ] ich in [ eine Art ] [ ] Ohnmacht [ gefallen sein , denn Bewußtlosigkeit schloß diese Scene ] [ ] . [ III ] [ Drittes Kapitel ] . [ Der Umstand , auf den ich mich zunächst erinnere , war mein Erwachen ] [ Als ich wieder erwachte ] , [ nachdem , wie ] [ geschah ] es [ ] [ mit einem Gefühl , als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt , und ich sah vor ] mir [ vorkam , lange Zeit der Alp auf mir lag und ein rother ] [ einen schrecklichen rothen ] Schein [ hinter einem dicken ] [ ] , [ dunklen Gitter meine Augen geblendet hatte ] [ der von starken schwarzen Stangen durchkreuzt war ] . Ich hörte [ ] [ auch ] Stimmen , [ deren ] [ die in hohlem ] Ton [ mir ungewöhnlich hohl klang ] [ sprachen ] , als [ hätte ihnen das ] [ würden sie von dem ] Rauschen des Windes [ ] [ erstickt . Die Ungewißheit ] und [ ] [ die vorherrschende Empfindung ] des [ Wassers ihren Klang benommen . Aufregung , Unsicherheit und ein alles beherrschendes Gefühl der Angst verwirrte mir die Sinne ] [ Schreckens verwirrten meinen Geist ] . [ Später ] [ Bald ] wurde ich gewahr , daß [ sich jemand mit mir beschäftigte , ] [ mich Jemand anfaßte und ] mich in [ die Höhe ] [ sitzende Stellung ] hob [ und zum Sitzen brachte ] [ ] , und zwar [ in weit zarterer Weise ] [ sanfter ] , als man [ dies ] [ mich ] je [ mit mir gethan ] [ vorher aufgerichtet oder unterstützt hatte ] . [ Ich legte meinen ] [ Mein ] Kopf [ bald ] [ lag ] auf [ ein ] [ einem ] Kissen [ , bald ] [ oder ] auf [ einen Arm ] [ einem Arme ] und [ fühlte mich wohl ] [ ruhte weich ] . [ Beiläufig fünf ] [ Nach wenigen ] Minuten [ nachher lösten sich die Fesseln der Bewußtlosigkeit ; ich erkannte ] [ verschwand die Wolke der Verwirrung , ich wußte ] , daß ich in meinem Bette lag und [ ] [ daß ] der rothe [ Glanz ] [ Schein ] von dem [ Caminfeuer ] [ Feuer des Kamins in ] der Kinderstube herrührte . Es war Nacht , [ eine Kerze ] [ ein Licht ] brannte auf dem Tische [ ; ] [ . ] Bessie stand [ ] [ , ein Becken in der Hand , ] am [ Fuße ] [ Fußende ] des Bettes [ , ein Becken in der Hand , und ] [ ; ] ein Herr [ , in ] [ saß auf ] einem [ Armstuhle nächst ] [ Stuhle neben ] meinem Kopfkissen [ Sitzend , beugte ] [ und neigte ] sich über mich . [ Ein unaussprechliches Wohlsein ] [ Ich empfand eine unaussprechliche Erleichterung ] , [ die beruhigende ] [ eine besänftigende ] Ueberzeugung [ von Schutz ] [ des Schutzes ] und [ ] [ der ] Sicherheit [ bemächtigten sich meiner ] [ ] , als ich [ einen Fremden an meiner Seite sah ] [ wußte , daß ein Fremder im Zimmer war ] , eine Person , die nicht [ nach Gatesheadhall ] [ zu Gateshead ] gehörte und [ zur Familie ] [ nicht mit Mistreß ] Reed [ in keiner Beziehung stand ] [ verwandt war ] . [ Meine Blicke ] [ Mich ] von Bessie [ ] [ abwendend ] , [ deren ] [ obgleich ihre ] Gegenwart mir [ indessen lieber ] [ viel weniger lästig ] war , als [ diejenige ] [ es die der Miß ] Abbot [ ' s ] [ gewesen sein würde ] , [ abwendend , sah ] [ beobachtete ] ich [ mir den ] [ das Gesicht des ] Herrn [ genauer an ] [ ] . Ich kannte ihn ; es war [ Mister ] [ Herr ] Lloyd , ein Apotheker [ ] [ und Wundarzt ] , [ den ] [ der zuweilen von ] Mistreß Reed [ zeitweilig holen ließ ] [ gerufen wurde ] , wenn [ den Dienstboten etwas zustieß ; für sich ] [ ihre Diener krank waren , wogegen sie ] und ihre Kinder [ nahm sie ] [ ] einen [ ordentlichen ] [ ] Arzt [ ] [ gebrauchten ] . , Nun , wer bin ich [ denn ] [ ] ? fragte er [ mich ] [ ] . Ich nannte seinen Namen und reichte ihm [ ] [ zugleich ] meine Hand . Er nahm sie [ in die seinige ] [ , lächelte ] und sagte [ freundlich lächelnd ] [ ] : [ ] [ , ] Es wird [ ] [ schon ] nach und nach [ schon ] [ ] besser [ ] [ mit uns ] werden . Dann legte er mich [ zurecht ] [ nieder ] und trug Bessie auf , [ Acht ] [ dafür ] zu [ geben ] [ sorgen ] , [ damit ] [ daß ] ich [ in ] [ während ] der Nacht nicht gestört [ würde ] [ werde ] . Nachdem er noch einige weitere [ Verhaltungsvorschriften angegeben und versprochen hatte ] [ Anordnungen gegeben ] , [ ] [ sagte er , er werde ] am nächsten [ Morgen wiederzukommen ] [ Tage wiederkommen ] , [ empfahl er ] [ und entfernte ] sich [ ] [ zu meinem Kummer ] . [ Mit inniger Trauer sah ich ihn sich entfernen ; ich fühlte mich so ] [ Ich hatte mich beschützt und ] sicher [ und so heimlich ] [ gefühlt ] , während er [ an ] [ auf dem Stuhle neben ] meinem Bette [ saß , und ] [ gesessen ; ] als er die Thür hinter sich [ zuzog ] [ zumachte ] , [ schien sich die Stube zu verfinstern ] [ sank mein Muth ] , [ ] [ und eine unaussprechliche Traurigkeit beschlich ] mein Herz [ stand still und tiefe Betrübniß erfüllte meine Seele ] [ ] . , [ Glauben ] [ Meinen ] Sie [ wohl ] [ ] , daß Sie schlafen [ können ] [ könnten ] , Miß ? [ frug ] [ fragte ] Bessie [ ungewöhnlich ] [ ziemlich ] sanft . [ Ich ] [ Kaum ] wagte [ es kaum ] [ ich ] zu antworten [ ; ich fürchtete ] [ ] , [ ihre nächste Ansprache müßte ] [ denn ihr nächstes Wort konnte ] rauh [ ausfallen ] [ sein ] . , Ich will [ sehen ] [ es versuchen ] , sagte ich . , [ Wollen ] [ Möchten ] Sie [ ] [ vielleicht ] trinken [ , ] [ ] oder [ vielleicht ] [ ] etwas essen ? , Nein , [ liebe ] [ ich danke Ihnen , ] Bessie [ , ich danke ] [ ] . , Dann [ ] [ , denke ich , ] will ich zu Bette gehen , denn es ist [ Mitternacht vorüber . ] [ schon über zwölf ; aber ] Sie [ mögen ] [ können ] mich [ indessen nur ] [ ] rufen , wenn Sie in der Nacht etwas [ wünschen ] [ bedürfen ] . [ Eine ] [ ' Das war eine ] wunderbare [ Freundlichkeit , das ] [ Höflichkeit ] ! [ Ich faßte Muth ] [ Sie machte mich so kühn ] , eine Frage zu [ stellen ] [ thun ] . , [ Was ] [ Bessie , was ] ist [ ] [ mit mir geschehen ? , Ich vermuthe , Sie wurden im rothen Zimmer vom vielen Schreien ohnmächtig . Es wird ihnen bald besser sein . Bessie ging in das Zimmer des Hausmädchens , welches an die Kinderstube stieß , und ich hörte sie sagen : , Sara , komm ' und schlafe mit mir in der Kinderstube ; ich möchte um ] ' s [ denn eigentlich mit mir , Bessie ? Bin ich krank ? , Es wurde Ihnen in der rothen Stube übel vor lauter Schreien und Weinen , denke ich . Es wird ohne Zweifel bald wieder gut werden . Bessie begab sich fortan in ] [ Leben nicht ] die [ Dienstmädchenstube . Ich hörte sie mit einem der Mädchen sprechen . , Sarah , komm ' , schlaf mit mir in der Kinderstube ; ich möchte heut ' ] [ ] Nacht [ um alles in der Welt nicht ] [ ] mit dem armen Kinde allein [ bleiben ] [ sein ; sie könnte sterben ] . Es [ könnte am Ende sterben ] [ ist ein seltsamer Vorfall , diese Ohnmacht , es soll mich wundern , ob sie wohl etwas gesehen hat ] ; [ denn der Anfall , den Sie hatte , ] [ Missis ] war [ sonderbar . Sie muß irgend ein Gesicht gehabt haben und die gnädige Frau verfuhr auch viel ] [ doch ] zu hart [ mit ihr ] [ gegen sie ] . [ ] [ ' Sara und ] Bessie [ kam in Sarah ' s Begleitung zurück ; die beiden Mädchen ] [ ] legten sich [ nieder ] [ zu Bette ] und flüsterten noch [ fast ] [ ] eine halbe Stunde [ miteinander ] [ zusammen ] , [ bevor ] [ ehe ] sie einschliefen . Ich [ faßte bloß Bruchstücke ] [ vernahm einige abgerissene Worte von ] ihrer [ Unterredung auf , die indessen hinlängliches Licht über den Hauptgegenstand verbreiteten ] [ Unterhaltung ] . , [ Irgend ein Gespenst erschien ] [ Es ist ] ihr [ ] [ etwas erschienen ] , ganz weiß gekleidet , und [ verschwand ] [ ] dann [ wieder . . . ] [ verschwunden - - ] ein [ ] [ großer , ] schwarzer Hund [ lief hinterher ] [ hinter ihm ] - - [ es pochte dreimal ] [ drei starke Schläge ] an die [ Stubenthür ] [ Kammerthür ] - - [ am Kirchhof zeigte sich ] [ ] ein Licht [ ] [ auf dem Kirchhofe gerade ] über seinem Grabe [ ] [ u . s . w . ' Endlich schliefen Beide , das Feuer und das Licht gingen aus . Ich brachte die lange Nacht in schrecklichem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren gleich geschärft durch die Furcht ] - - [ und so weiter . Endlich waren ] [ solche Furcht , wie ] sie [ eingeschlafen ; das Feuer ging aus , die Kerze verlosch . Ich selbst brachte die Stunden der Nacht in träumerischem Halbschlummer zu , Ohren , Augen und Geist gleich sehr von Furcht gespannt , jener Furcht , deren ] [ ] nur Kinder [ empfänglich sind ] [ empfinden können ] . [ Der Unfall im rothen Zimmer zog keine heftige und langwierige körperliche Krankheit nach sich , aber meine Nerven erlitten eine Erschütterung , deren Nachhalt ich noch bis auf den heutigen Tag verspüre . Ja , Mistreß Reed , Sie allein haben die Qualen meines geistigen Siechthums zu verantworten ; aber ich vergebe Ihnen , denn Sie wußten nicht , was Sie thaten ; indem Sie mir das Herz aus dem Leibe rissen , dachten Sie bloß meine bösen Neigungen mit der Wurzel auszurotten . ] [ ]