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[ 1 . Kapitel . Im Hause der Tante zu Gateshead ] [ Des es schlechten Wetters wegen ] - [ Hall . Der kalte Winterwind hatte so düstere Wolken und einen so durchdringenden Regen mit sich gebracht , daß ] [ denn ] es [ unmöglich ] [ ] war [ ] [ kalt ] , [ ] [ windig und regnerisch - - mußte ] an diesem Tage [ ] [ der übliche Spaziergang unterbleiben ; ich freute mich darüber , war es doch draußen schon recht herbstlich . Da man mich nicht so warm und sorglich kleidete , wie die Kinder des Hauses , so fror mich leicht , und wenn ich dann über die Kälte klagte , schalt man mich zimperlich . Frau Reed war mit ihren Kindern Hans , Elisa und Georgina , im Salon ; mich hatte sie hinausgeschickt , mit dem Bemerken , ich sei unwürdig , die gleichen Vorrechte zu genießen , die nur zufriedenen , glücklichen Kindern zukämen . Ich sollte mich erst eines freundlicheren , offenherzigeren , geselligeren Wesens befleißigen . Je nun , ich war nicht böse darüber , daß ich allein sein sollte . Ich fühlte mich ja doch nicht wohl in der Gesellschaft dieser Menschen , die mich immer von oben herab behandelten und von denen besonders der etwa 14 Jahre alte Hans mir verhaßt war . So schlüpfte ich denn in das Frühstückszimmer . Ein großer Bücherschrank stand darin , und ich hatte nicht lange zu suchen , um ] einen [ Spaziergang ] [ Band ] zu [ machen . Eliza ] [ finden ] , [ John und Georgina hatten sich im Wohnzimmer um ihre Mama geschart ] [ mit dem ich mir die Langeweile gut vertreiben konnte . Leider blieb ich nicht lange ungestört . Ich wurde in der Betrachtung der schönen , bunten Bilder plötzlich durch den Ruf unterbrochen ] : [ diese lag auf einem Sofa in der Nähe des Kamins und umgeben von ihren Lieblingen ] [ ] , [ die zufälligerweise in diesem Augenblick weder weinten noch sich zankten , sah ] [ Wo steckt ] sie [ vollkommen glücklich aus . ] [ denn , die Traumsuse ? ] Ich [ durfte mich nicht daran beteiligen , indem sie sagte , daß sie mir erst verzeihen würde , wenn ich mich ernstlich bestrebte , mir ein kindlicheres , offenherzigeres , natürlicheres Benehmen anzueignen , wie es zufriedenen Kindern gezieme . , Was habe ich getan ? fragte ich . , Jane , ich liebe weder Spitzfindigkeiten noch Fragen ; es ist mir widerlich , wenn ein Kind sich gegen ältere Leute in dieser Weise benimmt . Setze dich irgendwo hin und schweig , bis du freundlicher reden kannst . Ein kleines Frühstückszimmer stieß an das Wohnzimmer ; ich schlüpfte hinein . Hier stand ein Bücherschrank . Bald hatte ich mich eines großen Bandes bemächtigt , nachdem ich mich zuerst vorsichtig vergewissert hatte , daß Bilder darin waren . Ich stieg auf die Fensterbank , zog die Füße nach und kreuzte die Beine wie ein Türke ; dann zog ich die dunkelroten MoireeVorhänge fest zusammen und saß so in einer doppelten Verborgenheit . Ihr fürchtete nichts als eine Störung - und diese kam nur zu bald . Die Tür zum Frühstückszimmer öffnete sich . , Heda , Träumerin ! r rief John Reed ; dann hielt er inne ; offenbar ] [ erschrak , denn ich erkannte Hans Reeds Stimme . Offenbar ] war er [ erstaunt ] [ sehr verwundert ] , [ das ] [ mich nicht im ] Zimmer [ leer ] [ ] zu finden . [ , Wo zum Teufel ist sie denn ? ' fuhr er fort ] [ Ich hatte mich in die Fensternische gesetzt und den Vorhang vor mir zugezogen . ] , [ ] [ Lise ] , [ Lizzy ! Georgy ] [ Georgina ] ! ' rief [ er seinen Schwestern zu ] [ Hans weiter . ] , [ , Jane ] [ Johanna ] ist nicht hier . Sagt doch [ ] [ der ] Mama , [ ] [ das Scheusal sei in den Regen hinausgelaufen . , Gott bewahre , ' ' antwortete Elisa , die ein wenig aufgeweckter war , als der sowohl geistig wie körperlich schwerfällige Hans . , Sie sitzt gewiß wieder in der Nische . Guck nur nach , Hans . Nun trat ich von selbst heraus , wußte ich doch , ] daß [ sie in den Negen hinausgelaufen ist - das böse Tier ! , Wie gut , daß ich den Vorhang zusammengezogen habe , dachte ich ; und dann wünschte ich inbrünstig , daß er mein Versteck nicht entdecken möge ; er ] [ Hans mich im nächsten Augenblick gewaltsam hervorzerren ] würde [ es auch niemals entdeckt haben ; er war langsam ] [ . ] , [ sowohl von Begriffen wie in seinem Beobachtungsvermögen ; aber Eliza steckte den Kopf zur Tür hinein und ] [ Ja , hier bin ich , ' ] sagte [ sofort : E I ] [ ich , , was wünscht ihr ] ? [ . - » daß der erwähnte Jack mich hervorziehen würde . ] [ ] , [ Da bin ich , was wünschest du ? ' fragte ich mit Mißtrauen . , Es heißt ] [ Sage gefälligst ] : Was wünschen Sie , [ Mr . ] [ Herr ] Reed , [ ] [ antwortete er . , Gleich kommst du hierher , verstehst du ] ? [ lautete seine Antwort . John ] [ Hans ] Reed war [ ein Schuljunge von vierzehn Jahren ; ] [ ] vier Jahre älter als ich , denn ich [ war ] [ zählte ] erst zehn [ Jahre alt ] [ ] ; [ ] [ er war ] groß und stark für sein Alter , [ mit einer ungesunden Gesichtsfarbe ] [ sah aber nicht gesund , sondern vielmehr aufgedunsen aus . Mit seiner vierschrötigen Gestalt , seiner unklaren Hautfarbe , seinem groben Gesicht und seinen großen Füßen und Händen sah er auch wirklich nichts weniger als sympathisch aus . Er aß bei Tische gewöhnlich so viel , daß er schlechte Laune bekam . Eigentlich hätte er jet auf der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn auf ein paar Wochen nach Hause genommen , seiner zarten Gesundheit wegen . Der Direktor versicherte allerdings , man brauche ihm nur weniger Leckereien in die Pension « zu schicken , so würde er schon gesünder werden . Das fand die Mutter brutal . Nach ihrer Meinung rührte das schlechte Aussehen ihres Lieblings nur von Ueberanstrengung und vielleicht auch von Heimweh her . Hans durfte sich daheim alles erlauben ] ; [ große Züge in einem breiten Gesicht , plumpe Gliedmaßen und große Hände und Füße ] [ nie hatte die Mutter ein hartes Wort , einen Tadel oder gar eine Strafe für ihn ] . [ Er quälte und schlug mich ; nicht etwa dann und wann , sondern fortwährend ] [ Ich besonders war die Zielscheibe seiner Unart , ] und [ unaufhörlich ; ] [ ] jeder Nerv in mir [ fürchtete ihn ] [ zuckte vor Furcht ] , wenn er in meine Nähe kam . [ Es gab Augenblicke , wo der Schrecken , den er mir einflößte , mich ganz verwirrt machte ] [ Schutz vor ihm fand ich nirgend ] ; denn [ ich fand niemand ] [ die Dienerschaft wagte es nicht ] , [ der mich ] [ ] gegen [ seine Drohungen ] [ ihn aufzutreten , ] und [ Tätlichkeiten verteidigte ] [ Frau Reed war in diesem Punkte taub und blind , selbst wenn er mich - was oft geschah - in ihrer Gegenwart beschimpfte oder schlug ] . [ Aus Gewohnheit ] [ Auch diesmal ] gehorchte ich [ John auch dieses Mal ] [ ihm ] und [ näherte mich seinem Stuhl : ungefähr drei Minuten streckte ] [ trat näher ; als ich weit genug bei ihm war , hieb ] er [ mir seine Zunge so weit entgegen , wie er es ermöglichen konnte ; ich wußte , daß er mich jetzt gleich schlagen würde , und obgleich ich den Schlag fürchtete , vermochte ich doch über das häßliche Gesicht des Burschen meine Betrachtungen anzustellen . Ich weiß nicht , ob er diese Gedanken ] [ plötzlich ] auf [ meinem Gesichte las , denn plötzlich , ohne ] [ mich ] ein [ Wort zu sagen , schlug er heftig auf mich los . Ich taumelte ; dann gewann ich das Gleichgewicht wieder und trat einige Schritte von seinem Stuhl zurück ] [ ] . , Das ist für die [ Frechheit ] [ freche Antwort ] , [ mit der ] [ die ] du vor einer [ Weile ] [ halben Stunde meiner ] Mama [ eine Antwort ] [ ] gegeben hast , [ ' ' sagte ] [ rief ] er [ , , und dafür , daß du dich hinter den Vorhang verkriechst und für den Blick , den ich vor zwei Minuten in deinen Augen gewahrte , du Ratte , du ! ' ' An Johns Beschimpfungen gewöhnt , fiel es mir niemals ein , irgend etwas auf dieselben zu erwidern ; ich dachte nur daran , wie ich den Schlag aushalten sollte , der unfehlbar auf die Schmähung folgen würde ] [ ] . , Was hast du da [ hinter dem Vorhang gemacht ] [ für ein Buch ] ? [ ' fragte er weiter . , Ich habe gelesen . Zeige ] [ Er entriß es ] mir [ das Buch . Ich ging an das Fenster zurück ] [ ] und [ holte es . ] [ fuhr fort : ] , [ Du hast keine Erlaubnis , unsere ] [ Wer hat dir denn erlaubt , meine ] Bücher zu [ nehmen ; ] [ benützen ? Denn sie sind mein . Alles hier ist mein , oder wird es wenigstens bald sein . Dir gehört gar nichts , Mama sagt es immer . Geld hast ] du [ bist eine Untergebene , hat Mama gesagt ; du hast kein Geld ; ] [ keins , ] dein Vater hat dir [ ] [ doch ] nichts hinterlassen [ ; eigentlich ] [ , und von Rechts wegen ] solltest du betteln [ und ] [ gehen , statt ] hier [ nicht ] [ ] mit [ vornehmen ] [ den ] Kindern [ ] [ eines Gentleman zusammenzuleben ] , [ wie wir es sind , zusammen leben und dieselben Mahlzeiten ] [ am gleichen Tische zu ] essen [ wie wir ] [ ] und [ ] [ die ] Kleider [ ] [ zu ] tragen , die [ ] [ dir meine ] Mama [ bezahlen ] [ kaufen ] muß . [ Nun , ich will ] [ Marsch ! stell ] dich [ lehren , zwischen meinen Büchern umherzustöbern , denn sie gehören mir , und das ganze Haus gehört mir oder wird mir wenigstens in einigen Jahren gehören . Geh ' und stell ' dich ] [ dort ] an die Tür ! [ r ] [ ] Ich [ gehorchte , da ich keine Ahnung von seiner Absicht hatte ; als ich aber gewahrte , daß er ] [ tat es . Er hob ] das Buch [ emporhob ] [ ] und [ mit demselben ] [ ] zielte [ , sprang ich unwillkürlich zur Seite und stieß einen Schreckensschrei ] [ nach mir . Ich wich nicht rasch genug ] aus [ , jedoch nicht früh genug ; das Buch traf mich , ] [ ] und [ ich fiel mit dem ] [ wurde so heftig an den ] Kopf [ gegen die Tür und verletzte mich . Die ] [ getroffen , daß ich , eine blutende ] Wunde [ blutete , der ] [ bekam und vor ] Schmerz [ war heftig ] [ laut aufschrie ] . , [ Böser , ] [ Du ] grausamer [ Bube ] [ Bengel ] ! [ r schrie ] [ rief ] ich [ . , Du bist wie ein Mörder - - du bist wie ein Sklaventreiber - du bist wie die römischen Kaiser ! ’ Ich hatte Goldsmiths Geschichte Roms gelesen und mir meine eigene Ansicht über Nero , Caligula und andere gebildet . Im stillen hatte ich Vergleiche angestellt , welche laut zu äußern , ich mir allerdings niemals vorgenommen hatte ] [ ] . , Was [ ! Was ! ] [ ? ] schrie er [ ] [ nun ] . , [ Hat sie das zu mir gesagt ? ] [ ] Habt ihr [ es ] [ das ] gehört , [ Eliza ] [ Elisa ] und Georgina ? Das [ werde ] [ sagt sie zu mir ? Das will ] ich [ ] [ gleich ] der Mama erzählen [ ] [ . Erst aber noch Er packte mich beim Haar , doch nun wehrte ich mich verzweifelt . Während er auf mich einschlug , arbeitete auch ich blindlings mit den Fäusten . Frau Reed eilte herbei , Bessie , das Hausmädchen , und Abbot , die Kammerzofe , folgten ihr . Sie rissen uns auseinander , und ich hörte nur noch die Worte : , So eine Furie ! So eine Giftblase ] ! - [ Aber zuvor - - Er rannte auf mich zu ; ich fühlte , wie er mein Haar und meine Schulter faßte ; er kämpfte mit einer Verzweifelten . Ich sah wirklich in ihm einen Tyrannen , - einen Mörder . Ich fühlte dann , wie Blutstropfen von meinem Kopfe auf den Hals herabträufelten und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Gefühle siegten für den Augenblick über die Furcht , und ich trat ihm in wahnsinniger Wut entgegen . Was ich mit meinen Händen tat , kann ich jet nicht mehr sagen , aber er schrie fortwährend laut : , Ratte , Ratte ! Bald kam ihn Hilfe . Mrs . Reed erschien auf der Szene , und ihr folgten die Wärterin Bessie und ihr Kammermädchen Abbot . Man trennte uns ; dann vernahm ich die Worte : , Um des Himmels willen ! Welch eine Furie , so auf Mr . John loszustürzen ! ' ' , Hat man jemals ein so wütendes Geschöpf gesehen ! ? ] [ ] Dann [ fügte Mrs . ] [ setzte Frau ] Reed hinzu : , [ Führt ] [ Bringt ] sie in das rote Zimmer und schließt sie dort ein . [ ' ? ] [ - ] Vier Hände [ ergriffen mich , und ich wurde ] [ packten mich und schleppten mich ] die Treppe [ hinaufgetragen ] [ hinauf ] . [ 2 ] [ Unterwegs wehrte ich mich mit allen Kräften ] . [ Kapitel Meine Hausgenossen . Auf dem ganzen Wege leistete ich ] [ Das hatte ich bisher noch nie getan ; stets hatte ich schweigsam und geduldig alles hingenommen . Mein ] Widerstand [ ; dies war etwas Neues bei mir und ein Umstand , der Bessie und Miß Abbot ] [ bestärkte nun die beiden Mädchen ] in der schlechten Meinung [ bestärkte ] [ ] , [ welche diese ] [ die sie ] ohnehin [ schon ] [ ] von mir hegten . [ Tatsache ist ] [ - - ] , [ daß ich vollständig außer mir war . Ich wuffe sehr wohl , daß die Empörung dieses einen Augenblicks mir schon schwere Strafen zugezogen haben mußte , und wie viele rebellische Sklaven war ich fest entschlossen , bis zum Äußersten zu gehen . , Halten Sie ihre Arme , Miß Abbot ; sie ist wie ] [ Wie ] eine wilde [ Kate . ] [ Katze ] , [ Schämen Sie sich ! Schämen Sie sich ! r ] [ ' sagte Bessie . - , Schäme dich ? ] rief [ das Kammermädchen ] [ Abbot ] . , [ Welch ein abscheuliches Betragen , Miß Eyre , ] [ Schlägt ] den [ jungen Herrn zu schlagen ! Den ] [ ] Sohn [ Ihrer ] [ ihrer ] Wohltäterin ! [ Ihren Herrn ] [ O pfui ] ! [ , Herr ! Wie , ist er mein Herr ? Bin ich denn eine Dienerin ? , Nein . ] [ - ] Sie [ sind weniger als eine Dienerin , denn Sie tun nichts , Sie arbeiten nicht für Ihren Unterhalt . Da ! Setzen Sie sich und denken Sie über Ihre Bosheit nach ! Unterdessen hatten sie mich in das von Mrs . Reed bezeichnete Gemach gebracht und ] [ drückten ] mich auf einen Stuhl [ geworfen ; wie eine Sprungfeder wollte ] [ nieder , doch ] ich [ ] [ sprang sofort ] wieder [ ] [ auf . Da hielten sie mich ] von [ demselben emporschnellen ; vter Hände hielten mich jedoch augenblicklich wie mit eisernen Klammern ] [ neuem ] fest . [ ] [ - - ] , Wenn [ Sie ] [ du ] nicht [ stillsitzen ] [ still sitzest ] , [ werden wir Sie anbinden ] [ wirst du angebunden ] , [ ? ] [ ' ] sagte Bessie [ ] [ und löste auch schon ihre Strumpfbänder ] . , [ Miß Abbot ] [ Nein ] , [ leihen ] [ lassen ] Sie [ mir Ihre Strumpfbänder ; denn die meinen würde sie bald zerreißen . ] [ ! ] ' [ Diese Vorbereitungen zu meiner Fesselung und die neue Schande minderten meine Aufregung ein wenig . , Machen Sie sich keine Mühe ] [ bat ich nun erschrocken . ] , [ r schrie ich , , ich werde ] [ Ich will auch ] ganz [ stillsitzen ] [ still und artig sein ] . [ Zum Beweise hielt ich mich mit beiden Händen an meinem Sitz fest . ] [ , Das rat ich dir auch ] , [ Rühren Sie sich ja nicht , . ] [ ] sagte Bessie [ ; ] [ , ] und als sie [ sich überzeugt hatte ] [ sah ] , daß ich wirklich [ anfing , mich zu beruhigen ] [ ruhiger wurde ] , ließ sie mich [ ] [ denn auch ] los [ ; dann ] [ . Dann ] stellten [ sie ] [ sich die beiden Mädchen vor mich hin ] und [ Miß ] [ musterten mich mit finsterer Miene . , Das ist ja was ganz Neues von ihr , meinte ] Abbot [ sich mit gekreuzten Armen vor mich und blickten mich finster an , als zweifelten sie an meinem gesunden Verstande ] [ ] . , [ Das hat sie bis jetzt noch niemals getan ' , sagte endlich Bessie zur Abigail gewendet . , Aber es hat ] [ Es steckt aber ] schon lange in ihr [ gelegen ] [ ] , ' ' [ war die Antwort ] [ antwortete Bessie ] . , Ich [ habe ] [ hab ' s ] der gnädigen Frau schon oft [ meine Meinung über das Kind ] [ ] gesagt , [ und sie denkt ebenso . Sie ] [ die Hanne ] ist [ ] [ ein ganz verstocktes , giftiges Ding und furchtbar durchtrieben ] für ihr Alter [ ein verstocktes und verschlossenes Ding ] [ ] . [ Bessie antwortete nicht ; nach einer Weile ] [ Dann ] wandte sie sich [ ] [ an mich und setzte hinzu : , Nun denke mal ein bißchen darüber nach , daß es dir nicht zukommt , dich mit dem jungen Herrn und dem gnädigen Fräulein auf eine Stufe ] zu [ mir und sagte : ] [ stellen ] , [ Fräulein , Sie sollten doch bedenken , daß Sie Mrs . Reed verpflichtet sind , sie erhält Sie . Wenn sie Sie fortjagte , so müßten Sie ] [ und du ] ins Armenhaus [ gehen . Auf diese Worte fand ich nichts zu erwidern ; ] [ wandern müßtest , wenn Frau Reed sich nicht deiner annähme . Wenn du noch länger so schlecht und undankbar bist , wird dich Frau Reed eines schönen Tages fortschicken . Sei also demütig und bescheiden und mache dich nützlich und angenehm . , Und bete vor allem , fügte Abbot bei , , daß dir deine Unart verziehen werde , sonst kommt am Ende ein Gespenst zum Kamin herunter und holt dich . Nach diesen Worten gingen ] sie [ waren mir nicht mehr neu . Dieser Vorwurf meiner Abhängigkeit war in meinen Ohren fast zum leeren Singsang geworden . Nun fiel auch Miß Abbot ein : , Und Sie sollten auch nicht denken , daß Sie den Damen Reed und Mr . Reed ebenbürtig sind , weil Mrs . Reed Ihnen gütig erlaubt , mit ihren Kindern erzogen zu werden . Diese werden einmal sehr reich werden , und Sie sind arm . Sie müssen bescheiden sein und versuchen , sich bei ihnen beliebt zu machen . ' , Was wir Ihnen sagen , ist nur zu Ihren Besten , ? fügte Bessie hinzu , , Sie sollten versuchen , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden Sie hier vielleicht eine Heimat finden ; wenn Sie aber heftig und ungezogen werden , so wird Mrs . Reed Sie zweifellos fortschicken . , Außerdem , ' sagte Miß Abbot , , wird Gott Sie strafen . Er könnte Sie in Ihrem Zorn tot zu Boden fallen lassen , und wohin kämen Sie dann ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen ; um nichts in der Welt möchte ich ihr Herz haben . Sagen Sie Ihr Gebet , Miß Eyre , wenn Sie allein sind ; denn wenn Sie nicht bereuen , könnte etwas durch den Kamin herunterkommen und Sie mitnehmen . ' ' Sie gingen ] [ ] und schlossen die Tür [ hinter sich ] [ ] zu . Das rote Zimmer [ war ein Gemach ] [ ] , in dem [ ] [ ich mich befand , wurde ] nur [ selten jemand schlief . Und doch ] [ benutzt , wenn Gäste in Gateshead - Hall weilten ; dennoch ] war es eins der schönsten [ und prächtigsten Gemächer in Gateshead ] [ im Herrenhause . Die Mitte nahm ein großes Mahagoni ] - [ Hall . Im Mittelpunkt stand ] [ Bett ] ein [ Bett von Mahagoni ] [ ] , [ ] [ das ] mit [ ] [ roten ] Vorhängen [ von dunkelrotem Damast behängt ] [ versehen war ] ; [ die beiden großen Fenster wurden durch Draperien von demselben ] [ vom selben ] Stoffe [ halbverhüllt ; ] [ waren auch die Rouleaus an den Fenstern , die Tapeten und ] der Teppich [ ] [ . Die Möbel waren alle aus dunkelpoliertem Mahagoni . In dem düstern Ton , den diese Gegenstände verbreiteten , stachen nur die schneeweiße Decke , die über das Bett gebreitet ] war [ rot ; ] [ , und das ebenfalls weiße Polster eines großen Lehnstuhls hervor , ] der [ Tisch am Fußende des Bettes war mit einer roten Decke belegt ; die Wände waren mit einem Stoffe behängt , der auf lichtbraunem Grunde ein zartes rosa Muster trug ; der Kleiderschrank , der Toilettetisch , die Stühle waren aus dunklem , poliertem Mahagoni angefertigt . Aus diesen düsteren Schatten erhoben sich weiß und glänzend die Kopfkissen . unheimlich stach ein ebenfalls weißer Lehnstuhl hervor . Damals erschien er ] [ ] mir [ ] [ damals ] wie ein geisterhafter Thron [ ] [ erschien ] . [ Das ] [ Es war still hier oben , denn das Zimmer lag abseits von der Küche und den bewohnten Räumen . Mir wurde bald recht unheimlich zumute , indem ich daran dachte , wie selten diese Stube betreten wurde . Nur alle Sonnabend stieg Bessie herauf , um Staub zu wischen ; und hin und wieder weilte Frau Reed hier , um den Inhalt einer gewissen Schatulle zu prüfen , die ihre Papiere und Urkunden , ihren Schmuck und ein Bildnis ihres verstorbenen Gatten enthielt Denn in diesem ] Zimmer war [ eisigkalt , weil nur selten ein Feuer in demselben angezündet wurde ; es war still , weil es weit von der Kinderstube und den Küchen entfernt lag ; unheimlich , weil niemals jemand dasselbe betrat . Mr . ] [ Herr ] Reed [ war seit neun Jahren tot ; in diesem Gemache hatte er seinen letzten Atemzug getan ; hier lag er aufgebahrt ; von hier hatten die Leichenträger ihn hinausgetragen - und seit jenem Tage wurde dieser Raum ängstlich gemieden . Auch mich ergriff bald die Angst in diesem unheimlichen Aufenthaltsorte . Ich stand auf ] [ ] , [ um nachzusehen , ob die Tür zu öffnen sei . Ach ! Keine Kerkertür konnte sicherer verschlossen sein ! Als ich wieder zurückging , mußte ich an dem Spiegel vorüber . In ihm sah alles noch kühler und hohler und düsterer aus als in Wirklichkeit , und die wunderliche , kleine Gestalt , die mir aus ihm entgegenblickte , mit blassem Gesicht und Armen , die scharf aus der Dunkelheit hervorleuchteten , sah aus , wie ein wirkliches Gespenst ; ich dachte an einen jener Kobolde , wie sie in Bessies Dämmerstunden - Geschichten aus wilden Schluchten und düsteren Mooren hervorkamen . Ich kehrte auf meinen Sit zurück . Mein Kopf schmerzte noch und blutete nach dem erhaltenen Schlage und dem Falle , welchen ich getan hatte ; niemand hatte John einen Verweis erteilt , weil er mich grundlos geschlagen ; aber weil ich mich gegen ihn aufgelehnt hatte , hatten alle mich mit den lautesten Schmähungen überschüttet . Wie erregt war ] [ ] mein [ Gemüt ] [ Onkel ] , [ wie furchtbar empört mein Herz ! Ich hatte keine Antwort auf die unaufhörlich wiederkehrende Frage , weshalb ich so viel leiden mußte ] [ gestorben ] . [ Jeht nach Verlauf von vielen Jahren ist mir alles klar . Ich war in GatesheadHall ein Stein des Anstoßes . Sie liebten mich nicht , und in der Tat , ich liebte sie ebensowenig . Es war auch nicht ihre Pflicht , mit Liebe auf ein Wesen zu blicken , welches mit niemand sympathisieren konnte ; ein nutzloses Wesen , welches ihrem Interesse nicht dienen , zu ihrem Vergnügen nichts beitragen konnte . Ich weiß wohl , daß , wenn ich ein geistreiches , schönes , wildes Kind gewesen wäre - wenn auch ebenso abhängig und freundlos - so würde Mrs . Reed meine Gegenwart mit mehr Geduld ertragen haben ; ihre Kinder hätten für mich ein freundlicheres Gefühl der Gemeinsamkeit gehegt ; die Dienstboten wären weniger geneigt gewesen , mich zum Sündenbock der Kinderstube zu machen . Auf den bewölkten Nachmittag folgte die trübe Dämmerung . Ich hörte den Regen noch unaufhörlich gegen das Fenster der Treppe schlagen , wie den Wind in den Gebüschen hinter dem Herrenhause heulen ; nach und nach wurde ich so kalt wie Stein , und dann begann mein Mut zu sinken . Die gewöhnliche Demut , Zweifel an mir selbst , einsame Traurigkeit bemächtigten sich meiner und schlugen die Asche meiner dahinschwindenden Wut nieder . Alle sagten ja , daß ich boshaft sei - - vielleicht war es der Fall , denn hatte ich nicht soeben den Gedanken gefaßt , mich zu Tode zu hungern ? ] [ ] Das war [ doch gewiß ein Verbrechen : war ] [ nun neun Jahre her . Unwillkürlich legte ] ich [ bereit zu sterben ? oder war das Gewölbe unter der Kanzel in der Kirche von Gateshead ein so einladendes Ziel ? In diesem Gewölbe lag Mr ] [ mir die Frage vor , ob es mir wohl besser erginge , wenn dieser Mann noch lebte , den ich nie kennen gelernt hatte ] . [ ] [ Ich wußte - woher , kann ich nicht sagen - daß ] Reed [ begraben ] [ ] , [ wie man mir gesagt hatte . Ich konnte mich seiner nicht erinnern ; aber ich wußte , daß er mein Onkel gewesen , - - ] [ ] der einzige Bruder meiner Mutter [ - - daß er mich in sein Haus aufgenommen ] [ ] , [ als ich ein armes , elternloses Kind gewesen ; und daß er noch in seinen letzten Augenblicken Mrs . Reed ] [ auf dem Sterbebette seiner Frau ] das Versprechen abgenommen hatte , [ ] [ für ] mich [ ] [ zu sorgen , ] wie [ ihr eigenes Kind ] [ für ihre eigenen Kinder . Ich wußte auch , er hatte mich als ganz kleines Kindchen in sein Haus aufgenommen , als seine Schwester , meine Mutter , gestorben war . Sie hatte gegen den Willen ihrer Eltern einen armen Prediger geheiratet und war von ihrem Vater verstoßen , von ihrem Bruder aber heimlich unterstützt worden . Mein Vater starb bald nach der Eheschließung , und meine Mutter folgte ihm binnen Jahresfrist . An das alles mußte ich nun denken , und ich fragte mich , ob wirklich Frau Reed , meine Tante , das ihrem Gatten gegebene Versprechen hielte . Weshalb durfte Hans sich alles gegen mich erlauben , weshalb durften seine Schwestern mich mit vornehmer Gleichgültigkeit behandeln , weshalb hegte Frau Reed selbst eine so große Abneigung gegen mich ? Nichts konnte ich recht machen , beim geringsten Versehen wurde ich mit Schmähungen überhäuft . Elisa konnte eigensinnig und selbstsüchtig , Georgina trotzig und launenhaft sein , Hans durfte die Haustiere quälen , die schönsten Früchte von den Obstbäumen nehmen , die Blumenbeete verwüsten ihnen war alles erlaubt , wurde alles nachgesehen . Ich aber gab mir alle Mühe , meine Pflicht ] zu [ erziehen ] [ tun , und trotzdem nannte man mich unartig , hinterlistig , mürrisch und schalt mich vom Mor gen bis zum Abend ] . [ Mrs ] [ Damals fand ich freilich auf diese Fragen keine Antwort : jetzt nach vielen Jahren aber habe ich sie gefunden ] . [ ] [ Ich war ein Mißton in Gateshead - Hall ; ich war dort ganz am falschen Plate . Ich hatte keine innere Gemeinschaft mit Frau ] Reed [ war höchstwahrscheinlich der Überzeugung ] [ ] , [ daß ] [ ihren Kindern und ihrem Dienstpersonal . Sie liebten mich nicht , und ich liebte ] sie [ dieses Versprechen gehalten habe ] [ ebensowenig . Kein Fädchen Sympathie konnte sich zwischen uns spinnen ] , [ und soweit ihr Charakter ihr dies erlaubte , hatte sie es auch getan ; aber wie sollte sie denn auch ] [ wir waren ] in [ Wirklichkeit für einen Eindringling Liebe hegen ] [ Temperament ] , [ der nicht zu ihrer Familie gehörte ] [ in Fähigkeiten , in Gefühlen ] und [ ] [ Neigungen grundverschieden . Der Kopf schmerzte mich noch ] nach dem [ Tode ihres Gatten durch keine Bande ] [ Wurf mit dem Buche , und niemand hatte Hans getadelt , daß er mich grundlos mißhandelte , vielmehr wurde ich hier oben eingesperrt , weil ich mich gegen ihn verteidigt hatte . - - , Wie ungerecht ! ’ sprach ich zu mir selbst . Es wurde dunkel im roten Zimmer . Draußen herrschte Dämmerung , und Regen schlug an das Fenster . Mir wurde kalt , der Mut sank , und tiefe Traurigkeit bemächtigte sich meiner ; und indem ich auf das im Halblicht verschwimmende Zimmer , auf die dunkeln Wände blickte , beschlich mich heimliches Grauen , Ich weinte und schluchzte , und je ] mehr [ an sie geknüpft war ? Es mußte allerdings ärgerlich sein , sich durch ein unter solchen Umständen gegebenes Versprechen gebunden zu sehen ] [ ich mich gewaltsam beruhigen wollte ] , [ an einem fremden Kinde , ] [ um so größer wurde meine Aufregung . Ich vergrub ] das [ sie nicht lieben konnte , Mutterstelle zu vertreten . Eine sonderbare Idee stieg in mir ] [ Gesicht in den Händen und überließ mich kraftlos meinem Gram . Nach einer Weile aber sah ich ] auf . [ Ich dachte , wie Mr . Reeds Geist , gequält durch das Unrecht , welches man dem Kinde seiner Schwester zufügte , seine Ruhestätte verließ - entweder in dem Gewölbe der Kirche oder in dem unbekannten Lande der Abgeschiedenen - und in diesem Zimmer mir erscheinen könne . Ich trocknete meine Tränen und unterdrückte mein Schluchzen ; denn ich fürchtete , daß diese lauten Äußerungen meines Kummers eine übernatürliche Stimme zu meinem Troste wachrufen könnten , oder aus dem mich umgebenden Dunkel ein Antlitz hervorleuchten lassen könnten , das sich mit wundersamem Mitleid über mich beugte . Mein Haar von Stirn und Augen streichend , erhob ich den Kopf und versuchte in dem dunklen Zimmer umherzublicken . In diesem Augenblick sah ich einen Lichtschein ] [ Da bemerkte ich ] an der Wand [ ! - War es vielleicht ] [ einen Lichtschein , ] der [ Mondstrahl ] [ sich bewegte ] , [ ] [ an ] der [ durch eine Offnung in dem Vorhang drang , fragte ich mich ? Nein , die Mondstrahlen waren ruhig , und dies Licht bewegte sich ; während ich noch hinblickte , glitt es zur ] [ ] Decke [ hinauf ] [ hinaufglitt ] und [ erzitterte über ] [ dann übet ] meinem Kopfe [ . jetzt kann ich freilich begreifen ] [ her ] , [ daß dieser Lichtstreifen wahrscheinlich der Schimmer einer Laterne war , welche jemand ] [ die ] über den [ freien Plat vor dem Hause trug ] [ Hof getragen wurde ] ; [ aber ] [ doch ] damals [ hielt ich in meinem aufgeregten Gemüt den sich schnell bewegenden Strahl für den Vorboten einer Erscheinung ] [ konnte ich mir sein Erscheinen nicht erklären , und große Angst befiel mich bei seinem Anblick . Er war in meinen Augen ein Gespenst ] aus einer [ anderen ] [ andern ] Welt [ . Mein Herz pochte laut ] [ ] , [ mein Kopf wurde heiß ; in meinen Ohren spürte ] [ und ] ich [ ein Brausen , ] [ hatte wirklich ] das [ ich für ] [ Gefühl , als wenn Flügel durch ] das [ Rauschen ] [ Zimmer rauschten und sich mir näherten . Ich rang nach Luft , ich wollte schreien , konnte aber keinen Laut hervorbringen . Ich stürzte zur Tür und rüttelte an ] der [ Flügel hielt ] [ Klinke ] . [ Ich fühlte meinen Atem stocken , ] [ Gleich darauf hörte ] ich [ stürzte auf die Tür zu und rüttelte mit verzweifelter Anstrengung am Schlosse . Eilende ] [ ] Schritte [ kamen durch den äußeren Korridor daher ; ] [ , ] der Schlüssel wurde [ im Schlosse umgedreht ] [ herumgedreht ] , [ ] [ und ] Bessie und [ Miß ] [ ] Abbot traten ein . , [ Miß Eyre ] [ Johanna ] , [ sind Sie ] [ bist du ] krank ? [ ] [ ' ] fragte Bessie . , [ Welch ] [ Was für ] ein [ schreclicher ] [ ] Lärm ! Ich bin [ ganz außer mir ] [ zu Tode erschrocken ] ! [ ’ rief ] [ ' setzte ] Abbot [ aus ] [ hinzu ] . , Nehmt mich mit hinaus [ ! Laßt mich ] [ , ich will ] in die Kinderstube ! [ r ] [ ' ] schrie ich [ ] [ in einem fort ] . , Weshalb denn ? [ ] [ rief Bessie . , ] Ist [ Ihnen irgend ] [ ] etwas geschehen ? [ Haben Sie etwas gesehen ] [ Hast du was gesehn ] ? [ fragte Bessie wiederum . ] [ Ja ] , [ O , ich sah ] [ ] ein Licht [ und ich meinte , daß ] [ es war ] ein Geist [ kommen würde . Ich hatte mich jetzt Bessies Hand bemächtigt ] [ ! rief ich . , Ach was , Bessie ] , [ und sie entzog sie mir nicht . ] [ ' sagte Abbot ] , [ ] [ , das ist Komödie . ] Sie hat [ mit Absicht so geschrien ] [ uns bloß herrufen wollen ] , [ ' erklärte Abbot mit einigem Widerwillen . , Und welch ein Geschrei ! Wenn sie Schmerzen gehabt hätte , so könnte man es noch entschuldigen , aber ] [ ich kenne schon ] ihre [ einzige Absicht war , uns alle herbeizulocken ] [ Schliche ] . [ Ich kenne ihre Unarten schon . , Was geht hier vor ? fragte eine andere Stimme gebieterisch ; und Mrs . ] [ Frau ] Reed kam mit flatternden Haubenbändern und wehendem Kleide [ durch den Korridor daher ] [ herbeigelaufen ] . , [ Abbot und Bessie ] [ Was gibt es ? fragte sie . ] , [ ich glaube , daß ich ] [ Ich habe doch ] befohlen [ habe ] [ ] , [ Jane Eyre in dem roten Zimmer zu lassen ] [ Johanna nicht ohne meinen ausdrücklichen Befehl heraus plassen . ] , [ bis ich selbst sie holen würde ? , Miß Jane schrie ] [ Sie hat ] so laut [ ] [ geschrien ] , Madame , [ ’ ] [ ] wandte Bessie [ zögernd ] [ ] ein [ . , Laß sie los , war die einzige Antwort ] [ ] . , Laß Bessies Hand los , [ Kind : verlaß dich darauf ] [ Johanna ! gebot Frau Reed barsch . ] , [ auf ] [ Auf ] diese Weise [ wirst ] [ erreichst ] du [ nicht durchkommen ] [ nichts , das sage ich dir ] . [ Ich verabscheue solche ] [ Solche ] List , besonders bei Kindern [ ; es ] [ , ] ist [ meine Pflicht , dir ] [ ] zu [ beweisen ] [ verabscheuen , und ich muß dich fühlen lassen ] , daß du mit solchen [ Kniffen ] [ Ränken ] nicht weit kommst . [ Jetzt wirst du ] [ Du bleibst jetzt ] noch eine Stunde [ hierbleiben ] [ hier ] , und [ ] [ dann lasse ich dich auch ] nur unter der Bedingung [ gebe ich dich frei ] [ heraus ] , [ wenn ] [ daß ] du [ ] [ ganz ruhig und unterwürfig sein wirst . , O , Tante , habe doch Erbarmen und verzeih ] mir [ das Versprechen gibst , vollkommen ruhig und unterwürfig zu sein ] [ ] . [ , O , Tante hab ' Erbarmen ! Vergib mir doch ! Ich kann es nicht ertragen . - - Bestrafe ] [ Oder bestrafe ] mich [ doch ] [ ] auf andere Weise [ ] [ - ich halte es hier nicht länger aus . , Ruhe ] ! [ Ich komme um , wenn - ‘ , Sei still ! Diese Heftigkeit ] [ Ein so ungestümes Betragen ] ist [ ganz ] [ geradezu ] empörend [ ! ’ Ohne Zweifel hegte ] [ , antwortete ] sie [ ] [ . Und sie mochte wohl ] auch [ Abscheu gegen mein Betragen . In ihren Augen war ich ] [ tatsächlich Anstoß an meinem Wesen nehmen und mich für ] eine frühreife [ Schauspielerin . Als Bessie und Abbot sich zurückgezogen hatten , warf Mrs ] [ Komödiantin halten ] . [ Reed , die meiner wahnsinnigen Angst und meines lauten Schluchzens wohl überdrüssig geworden sein mochte , ] [ Sie stieß ] mich [ rasch ] [ ] in das Zimmer zurück und schloß mich ohne [ weitere Worte ] [ weiteres ] wieder ein . Ich hörte sie [ davonrauschen ] [ hinwegeilen ] ; [ und ] [ ] bald [ , nachdem sie gegangen wac , umfing mich Bewußtlosigkeit ] [ darauf muß ich in Ohnmacht gefallen sein ] . [ 3 . Kapitel . Bessie ] [ Ich weiß nicht ] , [ die einzige mitleidige Seele ] [ was nachher geschah ] . Als ich erwachte , [ hörte ich Stimmen , die hohl an mein Ohr klangen , als würden sie durch das Rauschen des Wassers oder Toben des Windes übertönt . Die Aufregung , die Ungewißheit und ein alles beherrschendes Gefühl des Entsetzens hielt alle meine Sinne gefangen . Nach einiger Zeit fühlte ich , daß jemand mich berührte , mich aufrichtete und mich in eine sitzende Stellung brachte , und zwar viel liebreicher und sorgsamer , als mich bis jetzt irgend jemand emporgehoben hatte . Ich lehnte meinen Kopf gegen einen Arm oder ein Polster und fühlte mich behaglich . Fünf Minuten später wurde es mir klar , daß ] [ lag ] ich in meinem eigenen [ Bette lag . Es war Nacht , eine Kerze brannte auf dem Tische ; Bessie stand am Fußende meines Bettes und hielt ein Waschbecken in der Hand , ein Herr saß auf einem Lehnstuhle neben mir und beugte sich über mich . Ich empfand eine wohltuende Sicherheit , als ich sah , daß sich ein Fremder im Zimmer befand , der nicht zum Haushalt von Gateshead , nicht zu den Verwandten von Mrs . Reed gehörte . Es war Mr . Lloyd , ein Apotheker , den Mrs . Reed zuweilen rufen ließ , wenn ihre Dienstboten krank waren . Für sich selbst und die Kinder nahm sie einen Arzt . , Nun , wer bin ich ? fragte er . Ich sprach seinen Namen aus und streckte ihm zu gleicher Zeit meine Hand entgegen ; er nahm sie lächelnd und sagte : , h , es wird langsam besser mit uns werden . Dann legte er mich nieder und befahl Bessie , mich während der Nacht nicht zu stören . Nachdem er noch weitere Weisungen erteilt und gesagt hatte , daß er am folgenden Tage wiederkommen würde , ging er zu meiner größten Betrübnis fort . Als er fortgegangen war , verzagte mein Herz von neuem . , Glauben Sie , daß Sie schlafen werden , Miß ? ' fragte Bessie mich ziemlich sanft . Kaum wagte ich , ihr zu antworten , denn ich fürchtete , daß im nächsten Augenblick sie wieder unfreundlich mit mir reden würde . aIch will es versuchen , sagte ich . , Möchten Sie nicht irgend etwas essen oder trinken ? , Nein , ich danke , Bessie . , Nun , dann werde ich zu ] [ ] Bett [ gehen , denn es ist schon nach Mitternacht ; aber Sie können mich rufen , wenn Sie während der Nacht etwas brauchen . Welche auffällige Höflichkeit ! Sie ermutigte mich , eine Frage zu stellen . , Bessie , was ist denn mit mir geschehen ? Bin ich sehr krank ? , Ich vermute , daß Sie von Ihrem vielen Schreien im roten Zimmer krank geworden sind ; aber Sie werden ohne Zweifel bald wieder ganz gesund sein . Bessie ging in das Zimmer der Hausmädchen . Ich hörte , wie sie dort sagte : , Sara , komm ' und schlaf ! bei mir ] [ ] in der Kinderstube [ ; ich kann diese Nacht nicht mit dem armen Kinde allein bleiben ; es könnte sterben ! Ich möchte doch wissen ] [ ] , [ ob sie irgend etwas gesehen hat . Mrs . Reed war aber auch zu hart gegen sie . Sara kam mit ihr zurück ; beide gingen zu Bett ; sie flüsterten wenigstens noch eine halbe Stunde miteinander , bevor sie einschliefen . Ich hörte einige Sätze ihrer Unterhaltung , und aus diesen schloß ich auf den Hauptgegenstand ihres Gesprächs . , Etwas ist an ihr vorübergegangen , ganz in Weiß gekleidet , dann ist es verschwunden . , Ein großer , schwarzer Hund hinter ihm . - , Dreimal hat es laut an der Zimmertür geklopft . , Ein Licht auf dem Friedhofe gerade über seinem Grabe ' ' - usw . Endlich schliefen beide ] [ und ] ein [ . ] [ helles ] Feuer [ und Licht erloschen . In schaurigem Wachen brachte ich die Nacht hin ; Entsetzen und Angst hielten Ohren , Augen und Sinne wach . Diesem Zwischenfall ] [ brannte ] im [ roten Zimmer folgte keine lange , ernste , körperliche Krankheit ; nur eine heftige Erschütterung meiner Nerven , die ich noch bis auf den heutigen Tag empfinde ] [ Kamin ] . [ Ja , Mrs . Reed , Ihnen verdanke ich gar manche Seelenqual ! ] [ ]