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[ Erstes Kapitel ] [ Des es schlechten Wetters wegen - denn es war kalt , windig und regnerisch - - mußte an diesem Tage der übliche Spaziergang unterbleiben ; ich freute mich darüber , war es doch draußen schon recht herbstlich ] . [ Es ] [ Da man mich nicht so warm und sorglich kleidete , wie die Kinder des Hauses , so fror mich leicht , und wenn ich dann über die Kälte klagte , schalt man mich zimperlich . Frau Reed war mit ihren Kindern Hans , Elisa und Georgina , im Salon ; mich hatte sie hinausgeschickt , mit dem Bemerken , ich sei unwürdig , die gleichen Vorrechte zu genießen , die nur zufriedenen , glücklichen Kindern zukämen . Ich sollte mich erst eines freundlicheren , offenherzigeren , geselligeren Wesens befleißigen . Je nun , ich ] war nicht [ möglich ] [ böse darüber ] , [ an dem Tage einen Spaziergang ] [ daß ich allein sein sollte . Ich fühlte mich ja doch nicht wohl in der Gesellschaft dieser Menschen , die mich immer von oben herab behandelten und von denen besonders der etwa 14 Jahre alte Hans mir verhaßt war . So schlüpfte ich denn in das Frühstückszimmer . Ein großer Bücherschrank stand darin , und ich hatte nicht lange ] zu [ machen . Zwar waren wir während des Vormittags eine Stunde lang in der unbelaubten Eingangsallee umhergewandelt ; aber seit dem Mittagessen - - Frau Reed pflegte sehr früh zu Mittag zu speisen ] [ suchen ] , [ wenn keine Gesellschaft da war - - - hatte der kalte , winterliche Wind so düstere Wolken und einen so durchdringenden Regen mit sich gebracht , daß von einem weiteren Spazierengehen im Freien nicht mehr die Rede sein konnte . Das war mir recht , denn ich hatte nie weite Spaziergänge gern , am wenigsten aber an kalten Nachmittagen : es war für mich etwas Schreckliches , mit halberfrorenen Fingern und Zehen in der öden Dämmerung nach Hause zu kommen ; das Schelten der Kindermuhme Bessie stimmte da mein Herz noch trauriger , und ich war durch das Bewußtsein gedemütigt , daß ich Elisa , John und Georgiana Reed in physischer Beziehung weit nachstand . Elisa , John und Georgiana hatten sich nun ] [ ] um [ ihre Mama im Gesellschaftszimmer geschart : sie lag auf einem Sofa nahe beim Kamin , und fühlte sich , umgeben von ihren Lieblingen , - - - die für den Augenblick weder weinten , noch sich zankten - - - äußerst behaglich . Ich hatte mich der Gruppe nicht anschließen dürfen : Frau Reed sagte , sie bedaure , mich in einiger Entfernung halten zu müssen ; so lange sie aber nicht von Bessie höre , und selber sehe , daß ich mich ernstlich bestrebte , mir eine geselligere und kindlichere Gemütsart , ein anziehenderes , lebhafteres , leichteres , offneres und natürlicheres Wesen anzueignen , müsse sie mir entschieden Vorrechte versagen , die bloß zufriedenen und freundlichen Kindern zukämen , Was sagt denn Bessie , daß ich getan habe ? fragte ich . Jane , Leute , die immer widersprechen und immer fragen , mag ich nicht leiden ; zudem ist es gräßlich , ein Kind sich so gegen Erwachsene benehmen zu sehen . Setz ' dich irgendwohin , und schweig , so lange du nicht artig reden kannst . Ein kleines Zimmer , worin gewöhnlich das Frühstück eingenommen wurde , befand sich neben dem Gesellschaftszimmer , dort schlich ich mich hinein . Es war darin ein Bücherschrank . Bald nahm ich mir ] [ ] einen Band [ heraus , einen mit Bildern . Ich stieg auf den Fenstersitz , kreuzte die Beine wie ein Türke , zog die rote Mohrgardine fast ganz ] [ ] zu [ ] [ finden ] , [ und sah mich in doppelter Weise geborgen . Die Falten der scharlachroten Draperie versteckten mich auf der rechten Seite vor jedem Blicke ; auf der linken waren die hellen Glasscheiben , die mich zwar vor dem trüben Novembertage schützten , aber nicht davon trennten . Von Zeit zu Zeit studierte ich den Anblick dieses Winternachmittages , während ich in meinem Buche blätterte . In der Ferne war es eine bleiche Wolken - und Nebelmasse ; in der Nähe eine Scene von sturmbewegten Gesträuchen und einem nassen Rasenplatze , mit nie endendem Regen , der vor lang gehaltenen , klagenden Windstößen wild daherjagte . ich kam zu meinem Buche zurück , - zu der Naturgeschichte der britischen Vögel von Bewick . Im allgemeinen kümmerte mich der Text wenig , und doch waren einige als Einleitung dienende Seiten da , die ich , wenn auch noch ein Kind , nicht ganz übergehen konnte . Es waren die Seiten , die von den Aufenthaltsorten der Seevögel handeln , von den einsamen Felsen und Vorgebirgen , die nur sie bewohnen , von der Küste von Norwegen nebst ihren unzähligen Buchten und Inseln , Wo des Nordmeers mächt ' ge Wirbel Um der nackten Inseln Felsenwehr - - - Dieses fernste Schule - - sieden , Wo sich wogend das Atlant ' sche Meer Durchzwängt durch die stürmischen Hebriden . Ebenso fesselte mich die Beschreibung der unwirklichen Küsten Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Nowaja - Semljas , Islands , Grönlands . - - - samt dem weiten Kreise der kalten Zone , und den öden Räumen , wo Eis und Schnee , von vielen hundert Wintern zu Gebirgen angehäuft , den Pol umgeben und alle Strenge der äußersten Kälte in sich konzentrieren . Von diesen weißen Reichen des Todes hatte ich meine eigenen Vorstellungen , schattenhaft und nebelartig , wie alle halbverstandenen Dinge , die trübe durch das Gehirn der Kinder treiben , aber einen merkwürdig tiefen Eindruck machen . Die Worte in diesen einleitenden Bemerkungen verbanden sich mit den nachfolgenden Bildern und gaben dem in einer See von hochgehenden und schäumenden Wogen allein stehenden Felsen Bedeutung . sowie dem zertrümmerten , an öder Küste gestrandeten Boote , dem kalten und geisterähnlich durch Wolkengitter auf ein eben untersinkendes Wrack hindurchblickenden Monde . Die zwei auf einer trägen See von einer Windstille überfallenen Schiffe hielt ich für See - Phantome . Ebenso verhielt es sich ] [ ] mit dem [ schwarzen gehörnten Dinge , das hoch auf einem Felsen saß , und eine ferne , einen Galgen umstehende Menschenmenge überschaute . Jedes Bild erzählte eine Geschichte , für meinen unentwickelten Verstand und meine unvollkommenen Gefühle oft geheimnisvoll , aber immer höchst interessant , so interessant , wie ] [ ich mir ] die [ Märchen , die Bessie bisweilen an Winterabenden erzählte , wenn sie gerade bei guter Laune war , und nachdem sie ihren Bügeltisch in die Kinderstube gebracht hatte , uns erlaubte , uns um denselben herumzusetzen ] [ Langeweile gut vertreiben konnte ] . [ Bei solchen Gelegenheiten wurden wir , während sie Frau Reeds Halskrausen und Nachthauben plättete , für unsere gespannte Aufmerksamkeit mit allerlei Krieg - , See - und Liebesabenteuern belohnt , die aus alten Feenmärchen und älteren Balladen , oder - - - wie ich später entdeckte - - - aus Pamela , oder aus Heinrich ] [ Leider blieb ich nicht lange ungestört . Ich wurde in der Betrachtung der schönen ] , [ Graf von Moreland , geschöpft waren . Mit Bewick auf meinem Knie war ich nun glücklich ] [ bunten Bilder plötzlich durch den Ruf unterbrochen ] : [ glücklich wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung ] [ ] , [ und die kam nur zu bald . Die Tür des Frühstückszimmers ging auf . He ! Jungfer Träumerin ! rief die Stimme John Reeds ; dann hielt er einen Augenblick inne : offenbar meinte er , das Zimmer sei leer . ] [ ] Wo [ zum Kuckuck ] [ ] steckt sie denn [ ] [ , die Traumsuse ] ? [ fuhr ] [ Ich erschrak , denn ich erkannte Hans Reeds Stimme . Offenbar war ] er [ fort . Lieschen ] [ sehr verwundert ] , [ Georgy ] [ mich nicht im Zimmer zu finden . Ich hatte mich in die Fensternische gesetzt und den Vorhang vor mir zugezogen . , Lise , Georgina ] ! [ ] [ ' ] rief [ er seinen Schwestern zu ] [ Hans weiter . ] , [ Jane ] [ Johanna ] ist nicht hier [ ; sagt ] [ . Sagt doch der ] Mama , [ sie ist ] [ das Scheusal sei ] in den Regen [ hinaus ] [ hinausgelaufen . ] , [ das böse Ding ! Ein wahres Glück ] [ Gott bewahre , ' ' antwortete Elisa , die ein wenig aufgeweckter war , als der sowohl geistig wie körperlich schwerfällige Hans . , Sie sitzt gewiß wieder in der Nische . Guck nur nach , Hans . Nun trat ich von selbst heraus , wußte ich doch ] , daß [ ich den Vorhang zugezogen habe , dachte ich , und wünschte inbrünstig , daß er mein Versteck nicht entdecken möchte , auch ] [ Hans mich im nächsten Augenblick gewaltsam hervorzerren ] würde [ es John allein nicht aufgefunden haben ] [ . , Ja , hier bin ich ] , [ denn weder sein Auge noch sein Verstand warenscharf . Aber Elisa hatte kaum ihren Kopf durch die Tür gesteckt , als sie ] [ ' ] sagte [ ] [ ich , , was wünscht ihr ? , Sage gefälligst ] : [ Gewiß ist sie auf dem Fenstersitze , John ! Sogleich trat ich hervor , denn ich zitterte bei dem Gedanken , von besagtem John herausgezogen zu werden . Was willst du von mir ? fragte ich mit linkischer Schüchternheit . ] [ ] Was wünschen Sie , Herr Reed [ ] [ , antwortete er . , Gleich kommst du hierher , verstehst du ] ? [ heißt es ! Du sollst hierher kommen ; und , sich in einen Lehnstuhl setzend , gab er durch eine Geberde zu verstehen , daß ich mich vor ihn hinstellen solle . John ] [ Hans ] Reed war [ vierzehn Jahre alt , also ] [ ] vier Jahre älter als ich , [ ] [ denn ich zählte erst zehn ; er war ] groß und stark für sein Alter , [ von schmutzig grauer und ungesunder Gesichtsfarbe ] [ sah aber nicht gesund ] , [ ] [ sondern vielmehr aufgedunsen aus . Mit seiner vierschrötigen Gestalt , seiner unklaren Hautfarbe , seinem ] groben [ Zügen in einem breiten Gesichte , plumpen ] [ Gesicht und seinen großen Füßen und ] Händen [ und Füßen . Gewöhnlich pfropfte ] [ sah ] er [ sich ] [ auch wirklich nichts weniger als sympathisch aus . Er aß ] bei Tische [ zum Platzen voll ] [ gewöhnlich so viel ] , [ was ihm ein galliges Aussehen , trübe , glasige Augen und schlaffe Wangen zuzog ] [ daß er schlechte Laune bekam ] . [ Er ] [ Eigentlich ] hätte [ zu dieser Zeit in ] [ er jet auf ] der Schule sein [ sollen ; ] [ müssen , ] aber seine Mama hatte ihn auf [ einen oder zwei Monate wegen Kränklichkeit ] [ ein paar Wochen ] nach Hause genommen [ ] [ , seiner zarten Gesundheit wegen ] . [ Sein Lehrer ] [ Der Direktor ] versicherte allerdings , [ der Junge könnte gesund wie ein Fisch sein , wenn ] [ ] man [ ] [ brauche ] ihm [ ] [ nur ] weniger [ Kuchen und Konfekt ] [ Leckereien in die Pension « zu schicken , so würde er schon gesünder werden . Das fand die Mutter brutal . Nach ihrer Meinung rührte das schlechte Aussehen ihres Lieblings nur ] von [ Hause schicken würde , aber das Mutterherz lehnte sich gegen eine so lieblose Behauptung auf ] [ Ueberanstrengung ] und [ neigte sich eher zu der Ansicht hin , daß Johns blasse Gesichtsfarbe von übertriebenem Fleiße und wohl ] [ vielleicht ] auch von Heimweh [ herrühre ] [ her ] . [ John ] [ Hans durfte sich daheim alles erlauben ; nie ] hatte [ ] [ die Mutter ein hartes Wort , einen Tadel oder gar eine Strafe ] für [ seine Mutter ] [ ihn . Ich besonders war die Zielscheibe seiner Unart , ] und [ Schwestern herzlich wenig Liebe übrig ; mich aber haßte er geradezu . Er quälte und prügelte mich bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit ; ] [ ] jeder Nerv [ , jede Faser an ] [ in ] mir [ zitterte ] [ zuckte vor Furcht ] , wenn er [ mir nahe ] [ in meine Nähe ] kam . [ Es gab Augenblicke , wo der Schrecken , den er mir einflößte , mich ganz verwirrt machte , ] [ Schutz vor ihm fand ich nirgend ; ] denn [ ich konnte gegen seine Drohungen oder Tätlichkeiten bei niemand Beschwerde erheben . Die ] [ die ] Dienerschaft [ mochte ihren jungen Herrn ] [ wagte es ] nicht [ beleidigen und Partei ] [ , ] gegen ihn [ nehmen ] [ aufzutreten ] , und Frau Reed war [ ] [ in diesem Punkte taub und ] blind [ und taub ] [ ] , [ ] [ selbst ] wenn er mich [ ] [ - was oft geschah - ] in ihrer Gegenwart [ ausschimpfte ] [ beschimpfte ] oder schlug [ ] [ . Auch diesmal gehorchte ich ihm und trat näher ] ; [ noch häufiger allerdings peinigte ] [ als ich weit genug bei ihm war , hieb ] er [ mich hinter ihrem Rücken . Meiner Gewohnheit gemäß , John zu gehorchen , näherte ich mich seinem Stuhle . Etwa drei Minuten lang streckte er die Zunge gegen mich so weit herau , als es angehen mochte , ohne deren Wurzel zu beschädigen . Ich wußte , daß er bald zuschlagen würde , und dachte , während ich mich zusammenkrümmte , wie garstig der Bengel doch aussähe . Vielleicht las er diesen Gedanken in meinem Gesichte , denn mit einem Male , und ohne ] [ plötzlich auf mich ] ein [ Wort zu sagen , schlug er heftig auf mich los ] [ ] . [ Ich taumelte und zog mich ] [ ] , [ sobald ich mein Gleichgewicht wieder erlangt hatte , ein bis zwei Schritte von seinem Stuhle zurück . ] [ ] Das ist für die [ unverschämte ] [ freche ] Antwort , die du vor [ einiger Zeit ] [ einer halben Stunde meiner ] Mama gegeben hast , [ sagte ] [ rief ] er [ , und dafür , daß du dich immer wegschleichst und dich hinter Vorhänge verkriechst , und für den Blick , den du vor ein paar Minuten in deinem Auge zeigtest , du falsche Katze ! An John Reeds Schmähungen und Mißhandlungen gewöhnt , kam es mir nie in den Sinn , mich dagegen zu wehren , meine einzige Sorge war , wie ich die Schläge , die auf die Schmähung noch folgen würden , ertragen sollte ] [ ] . [ ] [ , ] Was hast du [ hinter dem Vorhange getan ] [ da für ein Buch ] ? [ fragte er . ich habe gelesen . Zeige ] [ Er entriß es ] mir [ das Buch . ich ging an das Fenster zurück ] [ ] und [ brachte es ihm . ] [ fuhr fort : , ] Wer [ ] [ hat dir denn ] erlaubt [ dir ] [ ] , [ unsere ] [ meine ] Bücher zu [ lesen ] [ benützen ] ? [ Du bekommst bei uns das Gnadenbrod ] [ Denn sie sind mein . Alles hier ist mein ] , [ ] [ oder wird es wenigstens bald sein . Dir gehört gar nichts , Mama ] sagt [ Mama ; ] [ es immer . Geld hast ] du [ hast kein Geld ] [ keins ] , dein Vater hat dir [ keins ] [ doch nichts ] hinterlassen [ ; eigentlich ] [ , und von Rechts wegen ] solltest du betteln gehen , [ und nicht ] [ statt ] hier [ bei vornehmen ] [ mit den ] Kindern [ ] [ eines Gentleman zusammenzuleben ] , [ wie wir , wohnen und dasselbe ] [ am gleichen Tische zu ] essen [ , wie wir , ] [ ] und [ ] [ die ] Kleider [ ] [ zu ] tragen , die [ unsere ] [ dir meine ] Mama [ bezahlen ] [ kaufen ] muß . [ Nun will ich ] [ Marsch ! stell ] dich [ lehren , in meinem Bücherschrank herumzusuchen , denn die Bücher und der Schrank gehören mir , das ganze Haus gehört mir , oder wird mir in einigen Jahren gehören . Geh , und stelle dich ] [ dort ] an die Tür [ , vom Spiegel und von den Fenstern weg ] [ ! Ich tat es ] . [ ich gehorchte , da ich seine Absicht nicht gleich merkte ; als ich ihn aber ] [ Er hob ] das Buch [ in die Höhe heben sah , sprang ich mit einem Schrei des Schreckens auf die Seite , indessen ] [ und zielte nach mir . Ich wich ] nicht [ zeitig ] [ rasch ] genug [ . Das Buch flog schon auf mich zu ] [ aus ] und [ traf mich , und ich fiel mit dem Kopfe gegen die Tür . Das Loch , das ich mir in ] [ wurde so heftig an ] den Kopf [ fiel ] [ getroffen ] , [ schmerzte mich heftig ] [ daß ich ] , [ und es floß Blut daraus hervor ; mein Schrecken war übermäßig , und nun folgten andere Gefühle ] [ eine blutende Wunde bekam und vor Schmerz laut aufschrie ] . [ Böser ] [ ] , [ ] [ Du ] grausamer [ Junge sagte ich . Du bist wie ein Mörder , wie ein Sklaventreiber , du gleichst den römischen Kaisern ich hatte Goldsmith ' s römische Geschichte gelesen , und mir über Nero , Caligul u . s . w . eine Meinung gebildet . Auch hatte ich im stillen Parallelen gezogen , von denen ich nie glaubte , daß ich sie einst so laut aussprecen würde . Was , was ] [ Bengel ] ! rief [ ] [ ich . , Was ? schrie ] er [ ] [ nun ] . [ Hat ] [ , Habt ihr das gehört , Elisa und Georgina ? Das sagt ] sie [ das ] [ ] zu mir [ gesagt ] [ ] ? [ Habt ihr es gehört , Elisa und Georgiana ! Soll ich es nicht ] [ Das will ich gleich der ] Mama [ agen ? Aber vorerst - - - ] [ erzählen . Erst aber noch ] Er [ rannte ] [ packte mich beim Haar , doch nun wehrte ich mich verzweifelt . Während er ] auf mich [ zu ; ich fühlte ] [ einschlug ] , [ wie er mich bei ] [ arbeitete auch ich blindlings mit ] den [ Haaren und den Schultern packte ; er hatte sich mit einem verzweifelten Geschöpfe in einen Kampf eingelassen , und ich sah wirklich in ihm einen Tyrannen , einen Mörder ] [ Fäusten ] . [ Ich fühlte Blutstropfen von meinem Kopfe auf meinen Hals herabträufeln und verspürte einen stechenden Schmerz . Diese Empfindungen gewannen für den Augenblick die Oberhand über die Furcht , und so empfing ich ihn denn wie eine Wahnsinnige . Ich weiß nicht mehr genau , was ich mit meinen Händen tat , aber er brüllte laut auf , und bald erhielt er Hilfe . Elisa und Georgiana waren zu ] [ ] Frau Reed [ gelaufen ] [ eilte herbei ] , [ die die Treppe hinaufgegangen war ; nun erschien sie mit ] [ ] Bessie [ ] [ , das Hausmädchen , ] und [ ihrem Kammermädchen ] [ ] Abbot [ auf dem Kampfplatze ] [ , die Kammerzofe , folgten ihr ] . [ Man trennte ] [ Sie rissen ] uns [ ; ] [ auseinander , und ] ich hörte [ folgende ] [ nur noch die ] Worte : [ Hilf Himmel ] [ ] , [ welche ] [ So eine ] Furie [ , so auf den jungen Herrn loszustürzen ] [ ] ! [ Hat man je einen solchen Zorn gesehen ] [ So eine Giftblase ! - ] Dann [ fügte ] [ setzte ] Frau Reed hinzu : [ ] [ , ] Bringt sie in das rote Zimmer und schließt sie [ ] [ dort ] ein [ Alsbald wurde ich von vier Händen ergriffen ] [ . - Vier Hände packten mich ] und [ ] [ schleppten mich ] die Treppe [ hinaufgetragen ] [ hinauf ] . [ Zweites Kapitel . ich leistete auf dem ganzen Wege ] [ Unterwegs wehrte ich mich mit allen Kräften . Das hatte ich bisher noch nie getan ; stets hatte ich schweigsam und geduldig alles hingenommen . Mein ] Widerstand [ : etwas Neues bei mir und ein Umstand , welcher die schlimme ] [ bestärkte nun die beiden Mädchen in der schlechten ] Meinung [ bedeutend verstärkte ] [ ] , die [ Bessie und Fräulein Abbot ] [ sie ohnehin ] von mir [ zu hegen geneigt waren ] [ hegten ] . [ Tatsache ist ] [ - - ] , [ daß ich außer mir war : wußte ich doch , daß ich mich so wie so schweren Strafen ausgesetzt hatte , und wie jeder andere rebellische Sklave , war ich in meiner Verzweiflung entschlossen , auch vor dem Äußersten nicht zurück zu weichen . Halten Sie ihre Arme fest , Fräulein ] [ Wie eine wilde Katze , ' sagte Bessie . - , Schäme dich ? rief ] Abbot [ ; sie gebärdet sich wie eine tolle Katze ] [ ] . [ Pfui ] [ ] , [ ] [ Schlägt den Sohn ihrer Wohltäterin ! O ] pfui ! [ rief die Kammerjungfer . Welch garstige Aufführung , Fräulein Eyre , den jungen Herrn zu schlagen , den Sohn Ihrer Wohltäterin , Ihren jungen Herrn ! Meinen Herrn ! Bin ich denn eine Magd ? Nein , ] [ - ] Sie [ sind weniger als eine Magd , denn Sie tun durch aus nichts für Ihren Unterhalt . Da setzen Sie sich hin und denken Sie über Ihre Bosheit nach . Unterdessen hatte sie mich in das von Frau Reed bezeichnete Zimmer gebracht und ] [ drückten ] mich auf einen [ niedrigen ] [ ] Stuhl [ geworfen ; gleich einer Feder wollte ] [ nieder , doch ] ich [ ] [ sprang sofort ] wieder [ in die Höhe schnellen , ihre vier Hände aber ] [ auf . Da ] hielten [ ] [ sie ] mich [ ] [ von neuem ] fest [ ] [ . - - ] , Wenn [ Sie ] [ du ] nicht [ ruhig sitzen bleiben ] [ still sitzest ] , [ müssen Sie ] [ wirst du ] angebunden [ werden ] [ ] , [ ] [ ' ] sagte Bessie [ ] [ und löste auch schon ihre Strumpfbänder ] . [ Fräulein Abbot ] [ ] , [ leihen ] [ Nein , lassen ] Sie [ mir Ihre Strumpfbänder ; meine würde sie zerreißen . Die Abbot traf Anstalten , das nötige Band von einem runden , derben Beine loszumachen . Diese Vorbereitung zu meiner Fesselung , sowie der Gedanke an die neue Schmach mäßigten meine Aufregung ein wenig . Lassen Sie das , rief ] [ ! ' bat ] ich [ ; ich ] [ nun erschrocken . , Ich ] will [ ruhig ] [ auch ganz still und artig ] sein . [ Und zum Beweise ] [ ] , [ daß ich mich ruhig verhalten würde , klammerte ich mich mit den Händen an den Stuhl an . Rühren Sie sich ja nicht ] [ Das rat ich dir auch ] , sagte Bessie [ ; ] [ , ] und als sie [ die Ueberzeugung gewonnen hatte ] [ sah ] , daß [ meine Aufregung sich ] [ ich ] wirklich [ gelegt hatte ] [ ruhiger wurde ] , ließ sie mich [ ] [ denn auch ] los [ ; dann stellte sie ] [ . Dann stellten ] sich [ ] [ die beiden Mädchen vor mich hin und musterten mich ] mit [ der ] [ finsterer Miene . , Das ist ja was ganz Neues von ihr , meinte ] Abbot [ ] [ . ] , [ die Arme übereinander gekreuzt , vor mich hin ] [ Es steckt aber schon lange in ihr ] , [ und beide sahen mich mit düsterer Miene an , als ob sie zweifelten : , ob ich bei Sinnen wäre . So ist sie noch nie gewesen , sagte ] [ ' ' antwortete ] Bessie [ zu der Zofe ] [ ] . [ Aber es lag immer in ihr ] [ ] , [ war die Antwort . ] [ ] Ich [ habe ] [ hab ' s ] der gnädigen Frau [ ] [ schon ] oft [ meine Meinung über das Mädchen ] [ ] gesagt , [ und ] [ ] die [ gnädige Frau denkt ebenso . Es ] [ Hanne ] ist [ eine bösartige ] [ ein ganz verstocktes ] , [ hinterlistige , kleine Kröte ] [ giftiges Ding und furchtbar durchtrieben für ihr Alter ] . [ Bessie gab keine Antwort , bald aber wendete ] [ Dann wandte ] sie sich [ zu mir ] [ an mich ] und [ sagte ] [ setzte hinzu ] : [ Sie sollten bedenken , Fräulein ] [ , Nun denke mal ein bißchen darüber nach ] , daß [ Sie Frau Reed zu Dank verpflichtet sind : sie ist ] [ ] es [ , die Sie ernährt ; wollte sie Sie wegjagen , so bliebe Ihnen nichts weiter übrig , als in einem Armenhause ein Unterkommen zu suchen . Hierauf hatte ich nichts zu erwidern ; solche Redensarten waren mir ] [ dir ] nicht [ neu . Dieser Vorwurf der Abhängigkeit hatte stets in meinem Ohr geklungen ; so schmerzlich und niederdrückend aber die Sache für mich war , so war sie mir doch nur halb verständlich . Die Abbot fiel ein Und Sie sollten sich keinen Augenblick den Gedanken beifallen lassen , daß Sie ] [ zukommt , dich ] mit [ ] [ dem jungen Herrn und ] dem gnädigen Fräulein [ ] [ auf eine Stufe zu stellen , ] und [ dem jungen Herrn ] [ du ins Armenhaus wandern müßtest , wenn Frau ] Reed [ auf gleichem Fuße stehen ] [ sich nicht deiner annähme . Wenn du noch länger so schlecht und undankbar bist ] , [ weil die gnädige ] [ wird dich ] Frau [ in ihrer Güte Sie mit ihnen erziehen läßt . Die werden mal viel Geld bekommen , und Sie keins ] [ Reed eines schönen Tages fortschicken ] . [ Sie sollten ] [ Sei ] also [ recht ] [ demütig und ] bescheiden [ sein ] [ ] und [ sich ] [ mache dich nützlich und angenehm . , Und bete vor allem , fügte Abbot ] bei [ Ihren Wohltätern beliebt zu machen suchen . Was wir Ihnen da sagen , bezweckt ja Ihr Bestes , setzte Bessie in einem Ton hinzu , der nichts weniger als rauh war . Sie sollten es versuchen , gefällig und nützlich zu sein , dann würden Sie vielleicht eher eine Heimat haben ] [ , , daß dir deine Unart verziehen werde ] , [ sind Sie aber jähzornig ] [ sonst kommt am Ende ein Gespenst zum Kamin herunter ] und [ grob , so wird die gnädige Frau Sie ganz gewiß fortschicken ] [ holt dich ] . [ Zudem , sagte Fräulein Abbot , wird Gott ] [ Nach diesen Worten gingen ] sie [ strafen : er kann sie einmal in ihrem Zorn und ihrer Unart töten , und wo kommt sie dann hin ? Komm , Bessie , wir wollen sie allein lassen : um nichts in der Welt möchte ich ihr Herz haben . Beten Sie , Fräulein Eyre , wenn Sie allein und wieder ganz bei Besinnung sind , denn wenn Sie über Ihr Betragen keine Reue empfinden so kann etwas den Kamin herunterkommnen und Sie mitnehmen . Sie entfernten sich ] [ ] und schlossen die Tür zu . [ ich war allein ] [ Das rote Zimmer , ] in dem [ kalten und öden roten Zimmer , vor dem ich mich immer entsetzlich gegrauelt hatte , denn hier , in jenem pompösen Himmelbett , mit den dunkelroten Damastvorhängen , war vor neun Jahren mein Onkel Reed gestorben , und seitdem war es so gut wie unbewohnt geblieben . Aber Augenblicklich empfand ich keine Furcht ] [ ich mich befand ] , [ denn noch wallte mein Blut zu heftig , noch tobte in mir die wilde Wut einer rebellischen Sklavin , und so war meine erste Regung nun rasch aufzustehen und mich zu vergewissern , ob ich wirklich eine Gefangene sei . Ja leider ! Kein Kerker konnte besser verschlossen sein . Als ich von der Tür zurückkam , mußte ich an dem Spiegel vorüber ; aber mein Blick blieb wie bezaubert daran haften und suchte die Tiefe zu ergründen , die sich da vor mir auftat . Alles sah darin noch kälter und düsterer aus , als es in Wirklichkeit war ; und die unschöne kleine Gestalt , die mich daraus anschaute , mit dem weißen Gesicht und mit Armen , die sich von der Dunkelheit scharf abhoben , und mit ihren grellen , verängstigten Augen , die sich bewegten , wo sonst alles ruhig war , brachte einen Eindruck hervor , als sähe sie einen Geist , eines jener Gespenster , die Bessies Abenderzählungen aus einsamen , mit Farnkräutern bewachsenen Sümpfen vor unserm innern Auge heraufzubeschwören pflegten . Ich ging zu meinem Stuhle zurück . In diesem Augenblicke regte sich der Aberglaube in mir ; war aber die Stunde seines vollständigen Sieges nicht gekommen ; mein Blut war noch heiß , noch hatte die Stimmung des empörten Sklaven in mir die Oberhand : ich mußte mich erst vor dem Ansturm der zurückgebliebenen Gedanken entgegenstemmen , bevor ich die traurige Gegenwart recht fühlen konnte . Alle tyrannischen Handlungen John Reeds , die ganze stolze Gleichgültigkeit seiner Schwestern , die ganze Abneigung seiner Mutter , die ganze Parteilichkeit der Dienerschaft stieg in meinem verstörten Geiste auf , wie ein trüber Bodensatz in einem aufgerührten Brunnen . Warum mußte ich stets leiden , warum stets beschuldigt , verurteilt und eingeschüchtert werden ? Warum konnte ich es niemand recht machen ? Elisa , die halsstarrig und selbstsüchtig war , achtete man . Georgiana mit ihrer Tücke , ihrem zänkischen und frechen Wesen sah man stets alles nach . Ihre Schönheit , ihre roten Wangen und goldenen Locken entzückten jedermann und erkauften ihr für jeden Fehler Straflosigkeit . John vollends legte niemand etwas in den Weg , geschweige denn , daß er je bestraft ] [ ] wurde [ ] [ nur benutzt ] , wenn [ er den Tauben die Hälfte umdrehte , die Hunde hinter die Schafe hetzte , die Treibhäuser plünderte ; seine Mutter nannte er das alte Kamel ; nicht selten zerriß oder beschmutzte er ihr seidenes Kleid , und doch war er bei all dem stets ihr Liebling . Ich wagte mir keinen Fehler zu Schulden kommen zu lassen , ich bestrebte mich , jede Pflicht zu erfüllen , und man nannte mich unartig , verdrießlich und niederträchtig , vom frühen Morgen bis zum späten Abend . Mein Kopf tat mir weh und blutete von dem Schlage und von dem Falle gegen die Tür . Niemand hatte John deswegen gescholten , daß er mich geschlagen ; und weil ich mich gegen ihn gewehrt hatte , überschüttete mich jedermann mit Vorwürfen . Wie ungerecht ! sagte meine Vernunft , die der so qualvolle Stachel zu früher , wenn auch vorübergehender Energie antrieb ; und der Entschluß , der gleichfalls angespornt ward , feuerte zu irgend einem außergewöhnlichen Auskunftsmittel an , um dem unerträglichen Drucke zu entgehen : z . B . davonzulaufen , oder wenn das nicht anginge , nicht mehr zu essen und zu trinken , und so den Tod herbeizurufen . Wie gross war meine Niedergeschlagenheit an jenem unheilvollen Nachmittag ! Welche Aufregung tobte in meinem Hirn , wie war mein ganzes Herz empört ! In welcher Dunkelheit , in welch dichter Unwissenheit indessen wurde der geistige Kampf ausgefochten ! Ich konnte die stets wiederkehrende innerliche Frage nicht beantworten - warum ich so leiden mußte . Jetzt sehe ich es klar ein . In ] [ Gäste in ] Gateshead - Hall [ ] [ weilten ; dennoch ] war [ ich eine Dissonanz ] [ es eins der schönsten im Herrenhause . Die Mitte nahm ein großes Mahagoni - Bett ein ] , [ ich glich niemandem , ich hatte nichts , wodurch ich ] [ das ] mit [ ] [ roten Vorhängen versehen war ; vom selben Stoffe waren auch die Rouleaus an den Fenstern , die Tapeten und der Teppich . Die Möbel waren alle aus dunkelpoliertem Mahagoni . In dem düstern Ton , den diese Gegenstände verbreiteten , stachen nur die schneeweiße Decke , die über das Bett gebreitet war , und das ebenfalls weiße Polster eines großen Lehnstuhls hervor , der mir damals wie ein geisterhafter Thron erschien . Es war still hier oben , denn das Zimmer lag abseits von der Küche und den bewohnten Räumen . Mir wurde bald recht unheimlich zumute , indem ich daran dachte , wie selten diese Stube betreten wurde . Nur alle Sonnabend stieg Bessie herauf , um Staub zu wischen ; und hin und wieder weilte ] Frau Reed [ oder ] [ hier , um den Inhalt einer gewissen Schatulle zu prüfen , die ihre Papiere und Urkunden , ] ihren [ Kindern , oder ihrer Dienerschaft harmonierte . Liebten sie mich nicht , so liebte ich sie ebenso wenig . Es ] [ Schmuck und ein Bildnis ihres verstorbenen Gatten enthielt Denn in diesem Zimmer ] war [ nicht ihre Pflicht , ein Wesen , das mit niemand von ihnen sympathisierte , mit Zuneigung zu betrachten ; war dieses Wesen nicht , was Temperament , Fähigkeiten und Neigungen betrifft , himmelweit von ihnen verschieden ? War es nicht nutzlos und unfähig , einem Interesse zu dienen oder zu ihrem Vergnügen beizutragen ? Ich weiß , wäre ich ein leichtblütiges , mit glänzenden Eigenschaften begabtes , nachlässiges , anspruchsvolles , schönes , wildes Kind gewesen - - wenn auch abhängig und aller Freunde bar - - Frau ] [ Herr ] Reed [ hätte meine Gegenwart mit mehr Geduld ertragen ] [ ] , [ ihre Kinder würden gegen mich freundschaftlicher , und das Gesinde endlich nicht so geneigt gewesen sein , mich zum Sündenbocke der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann das rote Zimmer zu verlassen ; es war vier Uhr vorüber , und der bewölkte Nachmittag machte allmählig einer trüben Dämmerung Platz . Ich hörte den Regen immer noch an das Treppenfenster schlagen und den Wind in dem Lustwäldchen hinter der Halle pfeifen ; nach und nach wurde ich so kalt wie ein Stein , und nun fing ] [ ] mein [ Mut zu sinken an . Meine gewöhnliche demütige Stimmung ] [ Onkel ] , [ der Zweifel an mir selbst , meine Trostlosigkeit und Niedergeschlagenheit fielen feucht auf die allmählig verglühende Asche meines Zorns ] [ gestorben ] . [ Jedermann sagte , ich sei boshaft , und vielleicht war es auch so . Wie hatte ich nur soeben noch den Gedanken fassen können , mich zu Tode zu hungern ? ] [ ] Das war [ gewiß ein Verbrechen ] [ nun neun Jahre her . Unwillkürlich legte ich mir die Frage vor ] , [ und war ich zum Sterben vorbereitet ? Oder war das Gewölbe unter dem Chor in ] [ ob es mir wohl besser erginge , wenn dieser Mann noch lebte , den ich nie kennen gelernt hatte . Ich wußte - woher , kann ich nicht sagen - daß Reed , ] der [ Kirche zu Gateshead ein so einladendes Ziel ? In einem solchen Gewölbe liege Herr Reed begraben , - - - hatte man mir gesagt ; und so auf ihn zurückgeführt , verweilte ich mit steigendem Schrecken bei diesem Gedanken . Ich konnte mich seiner nicht mehr erinnern ; aber ich wußte , daß er mein Oheim , daß er ] [ einzige Bruder ] meiner Mutter [ Bruder war ] [ ] , [ daß er mich als elternloses Kind in sein Haus aufgenommen , und daß er in seinen letzten Augenblicken ] [ auf dem Sterbebette ] seiner Frau das Versprechen abgenommen hatte , [ ] [ für ] mich [ ] [ zu sorgen , ] wie [ eines ihrer ] [ für ihre ] eigenen Kinder [ halten zu wollen ] [ ] . [ ] [ Ich wußte auch , er hatte mich als ganz kleines Kindchen in sein Haus aufgenommen , als seine Schwester , meine Mutter , gestorben war . Sie hatte gegen den Willen ihrer Eltern einen armen Prediger geheiratet und war von ihrem Vater verstoßen , von ihrem Bruder aber heimlich unterstützt worden . Mein Vater starb bald nach der Eheschließung , und meine Mutter folgte ihm binnen Jahresfrist . An das alles mußte ich nun denken , und ich fragte mich , ob wirklich ] Frau Reed [ glaubte wahrscheinlich ] [ ] , [ ] [ meine Tante , das ihrem Gatten gegebene Versprechen hielte . Weshalb durfte Hans sich alles gegen mich erlauben , weshalb durften seine Schwestern mich mit vornehmer Gleichgültigkeit behandeln , weshalb hegte Frau Reed selbst eine so große Abneigung gegen mich ? Nichts konnte ich recht machen , beim geringsten Versehen wurde ich mit Schmähungen überhäuft . Elisa konnte eigensinnig und selbstsüchtig , Georgina trotzig und launenhaft sein , Hans durfte die Haustiere quälen , die schönsten Früchte von den Obstbäumen nehmen , die Blumenbeete verwüsten ihnen war alles erlaubt , wurde alles nachgesehen . Ich aber gab mir alle Mühe , meine Pflicht zu tun , und trotzdem nannte man mich unartig , hinterlistig , mürrisch und schalt mich vom Mor gen bis zum Abend . Damals fand ich freilich auf diese Fragen keine Antwort : jetzt nach vielen Jahren aber habe ich ] sie [ habe dieses ihr Versprechen erfüllt , ] [ gefunden . Ich war ein Mißton in Gateshead - Hall ; ich war dort ganz am falschen Plate . Ich hatte keine innere Gemeinschaft mit Frau Reed , ihren Kindern ] und [ ich kann wohl sagen ] [ ihrem Dienstpersonal . Sie liebten mich nicht ] , [ ] [ und ich liebte ] sie [ ] [ ebensowenig . Kein Fädchen Sympathie konnte sich zwischen uns spinnen , wir waren in Temperament , in Fähigkeiten , in Gefühlen und Neigungen grundverschieden . Der Kopf schmerzte mich noch nach dem Wurf mit dem Buche , und niemand ] hatte [ es auch getan ] [ Hans getadelt ] , [ ] [ daß er mich grundlos mißhandelte , vielmehr wurde ich hier oben eingesperrt , weil ich mich gegen ihn verteidigt hatte . - - , Wie ungerecht ! ’ sprach ich zu mir selbst . Es wurde dunkel im roten Zimmer . Draußen herrschte Dämmerung , und Regen schlug an das Fenster . Mir wurde kalt , der Mut sank , und tiefe Traurigkeit bemächtigte sich meiner ; und indem ich auf das im Halblicht verschwimmende Zimmer , auf die dunkeln Wände blickte , beschlich mich heimliches Grauen , Ich weinte und schluchzte , und je mehr ich mich gewaltsam beruhigen wollte , um ] so [ weit ihr Wesen dies zuließ ] [ größer wurde meine Aufregung ] . [ Wie konnte sie ] [ Ich vergrub das Gesicht in den Händen und überließ mich kraftlos meinem Gram . Nach einer Weile ] aber [ einen Eindringling , der nicht zu ihrer Familie gehörte , und nach ihres Mannes Tode durch kein Band an sie geknüpft war , wahrhaft lieben ? Höchst lästig und ärgerlich mußte es ihr sein , sich durch ein mit vieler Mühe erzwungenes Versprechen gebunden zu finden , an einem fremden Kinde , das sie nicht zu lieben vermochte , Mutterstelle zu vertreten , und eine nicht gleich gestimmte Fremde beständig in ihrem Familienkreise zu dulden . Sonderbare Gedanken dämmerten in mir ] [ sah ich ] auf . [ Ich zweifelte nicht , und hatte nie gezweifelt , daß , wenn Herr Reed am Leben geblieben wäre , er mich gütig behandelt haben würde ; und jetzt , als ich so dasaß und das weiße Bett und die überschatteten Wände ansah , während ich auch dann und wann mein bezaubertes Auge dem trübe schimmernden Spiegel zukehrte , fing ich an , mir ins Gedächtnis zurückzurufen , was ich von Toten gehört , die durch die Nichtbeachtung ihrer Wünsche in ihrer Grabesruhe gestört würden und wieder auf die Erde kämen , um die Meineidigen zu strafen und die Unterdrückten zu rächen ; und ich dachte , Herrn Reeds Geist könnte , durch das am Kinde seiner Schwester verübte Unrecht gequält , seinen Aufenthaltsort , sei es in dem Grabgewölbe der Kirche , oder in der unbekannten Welt der Abgeschiedenen , verlassen und in diesem Zimmer vor mir auferstehen . Ich trocknete meine Tränen und unterdrückte mein Schluchzen , in der Furcht , es möchte irgend ein Zeichen heftigen Kummers eine übernatürliche Stimme wecken , um mich zu trösten , oder aus der Dunkelheit ein mit einem schimmernden Scheine umgebenes Gesicht hervorrufen , das mit seltsamem Mitleid sich über mich hinbeugte . Diese an und für sich trostreiche Idee müßte , dachte ich , schrecklich sein , wenn sie verwirklicht würde ; mit aller Macht bemühte ich mich , sie zu unterdrücken . Ich wollte um jeden Preis standhaft sein . Mein Haar aus den Augen schüttelnd , hob ich den Kopf in die Höhe und versuchte es , kühn in dem finstern Zimmer umherzusehen . In diesem Augenblicke schimmerte ein Licht ] [ Da bemerkte ich ] an der Wand [ . Ist es , fragte ich mich , ein Mondstrahl ] [ einen Lichtschein ] , der [ durch eine Oeffnung des Fensterladens bricht ? Nein , dachte ich wieder , das Mondlicht ist ruhig , und dieses bewegt ] [ ] sich [ . Während ich es so Anblickte ] [ bewegte ] , [ fuhr es ] [ ] an [ die Zimmerdecke hinauf ] [ der Decke hinaufglitt ] und [ zitterte über ] [ dann übet ] meinem Kopfe [ . Ich kann mir jetzt leicht denken ] [ her ] , [ daß dieser Lichtstreifen höchst wahrscheinlich von einer Laterne herkam , ] [ ] die [ jemand ] [ ] über den [ Rasenplatz trug ] [ Hof getragen wurde ] ; [ aber ] [ doch ] damals [ , wo mein Geist auf das schrecklichste vorbereitet ] [ konnte ich mir sein Erscheinen nicht erklären ] , [ wo meine Nerven durch die heftige Aufregung erschüttert waren , hielt ich den schnell dahinfahrenden Strahl für den Vorboten ] [ und große Angst befiel mich bei seinem Anblick . Er war in meinen Augen ein Gespenst aus ] einer [ Erscheinung aus der ] [ ] andern Welt [ . Mein Herz schlug heftig ] [ ] , [ mein Kopf brannte ; ein Geräusch erfüllte mein Ohr , ] [ und ich hatte wirklich ] das [ ] [ Gefühl , als wenn Flügel durch das Zimmer rauschten und sich ] mir [ wie das Rauschen von Flügeln vorkam ] [ näherten ] . [ Etwas schien mir nahe zu sein ; ich ] [ Ich rang nach Luft , ich wollte schreien , ] konnte [ nicht mehr atmen , ich erstickte , länger konnte ich es nicht mehr aushalten , und so ] [ aber keinen Laut hervorbringen . Ich ] stürzte [ ich auf die ] [ zur ] Tür [ zu ] [ ] und rüttelte an [ dem Schlosse mit verzweifelter Anstrengung ] [ der Klinke ] . [ In dem äußeren Gange ließen sich eilige ] [ Gleich darauf hörte ich ] Schritte [ vernehmen ; ] [ , ] der Schlüssel [ drehte sich um ] [ wurde herumgedreht ] , und Bessie [ trat mit der ] [ und ] Abbot [ herein ] [ traten ein ] . [ Fräulein Eyre ] [ ] , [ sind Sie unwohl ] [ Johanna , bist du krank ] ? [ ] [ ' ] fragte Bessie . [ Welch schrecklicher ] [ , Was für ein ] Lärm ! [ Es ist mir in alle Glieder gefahren ] [ Ich bin zu Tode erschrocken ] ! [ rief die ] [ ' setzte ] Abbot [ aus ] [ hinzu ] . [ Laßt mich heraus ! Laßt mich ] [ , Nehmt mich mit hinaus , ich will ] in die Kinderstube ! [ ] [ ' ] schrie ich [ ] [ in einem fort ] . [ ] [ , ] Weshalb [ ] [ denn ] ? [ ] [ rief Bessie . , ] Ist [ Ihnen ] [ ] etwas geschehen ? [ Haben Sie etwas gesehen ] [ Hast du was gesehn ] ? [ fragte Bessie wiederum . O ! Ich sah ] [ Ja , ] ein Licht [ und dachte , ] [ ] es [ würde ] [ war ] ein Geist [ kommen . ] [ ! rief ] ich [ hatte nun Bessies Hand ergriffen ] [ . , Ach was , Bessie ] , [ und sie entzog sie mir nicht ] [ ' sagte Abbot , , das ist Komödie ] . Sie hat [ mit Fleiß so geschrieen , erklärte die Abbot mit einigem Widerwillen . Und was für ein Schrei ! Wäre sie in großer Not gewesen , so hätte man ihn allenfalls hingehen lassen können ; allein ihr einziger Zweck war , ] [ ] uns [ alle hierher zu bringen . Ich ] [ bloß herrufen wollen , ich ] kenne [ ] [ schon ] ihre [ Unarten ] [ Schliche ] . [ Was soll das heißen ? fragte eine andere gebieterische Stimme ; und ] [ ] Frau Reed kam [ den Gang daher ] [ ] mit [ flatternder Haube ] [ flatternden Haubenbändern ] und [ rauschendem Gewande ] [ wehendem Kleide herbeigelaufen ] . [ Abbot und Bessie ] [ ] , [ ich hatte ] [ Was gibt es ? fragte sie . , Ich habe ] doch befohlen , [ Jane Eyre in dem roten Zimmer zu lassen , bis ich sie selbst holen würde ] [ Johanna nicht ohne meinen ausdrücklichen Befehl heraus plassen ] . [ Fräulein Jane schrie ] [ , Sie hat ] so laut [ ] [ geschrien ] , [ gnädige Frau ! ] [ Madame , ] wandte Bessie [ entschuldigend ] [ ] ein . [ Lassen Sie sie gehen ] [ ] , [ war die Antwort . ] [ ] Laß Bessies Hand [ fahren ] [ los ] , [ Kind ] [ Johanna ! gebot Frau Reed barsch . ] , [ auf ] [ Auf ] diese Weise [ kommst ] [ erreichst ] du [ nicht durch . ] [ nichts , das sage ] ich [ verabscheue alle ] [ dir . Solche ] List , besonders [ aber ] [ ] bei Kindern [ ; ] [ , ist zu verabscheuen , und ich muß dich fühlen lassen , daß du mit solchen Ränken nicht weit kommst . Du bleibst jetzt noch eine Stunde hier , und dann lasse ich dich auch nur unter der Bedingung heraus , daß du ganz ruhig und unterwürfig sein wirst . , O , Tante , habe doch Erbarmen und verzeih mir . Oder bestrafe mich auf andere Weise - ich halte ] es [ ist meine Pflicht , dir zu zeigen , daß Kniffe ] [ ] hier nicht [ verfangen , nur wenn du dich ganz unterwirfst und dich ruhig verhältst werde ich dich in Freiheit setzen ] [ länger aus ] . [ O Tante ] [ ] , [ haben Sie doch Mitleid vergeben Sie mir ] [ Ruhe ] ! [ Ich kann es nicht aushalten ; bestrafen Sie mich auf irgend eine andere Art ! Ich komme um , wenn - - Still : Still ! Diese Heftigkeit ] [ Ein so ungestümes Betragen ] ist [ ja ] [ geradezu ] empörend [ ! ] [ , antwortete sie . ] Und [ so kam es ihr ] [ sie mochte wohl ] auch [ ohne Zweifel vor . In ihren Augen war ich ] [ tatsächlich Anstoß an meinem Wesen nehmen und mich für ] eine frühreife [ Schauspielerin ; in allem Ernste sah sie in mir die heftigsten Leidenschaften , einen niedrigen Geist und gefährliche Falschheit vereinigt Nachdem Bessie und die Abbot sich zurückgezogen hatten , ] [ Komödiantin halten . Sie ] stieß mich [ Frau Reed , die meine wahnsinnige Angst und mein Geschluchze nicht länger ertragen mochte , rasch wieder ] [ ] in das Zimmer zurück und schloß mich [ ] [ ohne weiteres wieder ] ein [ , ohne etwas Weiteres zu sagen ] [ ] . Ich hörte sie [ davonrauschen ] [ hinwegeilen ] ; [ und ] [ ] bald [ , nachdem sie fortgegangen , umfing mich eine wohltätige ] [ darauf muß ich in ] Ohnmacht [ ] [ gefallen sein ] . [ Drittes Kapitel ] [ Ich weiß nicht , was nachher geschah ] . Als ich erwachte , [ war mir zu Mute , als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt . Ich sah ein rotes von breiten schwarzen Streifen durchzogenes Licht immer vor mir und hörte Stimmen , die , gleichsam durch das Rauschen des Windes oder des Wassers gedämpft , in hohlem Tone sprachen ; die Aufregung , die Ungewißheit und ein alles beherrschendes Gefühl des Schreckens verwirrte meine Sinne . Es währte nicht lange , so fühlte ich , daß jemand mich anrührte , mich in die Höhe hob und mich in einer sitzenden Stellung erhielt , und zwar sanfter , als ich je zuvor aufgerichtet oder gehalten worden war . Mein Kopf ruhte auf einem Kissen oder auf einem Arme , und ich fühlte mich ganz behaglich . Nach weiteren fünf Minuten schwand die Wolke der Betäubung ; ich erkannte , daß ] [ lag ] ich in meinem [ Bette lag , und daß der rote Schein das Kaminfeuer ] [ eigenen Bett ] in der Kinderstube [ war . Es war Nacht ] [ ] , [ ] [ und ] ein [ Licht ] [ helles Feuer ] brannte [ auf dem Tische , Bessie stand am Fußende des Bettes , mit einem Becken in der Hand , und ein Herr saß auf einem Stuhle neben meinem Kopfkissen , und beugte sich über mich hin . ich verspürte eine wohltuende Ueberzeugung der Sicherheit , als ich sah , daß sich in dem Zimmer jemand befand , der nicht zu der Familie Reed gehörte . Ich kannte ihn , es war Herr Lloyd , ein Apotheker , den Frau Reed kommen ließ , wenn einem von der Dienerschaft etwas fehlte ; für sich und ihre Kinder aber gebrauchte sie stets einen Arzt . Nun wer bin ich ? fragte er . ich nannte ihn bei seinem Namen und gab ihm die Hand . Er nahm sie lächelnd und sagte : Es wird bald besser mit uns werden . Dann legte er mich auf das Bett nieder und befahl Bessie , ja dafür zu sorgen , daß ich während der Nacht nicht gestört würde . Nachdem er noch weiteres angeordnet und bemerkt hatte , er würde am andern Tage wiederkommen , ging er zu meinem großen Kummer davon . Ich fühlte mich so sicher , während er auf dem Stuhle neben meinem Kopfkissen saß ; als aber die Tür hinter ihm zuging , verfinsterte sich das ganze Zimmer , mein Mut sank abermals , und ein unaussprechlicher Gram drückte mich nieder . Ist Ihnen , als ob Sie schlafen könnten , Fräulein ? fragte Bessie mit sanfter Stimme . Kaum wagte ich ihr zu antworten ; ich befürchtete , sie möchte gleich wieder einen rauhen Ton anschlagen . ich will ' s versuchen , sagte ich . Wollen Sie etwas trinken oder essen ? Nein , ich danke Ihnen , Bessie . Dann will ich mich ins Bett machen , denn es ist zwölf Uhr vorbei ; Sie brauchen mich aber nur zu rufen , wenn Sie in der Nacht etwas nötig haben . Fürwahr , eine wunderbare Höflichkeit ! sie gab mir Mut , eine Frage zu tun . Bessie , wie steht es mit mir ? bin ich krank ? ich denke , Ihr vieles Schreien ] [ ] im [ roten Zimmer hat Sie krank gemacht ; ohne Zweifel wird Ihnen bald wohler sein ] [ Kamin ] . [ Bessie ging in das naheliegende Zimmer des Stubenmädchens . Ich hörte sie sagen : Sarah , kommen Sie und schlafen Sie mit mir in der Kinderstube ; ich mag diese Nacht ums Leben nicht allein bei dem armen Kinde bleiben ; sie könnte sterben ; es ist so sonderbar , daß sie diese Ohnmacht bekam . Ich möchte wohl wissen , ob sie etwas gesehen hat . Die gnädige Frau war doch etwas zu hart gegen sie . Sarah kam mit ihr zurück ; sie gingen beide zu Bette , bevor sie aber einschliefen , flüsterten sie wohl noch eine halbe Stunde zusammen . Nur abgerissene Stücke von ihrer Unterhaltung drangen bis zu meinen Ohren ; indessen konnte ich daraus deutlich erkennen , wovon sie sprachen . Etwas ist ihr erschienen , schneeweiß gekleidet , und wieder verschwunden - - Ein großer schwarzer Hund hinter ihm - - - Drei starke Schläge an die Zimmertür - - Ein Licht auf dem Kirchhofe gerade über seinem Grabe u . s . w . Endlich schliefen beide : Feuer und Licht gingen aus . Was mich betrifft , so brachte ich die ganze lange Nacht in schaurigem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren durch die Furcht , - - - eine Furcht , wie sie nur Kinder empfinden können , - - - in gleich außerordentlicher Weise geschärft . Die Schreckensnacht zog keine schwerere Krankheit nach sich ; aber sie gab meinen Nerven einen Stoß , den ich noch heute empfinde . Ja , Frau Reed , Ihnen verdanke ich einige furchtbare Seelenqualen . Aber ich muß es Ihnen vergeben , denn Sie wußten nicht , was Sie taten . ] [ ]