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[ 1 . Kapitel . Im Hause der Tante ] [ Es war unmöglich heute unsern gewöhnlichen Spaziergang ] zu [ Gateshead - Hall ] [ machen ] . [ Der ] [ Wir waren diesen Morgen eine Stunde lang durch den laublosen Busch gewandert , aber seit dem Mittagessen ( Mrs . Reed aß zeitig zu Mittag , wenn sie keinen Besuch hatte , brachte der ] kalte Winterwind [ hatte ] [ ] so [ düstere ] [ dunkle ] Wolken und einen so durchdringenden Regen mit sich [ gebracht ] [ ] , daß [ es unmöglich ] [ an ein nochmaliges Ausgehen nicht zu denken ] war [ , ] [ . Ich freute mich darüber . Ich liebte lange Spaziergänge nicht ; am wenigsten ] an [ diesem Tage einen Spaziergang zu machen ] [ kalten Nachmittagen ] . [ Das ] [ Es ] war mir [ lieb : lange Spaziergänge ] [ schrecklich ] , [ besonders an frostigen Tagen , waren mir stets unlieb ; widerwärtig war es mir , in der rauhen Dämmerung ] [ im Zwielicht mit abgestorbenen Fingern und Zehen ] nach Hause [ zu ] [ n ] kommen , [ mit halberfrorenen Händen und Füßen ] [ nm Bessies ] , [ mit einem Herzen ] [ des Kindermädchens ] , [ das ] [ Schelten zu hören ; zudem fühlte ich mich ] durch das [ Schelten der Kinderwärterin Bessie tieftraurig war , ] [ Gefühl meiner Schwäche ] gedemütigt [ durch das Bewußtsein ] [ ] , [ unter ] [ gegenüber den gegen Witterungseinflüsse unempfindlichen Geschwistern ] Eliza , John und [ Georgina ] [ Georgiana ] Reed [ physisch so tief zu stehen ] [ ] . [ ] [ Besagte ] Eliza , John und [ Georgina ] [ Georgiana ] hatten sich [ ] [ jetzt ] im Wohnzimmer um ihre Mama geschart [ : diese ] [ . Diese ] lag [ ] [ ausgestreckt ] auf [ einem Sofa in der Nähe des Kamins ] [ dem Sopha am Kamin ] und [ umgeben von ihren Lieblingen ] [ sah vollkommen glücklich aus in der Mitte ihrer Lieblinge ] , die [ zufälligerweise in diesem ] [ für den ] Augenblick weder weinten noch sich zankten [ , sah ] [ . Mir hatte ] sie [ vollkommen glücklich ] [ verboten , mich der Gruppe anzuschließen , indem sie sagte , ehe sie nicht von Bessie höre und ] aus [ . Ich durfte mich nicht daran beteiligen , indem sie sagte ] [ eigener Beobachtung sähe ] , daß [ sie mir erst verzeihen würde , wenn sie es selbst sähe und durch Bessies Worte zu der Überzeugung gelangt sein würde , daß ich mich ] [ ich ] ernstlich [ bestrebte ] [ bemüht sei ] , [ mir ] [ ] ein kindlicheres [ ] [ und umgänglicheres Wesen anzunehmen ] , [ offenherzigeres ] [ könnte sie mir zu ihrem Leidwesen nicht erlauben ] , [ natürlicheres Benehmen anzueignen ] [ die Vorrechte mitzugenießen ] , [ wie es zufriedenen Kindern gezieme ] [ welche nur zufriedene und glückliche kleine Kinder hätten ] . , [ Was sagt ] [ Wessen klagt mich ] denn Bessie [ , was ich getan habe ] [ an ] ? fragte ich . , Jane , ich liebe [ weder Spitzfindigkeiten noch ] [ solche ] Fragen [ ; es ist mir widerlich , wenn ] [ nicht . Es schickt sich durchaus nicht für ] ein Kind [ sich gegen ältere Leute in dieser Weise benimmt ] [ , so zu älteren Leuten zu sprechen ] . Setze [ dich ] [ Dich ] irgendwo hin und [ schweig ] [ sei still ] , bis [ du freundlicher ] [ Du höflicher zu ] reden [ kannst ] [ gelernt hast ] . [ Ein kleines Frühstückszimmer stieß an das Wohnzimmer ; ich schlüpfte hinein . Hier stand ein Bücherschrank . Bald hatte ich mich eines großen Bandes bemächtigt , nachdem ich mich zuerst vorsichtig vergewissert hatte , daß Bilder darin waren . Ich stieg auf die Fensterbank , zog die Füße nach und kreuzte die Beine wie ein Türke ; dann zog ich die dunkelroten MoireeVorhänge fest zusammen und saß so in einer doppelten Verborgenheit . In Zwischenräumen , wenn ich die Blätter meines Buches wendete , betrachtete ich durch das Fenster das Bild dieses winterlichen Nachmittags . In der Ferne war nichts als blasser Nebel ; in der Nähe der feuchte platz vor dem Hause und ein unaufhörlicher vom heulenden Sturm getriebener Regen . Ich kehrte zu meinem Buche zurück ] [ ] - [ - , Bewicks Geschichte der britischen Vögel ' ' ; im allgemeinen kümmerte ich mich wenig um den gedruckten Text des Werkes , ] [ wissen ] und [ doch waren da einige einleitende Seiten , welche ich , obgleich ich noch ein Kind war , nicht gänzlich übergehen konnte . Es waren jene , die von den Schlupfwinkeln der Seevögel handelten , von den einsamen Felsen und Klippen , welche nur sie bewohnen , von der Küste Norwegens , von ihrer äußersten Spitze , bem Lindesnäs , bis zum Nordkap mit seinen Inseln . Wo der nördliche Ozean , in wildem Wirbel Um die nackten , einsamen Inseln tobt , Dieses fernste Eiland ; und das Atlantische Meer Sich stürmisch zwischen die Hebriden wälzt . Auch konnte ich nicht unbeachtet lassen : die Beschreibung von den düsteren Küsten Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novazemblas , Islands , Grönlands , mit der arktischen Zone und den einsamen Regionen von Eis und Schnee , welche den Nordpol umgeben . Von diesen schauerlich kalten Regionen machte ich mir meine eigene Vorstellung : schattenhaft , wie alle unverstandenen Gedanken , die durch eines Kindes Hirn gehen , aber einen seltsam tiefen Eindruck hinterlassend . Die Worte dieser einleitenden Seiten verbanden sich mit den darauffolgenden Bildern : jenem Felsen , der aus einem Meer von Wellen und Wogenschaum emporragte ; dem zertrümmerten Boote , das an öder Küste gestrandet ; dem kalten , geisterhaften Monde , der durch düstere Wolkenschichten auf ein sinkendes Wrack herabblickt . Jedes Bild erzählte eine Geschichte : oft war diese für meinen unentwickelten Verstand geheimnisvoll , stets aber interessant , so interessant wie die Erzählungen Bessies , wenn sie zuweilen an Winterabenden in guter Laune war ; dann pflegte sie ihren Plätttisch ] [ hing ] an dem [ Kaminfeuer der Kinderstube aufzustellen und erlaubte uns , unsere Stühle um denselben zu setzen , und während sie dann Mrs . Reeds Spitzenvolants bügelte und die Spitzen ihrer Nachthauben kräuselte , erzählte sie uns Abenteuer und uralte Märchen . Mit Bewick auf meinen Knien war ich glücklich : glücklich wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung - und diese kam nur zu bald . Die Tür zum Frühstückszimmer öffnete sich . , Heda , Träumerin ! ' rief John Reed ; dann hielt er inne ; offenbar war er erstaunt , das Zimmer leer zu finden . , Wo zum Teufel ist sie denn ? fuhr er fort , Lizzy ! Georgy ! ' rief er seinen Schwestern zu . , Jane ist nicht hier . Sagt doch Mama ] [ Glauben ] , daß [ sie in den Regen hinausgelaufen ist - - das böse Tier ! ' ' , Wie gut , daß ich den Vorhang zusammengezogen habe , dachte ich ; und dann wünschte ich inbrünstig , daß er mein Versteck nicht entdecken möge ; er würde es auch niemals entdeckt haben ; er war langsam , sowohl von Begriffen wie in seinem Beobachtungsvermögen ; aber Eliza steckte den Kopf zur Tür hinein und sagte sofort : , Sie ist sicherlich im Fenstersitz . Ich trat sofort heraus , denn ich zitterte bei den Gedanken , daß der erwähnte Jack mich hervorziehen würde . , Da bin ich , was wünschst du ? fragte ich mit Mißtrauen . , Es heißt : Was wünschen Sie , Mr . Reed , lautete ] [ ] seine [ Antwort . John Reed war ein Schuljunge von vierzehn Jahren ; vier Jahre älter als ich , denn ich war erst zehn Jahre alt ; groß und stark für sein Alter , mit einer ungesunden Gesichtsfarbe ; große Züge in einem breiten Gesicht , plumpe Gliedmaßen und große Hände und Füße . Gewöhnlich pflegte er sich bei Tische so vollzuessen , daß er gallig wurde ; dadurch wurden seine Augen trübe und seine Wangen schlaff . Er hätte jetzt in der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn für ein bis zwei Monate nach Hause genommen , , seiner zarten Gesundheit wegen ' ' . Mr . Miles , sein Lehrer , versicherte , daß es ihm außerordentlich gut gehen würde , wenn man ihm nur weniger Kuchen und Konfekt von Hause schicken wollte ; aber das Herz der Mutter empörte sich bei einer so lieblosen Meinung und neigte mehr zu der Ansicht hin , daß Johns blasse Farbe ] [ Blässe die Folge ] von allzu großem Fleiße und vielleicht auch von Heimweh [ herrühre ] [ wäre ] . John hatte wenig Liebe für seine Mutter und [ seine ] [ ] Schwestern und eine [ starke ] [ ] Abneigung gegen mich . Er [ quälte und ] [ ] schlug [ mic ; ] [ und stieß mich , ] nicht etwa [ dann und wann ] [ mitunter ] , sondern [ fortwährend und unaufhörlich ; jeder ] [ unablässig . Jeder ] Nerv in mir fürchtete ihn , [ ] [ und jedes meiner Glieder zitterte , ] wenn er [ in meine Nähe ] [ mir nahe ] kam . Es gab Augenblicke , [ wo der Schrecken , den er ] [ in denen ich aus Angst vor ihm außer ] mir [ einflößte ] [ war ] , [ mic ganz verwirrt machte ; ] [ ] denn ich fand [ niemand , der mich ] [ nirgends Schutz ] gegen seine Drohungen und [ Tätlichkeiten verteidigte ; die Dienerschaft mochte ] [ Mißhandlungen . Die Dienstleute scheuten sich , ] ihren jungen Herrn [ nicht ] [ dadurch zu ] beleidigen , [ indem ] [ daß ] sie [ ] [ Partei ] für mich [ gegen ihn Partei ergriff ] [ nahm . en ] , und Mrs . Reed war [ ] [ , was ihren Sohn betraf , ] blind und taub . Sie [ sah niemals ] [ schien es nie zu sehen ] , wenn er mich schlug , [ sie hörte niemals ] [ nie zu hören ] , wenn er mich [ beschimpfte ] [ schimpfte ] , obgleich er beides [ gar oft ] [ zuweilen ] in ihrer Gegenwart [ tat ] [ that ] ; häufiger [ noch peinigte er mich hinter ihrem Rücken ] [ freilich in ihrer Abwesenheit ] . [ Aus Gewohnheit gehorchte ich ] [ Gewohnheitsmäßig gehorsam gegen ] John [ auch dieses Mal und näherte mich seinem Stuhl : ungefähr ] [ , kam ich auf ihn zu . Er füllte wohl ] drei Minuten [ streckte er ] [ damit aus , ] mir [ seine ] [ die ] Zunge so [ weit entgegen ] [ lang herauszustrecken ] , wie [ ] [ es ihm möglich war , ohne ihre Wurzel zu verletzen . Ich wußte , ] er [ es ermöglichen konnte ; ich wußte , daß er mich jetzt ] [ würde mich ] gleich schlagen [ würde ] [ ] , und [ obgleich ] [ während ] ich den [ ] [ gefürchteten ] Schlag [ fürchtete ] [ erwartete ] , [ vermochte ] [ stellte ] ich [ doch über das häßliche Gesicht des Burschen ] [ ] meine Betrachtungen [ anzustellen ] [ über sein häßliches und abstoßendes Äußere an ] . Ich weiß nicht , ob er [ diese ] [ meine ] Gedanken auf meinem Gesichte las [ , denn ] [ ; er schlug ] plötzlich , ohne [ ein Wort ] [ ] zu [ sagen ] [ sprechen ] , [ schlug er ] [ ] heftig auf mich [ los ] [ ein ] . Ich [ taumelte ; dann gewann ] [ schwankte , und als ] ich [ das ] [ mein ] Gleichgewicht wieder [ und trat ] [ erlangt hatte , zog ich mich um ] einige Schritte [ von seinem Stuhl ] [ aus seiner Nähe ] zurück . , Das ist für die Frechheit , mit der [ du vor einer Weile ] [ Du ] Mama [ eine Antwort gegeben ] [ vorhin geantwortet ] hast , [ ' ! sagte er , , ] [ ] und [ dafür ] [ für Deine schleichende Art ] , [ daß du dich ] [ Dich ] hinter [ den Vorhang verkriechst ] [ Vorhänge zu verstecken , ] und für den Blick , [ den ich vor zwei Minuten in deinen Augen gewahrte ] [ mit dem Du mich soeben angesehen hast ] , [ du ] [ Du ] Ratte [ , du ! ' ] [ - ] An Johns [ Beschimpfungen ] [ Gezänk ] gewöhnt , fiel es mir [ niemals ] [ nie ] ein , [ irgend etwas auf dieselben ] [ ihm ] zu [ erwidern ] [ antworten ] ; ich dachte nur daran , wie ich den Schlag aushalten [ sollte ] [ wollte ] , [ der unfehlbar auf die Schmähung folgen würde ] [ der jeder Grobheit folgte ] . , Was hast [ du da ] [ Du ] hinter dem Vorhang gemacht ? fragte er [ weiter ] [ ] . , [ Ich habe gelesen ] [ Gelesen ] . ' [ ] [ , ] Zeige [ mir ] [ ] das Buch . Ich ging [ an das ] [ zum ] Fenster zurück und holte es . , [ ] [ Wie kannst ] Du [ hast keine Erlaubnis ] [ Dir einfallen lassen ] , unsere Bücher zu nehmen [ ] [ ? Du lebst von unsrer Gnade , sagt Mama ] ; [ du bist eine Untergebene , hat Mama gesagt ; du ] [ Du ] hast kein Geld [ ; dein ] [ , Dein ] Vater hat [ dir ] [ Dir ] nichts hinterlassen [ ; ] [ . Du müßtest ] eigentlich [ solltest du ] [ ] betteln [ ] [ gehen ] und [ ] [ nicht ] hier [ nicht mit vornehmen Kindern , ] [ ] wie wir [ es sind ] [ ] , [ zusammenleben und ] [ die Kinder eines Edelmannes , leben , ] dieselben Mahlzeiten [ essen ] [ ] wie wir [ ] [ essen ] und Kleider tragen , die Mama [ bezahlen muß ] [ bezahlt ] . [ Nun , ] [ - ] ich will [ dich ] [ Dich ] lehren , [ zwischen meinen Büchern umherzustöbern , denn sie gehören mir , und das ] [ in meinem Bücherschrank zu kramen ! Das ] ganze Haus gehört mir oder wird mir [ wenigstens ] [ ] in einigen Jahren gehören . Geh [ ' und stell ' dich ] [ , stelle Dich ] an [ die Tür ! r ] [ jene Thür . ] Ich [ gehorchte ] [ that es ] , [ da ich keine Ahnung von seiner ] [ ohne seine ] Absicht [ hatte ; ] [ sogleich zu durchschauen , aber ] als ich [ aber gewahrte , daß er ] [ ihn ] das Buch [ emporhob und ] [ erheben sah , um mich damit zu werfen , sprang ich ] mit [ demselben zielte , sprang ich ] [ einem Schreckensschrei ] unwillkürlich [ zur ] [ auf die ] Seite [ und stieß einen Schreckensschrei aus ] [ ] , [ jedoch ] [ doch ] nicht früh genug [ ; das Buch ] [ , denn der dicke Band ] traf mich , [ und ] [ ] ich fiel mit dem Kopf [ ] [ heftig ] gegen die [ Tür ] [ Thür ] und [ verletzte ] [ verwundete ] mich . Die Wunde blutete , der Schmerz war [ heftig ] [ empfindlich . Da unterdrückte das Entsetzen jedes andere Gefühl ] . , Böser , grausamer Bube ! ' [ ' schrie ] [ sagte ] ich . , [ ] [ Du bist so schlimm wie ein Mörder , wie ein Sklavenvoigt ; ] Du bist wie [ ein Mörder - - du bist wie ein Sklaventreiber - - du bist wie ] [ ] die römischen Kaiser ! [ ] [ ' ] Ich hatte Goldsmiths Geschichte [ Roms ] [ von Rom ] gelesen und [ ] [ hatte ] mir meine eigene [ Ansicht über ] [ Vorstellung von ] Nero , Caligula und [ andere gebildet ] [ so weiter gemacht ] . [ Im stillen ] [ Ich ] hatte [ ich ] [ in der Stille ] Vergleiche angestellt , [ welche ] [ aber nie gedacht , daß ich meine Gedanken ] laut [ zu äußern ich mir allerdings niemals vorgenommen hatte ] [ aussprechen würde ] . , [ ] [ Wie ? ] Was [ ! Was ! ' ] [ sagst Du ? ] schrie er . , [ Hat sie ] [ Mir wagst Du ] das zu [ mir gesagt ] [ sagen ] ? Habt [ ihr ] [ Ihr gehört , Eliza und Georgiana ? Ich werde ] es [ gehört , Eliza und Georgina ? Das werde ich der ] [ ] Mama [ erzählen ! Aber ] [ sagen , aber ] zuvor - Er rannte auf mich [ zu ; ] [ los , ] ich fühlte [ , wie er mein Haar und ] [ ihn ] meine Schulter [ faßte ; er kämpfte ] [ und meine Haare packen . Er hatte ] mit einer Verzweifelten [ ] [ angebunden ] . Ich sah wirklich in ihm einen Tyrannen , [ - ] [ ] einen Mörder . Ich fühlte [ dann , wie ] [ ] Blutstropfen von meinem Kopfe auf den [ Hals herabträufelten ] [ Nacken hinunterrieseln ] und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Gefühle [ siegten ] [ gewannen ] für den Augenblick [ ] [ die Herrschaft ] über [ die ] [ meine ] Furcht , und ich trat ihm [ in wahnsinniger Wut ] [ zornig ] entgegen . [ Was ] [ Ich bin mir nicht klar bewußt , was ] ich mit meinen Händen [ tat ] [ that ] , [ kann ich jetzt nicht mehr sagen , ] [ erinnere mich ] aber [ ] [ wohl , daß ] er [ ] [ mich , Ratte ' ! schalt und laut ] schrie [ fortwährend laut : , Ratte , Ratte ! ? Bald ] [ . Man ] kam ihm [ Hilfe ] [ zu Hülfe ] . [ Mrs . Reed ] [ Eliza und Georgiana hatten ihre Mutter gerufen , und sie ] erschien [ auf ] [ in ] der [ Szene ] [ Thür ] , [ und ihr folgten ] [ gefolgt von ] Bessie und [ ihr Kammermädchen ] [ ihrer Jungfer ] Abbot . [ Man trennte uns ; dann vernahm ] [ Wir wurden getrennt und ] ich [ ] [ hörte ] die Worte : , Um [ des Himmels ] [ Gottes ] willen ! Welch [ eine Furie ] [ ein Wahnsinn ] , [ ] [ Junker John ] so [ auf Mr . John loszustürzen ] [ anzufallen ] ! [ ' ] [ ] , Hat man jemals [ ein so wütendes Geschöpf ] [ eine ähnliche Wut ] gesehen ! [ ] [ Zunächst dem Wohnzimmer lag ein kleines Frühstückszimmer . Ich schlüpfte hinein . Es enthielt einen Bücherschrank . Ich bemächtigte mich eines Buches , versicherte mich aber zuerst , daß Bilder darin waren , dann kletterte ich auf die Fensterbank , zog meine Füße nach und saß mit gekreuzten Beinen wie die Türken ; nachdem ich den dichten , roten Vorhang zugezogen hatte , fühlte ich mich geborgen in meiner doppelten Zurückgezogenheit . Auf der einen Seite schloß mich der Vorhang von der Außenwelt ab , auf der anderen waren die klaren Glasscheiben , welche mich vor dem naßkalten Novemberwetter beschützten . Ab und zu , während ich die Blätter meines Buches umwandte , vertiefte ich mich in die Betrachtung des Winternachmittags . In der Ferne war nichts als dichter weißer Nebel zu sehen , in der Nähe erblickte man eine feuchte Ebene , auf der der Sturm das laublose Gesträuch schüttelte und über welche der heulende Wind unaufhörlich den Regen vor sich her jagte . Ich blickte wieder in mein Buch ; - Bewicks Geschichte englischer Vögel - im allgemeinen zog mich der Text wenig an ; und doch waren da einige einleitende Seiten , die ich nicht unbeachtet lassen konnte , so sehr ich auch noch Kind war . Es waren diejenigen , welche von den Seevögeln handeln ; von den einsamen Felsen und Vorgebirgen ; von der norwegischen Küste , die so ganz von Inseln eingerahmt ist , von ihrem südlichsten Ende an bis zum Nordkap ; auch fesselte mich die Beschreibung der Küsten von Lappland , Sibirien , Spitzbergen , Grönland , die ganze nördliche Zone mit ihren endlosen Ebenen voll blendenden Schnees , auf denen große Eisblöcke , seit Jahrhunderten angesammelt , bis zur Höhe der Alpen aufragten und den Pol umgaben , alles mit entsetzlicher Kälte erfüllend . Von diesen verlassenen Gegenden bildete ich mir meine eigene Vorstellung , schattenhaft , wie alle halb verstandenen Begriffe , welche einem Kinde durch den Sinn gehen , aber wunderbar eindrucksvoll . Der Text auf diesen einleitenden Seiten stand im Zusammenhange mit den folgenden Zeichnungen . Da war ein einsamer Felsen unter schäumenden Wellen ; ein zerschelltes Boot , an öder Küste gestrandet ; der kalte , geisterhafte Mond zwischen Wolkenschichten , ein soeben gesunkenes Wrack beleuchtend . Jedes Bild erzählte eine Geschichte . Sie war oft geheimnisvoll und unverständlich für meinen unentwickelten Geist und meine schlummernden Gefühle , aber immer unendlich interessant , so interessant wie die Erzählungen von Bessie . An Winterabenden pflegte diese , wenn sie gerade guter Laune war , ihren Plätttisch am Kamin der Kinderstube aufzustellen und uns zu erlauben , uns um sie herumzusetzen ; während sie dann Mrs . Reeds Spitzenfraisen plättete und ihre Nachthauben fältelte , erzählte sie uns Märchen oder Abenteuer , welche sie alten Balladen entnahm . In Gesellschaft meines Buches war ich ganz glücklich , wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung , und die kam bald genug . Die Zimmerthür öffnete sich . , Heda , Schlafmütze ! ] ' [ ] [ ' schrie John . Plötzlich hielt er inne , wahrscheinlich , weil er das Zimmer leer fand . , Wo , zum Teufel , mag sie sein ? Lizzy ! Georgy ! Jane ist nicht hier , rief er seinen Schwestern zu . , Sagt Mama , sie sei in den Regen hinausgelaufen , das boshafte Tier . , Wie gut , daß ich den Vorhang zuzog , dachte ich und wünschte innig , daß er mein Versteck nicht finden möchte . Allein würde er es auch nicht gefunden haben , denn er hatte ein schwaches Begriffsvermögen und keine Beobachtungsgabe , aber Eliza hatte kaum ihren Kopf zur Thür hereingesteckt , so rief sie auch schon : , Sie sitzt sicherlich in der Fensternische . Ich kam sogleich zum Vorschein , denn ich zitterte bei dem Gedanken , von John hervorgezogen zu werden . , Was willst Du von mir ? fragte ich mit unverhohlenem Mißtrauen . Seine Antwort war : , Du sollst sagen , was wünschen Sie , Herr Reed ? John Reed war ein Schulknabe , vierzehn Jahre alt , also vier Jahre älter als ich , die ich zehn Jahre zählte . Er war groß und stark für sein Alter ; er hatte eine dunkle ungesunde Gesichtsfarbe , grobe Züge in einem breiten Gesicht und lange , ungelenke Gliedmaßen . Er überaß sich regelmäßig bei Tische , wodurch er blöde und triefende Augen und aufgeschwemmte Backen bekam und gallig wurde . Er hätte jetzt auf der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn auf ein bis zwei Monate zu sich genommen , seiner zarten Gesundheit wegen . Mr . Miles , sein Lehrer , meinte zwar , er würde ganz gesund sein , wenn man ihm weniger Süßigkeiten und Kuchen von Hause schickte , aber seine Mutter wollte von dieser strengen Auffassung nichts ] Dann fügte Mrs . Reed hinzu : , [ Führt ] [ Bringt ] sie in das rote Zimmer und schließt sie dort ein . [ ' ] [ ] Vier Hände ergriffen mich [ , ] [ sogleich ] und ich wurde die Treppe hinaufgetragen . [ 2 . ] [ Zweites ] Kapitel . [ Meine Hausgenossen ] [ Ich sträubte ] . [ Auf ] [ mich auf ] dem ganzen Wege [ leistete ich Widerstand ; dies ] [ . Das ] war etwas [ Neues bei ] [ Ungewohntes an ] mir und [ ein Umstand , der ] [ bestärkte ] Bessie und Miß Abbot [ ] [ sehr ] in [ der ] [ ihrer ] schlechten Meinung [ bestärkte , welche diese ohnehin schon ] [ ] von mir [ hegten ] [ ] . [ Tatsache ist , daß ich vollständig ] [ Ich war in der That ] außer mir [ war ] [ , wie die Franzosen sagen würden ] . Ich wußte [ sehr wohl ] [ ] , daß [ die ] [ meine ] Empörung [ dieses einen Augenblicks ] [ ] mir [ schon schwere Strafen zugezogen haben mußte ] [ strenge Strafe eintragen würde ] , und [ ] [ war , ] wie [ viele ] [ jeder ] rebellische [ Sklaven war ich fest ] [ Sklave , ] entschlossen , bis zum Äußersten zu gehen . , Halten Sie [ ihre ] [ ihr die ] Arme [ , ] [ fest ] Miß Abbot [ ; ] [ , ] sie ist wie eine wilde [ Kate ] [ Katze ] . , Schämen Sie sich ! Schämen Sie sich ! [ ' ' rief das Kammermädchen ] [ schrie die Jungfer ] . , Welch [ ein ] [ ] abscheuliches Betragen , Miß Eyre , den [ jungen Herrn ] [ Junker ] zu schlagen [ ! Den ] [ , den ] Sohn Ihrer [ Wohltäterin ! ] [ Wohlthäterin , ] Ihren Herrn ! [ ' ] [ ] , [ Herr ] [ Herrn ] ! [ Wie , ] [ Er ] ist [ er ] [ ] mein Herr ? Bin ich [ denn eine Dienerin ] [ ein Dienstbote ] ? , Nein [ . ] [ , ] Sie sind weniger als [ eine Dienerin , denn ] [ ein Dienstbote ; ] Sie [ tun ] [ thun gar ] nichts [ ] [ dafür ] , [ ] [ daß ] Sie [ arbeiten nicht für Ihren Unterhalt ] [ erhalten werden ] . Da [ ! Setzen ] [ , setzen ] Sie sich [ ] [ hin ] und denken Sie über Ihre [ Bosheit ] [ Schlechtigkeit ] nach [ ! Unterdessen ] [ . So sprechend , ] hatten sie mich in das von Mrs . Reed bezeichnete [ Gemach ] [ Zimmer ] gebracht und mich auf einen Stuhl [ geworfen ; wie eine Sprungfeder ] [ niedergesetzt . ich ] wollte [ ich wieder von demselben emporschnellen ; vier Hände ] [ aufspringen , aber sie ] hielten mich [ jedoch augenblicklich wie mit eisernen Klammern ] [ ] fest . , Wenn Sie nicht [ stillsitzen ] [ still sitzen ] , [ ] [ müssen Sie festgebunden ] werden [ wir Sie anbinden ] [ ] , [ ' ] [ ] ' sagte Bessie [ . ] [ , ] , Miß Abbot , leihen Sie mir Ihre Strumpfbänder [ ; denn ] [ ] die [ meinen ] [ meinigen ] würde sie [ bald ] [ gleich ] zerreißen . [ ] [ Miß Abbot schickte sich an , sie abzubinden . ] Diese [ Vorbereitungen ] [ Vorbereitung , mich ] zu [ meiner Fesselung und die neue Schande minderten ] [ fesseln , kühlte ] meine Aufregung [ ein wenig ] [ etwas ab ] . , [ Machen ] [ Binden ] Sie [ sich keine Mühe ] [ mich nicht fest ] , schrie ich [ ] [ . ] , [ , ich werde ganz stillsitzen ] [ Ich will mich nicht rühren ] . [ Zum Beweise hielt ] [ Um sie von der Aufrichtigkeit meiner Worte zu überzeugen , klammerte ] ich mich mit beiden Händen [ ] [ fest ] an [ meinem Sitz fest ] [ den Stuhl ] . , [ Rühren ] [ Hüten ] Sie sich [ ja nicht ] [ ] , [ ' ] [ es zu thun , ! ] sagte Bessie [ ; und als ] [ . Als ] sie sich [ überzeugt hatte ] [ sicher glaubte ] , daß ich [ wirklich anfing , mich zu beruhigen ] [ gehorchte ] , ließ sie mich los ; dann [ stellten ] [ standen ] sie und Miß Abbot [ sich ] [ ] mit [ gekreuzten ] [ verschränkten ] Armen vor [ mich ] [ mir ] und [ blickten ] [ sahen ] mich [ finster ] [ ängstlich und zweifelnd ] an , als [ zweifelten ] [ ob ] sie [ an meinem gesunden Verstande . ] [ glaubten ] , [ Das hat ] [ daß ich nicht recht ' bei Sinnen wäre . , So habe ich ] sie [ bis jetzt ] [ ] noch [ niemals getan ] [ nicht gesehen ] , [ ' ' ] [ ! ] sagte endlich Bessie [ zur Abigail gewendet ] [ , sich an die Zofe wendend ] . , Aber es [ hat schon lange ] [ lag immer ] in ihr [ gelegen ] [ ] , [ ' ' ] [ ! ] war die Antwort . , Ich habe [ der gnädigen Frau schon ] [ es Mrs . Reed ] oft [ meine Meinung über das Kind ] [ ] gesagt , [ und ] [ ] sie [ denkt ebenso . Sie ] [ ] ist [ für ihr Alter ] [ ] ein verstocktes [ und verschlossenes ] [ kleines ] Ding [ ] [ , und Mrs . Reed ist ganz meiner Meinung . Ich habe noch nie ein Mädchen in ihrem Alter gesehen , das so verschlossen gewesen wäre ] . Bessie antwortete nicht [ ; nach einer Weile wandte ] [ . Bald darauf redete ] sie [ sich zu mir ] [ mich an ] und sagte : , [ Fräulein , ] [ ] Sie sollten [ doch ] [ ] bedenken [ ] [ , Miß ] , daß Sie Mrs . Reed [ verpflichtet ] [ großen Dank schuldig ] sind [ , sie ] [ . Sie ] erhält Sie [ . Wenn ] [ , und wenn ] sie [ ] [ ihre Hand von Ihnen abzöge , kämen ] Sie [ fortjagte , so müßten Sie ins ] [ in das ] Armenhaus [ gehen ] [ ] . [ ' Auf ] [ Ich hatte auf ] diese [ Wort fand ich ] [ Worte ] nichts zu erwidern [ ; ] [ , ] sie waren mir nicht [ mehr ] [ ] neu [ ] [ , meine frühsten Erinnerungen schlossen ähnliche Bemerkungen ein ] . Dieser Vorwurf meiner Abhängigkeit war [ in meinen Ohren fast zum leeren ] [ meinem Ohr zu einem unbestimmten ] Singsang geworden [ ] [ , der mir weh that und mich niederdrückte , den ich aber nur halb verstand ] . [ Nun fiel auch ] [ ] Miß Abbot [ ein ] [ fügte hinzu ] : , Und Sie [ sollten auch ] [ müssen ] nicht [ ] [ etwa ] denken , daß [ Sie den Damen ] [ die Misses und Junker ] Reed [ und Mr . Reed ebenbürtig sind ] [ Ihresgleichen find ] , weil Mrs . Reed [ Ihnen ] [ so ] gütig [ erlaubt ] [ ist ] , [ ] [ Sie ] mit [ ihren Kindern erzogen ] [ ihnen ] zu [ werden ] [ erziehen ] . [ Diese ] [ Jene ] werden einmal sehr reich werden , und Sie [ sind arm . ] [ haben nicht das Geringste , darum sollten ] Sie [ müssen bescheiden ] [ demütig ] sein und [ versuchen ] [ darnach trachten ] , sich bei ihnen beliebt zu machen . [ ' ] [ ] , [ Was wir Ihnen ] [ Wir ] sagen [ , ist nur ] [ das ] zu Ihrem Besten , [ ] [ ! ] fügte Bessie [ ] [ mit strenger Stimme ] hinzu [ , ] [ . ] , Sie sollten [ versuchen , ] [ ] sich [ ] [ bemühen , ] nützlich und [ angenehm ] [ freundlich ] zu [ machen ] [ sein ] , dann [ würden ] [ könnten ] Sie hier [ vielleicht ] [ ] eine Heimat [ finden ; ] [ haben , ] wenn Sie [ aber ] [ ] heftig und [ ungezogen werden ] [ unartig bleiben ] , [ so ] [ ] wird [ ] [ Sie ] Mrs . Reed [ Sie zweifellos ] [ sicherlich ] fortschicken . , [ Außerdem ] [ Und außerdem ] , [ ] [ ' ] sagte Miß Abbot , , wird Gott Sie strafen . Er [ könnte ] [ kann ] Sie [ ] [ mitten ] in [ Ihrem Zorn tot zu Boden fallen ] [ Ihren Sünden sterben ] lassen , und [ wohin kämen ] [ wo würden ] Sie dann [ ] [ hinkommen ] ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen [ ; ] [ . Ich möchte ] um [ nichts ] [ Nichts ] in der Welt [ möchte ich ] [ ] ihr [ ] [ schlechtes ] Herz haben . [ Sagen ] [ Wenn ] Sie [ Ihr Gebet ] [ wieder zur Besinnung kommen , beten Sie ] , Miß Eyre , [ wenn Sie allein sind ; ] [ ] denn wenn Sie nicht bereuen , [ könnte etwas ] [ wird der Böse ] durch den [ Kamin herunterkommen ] [ Schornstein kommen ] und Sie mitnehmen . Sie gingen und schlossen die [ Tür ] [ Thür ] hinter sich zu . Das rote Zimmer war ein [ Gemach ] [ unbenutztes Zimmer ] , in dem [ nur ] [ ] selten jemand schlief [ ] [ , ich könnte fast behaupten niemals , es mußte denn sein , daß ganz ungewöhnlich viel Besuch in Gatesheadhall vorsprach ] . [ Und doch ] [ Es ] war [ es eins ] [ dessen ungeachtet eines ] der [ schönsten ] [ größten ] und prächtigsten [ Gemächer in Gateshead - Hall ] [ Zimmer im ganzen Hause ] . [ Im Mittelpunkt ] [ In der Mitte desselben ] stand ein [ ] [ großes ] Bett von Mahagoni [ , ] [ ] mit [ Vorhängen ] [ einem Himmel ] von [ ] [ schwerem , ] dunkelrotem Damast [ behängt ; ] [ , ] die beiden [ großen ] [ ] Fenster [ wurden durch ] [ , welche immer verhangen waren , hatten ] Draperien von demselben [ Stoffe halbverhüllt ] [ Stoff ] ; der Teppich war [ ] [ ebenfalls ] rot [ ; ] [ und ] der Tisch am Fußende des Bettes war mit einer [ roten ] [ ] Decke [ belegt ; ] [ von gleicher Farbe bedeckt , ] die Wände waren [ mit einem Stoffe behängt ] [ von dunkler Farbe ] , [ der auf lichtbraunem Grunde ein zartes rosa Muster trug ; der ] [ ] Kleiderschrank , [ der Toilettetisch ] [ Toilettentisch ] , [ die ] [ ] Stühle [ waren aus dunklem , ] [ von dunkel ] poliertem Mahagoni [ angefertigt ] [ ] . Aus [ diesen düsteren Schatten erhoben sich weiß und glänzend die Kopfkissen unheimlich stach ] [ dieser düstren , schattenhaften Umgebung leuchteten um so heller das Bett mit seinen schneeweißen Kissen und ] ein ebenfalls [ weißer ] [ weiß überzogener ] Lehnstuhl hervor [ . Damals erschien er ] [ , der ] mir wie ein [ geisterhafter Thron ] [ verblaßter Thronsessel erschien ] . Das Zimmer war [ eisigkalt ] [ eisig kalt ] , weil [ nur ] [ ] selten ein Feuer [ in demselben angezündet wurde ; es war ] [ darin brannte , ] still , weil es [ ] [ von der Kinderstube und Küche ] weit [ von der Kinderstube und den Küchen entfernt ] [ ab ] lag ; [ unheimlich ] [ schauerlich ] , weil [ niemals jemand dasselbe ] [ es selten ein menschlicher Fuß ] betrat . [ Mr . Reed war seit ] [ Es ward ängstlich gemieden , weil in diesem Zimmer vor ] neun Jahren [ tot ; in diesem Gemache hatte er ] [ Mr . Reed ] seinen letzten [ Atemzug getan ] [ Seufzer ausgehaucht hatte ] ; [ ] [ weil ] hier [ lag er aufgebahrt ; von hier ] [ seine sterblichen Reste auf dem Paradebett lagen , bis sie zur ewigen Ruhe bestattet wurden . Als Bessie und die böse Miß Abbot mich verlassen ] hatten [ die Leichenträger ihn hinausgetragen - und seit jenem Tage wurde dieser Raum ängstlich gemieden . Auch mich ergriff bald die Angst in diesem unheimlichen Aufenthaltsorte . Ich stand ] [ , saß ich eine zeitlang ganz still , ganz gedankenlos ] auf [ ] [ einer kleinen Ottomane neben dem Kamin , dann fiel mir ein , daß sie die Thür vielleicht doch nicht verschlossen hätten . ich wagte es aufzustehen ] , um nachzusehen [ , ob die Tür zu öffnen sei ] [ ] . Ach [ ! Keine Kerkertür konnte ] [ , kein Gefängnis war leider ] sicherer [ verschlossen sein ] [ verwahrt ] ! Als ich [ ] [ mich ] wieder [ zurückging ] [ von der Thür entfernte ] , [ mußte ] [ kam ] ich [ an ] [ bei ] dem Spiegel vorüber [ ] [ , der zwischen beiden Fenstern hing . Ich sah unwillkürlich hinein ] . In [ ihm sah ] [ den Tiefen , die sich da enthüllten , erschien mir ] alles noch [ kühler ] [ kälter ] und [ hohler und düsterer aus als in Wirklichkeit ] [ dunkler ] , und [ die wunderliche , ] [ das sonderbare ] kleine [ Gestalt ] [ Wesen ] , [ ] [ welches mich daraus anstarrte mit dem blassen Gesicht und den feurigen Augen , ] die [ ] [ sich scheu und furchtsam nach allen Seiten umsahen , während sonst alles unbeweglich war , machte ] mir [ aus ihm entgegen blickte , mit blassem Gesicht und Armen , die scharf aus der Dunkelheit hervorleuchteten , sah aus , wie ein wirkliches Gespenst ; ich dachte an einen jener Kobolde , wie sie in Bessies Dämmerstunden - Geschichten aus wilden Schluchten und düsteren Mooren hervorkamen ] [ den Eindruck einer Geistererscheinung . Meine Gespensterfurcht erwachte , aber noch sollte sie mich nicht übermannen ] . [ Ich kehrte auf meinen Sit zurück , Mancherlei Empfindungen stiegen jetzt in mir auf : John Reeds rohe ] [ Johns ] Tyrannei [ die hochmütige Gleichgültigkeit ] [ , ] seiner Schwestern [ ] [ stolze Gleichgültigkeit ] , [ die Abneigung ] [ ] seiner Mutter [ ] [ Abneigung gegen mich ] , die Parteilichkeit der Dienstboten [ ! Weshalb ] [ , all dies tauchte jetzt wieder vor meinem verstörten Geiste auf . Warum ] mußte ich [ stets ] [ immer ] leiden , [ stets mit verächtlichen Blicken angesehen werden ] [ wurde geschlagen ] , [ immer beschuldigt ] [ angeklagt ] , [ immer verurteilt werden ] [ verdammt ] ? [ Weshalb konnte ] [ Warum gefiel ] ich [ es ] [ ] niemand [ recht machen ] [ , wenn ich mir auch alle Mühe gab , jedermanns Zuneigung zu gewinnen ] ? [ Vor ] [ ] Eliza , [ die so ] [ welche ] eigensinnig und selbstsüchtig war , [ hatte man Achtung ] [ wurde geehrt ] . [ Jedermann hatte Nachsicht mit Georgina ] [ Georgiana ] , [ die stets übelgelaunt und trotzig ] [ welche launisch ] und boshaft war [ ] [ , und ein widerspenstiges , ungezogenes Betragen hatte , wurde gehätschelt ] . Ihre Schönheit , ihre rosigen Wangen und [ goldigen Locken ] [ goldenen Lockenschienen alle zu entzücken , welche sie ansahen , und ] schienen [ jeden zu entzücken , der sie anblickte , und ihk ] [ ihr ] Nachsicht [ für all ihre Mängel und Fehler zu erkaufen ] [ mit alle ihren Fehlern einzutragen ] . [ John ] [ Johns Willen durchkreuzte niemand , noch weniger ] wurde [ niemals bestraft ] [ er gestraft ] , [ niemand widersprach ihm jemals , obgleich ] [ mochte ] er den Tauben [ die Hälse umdrehte ] [ den Hals umdrehen ] , die jungen [ Hühner umbrachte ] [ Pfauen totschlagen ] , die Hunde auf die Schafe [ hetze ; er nannte ] [ hetzen , die Obstspaliere ihrer schönsten Früchte berauben oder im Treibhause von den auserlesensten Pflanzen die Knospen abbrechen . Obgleich ihm ] seine Mutter [ sogar ] [ alles gestattete , nannte er sie ] , alte [ Tante ] [ Schraube ] ' [ ' ; ] [ , warf ihr ihre dunkle Hautfarbe vor , handelte frech ihren Wünschen zuwider , ] zerriß und beschmutzte [ ] [ oft ] ihre seidenen Kleider [ nicht selten , - und doch war ] [ ; aber trotz alledem blieb ] er , ihr einziger [ Lieb ling ' . I ch ] [ Liebling ! Ich dagegen ] wagte [ niemals , einen Fehler ] [ nichts Unrechtes ] zu [ begehen ; ] [ thun , ] ich gab mir Mühe , meine Pflicht zu [ tun ] [ erfüllen ] , und [ mich nannte man ] [ ich wurde ] unartig , [ ] [ unausstehlich , ] mürrisch und [ hinterlistig , ] [ schleichend gescholten ] vom Morgen bis zum Abend . Mein Kopf schmerzte [ ] [ und blutete ] noch [ und blutete nach ] [ von ] dem [ erhaltenen ] [ ] Schlage [ und dem Falle ] [ ] , [ welchen ] [ den ] ich [ getan ] [ erhalten ] hatte [ ; ] [ , und ] niemand hatte John [ einen Verweis erteilt ] [ gescholten ; ich dagegen wurde mit schimpflicher Strafe belegt ] , weil [ er mich grundlos geschlagen ; aber weil ] [ ] ich mich gegen [ ihn ] [ seine unvernünftige Gewaltthätigkeit ] aufgelehnt hatte [ ] [ . Das ist Ungerechtigkeit ! schrie es in mir ] , [ hatten alle mich mit ] [ und meine Empörung rief ] den [ lautesten Schmähungen überschüttet ] [ Entschluß wach , dieser unerträglichen Behandlung zu entfliehen , oder wenn das nicht möglich wäre , Hungers zu sterben ] . [ Wie erregt ] [ Welch qualvoller Zustand an diesem traurigen Nachmittage ! Mein ganzes Denken und Fühlen ] war [ ] [ in Aufruhr , aber so viel ich auch sann und ] mein [ Gemüt ] [ Gehirn zermarterte ] , [ wie furchtbar empört mein Herz ! Ich hatte ] [ ich konnte ] keine Antwort auf die [ unaufhörlich wiederkehrende ] [ ] Frage [ ] [ finden ] , [ weshalb ] [ warum ] ich so [ viel leiden mußte ] [ litt ] . [ jetzt nach Verlauf von vielen Jahren ] [ Jetzt , so viele Jahre später ] ist mir alles klar . Ich war [ ] [ nicht an meinem Platze ] in [ Gateshead - Hall ] [ Gatesheadhall , ich hatte nichts gemein mit Mrs . Reed , ihren Kindern oder den Leuten , die zum Hause gehörten . Wenn sie mich nicht liebten , so liebte ich sie ebenso wenig . Welche Verpflichtung hatten sie , ] ein [ Stein des Anstoßes . Sie liebten mich nicht , und in der Tat , ich liebte sie ebensowenig . Es war auch nicht ihre Pflicht , ] [ Kind ] mit [ Liebe auf ein Wesen ] [ Wohlwollen ] zu [ blicken ] [ betrachten ] , [ welches mit niemand sympathisieren konnte ; ] [ dessen Temperament , Fähigkeiten , Neigungen den ihrigen ganz entgegengesetzt waren , ] ein nutzloses [ Wesen ] [ Ding ] , [ welches ] [ das unfähig war , ihren Interessen . zu dienen , oder zu ] ihrem [ Interesse nicht dienen , zu ihrem Vergnügen nichts beitragen konnte . Ich weiß wohl ] [ Behagen beizutragen , das im Gegenteil Verachtung für ihre Behandlung sowohl ] , [ daß , wenn ] [ als für ihr Urteil in sich nährte . Wenn ] ich ein [ geistreiches ] [ fröhliches ] , [ schönes ] [ sorgloses ] , [ wildes ] [ hübsches . ausgelassenes ] Kind gewesen wäre [ - wenn auch ebenso abhängig und freundlos - - ] [ , ] so würde [ ] [ mich ] Mrs . Reed [ meine Gegenwart mit mehr Geduld ertragen ] [ trotz meiner Abhängigkeit und Verlassenheit geduldiger um sich gelitten ] haben [ ; ] [ , ] ihre Kinder [ hätten für mich ein freundlicheres Gefühl der Gemeinsamkeit gehegt ; ] [ würden mir mehr Herzlichkeit und Freundschaft bezeigt haben , und ] die [ Dienstboten wären ] [ Dienstleute würden ] weniger geneigt gewesen [ ] [ sein ] , mich zum Sündenbock der Kinderstube zu machen . [ Auf den bewölkten Nachmittag folgte die trübe ] [ Es war schon vier Uhr vorüber und das Tageslicht ging an diesem regnerischen Nachmittage bereits in ] Dämmerung [ ] [ über ] . [ Ich hörte den ] [ Der ] Regen [ noch ] [ schlug ] unaufhörlich gegen das [ Fenster ] [ Treppenfenster und ] der [ Treppe schlagen , wie den ] [ ] Wind [ ] [ heulte ] in [ den Gebüschen ] [ dem Buschwerk ] hinter dem [ Herrenhause heulen ; ] [ Hause Ich wurde ] nach und nach [ wurde ich ] [ ] so kalt wie Stein , und [ dann begann ] [ ] mein Mut [ zu sinken ] [ verließ mich ] . [ Die gewöhnliche ] [ Meine gewohnheitsmäßige ] Demut , [ Zweifel an mir ] [ mein Mißtrauen gegen mich ] selbst , [ einsame Traurigkeit bemächtigten sich meiner und ] [ meine Einsamkeit ] schlugen [ die Asche meiner dahinschwindenden Wut ] [ meinen schwindenden Zorn gänzlich ] nieder . Alle sagten [ ja ] [ ] , [ daß ] [ ] ich [ boshaft sei - - vielleicht ] [ wäre böse , ] war [ ] [ ich ] es [ der Fall , ] [ ] denn [ hatte ] [ nicht ? Hatte ] ich nicht soeben den Gedanken [ gefaßt ] [ gehabt ] , [ mich zu Tode zu hungern ] [ verhungern zu wollen ] ? Das war [ doch gewiß ] [ sicherlich ] ein Verbrechen [ : ] [ . , War ich denn bereit zu sterben , und ] war [ ich bereit zu sterben ] [ die Gruft unter der Kirche in Gatesheadhall ein einladender Aufenthalt ] ? [ oder war das ] [ Sie hatten mir erzählt , in einem solchen ] Gewölbe [ unter der Kanzel in der Kirche von Gateshead ein so einladendes Ziel ? In diesem Gewölbe lag Mr . ] [ läge Onkel ] Reed begraben , [ wie man mir gesagt hatte ] [ und dadurch auf den Gedanken an ihn zurückgeführt , hing ich demselben mit wachsender Furcht nach ] . Ich konnte mich seiner nicht [ ] [ mehr ] erinnern [ ; ] [ , ] aber ich wußte , daß er mein [ ] [ rechter ] Onkel [ gewesen ] [ war ] , [ - ] [ ] der [ einzige ] [ ] Bruder meiner Mutter [ - ] [ , ] daß er mich [ ] [ als elternlose Waise ] in sein Haus aufgenommen , [ als ich ein armes , elternloses Kind gewesen ; ] [ ] und [ daß er noch in ] [ mit ] seinen letzten Augenblicken Mrs . Reed das Versprechen [ abgenommen ] [ abgefordert ] hatte , mich [ ] [ zu behalten und ] wie ihr eigenes Kind zu erziehen . Mrs . Reed [ war höchstwahrscheinlich der Überzeugung ] [ hielt sich wahrscheinlich für überzeugt ] , daß sie [ dieses ] [ ihr ] Versprechen gehalten habe [ ] [ . Sie hatte es ja auch gethan ] , [ und soweit ] [ so gut es ] ihr Charakter [ ihr dies ] [ ] erlaubte , [ hatte sie es auch getan ; ] [ ] aber wie [ sollte ] [ konnte ] sie [ denn auch in Wirklichkeit für ] [ ] einen Eindringling [ Liebe hegen ] [ gern sehen ] , [ der nicht zu ihrer Familie gehörte und ] [ mit dem sie ] nach dem Tode ihres Gatten [ durch keine Bande ] [ kein verwandtschaftliches Band ] mehr [ an sie geknüpft war ] [ vereinte ] ? Es [ mußte allerdings ärgerlich ] [ konnte ihr nur lästig ] sein , sich durch ein [ unter solchen Umständen gegebenes ] [ ihr abgerungenes ] Versprechen [ gebunden ] [ genötigt ] zu sehen , [ ] [ Mutterstelle ] an einem [ fremden ] [ ] Kinde [ ] [ zu vertreten ] , das sie nicht lieben konnte , [ Mutterstelle zu vertreten ] [ und in ihre Familie ein Wesen aufzunehmen , das ihr nicht sympathisch war ] . [ Eine sonderbare Idee ] [ Wenn Mr . Reed gelebt hätte , er würde mich liebevoll behandelt haben , das fühlte ich . Und als ich so da saß , auf das weiße Bett sehend , einen ängstlichen Blick in die dunklen Ecken oder ab und zu in den trüben Spiegel werfend , da ] stieg [ ] [ die Erinnerung an alles , was ich über Abgeschiedene gehört hatte , ] in mir auf [ ] [ : daß sie keine Ruhe im Grabe hätten , wenn man ihren letzten Willen nicht erfüllte , daß sie es verließen , um die Übelthäter zu strafen und die Unterdrückten zu rächen ] . [ Ich ] [ Und ich ] dachte , [ wie ] [ ] Mr . Reeds Geist , [ gequält durch ] [ ruhelos um des Unrechts willen , ] das [ Unrecht , welches ] [ ] man [ dem Kinde seiner Schwester zufügte , seine Ruhestätte verließ - entweder in dem Gewölbe der Kirche ] [ seinem Schwesterkinde anthat , könnte wohl seinen Sarg ] oder [ in dem unbekannten Lande ] [ die unbekannte Welt ] der [ Abgeschiedenen ] [ Verstorbenen verlassen ] und [ ] [ mir ] in diesem Zimmer [ mir ] [ ] erscheinen [ könne ] [ ] . Ich trocknete meine [ Tränen ] [ Thränen ] und unterdrückte mein Schluchzen [ ; denn ich fürchtete ] [ , aus Furcht ] , daß diese [ lauten Äußerungen meines ] [ Zeichen heftigen ] Kummers eine [ übernatürliche ] [ überirdische ] Stimme [ zu meinem Troste wachrufen ] [ wach rufen ] könnten , [ ] [ welche mich trösten wollte , ] oder [ ] [ daß ] aus [ ] [ der Dunkelheit hervor ein hohläugiges Gesicht mich mitleidig anblicken könnte . So tröstlich diese Idee in der Theorie war , zur Wirklichkeit geworden würde sie entsetzlich gewesen sein , das fühlte ich . Mit aller Kraft strebte ich sie zu unterdrücken , fest zu sein . Meine Haare ans ] dem [ mich umgebenden Dunkel ein Antlitz hervorleuchten lassen könnten , das sich mit wundersamem Mitleid über mich beugte . Mein Haar von Stirn und Augen ] [ Gesicht ] streichend , [ erhob ] [ hob ] ich den Kopf [ ] [ in die Höhe ] und [ versuchte ] [ bemühte mich , mich furchtlos ] in dem dunklen [ Zimmer umherzublicken . In ] [ Raume umzusehen ; in ] diesem Augenblick [ sah ich einen ] [ fiel ein ] Lichtschein [ an der ] [ auf die ] Wand [ ! - - ] [ . ] War es [ vielleicht der ] [ ein ] Mondstrahl , der [ ] [ sich ] durch [ ] [ irgend ] eine Öffnung [ in dem Vorhang drang ] [ im Rouleau stahl ] , fragte ich mich [ ? ] [ selbst . ] Nein , [ die Mondstrahlen waren ] [ das Mondlicht war ] ruhig [ , ] [ ] und [ dies Licht ] [ dieses ] bewegte sich [ ; ] [ hin und her , ] während ich [ noch hinblickte ] [ es anblickte ] , glitt es [ ] [ von der Wand ] zur Decke [ hinauf ] [ ] und [ erzitterte ] [ zitterte ] über meinem Kopfe . [ jetzt ] [ Ich ] kann [ ich freilich begreifen ] [ nicht mit Bestimmtheit sagen ] , [ daß ] [ woher ] dieser [ Lichtstreifen ] [ Lichtstrahl kam , höchst ] wahrscheinlich [ ] [ war es ] der Schimmer einer Laterne [ war ] [ ] , [ welche ] [ mit der ] jemand über den [ freien Plat vor dem Hause trug ] [ Grasplatz ging ] ; aber [ damals hielt ich ] [ ] in [ meinem aufgeregten Gemüt den sich schnell bewegenden Strahl für den Vorboten ] [ der Aufregung , in welcher mein Geist und meine Nerven waren , glaubte ich , das plötzlich eindringende Licht sei der Vorbote ] einer [ ] [ kommenden ] Erscheinung aus [ einer ] [ der ] anderen Welt . Mein Herz [ pochte laut ] [ schlug zum Zerspringen ] , mein Kopf [ wurde heiß ; in meinen ] [ glühte , meine ] Ohren [ spürte ich ] [ hörten ] ein Brausen , [ das ich für ] [ wie ] das Rauschen [ der Flügel hielt . Ich fühlte meinen ] [ von Schwingen ; etwas schien mir nahe zu sein , mein ] Atem [ stocken ] [ stockte , ich war überwältigt ] , ich stürzte [ auf ] [ an ] die [ Tür zu ] [ Thür ] und rüttelte mit verzweifelter Anstrengung am [ Schlosse ] [ Schloß ] . [ Eilende ] [ Eilige ] Schritte kamen [ durch ] [ ] den [ äußeren ] [ ] Korridor [ daher ; ] [ entlang , ] der Schlüssel wurde [ im Schlosse ] [ ] umgedreht [ , ] [ und ] Bessie und [ Miß ] [ ] Abbot traten ein . , Miß Eyre , [ sind Sie krank ] [ fehlt Ihnen etwas ] ? [ fragte ] [ sagte ] Bessie . , Welch [ ein schrecklicher ] [ entsetzlicher ] Lärm ! [ Ich bin ganz außer mir ! ' ' ] [ ’ ] rief [ ] [ Miß ] Abbot [ aus ] [ ] . , [ Nehmt ] [ Laßt ] mich [ mit ] [ ] hinaus ! [ Laßt mich ] [ ich will ] in die Kinderstube ! [ schrie ] [ r flehte ] ich . , Weshalb [ denn ? Ist Ihnen irgend etwas geschehen ] [ ] ? Haben Sie [ ] [ sich gestoßen ? Haben Sie sich vor ] etwas [ gesehen ] [ gefürchtet ] ? [ ' ] [ ! ] fragte Bessie [ wiederum ] [ weiter ] . , O , ich sah ein Licht und [ ich meinte ] [ dachte ] , [ daß ] [ ] ein Geist [ ] [ würde ] kommen [ würde ] [ ] . Ich hatte [ mich jetzt ] [ ] Bessies Hand [ bemächtigt ] [ ergriffen ] , und sie entzog sie mir nicht . , [ Sie ] [ Deshalb ] hat [ mit Absicht ] [ sie ] so [ geschrien ] [ geschrieen ] , [ ' ] [ ] erklärte Abbot [ mit einigem Widerwillen ] [ verächtlich ] . , Und welch [ ein Geschrei ] [ fürchterlicher Schrei war das , er ging mir durch und durch ] ! Wenn sie Schmerzen gehabt hätte , so [ könnte man es ] [ wäre sie ] noch [ ] [ allenfalls zu ] entschuldigen , aber [ ihre einzige - Absicht war ] [ sie wollte nur ] , [ uns alle herbeizulocken . Ich ] [ daß wir hierher kämen , ich ] kenne ihre [ Unarten schon ] [ Schliche ] . [ ' ] [ ] , Was [ geht hier vor ] [ hat das zu bedeuten ] ? fragte eine [ andere ] [ strenge ] Stimme [ gebieterisch ; ] [ ] und Mrs . Reed kam [ mit flatternden Haubenbändern und wehendem Kleide ] [ in zorniger Aufregung ] durch den Korridor [ daher ] [ ] . , Abbot und Bessie , ich [ glaube ] [ denke doch ] , daß ich [ befohlen habe ] [ Befehl gab ] , [ Jane ] [ Miß ] Eyre [ ] [ sollte ] in dem roten Zimmer [ zu lassen ] [ bleiben ] , bis ich selbst [ sie holen würde ? ein . ] [ hierher käme ! ] , Miß Jane schrie so laut , Madame , [ wandte ] [ entschuldigte sch ] Bessie [ zögernd ] [ . ] , Laß sie [ los ] [ ] , [ ] [ ! ] war die einzige Antwort . , Laß Bessies Hand los , Kind [ : verlaß dich darauf , auf ] [ ! Auf ] diese [ Weise wirst du ] [ Art kommst Du ] nicht [ durchkommen ] [ heraus , das versichere ich Dich ] . Ich verabscheue [ solche List ] [ Verstellung ] , besonders bei Kindern [ ; ] [ , ] es ist meine Pflicht , [ dir ] [ Dir ] zu [ beweisen ] [ zeigen ] , daß [ du mit solchen Kniffen nicht weit kommst ] [ Kunstgriffe Dir nichts helfen ] . [ ] [ Du wirst ] jetzt [ wirst du ] [ ] noch eine Stunde [ ] [ länger ] hierbleiben , und nur unter der Bedingung [ gebe ich dich ] [ , daß Du ganz still und fügsam bist , sollst Du dann ] frei [ ] [ sein . ] , [ wenn du ] [ O , Tante , vergieb ] mir [ das Versprechen gibst , vollkommen ruhig und unterwürfig zu sein . ' , O , Tante hab ' Erbarmen ] [ ] ! [ Vergib mir doch ] [ Habe Mitleid ] ! Ich kann es nicht [ ertragen . - - Bestrafe ] [ aushalten ! Strafe ] mich [ doch ] [ ] auf [ ] [ eine ] andere [ Weise ] [ Art ] ! Ich [ komme ] [ muß sterben ] , [ Sei still ] [ wenn - ‘ , Still ] ! Diese Heftigkeit ist [ ganz empörend ] [ abstoßend ] ! [ Ohne Zweifel hegte sie auch Abscheu gegen mein Betragen ] [ Das war sicher ihre aufrichtige Meinung ] . [ In lhren ] [ Ich war in ihren ] Augen [ war ich ] [ ] eine [ frühreife ] [ abgefeimte ] Schauspielerin . [ Als ] [ ] Bessie und Abbot [ ] [ hatten ] sich zurückgezogen [ hatten , warf ] [ und ] Mrs . Reed , [ die meiner wahnsinnigen ] [ ungeduldig über meine wahnsinnige ] Angst und [ meines lauten Schluchzens wohl überdrüssig geworden sein mochte , mich rasch in das Zimmer zurück ] [ mein heftiges Schluchzen stieß mich plötzlich von sich ] und schloß mich ohne weitere [ Worte ] [ Antwort ] wieder ein . Ich hörte sie [ davonrauschen ; ] [ fortgehen ] und bald [ , ] [ ] nachdem sie gegangen war , [ umfing mich ] [ fiel ich , glaube ich , in eine Art von Ohnmacht , dann folgte eine lange ] Bewußtlosigkeit . [ 3 . ] [ Drittes ] Kapitel . [ Bessie , die einzige mitleidige Seele . Als ich ] [ Ich ] erwachte [ ] [ mit dem Gefühl ] , [ ] [ als hätte ich einen schrecklichen Traum gehabt . Ich sah vor mir einen entsetzlichen , roten Schein , den tiefdunkle Streifen durchkreuzten und ] hörte [ ich ] [ hohle ] Stimmen [ , die hohl an mein Ohr klangen ] [ sprechen ] , als würden [ ] [ . ] sie durch das Rauschen des [ ] [ Windes oder ] Wassers [ oder Toben des Windes übertönt ] [ gedämpft ] . [ Die Aufregung , die Ungewißheit und ein alles beherrschendes Gefühl des Entsetzens hielt alle meine Sinne gefangen . Nach einiger Zeit fühlte ] [ Bald darauf bemerkte ] ich , daß jemand [ mich berührte ] [ sich bemühte ] , mich [ aufrichtete ] [ aufzurichten ] und [ mich in ] [ zwar auf ] eine [ sitzende Stellung brachte , ] [ so sanfte ] und [ zwar viel liebreicher und sorgsamer ] [ liebreiche Art ] , [ als mich bis jetzt irgend jemand emporgehoben ] [ wie es bisher niemand gethan ] hatte . Ich lehnte meinen Kopf gegen [ ] [ ein Kissen oder ] einen Arm [ oder ein Polster ] [ ] und fühlte mich [ behaglich ] [ erleichtert ] . Fünf Minuten später [ ] [ ließ meine Betäubung nach , und ich ] wurde [ es ] [ ] mir [ klar ] [ bewußt ] , daß ich in meinem eigenen Bette lag [ ] [ , und daß der rote Glanz das Kaminfeuer in der Kinderstube war ] . Es war Nacht , [ eine Kerze ] [ ein Licht ] brannte auf dem Tische [ ; ] [ , ] Bessie stand [ am Fußende meines ] [ zu Füßen des ] Bettes [ und hielt ] [ , ] ein Waschbecken in der Hand , [ ] [ und ] ein Herr saß [ ] [ über mich gebeugt ] auf einem [ Lehnstuhle neben mir und beugte sich über mich . Ich empfand eine wohltuende Sicherheit ] [ Stuhl am Kopfende desselben . Ein unbeschreibliches Gefühl der Zufriedenheit durchströmte mich ] , als ich [ sah , daß sich ein Fremder ] [ einen Fremden ] im Zimmer [ befand ] [ sah , jemand ] , der nicht [ zum Haushalt ] [ zu Gateshead gehörte und mit Mrs . Reed verwandt war , ich wußte mich in Sicherheit und unter Schutz . Ich wandte mich ] von [ Gateshead ] [ Bessie ab ] , [ nicht zu den Verwandten ] [ obwohl mir ihre Gegenwart weit weniger zuwider war , als es die ] von [ Mrs ] [ Abbot gewesen wäre , und betrachtete das Gesicht des Herrn ] . [ Reed gehörte . Es ] [ Ic kannte ihn , es ] war Mr . Lloyd , ein Apotheker , [ den Mrs . Reed ] [ der ] zuweilen [ rufen ließ ] [ gerufen wurde ] , wenn [ ihre ] [ die ] Dienstboten krank waren [ . Für ] [ ; für ] sich [ selbst ] [ ] und die Kinder nahm [ sie ] [ Mrs . Reed ] einen Arzt . , Nun , wer bin ich ? fragte er . [ ] [ o ] Ich [ sprach seinen ] [ nannte ihn beim ] Namen [ aus ] [ ] und streckte ihm [ zu gleicher Zeit ] [ zugleich ] meine Hand [ entgegen ; ] [ hin , ] er nahm sie lächelnd und sagte : , [ Ah , es ] [ Es ] wird [ langsam besser ] [ Alles ] mit [ uns ] [ der Zeit gut ] werden . Dann legte er mich [ nieder ] [ hin , ] und [ befahl ] [ sich an ] Bessie [ ] [ wendend ] , [ mich ] [ empfahl er ihr , sorgsam darauf zu achten , daß ich ] während der Nacht nicht [ zu stören ] [ gestört würde ] . Nachdem er noch weitere [ Weisungen erteilt ] [ Anordnungen gegeben ] und [ gesagt ] [ geäußert ] hatte , daß er [ am folgenden Tage ] [ morgen ] wiederkommen [ würde ] [ werde ] , ging er [ ] [ , ] zu [ meiner größten Betrübnis fort ] [ meinem Leidwesen ] . [ Als ] [ Während ] er [ fortgegangen ] [ da ] war , [ verzagte ] [ fühlte ich mic so geborgen , und als sich die Thür hinter ihm schloß , beschlich ] mein Herz [ ] [ unbeschreibliche Traurigkeit . , Glauben Sie , daß Sie schlafen werden , Miß ? fragte Bessie ziemlich sanft . Ich wagte kaum zu antworten , aus Furcht daß sie wieder so unfreundlich wie sonst zu mir reden könnte . , Ich will es versuchen . , Möchten Sie trinken , oder haben Sie Lust etwas zu essen ? , Nein , ich danke , Bessie . , Dann will ich zu Bett gehen , denn Mitternacht ist schon vorüber , aber wenn Sie etwas brauchen , dann rufen Sie mich . Welche ungewohnte Höflichkeit ! Sie gab mir den Mut , eine Frage zu thun . , Bessie , was hat sich mit mir zugetragen ? Bin ich krank ? , Wir fanden Sie im roten Zimmer krank ; vom vielen Weinen sicherlich ; Sie werden aber bald wieder gesund sein . Bessie ging in das Zimmer des Hausmädchens , welches nebenan war , und ich hörte sie sagen : , Sara , komm und schlafe bei mir in der Kinderstube . Ich kann heute nicht mit der armen Kleinen allein schlafen . Wenn sie nun stirbt ? Diese Ohnmacht war doch sonderbar ; ich möchte wohl wissen , ob sie eine Erscheinung gesehen hat . Mrs . Reed . war zu hart gegen sie . Sara kam mit Bessie herein und beide gingen zu Bett , aber bevor sie einschliefen , unterhielten sie sich noch lange leise miteinander . Ich hörte einige Sätze ihres Gesprächs , aus dem ich mir leicht das übrige zusammen reimen konnte . , Ein Geist , ganz in Weiß gekleidet , ging bei ihr vorüber und verschwand ! , Einen großen schwarzen Hund hinter sich ? , Es klopfte dreimal laut an die Zimmerthür ' - , Ein Licht auf dem Kirchhofe , gerade über seinem Grabe ' u . s . w . , u . s . w . Endlich schliefen beide und das Licht und das Feuer verlöschten . Für mich schlichen die Stunden dieser Nacht in schrecklicher Schlaflosigkeit vorüber ; mein Auge , Ohr und Gehirn waren gespannt und erregt ] von [ neuem ] [ Furcht , von einer Furcht , wie sie nur Kinder fühlen können ] . [ ] [ Diesem Ereignis folgte keine lange und ernste körperliche Krankheit , aber meine Nerven hatten einen Stoß bekommen , dessen Wirkungen ich heute noch fühle . Ja , Mrs . Reed , Ihnen verdanke ich ein quälendes Leiden . Aber ich vergebe Ihnen , denn Sie wußten nicht , was Sie thaten ; als Sie mein Herz zerrissen , glaubten Sie nur meine schlechten Anlagen mit der Wurzel zu vertilgen . ]