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[ 1 . Kapitel . Im ] [ Weiter wurde Jane verboten , die Familienzimmer sowohl , als auch die Bibliothek im ersten Stockwerk zu besuchen , sowie ihr Schlafzimmer oder die Küche zu verlassen , ja sie durfte nur mit Mistreß Reed ' s besonderer Bewilligung , welche durch Esther einzuholen war , in den Garten wie überhaupt ins Freie gehen , noch überhaupt mit Jemandem im ] Hause [ der Tante zu Gateshead ] [ verkehren . Jane ' s weiches und tiefes Gemüt empfand diese Demütigungen und Beschränkungen bitter , namentlich schmerzte es sie aufs tiefste , daß sie von Bessie ' s Unterricht und vom Besuche des Bibliothekzimmers ausgeschlossen war ] - [ Hall . Der kalte Winterwind hatte so düstere Wolken und einen so durchdringenden Regen mit sich gebracht , daß ] [ aber sie ertrug ] es [ unmöglich war , an diesem Tage einen Spaziergang zu machen . Das war mir lieb : lange Spaziergänge , besonders an frostigen Tagen , waren mir stets unlieb ; widerwärtig war es mir , in der rauhen Dämmerung nach Hause zu kommen , mit halberfrorenen Händen ] [ still ] und [ Füßen , mit einem Herzen , das durch das Schelten der Kinderwärterin Bessie tieftraurig war , gedemütigt durch das Bewußtsein , unter Eliza , John und Georgina Reed physisch so tief zu stehen . Eliza , John und Georgina hatten sich im Wohnzimmer um ihre Mama geschart : diese lag auf einem Sofa in der Nähe des Kamins und umgeben von ihren Lieblingen , die zufälligerweise in diesem Augenblick weder weinten noch sich zankten , sah sie vollkommen glücklich aus . Ich durfte mich nicht daran beteiligen , indem sie sagte , daß sie mir erst verzeihen würde , wenn sie es selbst sähe und durch Bessies Worte zu der Überzeugung gelangt sein würde , daß ich mich ernstlich bestrebte , mir ein kindlicheres , offenherzigeres , natürlicheres Benehmen anzueignen , wie es zufriedenen Kindern gezieme . , Was sagt denn Bessie , was ich getan habe ? fragte ich . , Jane , ich liebe weder Spitzfindigkeiten noch Fragen ; es ist mir widerlich , wenn ein Kind sich gegen ältere Leute in dieser Weise benimmt . Setze dich irgendwo hin und schweig , bis du freundlicher reden kannst . Ein kleines Frühstückszimmer stieß an das Wohnzimmer ; ich schlüpfte hinein . Hier stand ein Bücherschrank . Bald hatte ich mich eines großen Bandes bemächtigt , nachdem ich mich zuerst vorsichtig vergewissert hatte , daß Bilder darin waren . Ich stieg auf die Fensterbank , zog die Füße nach und kreuzte die Beine wie ein Türke ; dann zog ich die dunkelroten MoireeVorhänge fest zusammen und saß so in einer doppelten Verborgenheit . In Zwischenräumen , wenn ich die Blätter meines Buches wendete , betrachtete ich durch das Fenster das Bild dieses winterlichen Nachmittags . In der Ferne war nichts als blasser Nebel ; in der Nähe der feuchte platz vor dem Hause und ein unaufhörlicher vom heulenden Sturm getriebener Regen . Ich kehrte zu meinem Buche zurück - - , Bewicks Geschichte der britischen Vögel ' ' ; im allgemeinen kümmerte ich mich wenig um den gedruckten Text des Werkes , und doch waren da einige einleitende Seiten , welche ich , obgleich ich noch ein Kind war , nicht gänzlich übergehen konnte . Es waren jene , die von den Schlupfwinkeln der Seevögel handelten , von den einsamen Felsen und Klippen , welche nur sie bewohnen , von der Küste Norwegens , von ihrer äußersten Spitze , bem Lindesnäs , bis zum Nordkap mit seinen Inseln . Wo der nördliche Ozean , in wildem Wirbel Um die nackten , einsamen Inseln tobt , Dieses fernste Eiland ; und das Atlantische Meer Sich stürmisch zwischen die Hebriden wälzt . Auch konnte ich nicht unbeachtet lassen : die Beschreibung von den düsteren Küsten Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novazemblas , Islands , Grönlands , mit der arktischen Zone und den einsamen Regionen von Eis und Schnee , welche den Nordpol umgeben . Von diesen schauerlich kalten Regionen machte ich mir meine eigene Vorstellung : schattenhaft , wie alle unverstandenen Gedanken , die durch eines Kindes Hirn gehen , aber einen seltsam tiefen Eindruck hinterlassend . Die Worte dieser einleitenden Seiten verbanden sich mit den darauffolgenden Bildern : jenem Felsen , der aus einem Meer von Wellen und Wogenschaum emporragte ; dem zertrümmerten Boote , das an öder Küste gestrandet ; dem kalten , geisterhaften Monde , der durch düstere Wolkenschichten auf ein sinkendes Wrack herabblickt . Jedes Bild erzählte eine Geschichte : oft war diese für meinen unentwickelten Verstand geheimnisvoll , stets aber interessant , so interessant wie die Erzählungen Bessies , wenn sie zuweilen an Winterabenden in guter Laune war ; dann pflegte sie ihren Plätttisch an dem Kaminfeuer der Kinderstube aufzustellen und erlaubte uns , unsere Stühle um denselben zu setzen , und während sie dann Mrs . Reeds Spitzenvolants bügelte und die Spitzen ihrer Nachthauben kräuselte , erzählte sie uns Abenteuer und uralte Märchen . Mit Bewick auf meinen Knien war ich glücklich : glücklich wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung - und diese kam nur zu bald . Die Tür zum Frühstückszimmer öffnete sich . , Heda , Träumerin ! ' rief John Reed ; dann hielt er inne ; offenbar war er erstaunt , das Zimmer leer zu finden . , Wo zum Teufel ist sie denn ? fuhr er fort , Lizzy ! Georgy ! ' rief er seinen Schwestern zu . , Jane ist nicht hier . Sagt doch Mama , daß sie in den Regen hinausgelaufen ist - - das böse Tier ! ' ' , Wie gut , daß ich den Vorhang zusammengezogen habe , dachte ich ; und dann wünschte ich inbrünstig , daß er mein Versteck nicht entdecken möge ; er würde es auch niemals entdeckt haben ; er war langsam , sowohl von Begriffen wie in seinem Beobachtungsvermögen ; aber Eliza steckte den Kopf zur Tür hinein und sagte sofort : , Sie ist sicherlich im Fenstersitz . Ich trat sofort heraus , denn ich zitterte bei den Gedanken , daß der erwähnte Jack mich hervorziehen würde . , Da bin ich , was wünschst du ? fragte ich mit Mißtrauen . , Es heißt : Was wünschen Sie , Mr . Reed , lautete seine Antwort . John Reed war ein Schuljunge von vierzehn Jahren ; vier Jahre älter als ich , denn ich war erst zehn Jahre alt ; groß und stark für sein Alter , mit einer ungesunden Gesichtsfarbe ; große Züge in einem breiten Gesicht , plumpe Gliedmaßen und große Hände und Füße . Gewöhnlich pflegte er sich bei Tische so vollzuessen , daß er gallig wurde ; dadurch wurden seine Augen trübe und seine Wangen schlaff . Er hätte jetzt in der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn für ein bis zwei Monate nach Hause genommen , , seiner zarten Gesundheit wegen ' ' . Mr . Miles , sein Lehrer , versicherte , daß es ihm außerordentlich gut gehen würde , wenn man ihm nur weniger Kuchen und Konfekt von Hause schicken wollte ; aber das Herz der Mutter empörte sich bei einer so lieblosen Meinung und neigte mehr zu der Ansicht hin , daß Johns blasse Farbe von allzu großem Fleiße und vielleicht auch von Heimweh herrühre . John hatte wenig Liebe für seine Mutter und seine Schwestern und eine starke Abneigung gegen mich . Er quälte und schlug mic ; nicht etwa dann und wann , sondern fortwährend und unaufhörlich ; jeder Nerv in mir fürchtete ihn , wenn er in meine Nähe kam . Es gab Augenblicke , wo der Schrecken , den er mir einflößte , mic ganz verwirrt machte ; denn ich fand niemand , der mich gegen seine Drohungen und Tätlichkeiten verteidigte ; die Dienerschaft mochte ihren jungen Herrn nicht beleidigen , indem sie für mich gegen ihn Partei ergriff , und Mrs . Reed war blind und taub . Sie sah niemals , wenn er mich schlug , sie hörte niemals , wenn er mich beschimpfte , obgleich er beides gar oft in ihrer Gegenwart tat ; häufiger noch peinigte er mich hinter ihrem Rücken . Aus Gewohnheit gehorchte ich John auch dieses Mal und näherte mich seinem Stuhl : ungefähr drei Minuten streckte er mir seine Zunge so weit entgegen , wie er es ermöglichen konnte ; ich wußte , daß er mich jetzt gleich schlagen würde , und obgleich ich den Schlag fürchtete , vermochte ich doch über das häßliche Gesicht des Burschen meine Betrachtungen anzustellen . Ich weiß nicht , ob er diese Gedanken auf meinem Gesichte las , denn plötzlich , ] [ ] ohne ein [ ] [ lautes ] Wort [ zu sagen , schlug er heftig auf mich los . Ich taumelte ] [ der Klage ] ; [ dann gewann ich das Gleichgewicht wieder und trat einige Schritte von seinem Stuhl zurück . , Das ist für die Frechheit , mit der du vor einer Weile Mama eine Antwort gegeben hast , ' ! sagte er , , und dafür , daß du dich hinter den Vorhang verkriechst und für den Blick , den ich vor zwei Minuten in deinen Augen gewahrte , du Ratte , du ! ' An Johns Beschimpfungen gewöhnt , fiel es mir niemals ein , irgend etwas auf dieselben zu erwidern ; ich dachte nur daran , wie ich den Schlag aushalten sollte , der unfehlbar auf die Schmähung folgen würde . , Was hast du da hinter dem Vorhang gemacht ? fragte er weiter . , Ich habe gelesen . ' Zeige mir das Buch . Ich ging an das Fenster zurück und holte es . , Du hast keine Erlaubnis , unsere Bücher zu nehmen ; du bist eine Untergebene , hat Mama gesagt ; du hast kein Geld ; dein Vater hat dir nichts hinterlassen ; eigentlich solltest du betteln und hier nicht mit vornehmen Kindern , wie wir es sind , zusammenleben und dieselben Mahlzeiten essen wie wir und Kleider tragen , die Mama bezahlen muß . Nun , ich will dich lehren , zwischen meinen Büchern umherzustöbern , denn sie gehören mir , und das ganze Haus gehört mir oder wird mir wenigstens in einigen Jahren gehören . Geh ' und stell ' dich an die Tür ! r Ich gehorchte , da ich keine Ahnung von seiner Absicht hatte ; als ich aber gewahrte , daß er das Buch emporhob und mit demselben zielte , sprang ich unwillkürlich zur Seite und stieß einen Schreckensschrei aus , jedoch nicht früh genug ; das Buch traf mich , und ich fiel mit dem Kopf gegen die Tür und verletzte mich . Die Wunde blutete , der Schmerz war heftig . , Böser , grausamer Bube ! ' ' schrie ich . , Du bist wie ein Mörder - - du bist wie ein Sklaventreiber - - du bist wie die römischen Kaiser ! Ich hatte Goldsmiths Geschichte Roms gelesen und mir meine eigene Ansicht über Nero , Caligula und andere gebildet . Im stillen hatte ich Vergleiche angestellt , welche laut zu äußern ich mir allerdings niemals vorgenommen hatte . , Was ! Was ! ' schrie er . , Hat sie das zu mir gesagt ? Habt ihr es gehört , Eliza und Georgina ? Das werde ich der Mama erzählen ! Aber zuvor - Er rannte auf mich zu ; ich fühlte , wie er mein Haar und meine Schulter faßte ; er kämpfte mit einer Verzweifelten . Ich sah wirklich in ihm einen Tyrannen , - einen Mörder . Ich fühlte dann , wie Blutstropfen von meinem Kopfe auf den Hals herabträufelten und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Gefühle siegten für den Augenblick über die Furcht , und ich trat ihm in wahnsinniger Wut entgegen . Was ich mit meinen Händen tat , kann ich jetzt nicht mehr sagen , aber er schrie fortwährend laut : , Ratte , Ratte ! ? Bald kam ihm Hilfe . Mrs . Reed erschien auf der Szene , und ihr folgten Bessie und ihr Kammermädchen Abbot . Man trennte uns ; dann vernahm ich die Worte : , Um des Himmels willen ! Welch eine Furie , so auf Mr . John loszustürzen ! ' , Hat man jemals ein so wütendes Geschöpf gesehen ! ' Dann fügte Mrs . Reed hinzu : , Führt sie in das rote Zimmer und schließt sie dort ein . ' Vier Hände ergriffen mich , und ich wurde die Treppe hinaufgetragen . 2 . Kapitel . Meine Hausgenossen . Auf dem ganzen Wege leistete ich Widerstand ; dies war etwas Neues bei mir und ein Umstand , der Bessie und Miß Abbot in der schlechten Meinung bestärkte , welche diese ohnehin schon von mir hegten . Tatsache ist , daß ich vollständig außer mir war . Ich ] [ sie ] wußte sehr wohl , daß [ die Empörung dieses ] [ sie eine solche Behandlung nicht verdient hatte , und machte daher auch keinen Versuch , bei ihrer Tante um eine Aufhebung dieser Verbote bittweise nachzusuchen . Still und ergeben trug sie ihr einsames und trauriges Los , ja sie lebte nur glücklich in der Erinnerung an Onkel Reed , dessen Liebe und unaussprechliche Güte gegen sie mit lebhaften Zügen in ihr junges Herz eingeprägt war ; in solchen Stunden lebte sie glücklich allein unter Thränen . Die Köchin Esther war ein gutmütiges Geschöpf , das Mitleid mit dem stillen und sonst unverdrossenen Mädchen hatte und richtete nach etwa acht Tagen ihres Beisammenseins mit Jane , gerade an einem schönen Wintersonntag Nachmittag , als alle Arbeit in der Küche beendigt war , die mitleidige Frage an sie : Willst Dn die Tante nicht bitten , Jane , daß sie Dir erlaubt , mit mir ] einen [ Augenblicks ] [ kleinen Spaziergang zu machen ? Nein ! lautete die kurze Antwort . Und warum willst Du nicht mit ] mir [ schon schwere Strafen zugezogen haben ] [ gehen , Jane ? fragte Esther weiter . Sei nicht böse mit mir , Esther , sprach Jane weiter , ich weiß , Du meinst es gut mit mir , und ich möchte so gern hinaus in die frische , sonnenhelle Winterluft , aber die Tante Reed um diese Erlaubnis zu bitten - das vermag ich nicht über mich zu gewinnen . Und warum nicht , Du seltsames Geschöpf ? Weil sie mich für John ' s Unrecht , das er mir zugefügt hat , bestraft , ja grausam bestraft . So will ich die Tante in meinem Namen darum bitten ? Nein , liebe Esther , ich bitte Dich herzlich , thue das nicht . Ich mag nicht um Etwas bitten und auch keinen Menschen für mich bitten lassen um eine Sache , die man mir nicht freiwillig gewährt und auf welche ich so gut ein Recht habe , wie jedes andere Geschöpf , das seine Pflicht gethan hat . Nun , so gehe ich allein , sprach Esther verdrießlich ; ich will Dich nicht zum Vergnügen zwingen . Zu Ostern des kommenden Jahres verließ John Reed Gateshead , um eine Schule in London zu besuchen und sich für den Besuch der Universität weiter ausbilden zu lassen , während sich in Jane ' s Verhältnis zu ihrer Tante nicht das Geringste verändert hatte . Mistreß Reed erkundigte sich bei Esther nach Jane ' s Verhalten und ] mußte [ , ] [ zu ihrer Verwunderung ] und [ ] [ mit Widerwillen vernehmen , daß sie sich fügsam , willig , unverdrossen und fleißig zeige , ohne im Geringsten zu klagen oder eine Bitte um Erleichterung ihrer Strafe auszusprechen . Daß ihre Abneigung und ihr Groll durch diese Mitteilungen sich nicht milderte , ist zwar sehr leicht begreiflich bei ihrem Charakter , aber sie hob doch , veranlaßt durch Esther ' s Bitten , das Verbot für den Besuch des Gartens gegen Jane freiwillig auf , und hoffte nun , daß auch Jane sich ihr wieder nähern und sie um Verzeihung für ihr Betragen gegen John bitten würde - hierin jedoch täuschte sie sich vollständig , denn Jane machte von dem Besuche des Gartens und der Umgebung so wenig ] wie [ viele rebellische Sklaven ] [ möglich Gebrauch und zeigte auch nicht die kleinste Spur von einer Annäherung an ihre Tante , ja sie ging sogar so weit , ihre Nähe absichtlich zu meiden . Es ] war [ ] [ dies durchaus kein lobenswerter , wenn auch ein erklärlicher Zug in dem Charakter des sonderbar gearteten Mädchens , aber Jane fühlte Mistreß Reed ' s Haß gegen ihre Person beinahe instinktmäßig und wollte nicht , daß diesem durch irgend eine Berührung neue Nahrung gewährt werden sollte . In seinen Sommerferien kehrte John Reed nach Gateshead auf einige Wochen zurück und hiermit begann für Jane eine neue Zeit der Plage . Sie wich ihm aus , so viel sie konnte ; sie ging nicht ins Freie , wenn sie ihren Verfolger , der immer noch an ihr Rache zu nehmen suchte , zu Hause wußte , und nur in später Abendstunde huschte sie zuweilen auf kurze Zeit wie ein scheues Reh in die Gänge des Parkes . Trotz aller ihrer Vorsicht stieß sie bei einem solchen Versuche auf ihren Gegner , der ihr mit einem Hammer in der Hand plötzlich entgegentrat ; sie wich ihm rasch aus , John aber fuhr heftig mit den Worten auf sie los : Habe ] ich [ fest entschlossen ] [ Dich endlich einmal erwischt ] , [ bis zum Äußersten ] [ um Dich für Deine Kratzerei nach Gebühr züchtigen ] zu [ gehen . , Halten Sie ihre ] [ können ! und faßte sie hart am ] Arme [ , Miß Abbot ; sie ist wie eine wilde Kate ] [ ] . [ , Schämen Sie sich ! Schämen Sie sich ! ' ' rief das Kammermädchen . , Welch ein abscheuliches Betragen , Miß Eyre , den jungen Herrn zu schlagen ! Den Sohn Ihrer Wohltäterin ! Ihren Herrn ! ' , Herr ! Wie , ist er mein Herr ? Bin ich denn eine Dienerin ? , Nein . Sie sind weniger als eine Dienerin , denn Sie tun nichts , Sie arbeiten nicht für Ihren Unterhalt . Da ! Setzen Sie sich und denken Sie über Ihre Bosheit nach ! Unterdessen hatten sie mich in das von Mrs . Reed bezeichnete Gemach gebracht und mich auf einen Stuhl geworfen ; wie eine Sprungfeder wollte ich wieder von demselben emporschnellen ; vier Hände hielten mich jedoch augenblicklich wie mit eisernen Klammern fest . , Wenn Sie nicht stillsitzen , werden wir Sie anbinden , ' ' sagte Bessie . , Miß Abbot , leihen Sie mir Ihre Strumpfbänder ; denn die meinen würde sie bald zerreißen . Diese Vorbereitungen zu meiner Fesselung und die neue Schande minderten meine Aufregung ein wenig . , Machen Sie sich keine Mühe , schrie ich , , ich werde ganz stillsitzen . Zum Beweise hielt ich mich mit beiden Händen an meinem Sitz fest . , Rühren Sie sich ja nicht , ' sagte Bessie ; und als sie sich überzeugt hatte , daß ich wirklich anfing , mich zu beruhigen , ließ sie ] [ Laß ] mich los [ ] [ , John , sprach Jane finster und entschlossen - ich habe mit Dir nichts zu schaffen . Aber ich muß mit Dir , Du falsche Katze , Abrechnung halten , höhnte sie der rohe Bursche ] ; [ dann stellten sie ] [ Du sollst und mußt jetzt büßen für alles Unheil , das Du in unserem Hause angestiftet hast . Laß mich los , John , rief Jane ernster und dringender , oder Du zwingst mich wieder , Gewalt gegen Gewalt zu brauchen und mir zu helfen , wie ich kann . Das wollen wir doch sehen ! schrie John wild und hob den Hammer zum Schlage aus , flog aber , von einem unerwarteten Stoße von Jane ' s freier Hand getroffen , an einen Baum und mußte des Mädchens andere ganz wider seinen Willen freilassen . Jane benutzte diesen Augenblick und suchte zu entkommen , während John , wütend geworden durch den erhaltenen Stoß , ihr nachsetzte und sie auch wirklich einholte . Hastiger als zuvor bei der Hand , packte er sie am Haar und schwang den Hammer über ihrem Kopfe ; doch wie ein Blitz fing Jane seine Hand auf ] und [ Miß Abbot ] [ versetzte während ihres Ringens mit John denselben , da sie ] sich [ ] [ nicht weiter zu helfen wußte , einen kräftigen Biß in die Finger seiner rechten Hand , so daß er den Hammer fallen laßen mußte - schrie er nun laut : Hilfe ! Hilfe ! Jane hat mich überfallen und blutig gebissen . Hilfe ! Hilfe ! sie droht mir ] mit [ gekreuzten Armen ] [ dem Hammer . Auf diesen Ruf hin wurde es lebendig im Garten . Bessie , Esther , Jack , Alle liefen herbei und traten zwischen die bleiche noch zornfunkelnde Jane und den schreienden Burschen , der jetzt wieder Courage bekam und Jane zu seiner Mutter zu führen befahl . Was hat das unheilvolle Geschöpf schon wieder ausgeführt ? fragte Mistreß Reed streng , als Jane stumm und niedergeschlagenen Blickes ] vor [ ] [ ihr in der Stube stand . Sie hat ] mich [ und blickten ] [ überfallen , ] mich [ finster ] [ in die Hand gebissen und mit dem Hammer bedroht , berichtete John mit augenscheinlicher Lügenhaftigkeit und unverschämter Dreistigkeit . Du hast es gewagt , Dich wieder ] an [ ] [ John zu vergreifen und ihn hinterrücks zu überfallen ? rief Mistreß Reed heftig ] , [ als zweifelten ] [ obwohl ] sie [ ] [ halb und halb der Überzeugung war , daß es umgekehrt stattgefunden hatte ; aber ihr Haß gegen Jane war durch deren Unbeugsamkeit zu einer Höhe bereits gesteigert , von welcher keine Umkehr mehr möglich war . Sieh , Mama , hier meine blutende Hand ! sprach John listig , die Elende wagt es nicht , Dich oder mich anzusehen und ihre Schuld zu bekennen . Laß sie büßen dafür , liebe Mama . Wirst Du Antwort geben , freches Geschöpf ! herrschte die immer heftiger werdende Frau das duldende Mädchen ] an [ ] [ . Bekenne Dein Vergehen offen , oder zittre vor ] meinem [ gesunden Verstande ] [ Zorn ] . [ ] [ Eine unheimliche Pause trat ein ] , [ Das ] [ während deren nur Sarah Reed ' s erregte Atemzüge deutlich vernehmbar waren . Jane bewegte kein Glied und blickte nicht vom Boden auf . Weißt Du , Mama , rief John , es dunkelt schon , stecke das böse Mädchen , das mir nach dem Leben getrachtet , in Papa ' s Sterbezimmer - dort soll ja sein Geist umgehen und uns schrecken wollen ! Dort kann sie zubringen , bis sie ihre schlechte That eingestanden und bekannt ] hat [ ] [ . Recht so ! Mit diesem Worte erfaßte Mistreß Reed Jane ' s Arm und zog ] sie [ ] [ nach dem Kabinet , in dem ihr Gatte verschieden und das ] bis jetzt noch [ niemals getan , ' ' sagte endlich Bessie zur Abigail gewendet ] [ nicht wieder bewohnt worden war ] . [ ] [ Jane zuckte jetzt entsetzt zusammen ; eine unerklärbare Furcht ] , [ Aber es hat schon lange in ] [ ein nicht zu bekämpfendes Entsetzen überfiel sie und raubten ] ihr [ gelegen ] [ beinahe die Besinnung . Erst als die verhängnisvolle Thür sich hinter ihr geschlossen ] , [ ' ' war die Antwort . ] [ ward sie sich ihrer Lage klar und mit bittender herzzerreißender Stimme flehte sie : Tante Reed ] , [ Ich habe der gnädigen Frau schon oft meine Meinung über das Kind gesagt , und sie denkt ebenso . ] [ haben ] Sie [ ist für ihr Alter ein verstocktes und verschlossenes Ding . Bessie antwortete nicht ; nach einer Weile wandte sie sich zu mir und sagte : ] [ Mitleid ! Tante Reed ] , [ Fräulein , ] [ haben ] Sie [ sollten doch bedenken , daß Sie Mrs . Reed verpflichtet sind , sie erhält Sie . Wenn sie Sie fortjagte , so müßten Sie ins Armenhaus gehen . ' Auf diese Wort fand ich nichts zu erwidern ; sie waren mir nicht mehr neu . Dieser Vorwurf meiner Abhängigkeit war in meinen Ohren fast zum leeren Singsang geworden . Nun fiel auch Miß Abbot ein : , Und Sie sollten auch nicht denken , daß Sie den Damen Reed und Mr . Reed ebenbürtig sind , weil Mrs . Reed Ihnen gütig erlaubt , mit ihren Kindern erzogen zu werden . Diese werden einmal sehr reich werden , und Sie sind arm . Sie müssen bescheiden sein und versuchen , sich bei ihnen beliebt zu machen . ' , Was wir Ihnen sagen , ist nur zu Ihrem Besten , fügte Bessie hinzu , , Sie sollten versuchen , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden Sie hier vielleicht eine Heimat finden ; wenn Sie aber heftig und ungezogen werden , so wird Mrs . Reed Sie zweifellos fortschicken . , Außerdem , sagte Miß Abbot , , wird Gott Sie strafen . Er könnte Sie in Ihrem Zorn tot zu Boden fallen lassen , und wohin kämen Sie dann ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen ; um nichts in der Welt möchte ich ihr Herz haben . Sagen Sie Ihr Gebet , Miß Eyre , wenn Sie allein sind ; denn wenn Sie nicht bereuen , könnte etwas durch den Kamin herunterkommen und Sie mitnehmen . Sie gingen und schlossen die Tür hinter sich zu . Das rote Zimmer war ein Gemach , in dem nur selten jemand schlief . Und doch war es eins der schönsten und prächtigsten Gemächer in Gateshead - Hall . Im Mittelpunkt stand ein Bett von Mahagoni , mit Vorhängen von dunkelrotem Damast behängt ; die beiden großen Fenster wurden durch Draperien von demselben Stoffe halbverhüllt ; der Teppich war rot ; der Tisch am Fußende des Bettes war mit einer roten Decke belegt ; die Wände waren mit einem Stoffe behängt , der auf lichtbraunem Grunde ein zartes rosa Muster trug ; der Kleiderschrank , der Toilettetisch , die Stühle waren aus dunklem , poliertem Mahagoni angefertigt . Aus diesen düsteren Schatten erhoben sich weiß und glänzend die Kopfkissen unheimlich stach ein ebenfalls weißer Lehnstuhl hervor . Damals erschien er mir wie ein geisterhafter Thron . Das Zimmer war eisigkalt , weil nur selten ein Feuer in demselben angezündet wurde ; es war still , weil es weit von der Kinderstube und den Küchen entfernt lag ; unheimlich , weil niemals jemand dasselbe betrat . Mr . Reed war seit neun Jahren tot ; in diesem Gemache hatte er seinen letzten Atemzug getan ; hier lag er aufgebahrt ; von hier hatten die Leichenträger ihn hinausgetragen - und seit jenem Tage wurde dieser Raum ängstlich gemieden . Auch mich ergriff bald die Angst in diesem unheimlichen Aufenthaltsorte . Ich stand auf , um nachzusehen , ob die Tür zu öffnen sei . Ach ! Keine Kerkertür konnte sicherer verschlossen sein ! Als ich wieder zurückging , mußte ich an dem Spiegel vorüber . In ihm sah alles noch kühler und hohler und düsterer aus als in Wirklichkeit , und die wunderliche , kleine Gestalt , die mir aus ihm entgegen blickte , mit blassem Gesicht und Armen , die scharf aus der Dunkelheit hervorleuchteten , sah aus , wie ein wirkliches Gespenst ; ich dachte an einen jener Kobolde , wie sie in Bessies Dämmerstunden - Geschichten aus wilden Schluchten und düsteren Mooren hervorkamen . Ich kehrte auf meinen Sit zurück , Mancherlei Empfindungen stiegen jetzt in mir auf : John Reeds rohe Tyrannei die hochmütige Gleichgültigkeit seiner Schwestern , die Abneigung seiner Mutter , die Parteilichkeit der Dienstboten ! Weshalb mußte ich stets leiden , stets mit verächtlichen Blicken angesehen werden , immer beschuldigt , immer verurteilt werden ? Weshalb konnte ich es niemand recht machen ? Vor Eliza , die so eigensinnig und selbstsüchtig war , hatte man Achtung . Jedermann hatte Nachsicht mit Georgina , die stets übelgelaunt und trotzig und boshaft war . Ihre Schönheit , ihre rosigen Wangen und goldigen Locken schienen jeden zu entzücken , der sie anblickte , und ihk Nachsicht für all ihre Mängel und Fehler zu erkaufen . John wurde niemals bestraft , niemand widersprach ihm jemals , obgleich er den Tauben die Hälse umdrehte , die jungen Hühner umbrachte , die Hunde auf die Schafe hetze ; er nannte seine Mutter sogar , alte Tante ' ' ; zerriß und beschmutzte ihre seidenen Kleider nicht selten , - und doch war er , ihr einziger Lieb ling ' . I ch wagte niemals , einen Fehler zu begehen ; ich gab mir Mühe , meine Pflicht zu tun , und mich nannte man unartig , mürrisch und hinterlistig , vom Morgen bis zum Abend . Mein Kopf schmerzte noch und blutete nach dem erhaltenen Schlage und dem Falle , welchen ich getan hatte ; niemand hatte John einen Verweis erteilt , weil er mich grundlos geschlagen ; aber weil ich mich gegen ihn aufgelehnt hatte , hatten alle mich mit den lautesten Schmähungen überschüttet . Wie erregt war mein Gemüt , wie furchtbar empört mein Herz ! Ich hatte keine Antwort auf die unaufhörlich wiederkehrende Frage , weshalb ich so viel leiden mußte . jetzt nach Verlauf von vielen Jahren ist mir alles klar . Ich war in Gateshead - Hall ein Stein des Anstoßes . Sie liebten mich nicht , und in der Tat , ich liebte sie ebensowenig . Es war auch nicht ihre Pflicht , mit Liebe auf ein Wesen zu blicken , welches mit niemand sympathisieren konnte ; ein nutzloses Wesen , welches ihrem Interesse nicht dienen , zu ihrem Vergnügen nichts beitragen konnte . Ich weiß wohl , daß , wenn ich ein geistreiches , schönes , wildes Kind gewesen wäre - wenn auch ebenso abhängig und freundlos - - so würde Mrs . Reed meine Gegenwart mit mehr Geduld ertragen haben ; ihre Kinder hätten für mich ein freundlicheres Gefühl der Gemeinsamkeit gehegt ; die Dienstboten wären weniger geneigt gewesen , mich zum Sündenbock der Kinderstube zu machen . Auf den bewölkten Nachmittag folgte die trübe Dämmerung . Ich hörte den Regen noch unaufhörlich gegen das Fenster der Treppe schlagen , wie den Wind in den Gebüschen hinter dem Herrenhause heulen ; nach und nach wurde ich so kalt wie Stein , und dann begann mein Mut zu sinken . Die gewöhnliche Demut , Zweifel an mir selbst , einsame Traurigkeit bemächtigten sich meiner und schlugen die Asche meiner dahinschwindenden Wut nieder . Alle sagten ja , daß ich boshaft sei - - vielleicht war es der Fall , denn hatte ich nicht soeben den Gedanken gefaßt , mich zu Tode zu hungern ? Das war doch gewiß ein Verbrechen : war ich bereit zu sterben ? oder war das Gewölbe unter der Kanzel in der Kirche von Gateshead ein so einladendes Ziel ? In diesem Gewölbe lag Mr . Reed begraben , wie man mir gesagt hatte . Ich konnte mich seiner nicht erinnern ; aber ich wußte , daß er mein Onkel gewesen , - der einzige Bruder meiner Mutter - daß er mich in sein Haus aufgenommen , als ich ein armes , elternloses Kind gewesen ; und daß er noch in seinen letzten Augenblicken Mrs . Reed das Versprechen abgenommen hatte , mich wie ihr eigenes Kind zu erziehen . Mrs . Reed war höchstwahrscheinlich der Überzeugung , daß sie dieses Versprechen gehalten habe , und soweit ihr Charakter ihr dies erlaubte , hatte sie es auch getan ; aber wie sollte sie denn auch in Wirklichkeit für einen Eindringling Liebe hegen , der nicht zu ihrer Familie gehörte und nach dem Tode ihres Gatten durch keine Bande mehr an sie geknüpft war ? Es mußte allerdings ärgerlich sein , sich durch ein unter solchen Umständen gegebenes Versprechen gebunden zu sehen , an einem fremden Kinde , das sie nicht lieben konnte , Mutterstelle zu vertreten . Eine sonderbare Idee stieg in mir auf . Ich dachte , wie Mr . Reeds Geist , gequält durch das Unrecht , welches man dem Kinde seiner Schwester zufügte , seine Ruhestätte verließ - entweder in dem Gewölbe der Kirche oder in dem unbekannten Lande der Abgeschiedenen und in diesem Zimmer mir erscheinen könne . Ich trocknete meine Tränen und unterdrückte mein Schluchzen ; denn ich fürchtete , daß diese lauten Äußerungen meines Kummers eine übernatürliche Stimme zu meinem Troste wachrufen könnten , oder aus dem mich umgebenden Dunkel ein Antlitz hervorleuchten lassen könnten , das sich mit wundersamem Mitleid über mich beugte . Mein Haar von Stirn und Augen streichend , erhob ich den Kopf und versuchte in dem dunklen Zimmer umherzublicken . In diesem Augenblick sah ich einen Lichtschein an der Wand ! - - War es vielleicht der Mondstrahl , der durch eine Öffnung in dem Vorhang drang , fragte ich mich ? Nein , die Mondstrahlen waren ruhig , und dies Licht bewegte sich ; während ich noch hinblickte , glitt es zur Decke hinauf und erzitterte über meinem Kopfe . jetzt kann ich freilich begreifen , daß dieser Lichtstreifen wahrscheinlich der Schimmer einer Laterne war , welche jemand über den freien Plat vor dem Hause trug ; aber damals hielt ich in meinem aufgeregten Gemüt den sich schnell bewegenden Strahl für den Vorboten einer Erscheinung aus einer anderen Welt . Mein Herz pochte laut , mein Kopf wurde heiß ; in meinen Ohren spürte ich ein Brausen , das ich für das Rauschen der Flügel hielt . Ich fühlte meinen Atem stocken , ich stürzte auf die Tür zu und rüttelte mit verzweifelter Anstrengung am Schlosse . Eilende Schritte kamen durch den äußeren Korridor daher ; der Schlüssel wurde im Schlosse umgedreht , Bessie und Miß Abbot traten ein . , Miß Eyre , sind Sie krank ? fragte Bessie . , Welch ein schrecklicher Lärm ] [ Erbarmen ] ! Ich bin [ ganz außer ] [ ja völlig unschuldig , aber man glaubt ] mir [ ! ' ' rief Abbot ] [ ja nicht . Bei dem Andenken an meinen gütigen verstorbenen Onkel lassen Sie mich ] aus [ . , Nehmt mich mit hinaus ! Laßt mich in die Kinderstube ! schrie ich . , Weshalb denn ? Ist Ihnen irgend etwas geschehen ? Haben Sie etwas gesehen ? ' fragte Bessie wiederum . , O , ich sah ein Licht und ich meinte , daß ein Geist kommen würde . Ich hatte mich jetzt Bessies Hand bemächtigt , und sie entzog sie mir nicht . , Sie hat mit Absicht so geschrien , ' erklärte Abbot mit einigem Widerwillen . , Und welch ein Geschrei ! Wenn sie Schmerzen gehabt hätte , so könnte man es noch entschuldigen , aber ihre einzige - Absicht war , uns alle herbeizulocken . Ich kenne ihre Unarten schon . ' , Was geht hier vor ? fragte eine andere Stimme gebieterisch ; und Mrs . Reed kam mit flatternden Haubenbändern und wehendem Kleide durch den Korridor daher . , Abbot und Bessie , ich glaube , daß ich befohlen habe , Jane Eyre in dem roten ] [ diesem ] Zimmer [ zu lassen , bis ich selbst sie holen würde ? ein . , Miß Jane schrie so laut , Madame , wandte Bessie zögernd , Laß sie los , war die einzige Antwort . , Laß Bessies Hand los , Kind : verlaß dich darauf , auf diese Weise wirst du nicht durchkommen . Ich verabscheue solche List , besonders bei Kindern ; es ist meine Pflicht , dir zu beweisen , daß du mit solchen Kniffen nicht weit kommst . jetzt wirst du noch eine Stunde hierbleiben , und nur unter der Bedingung gebe ich dich frei , wenn du mir das Versprechen gibst , vollkommen ruhig und unterwürfig zu sein . ' , O , Tante hab ' Erbarmen ! Vergib mir doch ] [ ] ! Ich kann [ es ] [ hier ] nicht [ ertragen . - - Bestrafe mich doch auf andere Weise ] [ bleiben ] ! Ich [ komme ] [ sterbe hier . Kannst Du nun sprechen und gute Worte geben ] , [ Sei still ] [ Du Undankbare ? rief ihre Tante . Nein , Du bleibst zur Strafe so lange in diesem Zimmer , bis Du Deine Schuld bekannt hast . Ich habe nichts gethan ] ! [ Diese Heftigkeit ist ganz empörend ] [ Ich bin unschuldig ] ! [ Ohne Zweifel hegte sie auch Abscheu gegen mein Betragen ] [ jammerte Jane ] . [ In lhren Augen war ich ] [ John hat es Alles selbst gethan , dessen er mich mit unverschämter Bosheit beschuldigt . Glauben Sie mir nur diesmal , Tante Reed , und Sie sollen niemals wieder über mich im Geringsten zu klagen haben . Bekenne , Jane ! Ich bin unschuldig ! Tante Reed . So bleibst Du , wo Du bist . Mutter und Sohn entfernten sich aus dem Vorgemach und ließen das arme Mädchen mit ihrem Jammer und ihrer Angst unbarmherzig allein zurück ; ] eine [ frühreife Schauspielerin . Als Bessie ] [ ganze Zeit lang bat ] und [ Abbot ] [ flehte Jane , dann verstummte sie auf einen Augenblick , ein Fall ward hörbar , und in heftigen Krämpfen wand sie ] sich [ zurückgezogen hatten , warf Mrs . Reed , die meiner wahnsinnigen Angst und meines lauten Schluchzens wohl überdrüssig geworden sein mochte , mich rasch in das Zimmer zurück und schloß mich ohne weitere Worte wieder ein . Ich hörte sie davonrauschen ; und bald , nachdem sie gegangen war , umfing mich Bewußtlosigkeit . 3 . Kapitel . Bessie , die einzige mitleidige Seele . Als ich erwachte , hörte ich Stimmen , die hohl an mein Ohr klangen , als würden sie durch das Rauschen des Wassers oder Toben des Windes übertönt . Die Aufregung , die Ungewißheit und ein alles beherrschendes Gefühl des Entsetzens hielt alle meine Sinne gefangen . Nach einiger Zeit fühlte ich , daß jemand mich berührte , mich aufrichtete und mich in eine sitzende Stellung brachte , und zwar viel liebreicher und sorgsamer , als mich bis jetzt irgend jemand emporgehoben hatte . Ich lehnte meinen Kopf gegen einen Arm oder ein Polster und fühlte mich behaglich . Fünf Minuten später wurde es mir klar , daß ich in meinem eigenen Bette lag . Es war Nacht , eine Kerze brannte ] [ ] auf dem [ Tische ; ] [ Fußboden umher . Niemand kümmerte sich um sie . Am nächsten Morgen mußte ] Bessie [ stand am Fußende meines Bettes ] [ nach ihr sehen ] und [ hielt ein Waschbecken in ] [ fand sie ganz wie leblos an ] der [ Hand ] [ Erde liegen ] , [ ein Herr saß ] [ aber an ihren fieberhaft geröteten Wangen , an ihren zuckenden Lippen gewahrte sie , daß noch Leben in dem jungen Körper war . Mitleidig , wie die Gouvernante war , welche nach John ' s Abgang zur Schule als Gesellschafterin in Gateshead bleiben mußte , nahm sie , ohne ihrer Herrin Befehl abzuwarten , Jane ] auf [ einem Lehnstuhle neben mir ] [ ihre Arme , trug sie nach ihrem Zimmer , entkleidete sie ] und [ beugte sich über mich ] [ legte sie zu Bett ] . [ Ich empfand ] [ Jane begann heftig zu phantasieren , ja selbst zu toben , sodaß man gezwungen war nach dem Arzte zu senden . Mister Fowler erklärte , Jane ' s Zustand sei sehr bedenklich - es könne möglicher Weise bei ihr ] eine [ wohltuende Sicherheit , als ich sah , daß sich ein Fremder im Zimmer befand , der nicht zum Haushalt von Gateshead , nicht zu den Verwandten von Mrs . Reed gehörte . Es war Mr . Lloyd , ein Apotheker , den Mrs . Reed zuweilen rufen ließ ] [ geistige Störung zurückbleiben ] , wenn [ ihre Dienstboten krank waren . Für sich selbst und die Kinder nahm ] [ ] sie [ einen Arzt . , Nun , wer bin ich ? fragte er . Ich sprach seinen Namen aus und streckte ihm zu gleicher Zeit meine Hand entgegen ; er nahm sie lächelnd und sagte : , Ah , es wird langsam besser ] [ überhaupt ] mit [ uns werden . Dann legte er mich nieder und befahl Bessie , mich während der Nacht nicht zu stören . Nachdem er noch weitere Weisungen erteilt und gesagt hatte , daß er am folgenden Tage wiederkommen würde , ging er zu meiner größten Betrübnis fort . Als er fortgegangen war , verzagte mein Herz von neuem ] [ dem Leben davon kommen sollte ] .