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[ Erstes Kapitel . Es war nicht möglich , ]
[ Ich befand mich ]
an
[ dem Tage einen Spaziergang zu machen . Zwar waren wir während des Vormittags eine Stunde lang in der unbelaubten Eingangsallee umhergewandelt ; aber seit dem Mittagessen - - Frau Reed pflegte sehr früh zu Mittag zu speisen , wenn keine Gesellschaft da war - - - hatte der kalte , winterliche Wind so düstere Wolken und einen so durchdringenden Regen mit sich gebracht , daß von ]
[ ]
einem
[ weiteren Spazierengehen im Freien nicht mehr die Rede sein konnte . Das war mir recht , denn ich hatte nie weite Spaziergänge gern , am wenigsten aber an kalten Nachmittagen : es war für mich etwas Schreckliches , mit halberfrorenen Fingern und Zehen in der öden Dämmerung nach Hause zu kommen ; das Schelten der Kindermuhme Bessie stimmte da mein Herz noch trauriger , ]
[ regnerischen Nachmittage in einer tiefen Fensternische verborgen , wo ich auf meinen gekreuzten Beinen saß ]
und
[ ich war durch das Bewußtsein gedemütigt , daß ich Elisa , John und Georgiana Reed ]
[ ]
in
[ physischer Beziehung weit nachstand . Elisa , John und Georgiana hatten sich nun um ihre Mama im Gesellschaftszimmer geschart : sie lag auf ]
[ ]
einem
[ Sofa nahe beim Kamin , und fühlte sich , umgeben von ihren Lieblingen , - - - die für den Augenblick weder weinten , noch sich zankten - - - äußerst behaglich . Ich hatte mich der Gruppe nicht anschließen dürfen : Frau Reed sagte , sie bedaure , mich in einiger Entfernung halten zu müssen ; so lange sie aber nicht von Bessie höre , und selber sehe , daß ich mich ernstlich bestrebte , mir eine geselligere und kindlichere Gemütsart , ein anziehenderes , lebhafteres , leichteres , offneres und natürlicheres Wesen anzueignen , müsse sie mir entschieden Vorrechte versagen , die bloß zufriedenen und freundlichen Kindern zukämen , Was sagt denn Bessie , daß ich getan habe ? fragte ich . Jane , Leute , die immer widersprechen und immer fragen , mag ich nicht leiden ; zudem ist es gräßlich , ein Kind sich so gegen Erwachsene benehmen zu sehen . Setz ' dich irgendwohin , und schweig , so lange du nicht artig reden kannst . Ein kleines Zimmer , worin gewöhnlich das Frühstück eingenommen wurde , befand sich neben dem Gesellschaftszimmer , dort schlich ich mich hinein . Es war darin ein Bücherschrank . Bald nahm ich mir einen Band heraus , einen mit Bildern . Ich stieg auf den Fenstersitz , kreuzte die Beine wie ein Türke , zog die rote Mohrgardine fast ganz zu , und sah mich in doppelter Weise geborgen . Die Falten der scharlachroten Draperie versteckten mich auf der rechten Seite vor jedem Blicke ; auf der linken waren die hellen Glasscheiben , die mich zwar vor dem trüben Novembertage schützten , aber nicht davon trennten . Von Zeit zu Zeit studierte ich den Anblick dieses Winternachmittages , während ich in meinem ]
[ großen ]
Buche blätterte
[ . In der Ferne war es eine bleiche Wolken - und Nebelmasse ; in der Nähe eine Scene von sturmbewegten Gesträuchen und einem nassen Rasenplatze ]
[ ]
,
[ mit nie endendem Regen , der vor lang gehaltenen , klagenden Windstößen wild daherjagte . ich kam zu meinem Buche zurück , - zu der Naturgeschichte der britischen Vögel von Bewick . Im allgemeinen kümmerte mich ]
[ das ich mir aus ]
der
[ Text wenig , und doch waren einige als Einleitung dienende Seiten da , die ich , wenn auch noch ein Kind , nicht ganz übergehen konnte ]
[ Bibliothek im Salon geholt hatte ]
. Es waren die
[ Seiten , die ]
[ „Vögel Englands ]
von
[ ]
[ Bowick“ . Ich betrachtete mit bewunderungsvoller Aufmerksamkeit die schönen colorirten Kupferstiche , und wenn meine Augen von dem Buche aufblickten , suchten sie entweder die schweren grauen Wolken , die der Wind vor sich hertrieb , oder ]
den
[ Aufenthaltsorten der Seevögel handeln , von den einsamen Felsen und Vorgebirgen , die nur ]
[ traurigen Anblick eines noch laublosen und vom Wasser triefenden Gartens . Plötzlich wurde die Thür des Speisesaales mit Geräusch geöffnet und eine wohlbekannte Stimme schreckte mich auf . „Hierher , Schläferin ! “ rief mein liebenswürdiger Vetter , hielt aber inne , als er Niemanden in dem scheinbar leeren Zimmer erblickte . „Wo Teufel mag ]
sie
[ bewohnen , von der Küste von Norwegen nebst ihren unzähligen Buchten und Inseln , Wo des Nordmeers mächt ' ge Wirbel Um der nackten Inseln Felsenwehr - - - Dieses fernste Schule - - sieden , Wo ]
[ ]
sich
[ wogend das Atlant ' sche Meer Durchzwängt durch die stürmischen Hebriden . Ebenso fesselte mich die Beschreibung der unwirklichen Küsten Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Nowaja - Semljas , Islands , Grönlands . - - - samt dem weiten Kreise der kalten Zone , und den öden Räumen , wo Eis und Schnee , von vielen hundert Wintern zu Gebirgen angehäuft , den Pol umgeben und alle Strenge der äußersten Kälte in sich konzentrieren . Von diesen weißen Reichen des Todes hatte ich meine eigenen Vorstellungen , schattenhaft und nebelartig , wie alle halbverstandenen Dinge , die trübe durch das Gehirn der Kinder treiben , aber einen merkwürdig tiefen Eindruck machen . Die Worte in diesen einleitenden Bemerkungen verbanden sich mit den nachfolgenden Bildern und gaben dem in einer See von hochgehenden und schäumenden Wogen allein stehenden Felsen Bedeutung . sowie dem zertrümmerten , an öder Küste gestrandeten Boote , dem kalten und geisterähnlich durch Wolkengitter auf ein eben untersinkendes Wrack hindurchblickenden Monde . Die zwei auf einer trägen See von einer Windstille überfallenen Schiffe hielt ich für See - Phantome . Ebenso verhielt es sich mit dem schwarzen gehörnten Dinge , das hoch auf einem Felsen saß , und eine ferne , einen Galgen umstehende Menschenmenge überschaute . Jedes Bild erzählte eine Geschichte , für meinen unentwickelten Verstand und meine unvollkommenen Gefühle oft geheimnisvoll , aber immer höchst interessant , so interessant , wie die Märchen , die Bessie bisweilen an Winterabenden erzählte , wenn sie gerade bei guter Laune war , und nachdem sie ihren Bügeltisch in die Kinderstube gebracht hatte , uns erlaubte , uns um denselben herumzusetzen . Bei solchen Gelegenheiten wurden wir , während sie Frau Reeds Halskrausen und Nachthauben plättete , für unsere gespannte Aufmerksamkeit mit allerlei Krieg - , See - und Liebesabenteuern belohnt , die aus alten Feenmärchen und älteren Balladen , oder - - - wie ich später entdeckte - - - aus Pamela , oder aus Heinrich , Graf von Moreland , geschöpft waren . Mit Bewick auf meinem Knie war ich nun glücklich : glücklich wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung , und die kam nur zu bald . Die Tür des Frühstückszimmers ging auf . He ! Jungfer Träumerin ! rief die Stimme John Reeds ; dann hielt er einen Augenblick inne : offenbar meinte er , das Zimmer sei leer . Wo zum Kuckuck steckt sie denn ]
[ versteckt haben ]
?
[ ]
[ “ ]
fuhr er fort .
[ Lieschen , Georgy ]
[ „Lizzy ]
!
[ rief er seinen ]
[ George ! ( dies waren seine ]
Schwestern
[ zu , ]
[ ) ]
Jane ist
[ ]
[ also ]
nicht hier
[ ; sagt ]
[ . ]
Mama
[ ]
[ glaubt ]
, sie ist
[ in den ]
[ im ]
Regen
[ hinaus ]
[ ausgegangen ]
,
[ das böse Ding ! Ein wahres Glück , daß ich ]
[ die nichtswürdige kleine Hexe . “ Dieser Eingang ermuthigte mich nicht , zum Vorschein zu kommen und ich verhielt mich daher ganz still , indem ich glaubte , Master John , dessen physischer und moralischer Scharfblick auf gleicher Höhe standen , werde mich in meinem Versteck nicht auffinden . Aber Elisa kam auf seinen Ruf herbei und leitete ihn sehr bald auf meine Spur . Ich konnte nicht mehr zurückweichen , ich schob daher ]
den Vorhang
[ zugezogen habe ]
[ zurück ]
,
[ dachte ich , ]
[ der mich verhüllte ]
und
[ wünschte inbrünstig ]
[ ]
,
[ daß er mein Versteck nicht entdecken möchte ]
[ das nervöse Zittern ]
,
[ auch würde es John allein nicht aufgefunden haben , denn weder sein Auge noch sein Verstand warenscharf . Aber Elisa ]
[ das mich bereits ergriffen ]
hatte
[ kaum ihren Kopf durch die Tür gesteckt ]
[ ]
,
[ als sie sagte : Gewiß ist sie auf dem Fenstersitze ]
[ unter einem Schein kalter Ruhe verbergend ]
,
[ John ! Sogleich trat ]
[ erschien ]
ich
[ hervor , denn ich zitterte bei dem Gedanken , ]
[ vor meinem jungen Tyrannen . „Was willst Du ]
von
[ besagtem John herausgezogen zu werden ]
[ mir ? “ fragte ich ihn in einem Tone , aus welchem schon Mißtrauen hervorblickte ]
.
[ Was ]
[ „Was ]
willst
[ du ]
[ Du ]
von mir
[ ? fragte ich mit linkischer Schüchternheit . Was wünschen Sie ]
[ ]
,
[ Herr ]
[ Master ]
Reed ?
[ heißt es ! ]
[ “ wiederholte er , einen besonderen Nachdruck auf die beiden letzten Worte legend . „So mußt Du mit mir sprechen . Ich will , ]
Du sollst hierher kommen
[ ; und , sich in einen Lehnstuhl setzend , gab er durch eine Geberde zu verstehen , daß ich mich vor ihn hinstellen solle ]
[ ]
.
[ John Reed war vierzehn Jahre alt , also vier Jahre älter als ich , groß und stark für sein Alter , von schmutzig grauer und ungesunder Gesichtsfarbe , groben Zügen in einem breiten Gesichte , plumpen Händen und Füßen . Gewöhnlich pfropfte ]
[ Indem ]
er sich
[ bei Tische zum Platzen voll , was ]
[ in einen großen Lehnstuhl warf , winkte er mir , . näher zu treten und vor ]
ihm
[ ]
[ stehen zu bleiben . John war damals ]
ein
[ galliges ]
[ plumper Bursche von etwa vierzehn Jahren , von zugleich robusten und ungesundem ]
Aussehen ,
[ trübe ]
[ mit bleicher ]
,
[ glasige ]
[ fahler Gesichtsfarbe , überhaupt allen äußeren Merkmalen der zügellosen Unmäßigkeit im Essen . Er aß in der That unglaublich viel , und seine Mutter , welche stets um die , wie sie sagte , äußerst zarte Körperconstitution dieses verzogenen Knaben besorgt war , konnte ihm gleichwohl die täglichen Ausschweifungen im Genusse von Speisen nicht verbieten , die seinen nichts weniger als zarten Organismus erschlafften . Gewöhnt , mich dem Willen dieses Menschen zu unterwerfen , dessen bloßer Anblick einen peinlichen Eindruck auf mich machte , näherte ich mich ihm , ohne ein Wort zu sagen . Er heftete seine ]
Augen
[ ]
[ auf die meinigen ]
und
[ schlaffe Wangen zuzog . Er hätte zu dieser Zeit in der Schule sein sollen ; ]
[ als er sah , daß sich diese nicht zu Boden senkten , schnitt er mir ein abscheuliches Gesicht , der gewöhnliche Vorbote seiner Mißhandlungen . Ich ahnte , daß er mich schlagen würde , ]
aber
[ seine Mama hatte ihn auf ]
[ ich weiß nicht , welche geheime Kraft mich unbeweglich bleiben ließ , indem ich mit kalter Geringschätzung dieses häßliche Gesicht betrachtete . Wahrscheinlich verstand er diese stumme Sprache , denn er zögerte nicht länger , mir einen so heftigen Faustschlag zu geben , daß ich ]
einen oder zwei
[ Monate wegen Kränklichkeit nach Hause genommen . Sein Lehrer versicherte allerdings , der Junge könnte gesund wie ein Fisch sein , wenn man ihm weniger Kuchen ]
[ Schritte zurücktaumelte ]
und
[ Konfekt von Hause schicken würde , aber das Mutterherz lehnte sich gegen eine so lieblose Behauptung auf und neigte sich eher zu der Ansicht hin , daß Johns blasse Gesichtsfarbe von übertriebenem Fleiße und wohl auch von Heimweh herrühre . John ]
[ Mühe ]
hatte
[ für seine Mutter und Schwestern herzlich wenig Liebe übrig ; mich aber haßte er geradezu . Er quälte und prügelte mich bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit ; jeder Nerv ]
[ ]
,
[ jede Faser an mir zitterte , wenn er mir nahe kam . Es gab Augenblicke , wo der Schrecken , ]
[ mich auf ]
den
[ er mir einflößte , mich ganz verwirrt machte , denn ich konnte gegen seine Drohungen oder Tätlichkeiten bei niemand Beschwerde erheben . Die Dienerschaft mochte ihren jungen Herrn nicht beleidigen und Partei gegen ihn nehmen , und Frau Reed war blind und taub , wenn er mich in ihrer Gegenwart ausschimpfte oder schlug ; noch häufiger allerdings peinigte er mich hinter ihrem Rücken . Meiner Gewohnheit gemäß , John ]
[ Füßen ]
zu
[ gehorchen , näherte ich mich seinem Stuhle ]
[ erhalten ]
.
[ Etwa drei Minuten lang streckte er die Zunge gegen mich so weit herau , als es angehen mochte , ohne deren Wurzel zu beschädigen . Ich wußte , daß er bald zuschlagen würde , und dachte , während ich mich zusammenkrümmte , wie garstig der Bengel doch aussähe . Vielleicht las er diesen Gedanken in meinem Gesichte , denn mit einem Male , und ohne ein Wort zu sagen , schlug er heftig auf mich los . Ich taumelte und zog mich , sobald ich mein Gleichgewicht wieder erlangt hatte , ein bis zwei Schritte von seinem Stuhle zurück . Das ]
[ „Das ]
ist für
[ die unverschämte Antwort ]
[ Dein ungebürliches Benehmen , nicht zu antworten ]
,
[ die du vor einiger Zeit Mama gegeben hast ]
[ wenn ich Dich rufe ]
,
[ ]
[ “ ]
sagte er
[ ]
[ zu mir ]
,
[ und dafür , daß du dich immer wegschleichst und dich ]
[ „und für Dein schlangenartiges Verkriechen ]
hinter
[ ]
[ unsere ]
Vorhänge
[ verkriechst ]
[ ]
,
[ und ]
[ so wie ]
für den
[ Blick ]
[ verbissenen Zorn ]
,
[ den du vor ein paar ]
[ der seit zwei langen ]
Minuten
[ in deinem Auge zeigtest ]
[ aus Deinen Augen spricht ]
,
[ du falsche Katze ! An ]
[ boshafte Spinne . “ Ich entgegnete nie etwas auf ]
John Reeds
[ Schmähungen und Mißhandlungen gewöhnt ]
[ Schimpfworte ]
,
[ kam es mir nie in ]
[ denn ich war immer damit beschäftigt , mich auf ]
den
[ Sinn , mich dagegen zu wehren , meine einzige Sorge war , wie ich die Schläge ]
[ Schlag gefaßt zu machen ]
,
[ die auf die Schmähung noch ]
[ der ihnen ]
folgen
[ würden , ertragen sollte ]
[ konnte ]
.
[ Was hast du hinter dem Vorhange getan ]
[ „Was machtest Du dort ]
? fragte er
[ . ]
[ weiter , indem er nach dem Fenster zeigte , an welchem ]
ich
[ habe gelesen ]
[ eine so traurige und zugleich angenehme Stunde zugebracht hatte ]
.
[ Zeige ]
[ „Ich las . “ „Zeige ]
mir das Buch .
[ ich ging ]
[ “ Ich holte es herbei . „Ich will Dich lehren . “ fuhr er fort in meinen Bibliotheken herumzustöbern und meine Bücher zu besudeln , kleine Betteldirne . Geh dorthin , neben den Spiegel . . . nicht so nahe ans Fenster . Ich hatte den Zweck dieses Befehls anfangs nicht errathen . Als ich mich aber ]
an
[ das Fenster zurück und brachte ]
[ der bezeichneten Stelle befand , wurde mir Alles klar , denn ich sah , wie er den dicken Band , den ich ihm gebracht hatte , emporhob und in der Luft schwenkte . Mit einem Angstschrei sprang ich auf die Seite , aber ]
es
[ ihm . Wer erlaubt dir , unsere Bücher ]
[ war ]
zu
[ lesen ? Du bekommst bei uns das Gnadenbrod , sagt Mama ; du hast kein Geld , dein Vater hat dir keins hinterlassen ; eigentlich solltest du betteln gehen , und nicht hier bei vornehmen Kindern , wie wir , wohnen und dasselbe essen , wie wir , und Kleider tragen , die unsere Mama bezahlen muß . Nun will ich dich lehren , in meinem Bücherschrank herumzusuchen , denn die Bücher und der Schrank gehören mir , das ganze Haus gehört mir , oder wird mir in einigen Jahren gehören . Geh , und stelle dich an die Tür , vom Spiegel und von den Fenstern weg . ich gehorchte , da ich seine Absicht nicht gleich merkte ; als ich ihn aber das Buch in die Höhe heben sah , sprang ich mit einem Schrei des Schreckens auf die Seite , indessen nicht zeitig genug ]
[ spät . John hatte richtig gezielt ]
. Das Buch
[ flog schon auf mich zu und ]
[ ]
traf mich
[ , ]
[ an die Stirn ]
und ich fiel
[ ]
[ gegen die Thür , deren Kante mir die Haut verletzte . Ich fühlte einen empfindlichen Schmerz und als ich die Hand , ]
mit
[ ]
[ der ich mechanisch nach meiner Wunde gegriffen , wieder zurückzog , war sie mit Blut befleckt . Eine unwiderstehliche Entrüstung folgte ]
dem
[ Kopfe gegen die Tür . Das Loch ]
[ Gefühle ]
, das
[ ich mir in ]
[ mich anfangs beherrscht hatte . Und da ich damals die römische Geschichte las , da ich John Reed oft im Stillen mit Nero , Caligula und andern , fast eben so verabscheungswürdigen Tyrannen verglichen hatte , so rief ich aus : „Du bist ein böser und grausamer Mensch . . . Tu gleichst einem Mörder . . . einem Sklavenhändler . . . ]
den
[ Kopf fiel , schmerzte mich heftig , und es floß Blut daraus hervor ; mein Schrecken war übermäßig , und nun folgten andere Gefühle . Böser , grausamer Junge sagte ich . Du bist wie ein Mörder , wie ein Sklaventreiber , du gleichst den römischen ]
[ ]
Kaisern
[ ich hatte Goldsmith ]
[ von Rom ! “ Diese Beleidigung mußte John Reed überraschen . Sie erbitterteihn auf ]
' s
[ römische Geschichte gelesen , ]
[ Höchste ]
und
[ mir ]
[ in rasender Wuth stürzte er auf mich zu . Ich fühlte , daß er mich zugleich bei den Schultern und bei den Haaren faßte . Einige warme Blutstropfen flossen ]
über
[ Nero ]
[ meinen Hals : mein glühender Kopf ]
,
[ Caligul u . s . w . eine Meinung gebildet . Auch ]
[ meine iu diesem Augenblicke heftigeren Schmerzen , ganz besonders aber der Gedanke , daß ich ein wirkliches Ungeheuer , ähnlich den Kaisern Goldsmiths vor mir ]
hatte
[ ich im stillen Parallelen gezogen ]
[ , raubten mir alle Selbstbeherrschung . Ich leistete einen verzweifelten und siegreichen Widerstand , ohne zu wissen , welche Rolle meine Nägel und vielleicht auch meine Zähne dabei spielten . Bald sah sich Master John in die Nothwendigkeit versetzt ]
,
[ von denen ich nie glaubte , daß ich sie einst so laut aussprecen würde ]
[ um Hülfe zu rufen ]
.
[ Was , was ! rief er . Hat sie ]
[ Sobald der Ton seiner Stimme in ]
das
[ zu mir gesagt ? Habt ihr es gehört ]
[ Nebenzimmer drang ]
,
[ Elisa ]
[ kamen die beiden vertrautesten Dienerinnen der Mistreß Reed herbei ]
und
[ Georgiana ! Soll ich es nicht Mama agen ? Aber vorerst ]
[ als ihnen mit großer Mühe gelungen war , uns zu trennen , , vernahm ich die rauhe und kreischende Stimme meiner Tante , welche den Lärm übertönte . „Mutter , sieh nur , wie Jane mich zugerichtet hat“ ]
- - -
[ Er rannte auf mich zu ; ich fühlte ]
[ rief John ihr entgegen - - - sie hat mich geschlagen ]
,
[ wie er mich bei ]
[ gekratzt und gebissen , und - - was meinst Du , weshalb ? Weil ich ihr verbot , mir meine Bücher zu verderben . „Der Bube hat ohne Veranlassung mich arg gemißhandelt ! “ - - - wollte ich entgegnen , aber meine Stimme wurde von der meiner . Tante übertönt . „Wie , Du hast Dich unterstanden , Dich an meinen Sohn thätlich zu vergreifen ? Ist das der Respekt , ]
den
[ Haaren ]
[ Du ihm schuldig bist ? Ist das der Dank für die Wohlthaten , die wir Dir gewähren ? “ Sie ließ mich nicht zu Worte kommen . „In die rothe Kammer ! “ rief sie , „schließt sie ein und lasst sie dort ! “ Ich hätte nie geglaubt , daß ich mich je gegen diese gefürchtete Stimme auflehnen könnte . Aber in diesem Augenblicke gab es auf der ganzen Welt keinen Herrn für mich , und nur mit Gewalt brachte man mich aus dem Zimmer , in welchem der eben erzählte Auftritt stattgefunden hatte . Selbst in der rothen Kammer , als ich auf einen Stuhl gesetzt worden war , wollte ich wieder aufspringen ]
und den
[ Schultern packte ; er hatte sich ]
[ Kampf ]
mit
[ einem verzweifelten Geschöpfe in einen Kampf eingelassen , und ich sah wirklich in ihm einen Tyrannen , einen Mörder . Ich fühlte Blutstropfen von ]
[ ]
meinem
[ Kopfe auf meinen Hals herabträufeln und verspürte einen stechenden Schmerz ]
[ Vetter erneuern ]
.
[ Diese Empfindungen gewannen für den Augenblick die Oberhand über die Furcht , und so empfing ich ihn denn wie eine Wahnsinnige . Ich weiß ]
[ Die beiden Dienerinnen wußten ]
nicht mehr
[ genau ]
[ ]
,
[ was ich mit meinen Händen tat , aber er brüllte laut auf , und bald erhielt er Hilfe . Elisa und Georgiana waren zu Frau Reed gelaufen , die die Treppe hinaufgegangen ]
[ welchen Heiligen sie anrufen und wie sie die wüthende Katze bändigen sollten , die ihnen soviel zu schaffen machte . Endlich hatte die Eine von ihnen einen glücklichen Einfall ; es ]
war
[ ; nun erschien sie mit ]
[ ]
Bessie
[ und ihrem Kammermädchen Abbot auf dem Kampfplatze . Man trennte uns ; ich hörte folgende Worte : Hilf Himmel ]
[ ]
,
[ welche Furie , so auf den jungen Herrn loszustürzen ! Hat man je einen solchen Zorn gesehen Dann fügte Frau Reed hinzu : Bringt sie in ]
[ ]
das
[ rote Zimmer und schließt sie ein Alsbald wurde ich ]
[ einzige Wesen das mir in diesem fluchwürdigen Hause zuweilen Beweise ]
von
[ vier Händen ergriffen und die Treppe hinaufgetragen . Zweites Kapitel . ich leistete auf dem ganzen Wege Widerstand : etwas Neues bei mir und ein Umstand , welcher die schlimme Meinung bedeutend verstärkte , die Bessie und Fräulein Abbot von mir zu hegen geneigt waren . Tatsache ist , daß ich außer mir war : wußte ich doch , daß ich mich so wie so schweren Strafen ausgesetzt ]
[ einer Art Freundschaft gegeben ]
hatte
[ , und wie jeder andere rebellische Sklave , war ich in meiner Verzweiflung entschlossen , auch vor dem Äußersten nicht zurück zu weichen ]
[ ]
.
[ Halten Sie ihre Arme fest , Fräulein Abbot ; sie gebärdet sich wie eine tolle Katze . Pfui , pfui ! rief die Kammerjungfer . Welch garstige Aufführung , Fräulein Eyre , den jungen Herrn zu schlagen , den Sohn Ihrer Wohltäterin , Ihren jungen Herrn ! Meinen Herrn ! Bin ich denn eine Magd ? Nein , Sie sind weniger als eine Magd , denn Sie tun durch aus nichts für Ihren Unterhalt . Da setzen ]
[ „Wenn ]
Sie sich
[ hin und denken ]
[ noch länger sträuben , Miß , “ sagte sie zu mir , „so müssen wir ]
Sie
[ über Ihre Bosheit nach ]
[ binden ]
.
[ Unterdessen hatte ]
[ Miß Abbot , “ setzte ]
sie
[ mich in das von Frau Reed bezeichnete Zimmer gebracht und mich auf einen niedrigen Stuhl geworfen ; gleich einer Feder wollte ich wieder in die Höhe schnellen ]
[ hinzu ]
,
[ ]
[ „leihen Sie mir doch ]
ihre
[ vier Hände aber hielten mich fest , Wenn Sie nicht ruhig sitzen bleiben , müssen Sie angebunden werden , sagte Bessie . Fräulein Abbot , leihen Sie mir Ihre ]
[ ]
Strumpfbänder
[ ; meine ]
[ , denn die meinigen ]
würde sie
[ ]
[ bald ]
zerreißen .
[ Die ]
[ “ Miß ]
Abbot
[ traf Anstalten , das nötige Band ]
[ wendete sich um und löste die mir bestimmten Fesseln ]
von
[ einem runden ]
[ den kräftigen Pfeilern , auf denen ihr gewaltiger Körper ruhte . Ich sah einen neuen Schimpf voraus ]
,
[ derben Beine loszumachen . Diese Vorbereitung zu meiner Fesselung , sowie ]
[ woran ]
der Gedanke
[ an die neue Schmach mäßigten meine Aufregung ein wenig ]
[ mich empörte und mir eine gewisse gezwungene Ruhe gab ]
.
[ Lassen ]
[ „Bemühen ]
Sie
[ das ]
[ sich nicht ]
,
[ ]
[ Miß Abbot ! “ ]
rief ich
[ ; ich will ruhig sein . Und zum Beweise ]
[ aus , „ich verspreche Ihnen ]
,
[ daß ich mich ruhig verhalten würde , ]
[ mich nicht von der Stelle zu rühren . “ Zur Bekräftigung meines Versprechens ]
klammerte ich mich mit
[ den ]
[ beiden ]
Händen an
[ ]
[ dem Stuhle fest , auf ]
den
[ Stuhl an . Rühren Sie sich ja nicht , sagte ]
[ ich wider meinen Willen gesetzt worden war . ]
Bessie
[ ; und als sie die Ueberzeugung gewonnen hatte ]
[ sah ]
, daß
[ meine Aufregung sich wirklich gelegt hatte , ließ sie mich los ; dann stellte sie sich mit der Abbot , die Arme übereinander gekreuzt , vor mich hin , ]
[ ich im Ernst sprach ]
und
[ beide sahen mich mit düsterer Miene an , als ob sie zweifelten : , ob ich bei Sinnen wäre . So ist sie noch nie gewesen , sagte Bessie zu der Zofe . Aber ]
[ ]
es
[ lag immer in ihr , ]
[ ]
war
[ die Antwort . Ich habe der gnädigen Frau oft meine Meinung über das Mädchen gesagt , und die gnädige Frau denkt ebenso . Es ist eine bösartige , hinterlistige , kleine Kröte . Bessie gab keine Antwort , bald aber wendete sie sich zu mir und sagte : Sie sollten bedenken , Fräulein , daß Sie Frau Reed zu Dank verpflichtet sind : sie ist es , die Sie ernährt ; wollte sie Sie wegjagen , so bliebe Ihnen nichts weiter übrig , als in einem Armenhause ein Unterkommen zu suchen . Hierauf hatte ich nichts zu erwidern ; solche Redensarten waren mir nicht neu . Dieser Vorwurf der Abhängigkeit hatte stets in meinem Ohr geklungen ; so schmerzlich und niederdrückend aber die Sache für mich war , so war sie mir doch nur halb verständlich . Die Abbot fiel ein Und Sie sollten sich keinen Augenblick den Gedanken beifallen lassen , daß Sie mit dem gnädigen Fräulein und dem jungen Herrn Reed auf gleichem Fuße stehen , weil die gnädige Frau in ihrer Güte Sie mit ihnen erziehen läßt . Die werden mal viel Geld bekommen , und Sie keins . Sie sollten also recht bescheiden sein und sich bei Ihren Wohltätern beliebt zu machen suchen . Was wir Ihnen da sagen , bezweckt ja Ihr Bestes , setzte Bessie in einem Ton hinzu , der nichts weniger als rauh war . Sie sollten es versuchen , gefällig und nützlich zu sein , dann würden Sie vielleicht eher eine Heimat haben , sind Sie aber jähzornig und grob , so wird die gnädige Frau Sie ganz gewiß fortschicken . Zudem , sagte Fräulein Abbot , wird Gott sie strafen : er kann sie einmal in ihrem Zorn und ihrer Unart töten , und wo kommt sie dann hin ? Komm , Bessie , wir wollen sie allein lassen : um nichts in der Welt möchte ich ihr Herz haben . Beten Sie , Fräulein Eyre , wenn Sie allein und wieder ganz bei Besinnung sind , denn wenn Sie über Ihr Betragen keine Reue empfinden so kann etwas den Kamin herunterkommnen und Sie mitnehmen . Sie entfernten sich und schlossen die Tür zu . ich war allein in dem kalten und öden roten Zimmer , vor dem ich mich immer entsetzlich gegrauelt hatte , denn hier , in jenem pompösen Himmelbett , mit den dunkelroten Damastvorhängen , war vor neun Jahren mein Onkel Reed gestorben , und seitdem war es so gut wie unbewohnt geblieben . Aber Augenblicklich empfand ich keine Furcht , denn noch wallte mein Blut zu heftig , noch tobte in mir die wilde Wut einer rebellischen Sklavin , und so war meine erste Regung nun rasch aufzustehen und mich zu vergewissern , ob ich wirklich eine Gefangene sei . Ja leider ! Kein Kerker konnte besser verschlossen sein . Als ich von der Tür zurückkam , mußte ich an dem Spiegel vorüber ; aber mein Blick blieb wie bezaubert daran haften und suchte die Tiefe zu ergründen , die sich da vor mir auftat . Alles sah darin noch kälter und düsterer aus , als es in Wirklichkeit war ; und die unschöne kleine Gestalt , die mich daraus anschaute , mit dem weißen Gesicht und mit Armen , die sich von der Dunkelheit scharf abhoben , und mit ihren grellen , verängstigten Augen , die sich bewegten , wo sonst alles ruhig war , brachte einen Eindruck hervor , als sähe sie einen Geist , eines jener Gespenster , die Bessies Abenderzählungen aus einsamen , mit Farnkräutern bewachsenen Sümpfen vor unserm innern Auge heraufzubeschwören pflegten . Ich ging zu meinem Stuhle zurück . In diesem Augenblicke regte sich der Aberglaube in mir ; war aber die Stunde seines vollständigen Sieges nicht gekommen ; mein Blut war noch heiß , noch hatte die Stimmung des empörten Sklaven in mir die Oberhand : ich mußte mich erst vor dem Ansturm der zurückgebliebenen Gedanken entgegenstemmen , bevor ich die traurige Gegenwart recht fühlen konnte . Alle tyrannischen Handlungen John Reeds , die ganze stolze Gleichgültigkeit seiner Schwestern , die ganze Abneigung seiner Mutter , die ganze Parteilichkeit der Dienerschaft stieg in meinem verstörten Geiste auf , wie ein trüber Bodensatz in einem aufgerührten Brunnen . Warum mußte ich stets leiden , warum stets beschuldigt , verurteilt und eingeschüchtert werden ? Warum konnte ich es niemand recht machen ? Elisa , die halsstarrig und selbstsüchtig war , achtete man . Georgiana mit ihrer Tücke , ihrem zänkischen und frechen Wesen sah man stets alles nach . Ihre Schönheit , ihre roten Wangen und goldenen Locken entzückten jedermann und erkauften ihr für jeden Fehler Straflosigkeit . John vollends legte niemand etwas in den Weg , geschweige denn , daß er je bestraft wurde , wenn er den Tauben die Hälfte umdrehte , die Hunde hinter die Schafe hetzte , die Treibhäuser plünderte ; seine Mutter nannte er das alte Kamel ; nicht selten zerriß oder beschmutzte er ihr seidenes Kleid , und doch war er bei all dem stets ihr Liebling . Ich wagte mir keinen Fehler zu Schulden kommen zu lassen , ich bestrebte mich , jede Pflicht zu erfüllen , und man nannte mich unartig , verdrießlich und niederträchtig , vom frühen Morgen bis zum späten Abend . Mein Kopf tat mir weh und blutete von dem Schlage und von dem Falle gegen die Tür . Niemand hatte John deswegen gescholten , daß er mich geschlagen ; und weil ich mich gegen ihn gewehrt hatte , überschüttete mich jedermann mit Vorwürfen . Wie ungerecht ! sagte meine Vernunft , die der so qualvolle Stachel zu früher , wenn auch vorübergehender Energie antrieb ; und der Entschluß , der gleichfalls angespornt ward , feuerte zu irgend einem außergewöhnlichen Auskunftsmittel an , um dem unerträglichen Drucke zu entgehen : z . B . davonzulaufen , oder wenn das nicht anginge , ]
[ daher ]
nicht mehr
[ zu essen und zu trinken ]
[ die Rede davon ]
,
[ und so den Tod herbeizurufen ]
[ mich zu binden ]
.
[ Wie gross ]
[ Die beiden Mädchen hielten es nun für angemessen , mir eine lange Predigt zu halten über mein thörichtes Benehmen und über die Nothwendigkeit , daß ich mich , da ich arm und schutzlos ]
war
[ ]
[ , dem Willen derjenigen unterwerfen müsse , die mir Brot gaben . In trotzigem Stillschweigen und ohne ]
meine
[ Niedergeschlagenheit ]
[ fast herrische Stellung zu verändern , hörte ich Alles mit ]
an
[ jenem unheilvollen Nachmittag ! Welche Aufregung tobte in meinem Hirn ]
[ . Sie gingen endlich und verschlossen die Thür . Die Augenblicke , welche auf ihre Entfernung folgten ]
,
[ wie ]
[ habe ich nicht vergessen . Das rothe Zimmer ]
war
[ mein ganzes Herz empört ! In welcher Dunkelheit , in welch dichter Unwissenheit indessen wurde der geistige Kampf ausgefochten ! Ich konnte die stets wiederkehrende innerliche Frage nicht beantworten - warum ich so leiden mußte . Jetzt sehe ich es klar ]
[ ]
ein
[ . In ]
[ großes , selten bewohntes Ge mach , denn Besuche waren in ]
Gateshead - Hall
[ ]
[ eben nicht häufig . In der Mitte dieses öden und stillen Zimmers , das etwas Majestätisches hatte , wie das Tabernakel eines jüdischen Tempels , stand auf massiven , dunkelbraunen Mahagonyfüßen ein großes Bett , mit Vorhängen von rothem Damast . Gardinen von dem nämlichen Stoffe und der nämlichen Farbe hingen vor den zwei hohen Fenstern , deren Läden nie geschlossen wurden . Der Fußboden ]
war
[ ich eine Dissonanz , ich glich niemandem , ich hatte nichts , wodurch ich ]
[ ]
mit
[ Frau Reed oder ihren Kindern ]
[ einem rothen Teppich bedeckt ]
,
[ oder ihrer Dienerschaft harmonierte . Liebten sie mich nicht ]
[ über den vor dem Bett stehenden Tisch war ein ähnliches Tuch gebreitet und die Wände mit einem lichten Stoffe bekleidet ]
,
[ so liebte ich sie ebenso wenig ]
[ auf dem sich einzelne rothe Streifen befanden . Der Kleiderschrank , der Toilettenschrank und die Stühle von altem , dunklen Mahagony glänzten in der Dunkelheit , von der besonders noch zwei Gegenstände grell abstachen : die Matratzen und Kissen des Bettes mit blendendweißen Ueberzügen , und dann ein Krankenlehnstuhl , mit einem gleichen Ueberzuge und einem Auftritte , der mir in diesem feierlichen Augenblicke wie ein „bleicher Thron“ erschien ]
. Es war
[ nicht ]
[ empfindlich kalt in diesem Zimmer , wo nie ein Feuer angezündet wurde . Da es von die Kinderstube und der Küche ziemlich weit entfernt lag , so herrschte fortwährend eine tiefe Stille darin . Endlich war in diesem gespensterhaften Bett mein Oheim vor einigen Jahren verschieden , eine Erinnerung , welche das Schauerliche des mysteriösen Ganzen noch erhöhte . Bald fühlte ich mich beängstigt in diesem öden Raume , der mir ein Grabgewölbe erschien ; ich stand daher von meinem Sitze auf ging nach der Thür , die , wie ich wähnte , vielleicht offen geblieben konnte . Ein kalter Schauder ergriff mich , als ich sah , daß sie wirklich fest verschlossen war . Um auf meinen Platz zurückzukehren , mußte ich bei einem großen Spiegel vorüber , in welchem ich schon die geisterhafte Form des weißen Todtenbettes erblickt hatte . Mein Blick versenkte sich unwillkürlich in die trügerischen Tiefen , die er mir darbot , und ich sah nun darin ein wunderliches kleines Geschöpf , das mir die schottischen Feen ins Gedächtniß rief , deren boshafte Streiche mir Bessie erzählte , wenn man uns in der Wäschkammer allein ließ und ich auf ]
ihre
[ Pflicht ]
[ Bügeleisen Acht gab . – In diesem kleinen mageren und blassem Geschöpf ]
,
[ ein Wesen ]
[ dessen scheue Augen blitzten ]
,
[ ]
[ dessen schwache weiße Arme sich auf dem dunklen Hintergrunde abzeichneten und ]
das
[ ]
[ eine Art stummes Gebet flüsterte , erkannte ich erst nach einiger Zeit . . . die unglückliche Nichte der Mistreß Reed . Es wurde mir fast noch ängstlicher zu Muthe , als ich mich ]
mit
[ niemand ]
[ dieser seltsamen Transfiguration meiner eigenen Person allein sah . Ich sage Ihnen nichts ]
von
[ ihnen sympathisierte ]
[ den tausend sonderbaren Bildern ]
,
[ mit Zuneigung zu betrachten ; war dieses Wesen nicht , was Temperament , Fähigkeiten ]
[ die an meiner überreizten Phantasie vorüberzogen ]
und
[ Neigungen betrifft , himmelweit von ihnen verschieden ? War es nicht nutzlos ]
[ welche die heftige Aufregung meines Kopfes ]
und
[ unfähig , einem Interesse zu dienen oder zu ihrem Vergnügen beizutragen ? ]
[ die so lange unterdrückte Empörung meines Herzens in mir hervorriefen . ]
Ich weiß
[ ]
[ nur ]
,
[ wäre ]
[ daß eine klare Idee von meiner Lage , von der Ungerechtigkeit , unter der ]
ich
[ ]
[ seufzte , von der Abneigung , deren unschuldiges Opfer ich war , von meiner kränklichen Häßlicheit , die meinen Verwandten ]
ein
[ leichtblütiges ]
[ Gräuel war ]
,
[ mit glänzenden Eigenschaften begabtes ]
[ und von meiner angeborenen Menschenscheu ]
,
[ nachlässiges ]
[ welche noch dadurch vermehrt wurde ]
,
[ anspruchsvolles ]
[ daß man mir keine Liebe und keine Aufmunterung zu Theil werden ließ ]
,
[ schönes , wildes Kind gewesen - - wenn auch abhängig ]
[ sich zum ersten Male in meinem Geiste festsetzte . Auch weiß ich noch , daß die äußere Dunkelheit nach ]
und
[ aller Freunde bar - - Frau ]
[ nach die spärlichen Lichtstrahlen verlöschte , die in das rothe Zimmer drangen , daß der Himmel noch fortwährend seine Schmerzensthränen vergoß , daß der Wind traurig in den Bäumen des Parkes seufzte , daß mich allmälig eine entsetzliche Angst und eine gänzliche Muthlosigkeit ergriffen , und daß einer meiner letzten Gedanken , ehe ich völlig das Bewußtsein verlor , der feste Vorsatz war , auf diesem nämlichen Bette , wo Herr ]
Reed
[ hätte meine Gegenwart mit mehr Geduld ertragen , ihre Kinder würden gegen mich freundschaftlicher , und das Gesinde endlich nicht so geneigt gewesen sein , mich zum Sündenbocke der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann das rote Zimmer zu verlassen ; es ]
[ entschlafen ]
war
[ vier Uhr vorüber ]
[ ]
,
[ und der bewölkte Nachmittag machte allmählig einer trüben Dämmerung Platz ]
[ Hungers zu sterben ]
.
[ Ich hörte den Regen immer noch an das Treppenfenster schlagen und den Wind in dem Lustwäldchen hinter der Halle pfeifen ; nach und nach wurde ich so kalt wie ein Stein , und nun fing mein Mut zu sinken an . Meine gewöhnliche demütige Stimmung , der Zweifel an mir selbst , meine Trostlosigkeit und Niedergeschlagenheit fielen feucht auf die allmählig verglühende Asche meines Zorns . Jedermann sagte , ich sei boshaft , und vielleicht ]
[ Dann ]
war es
[ auch so ]
[ mir ]
.
[ Wie hatte ich nur soeben noch den Gedanken fassen können , mich zu Tode zu hungern ? Das ]
[ als bewegte sich eine menschliche Gestalt unter der Decke des Geisterbettes . . . dies ]
war
[ gewiß ein Verbrechen , und war ich zum Sterben vorbereitet ? Oder war das Gewölbe unter dem Chor in der Kirche zu Gateshead ein so einladendes Ziel ? In einem solchen Gewölbe liege Herr Reed begraben , ]
[ der Gnadenstoß für mich . ]
- - -
[ ]
[ - Es scheint , daß ich ganz ohne Besinnung gefunden wurde und daß ich erst nach langer Zeit aus dieser Betäubung erwachte , in welche mich die Angst versetzt ]
hatte
[ man mir gesagt ; und so auf ihn zurückgeführt ]
[ . Man mußte den Arzt rufen ]
,
[ verweilte ich ]
[ ihm die meiner Ohnmacht voraufgegangenen Scenen erzählen und sich wegen der gegen mich angewendeten Strenge rechtfertigen . Dies Alles war keineswegs geeignet , mir das Herz meiner Tante Reed zu gewinnen . Wir geriethen noch mehrere Male in Streit miteinander und bei jeder solchen Gelegenheit steigerte sich ]
mit
[ steigendem Schrecken bei diesem Gedanken . Ich konnte mich seiner nicht mehr erinnern ; aber ich wußte , daß er mein Oheim , daß er ]
[ ]
meiner
[ Mutter Bruder war , daß er mich als elternloses Kind in sein Haus aufgenommen , und daß er in seinen letzten Augenblicken seiner Frau das Versprechen abgenommen hatte , mich wie eines ihrer eigenen Kinder halten zu wollen . Frau Reed glaubte wahrscheinlich , sie habe dieses ]
[ Widersetzlichkeit gegen ihren Willen der Haß , den ich ]
ihr
[ Versprechen erfüllt , und ich kann wohl sagen , sie hatte es auch getan , so weit ihr Wesen dies zuließ ]
[ einflößte ]
.
[ Wie konnte sie aber einen Eindringling , der nicht zu ihrer Familie gehörte , und nach ihres Mannes Tode durch kein Band an sie geknüpft war , wahrhaft lieben ? Höchst lästig und ärgerlich mußte es ihr sein , sich durch ein mit vieler Mühe erzwungenes Versprechen gebunden zu finden , an einem fremden Kinde , das sie nicht zu lieben vermochte , Mutterstelle zu vertreten , und eine nicht gleich gestimmte Fremde beständig in ihrem Familienkreise zu dulden . Sonderbare Gedanken dämmerten in mir auf . Ich zweifelte nicht , und hatte nie gezweifelt , daß , wenn Herr Reed am Leben geblieben wäre , er mich gütig behandelt haben würde ; und jetzt , als ich so dasaß und das weiße Bett und die überschatteten Wände ansah , während ich auch dann und wann mein bezaubertes Auge dem trübe schimmernden Spiegel zukehrte , fing ich an , mir ins Gedächtnis zurückzurufen , was ich von Toten gehört , die durch die Nichtbeachtung ihrer Wünsche in ihrer Grabesruhe gestört würden und wieder auf die Erde kämen , um die Meineidigen zu strafen und die Unterdrückten zu rächen ; und ich dachte , Herrn Reeds Geist könnte , durch das am Kinde seiner Schwester verübte Unrecht gequält , seinen Aufenthaltsort , sei es in dem Grabgewölbe der Kirche , oder in der unbekannten Welt der Abgeschiedenen , verlassen und in diesem Zimmer vor mir auferstehen . Ich trocknete meine Tränen und unterdrückte mein Schluchzen , in der Furcht , es möchte irgend ein Zeichen heftigen Kummers eine übernatürliche Stimme wecken , um mich zu trösten , oder aus der Dunkelheit ein mit einem schimmernden Scheine umgebenes Gesicht hervorrufen , das mit seltsamem Mitleid sich über mich hinbeugte . Diese an und für sich trostreiche Idee müßte , dachte ich , schrecklich sein , wenn sie verwirklicht würde ; mit aller Macht bemühte ich mich , sie zu unterdrücken . Ich wollte um jeden Preis standhaft sein . Mein Haar aus den Augen schüttelnd , hob ich den Kopf in die Höhe und versuchte es , kühn in dem finstern Zimmer umherzusehen . In diesem Augenblicke schimmerte ein Licht an der Wand . Ist es , fragte ich mich , ein Mondstrahl , der durch eine Oeffnung des Fensterladens bricht ? Nein , dachte ich wieder , das Mondlicht ist ruhig , und dieses bewegt sich . Während ich es so Anblickte , fuhr es an die Zimmerdecke hinauf und zitterte über meinem Kopfe . Ich kann mir jetzt leicht denken , daß dieser Lichtstreifen höchst wahrscheinlich von einer Laterne herkam , die jemand über den Rasenplatz trug ; aber damals , wo mein Geist auf das schrecklichste vorbereitet , wo meine Nerven durch die heftige Aufregung erschüttert waren , hielt ich den schnell dahinfahrenden Strahl für den Vorboten einer Erscheinung aus der andern Welt . Mein Herz schlug heftig , mein Kopf brannte ; ein Geräusch erfüllte mein Ohr , das mir wie das Rauschen von Flügeln vorkam . Etwas schien mir nahe zu sein ; ich konnte nicht mehr atmen , ich erstickte , länger konnte ich es nicht mehr aushalten , und so stürzte ich auf die Tür zu und rüttelte an dem Schlosse mit verzweifelter Anstrengung . In dem äußeren Gange ließen sich eilige Schritte vernehmen ; der Schlüssel drehte sich um , und Bessie trat mit der Abbot herein . Fräulein Eyre , sind Sie unwohl ? fragte Bessie . Welch schrecklicher Lärm ! Es ist mir in alle Glieder gefahren ! rief die Abbot aus . Laßt mich heraus ! Laßt mich in die Kinderstube ! schrie ich . Weshalb ? Ist Ihnen etwas geschehen ? Haben Sie etwas gesehen ? fragte Bessie wiederum . O ! Ich sah ein Licht und dachte , es würde ein Geist kommen . ich hatte nun Bessies Hand ergriffen , und sie entzog sie mir nicht . Sie hat mit Fleiß so geschrieen , erklärte die Abbot mit einigem Widerwillen . Und was für ein Schrei ! Wäre sie in großer Not gewesen , so hätte man ihn allenfalls hingehen lassen können ; allein ihr einziger Zweck war , uns alle hierher zu bringen . Ich kenne ihre Unarten . Was soll das heißen ? fragte eine andere gebieterische Stimme ; und Frau Reed kam den Gang daher mit flatternder Haube und rauschendem Gewande . Abbot und Bessie , ich hatte doch befohlen , Jane Eyre in dem roten Zimmer zu lassen , bis ich sie selbst holen würde . Fräulein Jane schrie so laut , gnädige Frau ! wandte Bessie entschuldigend ein . Lassen Sie sie gehen , war die Antwort . Laß Bessies Hand fahren , Kind , auf diese Weise kommst du nicht durch . ich verabscheue alle List , besonders aber bei Kindern ; es ist meine Pflicht , dir zu zeigen , daß Kniffe hier nicht verfangen , nur wenn du dich ganz unterwirfst und dich ruhig verhältst werde ich dich in Freiheit setzen . O Tante , haben Sie doch Mitleid vergeben Sie mir ! Ich kann es nicht aushalten ; bestrafen Sie mich auf irgend eine andere Art ! Ich komme um , wenn - - Still : Still ! Diese Heftigkeit ist ja empörend ! Und so kam es ihr auch ohne Zweifel vor . In ihren Augen war ich eine frühreife Schauspielerin ; in allem Ernste sah sie in mir die heftigsten Leidenschaften , einen niedrigen Geist und gefährliche Falschheit vereinigt Nachdem Bessie und die Abbot sich zurückgezogen hatten , stieß mich Frau Reed , die meine wahnsinnige Angst und mein Geschluchze nicht länger ertragen mochte , rasch wieder in das Zimmer zurück und schloß mich ein , ohne etwas Weiteres zu sagen . Ich hörte sie davonrauschen ; und bald , nachdem sie fortgegangen , umfing mich eine wohltätige Ohnmacht . Drittes Kapitel . Als ich erwachte , war mir zu Mute , als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt . Ich sah ein rotes von breiten schwarzen Streifen durchzogenes Licht immer vor mir und hörte Stimmen , die , gleichsam durch das Rauschen des Windes oder des Wassers gedämpft , in hohlem Tone sprachen ; die Aufregung , die Ungewißheit und ein alles beherrschendes Gefühl des Schreckens verwirrte meine Sinne . Es währte nicht lange , so fühlte ich , daß jemand mich anrührte , mich in die Höhe hob und mich in einer sitzenden Stellung erhielt , und zwar sanfter , als ich je zuvor aufgerichtet oder gehalten worden war . Mein Kopf ruhte auf einem Kissen oder auf einem Arme , und ich fühlte mich ganz behaglich . Nach weiteren fünf Minuten schwand die Wolke der Betäubung ; ich erkannte , daß ich in meinem Bette lag , und daß der rote Schein das Kaminfeuer in der Kinderstube war . Es war Nacht , ein Licht brannte auf dem Tische , Bessie stand am Fußende des Bettes , mit einem Becken in der Hand , und ein Herr saß auf einem Stuhle neben meinem Kopfkissen , und beugte sich über mich hin . ich verspürte eine wohltuende Ueberzeugung der Sicherheit , als ich sah , daß sich in dem Zimmer jemand befand , der nicht zu der Familie Reed gehörte . Ich kannte ihn , es war Herr Lloyd , ein Apotheker , den Frau Reed kommen ließ , wenn einem von der Dienerschaft etwas fehlte ; für sich und ihre Kinder aber gebrauchte sie stets einen Arzt . Nun wer bin ich ? fragte er . ich nannte ihn bei seinem Namen und gab ihm die Hand . Er nahm sie lächelnd und sagte : Es wird bald besser mit uns werden . Dann legte er mich auf das Bett nieder und befahl Bessie , ja dafür zu sorgen , daß ich während der Nacht nicht gestört würde . Nachdem er noch weiteres angeordnet und bemerkt hatte , er würde am andern Tage wiederkommen , ging er zu meinem großen Kummer davon . Ich fühlte mich so sicher , während er auf dem Stuhle neben meinem Kopfkissen saß ; als aber die Tür hinter ihm zuging , verfinsterte sich das ganze Zimmer , mein Mut sank abermals , und ein unaussprechlicher Gram drückte mich nieder . Ist Ihnen , als ob Sie schlafen könnten , Fräulein ? fragte Bessie mit sanfter Stimme . Kaum wagte ich ihr zu antworten ; ich befürchtete , sie möchte gleich wieder einen rauhen Ton anschlagen . ich will ' s versuchen , sagte ich . Wollen Sie etwas trinken oder essen ? Nein , ich danke Ihnen , Bessie . Dann will ich mich ins Bett machen , denn es ist zwölf Uhr vorbei ; Sie brauchen mich aber nur zu rufen , wenn Sie in der Nacht etwas nötig haben . Fürwahr , eine wunderbare Höflichkeit ! sie gab mir Mut , eine Frage zu tun . Bessie , wie steht es mit mir ? bin ich krank ? ich denke , Ihr vieles Schreien im roten Zimmer hat Sie krank gemacht ; ohne Zweifel wird Ihnen bald wohler sein . Bessie ging in das naheliegende Zimmer des Stubenmädchens . Ich hörte sie sagen : Sarah , kommen Sie und schlafen Sie mit mir in der Kinderstube ; ich mag diese Nacht ums Leben nicht allein bei dem armen Kinde bleiben ; sie könnte sterben ; es ist so sonderbar , daß sie diese Ohnmacht bekam . Ich möchte wohl wissen , ob sie etwas gesehen hat . Die gnädige Frau war doch etwas zu hart gegen sie . Sarah kam mit ihr zurück ; sie gingen beide zu Bette , bevor sie aber einschliefen , flüsterten sie wohl noch eine halbe Stunde zusammen . Nur abgerissene Stücke von ihrer Unterhaltung drangen bis zu meinen Ohren ; indessen konnte ich daraus deutlich erkennen , wovon sie sprachen . Etwas ist ihr erschienen , schneeweiß gekleidet , und wieder verschwunden - - Ein großer schwarzer Hund hinter ihm - - - Drei starke Schläge an die Zimmertür - - Ein Licht auf dem Kirchhofe gerade über seinem Grabe u . s . w . Endlich schliefen beide : Feuer und Licht gingen aus . Was mich betrifft , so brachte ich die ganze lange Nacht in schaurigem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren durch die Furcht , - - - eine Furcht , wie sie nur Kinder empfinden können , - - - in gleich außerordentlicher Weise geschärft . Die Schreckensnacht zog keine schwerere Krankheit nach sich ; aber sie gab meinen Nerven einen Stoß , den ich noch heute empfinde . Ja , Frau Reed , Ihnen verdanke ich einige furchtbare Seelenqualen . Aber ich muß es Ihnen vergeben , denn Sie wußten nicht , was Sie taten . ]
[ ]