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[ I ]
[ Erstes Kapitel ]
. Es war
[ ]
[ keine Möglichkeit , ]
an jenem
[ Tag rein unmöglich , ]
[ Tage ]
einen Spaziergang zu machen . Wir waren
[ in der That des Morgens ]
[ freilich am Morgen ]
eine Stunde
[ lang ]
[ ]
in
[ ]
[ der entlaubten Anpflanzung umhergewandert , welche sich bis ans Haus zog ; aber seit ]
dem
[ entblätterten Gesträuch herumgegangen , aber nach Tische - - Mistreß Reed pflegte sehr zeitlich zu Mittag zu essen , wenn sie keine Gäste ]
[ zeitig eingenommenen Mittagessen ]
hatte
[ - - brachte ]
[ ]
der kalte
[ Winterwind ]
[ winterliche Wind ]
so düstere Wolken
[ , einen ]
[ und ]
so durchdringenden Regen mit sich
[ ]
[ geführt ]
, daß von
[ einem ]
[ einer ]
weiteren
[ Spazierengehen ]
[ Bewegung ]
im Freien nicht die Rede sein konnte .
[ Ich ]
[ Mir ]
war
[ froh ]
[ das gelegen ]
, denn ich
[ war nie eine Freundin von ]
[ fand kein Vergnügen an ]
weiten Spaziergängen ,
[ am wenigsten ]
[ besonders nicht ]
an kalten Nachmittagen .
[ Es ]
[ Schrecklich ]
war
[ ]
[ es ]
mir
[ immer schrecklich zu Muthe ]
[ ]
,
[ wenn ich im düsteren Zwielicht ]
[ in der öden Dämmerung mit erstarrten Fingern und Zehen ]
nach Hause
[ kam ]
[ zu kommen ]
,
[ die Finger und Zehen starr vor Frost , ]
[ wo ich dann durch ]
das
[ Herz trübe und schwer von ]
[ Schelten der Kindermuhme ]
Bessie
[ ' s , des Kindermädchens , unaufhörlichen Gezänken , gedemüthigt ]
[ noch trauriger gestimmt und ]
durch das Bewußtsein
[ ]
[ gedemüthigt wurde ]
,
[ wie sehr ]
[ daß ]
ich in physischer
[ Beziehung Elisen ]
[ Hinsicht Elise ]
, John und
[ Georginen ]
[ Georgine ]
Reed
[ ]
[ so weit ]
nachstand .
[ Die erwähnten Kinder , Elisa ]
[ Elise ]
, John und Georgine
[ , waren in diesem Augenblicke ]
[ hatten sich jetzt im Gesellschaftszimmer ]
um ihre Mama
[ im Besuchzimmer versammelt , ]
[ gedrängt ; ]
sie
[ lehnte im ]
[ lag auf einem ]
Sopha in der
[ Caminecke ]
[ Nähe des Kamins ]
und
[ sah ]
[ schien ]
,
[ im Kreise ihrer Lieblinge , welche während dieser Zeit weder zankten , noch schrien ]
[ von ihren Lieblingen umgeben ]
, vollkommen
[ heiter und ]
[ ]
glücklich
[ aus ]
[ ]
.
[ Meine eigene kleine Person durfte sich ]
[ mich hatte sie von ]
dieser Gruppe
[ ]
[ ausgeschlossen , denn so lange sie ]
nicht
[ anschließen ; Mama fagte ]
[ von Bessie hören werde ]
,
[ es thäte ihr sehr leid , mich in der Entfernung halten zu müssen , aber ]
[ erklärte ]
sie
[ ]
[ mir , daß ich ernstlich bemüht sei , mir eine geselligere und kindlichere Gemüthsart und ein anziehenderes und lebhafteres Wesen anzueignen , ]
könne
[ nicht anders , bis ]
[ ]
sie
[ sich durch Bessie ' s Aussagen und durch eigene Anschauung überzeugt hätte , daß ich den reinsten Willen habe , ein geselligeres und kindlicheres ]
[ mir keine Vorrechte einräumen ]
,
[ anmuthigeres , leichteres , freieres und natürlicheres Betragen anzunehmen ; bis dahin müsse sie mich wirklich von dem Mitgenusse solcher Vortheile ausschließen , welche ]
[ die ]
nur
[ braven und darum auch zufriedenen ]
[ für zufriedene ]
und
[ glücklichen Kindern gebührten ]
[ frohe kleine Kinder bestimmt seien ]
.
[ ' ]
[ , ]
Was sagt
[ denn ]
[ ]
Bessie , daß ich
[ verbrochen ]
[ gethan ]
habe ?
[ ' ]
[ ]
fragte ich .
[ ' Jane ]
[ ]
,
[ ]
[ Johanna , ]
ich
[ kann ]
[ liebe den Widerspruch und ]
das
[ Forschen und ]
[ ]
Fragen nicht
[ leiden . Uebrigens schickt ]
[ ; überdies ist ]
es
[ ]
[ wirklich abscheulich , wenn ein Kind ]
sich
[ für ]
[ gegen ältere Personen so benimmt . Setze dich irgendwo nieder und schweige , bis du gelernt hast , dich angenehmer zu machen . ' Neben dem Gesellschaftszimmer befand sich ]
ein kleines
[ Mädchen gar nicht , sich älteren Personen so entgegen zu stellen . Setze Dich irgendwo nieder und sei so lange still , bis Du wieder artiger sprechen willst . ' Ein kleines ]
[ ]
Frühstückzimmer
[ stieß an das Besuchzimmer ; dort hinein schlüpfte ich ]
[ , in dieses schlich ich mich ]
.
[ Es enthielt einen ]
[ Dort stand ein ]
Bücherschrank
[ ; ich bemächtigte mich sofort eines Buches ]
[ , ich nahm ein Buch heraus ]
, natürlich eines
[ Bilderbuches . Darauf begab ich mich in die Fensterbrüstung ]
[ mit Bildern ]
,
[ kreuzte die ]
[ stieg auf den Fenstersitz , schlug meine ]
Füße
[ nach türkischer Manier übereinander ]
[ unter , wie ein Türke , ]
und
[ nachdem ich ]
[ zog ]
die
[ rothen Moirevorhänge zugezogen hatte , ]
[ Vorhänge von rothem Moire dicht zu . So ]
war ich von beiden Seiten
[ abgeschlossen . Rechts zeigten sich mir die malerischen Falten ]
[ geschützt , auf ]
der
[ scharlachrothen ]
[ rechten durch die ]
Draperie ,
[ links ]
[ auf der linken durch ]
die
[ hellen , durchsichtigen ]
[ ]
Glasscheiben ,
[ die mich ]
[ ]
vor dem
[ kühlen Novembertage schützten , ohne mir die Aussicht auf die frostige Außenwelt zu benehmen ]
[ unfreundlichen Novemberwetter ]
. Von Zeit zu Zeit , während ich die Blätter
[ des ]
[ meines ]
Buches umschlug ,
[ stellte ich Betrachtungen über ]
[ versenkte ich mich in ]
den Anblick dieses
[ Wintertages an ]
[ Winternachmittags ]
. In der Ferne bot
[ derselbe ein fahles Weiß ]
[ er eine bleiche Masse ]
von
[ Nebeln ]
[ Nebel ]
und
[ Wolken , ]
[ Gewölk dar ; ]
in der Nähe eine
[ Scenerie ]
[ Scene ]
von
[ nassem Grasgrund ]
[ nassen Rasenplätzen ]
und
[ sturmgepeitschtem Gesträuch ; ]
[ sturmbewegten Gesträuchen mit unaufhörlichem Regen , den ]
ein
[ immerwährender Regenschauer floh ]
[ klagender Wind wild ]
vor
[ dem scharfen Athemzuge der Windsbraut über die Fläche hin . Wieder blickte ich in mein Buch ]
[ sich her peitschte . Ich kehrte zu meinem Buche zurück ]
- -
[ ]
[ zu ]
Bewick ' s Naturgeschichte der
[ ]
[ britischen ]
Vögel
[ Großbritanniens - - das Gedruckte interessirte ]
[ . Um den Text kümmerte ich ]
mich im Allgemeinen
[ sehr ]
[ ]
wenig
[ ]
[ ; doch waren einige einleitende Bemerkungen da ]
,
[ indessen konnte ]
[ die ]
ich , so sehr ich auch Kind war ,
[ einige Seiten der Einleitung ]
[ ]
nicht ganz
[ unbeachtet überschlagen ]
[ übergehen konnte ]
. Sie handelten von den
[ Aufenthaltsorten ]
[ Wanderungen ]
der Seevögel ,
[ ]
[ von ]
den
[ , ]
[ ]
einsamen Felsen und Vorgebirgen
[ ' ]
[ ]
, die
[ ]
[ nur ]
von
[ ihnen allein ]
[ jenen Vögeln ]
bewohnt
[ sind ; ]
[ werden , ]
von
[ den ]
[ ]
der
[ Länge nach vom Cap Lindenäs ]
[ norwegischen Küste , die von ihrem südlichen Ende ]
bis zum
[ Nordcap ]
[ Nordkap ]
mit Inseln
[ bekränzten Küsten Norwegens ]
[ besetzt ist . Auch fesselte mich die Beschreibung der öden Ufer von Lappland , Sibirien , Spitzbergen , Nowaja ]
-
[ - ]
[ Semlja ]
,
[ Wo das nord ' sche Meer ]
[ Island , Grönland ]
mit
[ wüstem Tosen Das Felseneiland , schen von Sterblichen gemieden , Des fernen Thule wild umbraust und die Atlantis Hinein schäumt in die stürmischen Hebriden . - - ' Ebenso wenig konnte ich die Beschreibung ]
[ dem weiten Kreise ]
der
[ eisigen , schneebedeckten Ufer Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novaja - Semljas und Grönlands übergehen , , jene trostlosen Regionen des ödesten Raumes , vom arktischen Gürtel umfangen , jener Urbehälter ]
[ nördlichen Zone ]
von Frost und Schnee , wo feste Eisfelder , die
[ Erzeugnisse ]
[ Anhäufung ]
von
[ Jahrhunderten , zur Höhe der Alpen emporgethürmt ]
[ vielen tausend Wintern ]
, den Pol umgeben und die
[ vielfältigen Schrecknisse der äußersten ]
[ ]
Kälte
[ gleichsam in einen Mittelpunkt zusammenfassen ' ]
[ den höchsten Grad erreicht ]
. Von diesen
[ in der Weiße des Todes erglänzenden Landstrichen ]
[ schneeweißen Regionen ]
bildete ich mir
[ nun eine ]
[ meine eigene ]
Idee
[ nach meiner Weise ; sie war freilich ein bloßer Schatten ]
[ - - unklar ]
,
[ wie dies bei ]
[ gleich ]
allen
[ unreifen Vorstellungen der Fall ist ]
[ halbBegriffenen Kenntnissen ]
,
[ welche nebelartig ]
[ ]
die
[ Seele eines Kindes durchziehen ]
[ seltsam ]
, aber
[ sie hinterließ einen merkwürdigen , dauernden Eindruck ]
[ lebhaft durch das kindliche Gehirn treiben ]
. Die Worte
[ dieser Einleitung verbanden ]
[ in diesen einleitenden Bemerkungen verschmolzen ]
sich mit den
[ beigegebenen ]
[ folgenden ]
Bildern und gaben dem
[ einsamen ]
[ in einer See von Wogen und Schaum alleinstehenden ]
Felsen
[ in einer stürmischen , wildschäumenden See ]
[ ]
, dem
[ zerschellten ]
[ zertrümmerten ]
, an
[ einer trostlosen ]
[ der verlassenen ]
Küste
[ gestrandeten Boote ]
[ gescheiterten Boot ]
, dem
[ kalt ]
[ kalten ]
und
[ geisterhaft ]
[ geisterhaften Monde , der ]
durch
[ finstere Wolken ]
[ Wolkenschleier ]
auf ein eben
[ versinkendes ]
[ untersinkendes ]
Wrack
[ herabscheinenden Monde eine ganz besondere ]
[ niederblickt , ihre ]
Bedeutung .
[ Ich kann ' s nicht bestimmt sagen , was für ein Gefühl der einsame Kirchhof in mir erweckte , mit seiner Ueberschrift , seinem Gitterthor , den beiden Bäumen , dem niedrigen , rings von der zerfallenen Mauer begrenzten Horizont , dem eben aufgegangenen Halbmond , welcher die späte Abendzeit verkündete . Die beiden Schiffe , welche auf träger See stillstanden , hielt ich für Seegespenster . Den Gottseibeiuns mit Schweif und Pferdefuß überschlug ich als einen Gegenstand des Entsetzens , desgleichen das schwarze , gehörnte Wesen , das von der Spitze eines Felsens eine um einen Galgen versammelte Menge musterte . Ein jedes ]
[ Jedes ]
Bild erzählte
[ mir ]
[ ]
eine Geschichte
[ , ]
[ ; ]
oft
[ lautete dieselbe meinem ]
[ geheimnisvoll für meinen ]
unentwickelten
[ Verstande ]
[ Verstand ]
und
[ ]
[ meine ]
unvollkommenen
[ Gefühlen ]
[ Gefühle , doch ]
sehr
[ geheimnißvoll , aber immer war sie ]
[ ]
interessant , so interessant
[ ]
[ , ]
wie die Märchen ,
[ welche ]
[ die ]
Bessie
[ ]
[ zuweilen ]
an
[ langen ]
[ ]
Winterabenden
[ zu erzählen pflegte ]
[ erzählte ]
, wenn sie zufällig
[ ]
[ bei ]
guter Laune war .
[ Dann brachte sie wohl das Bügelbrett zum Camine der Kinderstube , erlaubte uns , uns um sie herumzusetzen und während sie Mistreß Reed ]
[ Bewick ]
' s
[ Halskrause herrichtete und die Spitzen ihrer Nachtmütze ausplättete ]
[ Buch auf meinem Knie ]
,
[ fütterte sie unsere gierige Aufmerksamkeit mit Liebesbegebenheiten und Abenteuern aus alten Feenmärchen und noch älteren Balladen ]
[ war ich also glücklich ]
;
[ später entdeckte ich , daß sie ihre Erzählungen Pamela und Heinrich , Grafen von Moreland , entnommen hatte . Mit Bewick ]
[ glücklich wenigstens ]
auf
[ dem Schoße fühlte ich mich glücklich , wenigstens glücklich nach meiner ]
[ meine ]
Weise .
[ Nichts ]
[ Ich ]
fürchtete
[ ich ]
[ nichts ]
als
[ eine Unterbrechung ]
[ Störung , ]
und die
[ letztere störte mich ]
[ kam ]
nur zu bald
[ auf ]
[ ]
. Die Thür des Frühstückzimmers öffnete sich . ,
[ Holla ]
[ Heda ]
!
[ Madame Trotzkopf ]
[ Jungfer Träumerin ]
!
[ ' ]
[ ]
rief
[ die Stimme ]
[ ]
John Reed ' s
[ ; dann trat eine Pause ein ; der Junge fand die Stube anscheinend ]
[ Stimme . Er verstummte gleich wieder , da er das Zimmer ]
leer
[ ]
[ zu finden meinte ]
. , Wo
[ der Teufel steckt ]
[ , zum Popanz , mag ]
sie
[ ! ' ]
[ sein ? ]
fuhr er fort
[ . ]
[ und rief dann seinen Schwestern zu : ]
,
[ Lieschen , ]
[ Lizzy ! ]
Georgy !
[ ' - - seinen Schwestern rufend - - , Hanne ]
[ Hannchen ]
ist nicht hier
[ ; geht und sagt der ]
[ . Sagt ]
Mama ,
[ daß ]
[ ]
sie
[ im ]
[ sei in den ]
Regen
[ auf die Straße ]
[ hinaus ]
gelaufen
[ ]
[ - - das böse Geschöpf ! , Es ]
ist
[ , das garstige Thier . ' , Ein Glück ]
[ gut ]
, daß ich den Vorhang
[ zuzog ]
[ zugezogen habe ]
, ' dachte ich
[ bei mir selbst , ]
[ ]
und
[ vom Grunde meines Herzens betete ich ]
[ wünschte inbrünstig ]
,
[ er möchte ]
[ John möge ]
mein Versteck nicht
[ ausfindig machen ]
[ entdecken ; er würde mich auch nicht gefunden haben , denn er hatte weder einen raschen Blick , noch einen scharfen Verstand ]
.
[ In ]
[ Aber umso mehr war Elise zu fürchten , und in ]
der That
[ wäre auch John Reed bei der Blödigkeit seiner Augen und seines Verstandes nicht dahinter gekommen ; aber im selben Augenblicke ]
[ , kaum ]
steckte
[ Elise ]
[ sie ]
ihren Kopf
[ zur ]
[ durch die ]
Thür
[ herein und sagte ]
[ , da rief sie auch schon ]
: , Sie ist
[ in der Fensterbrüstung , ganz ]
[ ]
gewiß
[ ]
[ auf dem Fenstersitze ]
,
[ Jack ! ' Sofort trat ich auch heraus ]
[ John . Ich kam sogleich hervor ]
, denn ich zitterte
[ bei ]
[ be ]
dem
[ bloßen ]
[ ]
Gedanken ,
[ vom besagten Jack hervorgezogen ]
[ von John herausgezerrt ]
zu werden . , Was willst
[ Du ]
[ du von mir ]
?
[ frug ]
[ fragte ]
ich
[ ]
[ ihn ]
mit
[ scheuer Aengstlichkeit ]
[ linkischer Schüchternheit ]
. , Was
[ wünschen ]
[ wollen ]
Sie ,
[ junger Herr ]
[ Monsieur ]
Reed ,
[ sollst Du sagen ]
[ heißt es ]
, war die Antwort . , Ich will , daß
[ Du herkommst ]
[ du hierher kommst ]
.
[ Bei diesen Worten ]
[ Hierauf ]
setzte er sich in einen
[ Armstuhl ]
[ Lehnsessel ]
und
[ bedeutete ]
[ gab ]
mir
[ mit der Hand ]
[ durch eine gebieterische Bewegung zu verstehen ]
,
[ näherzutreten und ]
[ daß ich ]
mich vor ihn
[ zu stellen ]
[ hinstellen sollte ]
. John Reed war ein
[ Schuljunge ]
[ Schulknabe ]
von vierzehn Jahren
[ , ]
[ - - ]
vier Jahre älter als ich , denn ich
[ zählte deren bloß ]
[ war erst ]
zehn
[ ; ]
[ - - ]
groß und
[ stämmig ]
[ stark ]
für sein Alter , von
[ fahler , ]
[ ]
ungesunder Gesichtsfarbe ,
[ groben Zügen , einem ]
[ mit markirten Linien in seinem ]
breiten
[ Gesicht ; seine Glieder waren überhaupt massiv , seine Hände ]
[ Gesichte , plumpen Gliedern und großen Händen ]
und
[ Füße unverhältnißmäßig groß ]
[ Füßen ]
.
[ Bei ]
[ Er aß sich bei ]
Tische
[ pflegte ]
[ gewöhnlich sehr voll , wodurch ]
er
[ ]
[ gallsüchtig wurde und ]
sich
[ über Gebühr vollzupfropfen , was sein Temperament gallig ]
[ ein trübes ]
,
[ seine Augen blöde ]
[ gläsernes Auge ]
und
[ umflort , seine Wangen schwammig machte ]
[ welke Backen zuzog ]
. Er hätte
[ dazumal eigentlich ]
[ jetzt ]
in der Schule sein sollen
[ , aber ]
[ ; doch ]
seine
[ Mama ]
[ Mutter ]
hatte ihn
[ , ]
[ wegen ]
seiner
[ schwachen ]
[ zarten ]
Gesundheit
[ wegen ' ]
[ ]
auf
[ ein ]
[ einen ]
oder zwei Monate nach Hause genommen .
[ Sein ]
[ Herr Miles , sein ]
Lehrer ,
[ Mister Miles ]
[ versicherte ]
,
[ behauptete zwar , John ]
[ es ]
würde
[ sich recht wohl befinden ]
[ sehr gut sein ]
, wenn
[ er ]
[ ihm ]
weniger Kuchen und
[ Süßigkeiten ]
[ Leckerbissen ]
von Hause geschickt
[ bekäme ]
[ würden ]
;
[ seiner Mutter Herz konnte indessen einen ]
[ doch das Mutterherz empörte sich über eine ]
so
[ barbarischen Gedanken gar nicht fassen ]
[ harte Ansicht ]
und
[ so blieb sie bei ]
[ war eher zu ]
der
[ ihrer Zärtlichkeit entsprechenderen Idee stehen ]
[ milderen AuFassung geneigt ]
,
[ ]
[ daß ]
John ' s
[ ungesunde Gesichtsfarbe sei seinem allzugroßen Fleiße ]
[ abgefallenes Gesicht von übergroßer geistiger Anstrengung ]
und vielleicht auch
[ dem ]
[ vom ]
Heimweh
[ zuzuschreiben ]
[ herrühre ]
. John
[ ]
[ zeigte nicht viel Zärtlichkeit für Mutter und Schwestern und ]
hatte
[ weder für seine Mutter , noch für seine Schwestern eine große Zuneigung , ]
[ einen besonderen Widerwillen ]
gegen mich
[ hingegen eine ausgesprochene Antipathie ]
[ ]
. Er
[ neckte ]
[ verfolgte ]
und
[ schlug ]
[ bestrafte ]
mich
[ ]
[ beständig ]
,
[ nicht etwa zwei - oder dreimal die Woche oder ein - oder zweimal des Tages , sondern ohne Unterlaß ; ]
[ ]
jeder Nerv
[ ]
[ , den ich hatte , fürchtete ihn , und jedes Glied ]
meines Körpers zitterte
[ vor ihm und jede Muskel zog sich zusammen ]
[ ]
, wenn er
[ näher ]
[ mir nahe ]
kam . Es gab Augenblicke , wo
[ mir ]
[ mich ]
der
[ Schreck ]
[ Schrecken ]
, den er mir einflößte ,
[ alle Besinnung raubte , da ich gegen ]
[ ganz verwirrt machte ; ich konnte mich bei Niemandem über ]
seine Drohungen und
[ Bosheiten weder Schutz noch Rückhalt hatte . Das Gesinde wollte dem jungen Herrn nicht zu nahe treten ]
[ Tätlichkeiten beschweren ]
,
[ indem es mich vertheidigte , und ]
[ ]
Mistreß Reed war in dieser
[ Beziehung ]
[ Hinsicht ]
taub und blind , sie sah
[ es ]
[ ]
nie , wenn er mich schlug
[ ]
[ , ]
und hörte nicht ,
[ daß ]
[ wenn ]
er mich
[ schmähte ]
[ schalt ]
,
[ obwohl ]
[ obgleich ]
er
[ sich das eine oder das andere dann und wann sogar ]
[ zuweilen beides ]
in ihrer Gegenwart
[ erlaubte , wenn es gleich am häufigsten hinter ihrem Rücken geschah ]
[ that ]
.
[ ]
[ Gewohnt , ]
John
[ gegenüber an Unterwürfigkeit gewöhnt ]
[ zu gehorchen ]
,
[ stellte ich mich sofort vor seinen Stuhl ]
[ näherte ich mich seinem Stuhle ]
;
[ ]
[ er brachte ]
etwa drei Minuten
[ brachte er ]
[ ]
damit zu ,
[ die ]
[ seine ]
Zunge
[ so weit auf mich ]
[ ]
herauszustrecken
[ , als er dies , ohne die Zungenwurzel zu beschädigen , füglich thun konnte ]
[ ]
;
[ ]
[ während ]
ich
[ sah voraus ]
[ jeden Augenblick fürchtete ]
, daß er
[ alsbald auf mich losschlagen würde , ]
[ zuschlagen werde , betrachtete ich mit Abscheu ]
und
[ während ich dem Schlage entgegenzitterte , konnte ich mich nicht enthalten , das eklige und häßliche ]
[ Ekel sein rohes ]
Gesicht
[ meines Henkers näher ins Auge zu fassen ]
[ ]
.
[ Wahrscheinlich mochte ]
[ Vielleicht las ]
er
[ meine Gedanken in meinen Blicken gelesen haben ]
[ diese Empfindung in meiner Miene ]
, denn plötzlich
[ und ohne ein Wort zu verlieren , ]
[ ]
schlug er
[ nach mir mit aller Kraft ]
[ heftig zu ]
. Ich
[ schwankte und ]
[ taumelte ]
,
[ ]
[ und als ich ]
mein
[ Gleichgewicht ]
[ gleichgewicht ]
wieder
[ gewinnend ]
[ erlangt hatte ]
,
[ trat ich einen oder zwei Schritte ]
[ zog ich mich von seinem Stuhle ]
zurück . ,
[ Nimm das ]
[ Daß ist ]
für
[ Deine ]
[ deine ]
Unverschämtheit ,
[ meiner ]
[ womit du ]
Mama vor
[ einer Weile so zu antworten ]
[ einiger Zeit geantwortet hast ]
, sagte er , ,
[ und für Deinen heimlichen Rückzug ]
[ dafür , daß du dich fortschleichst und dich ]
hinter den
[ Vorhang ]
[ Vorhängen verbirgst , ]
und für den Blick ,
[ den Du mir vor zwei Minuten zuwarfst ]
[ mit dem du mich soeben angesehen hast ]
,
[ Du abscheuliche ]
[ du ]
Ratte
[ , Du ! Ich war ]
[ . An ]
John
[ ]
[ Reed ]
' s
[ Schmähungen zu sehr ]
[ üble Behandlung ]
gewöhnt ,
[ um irgend eine Entgegnung versuchen ]
[ fiel es mir nie ein , etwas darauf ]
zu
[ wollen ]
[ erwidern ]
; meine
[ nächste ]
[ ]
Sorge
[ bestand bloß darin ]
[ war jetzt nur ]
, wie ich den
[ zweiten ]
[ neuen ]
Schlag ertragen
[ könnte ]
[ sollte ]
,
[ welcher ]
[ ]
der
[ Beschimpfung unausweichlich ]
[ gewiß ]
folgen würde . , Was thatest
[ Du ]
[ du dort ]
hinter dem Vorhange ?
[ war John ' s nächste Frage ]
[ fragte er ]
. , Ich las . ,
[ Zeig ' ]
[ Zeige ]
das Buch
[ her ]
[ ]
. Ich
[ ging ]
[ kehrte ]
zum Fenster
[ ]
[ zurück ]
und holte es
[ ]
[ von dort her ]
.
[ , Du hast mit unseren Büchern gar nichts zu schaffen . Du ißt bei uns das Gnadenbrot , wie Mama sagt ]
[ ]
, Du hast kein
[ ]
[ Recht , unsere Bücher zu nehmen , Mama sagt , du bist abhängig ; du hast kein ]
Geld
[ , Dein ]
[ ; dein ]
Vater
[ hinterließ Dir nichts , Du ]
[ hat dir keins hinterlassen ; du ]
solltest
[ eigentlich ]
[ ]
betteln
[ gehen ]
[ ]
und
[ ]
[ hier ]
nicht mit
[ vornehmer Leute ]
[ anständigen ]
Kindern , wie
[ unsereins ]
[ wir sind ]
,
[ zusammenleben , mit uns von denselben Speisen essen und Kleider tragen , die Dir unsere Mama schaffen muß ]
[ zusammen leben auf Kosten unserer Mutter ]
.
[ Ich ]
[ Nun ]
will
[ Dich ]
[ ich dich ]
lehren ,
[ in ]
[ ]
meinen
[ Büchern herumzukramen ; ]
[ Bücherschrank zu durchstöbern , ]
denn
[ die Bücher sind ]
[ er ist ]
mein
[ und ]
[ , ]
das ganze Haus
[ gehört mir ]
[ ist mein , ]
oder wird mir
[ ]
[ doch ]
in wenigen Jahren gehören .
[ Packe Dich ]
[ Geh ]
und stelle
[ Dich zur ]
[ dich an die ]
Thür ,
[ außer ]
[ fern von dem Spiegel und ]
den
[ Bereich der Spiegel und Fenster ]
[ Fenstern ]
. Ich that
[ ]
[ es ]
,
[ wie mir geheißen wurde ]
[ da ich nicht gleich wußte ]
,
[ ohne im ersten Augenblick die ]
[ was seine ]
Absicht
[ des Buben zu erfassen ]
[ war ]
; als ich ihn aber das Buch
[ aufheben ]
[ erheben ]
und
[ zum Wurfe ]
[ gegen mich ]
schwingen sah ,
[ fuhr ]
[ sprang ]
ich instinctmäßig mit einem
[ Angstrufe beiseite ]
[ Schrei des Schreckens auf die Seite ]
; doch nicht
[ zeitig ]
[ früh ]
genug ,
[ denn der Band ]
[ das Buch ]
traf mich , ich fiel
[ , schlug mit dem Kopfe gegen die ]
[ hin und verletzte meinen Kopf an der ]
Thür
[ und zerschellte mir den Schädel ]
[ ]
. Die Wunde blutete , der Schmerz war heftig
[ ; ]
[ , ]
mein Schrecken
[ hatte die höchste Stufe überschritten und machte anderen Gefühlen Plat ]
[ groß ]
. ,
[ O ]
[ Böser , grausamer Junge ! ' rief ich . ]
, Du
[ böser , Du grausamer Bube ! rief ich . , Du handelst ja wie ein ]
[ gleichst einem ]
Mörder
[ ]
[ , du gleichst einem Sclavenaufseher ]
- -
[ ein Sklaventreiber - - wie die ]
[ du gleichst den ]
römischen
[ Kaiser ]
[ Kaisern ]
! Ich hatte
[ vordem ]
[ ]
Goldsmith ' s Geschichte
[ Roms ]
[ von Rom ]
gelesen und mir
[ über ]
[ meinen VegriF von ]
Nero und Caligula
[ eine Meinung ]
[ ]
gebildet
[ , auch , wie natürlich , im Stillen Vergleiche gezogen ]
[ und diese in der Stille oft mit John verglichen ]
,
[ freilich ohne daran zu denken , sie je in dieser Weise ]
[ obwohl ich es nie ]
laut
[ werden zu lassen ]
[ auszusprechen beabsichtigte ]
. ,
[ Wie ! ]
[ ]
Was !
[ schrie ]
[ was ! rief ]
er
[ auf ]
[ ]
. ,
[ Zu wem sagt ]
[ Sagte ]
sie das
[ ? Doch nicht ]
[ ]
zu mir ?
[ Elisa , Georgina , habt ]
[ Hörtet ]
Ihr es
[ gehört ]
[ , Elise und Georgine ]
?
[ Warte , ]
[ Soll ]
ich
[ will ]
[ ]
es
[ der ]
[ nicht ]
Mama sagen
[ ! Doch zuvor ]
[ ? Aber vorher ]
- -
[ Bei diesen Worten stürzte er wie ]
[ Er lief plötzlich auf mich zu und ergriff mich am Haar und an der Schulter . Er hatte sich an ]
ein
[ Rasender auf mich los ; ich fühlte , wie er mich bei den Haaren und bei den Schultern packte ; die Verzweiflung gab mir Kraft ]
[ verzweifeltes Geschöpf gewagt ]
. Ich sah in
[ ihm ]
[ der That ]
einen Tyrannen , einen Mörder
[ ; ich ]
[ in ihm . Ich ]
fühlte einige Blutstropfen von meinem Kopfe
[ ]
[ auf meinen Hals herabrinnen und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Empfindungen besiegten für ]
den
[ Nacken herabrinnen , dies und ein stechender Schmerz hatten in diesem Momente die Oberhand über jedwede ]
[ Augenblick die ]
Furcht
[ ]
[ , ]
und ich empfing
[ den Burschen mit einer Art entschlossener Raserei ]
[ meinen Peiniger auf wahnsinnige Weise ]
.
[ Was ich ihm ]
[ Ich weiß nicht recht , was ich ]
mit meinen Händen
[ zufügte ]
[ that ]
,
[ das weiß ich nicht mehr , ich hörte nur , wie ]
[ doch ]
er
[ ]
[ brüllte laut auf und nannte ]
mich
[ eine böse ]
[ ]
Ratte
[ nannte und laut aufschrie . Man war ihm bald zu Hilfe gekommen ; Elisa ]
[ ! Ratte ! Elise ]
und
[ Georgina hatten ]
[ Georgine holten ]
Mistreß Reed
[ geholt ]
[ herbei ]
,
[ ]
[ welche ]
die
[ sofort ]
[ Treppe hinaufgegangen war und jetzt ]
auf
[ den Schauplatz eilte , gefolgt von ]
[ dem Schauplatze erschien . ]
Bessie und
[ ]
[ das Kammermädchen ]
Abbot
[ , ihren Kammerzofen ]
[ folgten ihr ]
.
[ Man trennte uns ]
[ John und ich wurden getrennt ]
und ich hörte die Worte : ,
[ Du lieber ]
[ O ]
Himmel !
[ Welche Bosheit ]
[ welch ' eine Furie ]
,
[ den jungen Herrn derart anzufallen ]
[ auf Monsieur John loszustürzen ]
!
[ ]
[ ' ]
,
[ Hat man ]
[ Sah ]
je ein
[ so boshaftes Geschöpf gesehen ! Worauf ]
[ Mensch eine solche Leidenschaft ? Dann fügte ]
Mistreß Reed
[ erwiderte ]
[ hinzu ]
: , Bringt sie
[ ins ]
[ in das ]
rothe Zimmer und schließt sie dort ein .
[ ]
[ ' ' ]
Vier Hände
[ faßten mich zu gleicher Zeit und ich wurde ]
[ ergriffen mich sogleich und trugen mich ]
die Treppe hinauf
[ getragen ]
[ ]
.
[ II ]
[ Zweites Kapitel ]
.
[ Den ]
[ Ich widersetzte mich den ]
ganzen Weg über
[ leistete ich nach Kräften Widerstand ]
[ ]
,
[ für mich eine ungewohnte Sache ]
[ was bei mir etwas Neues war ]
und
[ für ]
[ sehr dazu beitrug , die schlimme Meinung zu verstärken , die ]
Bessie und
[ Jungfer ]
[ Miß ]
Abbot
[ ein Anhaltspunkt mehr , die schlechte Meinung , die sie bereits ]
[ ]
von mir
[ gefaßt hatten , ]
[ ]
zu
[ begründen ]
[ hegen geneigt waren ]
.
[ Der einzige Grund meines Betragens bestand indessen darin , daß ich ganz ]
[ Ich war in der That ]
außer mir
[ war ; die augenblickliche Auflehnung gegen ]
[ . Da ich wußte , daß ich für ]
meine
[ Quäler , welche natürlicherweise schreckliche Strafen nach sich ziehen mußte , ]
[ Empörung eine schwere Strafe zu erwarten ]
hatte
[ mich , wie irgend einen meuterischen Sklaven , zu dem Entschlusse gebracht ]
[ ]
, so
[ weit als möglich zu gehen ]
[ war ich , gleich jedem anderen rebellischen Sclaven , in meiner Verzweiflung entschlossen , noch weiterzugehen ]
. , Halten Sie ihr die
[ Hände ]
[ Arme fest ]
,
[ Mamsell ]
[ Miß ]
Abbot ; sie
[ geberdet sich ja ]
[ ist ]
wie eine
[ wüthende ]
[ wilde ]
Katze . , Pfui !
[ Schämen Sie sich ]
[ pfui ]
!
[ ]
[ ' ]
rief die
[ Herrenmagd ]
[ Kammerjungfer ]
. , Welch
[ abscheuliche Aufführung ]
[ ' ein garstiges Betragen ]
, Miß Eyre ,
[ nach einem ]
[ einen ]
jungen
[ Gentleman ]
[ Herrn zu schlagen ]
,
[ dem Sohne ]
[ den Sohn ]
Ihrer Wohlthäterin
[ , Ihrem ]
[ ! Ihren ]
jungen
[ Gebieter zu schlagen ]
[ Herrn ]
!
[ ]
[ ' ]
,
[ Gebieter ? Wieso ]
[ Meinen Herrn ! Wie ]
ist er
[ ]
[ denn ]
mein
[ Gebieter ]
[ Herr ]
? Bin ich
[ ]
[ denn ]
eine
[ Dienstmagd ]
[ Dienerin ]
? , Nein
[ ! ]
[ , ]
Sie sind noch weniger als eine
[ Dienstmagd ]
[ Dienerin ]
, denn Sie thun nichts für Ihren Unterhalt . Da
[ , ]
[ ]
setzen Sie sich nieder
[ , ]
[ ]
und denken Sie über Ihre
[ Nichtswürdigkeiten ]
[ Bosheit ]
nach .
[ Indessen ]
[ ' Sie ]
hatten mich
[ die beiden Mädchen ]
[ jetzt ]
in
[ die bezeichnete Stube ]
[ das von Mistreß Reed angedeutete Zimmer ]
gebracht und
[ dort ]
[ mich ]
auf einen Stuhl
[ niedergeworfen ]
[ geworfen ]
. Mein erster
[ Gedanke ]
[ Antrieb ]
war ,
[ wie eine Feder emporzuschnellen ]
[ wieder aufzuspringen ]
,
[ aber zwei Paar ]
[ doch die vier ]
Hände
[ brachten ]
[ hielten ]
mich augenblicklich
[ zum Stillsitzen ]
[ wieder fest ]
. , Wenn Sie nicht
[ ]
[ still ]
sitzen
[ bleiben ]
[ ]
, so müssen wir Sie
[ anbinden ]
[ festbinden ]
, sagte Bessie .
[ , Mamsell Abbot , leihen ]
[ ]
Sie
[ mir einmal Ihre Strumpfbänder ]
[ war im Begriffe ]
,
[ die meinigen würde sie gleich zerreißen . Mamsell Abbot machte sich bereit , das geforderte Bindemittel von ihren dicken Beinen abzulösen ]
[ ihre Drohung wahr zu machen ]
.
[ Die Bereitung von Fesseln und der Gedanke an die damit verbundene neue Schmach benahm mir etwas von meiner Aufregung ]
[ Dieser Schande wollte ich mich nicht aus setzen . Daher mäßigte ich mich ein wenig ]
. , Lassen Sie
[ sie daran ]
[ nur ]
,
[ ]
[ ' ]
rief ich
[ . ]
[ ]
,
[ Ich ]
[ , ich ]
will
[ mich nicht rühren ]
[ ruhig sitzen bleiben ]
.
[ Und zur besseren Bekräftigung des Gesagten ]
[ Zum Beweise ]
hielt ich mich mit
[ beiden ]
[ den ]
Händen
[ am ]
[ an meinem ]
Stuhle fest . ,
[ Ich wollte es Ihnen auch nicht gerathen haben , erwiderte ]
[ Halten Sie Wort ! ' sagte ]
Bessie ,
[ indem sie , nach gewonnener Ueberzeugung , daß ich fest saß , ihre Hände von mir nahm . Darauf stellte ]
[ und als ]
sie sich
[ mit Jungfer ]
[ überzeugt hatte , daß ich wirklich ruhiger wurde , ließ sie mich los ; dann standen sie und Miß ]
Abbot mit
[ unterschlagenen ]
[ übereinandergeschlagenen ]
Armen
[ vor mich hin , ]
[ da ]
und
[ Beide blickten ]
[ sahen ]
mir
[ düster und forschend ]
[ ]
ins
[ Antlitz ]
[ Gesicht ]
, als
[ hielten ]
[ ob ]
sie
[ mich für verrückt ]
[ an meinem Verstande zweifelten ]
.
[ ]
[ , ]
Sie
[ war früher ]
[ ist noch ]
nie so
[ ]
[ gewesen ]
,
[ begann nach einer Weile ]
[ sagte ]
Bessie
[ ]
[ endlich zu Miß Abbot ]
.
[ Oh ]
[ ]
,
[ ]
[ Doch ]
es
[ hat schon ]
[ lag ]
immer in ihr
[ gesteckt ]
[ , war die Antwort ]
.
[ ]
[ , ]
Ich habe
[ der gnädigen Frau schon öfter ]
[ Missis oft ]
meine Meinung über das Kind gesagt , und
[ sie hat ]
[ Missis stimmte ]
mir
[ ganz Recht gegeben ]
[ bei ]
.
[ Es ]
[ Sie ]
ist ein
[ kleiner Wechselbalg ! mein Lebtag habe ]
[ boshaftes kleines Ding , ]
ich
[ ]
[ sah ]
noch
[ kein ]
[ nie ein ]
Mädchen
[ ihres Alters ]
[ in ihrem Alter mit ]
so
[ heimtückisch gesehen ! ]
[ viel versteckter List . ]
Bessie antwortete nicht
[ . Nach einer kurzen Pause wandte sie ]
[ , sondern wendete ]
sich zu mir
[ . ]
[ und sagte : ]
, Sie sollten
[ am besten wissen ]
[ bedenken ]
, Miß , was Sie Mistreß Reed
[ zu danken haben ]
[ für Dank schuldig sind , sie ernährt Sie ]
;
[ sie allein erhält Sie . Wenn ]
[ wenn ]
sie Sie
[ verstößt ]
[ wegjagte ]
,
[ so kommen ]
[ müßten ]
Sie
[ geraden Weges ]
[ ]
ins
[ Armenhaus . Auf solche Reden konnte ]
[ Waisenhaus gehen - - ]
ich
[ nichts erwidern . Sie ]
[ schwieg zu diesen Worten , sie ]
waren mir
[ nichts neues ; ]
[ nicht neu , denn meine ersten Erinnerungen waren ]
mit
[ den ersten Vorstellungen meines Daseins hatten sich ähnliche ]
[ ]
Andeutungen
[ gepaart ]
[ dieser Art verschmolzen ]
. Der Vorwurf meiner
[ Armuth und ]
[ ]
Abhängigkeit
[ tönte mir in den ]
[ war meinen ]
Ohren
[ ]
[ längst ein gewohntes Lied ]
,
[ peinlich zwar ]
[ schmerzlich ]
und
[ drückend ]
[ niederdrückend ]
,
[ aber ]
[ obwohl ]
nur halb verständlich .
[ Nun ließ sich auch Jungfer Abbot vernehmen . ]
[ ]
, Und Sie
[ dürfen ]
[ sollten ]
sich
[ gar ]
[ ]
nicht
[ einbilden , daß Sie ebenso viel sind , als die Fräuleins ]
[ für gleichberechtigt mit den Misses ]
Reed und
[ der junge Herr ]
[ Monsieur ]
Reed
[ ; etwa darum ]
[ halten . ' fiel Miß Abbot ein ]
, weil
[ Mistreß Reed die Gnade hat ]
[ Missis so gütig ist ]
, Sie mit
[ ihren Kindern aufzuziehen ? Die haben sehr ]
[ ihnen erziehen zu lassen . Jene werden ]
viel Geld
[ , ]
[ bekommen ]
und Sie
[ haben gar nichts , daher ziemt Ihnen Demuth , und Sie werden wohl daran thun , etwas leidlicher zu werden ]
[ keins ]
.
[ ]
[ ' ]
, Was wir Ihnen sagen ,
[ ist ]
[ geschieht ]
zu Ihrem Besten ,
[ ]
[ ' ]
fügte Bessie
[ etwas freundlicher ]
[ in mildem Tone ]
hinzu
[ ; ]
[ ]
,
[ ]
[ , Sie sollten ]
versuchen
[ ]
[ , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden ]
Sie
[ es mit Dienstfertigkeit und Zuvorkommenheit , ]
[ ]
vielleicht
[ haben sie dann ]
[ hier ]
eine Heimat
[ in diesem Hause ]
[ haben ]
; aber wenn Sie
[ sie sich ]
[ leidenschaftlich und ]
roh
[ und leidenschaftlich betragen ]
[ werden ]
, so
[ ]
[ bin ich gewiß , daß Missis Sie fortschicken ]
wird
[ ]
[ . , Und wohin würden ]
Sie
[ die gnädige Frau ganz gewiß fortschicken . , Zudem , meinte ]
[ dann gehen ? sagte ]
Miß Abbot
[ , , wird sie unser Herrgott strafen , vielleicht schickt er ihr einmal mitten in den Ergüssen ihrer Bosheit den Tod , und wo soll dann ihre arme Seele hinkommen ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen ]
[ ]
.
[ Um alles in der ]
[ , Ich möchte um die ]
Welt
[ wollte ich ]
[ ]
nicht
[ ihr ]
[ Ihr ]
Herz haben .
[ Sagen ]
[ Sprechen ]
Sie
[ Ihre Gebete her ]
[ Ihr Gebet ]
, Miß Eyre , wenn Sie
[ allein ]
[ wieder zu sich gekommen ]
sind
[ ; ]
[ , ]
denn wenn Sie
[ keine Reue zeigen ]
[ nicht bereuen ]
, so
[ möchte am Ende irgend ]
[ könnte ]
ein
[ Gespenst den Camin herunter kommen ]
[ böser Geist im Kamin herabfahren ]
und Sie
[ holen ]
[ mitnehmen ]
.
[ Beide entfernten sich nun , stießen ]
[ Sie gingen fort und machten ]
die Thür zu
[ , und sperrten sie hinter sich ab ]
[ ]
. Das rothe Zimmer war
[ ]
[ unbewohnt , und es schlief nur dann Jemand darin , wenn ]
eine
[ unbenutzte Stube , in der selten , ich möchte beinahe sagen nie , jemand die Nacht zubrachte , es wäre denn , daß zufällig ein großer Schwarm ]
[ ungewöhnliche Anzahl ]
von Gästen
[ Gatesheadhall überschwemmte , und ]
[ in Gateshead Hall ]
es
[ nothwendig ]
[ nöthig ]
machte , alle
[ Räumlichkeiten des Hauses zu verwenden ]
[ Räume zu benutzen , die das Haus besaß ]
.
[ Dessen ungeachtet ]
[ Und doch ]
war
[ die rothe Stube eine der größten ]
[ es das größte ]
und
[ stattlichsten der Wohnung ]
[ stattlichste Zimmer in dem ganzen Gebäude ]
.
[ Eine auf massiven ]
[ Ein Bett , von ]
Säulen
[ von Mahagoni ruhende Bettstatt ]
[ aus Mahagoniholz getragen und ]
mit
[ einem Himmel ]
[ Vorhängen ]
von dunkelrothem Damast
[ ]
[ versehen , ]
stand
[ , der Bundeslade ähnlich , ]
[ ]
in der Mitte ;
[ die ]
[ ]
zwei
[ großen ]
[ große ]
Fenster ,
[ die Fensterladen stets ]
[ deren Laden beständig ]
geschlossen
[ , ]
[ ]
waren
[ ]
[ , zeigten eine reiche Draperie ]
von
[ Garnituren und Draperien von derselben ]
[ ähnlicher ]
Farbe
[ halb verhüllt ; über den Fußboden breitete sich ein rother Teppich ]
[ ]
; auch
[ ]
[ der Fußteppich und die Tapeten an ]
den
[ ]
[ Wänden waren roth ; der ]
Tisch am Fuße des Bettes
[ deckte ein carmoisinrothes Tuch ]
[ war mit einer karmoisinrothen Decke belegt ]
;
[ ]
[ der Kleiderschrank , der Toilettentisch und ]
die
[ Wände ]
[ Stühle ]
waren
[ lichtroth , mit einem zarten Hauche von Feuerroth gemalt , der Kleiderschrank , die Toilette , die Stühle sämmtlich ]
[ ]
von dunkel
[ politirtem Mahagoni ]
[ polirtem altem Mahagoniholz ]
.
[ Aus diesen tiefen Schatten ringsum ]
[ In dieser Dunkelheit ]
erhoben sich hoch
[ und blüthenweiß ]
[ ]
die
[ aufeinander geschichteten ]
[ aufgethürmten ]
Matratzen und
[ Federpölster ]
[ Kissen des Bettes , welches mit einer schneeweißen Decke belegt war . Kaum weniger in die Augen fallend war ein großer , mit Kissen belegter Lehnstuhl am Kopfende ]
des Bettes mit
[ einer schneeigen Marseiller Steppdecke überkleidet ; am Kopfe des Bettes ragte , wohl nicht ganz so hoch wie das erstere , ein weiter , gepolsterter Sorgenstuhl , gleichfalls weiß überzogen und vorne mit ]
[ ]
einem Fußschemel
[ versehen ]
[ davor ]
,
[ empor , der ]
[ so daß er ]
mir wie ein
[ weißer ]
[ ]
Thron vorkam .
[ Die Stube ]
[ Dieses Zimmer ]
war kalt , weil
[ man sie ]
[ es ]
selten
[ heizte ]
[ geheizt wurde ]
;
[ ]
[ es war ]
still , weil
[ sie ]
[ es ]
von der Kinderstube und der Küche
[ gleich weit ]
[ ]
entfernt lag
[ ; ]
[ , und ]
feierlich
[ und unheimlich ]
[ ]
, weil
[ man wußte , sie werde ]
[ ]
selten
[ betreten ]
[ Jemand hineinkam ]
.
[ Bloß am Sonnabend kam ]
[ Nur ]
das
[ Stubenmädchen hinein ]
[ Hausmädchen betrat es jeden Samstag ]
, um von den Spiegeln und Möbeln den
[ ungestört angesammelten ]
[ ]
Staub
[ einer ganzen Woche ]
[ ]
abzuwischen
[ ; ]
[ , und ]
Mistreß Reed
[ selbst ]
[ selber ]
besuchte
[ die Stube ]
[ es ]
nur
[ in seltenen Zwischenräumen ]
[ zu bestimmten Zeiten ]
, um
[ eine geheime Schublade im Kleiderkasten ]
[ den Inhalt eines gewissen geheimen Faches in dem Kleiderschranke ]
zu untersuchen ,
[ welche ]
[ worin sie ]
verschiedene
[ Pergamente ]
[ Documente ]
, ihr Juwelenkästchen und ein
[ Miniaturporträt ]
[ Miniaturbild ]
ihres verstorbenen Mannes
[ enthielt ]
[ aufbewahrte ]
.
[ Ihres verstorbenen Mannes - - in diesen Worten lag ]
[ Hier war der Punkt , worin ]
das
[ Geheimniß der rotten Stube ]
[ Geheimnisvolle des rothen Zimmers beruhte ]
, der
[ Zauberbann ]
[ mystische Zauber ]
,
[ welcher dieselbe trotz ihrer Größe öde und verlassen erhielt ]
[ der es ungeachtet seiner Pracht vereinsamen ließ ]
.
[ Mister ]
[ Herr ]
Reed war vor neun Jahren
[ ]
[ in diesem Zimmer ]
gestorben
[ ; in der rothen Stube ]
[ , hier ]
hatte er
[ seinen Geist ausgehaucht ]
[ auf dem Paradebette gelegen ]
;
[ dort ]
[ von hier ]
hatte
[ er am Paradebett gelegen , von dort hatten die Leichenmänner ]
[ man ]
seinen Sarg
[ abgeholt ]
[ weggetragen ]
, und
[ von ]
[ seit ]
jenem Tage
[ an hatte eine gewisse Weihe ]
[ schützte ein Gefühl der Furcht ]
das Zimmer vor häufigem
[ und längerem Aufenthalte bewahrt ]
[ Besuche ]
.
[ Der ]
[ Mein ]
Sitz , auf
[ welchen ]
[ den ]
mich Bessie und die
[ bitterböse Mamsell ]
[ boshafte Miß ]
Abbot
[ festgebannt ]
[ gebannt ]
hatten , war eine niedrige Ottomane
[ nächst dem ]
[ in der Nähe des ]
marmornen
[ Caminmantel ]
[ Kamins ]
.
[ Vor mir ]
[ Das Bett ]
erhob sich
[ das Bett , ]
[ vor mir ; ]
zu meiner Rechten stand der hohe
[ , finstere ]
[ dunkle ]
Kleiderschrank ,
[ in ]
[ an ]
dessen
[ politirten Thüren ]
[ glänzenden Verzierungen ]
sich
[ die verschiedenartig gebrochenen Reflexe abspiegelten ]
[ das matte Licht brach ]
;
[ links präsentirten ]
[ zu meiner Linken befanden ]
sich die verhüllten Fenster und ein
[ ]
[ großer Spiegel ]
zwischen
[ den letzteren angebrachter Spiegel gab das unheimlich großartige Bild des Bettes und der ganzen Stube wieder ]
[ ihnen ]
. Ich
[ wußte ]
[ war ]
nicht ganz gewiß , ob
[ man ]
[ sie ]
die Thür
[ zugesperrt hatte ]
[ verschlossen hatten , und als ich mich zu bewegen wagte , stand ich auf , um nachzusehen . Ach ja , kein Kerkermeister war je gewissenhafter in seinem Amte . Als ich zurückkehrte , mußte ich an dem Spiegel vorüber ]
;
[ ich nahm mir die Freiheit aufzustehen und sah nach . Ach , ja ! Nie war der Ausgang ]
[ wie von einem Zauber angezogen , blickte ich hinein . Alles erschien darin kälter und dunkler , als in der Wirklichkeit , und die fremde kleine Gestalt , die ich daraus anschaute und deren Gesicht und Arme gespenstig weiß gegen die Dunkelheit absNachen , machte auf mich den Eindruck ]
eines
[ Kerkers besser verwahrt ]
[ Geistes ]
.
[ Zu ]
[ Ich meinte , sie sei jenen winzigen Phantomen , halb Fee , halb Zwerg , ähnlich , die in Bessie ' s Abenderzählungen aus einsamen Schluchten hervorkamen und verspäteten Wanderern erschienen . Ich kehrte zu ]
meinem Sitze
[ zurückkehrend , mußte ich vor dem Spiegel vorbei ; mein Blick fiel , unwillkürlich gefesselt , darauf , gleichsam um die Tiefe zu ergründen , die das Glas zu decken schien ]
[ zurück ]
.
[ Alles sah in dieser eingebildeten Vertiefung frostiger und finsterer aus als in der Wirklichkeit , und die sonderbare kleine Gestalt , mit weißem Gesicht und Armen , mit vor ]
[ Abergläubische ]
Furcht
[ zwinkernden Augen , welche , sich im düsteren Hintergrunde der Spiegelfläche abzeichnend , mir in der unbeweglichen Umgebung zitternd entgegenblickte , gemahnte mich an ein wirkliches Gespenst . Sie kam mir vor , wie eines jener nebelhaften Phantome , halb Fee , halb Nixe , von denen uns Bessie in ihren Märchen erzählt hatte , sie stiegen in fernen , dunstigen Sümpfen vor den Augen verspäteter Wanderer aus der Erde empor . Ich setzte mich wieder auf meinen alten Platz . In ]
[ war in ]
diesem Augenblicke
[ kam der Aberglaube über mich , aber noch hatte die Stunde seines vollständigen Sieges nicht geschlagen . Noch rann mein Blut warm durch die Adern ]
[ mächtig in mir ]
;
[ noch erhielt mich der trotz der ]
[ doch die Stimmung des ]
empörten
[ Sklavin in aufrechter Spannung ; ich mußte eine wilde Fluth von Gedanken aus der Vergangenheit vorbeiströmen lassen , bevor der Wellenschlag der Gegenwart an mich gelangen konnte ]
[ Sclaven behielt die Oberhand ]
. Alle
[ Martern und Qualen , die ich von ]
[ Tyranneien ]
John Reed
[ erduldet ]
[ ' s ]
, alle
[ die ]
[ ]
stolze
[ Verachtung ]
[ Gleichgültigkeit ]
seiner Schwestern ,
[ die offene ]
[ alle ]
Abneigung seiner Mutter ,
[ die ]
[ alle ]
Parteilichkeit
[ des Gesindes kamen ]
[ der Diener vergegenwärtigte ich mir ]
in meinem
[ wild erregten Gemüthe auf die Oberfläche , wie der Schlamm in den Fluthen einer aufgetrübten Quelle ]
[ verstörten Geiste ]
. Warum mußte
[ denn gerade ]
[ ]
ich immer leiden ,
[ die Augen traurig zu Boden senken ; warum verklagte ]
[ immer hart behandelt ]
,
[ warum verdammte man denn gerade nur mich ]
[ immer beschuldigt und immer verurtheilt werden ]
? Warum
[ ]
[ konnte ich nie gefallen ? Warum ]
war es
[ mir denn unmöglich zu gefallen , warum nutlos ]
[ nutzlos , zu versuchen ]
, irgend Jemandes
[ Zuneigung erlangen ]
[ Gunst ]
zu
[ wollen ]
[ erwerben ]
? Elise ,
[ das eigensinnige , selbstsüchtige Mädchen ward verehrt ; ]
[ die halsstarrig und selbstsüchtig war , wurde geachtet . ]
Georgine
[ mit ihrem launischen Wesen ]
[ ]
,
[ ihrer herben Bissigkeit ]
[ die eine verdorbene Gemüthsart ]
,
[ ihrem herausfordernden ]
[ einen sehr scharfen Spott , ein naseweises ]
und
[ kecken Betragen war bei Allen wohlgelitten ]
[ freches Benehmen hatte , wurde überall geduldet ]
. Ihre Schönheit , ihre rothen Wangen
[ , ]
[ und ]
ihre goldenen Locken schienen
[ jedermann zu entzücken ]
[ Alle , die sie ansahen , in Entzücken zu versetzen ]
und
[ ]
[ ihr Straflosigkeit ]
für
[ die ]
[ jeden ]
Fehler
[ des Kindes schadlos ]
[ ]
zu
[ haben ]
[ erkaufen ]
. John wurde
[ nicht das Mindeste in den Weg gelegt , geschweige denn , daß er ]
[ von Niemand getadelt oder gar ]
gestraft
[ worden wäre ]
[ ]
,
[ wiewohl ]
[ obgleich ]
er den Tauben
[ den Hals ]
[ die Hälse ]
umdrehte , die kleinen
[ Hühnchen todtschlug ]
[ Pfauen tödtete ]
, die Hunde
[ auf ]
[ hinter ]
die Schafe hetzte , die
[ Trauben aus dem ]
[ Weinstöcke im ]
Treibhause
[ stahl , ]
[ ihrer Früchte beraubte und ]
die Knospen der seltensten Pflanzen im Gewächshause
[ abriß ]
[ abbrach ]
.
[ Seine ]
[ Obgleich er seine ]
Mutter
[ ]
[ , ein altes Weib ' ]
nannte
[ er nicht anders als ]
[ , sie wegen ihrer dunkeln Haut , die der seinen glich ]
,
[ altes Mensch ' ]
[ verspottete ]
,
[ machte ]
[ ihren Wünschen ]
sich
[ zuweilen über ihre unreine ]
[ frech widersetzte ]
,
[ seiner eigenen ähnliche Gesichtsfarbe lustig . Ihre Wünsche und Bitten beachtete er nicht im Geringsten ; nicht selten verdarb und zerriß er aus Muthwillen ihre seidenen Kleider und dennoch ]
[ so ]
war und blieb er
[ , ]
[ doch immer ]
ihr
[ liebes , theures Söhnchen ]
[ Liebling ]
. Ich
[ dagegen machte mich keines Fehlers schuldig ; ich ]
[ ]
bemühte mich ,
[ allen meinen Pflichten nachzukommen ; ]
[ jede Pflicht zu erfüllen , ]
und
[ doch nannte man mich nichtswürdig , eklig , verstockt und heimtückisch von Früh ]
[ dafür wurde ich vom Morgen ]
bis Mittag und
[ von ]
[ vom ]
Mittag bis
[ in die Nacht ]
[ Abend unartig und lästig gescholten ]
. Mein Kopf schmerzte
[ mich ]
[ ]
noch
[ immer und die Wunde , die ich mir im Fallen ]
[ und blutete von dem Schlage und dem Falle . Niemand hatte John Vorwürfe gemacht , weil er mich aus Uebermuth ]
geschlagen
[ , blutete ohne Unterlaß . Kein Mensch ]
[ ]
hatte
[ es John verwiesen , daß er mich ohne Ursache mißhandelte ]
[ ; ich aber ]
,
[ und ]
[ ]
weil ich mich
[ gegen ihn wandte ]
[ gewehrt ]
, um
[ weitere unvernünftige Martern von mir abzulenken ]
[ mich vor weiteren Gewaltthätigkeiten zu schützen ]
,
[ ]
[ ich ]
wurde
[ ich von Allen verdammt und ]
[ ]
mit
[ Schmach ]
[ allgemeinem Tadel ]
überhäuft .
[ Das ist Unrecht ]
[ , Ungerecht ! ]
- -
[ himmelschreiendes Unrecht ]
[ ungerecht ]
! '
[ rief mir mein ]
[ sagte meine Vernunft , die ]
durch
[ die erlittenen Mißhandlungen frühzeitig , wiewohl vorübergehend gereifter Verstand zu , und meine gleichfalls unnatürlich gesteigerte Willenskraft trieb ]
[ den quälenden SNachel zu frühzeitiger Reife gelangt war . Dieses bittere Gefühl der Ungerechtigkeit brachte ]
mich
[ zu irgend einem ungewöhnlichen Ausweg ]
[ ]
, um
[ weiterer Unterdrückung ]
[ dem unerträglichen Drucke ]
zu
[ entgehen etwa indem ich davonlief ]
[ entfliehen , auf den seltsamen Entschluß , davonzulaufen ]
oder
[ weder aß noch trank ]
[ , wenn das nicht zu bewerkstelligen war , nicht mehr zu essen ]
und
[ mich ]
[ zu trinken und ]
so zu
[ Tode hungerte ]
[ sterben ]
.
[ Wie groß war meine Bestürzung ]
[ Welch ' eine tiefe Trostlosigkeit empfand ich ]
an jenem
[ düsteren ]
[ traurigen ]
Nachmittage
[ , wie sehr ]
[ . Wie war ]
mein
[ Geist aufgeregt ]
[ ganzes Gehirn im Tumult ]
und mein
[ ]
[ ganzes ]
Herz
[ empört ]
[ im Aufruhr ]
!
[ Und inmitten welch finsterer ]
[ Doch in welcher Dunkelheit , in welcher ]
Unwissenheit wurde
[ dieser geistige ]
[ der ]
Kampf
[ ausgekämpft ]
[ gekämpft ]
! Ich
[ war ]
[ konnte die unaufhörliche innere Frage ]
nicht
[ im Stande , auf die unausgesetzte Frage in meinem Innern , ]
[ beantworten ]
, warum ich
[ denn so viel erleiden müßte ' ]
[ o litt ]
,
[ eine Antwort zu finden . Nun ]
[ jetzt freilich ]
, nach einem
[ Zeitraume von , ]
[ Zeitraum - - ]
ich will nicht sagen ,
[ ]
[ von ]
wie vielen Jahren
[ ist mir alles klar ]
[ - - weiß ich es sehr wohl ]
.
[ Meine Existenz ]
[ Ich war ]
in
[ Gatesheadhall war ein Mißton ; mein Wesen stimmte dort mit niemand überein ]
[ Gateshead Hall Allen unähnlich ]
,
[ weder ]
[ ich hatte nichts Uebereinstimmendes ]
mit Mistreß Reed
[ und ]
[ , ]
ihren Kindern
[ , noch mit ihren erkorenen Vasallen ]
[ oder ihrer auserwählten Dienerschaft ]
.
[ Ich ]
[ Wenn sie mich nicht liebten , so ]
liebte
[ ]
[ ich ]
sie
[ ]
[ in der That ]
ebenso wenig
[ , als sie mich leiden konnten ]
[ ]
. Sie
[ fühlten sich ]
[ waren ]
nicht
[ zu einem Wesen hingezogen , das mit ihnen nicht sympathisiren konnte ]
[ verpflichtet ]
, ein Wesen
[ ]
[ mit Zärtlichkeit zu behandeln ]
,
[ das nach ]
[ welches mit keiner Person unter ihnen harmonirte ; ich war ihnen an ]
Temperament
[ , geistigen Anlagen ]
[ ]
und
[ Fähigkeiten so himmelweit von ihnen verschieden war ]
[ Neigung entgegengesetzt , unfähig ihrem Interesse zu dienen oder ihr Vergnügen zu erhöhen ]
; ein
[ unnützes Geschöpf ]
[ schädliches Wesen ]
, welches
[ weder ihren Vortheil fördern , noch zu ihrem Vergnügen beitragen mochte , welches sogar insofern als schädlich erschien , als es einen beständigen Unwillen über ]
[ ]
ihre Behandlung
[ nähren , ihren Blödsinn mitleidig belächeln mußte ]
[ mit Unwillen ertrug ihr Urtheil verachtete ]
. Ich
[ bin überzeugt ]
[ weiß ]
,
[ daß , wäre ]
[ wenn ]
ich ein
[ munteres ]
[ sanguinisches ]
,
[ hübsches ]
[ leichtsinniges ]
,
[ sorgloses ]
[ nachlässiges ]
,
[ eigensinniges ]
[ anspruchsvolles ]
,
[ ja polterndes - - wenngleich ebenso von fremden Gnaden abhängiges , freudeloses - - ]
[ schönes und wildes ]
Kind gewesen
[ ]
[ wäre ]
,
[ ]
[ so hätte ]
Mistreß Reed meine Gegenwart
[ mit weit ]
[ geduldiger ertragen , ihre Kinder würden ]
mehr
[ gutem Willen ertragen hätte . Die Kinder selbst wären mir , als Spielkameraden wenigstens , mehr zugethan ]
[ Freundschaft für mich empfanden haben und die Diener weniger versucht ]
gewesen
[ ; die Dienstboten würden es nicht gewagt haben ]
[ sein ]
, mich
[ zur Zielscheibe der Neckereien in ]
[ zum Sündenbock ]
der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann
[ aus der rothen Stube ]
[ das rothe Zimmer ]
zu
[ schwinden . Es schlug ]
[ verlassen ; es war ]
vier Uhr
[ ]
[ vorbei , ]
und der
[ umwölkte Himmel ließ die schaurige ]
[ trübe Nachmittag ging in graue ]
Dämmerung
[ zeitlich hereinbrechen ]
[ über ]
. Ich hörte den Regen
[ ohne Unterlaß ]
[ noch beständig ]
an
[ die ]
[ das ]
Fenster
[ des Treppenhauses anschlagen ]
[ auf der Treppe schlagen ]
und den Wind
[ durch das Lustwäldchen hinter dem Hause ]
[ in den Bäumen der Allee ]
heulen
[ ; nach ]
[ . Nach ]
und nach wurde
[ ich kalt wie Marmor ]
[ mir eiskalt ]
und
[ der ]
[ dann sank mein ]
Muth
[ sank ]
[ . Meine gewohnte demüthige Stimmung , der Zweifel an ]
mir
[ immer tiefer . Mein gewöhnliches Bewußtsein des eigenen Unwerthes ]
[ selbst ]
,
[ der Ohnmacht , des Drückenden meiner Lage , fiel gleichsam feucht auf ]
[ löschten ]
die
[ glimmenden ]
[ glühenden ]
Kohlen meines
[ verlöschenden ]
[ ]
Zornes
[ nieder ]
[ ]
.
[ , Alles nennt mich schlecht ]
[ Alle sagten , ich sei boshaft ]
,
[ ' dachte ich , , ]
[ und ]
vielleicht
[ bin ]
[ mochte ]
ich es auch
[ in der That . Wie konnte es mir ]
[ sein , wie hatte ich auch erst ]
eben
[ einfallen ]
[ auf den Gedanken kommen können ]
, mich
[ durch Hunger tödten zu wollen ]
[ todtzuhungern ]
? Das
[ wäre ja eine Sünde ! ]
[ war offenbar ein Verbrechen . ]
Und
[ dann , wäre ]
[ war ]
ich
[ denn auch zum Tode ]
[ den ]
vorbereitet
[ ]
[ zu sterben ]
? Oder
[ wäre etwa ]
[ war ]
das Gewölbe unter
[ der Kanzel ]
[ dem Chor in ]
der Kirche
[ von ]
[ zu ]
Gateshead
[ eine so einladende Ruhestätte ]
[ ein einladendes Ziel ]
?
[ Ich wußte ]
[ In solch ' einem Gewölbe ]
,
[ daß ]
[ hatte man mir gesagt , liege ]
Herr Reed
[ in einer solchen Gruft beigesetzt wurde , ]
[ begraben ; ]
und
[ durch diese Vorstellung auf den ]
[ bei diesem ]
Gedanken
[ an ihn selbst gebracht , ]
[ ]
verweilte ich
[ bei dieser Idee ]
[ ]
mit
[ wachsender Furcht ]
[ Schrecken ]
. Ich
[ konnte ]
[ erinnerte ]
mich
[ seiner ]
[ des Verstorbenen ]
nicht mehr
[ entsinnen ]
[ ]
; aber ich
[ hatte gehört ]
[ wußte ]
,
[ ]
[ daß ]
er
[ sei ]
[ ]
mein
[ leiblicher Onkel , ]
[ Oheim - - ]
meiner Mutter Bruder
[ gewesen ; ]
[ - - war , daß ]
er
[ habe ]
[ ]
mich als
[ eine elternlose Waise zu sich ]
[ elternloses Kind in sein Haus ]
genommen und in seinen letzten Augenblicken sich von Mistreß Reed
[ feierlich versprechen ]
[ das Versprechen hatte geben ]
lassen ,
[ sie wolle ]
[ ]
mich
[ auch ferner ]
[ ]
wie
[ ihr eigenes Kind halten ]
[ eins ihrer eigenen Kinder zu erziehen und zu unterhalten ]
. Mistreß Reed
[ war jedenfalls der Ansicht ]
[ dachte wahrscheinlich ]
,
[ ]
[ diese Versprechen erfüllt zu haben , und ]
sie
[ erfülle ihr Versprechen pünktlich ; und die Wahrheit zu sagen ]
[ hatte es auch nach ihrer Art gethan ]
,
[ that ]
[ aber ]
sie
[ dies auch , so gut als es ihr Charakter zuließ ; aber wie konnte sie denn auch einen Einschübling , der nicht ihres Stammes und nach ihres Gatten Tode mit ihr in keiner weiteren Verbindung war , irgendwie lieben ? Im Gegentheile ]
[ ]
mußte es
[ für sie ]
[ ]
sehr
[ drückend sein ]
[ lästig finden ]
,
[ sich ]
[ ]
durch ein
[ mit Widerstreben gegebenes Wort verbunden ]
[ erzwungenes Versprechen gebunden ]
zu
[ wissen ]
[ sein ]
, an einem fremden
[ , ungeliebten ]
[ ]
Kinde
[ ]
[ , welches sie nicht lieben konnte , ]
Mutterstelle zu vertreten
[ , einen fremden Eindringling fortwährend in der Mitte ]
[ und eine Fremde beständig ]
ihrer
[ eigenen Kinder ]
[ Familie aufgedrängt ]
zu sehen
[ . Ein sonderbarer Gedanke tauchte in mir auf ]
[ ]
. Ich zweifelte nicht und hatte nie
[ daran ]
[ ]
gezweifelt , daß
[ Mister Reed - - wenn er am Leben geblieben wäre - - mich gewiß gut ]
[ ]
behandelt
[ hätte . Und ]
[ haben ; und ]
nun ,
[ wie ]
[ als ]
ich
[ so dasaß , die Augen auf ]
[ da saß und ]
das weiße Bett und die
[ dunklen ]
[ dunkelnden ]
Wände
[ ]
[ ansah ]
,
[ gelegenheitlich ]
[ mich ]
auch
[ auf den schwach erglänzenden Spiegel gerichtet ]
[ von Zeit zu Zeit von dem Zauber des trübeschimmernden Spiegels angezogen fühlte ]
,
[ erinnerte ich mich an alles ]
[ begann ich mich zu erinnern ]
, was ich
[ bisher ]
[ ]
von
[ Abgeschiedenen ]
[ Verstorbenen ]
gehört
[ hatte ]
[ ]
, die
[ , weil sie ]
[ durch ]
die
[ Uebertretung ]
[ Verletzung ]
ihrer letzten Wünsche
[ aus der letzten Ruhe aufgescheucht ]
[ in ihren Gräbern beunruhigt ]
,
[ ]
[ die Erde ]
wieder
[ auf der Erde erschienen waren ]
[ besuchten ]
, um die
[ Eids brüchigen ]
[ Meineidigen ]
zu
[ strafen ]
[ bestrafen ]
und die Unterdrückten zu rächen ;
[ auch Mister ]
[ und ich dachte , Herrn ]
Reed ' s Geist
[ müsse ]
[ ]
,
[ so dachte ich , über ]
[ durch ]
das
[ ]
[ Unrecht empört , welches ]
dem Kinde seiner Schwester
[ angethane Unrecht empört ]
[ widerfuhr ]
,
[ seinen Aufenthalt - - die Gruft in der Kirche , oder die unbekannte Wohnung der Seligen - - verlassen und mir ]
[ könne sich ]
in diesem Zimmer
[ erscheinen ]
[ war mir erheben ]
.
[ Ich ]
[ ich ]
trocknete meine Thränen und
[ ließ das Seufzen ; denn wie leicht konnte irgend ein Ausbruch heftigen Schmerzes ]
[ unterdrückte mein Schluchzen , da ich fürchtete , es könne mich plötzlich ]
eine übernatürliche Stimme
[ zu meinem Troste wecken ]
[ nach der Ursache meines Kummers fragen und mich trösten ]
, oder
[ ]
[ es könne in ]
der
[ Finsternis die Erscheinung eines lichtumflossenen Antlitzes entlocken , das ]
[ Dunkelheit ein geisterhaftes Gesicht erscheinen und ]
sich
[ voll himmlischen Mitgefühles ]
[ mitleidig ]
über mich
[ herniederneigte ]
[ beugen ]
.
[ So sehr auch ]
[ Ich fühlte , daß ]
diese
[ ]
[ an sich tröstliche ]
Idee in der
[ Vorstellung Trost einflößte ]
[ Wirklichkeit schrecklich sein werde ]
,
[ so sehr fühlte ich das Grauenhafte einer möglichen Verwirklichung ; ich bekämpfte sie daher ]
[ und bemühte mich ]
mit aller Macht
[ und versuchte es ]
[ ]
,
[ Muth ]
[ sie ]
zu
[ fassen ]
[ unterdrücken ]
.
[ Mir die wirren Haare ]
[ Ich schüttelte mein Haar ]
aus
[ dem Gesichte streichend ]
[ meinen Augen ]
,
[ hob ich ]
[ erhob ]
den Kopf
[ in die Höhe ]
[ ]
und
[ bemühte mich ]
[ versuchte ]
,
[ keck ]
[ mich kühn ]
in dem
[ finsteren ]
[ dunklen ]
Zimmer
[ herumzublicken ]
[ umzusehen ]
. In diesem
[ Augenblicke erglänzt ]
[ Augenblick schimmerte ]
ein
[ Lichtstrahl ]
[ Licht ]
an der Wand .
[ War ]
[ , Sollte ]
es
[ ]
[ ein Strahl des Mondes ein , der durch eine Oeffnung des Fensterladens fällt ? fragte ich mich ? , Nein , ]
das Mondlicht
[ , das ]
[ steht still aber dieses hier bewegt ]
sich
[ durch eine Ritze des Fensterladens hereinstahl ! Unmöglich ; das Mondlicht ist unbeweglich und jener Strahl irrte unstet hin und her ; während ich ihn ins Auge faßte , glitt er ]
[ . Während ich noch hinblickte . erhob es sich ]
zur
[ Zimmerdecke hinauf ]
[ Decke ]
und
[ zitterte ]
[ bebte ]
über meinem Haupte .
[ Jetzt kann ich mir freilich erklären ]
[ Ich vermuthete jetzt ]
, daß
[ die ganze Erscheinung ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach dem Lichte ]
[ dieser Lichtschimmer von ]
einer Laterne
[ verdankte ]
[ herrührte ]
, die
[ irgend jemand ]
[ Jemand ]
über den
[ Grasplatz vor dem Hause ]
[ Rasenplatz ]
trug ; aber
[ in jener Stunde , wo ]
[ da ]
mein Geist
[ für alle Schrecknisse empfänglich war , ]
[ auf etwas Entsetzliches vorbereitet und ]
meine Nerven
[ in der ungeheuersten ]
[ durch ]
Aufregung
[ zuckten ]
[ erschüttert waren ]
, hielt ich den
[ wandernden Lichtschein ]
[ wandelnden Strahl ]
für den Vorboten einer
[ kommenden Vision ]
[ Erscheinung ]
aus
[ dem fernen Jenseits ]
[ der anderen Welt ]
. Mein Herz
[ pochte hörbar ]
[ schlug heftig ]
,
[ meine Stirne brannte wie Feuer ; ]
[ ich glaubte , ]
ein Geräusch
[ , welches mir ]
[ wie ]
das Rauschen von
[ Fittichen dünkte , schlug an mein Ohr ]
[ Flügeln zu vernehmen ]
;
[ irgend ]
[ es schien ]
etwas
[ näherte sich ]
[ in meiner Nähe zu sein ]
;
[ der Athem verging mir , die Angst drückte mich nieder ; ich rannte zur ]
[ ich war athemlos und glaubte zu ersticken . Das konnte ich nicht länger ertragen , ich stürzte mich auf die ]
Thür
[ ]
[ zu ]
und
[ zog an der Klinke ]
[ schüttelte das Schloß ]
mit
[ der Kraft der Verzweiflung . Schritte kamen heran ]
[ verzweifelter Anstrengung . Es eilte Jemand den äußeren Gang daher ]
, der Schlüssel
[ drehte sich im Schlosse , ]
[ wurde umgedreht und ]
Bessie und Abbot traten
[ in die Stube ]
[ ein ]
.
[ Sind Sie krank ]
[ ]
,
[ Miß Eyre ? frug Bessie . ]
[ ]
Welch
[ ]
[ ' ]
ein
[ schreckliches Geschrei ]
[ schrecklicher Lärm ! Es ist mir in alle Glieder gefahren ]
! rief Abbot
[ ; ]
[ . ]
,
[ es ging mir ordentlich durch Mark und Bein ! , Führt ]
[ Laßt ]
mich
[ fort , bringt mich in die Kinderstube ]
[ heraus ]
! schrie ich
[ ohne Unterlaß ]
[ ]
. ,
[ Weswegen ? Haben Sie sich verletzt ]
[ Weshalb ]
? Ist Ihnen etwas
[ zu Gesicht gekommen ]
[ geschehen ]
?
[ frug ]
[ Haben Sie etwas gesehen ? fragte ]
Bessie
[ wieder ]
[ ]
. ,
[ Oh ]
[ O ]
! ich sah ein Licht und
[ ich dachte ]
[ glaubte ]
,
[ ]
[ es würde ]
ein
[ Gespenst werde ]
[ Geist ]
kommen
[ . ? Dabei faßte ich Bessie ' s Hand , welche sie nicht zurückzog ]
[ ]
. , Sie hat absichtlich
[ aufgeschrien ]
[ geschrieen ]
,
[ erklärte ]
[ ' behauptete ]
Abbot
[ ]
[ gehässig ]
,
[ offenbar sehr übel gelaunt . ]
[ ]
,
[ Und was das für ein Lärm war ! Hätte sie große Schmerzen , so könnte man es noch entschuldigen , aber ]
[ ]
sie wollte uns nur
[ Alle auf die Beine bringen ]
[ hierher locken ]
, ich kenne ihre
[ boshaften Streiche nur zu gut ]
[ listigen Ränke ]
. , Was soll das
[ alles bedeuten ]
[ heißen ]
?
[ ließ sich ]
[ fragte ]
eine
[ andere ]
[ gebieterische ]
Stimme
[ in gebieterischem Tone vernehmen ]
[ ]
, und Mistreß Reed kam mit
[ fliegender ]
[ flatternder ]
Haube und
[ flatterndem Gewand ]
[ stürmisch rauschendem Kleide ]
den
[ Gang heraufgerauscht ]
[ Corridor daher ]
. , Abbot
[ ! ]
[ und ]
Bessie
[ ! Habe ich nicht ]
[ , ich meine doch ]
befohlen
[ ]
[ zu haben ]
,
[ Jane soll so lange ]
[ Johanna Eyre solle ]
in
[ der ]
[ dem ]
rothen
[ Stube ]
[ Zimmer ]
bleiben , bis ich sie
[ selbst abhole ? ]
[ selber herauslasse . ]
,
[ Aber ]
[ ]
Miß
[ Jane ]
[ Johanna ]
schrie so laut
[ auf ]
[ ]
,
[ entschuldigte sich ]
[ Madame , ' sagte ]
Bessie
[ ]
[ entschuldigend ]
. ,
[ Lasset ]
[ Laß ]
sie
[ gehen ]
[ nur ]
,
[ ]
[ ' ]
war die Antwort . ,
[ Lass ' ]
[ Laß ]
Bessie ' s Hand los
[ ; ]
[ , Kind , ]
es wird
[ Dir ]
[ dir ]
nicht gelingen ,
[ Dich durch ]
[ auf ]
solche
[ Mittel frei zu machen , das kannst Du mir glauben ]
[ Weise herauszukommen ]
. Ich
[ hasse und verachte Verstellung ]
[ verabscheue die List ]
, besonders bei Kindern
[ , ]
[ ; ]
es ist meine Pflicht ,
[ Dir ]
[ dir ]
zu
[ beweisen ]
[ zeigen ]
, daß
[ Kunstgriffe ]
[ du durch Ränke ]
nicht
[ zum Ziele führen ]
[ deinen Zweck erreichst ]
. Du wirst
[ nunmehr ]
[ jetzt ]
eine Stunde
[ ]
[ hier ]
länger
[ hier ]
[ ]
bleiben
[ ]
[ , ]
und nur unter der Bedingung
[ will ich Dich ]
[ der vollkommenen Unterwürfigkeit werde ich dich ]
dann
[ in Freiheit setzen , daß Du Dich vollkommen unterwürfig zeigst und ganz still verhältst ]
[ befreien ]
. ,
[ Liebe ]
[ O ]
Tante , haben Sie Mitleid !
[ Vergeben ]
[ Verzeihen ]
Sie mir
[ . ]
[ ! ]
Ich
[ halte es nicht aus ]
[ fürchte mich so sehr in diesem Zimmer ]
- -
[ strafen ]
[ bestrafen ]
Sie mich auf eine andere Weise
[ . ]
[ ! ]
Ich
[ bin des Todes ]
[ werde sterben ]
, wenn - -
[ ]
[ ' ]
,
[ Stille , sage ich ]
[ Still ]
!
[ Diese ]
[ ' gebot Mistreß Reed , , diese ]
Heftigkeit ist
[ wirklich anwidernd ]
[ schändliche Verstellung ]
!
[ Wie sie sprach , so fühlte sie auch ]
[ ' So kam es ihr ]
ohne Zweifel
[ ]
[ vor ]
.
[ In ]
[ Ich war in ]
ihren Augen
[ erschien ich als ]
[ ]
eine frühreife Schauspielerin ,
[ als ein Ausbund von bösen ]
[ in deren Charakter sich glühende ]
Leidenschaften
[ , gemeiner Gesinnung und ]
[ mit ]
gefährlicher
[ Doppelzüngigkeit ]
[ Falschheit vereinigten ]
.
[ Nachdem ]
[ Als Bessie und Abbot ]
sich
[ Bessie und Abbot ]
[ ]
zurückgezogen hatten ,
[ warf sich ]
[ schob mich ]
Mistreß Reed ,
[ ungeduldig ]
[ aufgebracht ]
über
[ den erneuerten Ausbruch meiner Furcht ]
[ meine wahnsinnige Angst ]
und
[ über ]
[ ]
mein
[ wildes Gestöhne ]
[ heftiges Schluchzen ]
, ohne
[ alle Umstände ]
[ Weiteres in das Zimmer zurück ]
und
[ ohne ]
[ schloß mich ]
ein
[ Wort zu verlieren in die Stube hinein , die sie nach mir absperrte ]
[ ]
. Ich hörte sie
[ hinwegrauschen und bald nachdem sie abgegangen war ]
[ fortrauschen ]
,
[ muß ]
[ und dann sank ]
ich in
[ eine Art ]
[ ]
Ohnmacht
[ gefallen sein , denn Bewußtlosigkeit schloß diese Scene ]
[ ]
.
[ III ]
[ Drittes Kapitel ]
.
[ Der Umstand , auf den ich mich zunächst erinnere , war mein Erwachen ]
[ Als ich wieder erwachte ]
,
[ nachdem , wie ]
[ geschah ]
es
[ ]
[ mit einem Gefühl , als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt , und ich sah vor ]
mir
[ vorkam , lange Zeit der Alp auf mir lag und ein rother ]
[ einen schrecklichen rothen ]
Schein
[ hinter einem dicken ]
[ ]
,
[ dunklen Gitter meine Augen geblendet hatte ]
[ der von starken schwarzen Stangen durchkreuzt war ]
. Ich hörte
[ ]
[ auch ]
Stimmen ,
[ deren ]
[ die in hohlem ]
Ton
[ mir ungewöhnlich hohl klang ]
[ sprachen ]
, als
[ hätte ihnen das ]
[ würden sie von dem ]
Rauschen des Windes
[ ]
[ erstickt . Die Ungewißheit ]
und
[ ]
[ die vorherrschende Empfindung ]
des
[ Wassers ihren Klang benommen . Aufregung , Unsicherheit und ein alles beherrschendes Gefühl der Angst verwirrte mir die Sinne ]
[ Schreckens verwirrten meinen Geist ]
.
[ Später ]
[ Bald ]
wurde ich gewahr , daß
[ sich jemand mit mir beschäftigte , ]
[ mich Jemand anfaßte und ]
mich in
[ die Höhe ]
[ sitzende Stellung ]
hob
[ und zum Sitzen brachte ]
[ ]
, und zwar
[ in weit zarterer Weise ]
[ sanfter ]
, als man
[ dies ]
[ mich ]
je
[ mit mir gethan ]
[ vorher aufgerichtet oder unterstützt hatte ]
.
[ Ich legte meinen ]
[ Mein ]
Kopf
[ bald ]
[ lag ]
auf
[ ein ]
[ einem ]
Kissen
[ , bald ]
[ oder ]
auf
[ einen Arm ]
[ einem Arme ]
und
[ fühlte mich wohl ]
[ ruhte weich ]
.
[ Beiläufig fünf ]
[ Nach wenigen ]
Minuten
[ nachher lösten sich die Fesseln der Bewußtlosigkeit ; ich erkannte ]
[ verschwand die Wolke der Verwirrung , ich wußte ]
, daß ich in meinem Bette lag und
[ ]
[ daß ]
der rothe
[ Glanz ]
[ Schein ]
von dem
[ Caminfeuer ]
[ Feuer des Kamins in ]
der Kinderstube herrührte . Es war Nacht ,
[ eine Kerze ]
[ ein Licht ]
brannte auf dem Tische
[ ; ]
[ . ]
Bessie stand
[ ]
[ , ein Becken in der Hand , ]
am
[ Fuße ]
[ Fußende ]
des Bettes
[ , ein Becken in der Hand , und ]
[ ; ]
ein Herr
[ , in ]
[ saß auf ]
einem
[ Armstuhle nächst ]
[ Stuhle neben ]
meinem Kopfkissen
[ Sitzend , beugte ]
[ und neigte ]
sich über mich .
[ Ein unaussprechliches Wohlsein ]
[ Ich empfand eine unaussprechliche Erleichterung ]
,
[ die beruhigende ]
[ eine besänftigende ]
Ueberzeugung
[ von Schutz ]
[ des Schutzes ]
und
[ ]
[ der ]
Sicherheit
[ bemächtigten sich meiner ]
[ ]
, als ich
[ einen Fremden an meiner Seite sah ]
[ wußte , daß ein Fremder im Zimmer war ]
, eine Person , die nicht
[ nach Gatesheadhall ]
[ zu Gateshead ]
gehörte und
[ zur Familie ]
[ nicht mit Mistreß ]
Reed
[ in keiner Beziehung stand ]
[ verwandt war ]
.
[ Meine Blicke ]
[ Mich ]
von Bessie
[ ]
[ abwendend ]
,
[ deren ]
[ obgleich ihre ]
Gegenwart mir
[ indessen lieber ]
[ viel weniger lästig ]
war , als
[ diejenige ]
[ es die der Miß ]
Abbot
[ ' s ]
[ gewesen sein würde ]
,
[ abwendend , sah ]
[ beobachtete ]
ich
[ mir den ]
[ das Gesicht des ]
Herrn
[ genauer an ]
[ ]
. Ich kannte ihn ; es war
[ Mister ]
[ Herr ]
Lloyd , ein Apotheker
[ ]
[ und Wundarzt ]
,
[ den ]
[ der zuweilen von ]
Mistreß Reed
[ zeitweilig holen ließ ]
[ gerufen wurde ]
, wenn
[ den Dienstboten etwas zustieß ; für sich ]
[ ihre Diener krank waren , wogegen sie ]
und ihre Kinder
[ nahm sie ]
[ ]
einen
[ ordentlichen ]
[ ]
Arzt
[ ]
[ gebrauchten ]
. , Nun , wer bin ich
[ denn ]
[ ]
? fragte er
[ mich ]
[ ]
. Ich nannte seinen Namen und reichte ihm
[ ]
[ zugleich ]
meine Hand . Er nahm sie
[ in die seinige ]
[ , lächelte ]
und sagte
[ freundlich lächelnd ]
[ ]
:
[ ]
[ , ]
Es wird
[ ]
[ schon ]
nach und nach
[ schon ]
[ ]
besser
[ ]
[ mit uns ]
werden . Dann legte er mich
[ zurecht ]
[ nieder ]
und trug Bessie auf ,
[ Acht ]
[ dafür ]
zu
[ geben ]
[ sorgen ]
,
[ damit ]
[ daß ]
ich
[ in ]
[ während ]
der Nacht nicht gestört
[ würde ]
[ werde ]
. Nachdem er noch einige weitere
[ Verhaltungsvorschriften angegeben und versprochen hatte ]
[ Anordnungen gegeben ]
,
[ ]
[ sagte er , er werde ]
am nächsten
[ Morgen wiederzukommen ]
[ Tage wiederkommen ]
,
[ empfahl er ]
[ und entfernte ]
sich
[ ]
[ zu meinem Kummer ]
.
[ Mit inniger Trauer sah ich ihn sich entfernen ; ich fühlte mich so ]
[ Ich hatte mich beschützt und ]
sicher
[ und so heimlich ]
[ gefühlt ]
, während er
[ an ]
[ auf dem Stuhle neben ]
meinem Bette
[ saß , und ]
[ gesessen ; ]
als er die Thür hinter sich
[ zuzog ]
[ zumachte ]
,
[ schien sich die Stube zu verfinstern ]
[ sank mein Muth ]
,
[ ]
[ und eine unaussprechliche Traurigkeit beschlich ]
mein Herz
[ stand still und tiefe Betrübniß erfüllte meine Seele ]
[ ]
. ,
[ Glauben ]
[ Meinen ]
Sie
[ wohl ]
[ ]
, daß Sie schlafen
[ können ]
[ könnten ]
, Miß ?
[ frug ]
[ fragte ]
Bessie
[ ungewöhnlich ]
[ ziemlich ]
sanft .
[ Ich ]
[ Kaum ]
wagte
[ es kaum ]
[ ich ]
zu antworten
[ ; ich fürchtete ]
[ ]
,
[ ihre nächste Ansprache müßte ]
[ denn ihr nächstes Wort konnte ]
rauh
[ ausfallen ]
[ sein ]
. , Ich will
[ sehen ]
[ es versuchen ]
, sagte ich . ,
[ Wollen ]
[ Möchten ]
Sie
[ ]
[ vielleicht ]
trinken
[ , ]
[ ]
oder
[ vielleicht ]
[ ]
etwas essen ? , Nein ,
[ liebe ]
[ ich danke Ihnen , ]
Bessie
[ , ich danke ]
[ ]
. , Dann
[ ]
[ , denke ich , ]
will ich zu Bette gehen , denn es ist
[ Mitternacht vorüber . ]
[ schon über zwölf ; aber ]
Sie
[ mögen ]
[ können ]
mich
[ indessen nur ]
[ ]
rufen , wenn Sie in der Nacht etwas
[ wünschen ]
[ bedürfen ]
.
[ Eine ]
[ ' Das war eine ]
wunderbare
[ Freundlichkeit , das ]
[ Höflichkeit ]
!
[ Ich faßte Muth ]
[ Sie machte mich so kühn ]
, eine Frage zu
[ stellen ]
[ thun ]
. ,
[ Was ]
[ Bessie , was ]
ist
[ ]
[ mit mir geschehen ? , Ich vermuthe , Sie wurden im rothen Zimmer vom vielen Schreien ohnmächtig . Es wird ihnen bald besser sein . Bessie ging in das Zimmer des Hausmädchens , welches an die Kinderstube stieß , und ich hörte sie sagen : , Sara , komm ' und schlafe mit mir in der Kinderstube ; ich möchte um ]
' s
[ denn eigentlich mit mir , Bessie ? Bin ich krank ? , Es wurde Ihnen in der rothen Stube übel vor lauter Schreien und Weinen , denke ich . Es wird ohne Zweifel bald wieder gut werden . Bessie begab sich fortan in ]
[ Leben nicht ]
die
[ Dienstmädchenstube . Ich hörte sie mit einem der Mädchen sprechen . , Sarah , komm ' , schlaf mit mir in der Kinderstube ; ich möchte heut ' ]
[ ]
Nacht
[ um alles in der Welt nicht ]
[ ]
mit dem armen Kinde allein
[ bleiben ]
[ sein ; sie könnte sterben ]
. Es
[ könnte am Ende sterben ]
[ ist ein seltsamer Vorfall , diese Ohnmacht , es soll mich wundern , ob sie wohl etwas gesehen hat ]
;
[ denn der Anfall , den Sie hatte , ]
[ Missis ]
war
[ sonderbar . Sie muß irgend ein Gesicht gehabt haben und die gnädige Frau verfuhr auch viel ]
[ doch ]
zu hart
[ mit ihr ]
[ gegen sie ]
.
[ ]
[ ' Sara und ]
Bessie
[ kam in Sarah ' s Begleitung zurück ; die beiden Mädchen ]
[ ]
legten sich
[ nieder ]
[ zu Bette ]
und flüsterten noch
[ fast ]
[ ]
eine halbe Stunde
[ miteinander ]
[ zusammen ]
,
[ bevor ]
[ ehe ]
sie einschliefen . Ich
[ faßte bloß Bruchstücke ]
[ vernahm einige abgerissene Worte von ]
ihrer
[ Unterredung auf , die indessen hinlängliches Licht über den Hauptgegenstand verbreiteten ]
[ Unterhaltung ]
. ,
[ Irgend ein Gespenst erschien ]
[ Es ist ]
ihr
[ ]
[ etwas erschienen ]
, ganz weiß gekleidet , und
[ verschwand ]
[ ]
dann
[ wieder . . . ]
[ verschwunden - - ]
ein
[ ]
[ großer , ]
schwarzer Hund
[ lief hinterher ]
[ hinter ihm ]
- -
[ es pochte dreimal ]
[ drei starke Schläge ]
an die
[ Stubenthür ]
[ Kammerthür ]
- -
[ am Kirchhof zeigte sich ]
[ ]
ein Licht
[ ]
[ auf dem Kirchhofe gerade ]
über seinem Grabe
[ ]
[ u . s . w . ' Endlich schliefen Beide , das Feuer und das Licht gingen aus . Ich brachte die lange Nacht in schrecklichem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren gleich geschärft durch die Furcht ]
- -
[ und so weiter . Endlich waren ]
[ solche Furcht , wie ]
sie
[ eingeschlafen ; das Feuer ging aus , die Kerze verlosch . Ich selbst brachte die Stunden der Nacht in träumerischem Halbschlummer zu , Ohren , Augen und Geist gleich sehr von Furcht gespannt , jener Furcht , deren ]
[ ]
nur Kinder
[ empfänglich sind ]
[ empfinden können ]
.
[ Der Unfall im rothen Zimmer zog keine heftige und langwierige körperliche Krankheit nach sich , aber meine Nerven erlitten eine Erschütterung , deren Nachhalt ich noch bis auf den heutigen Tag verspüre . Ja , Mistreß Reed , Sie allein haben die Qualen meines geistigen Siechthums zu verantworten ; aber ich vergebe Ihnen , denn Sie wußten nicht , was Sie thaten ; indem Sie mir das Herz aus dem Leibe rissen , dachten Sie bloß meine bösen Neigungen mit der Wurzel auszurotten . ]
[ ]