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[ Erstes Kapitel . Es ]
[ Des es schlechten Wetters wegen - denn es ]
war
[ keine Möglichkeit ]
[ kalt ]
,
[ ]
[ windig und regnerisch - - mußte ]
an
[ jenem ]
[ diesem ]
Tage
[ einen ]
[ der übliche ]
Spaziergang
[ zu machen . Wir waren freilich am Morgen eine Stunde in der entlaubten Anpflanzung umhergewandert , welche sich bis ans Haus zog ]
[ unterbleiben ]
;
[ aber seit dem zeitig eingenommenen Mittagessen hatte der kalte winterliche Wind so düstere Wolken und so durchdringenden Regen mit sich geführt , daß von einer weiteren Bewegung im Freien nicht die Rede sein konnte . Mir war das gelegen , denn ich fand kein Vergnügen an weiten Spaziergängen ]
[ ich freute mich darüber ]
,
[ besonders nicht an kalten Nachmittagen . Schrecklich ]
[ ]
war es
[ mir ]
[ doch draußen schon recht herbstlich . Da man mich nicht so warm und sorglich kleidete ]
,
[ in der öden Dämmerung ]
[ wie die Kinder des Hauses , so fror mich leicht , und wenn ich dann über die Kälte klagte , schalt man mich zimperlich . Frau Reed war ]
mit
[ erstarrten Fingern und Zehen nach Hause zu kommen ]
[ ihren Kindern Hans ]
,
[ wo ich dann durch das Schelten der Kindermuhme Bessie noch trauriger gestimmt und durch das Bewußtsein gedemüthigt wurde , daß ich in physischer Hinsicht Elise , John ]
[ Elisa ]
und
[ Georgine Reed so weit nachstand . Elise ]
[ Georgina ]
,
[ John und Georgine hatten sich jetzt ]
[ ]
im
[ Gesellschaftszimmer um ihre Mama gedrängt ]
[ Salon ]
;
[ sie lag auf einem Sopha in der Nähe des Kamins und schien , von ihren Lieblingen umgeben , vollkommen glücklich . ]
[ ]
mich hatte sie
[ von dieser Gruppe ausgeschlossen ]
[ hinausgeschickt ]
,
[ denn so lange sie nicht von Bessie hören werde , erklärte sie mir , daß ich ernstlich bemüht sei , mir eine geselligere und kindlichere Gemüthsart und ein anziehenderes und lebhafteres Wesen anzueignen , könne sie mir keine Vorrechte einräumen , die nur für zufriedene und frohe kleine Kinder bestimmt seien . , Was sagt Bessie , daß ich gethan habe ? fragte ich . , Johanna , ich liebe den Widerspruch und das Fragen nicht ; überdies ist es wirklich abscheulich , wenn ein Kind sich gegen ältere Personen so benimmt . Setze dich irgendwo nieder und schweige , bis du gelernt hast , dich angenehmer zu machen . ' Neben dem Gesellschaftszimmer befand sich ein kleines Frühstückzimmer , in dieses schlich ich mich . Dort stand ein Bücherschrank , ich nahm ein Buch heraus , natürlich eines mit Bildern , stieg auf den Fenstersitz , schlug meine Füße unter , wie ein Türke , und zog die Vorhänge von rothem Moire dicht zu . So war ich von beiden Seiten geschützt , auf der rechten durch die Draperie , auf der linken durch die Glasscheiben , vor dem unfreundlichen Novemberwetter . Von Zeit zu Zeit , während ich die Blätter meines Buches umschlug , versenkte ich mich in den Anblick dieses Winternachmittags . In der Ferne bot er eine bleiche Masse von Nebel und Gewölk dar ; in der Nähe eine Scene von nassen Rasenplätzen und sturmbewegten Gesträuchen mit unaufhörlichem Regen , den ein klagender Wind wild vor sich her peitschte . Ich kehrte zu meinem Buche zurück - - zu Bewick ' s Naturgeschichte der britischen Vögel . Um den Text kümmerte ich mich im Allgemeinen wenig ; doch waren einige einleitende Bemerkungen da , die ich , so sehr ich auch Kind war , nicht ganz übergehen konnte . Sie handelten von den Wanderungen der Seevögel , von den einsamen Felsen und Vorgebirgen , die nur von jenen Vögeln bewohnt werden , von der norwegischen Küste , die von ihrem südlichen Ende bis zum Nordkap mit Inseln besetzt ist . Auch fesselte mich die Beschreibung der öden Ufer von Lappland , Sibirien , Spitzbergen , Nowaja - Semlja , Island , Grönland ]
[ ]
mit dem
[ weiten Kreise ]
[ Bemerken , ich sei unwürdig , die gleichen Vorrechte zu genießen , die nur zufriedenen , glücklichen Kindern zukämen . Ich sollte mich erst eines freundlicheren , offenherzigeren , geselligeren Wesens befleißigen . Je nun , ich war nicht böse darüber , daß ich allein sein sollte . Ich fühlte mich ja doch nicht wohl in ]
der
[ nördlichen Zone ]
[ Gesellschaft dieser Menschen , die mich immer ]
von
[ Frost ]
[ oben herab behandelten ]
und
[ Schnee , wo feste Eisfelder , die Anhäufung ]
[ ]
von
[ vielen tausend Wintern , den Pol umgeben und die Kälte den höchsten Grad erreicht . Von diesen schneeweißen Regionen bildete ich ]
[ denen besonders der etwa 14 Jahre alte Hans ]
mir
[ meine eigene Idee - - unklar , gleich allen halbBegriffenen Kenntnissen , die seltsam , aber lebhaft durch ]
[ verhaßt war . So schlüpfte ich denn in ]
das
[ kindliche Gehirn treiben ]
[ Frühstückszimmer ]
.
[ Die Worte in diesen einleitenden Bemerkungen verschmolzen sich mit den folgenden Bildern und gaben dem in einer See von Wogen und Schaum alleinstehenden Felsen , dem zertrümmerten , an der verlassenen Küste gescheiterten Boot , dem kalten und geisterhaften Monde , der durch Wolkenschleier auf ein eben untersinkendes Wrack niederblickt , ihre Bedeutung . Jedes Bild erzählte eine Geschichte ; oft geheimnisvoll für meinen unentwickelten Verstand und meine unvollkommenen Gefühle , doch sehr interessant , so interessant , wie die Märchen , die Bessie zuweilen an Winterabenden erzählte , wenn sie zufällig bei guter Laune war . Bewick ' s Buch auf meinem Knie , war ich also glücklich ; glücklich wenigstens auf meine Weise . Ich fürchtete nichts als Störung , und die kam nur ]
[ Ein großer Bücherschrank stand darin , und ich hatte nicht lange ]
zu
[ bald . Die Thür des Frühstückzimmers öffnete sich . ]
[ suchen ]
,
[ Heda ! Jungfer Träumerin ! rief John Reed ' s Stimme . Er verstummte gleich wieder , da er das Zimmer leer ]
[ um einen Band ]
zu finden
[ meinte ]
[ , mit dem ich mir die Langeweile gut vertreiben konnte ]
.
[ ]
[ Leider blieb ich nicht lange ungestört . Ich wurde in der Betrachtung der schönen , bunten Bilder plötzlich durch den Ruf unterbrochen : ]
, Wo
[ , zum Popanz , mag ]
[ steckt ]
sie
[ sein ]
[ denn , die Traumsuse ]
?
[ fuhr ]
[ Ich erschrak , denn ich erkannte Hans Reeds Stimme . Offenbar war ]
er
[ fort ]
[ sehr verwundert , mich nicht im Zimmer zu finden . Ich hatte mich in die Fensternische gesetzt ]
und
[ ]
[ den Vorhang vor mir zugezogen . , Lise , Georgina ! ' ]
rief
[ dann seinen Schwestern zu : ]
[ Hans weiter . ]
,
[ Lizzy ! Georgy ! Hannchen ]
[ Johanna ]
ist nicht hier . Sagt
[ ]
[ doch der ]
Mama ,
[ sie ]
[ das Scheusal ]
sei in den Regen
[ hinaus gelaufen - - das böse Geschöpf ! ]
[ hinausgelaufen . ]
,
[ Es ist gut ]
[ Gott bewahre , ' ' antwortete Elisa , die ein wenig aufgeweckter war , als der sowohl geistig wie körperlich schwerfällige Hans . , Sie sitzt gewiß wieder in der Nische . Guck nur nach , Hans . Nun trat ich von selbst heraus , wußte ich doch ]
, daß
[ ich den Vorhang zugezogen habe ]
[ Hans mich im nächsten Augenblick gewaltsam hervorzerren würde . , Ja , hier bin ich ]
, '
[ dachte ]
[ sagte ]
ich
[ und wünschte inbrünstig ]
[ , , was wünscht ihr ? ]
,
[ John möge mein Versteck nicht entdecken ; ]
[ Sage gefälligst : Was wünschen Sie , Herr Reed , antwortete ]
er
[ würde mich auch nicht gefunden haben , denn er hatte weder einen raschen Blick , noch einen scharfen Verstand ]
[ ]
.
[ Aber umso mehr war Elise zu fürchten ]
[ ]
,
[ und in der That , kaum steckte sie ihren Kopf durch die Thür , da rief sie auch schon : , Sie ist gewiß auf dem Fenstersitze , John . Ich kam sogleich hervor , denn ich zitterte be dem Gedanken , von John herausgezerrt zu werden . , Was willst du von mir ? fragte ich ihn mit linkischer Schüchternheit . , Was wollen Sie , Monsieur Reed , heißt es , war die Antwort . , Ich will , daß ]
[ Gleich kommst ]
du hierher
[ kommst . Hierauf setzte er sich in einen Lehnsessel und gab mir durch eine gebieterische Bewegung zu verstehen , daß ich mich vor ihn hinstellen sollte . John ]
[ , verstehst du ? Hans ]
Reed war
[ ein Schulknabe von vierzehn Jahren - - ]
[ ]
vier Jahre älter als ich , denn ich
[ war ]
[ zählte ]
erst zehn
[ - - ]
[ ; er war ]
groß und stark für sein Alter ,
[ von ungesunder Gesichtsfarbe ]
[ sah aber nicht gesund ]
,
[ mit markirten Linien in ]
[ sondern vielmehr aufgedunsen aus . Mit seiner vierschrötigen Gestalt , seiner unklaren Hautfarbe , ]
seinem
[ breiten Gesichte , plumpen Gliedern ]
[ groben Gesicht ]
und
[ ]
[ seinen ]
großen
[ ]
[ Füßen und ]
Händen
[ und Füßen ]
[ sah er auch wirklich nichts weniger als sympathisch aus ]
. Er aß
[ sich ]
[ ]
bei Tische gewöhnlich
[ sehr voll ]
[ so viel ]
,
[ wodurch ]
[ daß ]
er
[ gallsüchtig wurde und sich ein trübes , gläsernes Auge und welke Backen zuzog ]
[ schlechte Laune bekam ]
.
[ Er ]
[ Eigentlich ]
hätte
[ jetzt in ]
[ er jet auf ]
der Schule sein
[ sollen ; doch ]
[ müssen , aber ]
seine
[ Mutter ]
[ Mama ]
hatte ihn
[ wegen ]
[ auf ein paar Wochen nach Hause genommen , ]
seiner zarten Gesundheit
[ auf einen oder zwei Monate nach Hause genommen ]
[ wegen ]
.
[ Herr Miles , sein Lehrer , ]
[ Der Direktor ]
versicherte
[ ]
[ allerdings ]
,
[ es ]
[ man brauche ihm nur weniger Leckereien in die Pension « zu schicken , so ]
würde
[ sehr gut sein , wenn ihm weniger Kuchen und Leckerbissen ]
[ er schon gesünder werden . Das fand die Mutter brutal . Nach ihrer Meinung rührte das schlechte Aussehen ihres Lieblings nur ]
von
[ Hause geschickt würden ; doch das Mutterherz empörte sich über eine so harte Ansicht und war eher zu der milderen AuFassung geneigt , daß John ' s abgefallenes Gesicht von übergroßer geistiger Anstrengung ]
[ Ueberanstrengung ]
und vielleicht auch
[ vom ]
[ von ]
Heimweh
[ herrühre ]
[ her ]
.
[ John zeigte nicht viel Zärtlichkeit ]
[ Hans durfte sich daheim alles erlauben ; nie hatte die Mutter ein hartes Wort , einen Tadel oder gar eine Strafe ]
für
[ Mutter und Schwestern und hatte einen besonderen Widerwillen gegen mich . Er verfolgte und bestrafte mich beständig ]
[ ihn . Ich besonders war die Zielscheibe seiner Unart ]
,
[ ]
[ und ]
jeder Nerv
[ , den ich hatte , fürchtete ihn , und jedes Glied meines Körpers zitterte ]
[ in mir zuckte vor Furcht ]
, wenn er
[ mir nahe ]
[ in meine Nähe ]
kam .
[ Es gab Augenblicke , wo mich der Schrecken , den er mir einflößte , ganz verwirrt machte ]
[ Schutz vor ihm fand ich nirgend ]
;
[ ich konnte mich bei Niemandem über seine Drohungen und Tätlichkeiten beschweren ]
[ denn die Dienerschaft wagte es nicht ]
,
[ Mistreß ]
[ gegen ihn aufzutreten , und Frau ]
Reed war in
[ dieser Hinsicht ]
[ diesem Punkte ]
taub und blind ,
[ sie sah nie , ]
[ selbst ]
wenn er mich
[ schlug , und hörte nicht , wenn er mich schalt , obgleich er zuweilen beides ]
[ - was oft geschah - ]
in ihrer Gegenwart
[ that ]
[ beschimpfte oder schlug ]
.
[ Gewohnt , John zu gehorchen , näherte ich mich seinem Stuhle ]
[ Auch diesmal gehorchte ich ihm und trat näher ]
;
[ ]
[ als ich weit genug bei ihm war , hieb ]
er
[ brachte etwa drei Minuten damit zu , seine Zunge herauszustrecken ; während ich jeden Augenblick fürchtete , daß er zuschlagen werde , betrachtete ich mit Abscheu und Ekel sein rohes Gesicht . Vielleicht las er diese Empfindung in meiner Miene , denn ]
[ ]
plötzlich
[ schlug er heftig zu . Ich taumelte , und als ich mein gleichgewicht wieder erlangt hatte , zog ich mich von seinem Stuhle zurück ]
[ auf mich ein ]
. ,
[ Daß ]
[ Das ]
ist für
[ deine Unverschämtheit ]
[ die freche Antwort ]
,
[ womit ]
[ die ]
du
[ ]
[ vor einer halben Stunde meiner ]
Mama
[ vor einiger Zeit geantwortet ]
[ gegeben ]
hast ,
[ sagte ]
[ rief ]
er
[ ]
[ . ]
,
[ , dafür , daß ]
[ Was hast ]
du
[ dich fortschleichst und dich hinter den Vorhängen verbirgst , und ]
[ da ]
für
[ den Blick , mit dem du mich soeben angesehen hast , du Ratte . An John Reed ' s üble Behandlung gewöhnt , fiel ]
[ ein Buch ? Er entriß ]
es mir
[ nie ein ]
[ und fuhr fort : ]
,
[ etwas darauf zu erwidern ; ]
[ Wer hat dir denn erlaubt , ]
meine
[ Sorge war jetzt nur , wie ich den neuen Schlag ertragen sollte , der gewiß folgen würde . , Was thatest du dort hinter dem Vorhange ? fragte er . , Ich las . , Zeige das Buch . Ich kehrte zum Fenster zurück und holte es von dort her . , Du hast kein Recht , unsere ]
[ ]
Bücher zu
[ nehmen ]
[ benützen ? Denn sie sind mein . Alles hier ist mein , oder wird es wenigstens bald sein . Dir gehört gar nichts ]
, Mama sagt
[ , ]
[ es immer . Geld hast ]
du
[ bist abhängig ; du hast kein Geld ; ]
[ keins , ]
dein Vater hat dir
[ keins ]
[ doch nichts ]
hinterlassen
[ ; ]
[ , und von Rechts wegen solltest ]
du
[ solltest ]
[ ]
betteln
[ und ]
[ gehen , statt ]
hier
[ nicht ]
[ ]
mit
[ anständigen ]
[ den ]
Kindern
[ ]
[ eines Gentleman zusammenzuleben ]
,
[ wie wir sind ]
[ am gleichen Tische zu essen und die Kleider zu tragen ]
,
[ zusammen leben auf Kosten unserer Mutter ]
[ die dir meine Mama kaufen muß ]
.
[ Nun will ich ]
[ Marsch ! stell ]
dich
[ lehren , meinen Bücherschrank zu durchstöbern , denn er ist mein , das ganze Haus ist mein , oder wird mir doch in wenigen Jahren gehören . Geh und stelle dich ]
[ dort ]
an die
[ Thür , fern von dem Spiegel und den Fenstern . ]
[ Tür ! ]
Ich
[ that ]
[ tat ]
es
[ , da ich nicht gleich wußte , was seine Absicht war ; als ich ihn aber ]
[ . Er hob ]
das Buch
[ erheben ]
[ ]
und
[ gegen mich schwingen sah , sprang ich instinctmäßig mit einem Schrei des Schreckens auf die Seite ; doch ]
[ zielte nach mir . Ich wich ]
nicht
[ früh ]
[ rasch ]
genug
[ , das Buch traf mich , ich fiel hin ]
[ aus ]
und
[ verletzte meinen ]
[ wurde so heftig an den ]
Kopf
[ an der Thür . Die ]
[ getroffen , daß ich , eine blutende ]
Wunde
[ blutete , der ]
[ bekam und vor ]
Schmerz
[ war heftig , mein Schrecken groß ]
[ laut aufschrie ]
. ,
[ Böser , ]
[ Du ]
grausamer
[ Junge ! ' rief ich . , Du gleichst einem Mörder , du gleichst einem Sclavenaufseher - - du gleichst den römischen Kaisern ! Ich hatte Goldsmith ' s Geschichte von Rom gelesen und mir meinen VegriF von Nero und Caligula gebildet und diese in der Stille oft mit John verglichen , obwohl ich es nie laut auszusprechen beabsichtigte . , Was ! was ]
[ Bengel ]
! rief
[ ]
[ ich . , Was ? schrie ]
er
[ ]
[ nun ]
. ,
[ Sagte ]
[ Habt ihr das gehört , Elisa und Georgina ? Das sagt ]
sie
[ das ]
[ ]
zu mir ?
[ Hörtet Ihr es , Elise und Georgine ? Soll ich es nicht ]
[ Das will ich gleich der ]
Mama
[ sagen ? Aber vorher - - ]
[ erzählen . Erst aber noch ]
Er
[ lief plötzlich ]
[ packte mich beim Haar , doch nun wehrte ich mich verzweifelt . Während er ]
auf mich
[ zu und ergriff mich am Haar und an der Schulter . Er hatte sich an ein verzweifeltes Geschöpf gewagt . Ich sah in der That einen Tyrannen , einen Mörder in ihm . Ich fühlte einige Blutstropfen von meinem Kopfe auf meinen Hals herabrinnen und empfand einen stechenden Schmerz . Diese Empfindungen besiegten für ]
[ einschlug , arbeitete auch ich blindlings mit ]
den
[ Augenblick die Furcht , und ich empfing meinen Peiniger auf wahnsinnige Weise ]
[ Fäusten ]
.
[ Ich weiß nicht recht , was ich mit meinen Händen that , doch er brüllte laut auf und nannte mich Ratte ! Ratte ! Elise und Georgine holten Mistreß ]
[ Frau ]
Reed
[ ]
[ eilte ]
herbei ,
[ welche die Treppe hinaufgegangen war und jetzt auf dem Schauplatze erschien . ]
[ ]
Bessie
[ und ]
[ , ]
das
[ Kammermädchen ]
[ Hausmädchen , und ]
Abbot
[ ]
[ , die Kammerzofe , ]
folgten ihr .
[ John und ich wurden getrennt ]
[ Sie rissen uns auseinander , ]
und ich hörte
[ ]
[ nur noch ]
die Worte : ,
[ O Himmel ! welch ' ]
[ So ]
eine Furie
[ , auf Monsieur John loszustürzen ]
[ ]
!
[ ' , Sah je ein Mensch ]
[ So ]
eine
[ solche Leidenschaft ? ]
[ Giftblase ! - ]
Dann
[ fügte Mistreß ]
[ setzte Frau ]
Reed hinzu : , Bringt sie in das
[ rothe ]
[ rote ]
Zimmer und schließt sie dort ein .
[ ' ' ]
[ - ]
Vier Hände
[ ergriffen ]
[ packten ]
mich
[ sogleich ]
[ ]
und
[ trugen ]
[ schleppten ]
mich die Treppe hinauf .
[ Zweites Kapitel . Ich widersetzte mich den ganzen Weg über , was bei mir etwas Neues war ]
[ Unterwegs wehrte ich mich mit allen Kräften . Das hatte ich bisher noch nie getan ; stets hatte ich schweigsam ]
und
[ sehr dazu beitrug , ]
[ geduldig alles hingenommen . Mein Widerstand bestärkte nun ]
die
[ schlimme ]
[ beiden Mädchen in der schlechten ]
Meinung
[ zu verstärken ]
[ ]
, die
[ Bessie und Miß Abbot ]
[ sie ohnehin ]
von mir
[ zu hegen geneigt waren ]
[ hegten ]
.
[ Ich war in der That außer mir . Da ich wußte ]
[ - - ]
,
[ daß ich für meine Empörung eine schwere Strafe zu erwarten hatte , so war ich , gleich jedem anderen rebellischen Sclaven , in meiner Verzweiflung entschlossen , noch weiterzugehen . , Halten Sie ihr die Arme fest , Miß Abbot ; sie ist wie ]
[ Wie ]
eine wilde Katze
[ . ]
[ ]
,
[ Pfui ]
[ ' sagte Bessie . - , Schäme dich ? rief Abbot . , Schlägt den Sohn ihrer Wohltäterin ]
!
[ ]
[ O ]
pfui !
[ ' rief die Kammerjungfer . , Welch ' ein garstiges Betragen , Miß Eyre , einen jungen Herrn zu schlagen , den Sohn Ihrer Wohlthäterin ! Ihren jungen Herrn ! ' , Meinen Herrn ! Wie ist er denn mein Herr ? Bin ich denn eine Dienerin ? , Nein , ]
[ - ]
Sie
[ sind noch weniger als eine Dienerin , denn Sie thun nichts für Ihren Unterhalt . Da setzen Sie sich nieder und denken Sie über Ihre Bosheit nach . ' Sie hatten mich jetzt in das von Mistreß Reed angedeutete Zimmer gebracht und ]
[ drückten ]
mich auf einen Stuhl
[ geworfen . Mein erster Antrieb war ]
[ nieder ]
,
[ ]
[ doch ich sprang sofort ]
wieder
[ aufzuspringen , doch die vier Hände ]
[ auf . Da ]
hielten
[ ]
[ sie ]
mich
[ augenblicklich wieder ]
[ von neuem ]
fest .
[ ]
[ - - ]
, Wenn
[ Sie ]
[ du ]
nicht still
[ sitzen ]
[ sitzest ]
,
[ so müssen wir Sie festbinden ]
[ wirst du angebunden ]
,
[ sagte Bessie . Sie war im Begriffe , ihre Drohung wahr zu machen . Dieser Schande wollte ich mich nicht aus setzen . Daher mäßigte ich mich ein wenig . , Lassen Sie nur , ' rief ich , , ich will ruhig sitzen bleiben . Zum Beweise hielt ich mich mit den Händen an meinem Stuhle fest . , Halten Sie Wort ! ]
[ ]
' sagte Bessie
[ ]
[ und löste auch schon ihre Strumpfbänder . , Nein , lassen Sie ! ' bat ich nun erschrocken . , Ich will auch ganz still und artig sein . , Das rat ich dir auch , sagte Bessie ]
, und als sie
[ sich überzeugt hatte ]
[ sah ]
, daß ich wirklich ruhiger wurde , ließ sie mich
[ ]
[ denn auch ]
los
[ ]
[ . Dann stellten sich die beiden Mädchen vor mich hin und musterten mich mit finsterer Miene . , Das ist ja was ganz Neues von ihr , meinte Abbot . , Es steckt aber schon lange in ihr , ' ' antwortete Bessie . , Ich hab ' s der gnädigen Frau schon oft gesagt , die Hanne ist ein ganz verstocktes , giftiges Ding und furchtbar durchtrieben für ihr Alter . Dann wandte sie sich an mich und setzte hinzu : , Nun denke mal ein bißchen darüber nach , daß es dir nicht zukommt , dich mit dem jungen Herrn und dem gnädigen Fräulein auf eine Stufe zu stellen , und du ins Armenhaus wandern müßtest , wenn Frau Reed sich nicht deiner annähme . Wenn du noch länger so schlecht und undankbar bist , wird dich Frau Reed eines schönen Tages fortschicken . Sei also demütig und bescheiden und mache dich nützlich und angenehm . , Und bete vor allem , fügte Abbot bei , , daß dir deine Unart verziehen werde , sonst kommt am Ende ein Gespenst zum Kamin herunter und holt dich . Nach diesen Worten gingen sie und schlossen die Tür zu . Das rote Zimmer , in dem ich mich befand , wurde nur benutzt , wenn Gäste in Gateshead - Hall weilten ]
;
[ dann standen sie und Miß Abbot ]
[ dennoch war es eins der schönsten im Herrenhause . Die Mitte nahm ein großes Mahagoni - Bett ein , das ]
mit
[ übereinandergeschlagenen Armen da und sahen mir ins Gesicht , als ob sie ]
[ roten Vorhängen versehen war ; vom selben Stoffe waren auch die Rouleaus ]
an
[ meinem Verstande zweifelten . ]
[ den Fenstern ]
,
[ Sie ist noch nie so gewesen , sagte Bessie endlich zu Miß Abbot ]
[ die Tapeten und der Teppich ]
.
[ , Doch es lag immer in ihr , war die Antwort . ]
[ Die Möbel waren alle aus dunkelpoliertem Mahagoni . In dem düstern Ton , den diese Gegenstände verbreiteten ]
,
[ Ich habe Missis oft meine Meinung ]
[ stachen nur die schneeweiße Decke , die ]
über das
[ Kind gesagt ]
[ Bett gebreitet war ]
, und
[ Missis stimmte ]
[ das ebenfalls weiße Polster eines großen Lehnstuhls hervor , der ]
mir
[ bei . Sie ist ein boshaftes kleines Ding , ich sah noch nie ein Mädchen in ihrem Alter mit so viel versteckter List . Bessie antwortete nicht , sondern wendete sich zu mir und sagte : , Sie sollten bedenken , Miß , was Sie Mistreß Reed für Dank schuldig sind , sie ernährt Sie ; wenn sie Sie wegjagte , müßten Sie ins Waisenhaus gehen - - ich schwieg zu diesen Worten , sie waren mir nicht neu , denn meine ersten Erinnerungen waren mit Andeutungen dieser Art verschmolzen . Der Vorwurf meiner Abhängigkeit war meinen Ohren längst ein gewohntes Lied , schmerzlich und niederdrückend , obwohl nur halb verständlich . , Und Sie sollten sich nicht für gleichberechtigt mit den Misses Reed und Monsieur Reed halten . ' fiel Miß Abbot ein , weil Missis so gütig ist , Sie mit ihnen erziehen zu lassen . Jene werden viel Geld bekommen und Sie keins . ' , Was wir Ihnen sagen , geschieht zu Ihrem Besten , ' fügte Bessie in mildem Tone hinzu , , Sie sollten versuchen , sich nützlich und angenehm zu machen , dann würden Sie vielleicht hier eine Heimat haben ; aber wenn Sie leidenschaftlich und roh werden , so bin ich gewiß , daß Missis Sie fortschicken wird . , Und wohin würden Sie dann gehen ? sagte Miß Abbot . , Ich möchte um die Welt nicht Ihr Herz haben . Sprechen Sie Ihr Gebet , Miß Eyre , wenn Sie wieder zu sich gekommen sind , denn wenn Sie nicht bereuen , so könnte ein böser Geist im Kamin herabfahren und Sie mitnehmen . Sie gingen fort und machten die Thür zu . Das rothe Zimmer war unbewohnt , und es schlief nur dann Jemand darin , wenn eine ungewöhnliche Anzahl von Gästen in Gateshead Hall es nöthig machte , alle Räume zu benutzen , die das Haus besaß . Und doch war es das größte und stattlichste Zimmer in dem ganzen Gebäude . Ein Bett , von Säulen aus Mahagoniholz getragen und mit Vorhängen von dunkelrothem Damast versehen , stand in der Mitte ; zwei große Fenster , deren Laden beständig geschlossen waren , zeigten eine reiche Draperie von ähnlicher Farbe ; auch der Fußteppich und die Tapeten an den Wänden waren roth ; der Tisch am Fuße des Bettes war mit einer karmoisinrothen Decke belegt ; der Kleiderschrank , der Toilettentisch und die Stühle waren von dunkel polirtem altem Mahagoniholz . In dieser Dunkelheit erhoben sich hoch die aufgethürmten Matratzen und Kissen des Bettes , welches mit einer schneeweißen Decke belegt war . Kaum weniger in die Augen fallend war ein großer , mit Kissen belegter Lehnstuhl am Kopfende des Bettes mit einem Fußschemel davor , so daß er mir ]
[ damals ]
wie ein
[ ]
[ geisterhafter ]
Thron
[ vorkam ]
[ erschien ]
.
[ Dieses Zimmer war kalt , weil es selten geheizt wurde ; es ]
[ Es ]
war still
[ ]
[ hier oben ]
,
[ weil es ]
[ denn das Zimmer lag abseits ]
von der
[ Kinderstube und der ]
[ ]
Küche
[ entfernt lag , ]
[ ]
und
[ feierlich ]
[ den bewohnten Räumen . Mir wurde bald recht unheimlich zumute ]
,
[ weil ]
[ indem ich daran dachte , wie ]
selten
[ Jemand hineinkam ]
[ diese Stube betreten wurde ]
. Nur
[ das Hausmädchen betrat es jeden Samstag ]
[ alle Sonnabend stieg Bessie herauf ]
, um
[ von den Spiegeln und Möbeln den ]
[ ]
Staub
[ abzuwischen , ]
[ zu wischen ; ]
und
[ Mistreß ]
[ hin und wieder weilte Frau ]
Reed
[ selber besuchte es nur zu bestimmten Zeiten ]
[ hier ]
, um den Inhalt
[ eines ]
[ einer ]
gewissen
[ geheimen Faches in dem Kleiderschranke ]
[ Schatulle ]
zu
[ untersuchen ]
[ prüfen ]
,
[ worin sie verschiedene Documente , ihr Juwelenkästchen ]
[ die ihre Papiere und Urkunden , ihren Schmuck ]
und ein
[ Miniaturbild ]
[ Bildnis ]
ihres verstorbenen
[ Mannes aufbewahrte . Hier ]
[ Gatten enthielt Denn in diesem Zimmer ]
war
[ der Punkt , worin das Geheimnisvolle des rothen Zimmers beruhte , der mystische Zauber , der es ungeachtet seiner Pracht vereinsamen ließ . ]
[ ]
Herr Reed
[ ]
[ , mein Onkel , gestorben . Das ]
war
[ ]
[ nun neun Jahre her . Unwillkürlich legte ich mir die Frage ]
vor
[ neun Jahren in diesem Zimmer gestorben ]
[ , ob es mir wohl besser erginge , wenn dieser Mann noch lebte ]
,
[ hier ]
[ den ich nie kennen gelernt ]
hatte
[ er ]
[ . Ich wußte - woher , kann ich nicht sagen - daß Reed , der einzige Bruder meiner Mutter , ]
auf dem
[ Paradebette gelegen ; ]
[ Sterbebette seiner Frau das Versprechen abgenommen hatte , für mich zu sorgen , wie für ihre eigenen Kinder . Ich wußte auch , er hatte mich als ganz kleines Kindchen in sein Haus aufgenommen , als seine Schwester , meine Mutter , gestorben war . Sie hatte gegen den Willen ihrer Eltern einen armen Prediger geheiratet und war ]
von
[ hier hatte ]
[ ihrem Vater verstoßen , von ihrem Bruder aber heimlich unterstützt worden . Mein Vater starb bald nach der Eheschließung , und meine Mutter folgte ihm binnen Jahresfrist . An das alles mußte ich nun denken , und ich fragte mich , ob wirklich Frau Reed , meine Tante , das ihrem Gatten gegebene Versprechen hielte . Weshalb durfte Hans sich alles gegen mich erlauben , weshalb durften seine Schwestern mich mit vornehmer Gleichgültigkeit behandeln , weshalb hegte Frau Reed selbst eine so große Abneigung gegen mich ? Nichts konnte ich recht machen , beim geringsten Versehen wurde ich mit Schmähungen überhäuft . Elisa konnte eigensinnig und selbstsüchtig , Georgina trotzig und launenhaft sein , Hans durfte die Haustiere quälen , die schönsten Früchte von den Obstbäumen nehmen , die Blumenbeete verwüsten ihnen war alles erlaubt , wurde alles nachgesehen . Ich aber gab mir alle Mühe , meine Pflicht zu tun , und trotzdem nannte ]
man
[ seinen Sarg weggetragen ]
[ mich unartig ]
,
[ und seit jenem Tage schützte ein Gefühl der Furcht das Zimmer vor häufigem Besuche . Mein Sitz ]
[ hinterlistig ]
,
[ ]
[ mürrisch und schalt mich vom Mor gen bis zum Abend . Damals fand ich freilich ]
auf
[ den mich Bessie und die boshafte Miß Abbot gebannt hatten , war eine niedrige Ottomane in der Nähe des marmornen Kamins . Das Bett erhob sich vor mir ; zu meiner Rechten stand der hohe dunkle Kleiderschrank , an dessen glänzenden Verzierungen sich das matte Licht brach ; zu meiner Linken befanden sich die verhüllten Fenster und ein großer Spiegel zwischen ihnen ]
[ diese Fragen keine Antwort : jetzt nach vielen Jahren aber habe ich sie gefunden ]
. Ich war
[ ]
[ ein Mißton in Gateshead - Hall ; ich war dort ganz am falschen Plate . Ich hatte keine innere Gemeinschaft mit Frau Reed , ihren Kindern und ihrem Dienstpersonal . Sie liebten mich ]
nicht
[ ganz gewiß ]
[ ]
,
[ ob ]
[ und ich liebte ]
sie
[ die Thür verschlossen hatten , und als ich mich zu bewegen wagte , stand ich auf , um nachzusehen ]
[ ebensowenig ]
.
[ Ach ja , kein Kerkermeister war je gewissenhafter in seinem Amte . Als ich zurückkehrte , mußte ich an dem Spiegel vorüber ; wie von einem Zauber angezogen , blickte ich hinein . Alles erschien darin kälter und dunkler , als in der Wirklichkeit , und die fremde kleine Gestalt , die ich daraus anschaute und deren Gesicht und Arme gespenstig weiß gegen die Dunkelheit absNachen , machte auf mich den Eindruck eines Geistes . Ich meinte , sie sei jenen winzigen Phantomen , halb Fee , halb Zwerg , ähnlich , die in Bessie ' s Abenderzählungen aus einsamen Schluchten hervorkamen und verspäteten Wanderern erschienen . Ich kehrte zu meinem Sitze zurück . Abergläubische Furcht war in diesem Augenblicke mächtig in mir ; doch die Stimmung des empörten Sclaven behielt die Oberhand . Alle Tyranneien John Reed ' s , alle stolze Gleichgültigkeit seiner Schwestern , alle Abneigung seiner Mutter , alle Parteilichkeit der Diener vergegenwärtigte ich mir in meinem verstörten Geiste . Warum mußte ich immer leiden , immer hart behandelt , immer beschuldigt und immer verurtheilt werden ? Warum ]
[ Kein Fädchen Sympathie ]
konnte
[ ich nie gefallen ? Warum war es nutzlos , zu versuchen , irgend Jemandes Gunst zu erwerben ? Elise , die halsstarrig und selbstsüchtig war , wurde geachtet . Georgine , die eine verdorbene Gemüthsart , einen sehr scharfen Spott , ein naseweises und freches Benehmen hatte , wurde überall geduldet . Ihre Schönheit , ihre rothen Wangen und ihre goldenen Locken schienen Alle , die sie ansahen , in Entzücken zu versetzen und ihr Straflosigkeit für jeden Fehler zu erkaufen . John wurde von Niemand getadelt oder gar gestraft , obgleich er den Tauben die Hälse umdrehte , die kleinen Pfauen tödtete , die Hunde hinter die Schafe hetzte , die Weinstöcke im Treibhause ihrer Früchte beraubte und die Knospen der seltensten Pflanzen im Gewächshause abbrach . Obgleich er seine Mutter , ein altes Weib ' nannte , sie wegen ihrer dunkeln Haut , die der seinen glich , verspottete , ihren Wünschen ]
[ ]
sich
[ frech widersetzte ]
[ zwischen uns spinnen ]
,
[ so war ]
[ wir waren in Temperament , in Fähigkeiten , in Gefühlen ]
und
[ blieb er doch immer ihr Liebling . Ich bemühte mich , jede Pflicht zu erfüllen , und dafür wurde ich vom Morgen bis Mittag und vom Mittag bis Abend unartig und lästig gescholten . Mein ]
[ Neigungen grundverschieden . Der ]
Kopf schmerzte
[ ]
[ mich ]
noch
[ und blutete von ]
[ nach ]
dem
[ Schlage und ]
[ Wurf mit ]
dem
[ Falle . Niemand ]
[ Buche , und niemand ]
hatte
[ John Vorwürfe gemacht ]
[ Hans getadelt , daß er mich grundlos mißhandelte , vielmehr wurde ich hier oben eingesperrt ]
, weil
[ er mich aus Uebermuth geschlagen ]
[ ich mich gegen ihn verteidigt ]
hatte
[ ; ich aber , weil ich mich gewehrt , um mich vor weiteren Gewaltthätigkeiten zu schützen , ich wurde mit allgemeinem Tadel überhäuft ]
[ ]
.
[ , Ungerecht ! ]
[ ]
- -
[ ]
[ , Wie ]
ungerecht !
[ ' sagte meine Vernunft , die durch den quälenden SNachel ]
[ ’ sprach ich ]
zu
[ frühzeitiger Reife gelangt war ]
[ mir selbst ]
.
[ Dieses bittere Gefühl der Ungerechtigkeit brachte mich , um dem unerträglichen Drucke zu entfliehen , auf den seltsamen Entschluß , davonzulaufen oder , wenn das nicht zu bewerkstelligen war , nicht mehr zu essen und zu trinken und so zu sterben . Welch ' eine tiefe Trostlosigkeit empfand ich an jenem traurigen Nachmittage . Wie war mein ganzes Gehirn ]
[ Es wurde dunkel ]
im
[ Tumult und mein ganzes Herz im Aufruhr ! Doch in welcher Dunkelheit , in welcher Unwissenheit wurde der Kampf gekämpft ! Ich konnte die unaufhörliche innere Frage nicht beantworten , warum ich o litt , jetzt freilich , nach einem Zeitraum - - ich will nicht sagen , von wie vielen Jahren - - weiß ich es sehr wohl . Ich war in Gateshead Hall Allen unähnlich , ich hatte nichts Uebereinstimmendes mit Mistreß Reed , ihren Kindern oder ihrer auserwählten Dienerschaft . Wenn sie mich nicht liebten , so liebte ich sie in der That ebenso wenig . Sie waren nicht verpflichtet , ein Wesen mit Zärtlichkeit zu behandeln , welches mit keiner Person unter ihnen harmonirte ; ich war ihnen an Temperament und Neigung entgegengesetzt , unfähig ihrem Interesse zu dienen oder ihr Vergnügen zu erhöhen ; ein schädliches Wesen , welches ihre Behandlung mit Unwillen ertrug ihr Urtheil verachtete . Ich weiß , wenn ich ein sanguinisches , leichtsinniges , nachlässiges , anspruchsvolles , schönes und wildes Kind gewesen wäre , so hätte Mistreß Reed meine Gegenwart geduldiger ertragen , ihre Kinder würden mehr Freundschaft für mich empfanden haben und die Diener weniger versucht gewesen sein , mich zum Sündenbock der Kinderstube zu machen . Das Tageslicht begann das rothe ]
[ roten ]
Zimmer
[ zu verlassen ; es war vier Uhr vorbei , und der trübe Nachmittag ging in graue ]
[ . Draußen herrschte ]
Dämmerung
[ über . Ich hörte den ]
[ , und ]
Regen
[ noch beständig ]
[ schlug ]
an das Fenster
[ ]
[ . Mir wurde kalt , der Mut sank , und tiefe Traurigkeit bemächtigte sich meiner ; und indem ich ]
auf
[ der Treppe schlagen ]
[ das im Halblicht verschwimmende Zimmer , auf die dunkeln Wände blickte , beschlich mich heimliches Grauen , Ich weinte ]
und
[ ]
[ schluchzte , und je mehr ich mich gewaltsam beruhigen wollte , um so größer wurde meine Aufregung . Ich vergrub das Gesicht in ]
den
[ Wind in den Bäumen der Allee heulen ]
[ Händen und überließ mich kraftlos meinem Gram ]
. Nach
[ und nach wurde mir eiskalt und dann sank mein Muth . Meine gewohnte demüthige Stimmung , der Zweifel an mir selbst , löschten die glühenden Kohlen meines Zornes . Alle sagten , ]
[ einer Weile aber sah ]
ich
[ sei boshaft , und vielleicht mochte ich es auch sein , wie hatte ich auch erst eben ]
[ ]
auf
[ den Gedanken kommen können , mich todtzuhungern ? Das war offenbar ein Verbrechen . Und war ich den vorbereitet zu sterben ? Oder war das Gewölbe unter dem Chor in der Kirche zu Gateshead ein einladendes Ziel ? In solch ' einem Gewölbe , hatte man mir gesagt , liege Herr Reed begraben ; und bei diesem Gedanken verweilte ich mit Schrecken . Ich erinnerte mich des Verstorbenen nicht mehr ; aber ich wußte , daß er mein Oheim - - meiner Mutter Bruder - - war , daß er mich als elternloses Kind in sein Haus genommen und in seinen letzten Augenblicken sich von Mistreß Reed das Versprechen hatte geben lassen , mich wie eins ihrer eigenen Kinder zu erziehen und zu unterhalten . Mistreß Reed dachte wahrscheinlich , diese Versprechen erfüllt zu haben , und sie hatte es auch nach ihrer Art gethan , aber sie mußte es sehr lästig finden , durch ein erzwungenes Versprechen gebunden zu sein , an einem fremden Kinde , welches sie nicht lieben konnte , Mutterstelle zu vertreten und eine Fremde beständig ihrer Familie aufgedrängt zu sehen . Ich zweifelte nicht und hatte nie gezweifelt , daß behandelt haben ; und nun , als ich da saß und das weiße Bett und die dunkelnden Wände ansah , mich auch von Zeit zu Zeit von dem Zauber des trübeschimmernden Spiegels angezogen fühlte , begann ich mich zu erinnern , was ich von Verstorbenen gehört , die durch die Verletzung ihrer letzten Wünsche in ihren Gräbern beunruhigt , die Erde wieder besuchten , um die Meineidigen zu bestrafen und die Unterdrückten zu rächen ; und ich dachte , Herrn Reed ' s Geist , durch das Unrecht empört , welches dem Kinde seiner Schwester widerfuhr , könne sich in diesem Zimmer war mir erheben . ich trocknete meine Thränen und unterdrückte mein Schluchzen , da ich fürchtete , es könne mich plötzlich eine übernatürliche Stimme nach der Ursache meines Kummers fragen und mich trösten , oder es könne in der Dunkelheit ein geisterhaftes Gesicht erscheinen und sich mitleidig über mich beugen . Ich fühlte , daß diese an sich tröstliche Idee in der Wirklichkeit schrecklich sein werde , und bemühte mich mit aller Macht , sie zu unterdrücken . Ich schüttelte mein Haar aus meinen Augen , erhob den Kopf und versuchte , mich kühn in dem dunklen Zimmer umzusehen . In diesem Augenblick schimmerte ein Licht ]
[ . Da bemerkte ich ]
an der Wand
[ . , Sollte es ein Strahl des Mondes ein ]
[ einen Lichtschein ]
, der
[ durch eine Oeffnung des Fensterladens fällt ? fragte ich mich ? , Nein , das Mondlicht steht still aber dieses hier bewegt ]
[ ]
sich
[ . Während ich noch hinblickte . erhob es sich zur ]
[ bewegte , an der ]
Decke
[ ]
[ hinaufglitt ]
und
[ bebte über ]
[ dann übet ]
meinem
[ Haupte . Ich vermuthete jetzt ]
[ Kopfe her ]
,
[ daß dieser Lichtschimmer von einer Laterne herrührte , ]
[ ]
die
[ Jemand ]
[ ]
über den
[ Rasenplatz trug ]
[ Hof getragen wurde ]
;
[ ]
[ doch damals konnte ich mir sein Erscheinen nicht erklären , und große Angst befiel mich bei seinem Anblick . Er war in meinen Augen ein Gespenst aus einer andern Welt , und ich hatte wirklich das Gefühl , als wenn Flügel durch das Zimmer rauschten und sich mir näherten . Ich rang nach Luft , ich wollte schreien , konnte ]
aber
[ da mein Geist auf etwas Entsetzliches vorbereitet ]
[ keinen Laut hervorbringen . Ich stürzte zur Tür ]
und
[ meine Nerven durch Aufregung erschüttert waren , hielt ich den wandelnden Strahl für den Vorboten einer Erscheinung aus ]
[ rüttelte an ]
der
[ anderen Welt ]
[ Klinke ]
.
[ Mein Herz schlug heftig , ich glaubte , ein Geräusch wie das Rauschen von Flügeln zu vernehmen ; es schien etwas in meiner Nähe zu sein ; ich war athemlos und glaubte zu ersticken . Das konnte ich nicht länger ertragen , ich stürzte mich auf die Thür zu und schüttelte das Schloß mit verzweifelter Anstrengung . Es eilte Jemand den äußeren Gang daher ]
[ Gleich darauf hörte ich Schritte ]
, der Schlüssel wurde
[ umgedreht ]
[ herumgedreht , ]
und Bessie und Abbot traten ein . ,
[ Welch ]
[ Johanna , bist du krank ? ]
'
[ ]
[ fragte Bessie . , Was für ]
ein
[ schrecklicher ]
[ ]
Lärm !
[ Es ist mir in alle Glieder gefahren ]
[ Ich bin zu Tode erschrocken ]
!
[ ]
[ ' setzte Abbot hinzu . , Nehmt mich mit hinaus , ich will in die Kinderstube ! ' schrie ich in einem fort . , Weshalb denn ? ]
rief
[ Abbot ]
[ Bessie ]
. ,
[ Laßt mich heraus ! schrie ich . , Weshalb ? ]
[ ]
Ist
[ Ihnen ]
[ ]
etwas geschehen ?
[ Haben Sie etwas gesehen ]
[ Hast du was gesehn ]
?
[ fragte Bessie . ]
[ Ja ]
,
[ O ! ich sah ]
[ ]
ein Licht
[ und glaubte , ]
[ ]
es
[ würde ]
[ war ]
ein Geist
[ kommen ]
[ ! rief ich ]
. ,
[ ]
[ Ach was , Bessie , ' sagte Abbot , , das ist Komödie . ]
Sie hat
[ absichtlich geschrieen , ' behauptete Abbot gehässig , , sie wollte ]
[ ]
uns
[ nur hierher locken ]
[ bloß herrufen wollen ]
, ich kenne
[ ]
[ schon ]
ihre
[ listigen Ränke ]
[ Schliche ]
.
[ , Was soll das heißen ? fragte eine gebieterische Stimme , und Mistreß ]
[ Frau ]
Reed kam mit
[ flatternder Haube ]
[ flatternden Haubenbändern ]
und
[ stürmisch rauschendem ]
[ wehendem ]
Kleide
[ den Corridor daher ]
[ herbeigelaufen ]
. ,
[ Abbot und Bessie ]
[ Was gibt es ? fragte sie . ]
,
[ ich meine ]
[ Ich habe ]
doch befohlen
[ zu haben ]
[ ]
, Johanna
[ Eyre solle in dem rothen Zimmer bleiben , bis ich sie selber herauslasse ]
[ nicht ohne meinen ausdrücklichen Befehl heraus plassen ]
. ,
[ Miß Johanna schrie ]
[ Sie hat ]
so laut
[ ]
[ geschrien ]
, Madame ,
[ ' sagte ]
[ wandte ]
Bessie
[ entschuldigend ]
[ ein ]
. , Laß
[ sie nur , ' war die Antwort . , Laß Bessie ' s ]
[ Bessies ]
Hand los ,
[ Kind ]
[ Johanna ! gebot Frau Reed barsch . ]
,
[ es wird ]
[ Auf diese Weise erreichst du nichts , das sage ich ]
dir
[ nicht gelingen , auf solche Weise herauszukommen . Ich verabscheue die ]
[ . Solche ]
List , besonders bei Kindern
[ ; es ]
[ , ]
ist
[ meine Pflicht , dir ]
[ ]
zu
[ zeigen ]
[ verabscheuen , und ich muß dich fühlen lassen ]
, daß du
[ durch Ränke ]
[ mit solchen Ränken ]
nicht
[ deinen Zweck erreichst ]
[ weit kommst ]
. Du
[ wirst ]
[ bleibst ]
jetzt
[ ]
[ noch ]
eine Stunde hier
[ länger bleiben ]
[ ]
, und
[ ]
[ dann lasse ich dich auch ]
nur unter der Bedingung
[ der vollkommenen Unterwürfigkeit werde ich dich dann befreien ]
[ heraus , daß du ganz ruhig und unterwürfig sein wirst ]
. , O
[ ]
[ , ]
Tante ,
[ haben Sie Mitleid ! Verzeihen Sie ]
[ habe doch Erbarmen und verzeih ]
mir
[ ! Ich fürchte mich so sehr in diesem Zimmer - - bestrafen Sie ]
[ . Oder bestrafe ]
mich auf
[ eine ]
[ ]
andere Weise
[ ]
[ - ich halte es hier nicht länger aus . , Ruhe ]
!
[ Ich werde sterben , wenn - - ' , Still ! ' gebot Mistreß Reed , , diese Heftigkeit ]
[ Ein so ungestümes Betragen ]
ist
[ schändliche Verstellung ! ' So kam es ihr ohne Zweifel vor ]
[ geradezu empörend , antwortete sie ]
.
[ Ich war in ihren Augen ]
[ Und sie mochte wohl auch tatsächlich Anstoß an meinem Wesen nehmen und mich für ]
eine frühreife
[ Schauspielerin , in deren Charakter sich glühende Leidenschaften mit gefährlicher Falschheit vereinigten . Als Bessie und Abbot sich zurückgezogen hatten , schob ]
[ Komödiantin halten . Sie stieß ]
mich
[ Mistreß Reed , aufgebracht über meine wahnsinnige Angst und mein heftiges Schluchzen , ohne Weiteres ]
[ ]
in das Zimmer zurück und schloß mich
[ ]
[ ohne weiteres wieder ]
ein . Ich hörte sie
[ fortrauschen , und dann sank ]
[ hinwegeilen ; bald darauf muß ]
ich in Ohnmacht
[ ]
[ gefallen sein ]
.
[ Drittes Kapitel ]
[ Ich weiß nicht , was nachher geschah ]
. Als ich
[ wieder ]
[ ]
erwachte ,
[ geschah es mit einem Gefühl , als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt , und ich sah vor mir einen schrecklichen rothen Schein , der von starken schwarzen Stangen durchkreuzt war . Ich hörte auch Stimmen , die in hohlem Ton sprachen , als würden sie von dem Rauschen des Windes erstickt . Die Ungewißheit und die vorherrschende Empfindung des Schreckens verwirrten meinen Geist . Bald wurde ich gewahr , daß mich Jemand anfaßte und mich in sitzende Stellung hob , und zwar sanfter , als man mich je vorher aufgerichtet oder unterstützt hatte . Mein Kopf ]
[ ]
lag
[ auf einem Kissen oder auf einem Arme und ruhte weich . Nach wenigen Minuten verschwand die Wolke der Verwirrung , ich wußte , daß ]
[ ]
ich in meinem
[ Bette lag und daß der rothe Schein von dem Feuer des Kamins ]
[ eigenen Bett ]
in der Kinderstube
[ herrührte . Es war Nacht ]
[ ]
,
[ ]
[ und ]
ein
[ Licht ]
[ helles Feuer ]
brannte
[ auf dem Tische . Bessie stand , ein Becken in der Hand , am Fußende des Bettes ; ein Herr saß auf einem Stuhle neben meinem Kopfkissen und neigte sich über mich . Ich empfand eine unaussprechliche Erleichterung , eine besänftigende Ueberzeugung des Schutzes und der Sicherheit , als ich wußte , daß ein Fremder ]
[ ]
im
[ Zimmer war , eine Person , die nicht zu Gateshead gehörte und nicht mit Mistreß Reed verwandt war ]
[ Kamin ]
.
[ Mich von Bessie abwendend , obgleich ihre Gegenwart mir viel weniger lästig war , als es die der Miß Abbot gewesen sein würde , beobachtete ich das Gesicht des Herrn . Ich kannte ihn ; es war Herr Lloyd , ein Apotheker und Wundarzt , der zuweilen von Mistreß Reed gerufen wurde , wenn ihre Diener krank waren , wogegen sie und ihre Kinder einen Arzt gebrauchten . , Nun , wer bin ich ? fragte er . Ich nannte seinen Namen und reichte ihm zugleich meine Hand . Er nahm sie , lächelte und sagte : , Es wird schon nach und nach besser mit uns werden . Dann legte er mich nieder und trug Bessie auf , dafür zu sorgen , daß ich während der Nacht nicht gestört werde . Nachdem er noch einige weitere Anordnungen gegeben , sagte er , er werde am nächsten Tage wiederkommen , und entfernte sich zu meinem Kummer . Ich hatte mich beschützt und sicher gefühlt , während er auf dem Stuhle neben meinem Bette gesessen ; als er die Thür hinter sich zumachte , sank mein Muth , und eine unaussprechliche Traurigkeit beschlich mein Herz . , Meinen Sie , daß Sie schlafen könnten , Miß ? fragte Bessie ziemlich sanft . Kaum wagte ich zu antworten , denn ihr nächstes Wort konnte rauh sein . , Ich will es versuchen , sagte ich . , Möchten Sie vielleicht trinken oder etwas essen ? , Nein , ich danke Ihnen , Bessie . , Dann , denke ich , will ich zu Bette gehen , denn es ist schon über zwölf ; aber Sie können mich rufen , wenn Sie in der Nacht etwas bedürfen . ' Das war eine wunderbare Höflichkeit ! Sie machte mich so kühn , eine Frage zu thun . , Bessie , was ist mit mir geschehen ? , Ich vermuthe , Sie wurden im rothen Zimmer vom vielen Schreien ohnmächtig . Es wird ihnen bald besser sein . Bessie ging in das Zimmer des Hausmädchens , welches an die Kinderstube stieß , und ich hörte sie sagen : , Sara , komm ' und schlafe mit mir in der Kinderstube ; ich möchte um ' s Leben nicht die Nacht mit dem armen Kinde allein sein ; sie könnte sterben . Es ist ein seltsamer Vorfall , diese Ohnmacht , es soll mich wundern , ob sie wohl etwas gesehen hat ; Missis war doch zu hart gegen sie . ' Sara und Bessie legten sich zu Bette und flüsterten noch eine halbe Stunde zusammen , ehe sie einschliefen . Ich vernahm einige abgerissene Worte von ihrer Unterhaltung . , Es ist ihr etwas erschienen , ganz weiß gekleidet , und dann verschwunden - - ein großer , schwarzer Hund hinter ihm - - drei starke Schläge an die Kammerthür - - ein Licht auf dem Kirchhofe gerade über seinem Grabe u . s . w . ' Endlich schliefen Beide , das Feuer und das Licht gingen aus . Ich brachte die lange Nacht in schrecklichem Wachen zu ; Ohr , Auge und Geist waren gleich geschärft durch die Furcht - - solche Furcht , wie sie nur Kinder empfinden können . ]
[ ]