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adaptations_1st_episode/Jugendhort_1st.txt(5511 tokens)
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[ Es ] [ Des es schlechten Wetters wegen - denn es ] war [ ] [ kalt , windig und regnerisch - - mußte ] an [ einem rauhen Wintertage . In Gateshead - Hall , einem Schlosse in ] [ diesem Tage ] der [ Grafschaft ] [ übliche Spaziergang unterbleiben ; ich freute mich darüber , war es doch draußen schon recht herbstlich ] . [ ] [ Da man mich nicht so warm und sorglich kleidete , wie die Kinder des Hauses , so fror mich leicht , und wenn ich dann über die Kälte klagte , schalt man mich zimperlich ] . [ shire ] [ Frau Reed war mit ihren Kindern Hans , Elisa und Georgina , ] im [ südlichen England ruhte die Besitzerin des Schlosses ] [ Salon ; mich hatte sie hinausgeschickt ] , [ Mrs . Reed ] [ mit dem Bemerken ] , [ umgeben ] [ ich sei unwürdig , die gleichen Vorrechte zu genießen , die nur zufriedenen , glücklichen Kindern zukämen . Ich sollte mich erst eines freundlicheren , offenherzigeren , geselligeren Wesens befleißigen . Je nun , ich war nicht böse darüber , daß ich allein sein sollte . Ich fühlte mich ja doch nicht wohl in der Gesellschaft dieser Menschen , die mich immer ] von [ ihren drei Lieblingen : Eliza , John ] [ oben herab behandelten ] und [ Georgina - auf einem Sofa ihres Salons . Glücklich betrachtete sie die Gesichtszüge ihrer Kinder , die in diesem Augenblick zufällig weder zankten noch schrien ] [ von denen besonders der etwa 14 Jahre alte Hans mir verhaßt war ] . [ An ] [ So schlüpfte ich denn in ] das [ Wohnzimmer stieß ein kleines ] [ ] Frühstückszimmer [ , in welchem ein ] [ . Ein ] großer Bücherschrank stand [ . Auf ] [ darin , und ich hatte nicht lange zu suchen , um einen Band zu finden , mit ] dem [ Sitz ] [ ich mir die Langeweile gut vertreiben konnte . Leider blieb ich nicht lange ungestört . Ich wurde ] in der [ Fenstervertiefung saß ein kleines Mädchen ] [ Betrachtung der schönen ] , [ die Beine gekreuzt wie ein Türke ; doch verdeckten dunkelrote Moire - Vorhänge das Kind fast vollständig . Scharlachrote Draperien schlossen die Aussicht zur rechten Hand ; links befanden sich die großen , klaren Fensterscheiben , die einen Ausblick in ] [ bunten Bilder plötzlich durch ] den [ düstern Novembertag gestatteten . Das Mädchen hatte ein Buch in der Hand ] [ Ruf unterbrochen : ] , [ und wenn es die Blätter desselben wendete ] [ Wo steckt sie denn ] , [ fiel sein Blick auf das Bild dieses winterlichen Nachmittags . In der Ferne war nichts als ein blasser , leerer Nebel , Wolken ; im Vordergrunde der feuchte , freie Platz vor dem Hause , vom Winde entlaubte Gesträuche , und ein unaufhörlicher vom Sturm wildgepeitschter Regen . Wer war jenes Kind , und weshalb saß es so einsam dort ] [ die Traumsuse ] ? [ Nun , meine liebe Leserin , ich will deine Wißbegierde gleich befriedigen . Dieses einsame Mädchen war Jane Eyre , eine elternlose Nichte der Mrs . Reed , und von dieser - wie sie sagte - aus Gnade und Barmherzigkeit angenommen . Nichtsdestoweniger suchte Mrs . Reed ihre Nichte stets so weit wie möglich von sich fern zu halten . Als nun Jane nach dem Mittagsmähle sich ebenfalls der Familie zugesellen und im Salon verweilen wollte , sprach ihre Tante zu ihr : , ] [ ] Ich [ bin gezwungen ] [ erschrak ] , [ dich von uns fern zu halten , bis du angenehmere und freundlichere Manieren , sowie ein offenherzigeres Wesen zeigst ; auch hat Bessie sich wieder über dich beklagt . , Wessen klagt mich ] [ ] denn [ Bessie an ? fragte das Kind dagegen . , Ich liebe weder Spitzfindigkeiten noch Fragen , erwiderte die Tante darauf , , und finde es geradezu häßlich , wenn ein Kind ältere Leute in solcher Weise zur Rede stellt . Augenblicklich setzest du dich irgendwo hin und schweigst , bis du freundlicher und liebenswürdiger sprechen kannst . Daraufhin hatte sich Jane in die Fensternische des Frühstückszimmers zurückgezogen , und so finden wir sie dort mit Bewicks Geschichte von Englands befiederten Bewohnern beschäftigt . Sie blätterte von Bild zu Bild , sah auf den stillen , einsamen Friedhof , auf jenes Tor , die beiden Bäume , den niedrigen Horizont , der durch eine zerfallene Mauer begrenzt war , auf die schmale Mondessichel , deren Aufgang die Stunde der Abendflut bezeichnete . Die beiden Schiffe , welche auf regungsloser See von einer Windstille befallen werden , hielt sie für Meergespenster . Über den Unhold , welcher das Bündel des Diebes auf dessen Rücken festband , eilte sie flüchtig hinweg ; er war ein Gegenstand des Schreckens für sie . Und ein gleiches Entsetzen flößte ihr das schwarze , gehörnte Etwas ein , das hoch auf einem Felsen saß und in weiter Ferne eine Menschenmasse beobachtete , die einen Galgen umgab . Jedes Bild erzählte eine Geschichte : oft war diese für ihren unentwickelten Verstand geheimnisvoll , ihrem Empfinden unverständlich , stets aber flößte sie ihr das tiefste Interesse ein : dasselbe Interesse , mit welchem sie den Erzählungen Bessies , des Kindermädchens , horchte , wenn diese zuweilen an Winterabenden in guter Laune war . Dann nämlich pflegte Bessie ihren Plättisch an das Kaminfeuer der Kinderstube zu bringen , und während sie dann Mrs . Reeds Spitzen bügelte und kräuselte , ergötzte sie die Kinder mit Erzählungen von alten Märchen und noch älteren Balladen . Mit Bewick auf den Knien saß Jane so glücklich da ; sie fürchtete nichts als eine Unterbrechung , eine Störung - und diese kam nur zu bald . Die Tür zum Frühstückszimmer wurde geöffnet . , Bah , Frau Träumerin ! ' ' ertönte John ] [ ich erkannte Hans ] Reeds Stimme [ ; dann hielt er inne ; augenscheinlich ] [ . Offenbar ] war er [ erstaunt ] [ sehr verwundert ] , [ das ] [ mich nicht im ] Zimmer [ leer ] [ ] zu finden . [ , Wo zum Teufel ist sie denn ? fuhr er fort ] [ Ich hatte mich in die Fensternische gesetzt und den Vorhang vor mir zugezogen . ] , [ ] [ Lise ] , [ Lizzy ! Georgy ] [ Georgina ] ! ' rief [ er seinen Schwestern zu ] [ Hans weiter . ] , [ , Jane ] [ Johanna ] ist nicht hier . Sagt doch [ ] [ der ] Mama , [ daß sie ] [ das Scheusal sei ] in den Regen [ hinaus gelaufen ist - das böse Tier ! ] [ hinausgelaufen . , Gott bewahre , ] ' [ , Wie gut , daß ich den Vorhang zusammengezogen habe , dachte Jane ; und dann wünschte sie inbrünstig , daß er ihren Versteck nicht entdecken möge ; John Reed selbst würde es auch niemals entdeckt haben , aber Eliza steckte den Kopf zur Tür hinein und sagte sofort : ] [ ' antwortete Elisa , die ein wenig aufgeweckter war , als der sowohl geistig wie körperlich schwerfällige Hans . ] , Sie [ ist ] [ sitzt ] gewiß wieder in [ die Fenstervertiefung gekrochen , sieh ] [ der Nische . Guck ] nur nach , [ John ] [ Hans ] . [ Jetzt ] [ Nun ] trat [ Jane sofort ] [ ich von selbst ] heraus , [ denn sie zitterte bei dem Gedanken ] [ wußte ich doch ] , daß [ John sie ] [ Hans mich im nächsten Augenblick gewaltsam ] hervorzerren würde . , [ Da ] [ Ja , hier ] bin ich [ ] [ , ' sagte ich , ] , was wünscht ihr ? [ sagte sie mit schlecht erheuchelter Gleichgültigkeit . ] [ ] , [ Ich will ] [ Sage gefälligst : Was wünschen Sie ] , [ daß ] [ Herr Reed , antwortete er . , Gleich kommst ] du hierher [ kommst ] [ ] , [ lautete seine Antwort , und indem er in einem Lehnstuhl Platz nahm , gab er ihr durch eine Geste zu verstehen , daß sie näher kommen und vor ihn treten solle . John ] [ verstehst du ? Hans ] Reed war [ ein Schuljunge von vierzehn Jahren ; ] [ ] vier Jahre älter als [ Jane ] [ ich ] , denn [ diese war ] [ ich zählte ] erst zehn [ Jahre alt ] [ ] ; [ der Knabe ] [ er ] war groß und stark für sein Alter , [ mit einer ungesunden ] [ sah aber nicht gesund , sondern vielmehr aufgedunsen aus . Mit seiner vierschrötigen Gestalt , seiner unklaren ] Hautfarbe , [ schwerfälligen Gliedmaßen ] [ seinem groben Gesicht ] und [ ] [ seinen ] großen [ ] [ Füßen und ] Händen [ und Füßen . Gewöhnlich pflegte ] [ sah ] er [ sich ] [ auch wirklich nichts weniger als sympathisch aus . Er aß ] bei Tische [ ] [ gewöhnlich ] so [ voll zu pfropfen ] [ viel ] , daß er [ schlecht gelaunt wurde ; das machte seine Augen trübe und seine Wangen schlaff ] [ schlechte Laune bekam ] . Eigentlich hätte er [ jetzt in ] [ jet auf ] der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn [ für ] [ auf ] ein [ bis zwei Monate ] [ paar Wochen ] nach Hause [ geholt , ] [ genommen ] , seiner zarten Gesundheit wegen . [ Mr Miles , der ] [ Der ] Direktor [ der Schule , ] [ ] versicherte [ ] [ allerdings ] , [ daß es ihm außerordentlich gut gehen würde , wenn ] [ ] man [ ] [ brauche ] ihm nur weniger [ Kuchen und Leckerbissen ] [ Leckereien in die Pension « zu schicken , so würde er schon gesünder werden . Das fand die Mutter brutal . Nach ihrer Meinung rührte das schlechte Aussehen ihres Lieblings nur ] von [ Hause schicken wollte ; aber das Herz der Mutter empörte sich Überanstrengung beim Lernen ] [ Ueberanstrengung ] und vielleicht auch von Heimweh [ herrühre ] [ her ] . [ John hegte wenig Liebe ] [ Hans durfte sich daheim alles erlauben ; nie hatte die Mutter ein hartes Wort , einen Tadel oder gar eine Strafe ] für [ seine Mutter und seine Schwestern ] [ ihn . Ich besonders war die Zielscheibe seiner Unart ] , und [ eine starke Antipathie gegen seine Cousine . Er quälte und strafte sie ; nicht zwei - oder dreimal in der Woche , nicht ein - oder zweimal am Tage , sondern fortwährend und unaufhörlich ; ] [ ] jeder Nerv in [ dem Kinde fürchtete ihn , und sie schauderte ] [ mir zuckte vor Furcht ] , wenn er in [ ihre ] [ meine ] Nähe kam . [ Es gab Augenblicke , wo der Schrecken , den er ihr einflößte , sie ganz besinnungslos machte , ] [ Schutz vor ihm fand ich nirgend ; ] denn [ sie hatte niemanden , der sie gegen seine Drohungen und seine Tätlichkeiten verteidigte ; ] [ ] die Dienerschaft wagte es nicht , [ ihren jungen Herrn zu beleidigen , indem sie für Jane ] [ ] gegen ihn [ Partei ergriff ] [ aufzutreten ] , und [ Mrs . ] [ Frau ] Reed war in diesem Punkte [ ] [ taub und ] blind [ und taub : sie sah niemals ] [ ] , [ ] [ selbst ] wenn er [ ihre Nichte schlug , sie hörte niemals , wenn er sie beschimpfte , obgleich er beides gar ] [ mich - was ] oft [ ] [ geschah - ] in ihrer Gegenwart [ tat : häufiger zwar noch hinter ihrem Rücken ] [ beschimpfte oder schlug ] . [ Jane ] [ Auch diesmal ] gehorchte [ John auch diesesmal und näherte sich seinem Stuhl : ungefähr zwei bis drei Minuten brachte ] [ ich ihm und trat näher ; als ich weit genug bei ihm war , hieb ] er [ damit zu , ihr seine Zunge so weit entgegenzustrecken , wie er es nur bewerkstelligen konnte ; und obgleich Jane eine tödliche Angst vor dem gewöhnlich folgenden Schlage empfand , vermochte sie es doch nicht , ihren Abscheu über die häßliche Erscheinung des Burschen zu unterdrücken . Plötzlich schlug er heftig und brutal ] [ plötzlich ] auf [ das Kind los . Jane taumelte ; dann gewann sie das Gleichgewicht wieder und trat einige Schritte von seinem Stuhl zurück ] [ mich ein ] . , Das ist für die [ Frechheit ] [ freche Antwort ] , [ dich hinter den Vorhang zu verkriechen , und für den Blick , den ich ] [ die du ] vor [ zwei Minuten in deinen Augen gewahrte , du Ratte , du ! An Johns Beschimpfungen gewöhnt , fiel es Jane niemals ein ] [ einer halben Stunde meiner Mama gegeben hast ] , [ irgend etwas auf dieselben zu erwidern ] [ rief er ] . , Was hast du da [ hinter dem Vorhange gemacht ] [ für ein Buch ] ? [ fragte er weiter . , Ich habe gelesen , erwiderte sie . , Zeige ] [ Er entriß es ] mir [ das Buch , gebot John . Das Mädchen ging an das Fenster zurück ] [ ] und [ holte es von dort . ] [ fuhr fort : ] , [ Du hast kein Recht ] [ Wer hat dir denn erlaubt ] , [ unsere ] [ meine ] Bücher zu [ nehmen ; ] [ benützen ? Denn sie sind mein . Alles hier ist mein , oder wird es wenigstens bald sein . Dir gehört gar nichts , Mama sagt es immer . Geld hast ] du [ bist eine Untergebene , hat Mama gesagt ; du hast kein Geld ; ] [ keins , ] dein Vater hat dir [ keins ] [ doch nichts ] hinterlassen [ ; eigentlich ] [ , und von Rechts wegen ] solltest du betteln [ und ] [ gehen , statt ] hier [ nicht ] [ ] mit den Kindern eines Gentleman [ ] [ zusammenzuleben ] , [ wie wir es sind , zusammen leben , und dieselben Mahlzeiten ] [ am gleichen Tische zu ] essen [ wie wir , ] [ ] und [ ] [ die ] Kleider [ ] [ zu ] tragen , die [ unsere ] [ dir meine ] Mama [ dir ] [ ] kaufen muß . [ Nun , ich werde dich lehren , zwischen meinen Büchern umherzustöbern , denn sie gehören mir , und das ganze Haus gehört mir , oder wird mir wenigstens in einigen Jahren gehören . Geh und ] [ Marsch ! ] stell dich [ ] [ dort ] an die Tür [ ; nicht vor den Spiegel oder die Fenster , ' ' rief John wütend . Jane ] [ ! Ich ] tat [ , wie ihr geheißen wurde ] [ es ] . [ Da gewahrte sie aber , daß er ] [ Er hob ] das Buch [ emporhob ] [ ] und [ mit demselben ] [ ] zielte [ ; instinktiv sprang sie zur Seite und stieß einen Schreckensschrei ] [ nach mir . Ich wich nicht rasch genug ] aus [ ; doch das Buch ] [ und ] wurde [ geschleudert und traf das Kind , ] [ ] so [ ] [ heftig an den Kopf getroffen , ] daß [ es mit dem Kopf gegen die Tür schlug und sich verletzte . Die ] [ ich , eine blutende ] Wunde [ blutete , der ] [ bekam und vor ] Schmerz [ war heftig ] [ laut aufschrie ] . , Du [ böser , ] [ ] grausamer [ Bube ] [ Bengel ] ! [ schrie Jane jetzt . , Du bist wie ein Mörder - - du bist wie ein Sklaventreiber - - du bist wie die römischen Kaiser ! ' ' Sie hatte nämlich Goldsmiths Geschichte Roms gelesen und so von den Schandtaten Neros , Caligulas und anderer erfahren ] [ rief ich ] . , Was [ ! Was ! ] [ ? ] schrie er [ ] [ nun ] . , [ Hat sie das zu mir gesagt ? ] [ ] Habt ihr [ es ] [ das ] gehört , [ Eliza ] [ Elisa ] und Georgina ? Das [ ] [ sagt sie zu mir ? Das ] will ich [ ] [ gleich ] der Mama erzählen [ ] [ . Erst aber noch Er packte mich beim Haar , doch nun wehrte ich mich verzweifelt . Während er auf mich einschlug , arbeitete auch ich blindlings mit den Fäusten . Frau Reed eilte herbei , Bessie , das Hausmädchen , und Abbot , die Kammerzofe , folgten ihr . Sie rissen uns auseinander , und ich hörte nur noch die Worte : , So eine Furie ! So eine Giftblase ] ! - [ Aber erst noch - Er stürzte auf Jane zu . Sie fühlte , wie er ihr Haar und ihre Schulter faßte ; sie bemerkte , wie einzelne Blutstropfen von ihrem Kopfe auf den Hals herabfielen , und empfand einen stechenden Schmerz , und für den Augenblick siegte wahnsinnige Wut über den Schmerz . Sie schlug und kratzte , während er fortwährend , ate ! Rate ! ' ' schrie und aus Leibeskräften brüllte . Eliza und Georgina holten Mrs . ] [ Dann setzte Frau ] Reed [ . Diese erschien sofort und ihr folgten Bessie und ihre Kammerjungfer Abbot . Man trennte die Kämpfenden und dann ertönten die Worte ] [ hinzu ] : , [ Du liebe Zeit ! Welch eine Furie , so auf Mr . John loszustürzen ! ? , Hat man jemals ein so leidenschaftliches Geschöpf gesehen ! ? Mrs . Reed aber gebot : , Führt ] [ Bringt ] sie in das rote Zimmer und schließt sie dort ein . [ ] [ - ] Vier Hände [ bemächtigten sich sofort des Mädchens und man trug sie nach oben . Zweites Kapitel ] [ packten mich und schleppten mich die Treppe hinauf . Unterwegs wehrte ich mich mit allen Kräften ] . Das [ rote Zimmer ] [ hatte ich bisher noch nie getan ; stets hatte ich schweigsam und geduldig alles hingenommen ] . [ Auf dem ganzen Wege leistete Jane ] [ Mein ] Widerstand [ ; dies war etwas neues und ein Umstand , der viel dazu beitrug , Bessie und Miß Abbot ] [ bestärkte nun die beiden Mädchen ] in der schlechten Meinung [ zu bestärken ] [ ] , [ welche diese ] [ die sie ] ohnehin [ schon ] [ ] von [ ihr ] [ mir ] hegten [ ; aber das Kind war vollständig außer sich und trotzdem es wohl wußte , daß diese Empörung ihm außergewöhnliche Strafen zuziehen mußte , war es in seiner Verzweiflung fest entschlossen , bis ans äußerste zu gehen ] [ ] . [ ] [ - - ] , [ Halten Sie ihre Arme , Miß Abbot ; sie ist wie ] [ Wie ] eine wilde Katze [ . ] [ ] , [ Schämen Sie sich ! Schämen Sie sich ! ] [ ] ' [ ] [ sagte Bessie . - , Schäme dich ? ] rief [ die Kammerjungfer ] [ Abbot ] . , [ Welch ein abscheuliches Betragen , Miß Eyre , einen jungen Gentleman zu schlagen ! Den ] [ Schlägt den ] Sohn [ Ihrer ] [ ihrer ] Wohltäterin ! [ Ihren jungen Herrn ] [ O pfui ] ! [ ' ' , Herr ! Wie ist er mein Herr ? Bin ich denn eine Dienerin ? ? , Nein . ] [ - ] Sie [ sind weniger als eine Dienerin , denn Sie tun nichts , Sie arbeiten nicht für Ihren Unterhalt . Da ! Setzen Sie sich und denken Sie über Ihre Schlechtigkeit und Bosheit nach ! Inzwischen hatten sie Jane in das von Mrs . Reed bezeichnete Gemach gebracht und sie ] [ drückten mich ] auf einen Stuhl [ geworfen ; ] [ nieder , ] doch [ wie eine Sprungfeder schnellte sie ] [ ich sprang sofort ] wieder [ von demselben empor ] [ auf ] . [ Vier Hände ] [ Da ] hielten sie [ jedoch augenblicklich wieder wie mit eisernen Klammern ] [ mich von neuem fest ] . [ ] [ - - ] , Wenn [ Sie ] [ du ] nicht still [ sitzen ] [ sitzest ] , [ werden wir Sie festbinden ] [ wirst du angebunden ] , ' sagte Bessie und [ ] [ löste auch schon ihre Strumpfbänder . , Nein , lassen Sie ! ' ] bat [ Miß Abbot einen Strick zu holen . Schon wollte diese gehen , als die Aufregung Janes sich ein wenig minderte ] [ ich nun erschrocken ] . , [ Gehen Sie nicht , schrie sie , , ich werde ] [ Ich will auch ] ganz still [ sitzen , ] [ ] und [ ] [ artig sein . , Das rat ich dir auch , sagte Bessie , und als ] sie [ hielt sich mit beiden Händen an ihrem Sitz fest . Als sich Bessie überzeugt hatte ] [ sah ] , daß [ sich Jane ] [ ich ] wirklich [ etwas beruhigte ] [ ruhiger wurde ] , ließ sie [ sie ] [ mich denn auch ] los [ ; dann ] [ . Dann ] stellten [ sie ] [ sich die beiden Mädchen vor mich hin ] und [ Miß ] [ musterten mich mit finsterer Miene . , Das ist ja was ganz Neues von ihr , meinte ] Abbot [ sich mit gekreuzten Armen vor Jane hin und blickten finster und zweifelnd in ihr Gesicht , als glaubten sie nicht an ihren gesunden Verstand ] [ ] . , [ Das hat sie bis jetzt noch niemals getan , ' sagte endlich Bessie zu Abigail Abbot gewendet . , Aber es hat ] [ Es steckt aber ] schon lange in ihr [ gesteckt ] [ ] , [ lautete die Antwort ] [ ' ' antwortete Bessie ] . , Ich [ habe ] [ hab ' s ] der gnädigen Frau schon oft [ meine Meinung über das Kind ] [ ] gesagt , [ und sie hat mir auch beigestimmt . Sie ] [ die Hanne ] ist ein [ verstecktes ] [ ganz verstocktes ] , [ kleines ] [ giftiges ] Ding [ : ich habe noch nie ein Mädchen in ihrem ] [ und furchtbar durchtrieben für ihr ] Alter [ gesehen , das so schlau wäre ] [ ] . [ Bessie antwortete nicht ; nach einer Weile ] [ Dann ] wandte sie sich [ ] [ an mich und setzte hinzu : , Nun denke mal ein bißchen darüber nach , daß es dir nicht zukommt , dich mit dem jungen Herrn und dem gnädigen Fräulein auf eine Stufe ] zu [ Jane und sagte : ] [ stellen ] , [ Fräulein , Sie sollten doch wissen , daß Sie Mrs . Reed zu Dank verpflichtet sind , sie erhält Sie . Wenn sie Sie fortschickte , so müßten Sie ] [ und du ] ins Armenhaus [ gehen . Auf diese Worte erwiderte Jane nichts ; ] [ wandern müßtest , wenn Frau Reed sich nicht deiner annähme . Wenn du noch länger so schlecht und undankbar bist , wird dich Frau Reed eines schönen Tages fortschicken . Sei also demütig und bescheiden und mache dich nützlich und angenehm . , Und bete vor allem , fügte Abbot bei , , daß dir deine Unart verziehen werde , sonst kommt am Ende ein Gespenst zum Kamin herunter und holt dich . Nach diesen Worten gingen ] sie [ waren ihr nicht mehr neu ; so weit sie in ihrem Leben zurückdenken konnte , hatte sie Reden desselben Inhalts gehört . Nun fiel auch Miß Abbot ein : , Und Sie sollten auch nicht denken , daß Sie mit den Fräulein Reed ] [ ] und [ Mr . Reed auf gleicher Stufe stehen , weil Mrs . Reed Ihnen gütig erlaubt , mit ihren Kindern erzogen ] [ schlossen die Tür ] zu [ werden . Diese werden einmal ein großes Vermögen haben , und Sie sind arm . Sie müssen demütig und bescheiden sein und versuchen , sich den andern angenehm zu machen . , Was wir Ihnen sagen , ist zu Ihrem Besten , ' ' fügte Bessie hinzu , ohne in hartem Ton zu reden , , Sie sollten versuchen , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden Sie hier vielleicht eine Heimat finden ; wenn Sie aber heftig und roh und ungezogen werden , so wird Mrs . Reed Sie fortschicken , davon bin ich fest überzeugt . , Außerdem , sagte Miß Abbot , , wird Gott Sie strafen . Er könnte Sie mitten in Ihrem Trotz tot zu Boden fallen lassen , und wohin kämen Sie dann ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen : um keinen Preis der Welt möchte ich ihr Herz haben . Sagen Sie Ihr Gebet , Miß Eyre , wenn Sie allein sind ; denn wenn Sie nicht bereuen , könnte etwas Schreckliches durch den Kamin herunterkommen . und Sie holen . Sie gingen und schlossen die Türe hinter sich ab ] [ ] . Das rote Zimmer [ war ein Fremdenzimmer ] [ ] , in dem [ ] [ ich mich befand , wurde ] nur [ selten jemand schlief ; man könnte beinahe sagen niemals oder nur dann ] [ benutzt ] , wenn [ zufällig sehr viel Besucher auf ] [ Gäste in ] Gateshead - Hall [ anwesend waren ] [ weilten ] ; [ trotzdem ] [ dennoch ] war es eins der schönsten [ und prächtigsten Gemächer ] [ ] im Herrenhause . [ Im Mittelpunkt desselhen stand ] [ Die Mitte nahm ] ein [ ] [ großes Mahagoni - ] Bett [ von massiven Mahagonipfeilern getragen und ] [ ein , das ] mit [ ] [ roten ] Vorhängen [ von dunkelrotem Damast behängt ] [ versehen war ] ; [ die beiden großen Fenster , deren Rouleaux immer herabgelassen waren , wurden durch Gehänge und Faltendraperien ] [ ] vom selben Stoffe [ halb verhüllt ; ] [ waren auch die Rouleaus an den Fenstern , die Tapeten und ] der Teppich [ war rot ; der Tisch am Fußende des Bettes war mit einer hochroten Decke belegt ; die Wände ] [ . Die Möbel ] waren [ mit einem Stoffe behängt , der auf lichtbraunem Grunde ein zartes rosa Muster trug ; die Garderobe , der Toilettetisch , die Stühle waren ] [ alle ] aus [ dunklem , poliertem ] [ dunkelpoliertem ] Mahagoni [ angefertigt ] [ ] . [ Aus diesen düsteren Schatten erhoben sich hoch und glänzend die aufgehäuften Matratzen und Kopfkissen des Bettes ] [ In dem düstern Ton , den diese Gegenstände verbreiteten ] , [ über ] [ stachen nur ] die [ eine ] [ ] schneeweiße Decke [ ] [ , die über das Bett ] gebreitet war [ . Ebenso unheimlich stak ] [ , und das ebenfalls weiße Polster eines großen Lehnstuhls hervor , der mir damals wie ] ein [ großer , gepolsterter , ebenfalls weißer Lehnstuhl hervor , der am Kopfende des Bettes stand und vor dem sich ein Fußschemel befand ] [ geisterhafter Thron erschien ] . [ Das Zimmer war dumpf , weil nur selten ein Feuer in demselben angezündet wurde ; es ] [ Es ] war still [ ] [ hier oben ] , [ weil es weit ] [ denn das Zimmer lag abseits ] von der [ Kinderstube ] [ Küche ] und den [ Küchen entfernt lag ; ] [ bewohnten Räumen . Mir wurde bald recht ] unheimlich [ ] [ zumute ] , [ weil fast niemals jemand dasselbe betrat ] [ indem ich daran dachte , wie selten diese Stube betreten wurde ] . Nur [ am ] [ alle ] Sonnabend [ kam das Hausmädchen hierher ] [ stieg Bessie herauf ] , um [ den ] [ ] Staub [ einer Woche von den Möbeln und den Spiegeln ] [ ] zu wischen ; und [ in langen Zwischenräumen kam auch Mrs . ] [ hin und wieder weilte Frau ] Reed [ hierher ] [ hier ] , um den Inhalt einer gewissen [ Schieblade ] [ Schatulle ] zu [ revidieren ] [ prüfen ] , [ in welcher sich verschiedene ] [ die ihre Papiere und ] Urkunden , [ ihre Juwelenschatulle ] [ ihren Schmuck ] und ein [ Miniaturbild ] [ Bildnis ] ihres verstorbenen Gatten [ befand . In diesen letzten Worten liegt ] [ enthielt Denn in diesem Zimmer war Herr Reed , mein Onkel , gestorben . Das war nun neun Jahre her . Unwillkürlich legte ich mir die Frage vor , ob es mir wohl besser erginge , wenn dieser Mann noch lebte , den ich nie kennen gelernt hatte . Ich wußte - woher , kann ich nicht sagen - daß Reed , der einzige Bruder meiner Mutter , auf dem Sterbebette seiner Frau ] das [ Geheimnis des roten Zimmers ] [ Versprechen abgenommen hatte , für mich zu sorgen , wie für ihre eigenen Kinder ] . [ ] [ Ich wußte auch , er hatte mich als ganz kleines Kindchen in sein Haus aufgenommen , als seine Schwester , meine Mutter , gestorben war . Sie hatte gegen den Willen ihrer Eltern einen armen Prediger geheiratet und war von ihrem Vater verstoßen , von ihrem Bruder aber heimlich unterstützt worden . Mein Vater starb bald nach ] der [ Zauberbann ] [ Eheschließung , und meine Mutter folgte ihm binnen Jahresfrist . An das alles mußte ich nun denken , und ich fragte mich , ob wirklich Frau Reed , meine Tante , das ihrem Gatten gegebene Versprechen hielte . Weshalb durfte Hans sich alles gegen mich erlauben ] , weshalb [ es trotz seiner Pracht ] [ durften seine Schwestern mich mit vornehmer Gleichgültigkeit behandeln , weshalb hegte Frau Reed selbst eine ] so [ einsam und verlassen war . Mr . Reed war seit neun Jahren tot ; in diesem Gemache hatte er seinen letzten Atemzug getan ; hier lag er aufgebahrt ; von hier hatten die Leichenträger ihn hinausgetragen - - und seit jenem Tage hatte ein Gefühl trauriger Weihe jeden unberufenen Besucher von seiner Schwelle fern gehalten . Der Sitz , auf welchen Bessie und die bitterböse Miß Abbot die Kleine gebannt hatten , war eine niedrige Ottomane , welche nahe dem weißen Marmorkamin stand ; das Bett türmte sich davor auf ; zur Rechten Janes befand sich ein hoher dunkler Garderobenschrank ; zu ihrer Linken waren die verhängten Fenster ; ein großer Spiegel zwischen denselben wiederholte die totenstille Majestät des Bettes und des Zimmers . Jane war nicht ganz sicher , ob die Tür zugeschlossen war ; und als sie wieder Mut genug hatte , um sich zu bewegen , stand sie auf und sah nach . Ach ja ! Keine Kerkertür war jemals sicherer verschlossen ! Als sie wieder an die Ottomane zurückging , mußte sie an dem Spiegel vorüber , und ihr gebannter Blick bohrte sich unwillkürlich in die Tiefe desselben ein . In ihm sah alles noch hohler und düsterer aus als in Wirklichkeit , und Janes seltsame , kleine Gestalt , die ihr aus dem Spiegel entgegenblickte , mit weißem Gesicht und Armen , die grell aus der Dunkelheit hervorleuchteten , mit Augen , die vor Furcht hin - und herrollten , während sonst alles bewegungslos war diese kleine Gestalt . sah aus , wie ein wirkliches Gespenst , halb Elfe , halb Kobold , wie sie in Bessies Dämmerstundengeschichten auftraten . Erschreckt kehrte Jane auf ihren Sitz zurück . Aber noch wurde die Furcht des Aberglaubens von der Empörung zurückgehalten . Aus dem bewegten und aufgeregten Gemüt des Kindes stiegen alle ihre Leiden an die Oberfläche . John Reeds wilde Tyrannei , die hochmütige Gleichgültigkeit seiner Schwestern , die ] [ große ] Abneigung [ seiner Mutter , die Parteilichkeit der Dienstboten ! Weshalb mußte sie stets leiden , stets mit verächtlichen Blicken angesehen werden , immer beschuldigt , immer verurteilt werden ] [ gegen mich ] ? [ Weshalb ] [ Nichts ] konnte [ sie niemals etwas ] [ ich ] recht machen [ ? Weshalb war es immer nutzlos ] [ ] , [ wenn sie versuchte , irgendeines Menschen Gunst zu erringen ? Man hatte Achtung vor Eliza , die doch so ] [ beim geringsten Versehen wurde ich mit Schmähungen überhäuft . Elisa konnte ] eigensinnig und selbstsüchtig [ war . Jedermann hatte Nachsicht mit ] [ , ] Georgina [ , die stets übelgelaunt und ] [ ] trotzig [ war . Ihre Schönheit , ihre rosigen Wangen und goldigen Locken schienen jeden zu entzücken , der sie anblickte und ihr Vergebung für all ihre Mängel und Fehler zu erkaufen . John wurde niemals bestraft , niemand widersprach ihm jemals , obgleich er den Tauben die Hälse umdrehte , die jungen Hühner umbrachte , die Hunde auf die Schafe hetzte , den Weinstock im Treibhause seiner Trauben beraubte und ] [ und launenhaft sein , Hans durfte die Haustiere quälen , die schönsten Früchte ] von den [ seltensten Pflanzen die Knospen abriß ; er nannte seine Mutter sogar ] [ Obstbäumen nehmen ] , [ liebe Alte ' ' ; nahm durchaus keine Rücksicht auf ihre Wünsche ; zerriß und beschmutzte ihre seidenen Kleider nicht selten , - und doch ] [ die Blumenbeete verwüsten ihnen ] war [ er ] [ alles erlaubt ] , [ ihr einziger Liebling ' ] [ wurde alles nachgesehen ] . [ Sie wagte niemals ] [ Ich aber gab mir alle Mühe ] , [ einen Fehler zu begehen , bemühte sich stets , ihre ] [ meine ] Pflicht zu tun , und trotzdem nannte man [ ] [ mich unartig , hinterlistig , mürrisch und schalt mich vom Mor gen bis zum Abend . Damals fand ich freilich auf diese Fragen keine Antwort : jetzt nach vielen Jahren aber habe ich ] sie [ unartig und unerträglich , mürrisch und hinterlistig ] [ gefunden ] . [ Ihr ] [ Ich war ein Mißton in Gateshead - Hall ; ich war dort ganz am falschen Plate . Ich hatte keine innere Gemeinschaft mit Frau Reed , ihren Kindern und ihrem Dienstpersonal . Sie liebten mich nicht , und ich liebte sie ebensowenig . Kein Fädchen Sympathie konnte sich zwischen uns spinnen , wir waren in Temperament , in Fähigkeiten , in Gefühlen und Neigungen grundverschieden . Der ] Kopf schmerzte [ ] [ mich ] noch [ und blutete ] [ ] nach dem [ erhaltenen Schlage und ] [ Wurf mit ] dem [ Falle ] [ Buche ] , [ welchen sie getan ; ] [ und ] niemand hatte [ John einen Verweis erteilt ] [ Hans getadelt , daß er mich grundlos mißhandelte , vielmehr wurde ich hier oben eingesperrt ] , weil [ er sie grundlos geschlagen ; aber weil sie sich ] [ ich mich ] gegen ihn [ aufgelehnt ] [ verteidigt ] hatte [ , um seiner weiteren , unvernünftigen Heftigkeit zu entgehen , hatten sie alle mit den lautesten Schmähungen überhäuft ] [ ] . [ , Ungerecht ! ] [ ] - [ ] [ - , Wie ] ungerecht ! [ ' ' sagte das arme Mädchen ] [ ’ sprach ich ] zu [ sich ] [ mir ] selbst [ , und ihr Geist sann auf allerhand Mittel , um eine Flucht aus diesem schier unerträglich gewordenen Drucke zu bewerkstelligen - - sie dachte daran , auf und davon zu laufen , oder wenn dies nicht möglich , wenigstens niemals wieder Speise und Trank zu sich zu nehmen und auf diese Weise zu Tode zu hungern ] [ ] . [ , Ach , ' fragte sich die arme , verzweifelte Jane , , warum muß ich soviel leiden ? Währenddessen begann das Tageslicht aus dem ] [ Es wurde dunkel im ] roten Zimmer [ zu schwinden ; es war nach vier Uhr , und auf den bewölkten Nachmittag folgte die trübe ] [ . Draußen herrschte ] Dämmerung [ . Jane hörte ] [ ] , [ wie der ] [ und ] Regen [ noch unaufhörlich gegen ] [ schlug an ] das Fenster [ ] [ . Mir wurde kalt , ] der [ Treppe schlug , wie der Wind in den Laubgängen hinter dem Herrenhause heulte ; nach und nach wurde ihr so kalt wie Marmor , und dann begann ihr ] [ ] Mut [ zu sinken . Hilflose ] [ sank , und tiefe ] Traurigkeit bemächtigte sich [ ihrer ] [ meiner ; ] und [ ihr Herz ] [ indem ich auf das im Halblicht verschwimmende Zimmer , auf die dunkeln Wände blickte , beschlich mich heimliches Grauen , Ich weinte und schluchzte , und je mehr ich mich gewaltsam beruhigen wollte , um so größer ] wurde [ voller Zweifel ] [ meine Aufregung ] . [ Alle sagten ja , daß sie boshaft sei - vielleicht war es der Fall , denn hatte sie nicht soeben ] [ Ich vergrub das Gesicht in ] den [ Gedanken gehegt , sich zu Tode zu hungern ? Das war doch gewiß ein Verbrechen : denn war sie bereit zu sterben ? oder war das Grabgewölbe unter der Kanzel in der Kirche von Gateshead ein so einladendes Ende ? In diesem Gewölbe lag Mr ] [ Händen und überließ mich kraftlos meinem Gram ] . [ Reed begraben , wie man ihr gesagt hatte , und dieser Gedanke führte Jane dazu , sein Andenken herauf zu beschwören und mit wachsendem Grauen bei demselben zu verweilen . Sie konnte sich seiner nicht erinnern , ] [ Nach einer Weile ] aber [ sie wußte , daß er ihr Onkel gewesen , der einzige Bruder ihrer Mutter - daß er sie in sein Haus aufgenommen , als sie ein armes , elternloses Kind gewesen ; und daß er noch in seinen letzten Augenblicken Mrs . Reed das Vorsprechen abgenommen hatte , sie wie ihr eigenes Kind zu erziehen und zu versorgen . So zweifelte Jane jetzt nicht , daß Mr . Reed , wenn er am Leben geblieben , sie mit Güte behandelt haben würde ; und als sie so dasaß und ] [ sah ich ] auf [ die dunklen Wände und das weiße Bett blickte , zuweilen auch wie gebannt ein Auge auf den trübe blinkenden Spiegel warf da begann sie sich an das zu erinnern , was sie von Toten gehört hatte , die im Grabe keine Ruhe finden konnten , weil man ihre letzten Wünsche unerfüllt gelassen , und jetzt auf die Erde zurückkehrten , um die Meineidigen zu strafen und die Bedrückten zu rächen ; sie dachte , wie Mr . Reeds Geist , gequält durch das Unrecht , welches man dem Kinde seiner Schwester zufügte , seine Ruhestätte verließ - und in diesem Zimmer vor ihr erscheinen könne . Sie trocknete ihre Tränen und unterdrückte ihr Schluchzen ; denn sie fürchtete , daß diese lauten Äußerungen ihres Grams eine übernatürliche Stimme zu ihrem Troste erwecken oder aus dem sie umgebenden Dunkel ein Antlitz mit einem Heiligenschein hervorleuchten lassen könne , das sich mit wundersamem Mitleid über sie beugen werde . Das würde entsetzlich sein , und Jane bemühte sich deshalb , solche Gedanken zu unterdrücken . Sie strich das Haar von Stirn und Augen , erhob den Kopf und versuchte , in dem dunklen Zimmer umher zu blicken : in diesem Augenblick erglänzte der Widerschein eines Lichtes ] [ . Da bemerkte ich ] an der Wand [ ! - - War es vielleicht ] [ einen Lichtschein , ] der [ Mondesstrahl ] [ sich bewegte ] , [ ] [ an ] der [ durch eine Öffnung in dem Vorhang drang . fragte sich Jane ? Nein , das konnte nicht sein ; die Mondesstrahlen waren ruhig und dies Licht bewegte sich ; während sie noch hinblickte , glitt es zur ] [ ] Decke [ hinauf ] [ hinaufglitt ] und [ erzitterte über ihrem ] [ dann übet meinem ] Kopfe [ . Wahrscheinlich waren diese Lichtstreifen der Schimmer einer Laterne , welche jemand ] [ her , die ] über den [ freien platz vor dem Hause trug ] [ Hof getragen wurde ] ; [ aber das erschreckte und aufgeregte Gemüt des Kindes hielt den sich schnell bewegenden Strahl für eine Erscheinung ] [ doch damals konnte ich mir sein Erscheinen nicht erklären , und große Angst befiel mich bei seinem Anblick . Er war in meinen Augen ein Gespenst ] aus einer [ anderen ] [ andern ] Welt [ . Ihr Herz pochte laut ] [ ] , [ ihr Kopf wurde heiß ; in den Ohren spürte sie ein Brausen , ] [ und ich hatte wirklich ] das [ sie für ] [ Gefühl , als wenn Flügel durch ] das [ Rauschen ] [ Zimmer rauschten und sich mir näherten . Ich rang nach Luft , ich wollte schreien , konnte aber keinen Laut hervorbringen . Ich stürzte zur Tür und rüttelte an ] der [ Flügel hielt ; ein Etwas schien sich ihr zu nähern ; sie fühlte sich bedrückt , erstickt , ihr Widerstandsvermögen gab nach ; sie stürzte auf die Tür zu und rüttelte mit verzweifelter Anstrengung am Schlosse . Eilende ] [ Klinke . Gleich darauf hörte ich ] Schritte [ kamen : durch den äußeren Korridor daher ; ] [ , ] der Schlüssel wurde [ im Schlosse umgedreht ] [ herumgedreht ] , [ ] [ und ] Bessie und [ Miß ] [ ] Abbot traten ein . , [ Miß Eyre ] [ Johanna ] , [ sind Sie ] [ bist du ] krank ? [ ] [ ' ] fragte Bessie . , [ Welch ] [ Was für ] ein [ fürchterlicher ] [ ] Lärm ! Ich bin [ ganz außer mir ] [ zu Tode erschrocken ] ! ' [ ' rief ] [ setzte ] Abbot [ aus ] [ hinzu ] . , Nehmt mich mit hinaus [ ! Laßt mich ] [ , ich will ] in die Kinderstube [ gehen ] [ ] ! ' schrie [ Jane ununterbrochen ] [ ich in einem fort ] . , Weshalb denn ? [ ] [ rief Bessie . , ] Ist [ Ihnen irgend ] [ ] etwas geschehen ? [ Haben Sie etwas gesehen ] [ Hast du was gesehn ] ? [ ' fragte Bessie wiederum . ] [ Ja ] , [ O , ich sah ] [ ] ein Licht [ und ich meinte , daß ] [ es war ] ein Geist [ kommen würde ] [ ! rief ich . , Ach was , Bessie ] , ' [ ' erwiderte Jane und hatte sich jetzt Bessies Hand bemächtigt . ] [ sagte Abbot ] , [ ] [ , das ist Komödie . ] Sie hat [ mit Absicht so geschrien , erklärte Abbot mit Abscheu . , Und welch ein Geschrei ! Wenn sie große Schmerzen gehabt hätte , so könnte man es noch entschuldigen , aber sie wollte weiter nichts , als ] [ ] uns [ alle herbeilocken . Ich ] [ bloß herrufen wollen , ich ] kenne [ ] [ schon ] ihre [ bösen Streiche schon ] [ Schliche ] . [ ' ' , Was gibt es denn hier ? ? fragte eine andere Stimme gebieterisch ; und Mrs . ] [ Frau ] Reed kam mit flatternden Haubenbändern und wehendem Kleide [ durch den Korridor daher ] [ herbeigelaufen ] . , [ Abbot und Bessie ] [ Was gibt es ? fragte sie . ] , [ ich glaube , daß ich ] [ Ich habe doch befohlen , Johanna nicht ohne meinen ausdrücklichen ] Befehl [ gegeben habe , Jane Eyre in dem roten Zimmer zu lassen ] [ heraus plassen . ] , [ bis ich selbst sie holen würde ? ? , Miß Jane schrie ] [ Sie hat ] so laut [ ] [ geschrien ] , Madame , [ ' ! ] [ ] wandte Bessie [ zögernd ] [ ] ein [ . , Laßt sie los , war die einzige Antwort ] [ ] . , Laß Bessies Hand los , [ Kind : verlaß dich darauf ] [ Johanna ! gebot Frau Reed barsch . ] , [ auf ] [ Auf ] diese Weise [ wirst ] [ erreichst ] du [ nicht hinaus gelangen ] [ nichts , das sage ich dir ] . [ Ich verabscheue solche ] [ Solche ] List , besonders bei Kindern [ ; es ] [ , ] ist [ meine Pflicht , dir ] [ ] zu [ beweisen ] [ verabscheuen , und ich muß dich fühlen lassen ] , daß du mit [ derartigen ] [ solchen ] Ränken [ und Schlichen ] [ ] nicht weit kommst . [ Jetzt wirst du ] [ Du bleibst jetzt ] noch eine [ ganze ] [ ] Stunde [ hierbleiben ] [ hier ] , und [ ] [ dann lasse ich dich ] auch [ dann gebe ich dich ] [ ] nur [ frei ] [ unter der Bedingung heraus ] , [ wenn ] [ daß ] du [ ] [ ganz ruhig und unterwürfig sein wirst . , O , Tante , habe doch Erbarmen und verzeih ] mir [ das Versprechen gibst , vollkommen ruhig und unterwürfig zu sein ] [ ] . [ , O , Tante , hab Erbarmen ! Vergib mir doch ! Ich kann , ich kann es nicht ertragen . Bestrafe ] [ Oder bestrafe ] mich [ doch ] [ ] auf andere Weise [ ] [ - ich halte es hier nicht länger aus . , Ruhe ] ! [ Ich komme um , wenn - - , schrie Jane . , Sei still ! Diese Heftigkeit ] [ Ein so ungestümes Betragen ] ist [ ganz widerlich und ] [ geradezu ] empörend [ ! entgegnete die Tante . Schnell warf ] [ , antwortete ] sie [ Jane ] [ . Und sie mochte wohl auch tatsächlich Anstoß an meinem Wesen nehmen und mich für eine frühreife Komödiantin halten . Sie stieß mich ] in das Zimmer zurück und schloß [ sie ] [ mich ] ohne [ weitere Erklärungen und Worte ] [ weiteres ] wieder ein . [ Jane ] [ Ich ] hörte [ noch , wie ] [ ] sie [ davon rauschte , und ] [ hinwegeilen ; ] bald darauf [ verfiel die Ärmste ] [ muß ich ] in [ Krämpfe und Bewußtlosigkeit ] [ Ohnmacht gefallen sein ] . [ Drittes Kapitel . Der gute Mr . Lloyd ] [ Ich weiß nicht , was nachher geschah ] . Als [ Jane wieder ] [ ich ] erwachte , [ war es mit dem Gefühl eines schrecklichen Alpdrückens , vor sich sah sie eine unheimliche rote Glut , von ] [ lag ich in meinem eigenen Bett in ] der [ sich dicke ] [ Kinderstube ] , [ schwarze Stangen abhoben . Sie hörte Stimmen , die hohl an ihr Ohr klangen , als würden sie durch das Rauschen des Wassers oder Toben des Windes übertönt . Aufregung , Ungewißheit ] [ ] und [ Entsetzen hielten alle ihre Sinne gefangen . Nach einigen Augenblicken gewahrte sie , daß jemand sie berührte , aufhob und in eine sitzende Stellung brachte , und zwar viel zärtlicher und sorgsamer , als sie bis jetzt irgend jemand gestützt oder emporgehoben hatte . Sie lehnte ihren Kopf gegen einen Arm oder ] [ ] ein [ Polster und fühlte sich unendlich wohl . Noch fünf Minuten und die Wolken der Bewußtlosigkeit begannen zu schwinden . jetzt wußte sie sehr wohl , daß sie in ihrem eigenen Bette lag , und daß die rote Glut nichts anderes war , als das ] [ helles ] Feuer [ ] [ brannte ] im Kamin [ der Kinderstube ] [ ] . [ Es war Nacht , eine Kerze brannte auf dem Tische ; Bessie stand am Fußende ihres Bettes und hielt eine Waschschüssel in der Hand , ein Herr saß auf einem Lehnstuhle neben ihr und beugte sich über sie . Jane empfand ein wohltuendes Gefühl des Beschütztseins , als sie sah , daß sich ein Fremder im Zimmer befand , ein Mensch , der nicht zum Haushalt von Gateshead , nicht zu den Verwandten von Mrs . Reed gehörte . Sich von Bessie abwendend , prüfte sie die Gesichtszüge des Herrn ; sie kannte ihn , es war Mr . Lloyd , ein Apotheker , den Mrs . Reed zuweilen rufen ließ , wenn ihre Dienstboten krank waren . Für sich selbst und ihre Kinder nahm sie immer nur die Hilfe des Arztes in Anspruch . , Nun , wer bin ich ? fragte er . Jane sprach seinen Namen aus und streckte ihm zu gleicher Zeit die Hand entgegen ; er nahm sie , lächelte und sagte : , Ah , wir werden uns jetzt langsam erholen . Dann legte er sie nieder , wandte sich zu Bessie , empfahl ihr , sehr vorsichtig zu sein undJane während der Nacht nicht zu stören . Nachdem er noch weitere Weisungen erteilt und gesagt hatte , daß er am folgenden Tage wiederkommen würde , ging er fort zu Janes größter Betrübnis , denn als die Tür sich hinter ihm schloß , verzagte ihr Herz von neuem . , Glauben Sie , daß Sie schlafen können , Miß ? fragte Bessie sie ungewöhnlich sanft . , Ich will es versuchen , ' ' sagte Jane leise . , Möchten Sie nicht irgend etwas essen oder trinken ? , Nein , ich danke , Bessie . , Nun , dann werde ich auch schlafen gehen , denn es ist schon nach Mitternacht ; aber Sie können mich rufen , wenn Sie während , der Nacht irgend etwas brauchen . Durch Bessies Sanftmut beruhigt , wagte das Kind jetzt eine Frage zu stellen . , Bessie , was ist denn mit mir geschehen ? Bin ich sehr krank ? , Ich vermute , daß Sie vor Schreien im roten Zimmer krank geworden sind ; aber Sie werden ohne Zweifel bald wieder ganz gesund sein . Bessie ging in das anstoßende Zimmer der Hausmädchen . Jane hörte , wie sie dort sagte : , Sarah , komm und schlaf bei mir in der Kinderstube , und wenn es mein Leben gälte , so könnte ich diese Nacht nicht mit dem armen Kinde allein bleiben ; es könnte sterben ! Wie sonderbar , daß - Miß Jane einen solchen Anfall haben mußte ! Ich möchte doch wissen , ob sie irgend etwas gesehen hat . Mrs . Reed war dieses Mal aber auch zu hart gegen sie . Sarah kam mit ihr zurück ; beide gingen zu Bett ; sie flüsterten wenigstens noch eine halbe Stunde miteinander , und Jane hörte noch einige Bruchstücke ihrer Unterhaltung , deren Hauptgegenstand sie selbst war . , Etwas ist an ihr vorübergeschwebt , ganz in Weiß gekleidet , dann ist es verschwunden . ' - - , Ein großer , schwarzer Hund hinter ihm . , Dreimal hatte es laut an der Zimmertür geklopft . - - , Ein Licht auf dem Friedhofe gerade über seinem Grabe ' - - usw . , usw . Endlich schliefen beide ein . Feuer und Licht erloschen . In schaurigem Wachen ging die Nacht für Jane langsam hin ; Entsetzen und Angst hielten alle ihre Sinne wach . Diesem Zwischenfall im roten Zimmer folgte keine lange , ernste , körperliche Krankheit und am nächsten Tage gegen Mittag war sie bereits aufgestanden und saß in einen warmen Schal gehüllt vor dem Kaminfeuer . Sie fühlte sich wohl körperlich schwach und gebrochen , aber ein unaussprechlicher Jammer erfüllte ihre Seele , ein Jammer , der ihr fortwährend stille Tränen entlockte . ] [ ]