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[ I . ] [ ] Es war [ an jenem Tag rein ] [ ] unmöglich [ , einen ] [ heute unsern gewöhnlichen ] Spaziergang zu machen . Wir waren [ in der That des Morgens ] [ diesen Morgen ] eine Stunde lang [ in ] [ durch den laublosen Busch gewandert , aber seit ] dem [ entblätterten Gesträuch herumgegangen , aber nach Tische - - Mistreß ] [ Mittagessen ( Mrs . ] Reed [ pflegte sehr zeitlich ] [ aß zeitig ] zu Mittag [ zu essen ] [ ] , wenn sie [ keine Gäste ] [ keinen Besuch ] hatte [ - - ] [ , ] brachte der kalte Winterwind so [ düstere ] [ dunkle ] Wolken [ , ] [ und ] einen so durchdringenden Regen mit sich , daß [ von einem weiteren Spazierengehen im Freien ] [ an ein nochmaliges Ausgehen ] nicht [ die Rede sein konnte ] [ zu denken war ] . Ich [ war froh , denn ich war nie eine Freundin von weiten Spaziergängen , ] [ freute mich darüber . Ich liebte lange Spaziergänge nicht ; ] am wenigsten an kalten Nachmittagen . Es war mir [ immer ] [ ] schrecklich [ zu Muthe ] [ ] , [ wenn ich ] [ ] im [ düsteren ] [ ] Zwielicht [ ] [ mit abgestorbenen Fingern und Zehen ] nach Hause [ kam ] [ n kommen ] , [ die Finger und Zehen starr vor Frost , das Herz trübe und schwer von Bessie ' s ] [ nm Bessies ] , des Kindermädchens , [ unaufhörlichen Gezänken , gedemüthigt ] [ Schelten zu hören ; zudem fühlte ich mich ] durch das [ Bewußtsein ] [ Gefühl meiner Schwäche gedemütigt ] , [ wie sehr ich in physischer Beziehung Elisen ] [ gegenüber den gegen Witterungseinflüsse unempfindlichen Geschwistern Eliza ] , John und [ Georginen ] [ Georgiana ] Reed [ nachstand ] [ ] . [ Die erwähnten Kinder , Elisa ] [ Besagte Eliza ] , John und [ Georgine , waren in diesem Augenblicke ] [ Georgiana hatten sich jetzt im Wohnzimmer ] um ihre Mama [ im Besuchzimmer versammelt , sie lehnte im ] [ geschart . Diese lag ausgestreckt auf dem ] Sopha [ in der Caminecke ] [ am Kamin ] und sah [ , im Kreise ] [ vollkommen glücklich aus in der Mitte ] ihrer Lieblinge , [ welche während dieser Zeit ] [ die für den Augenblick ] weder [ ] [ weinten noch sich ] zankten [ ] [ . Mir hatte sie verboten ] , [ noch schrien ] [ mich der Gruppe anzuschließen ] , [ vollkommen heiter ] [ indem sie sagte , ehe sie nicht von Bessie höre ] und [ glücklich ] [ ] aus [ . Meine eigene kleine Person durfte sich dieser Gruppe ] [ eigener Beobachtung sähe , daß ich ernstlich bemüht sei , ein kindlicheres und umgänglicheres Wesen anzunehmen , könnte sie mir zu ihrem Leidwesen ] nicht [ anschließen ; Mama fagte ] [ erlauben ] , [ es thäte ihr sehr leid , mich in der Entfernung halten zu müssen , aber sie könne nicht anders , bis sie sich durch Bessie ' s Aussagen und durch eigene Anschauung überzeugt hätte , daß ich den reinsten Willen habe , ein geselligeres und kindlicheres , anmuthigeres , leichteres , freieres und natürlicheres Betragen anzunehmen ; bis dahin müsse sie mich wirklich von dem Mitgenusse solcher Vortheile ausschließen ] [ die Vorrechte mitzugenießen ] , welche nur [ braven und darum auch zufriedenen ] [ zufriedene ] und [ glücklichen Kindern gebührten ] [ glückliche kleine Kinder hätten ] . [ ' Was sagt ] [ , Wessen klagt mich ] denn Bessie [ , daß ich verbrochen habe ] [ an ] ? [ ' ] [ ] fragte ich . [ ' ] [ , ] Jane , ich [ kann das Forschen und ] [ liebe solche ] Fragen nicht [ leiden ] [ ] . [ Uebrigens ] [ Es ] schickt [ es ] [ ] sich [ ] [ durchaus nicht ] für ein [ kleines Mädchen gar nicht ] [ Kind ] , [ sich ] [ so zu ] älteren [ Personen so entgegen ] [ Leuten ] zu [ stellen ] [ sprechen ] . Setze Dich irgendwo [ nieder ] [ hin ] und sei [ so lange ] [ ] still , bis Du [ wieder artiger sprechen willst ] [ höflicher zu reden gelernt hast ] . [ ' Ein kleines Frühstückzimmer stieß ] [ - wissen und hing ] an [ das Besuchzimmer ; dort hinein schlüpfte ich . Es enthielt einen Bücherschrank ; ich bemächtigte mich sofort eines Buches , natürlich eines Bilderbuches . Darauf begab ich mich in ] [ dem Glauben , daß seine Blässe ] die [ Fensterbrüstung , kreuzte die Füße nach türkischer Manier übereinander und nachdem ich die rothen Moirevorhänge zugezogen hatte , war ich ] [ Folge ] von [ beiden Seiten abgeschlossen . Rechts zeigten sich mir die malerischen Falten der scharlachrothen Draperie , links die hellen , durchsichtigen Glasscheiben , die mich vor dem kühlen Novembertage schützten , ohne mir die Aussicht auf die frostige Außenwelt zu benehmen . Von Zeit zu Zeit , während ich die Blätter des Buches umschlug , stellte ich Betrachtungen über den Anblick dieses Wintertages an . In der Ferne bot derselbe ein fahles Weiß von Nebeln und Wolken , in der Nähe eine Scenerie von nassem Grasgrund und sturmgepeitschtem Gesträuch ; ein immerwährender Regenschauer floh vor dem scharfen Athemzuge der Windsbraut über die Fläche hin . Wieder blickte ich in mein Buch - - Bewick ' s Naturgeschichte der Vögel Großbritanniens - - das Gedruckte interessirte mich im Allgemeinen sehr wenig , indessen konnte ich , so sehr ich auch Kind war , einige Seiten der Einleitung nicht ganz unbeachtet überschlagen . Sie handelten von den Aufenthaltsorten der Seevögel , den , einsamen Felsen und Vorgebirgen ' , die von ihnen allein bewohnt sind ; von den der Länge nach vom Cap Lindenäs bis zum Nordcap mit Inseln bekränzten Küsten Norwegens - - , Wo das nord ' sche Meer mit wüstem Tosen Das Felseneiland , schen von Sterblichen gemieden , Des fernen Thule wild umbraust und die Atlantis Hinein schäumt in die stürmischen Hebriden . - - ' Ebenso wenig konnte ich die Beschreibung der eisigen , schneebedeckten Ufer Lapplands , Sibiriens , Spitzbergens , Novaja - Semljas und Grönlands übergehen , , jene trostlosen Regionen des ödesten Raumes , vom arktischen Gürtel umfangen , jener Urbehälter von Frost und Schnee , wo feste Eisfelder , die Erzeugnisse von Jahrhunderten , zur Höhe der Alpen emporgethürmt , den Pol umgeben und die vielfältigen Schrecknisse der äußersten Kälte gleichsam in einen Mittelpunkt zusammenfassen ' . Von diesen in der Weiße des Todes erglänzenden Landstrichen bildete ich mir nun eine Idee nach meiner Weise ; sie war freilich ein bloßer Schatten , wie dies bei allen unreifen Vorstellungen der Fall ist , welche nebelartig die Seele eines Kindes durchziehen , aber sie hinterließ einen merkwürdigen , dauernden Eindruck . Die Worte dieser Einleitung verbanden sich mit den beigegebenen Bildern und gaben dem einsamen Felsen in einer stürmischen , wildschäumenden See , dem zerschellten , an einer trostlosen Küste gestrandeten Boote , dem kalt und geisterhaft durch finstere Wolken auf ein eben versinkendes Wrack herabscheinenden Monde eine ganz besondere Bedeutung . Ich kann ' s nicht bestimmt sagen , was für ein Gefühl der einsame Kirchhof in mir erweckte , mit seiner Ueberschrift , seinem Gitterthor , den beiden Bäumen , dem niedrigen , rings von der zerfallenen Mauer begrenzten Horizont , dem eben aufgegangenen Halbmond , welcher die späte Abendzeit verkündete . Die beiden Schiffe , welche auf träger See stillstanden , hielt ich für Seegespenster . Den Gottseibeiuns mit Schweif und Pferdefuß überschlug ich als einen Gegenstand des Entsetzens , desgleichen das schwarze , gehörnte Wesen , das von der Spitze eines Felsens eine um einen Galgen versammelte Menge musterte . Ein jedes Bild erzählte mir eine Geschichte , oft lautete dieselbe meinem unentwickelten Verstande und unvollkommenen Gefühlen sehr geheimnißvoll , aber immer war sie interessant , so interessant wie die Märchen , welche Bessie an langen Winterabenden zu erzählen pflegte , wenn sie zufällig guter Laune war . Dann brachte sie wohl das Bügelbrett zum Camine der Kinderstube , erlaubte uns , uns um sie herumzusetzen und während sie Mistreß Reed ' s Halskrause herrichtete und die Spitzen ihrer Nachtmütze ausplättete , fütterte sie unsere gierige Aufmerksamkeit mit Liebesbegebenheiten und Abenteuern aus alten Feenmärchen und noch älteren Balladen ; später entdeckte ich , daß sie ihre Erzählungen Pamela und Heinrich , Grafen von Moreland , entnommen hatte . Mit Bewick auf dem Schoße fühlte ich mich glücklich , wenigstens glücklich nach meiner Weise . Nichts fürchtete ich als eine Unterbrechung und die letztere störte mich nur zu bald auf . Die Thür des Frühstückzimmers öffnete sich . , Holla ! Madame Trotzkopf ! ' rief die Stimme John Reed ' s ; dann trat eine Pause ein ; der Junge fand die Stube anscheinend leer . , Wo der Teufel steckt sie ! ' fuhr er fort . , Lieschen , Georgy ! ' - - seinen Schwestern rufend - - , Hanne ist nicht hier ; geht und sagt der Mama , daß sie im Regen auf die Straße gelaufen ist , das garstige Thier . ' , Ein Glück , daß ich den Vorhang zuzog , ' dachte ich bei mir selbst , und vom Grunde meines Herzens betete ich , er möchte mein Versteck nicht ausfindig machen . In der That wäre auch John Reed bei der Blödigkeit seiner Augen und seines Verstandes nicht dahinter gekommen ; aber im selben Augenblicke steckte Elise ihren Kopf zur Thür herein und sagte : , Sie ist in der Fensterbrüstung , ganz gewiß , Jack ! ' Sofort trat ich auch heraus , denn ich zitterte bei dem bloßen Gedanken , vom besagten Jack hervorgezogen zu werden . , Was willst Du ? frug ich mit scheuer Aengstlichkeit . , Was wünschen Sie , junger Herr Reed , sollst Du sagen , war die Antwort . , Ich will , daß Du herkommst . Bei diesen Worten setzte er sich in einen Armstuhl und bedeutete mir mit der Hand , näherzutreten und mich vor ihn zu stellen . John Reed war ein Schuljunge von vierzehn Jahren , vier Jahre älter als ich , denn ich zählte deren bloß zehn ; groß und stämmig für sein Alter , von fahler , ungesunder Gesichtsfarbe , groben Zügen , einem breiten Gesicht ; seine Glieder waren überhaupt massiv , seine Hände und Füße unverhältnißmäßig groß . Bei Tische pflegte er sich über Gebühr vollzupfropfen , was sein Temperament gallig , seine Augen blöde und umflort , seine Wangen schwammig machte . Er hätte dazumal eigentlich in der Schule sein sollen , aber seine Mama hatte ihn , seiner schwachen Gesundheit wegen ' auf ein oder zwei Monate nach Hause genommen . Sein Lehrer , Mister Miles , behauptete zwar , John würde sich recht wohl befinden , wenn er weniger Kuchen und Süßigkeiten von Hause geschickt bekäme ; seiner Mutter Herz konnte indessen einen so barbarischen Gedanken gar nicht fassen und so blieb sie bei der ihrer Zärtlichkeit entsprechenderen Idee stehen , John ' s ungesunde Gesichtsfarbe sei seinem allzugroßen ] [ allzu großem ] Fleiße und vielleicht auch [ dem ] [ von ] Heimweh [ zuzuschreiben ] [ wäre ] . John hatte [ weder ] [ wenig Liebe ] für seine Mutter [ , noch für seine ] [ und ] Schwestern [ ] [ und ] eine [ große Zuneigung , ] [ Abneigung ] gegen mich [ hingegen eine ausgesprochene Antipathie ] [ ] . Er [ neckte und ] [ ] schlug [ ] [ und stieß ] mich , nicht etwa [ zwei - oder dreimal die Woche oder ein - oder zweimal des Tages ] [ mitunter ] , sondern [ ohne Unterlaß ; jeder ] [ unablässig . Jeder ] Nerv [ meines Körpers ] [ in mir fürchtete ihn , und jedes meiner Glieder ] zitterte [ vor ihm und jede Muskel zog sich zusammen ] [ ] , wenn er [ näher ] [ mir nahe ] kam . Es gab Augenblicke , [ wo ] [ in denen ich aus Angst vor ihm außer ] mir [ der Schreck ] [ war ] , [ den er mir einflößte , alle Besinnung raubte , da ] [ denn ] ich [ ] [ fand nirgends Schutz ] gegen seine Drohungen und [ Bosheiten weder Schutz noch Rückhalt hatte ] [ Mißhandlungen ] . [ Das Gesinde wollte dem ] [ Die Dienstleute scheuten sich , ihren ] jungen Herrn [ nicht ] [ dadurch ] zu [ nahe treten ] [ beleidigen , daß sie Partei für mich nahm . en ] , [ indem es mich vertheidigte , ] [ ] und [ Mistreß ] [ Mrs . ] Reed war [ in dieser Beziehung ] [ , was ihren Sohn betraf , blind und ] taub [ und blind , sie sah ] [ . Sie schien ] es nie [ ] [ zu sehen ] , wenn er mich schlug [ und hörte nicht ] [ , nie zu hören ] , [ daß ] [ wenn ] er mich [ schmähte ] [ schimpfte ] , [ obwohl ] [ obgleich ] er [ sich das eine oder das andere dann und wann sogar ] [ beides zuweilen ] in ihrer Gegenwart [ erlaubte , wenn es gleich am häufigsten hinter ihrem Rücken geschah ] [ that ; häufiger freilich in ihrer Abwesenheit ] . [ ] [ Gewohnheitsmäßig gehorsam gegen ] John [ gegenüber an Unterwürfigkeit gewöhnt ] [ ] , [ stellte ich mich sofort vor seinen Stuhl ; etwa ] [ kam ich auf ihn zu . Er füllte wohl ] drei Minuten [ brachte er ] [ ] damit [ zu ] [ aus ] , [ ] [ mir ] die Zunge so [ weit auf mich ] [ lang ] herauszustrecken , [ als ] [ wie es ihm möglich war , ohne ihre Wurzel zu verletzen . Ich wußte , ] er [ dies , ohne die Zungenwurzel zu beschädigen , füglich thun konnte ; ich sah voraus , daß er alsbald auf mich losschlagen ] [ ] würde [ ] [ mich gleich schlagen ] , und während ich [ dem Schlage entgegenzitterte ] [ den gefürchteten Schlag erwartete ] , [ konnte ich mich ] [ stellte ich meine Betrachtungen über sein häßliches und abstoßendes Äußere an . Ich weiß ] nicht [ enthalten ] [ ] , [ das eklige und häßliche Gesicht meines Henkers näher ins Auge zu fassen . Wahrscheinlich mochte ] [ ob ] er meine Gedanken [ in meinen Blicken gelesen haben , denn ] [ auf meinem Gesichte las ; er schlug ] plötzlich [ und ] [ , ] ohne [ ] [ zu sprechen , heftig auf mich ] ein [ Wort zu verlieren , schlug er nach mir mit aller Kraft ] [ ] . Ich schwankte [ und ] [ ] , [ ] [ und als ich ] mein Gleichgewicht wieder [ gewinnend ] [ erlangt hatte ] , [ trat ich einen oder zwei ] [ zog ich mich um einige ] Schritte [ ] [ aus seiner Nähe ] zurück . , [ Nimm das ] [ Das ist für die Frechheit , mit der Du Mama vorhin geantwortet hast , und ] für Deine [ Unverschämtheit ] [ schleichende Art ] , [ meiner Mama vor einer Weile so zu antworten , sagte er , , und für Deinen heimlichen Rückzug ] [ Dich ] hinter [ den Vorhang ] [ Vorhänge zu verstecken , ] und für den Blick , [ ] [ mit dem Du mich soeben angesehen hast , Du Ratte - An Johns Gezänk gewöhnt , fiel es mir nie ein , ihm zu antworten ; ich dachte nur daran , wie ich ] den [ Du mir vor zwei Minuten zuwarfst , Du abscheuliche Ratte , Du ! Ich war John ' s Schmähungen zu sehr gewöhnt , um irgend eine Entgegnung versuchen zu wollen ; meine nächste Sorge bestand bloß darin , wie ich den zweiten ] [ ] Schlag [ ertragen könnte ] [ aushalten wollte ] , [ welcher der Beschimpfung unausweichlich folgen würde ] [ der jeder Grobheit folgte ] . , Was [ thatest ] [ hast ] Du hinter dem [ Vorhange ] [ Vorhang gemacht ] ? [ war John ] [ fragte er . , Gelesen . ] ' [ s nächste Frage . ] [ ] , [ Ich las . , Zeig ' ] [ Zeige ] das Buch [ her ] [ ] . Ich ging zum Fenster [ ] [ zurück ] und holte es . , [ ] [ Wie kannst ] Du [ hast mit unseren Büchern gar nichts ] [ Dir einfallen lassen , unsere Bücher ] zu [ schaffen . ] [ nehmen ? ] Du [ ißt bei uns das Gnadenbrot ] [ lebst von unsrer Gnade ] , [ wie ] [ sagt ] Mama [ sagt , ] [ ; ] Du hast kein Geld , Dein Vater [ hinterließ ] [ hat ] Dir nichts [ , ] [ hinterlassen . ] Du [ solltest ] [ müßtest ] eigentlich betteln gehen und nicht [ mit vornehmer Leute Kindern , ] [ hier ] wie [ unsereins ] [ wir ] , [ zusammenleben ] [ die Kinder eines Edelmannes ] , [ mit uns von denselben Speisen ] [ leben , dieselben Mahlzeiten wie wir ] essen und Kleider tragen , die [ Dir unsere ] [ ] Mama [ schaffen muß ] [ bezahlt ] . [ Ich ] [ - ich ] will Dich lehren , in [ meinen Büchern herumzukramen ; denn die Bücher sind mein und das ] [ meinem Bücherschrank zu kramen ! Das ] ganze Haus gehört mir oder wird mir in [ wenigen ] [ einigen ] Jahren gehören . [ Packe Dich und ] [ Geh , ] stelle Dich [ zur ] [ an jene ] Thür [ , außer den Bereich der Spiegel und Fenster ] [ ] . Ich that [ , wie mir geheißen wurde ] [ es ] , ohne [ im ersten Augenblick die ] [ seine ] Absicht [ des Buben ] [ sogleich ] zu [ erfassen ; ] [ durchschauen , aber ] als ich ihn [ aber ] [ ] das Buch [ aufheben und zum Wurfe schwingen ] [ erheben ] sah , [ fuhr ich instinctmäßig ] [ um mich damit zu werfen , sprang ich ] mit einem [ Angstrufe beiseite ; ] [ Schreckensschrei unwillkürlich auf die Seite , ] doch nicht [ zeitig ] [ früh ] genug , denn der [ ] [ dicke ] Band traf mich , ich fiel [ , schlug ] [ ] mit dem [ Kopfe ] [ Kopf heftig ] gegen die Thür und [ zerschellte mir den Schädel ] [ verwundete mich ] . Die Wunde blutete , der Schmerz war [ heftig ; mein Schrecken hatte die höchste Stufe überschritten und machte anderen Gefühlen Plat ] [ empfindlich . Da unterdrückte das Entsetzen jedes andere Gefühl ] . , [ O , Du böser ] [ Böser ] , [ Du ] [ ] grausamer Bube ! [ rief ] [ ' sagte ] ich . , Du [ handelst ja ] [ bist so schlimm ] wie ein Mörder [ - - ] [ , wie ] ein [ Sklaventreiber - - ] [ Sklavenvoigt ; Du bist ] wie die römischen Kaiser ! [ ] [ ' ] Ich hatte [ vordem Goldsmith ' s ] [ Goldsmiths ] Geschichte [ Roms ] [ von Rom ] gelesen und [ ] [ hatte ] mir [ über ] [ meine eigene Vorstellung von ] Nero [ und ] [ , ] Caligula [ eine Meinung gebildet , auch , wie natürlich , im Stillen ] [ und so weiter gemacht . Ich hatte in der Stille ] Vergleiche [ gezogen ] [ angestellt ] , [ freilich ohne daran zu denken ] [ aber nie gedacht ] , [ sie je in dieser Weise ] [ daß ich meine Gedanken ] laut [ werden zu lassen ] [ aussprechen würde ] . , Wie [ ! ] [ ? ] Was [ ! ] [ sagst Du ? ] schrie er [ auf ] [ ] . , [ Zu wem sagt sie ] [ Mir wagst Du ] das [ ] [ zu sagen ] ? [ Doch nicht zu mir ] [ Habt Ihr gehört , Eliza und Georgiana ] ? [ Elisa , Georgina , habt Ihr ] [ Ich werde ] es [ gehört ? Warte , ich will es der ] [ ] Mama sagen [ ! Doch ] [ , aber ] zuvor - [ - Bei diesen Worten stürzte er wie ein Rasender ] [ Er rannte ] auf mich los [ ; ] [ , ] ich fühlte [ , wie er mich bei den Haaren und bei den Schultern packte ; die Verzweiflung gab mir Kraft ] [ ihn meine Schulter und meine Haare packen . Er hatte mit einer Verzweifelten angebunden ] . Ich sah [ ] [ wirklich ] in ihm einen Tyrannen , einen Mörder [ ; ich ] [ . Ich ] fühlte [ einige ] [ ] Blutstropfen von meinem Kopfe [ ] [ auf ] den Nacken [ herabrinnen , dies ] [ hinunterrieseln ] und [ ein stechender ] [ empfand einen stechenden ] Schmerz [ hatten in diesem Momente ] [ . Diese Gefühle gewannen für den Augenblick ] die [ Oberhand ] [ Herrschaft ] über [ jedwede ] [ meine ] Furcht [ ] [ , ] und ich [ empfing den Burschen mit einer Art entschlossener Raserei . Was ich ] [ trat ] ihm [ ] [ zornig entgegen . Ich bin mir nicht klar bewußt , was ich ] mit meinen Händen [ zufügte ] [ that ] , [ das weiß ich nicht mehr ] [ erinnere mich aber wohl ] , [ ich hörte nur , wie ] [ daß ] er mich [ eine böse ] [ , ] Ratte [ nannte ] [ ' ! schalt ] und laut [ aufschrie ] [ schrie ] . Man [ war ] [ kam ] ihm [ bald ] [ ] zu [ Hilfe gekommen ; Elisa ] [ Hülfe . Eliza ] und [ Georgina ] [ Georgiana ] hatten [ Mistreß Reed geholt ] [ ihre Mutter gerufen ] , [ die sofort auf den Schauplatz eilte ] [ und sie erschien in der Thür ] , gefolgt von Bessie und [ ] [ ihrer Jungfer ] Abbot [ , ihren Kammerzofen ] [ ] . [ Man trennte uns ] [ Wir wurden getrennt ] und ich hörte die Worte : , [ Du lieber Himmel ] [ Um Gottes willen ] ! [ Welche Bosheit ] [ Welch ein Wahnsinn ] , [ den jungen Herrn derart ] [ Junker John so ] anzufallen ! , Hat man [ je ein so boshaftes Geschöpf ] [ jemals eine ähnliche Wut ] gesehen ! [ Worauf Mistreß ] [ Zunächst dem Wohnzimmer lag ein kleines Frühstückszimmer . Ich schlüpfte hinein . Es enthielt einen Bücherschrank . Ich bemächtigte mich eines Buches , versicherte mich aber zuerst , daß Bilder darin waren , dann kletterte ich auf die Fensterbank , zog meine Füße nach und saß mit gekreuzten Beinen wie die Türken ; nachdem ich den dichten , roten Vorhang zugezogen hatte , fühlte ich mich geborgen in meiner doppelten Zurückgezogenheit . Auf der einen Seite schloß mich der Vorhang von der Außenwelt ab , auf der anderen waren die klaren Glasscheiben , welche mich vor dem naßkalten Novemberwetter beschützten . Ab und zu , während ich die Blätter meines Buches umwandte , vertiefte ich mich in die Betrachtung des Winternachmittags . In der Ferne war nichts als dichter weißer Nebel zu sehen , in der Nähe erblickte man eine feuchte Ebene , auf der der Sturm das laublose Gesträuch schüttelte und über welche der heulende Wind unaufhörlich den Regen vor sich her jagte . Ich blickte wieder in mein Buch ; - Bewicks Geschichte englischer Vögel - im allgemeinen zog mich der Text wenig an ; und doch waren da einige einleitende Seiten , die ich nicht unbeachtet lassen konnte , so sehr ich auch noch Kind war . Es waren diejenigen , welche von den Seevögeln handeln ; von den einsamen Felsen und Vorgebirgen ; von der norwegischen Küste , die so ganz von Inseln eingerahmt ist , von ihrem südlichsten Ende an bis zum Nordkap ; auch fesselte mich die Beschreibung der Küsten von Lappland , Sibirien , Spitzbergen , Grönland , die ganze nördliche Zone mit ihren endlosen Ebenen voll blendenden Schnees , auf denen große Eisblöcke , seit Jahrhunderten angesammelt , bis zur Höhe der Alpen aufragten und den Pol umgaben , alles mit entsetzlicher Kälte erfüllend . Von diesen verlassenen Gegenden bildete ich mir meine eigene Vorstellung , schattenhaft , wie alle halb verstandenen Begriffe , welche einem Kinde durch den Sinn gehen , aber wunderbar eindrucksvoll . Der Text auf diesen einleitenden Seiten stand im Zusammenhange mit den folgenden Zeichnungen . Da war ein einsamer Felsen unter schäumenden Wellen ; ein zerschelltes Boot , an öder Küste gestrandet ; der kalte , geisterhafte Mond zwischen Wolkenschichten , ein soeben gesunkenes Wrack beleuchtend . Jedes Bild erzählte eine Geschichte . Sie war oft geheimnisvoll und unverständlich für meinen unentwickelten Geist und meine schlummernden Gefühle , aber immer unendlich interessant , so interessant wie die Erzählungen von Bessie . An Winterabenden pflegte diese , wenn sie gerade guter Laune war , ihren Plätttisch am Kamin der Kinderstube aufzustellen und uns zu erlauben , uns um sie herumzusetzen ; während sie dann Mrs . Reeds Spitzenfraisen plättete und ihre Nachthauben fältelte , erzählte sie uns Märchen oder Abenteuer , welche sie alten Balladen entnahm . In Gesellschaft meines Buches war ich ganz glücklich , wenigstens auf meine Art . Ich fürchtete nichts als eine Störung , und die kam bald genug . Die Zimmerthür öffnete sich . , Heda , Schlafmütze ! ' ' schrie John . Plötzlich hielt er inne , wahrscheinlich , weil er das Zimmer leer fand . , Wo , zum Teufel , mag sie sein ? Lizzy ! Georgy ! Jane ist nicht hier , rief er seinen Schwestern zu . , Sagt Mama , sie sei in den Regen hinausgelaufen , das boshafte Tier . , Wie gut , daß ich den Vorhang zuzog , dachte ich und wünschte innig , daß er mein Versteck nicht finden möchte . Allein würde er es auch nicht gefunden haben , denn er hatte ein schwaches Begriffsvermögen und keine Beobachtungsgabe , aber Eliza hatte kaum ihren Kopf zur Thür hereingesteckt , so rief sie auch schon : , Sie sitzt sicherlich in der Fensternische . Ich kam sogleich zum Vorschein , denn ich zitterte bei dem Gedanken , von John hervorgezogen zu werden . , Was willst Du von mir ? fragte ich mit unverhohlenem Mißtrauen . Seine Antwort war : , Du sollst sagen , was wünschen Sie , Herr ] Reed [ erwiderte ] [ ? John Reed war ein Schulknabe , vierzehn Jahre alt , also vier Jahre älter als ich , die ich zehn Jahre zählte . Er war groß und stark für sein Alter ; er hatte eine dunkle ungesunde Gesichtsfarbe , grobe Züge in einem breiten Gesicht und lange , ungelenke Gliedmaßen . Er überaß sich regelmäßig bei Tische , wodurch er blöde und triefende Augen und aufgeschwemmte Backen bekam und gallig wurde . Er hätte jetzt auf der Schule sein müssen , aber seine Mama hatte ihn auf ein bis zwei Monate zu sich genommen , seiner zarten Gesundheit wegen . Mr . Miles , sein Lehrer , meinte zwar , er würde ganz gesund sein , wenn man ihm weniger Süßigkeiten und Kuchen von Hause schickte , aber seine Mutter wollte von dieser strengen Auffassung nichts Dann fügte Mrs . Reed hinzu ] : , Bringt sie [ ins rothe ] [ in das rote ] Zimmer und schließt sie dort ein . Vier Hände [ faßten ] [ ergriffen ] mich [ zu gleicher Zeit ] [ sogleich ] und ich wurde die Treppe [ hinauf getragen ] [ hinaufgetragen ] . [ II ] [ Zweites Kapitel ] . [ Den ] [ Ich sträubte . mich auf dem ] ganzen [ Weg über leistete ich nach Kräften Widerstand , für mich eine ungewohnte Sache ] [ Wege . Das war etwas Ungewohntes an mir ] und [ für ] [ bestärkte ] Bessie und [ Jungfer ] [ Miß ] Abbot [ ein Anhaltspunkt mehr , die schlechte ] [ sehr in ihrer schlechten ] Meinung [ , die sie bereits ] [ ] von mir [ gefaßt hatten , zu begründen ] [ ] . [ Der einzige Grund meines Betragens bestand indessen darin , daß ich ganz ] [ Ich war in der That ] außer mir [ ] [ , wie die Franzosen sagen würden . Ich wußte , daß meine Empörung mir strenge Strafe eintragen würde , und ] war [ ; die augenblickliche Auflehnung gegen meine Quäler , welche natürlicherweise schreckliche Strafen nach sich ziehen mußte , hatte mich ] [ ] , wie [ irgend einen meuterischen Sklaven ] [ jeder rebellische Sklave ] , [ zu dem Entschlusse gebracht , so weit als möglich ] [ entschlossen , bis zum Äußersten ] zu gehen . , Halten Sie ihr die [ Hände , Mamsell ] [ Arme fest Miß ] Abbot [ ; ] [ , ] sie [ geberdet sich ja ] [ ist ] wie eine [ wüthende ] [ wilde ] Katze . , [ Pfui ] [ Schämen Sie sich ] ! Schämen Sie sich ! [ rief ] [ schrie ] die [ Herrenmagd ] [ Jungfer ] . , Welch [ abscheuliche Aufführung ] [ abscheuliches Betragen ] , Miß Eyre , [ nach einem jungen Gentleman ] [ den Junker zu schlagen ] , [ dem Sohne ] [ den Sohn ] Ihrer Wohlthäterin , [ Ihrem jungen Gebieter zu schlagen ] [ Ihren Herrn ] ! , [ Gebieter ? Wieso ] [ Herrn ! Er ] ist [ er ] [ ] mein [ Gebieter ] [ Herr ] ? Bin ich [ eine Dienstmagd ] [ ein Dienstbote ] ? , Nein [ ! ] [ , ] Sie sind [ noch ] [ ] weniger als [ eine Dienstmagd , denn ] [ ein Dienstbote ; ] Sie thun [ ] [ gar ] nichts [ für Ihren Unterhalt ] [ dafür , daß Sie erhalten werden ] . Da , setzen Sie sich [ nieder , ] [ hin ] und denken Sie über Ihre [ Nichtswürdigkeiten ] [ Schlechtigkeit ] nach . [ Indessen ] [ So sprechend , ] hatten [ ] [ sie ] mich [ die beiden Mädchen ] [ ] in [ die ] [ das von Mrs . Reed ] bezeichnete [ Stube ] [ Zimmer ] gebracht und [ dort ] [ mich ] auf einen Stuhl [ niedergeworfen ] [ niedergesetzt ] . [ Mein erster Gedanke war , wie eine Feder emporzuschnellen ] [ ich wollte aufspringen ] , aber [ zwei Paar Hände brachten ] [ sie hielten ] mich [ augenblicklich zum Stillsitzen ] [ fest ] . , Wenn Sie nicht [ ] [ still ] sitzen [ bleiben ] [ ] , [ so ] [ ] müssen [ wir ] [ ] Sie [ anbinden ] [ festgebunden werden ] , [ ] [ ' ] sagte Bessie [ . ] [ ] , [ Mamsell ] [ , Miß ] Abbot , leihen Sie mir [ einmal ] [ ] Ihre Strumpfbänder [ , ] [ ] die meinigen würde sie gleich zerreißen . [ Mamsell ] [ Miß ] Abbot [ machte ] [ schickte ] sich [ bereit , das geforderte Bindemittel von ihren dicken Beinen abzulösen . Die Bereitung von Fesseln und der Gedanke ] [ ] an [ die damit verbundene neue Schmach benahm mir ] [ , sie abzubinden . Diese Vorbereitung , mich zu fesseln , kühlte meine Aufregung ] etwas [ von meiner Aufregung ] [ ab ] . , [ Lassen ] [ Binden ] Sie [ sie daran ] [ mich nicht fest ] , [ rief ] [ schrie ] ich . , Ich will mich nicht rühren . [ Und zur besseren Bekräftigung des Gesagten hielt ] [ Um sie von der Aufrichtigkeit meiner Worte zu überzeugen , klammerte ] ich mich mit beiden Händen [ am Stuhle ] [ ] fest [ ] [ an den Stuhl ] . , [ Ich wollte ] [ Hüten Sie sich , ] es [ Ihnen auch nicht gerathen haben ] [ zu thun ] , [ erwiderte ] [ ! sagte ] Bessie [ , indem ] [ . Als ] sie [ , nach gewonnener Ueberzeugung ] [ sich sicher glaubte ] , daß ich [ fest saß ] [ gehorchte ] , [ ihre Hände von mir nahm . Darauf stellte ] [ ließ ] sie [ sich mit Jungfer ] [ mich los ; dann standen sie und Miß ] Abbot mit [ unterschlagenen ] [ verschränkten ] Armen vor [ mich hin , und Beide blickten ] [ ] mir [ düster ] [ ] und [ forschend ins Antlitz ] [ sahen mich ängstlich und zweifelnd an ] , als [ hielten ] [ ob ] sie [ mich für verrückt ] [ glaubten , daß ich nicht recht ' bei Sinnen wäre ] . [ Sie ] [ , So habe ich sie noch nicht gesehen , ! sagte endlich Bessie , sich an die Zofe wendend . , Aber es lag immer in ihr , ! ] war [ früher nie so , begann nach einer Weile Bessie ] [ die Antwort ] . [ Oh ] [ ] , [ es hat schon immer in ihr gesteckt . ] [ ] Ich habe [ der gnädigen Frau schon öfter meine Meinung über das Kind ] [ es Mrs . Reed oft ] gesagt , [ und ] [ ] sie [ hat mir ganz Recht gegeben . Es ] [ ] ist ein [ kleiner Wechselbalg ! mein Lebtag ] [ verstocktes kleines Ding , und Mrs . Reed ist ganz meiner Meinung . Ich ] habe [ ich ] [ ] noch [ kein ] [ nie ein ] Mädchen [ ihres Alters ] [ in ihrem Alter gesehen , das ] so [ heimtückisch gesehen ! ] [ verschlossen gewesen wäre . ] Bessie antwortete nicht . [ Nach einer kurzen Pause wandte ] [ Bald darauf redete ] sie [ sich zu mir . ] [ mich an und sagte : ] , Sie sollten [ am besten wissen ] [ bedenken ] , Miß , [ was ] [ daß ] Sie [ Mistreß ] [ Mrs . ] Reed [ zu danken haben ; sie allein ] [ großen Dank schuldig sind . Sie ] erhält Sie [ . Wenn ] [ , und wenn ] sie [ ] [ ihre Hand von Ihnen abzöge , kämen ] Sie [ verstößt , so kommen Sie geraden Weges ins ] [ in das ] Armenhaus . [ Auf solche Reden konnte ich ] [ Ich hatte auf diese Worte ] nichts [ ] [ zu ] erwidern [ . Sie ] [ , sie ] waren mir [ nichts neues ; mit den ersten Vorstellungen meines Daseins hatten sich ] [ nicht neu , meine frühsten Erinnerungen schlossen ] ähnliche [ Andeutungen gepaart ] [ Bemerkungen ein ] . [ Der ] [ Dieser ] Vorwurf meiner [ Armuth und ] [ ] Abhängigkeit [ tönte ] [ war meinem Ohr zu einem unbestimmten Singsang geworden , der ] mir [ in ] [ weh that und mich niederdrückte , ] den [ Ohren , peinlich zwar und drückend , ] [ ich ] aber nur halb [ verständlich ] [ verstand ] . [ Nun ließ sich auch Jungfer ] [ Miß ] Abbot [ vernehmen . ] [ fügte hinzu : ] , Und Sie [ dürfen sich gar ] [ müssen ] nicht [ einbilden ] [ etwa denken ] , daß [ Sie ebenso viel sind , als ] [ ] die [ Fräuleins ] [ Misses und Junker ] Reed [ und der junge Herr ] [ Ihresgleichen find , weil Mrs . ] Reed [ ; etwa darum , weil Mistreß Reed die Gnade hat ] [ so gütig ist ] , Sie mit [ ihren Kindern aufzuziehen ? Die haben ] [ ihnen zu erziehen . Jene werden einmal ] sehr [ viel Geld ] [ reich werden ] , und Sie haben [ gar nichts ] [ nicht das Geringste ] , [ daher ziemt Ihnen Demuth , und ] [ darum sollten ] Sie [ werden wohl daran thun ] [ demütig sein und darnach trachten ] , [ etwas leidlicher zu werden . , Was wir Ihnen ] [ sich bei ihnen beliebt zu machen . , Wir ] sagen [ , ist ] [ das ] zu Ihrem Besten , [ ] [ ! ] fügte Bessie [ etwas freundlicher ] [ mit strenger Stimme ] hinzu [ ; ] [ . ] , [ versuchen ] [ ] Sie [ es mit Dienstfertigkeit und Zuvorkommenheit ] [ sollten sich bemühen ] , [ vielleicht haben sie ] [ nützlich und freundlich zu sein , ] dann [ ] [ könnten Sie hier ] eine Heimat [ in diesem Hause ; aber ] [ haben , ] wenn Sie [ sie sich roh ] [ heftig ] und [ leidenschaftlich betragen ] [ unartig bleiben ] , [ so ] [ ] wird Sie [ die gnädige Frau ganz gewiß ] [ Mrs . Reed sicherlich ] fortschicken . , [ Zudem ] [ Und außerdem ] , [ meinte ] [ ' sagte ] Miß Abbot , , wird [ sie unser Herrgott ] [ Gott Sie ] strafen [ , vielleicht schickt er ihr einmal ] [ . Er kann Sie ] mitten in [ den Ergüssen ihrer Bosheit den Tod ] [ Ihren Sünden sterben lassen ] , und wo [ soll ] [ würden Sie ] dann [ ihre arme Seele ] [ ] hinkommen ? Kommen Sie , Bessie , wir wollen sie allein lassen . [ Um alles ] [ Ich möchte um Nichts ] in der Welt [ wollte ich nicht ] [ ] ihr [ ] [ schlechtes ] Herz haben . [ Sagen ] [ Wenn ] Sie [ Ihre Gebete her ] [ wieder zur Besinnung kommen , beten Sie ] , Miß Eyre , [ wenn Sie allein sind ; ] [ ] denn wenn Sie [ keine Reue zeigen ] [ nicht bereuen ] , [ so möchte am Ende irgend ein Gespenst ] [ wird der Böse durch ] den [ Camin herunter ] [ Schornstein ] kommen und Sie [ holen ] [ mitnehmen ] . [ Beide entfernten sich nun , stießen ] [ Sie gingen und schlossen ] die Thür [ zu , und sperrten sie ] [ ] hinter sich [ ab ] [ zu ] . Das [ rothe ] [ rote ] Zimmer war [ eine unbenutzte Stube ] [ ein unbenutztes Zimmer ] , in [ der ] [ dem ] selten [ , ich möchte beinahe sagen nie , ] [ ] jemand [ die Nacht zubrachte ] [ schlief , ich könnte fast behaupten niemals ] , es [ wäre ] [ mußte ] denn [ ] [ sein ] , daß [ zufällig ] [ ganz ungewöhnlich viel Besuch in Gatesheadhall vorsprach . Es war dessen ungeachtet eines der größten und prächtigsten Zimmer im ganzen Hause . In der Mitte desselben stand ] ein [ großer Schwarm von Gästen Gatesheadhall überschwemmte , und es nothwendig machte , alle Räumlichkeiten des Hauses zu verwenden . Dessen ungeachtet war die rothe Stube eine der größten und stattlichsten der Wohnung . Eine auf massiven Säulen ] [ großes Bett ] von Mahagoni [ ruhende Bettstatt ] [ ] mit einem Himmel von [ dunkelrothem ] [ schwerem , dunkelrotem ] Damast [ stand ] [ ] , [ der Bundeslade ähnlich ] [ die beiden Fenster ] , [ in der Mitte ] [ welche immer verhangen waren , hatten Draperien von demselben Stoff ] ; [ die zwei großen Fenster ] [ der Teppich war ebenfalls rot und der Tisch am Fußende des Bettes war mit einer Decke von gleicher Farbe bedeckt ] , die [ Fensterladen stets geschlossen , ] [ Wände ] waren von [ Garnituren und Draperien von derselben ] [ dunkler ] Farbe [ halb verhüllt ; über den Fußboden breitete sich ein rother Teppich ; auch den Tisch am Fuße des Bettes deckte ein carmoisinrothes Tuch ; die Wände waren lichtroth ] [ ] , [ mit einem zarten Hauche von Feuerroth gemalt , der ] [ ] Kleiderschrank , [ die Toilette ] [ Toilettentisch ] , [ die ] [ ] Stühle [ sämmtlich ] [ ] von dunkel [ politirtem ] [ poliertem ] Mahagoni . Aus [ diesen tiefen Schatten ringsum erhoben sich hoch und blüthenweiß die aufeinander geschichteten Matratzen und Federpölster des Bettes ] [ dieser düstren , schattenhaften Umgebung leuchteten um so heller das Bett ] mit [ einer schneeigen Marseiller Steppdecke überkleidet ; am Kopfe des Bettes ragte , wohl nicht ganz so hoch wie das erstere , ] [ seinen schneeweißen Kissen und ] ein [ weiter , gepolsterter Sorgenstuhl , gleichfalls ] [ ebenfalls ] weiß [ überzogen und vorne mit einem Fußschemel versehen , empor ] [ überzogener Lehnstuhl hervor ] , der mir wie ein [ weißer Thron vorkam ] [ verblaßter Thronsessel erschien ] . [ Die Stube ] [ Das Zimmer ] war [ ] [ eisig ] kalt , weil [ man sie ] [ ] selten [ heizte ; ] [ ein Feuer darin brannte , ] still , weil [ sie ] [ es ] von der Kinderstube und [ der ] [ ] Küche [ gleich ] [ ] weit [ entfernt ] [ ab ] lag ; [ feierlich und unheimlich ] [ schauerlich ] , weil [ man wußte , sie werde ] [ es ] selten [ betreten . Bloß am Sonnabend kam das Stubenmädchen hinein , um von den Spiegeln und Möbeln den ungestört angesammelten Staub einer ganzen Woche abzuwischen ; Mistreß Reed selbst besuchte die Stube nur in seltenen Zwischenräumen , um eine geheime Schublade im Kleiderkasten zu untersuchen , welche verschiedene Pergamente , ihr Juwelenkästchen und ] [ ] ein [ Miniaturporträt ihres verstorbenen Mannes enthielt ] [ menschlicher Fuß betrat ] . [ Ihres verstorbenen Mannes - - in diesen Worten lag das Geheimniß der rotten Stube , der Zauberbann , welcher dieselbe trotz ihrer Größe öde und verlassen erhielt . Mister Reed war ] [ Es ward ängstlich gemieden , weil in diesem Zimmer ] vor neun Jahren [ gestorben ; in der rothen Stube hatte er ] [ Mr . Reed ] seinen [ Geist ] [ letzten Seufzer ] ausgehaucht [ ; dort hatte er am Paradebett gelegen , von dort hatten die Leichenmänner seinen Sarg abgeholt , und von jenem Tage an hatte eine gewisse Weihe das Zimmer vor häufigem und längerem Aufenthalte bewahrt . Der Sitz , auf welchen mich Bessie und die bitterböse Mamsell Abbot festgebannt hatten , war eine niedrige Ottomane nächst dem marmornen Caminmantel . Vor mir erhob sich das Bett , zu meiner Rechten stand der hohe , finstere Kleiderschrank , in dessen politirten Thüren sich die verschiedenartig gebrochenen Reflexe abspiegelten ; links präsentirten sich die verhüllten Fenster und ein zwischen den letzteren angebrachter Spiegel gab das unheimlich großartige Bild des Bettes und der ganzen Stube wieder . Ich wußte nicht ganz gewiß , ob man die Thür zugesperrt ] [ ] hatte ; [ ich nahm ] [ weil hier seine sterblichen Reste auf dem Paradebett lagen , bis sie zur ewigen Ruhe bestattet wurden . Als Bessie und die böse Miß Abbot mich verlassen hatten , saß ich eine zeitlang ganz still , ganz gedankenlos auf einer kleinen Ottomane neben dem Kamin , dann fiel ] mir [ ] [ ein , daß sie ] die [ Freiheit ] [ Thür vielleicht doch nicht verschlossen hätten . ich wagte es ] aufzustehen [ und sah nach ] [ , um nachzusehen ] . Ach , [ ja ] [ kein Gefängnis war leider sicherer verwahrt ] ! [ Nie war der Ausgang eines Kerkers besser verwahrt . Zu meinem Sitze zurückkehrend , mußte ich vor ] [ Als ich mich wieder von der Thür entfernte , kam ich bei ] dem Spiegel [ vorbei ; mein Blick fiel ] [ vorüber ] , [ ] [ der zwischen beiden Fenstern hing . Ich sah ] unwillkürlich [ gefesselt , darauf , gleichsam um die Tiefe zu ergründen ] [ hinein . In den Tiefen ] , die [ ] [ sich da enthüllten , erschien mir alles noch kälter und dunkler , und ] das [ Glas zu decken schien . Alles sah in dieser eingebildeten Vertiefung frostiger und finsterer aus als in der Wirklichkeit , und die ] [ ] sonderbare kleine [ Gestalt ] [ Wesen ] , [ ] [ welches mich daraus anstarrte ] mit [ weißem ] [ dem blassen ] Gesicht und [ Armen , mit vor Furcht zwinkernden ] [ den feurigen ] Augen , [ welche , ] [ die ] sich [ im düsteren Hintergrunde der Spiegelfläche abzeichnend ] [ scheu und furchtsam nach allen Seiten umsahen ] , [ ] [ während sonst alles unbeweglich war , machte ] mir [ in der unbeweglichen Umgebung zitternd entgegenblickte , gemahnte mich an ein wirkliches Gespenst . Sie kam mir vor , wie eines jener nebelhaften Phantome , halb Fee , halb Nixe , von denen uns Bessie in ihren Märchen erzählt hatte , sie stiegen in fernen , dunstigen Sümpfen vor ] [ ] den [ Augen verspäteter Wanderer aus der Erde empor ] [ Eindruck einer Geistererscheinung ] . [ Ich setzte mich wieder auf meinen alten Platz . In diesem Augenblicke kam der Aberglaube über mich ] [ Meine Gespensterfurcht erwachte ] , aber noch [ hatte die Stunde seines vollständigen Sieges ] [ sollte sie mich ] nicht [ geschlagen ] [ übermannen ] . [ Noch rann mein Blut warm durch die Adern ; noch erhielt mich der trotz der empörten Sklavin in aufrechter Spannung ; ich mußte eine wilde Fluth von Gedanken aus der Vergangenheit vorbeiströmen lassen , bevor der Wellenschlag der Gegenwart an mich gelangen konnte . Alle Martern und Qualen , die ich von John Reed erduldet ] [ Johns Tyrannei ] , [ alle die stolze Verachtung ] [ ] seiner Schwestern [ ] [ stolze Gleichgültigkeit ] , [ die offene Abneigung ] [ ] seiner Mutter [ ] [ Abneigung gegen mich ] , die Parteilichkeit [ des Gesindes kamen in ] [ der Dienstboten , all dies tauchte jetzt wieder vor ] meinem [ wild erregten Gemüthe ] [ verstörten Geiste ] auf [ die Oberfläche , wie der Schlamm in den Fluthen einer aufgetrübten Quelle ] [ ] . Warum mußte [ denn gerade ] [ ] ich immer leiden , [ die Augen traurig zu Boden senken ; warum verklagte ] [ wurde geschlagen ] , [ warum verdammte man denn gerade nur mich ] [ angeklagt , verdammt ] ? Warum [ ] [ gefiel ich niemand , wenn ich mir auch alle Mühe gab , jedermanns Zuneigung zu gewinnen ? Eliza , welche eigensinnig und selbstsüchtig ] war [ es mir denn unmöglich zu gefallen ] [ ] , [ warum nutlos , irgend Jemandes Zuneigung erlangen zu wollen ? Elise , das eigensinnige , selbstsüchtige Mädchen ward verehrt ; Georgine mit ihrem launischen Wesen , ihrer herben Bissigkeit , ihrem herausfordernden ] [ wurde geehrt . Georgiana , welche launisch ] und [ kecken ] [ boshaft war , und ein widerspenstiges , ungezogenes ] Betragen [ war bei Allen wohlgelitten ] [ hatte , wurde gehätschelt ] . Ihre Schönheit , ihre [ rothen ] [ rosigen ] Wangen [ , ihre ] [ und ] goldenen [ Locken ] [ Lockenschienen alle zu entzücken , welche sie ansahen , und ] schienen [ jedermann zu entzücken und für die Fehler des Kindes schadlos zu haben ] [ ihr Nachsicht mit alle ihren Fehlern einzutragen ] . [ John ] [ Johns Willen durchkreuzte niemand , noch weniger ] wurde [ nicht das Mindeste in den Weg gelegt , geschweige denn , daß ] [ ] er gestraft [ worden wäre ] [ ] , [ wiewohl ] [ mochte ] er den Tauben den Hals [ umdrehte ] [ umdrehen ] , die [ kleinen Hühnchen todtschlug ] [ jungen Pfauen totschlagen ] , die Hunde auf die Schafe [ hetzte ] [ hetzen ] , die [ Trauben aus dem ] [ Obstspaliere ihrer schönsten Früchte berauben oder im ] Treibhause [ stahl , ] [ von den auserlesensten Pflanzen ] die Knospen [ der seltensten Pflanzen im Gewächshause abriß . Seine ] [ abbrechen . Obgleich ihm seine ] Mutter [ ] [ alles gestattete , ] nannte er [ nicht anders als ] [ sie ] , [ altes Mensch ] [ alte Schraube ] ' , [ machte sich zuweilen über ] [ warf ihr ] ihre [ unreine ] [ dunkle Hautfarbe vor ] , [ seiner eigenen ähnliche Gesichtsfarbe lustig . Ihre Wünsche und Bitten beachtete er nicht im Geringsten ; nicht selten verdarb und ] [ handelte frech ihren Wünschen zuwider , ] zerriß [ er aus Muthwillen ] [ und beschmutzte oft ] ihre seidenen Kleider [ und dennoch war und ] [ ; aber trotz alledem ] blieb er , ihr [ liebes , theures Söhnchen . ] [ einziger Liebling ! ] Ich dagegen [ machte mich keines Fehlers schuldig ; ich bemühte mich ] [ wagte nichts Unrechtes zu thun , ich gab mir Mühe ] , [ allen meinen Pflichten nachzukommen ; ] [ meine Pflicht zu erfüllen , ] und [ doch nannte man mich nichtswürdig ] [ ich wurde unartig ] , [ eklig ] [ unausstehlich ] , [ verstockt ] [ mürrisch ] und [ heimtückisch von Früh ] [ schleichend gescholten vom Morgen ] bis [ Mittag und von Mittag bis in die Nacht ] [ zum Abend ] . Mein Kopf schmerzte [ mich ] [ und blutete ] noch [ immer und die Wunde ] [ von dem Schlage ] , [ die ] [ den ] ich [ mir im Fallen geschlagen , blutete ohne Unterlaß . Kein Mensch ] [ erhalten ] hatte [ es ] [ , und niemand hatte ] John [ verwiesen , daß er mich ohne Ursache mißhandelte ] [ gescholten ; ich dagegen wurde mit schimpflicher Strafe belegt ] , [ und ] [ ] weil ich mich gegen [ ihn wandte , um weitere ] [ seine ] unvernünftige [ Martern von mir abzulenken , wurde ich von Allen verdammt und mit Schmach überhäuft ] [ Gewaltthätigkeit aufgelehnt hatte ] . Das ist [ Unrecht - - himmelschreiendes Unrecht ] [ Ungerechtigkeit ] ! [ ' ] [ schrie es in mir , und meine Empörung ] rief [ mir mein durch die erlittenen Mißhandlungen frühzeitig ] [ den Entschluß wach ] , [ wiewohl vorübergehend gereifter Verstand ] [ dieser unerträglichen Behandlung ] zu [ , und meine gleichfalls unnatürlich gesteigerte Willenskraft trieb mich zu irgend einem ungewöhnlichen Ausweg , um weiterer Unterdrückung zu entgehen etwa indem ich davonlief ] [ entfliehen , ] oder [ weder aß noch trank und mich so ] [ wenn das nicht möglich wäre , Hungers ] zu [ Tode hungerte ] [ sterben ] . [ Wie groß ] [ Welch qualvoller Zustand an diesem traurigen Nachmittage ! Mein ganzes Denken und Fühlen ] war [ meine Bestürzung an jenem düsteren Nachmittage , wie sehr mein Geist aufgeregt und mein Herz empört ! Und inmitten welch finsterer Unwissenheit wurde dieser geistige Kampf ausgekämpft ! Ich war nicht im Stande , auf die unausgesetzte Frage ] [ ] in [ meinem Innern ] [ Aufruhr ] , [ , warum ich denn ] [ aber ] so viel [ erleiden müßte ' ] [ ich auch sann und mein Gehirn zermarterte ] , [ eine ] [ ich konnte keine ] Antwort [ zu ] [ auf die Frage ] finden [ . Nun ] [ ] , [ nach einem Zeitraume von , ich will nicht sagen ] [ warum ich so litt . Jetzt ] , [ wie vielen Jahren ] [ so viele Jahre später ] ist mir alles klar . [ Meine Existenz ] [ Ich war nicht an meinem Platze ] in Gatesheadhall [ war ein Mißton ; mein Wesen stimmte dort ] [ , ich hatte nichts gemein ] mit [ niemand überein , weder mit Mistreß ] [ Mrs . ] Reed [ und ] [ , ] ihren Kindern [ ] [ oder den Leuten ] , [ noch mit ihren erkorenen Vasallen ] [ die zum Hause gehörten ] . [ Ich ] [ Wenn sie mich nicht liebten , so ] liebte [ ] [ ich ] sie ebenso wenig [ , als sie mich leiden konnten ] [ ] . [ Sie fühlten sich nicht zu einem Wesen hingezogen ] [ Welche Verpflichtung hatten sie , ein Kind mit Wohlwollen zu betrachten , dessen Temperament , Fähigkeiten , Neigungen den ihrigen ganz entgegengesetzt waren , ein nutzloses Ding ] , das [ mit ihnen nicht sympathisiren konnte ] [ unfähig war , ihren Interessen . zu dienen ] , [ ein Wesen ] [ oder zu ihrem Behagen beizutragen ] , das [ nach Temperament , geistigen Anlagen und Fähigkeiten so himmelweit von ihnen verschieden war ; ein unnützes Geschöpf , welches weder ihren Vortheil fördern , noch zu ihrem Vergnügen beitragen mochte , welches sogar insofern als schädlich erschien , als es einen beständigen Unwillen über ] [ im Gegenteil Verachtung für ] ihre Behandlung [ nähren , ihren Blödsinn mitleidig belächeln mußte ] [ sowohl , als für ihr Urteil in sich nährte ] . [ Ich bin überzeugt , daß , wäre ] [ Wenn ] ich ein [ munteres ] [ fröhliches , sorgloses ] , hübsches [ , sorgloses , eigensinniges , ja polterndes - - wenngleich ebenso von fremden Gnaden abhängiges , freudeloses - - ] [ . ausgelassenes ] Kind gewesen [ ] [ wäre ] , [ Mistreß ] [ so würde mich Mrs . ] Reed [ meine Gegenwart mit weit ] [ trotz meiner Abhängigkeit und Verlassenheit geduldiger um sich gelitten haben , ihre Kinder würden mir ] mehr [ gutem Willen ertragen hätte . Die Kinder selbst wären mir ] [ Herzlichkeit und Freundschaft bezeigt haben ] , [ als Spielkameraden wenigstens , mehr zugethan ] [ und die Dienstleute würden weniger geneigt ] gewesen [ ; die Dienstboten würden es nicht gewagt haben ] [ sein ] , mich [ zur Zielscheibe der Neckereien in ] [ zum Sündenbock ] der Kinderstube zu machen . [ Das Tageslicht begann aus der rothen Stube zu schwinden . ] [ ] Es [ schlug ] [ war schon ] vier Uhr [ ] [ vorüber ] und [ der umwölkte Himmel ließ die schaurige ] [ das Tageslicht ging an diesem regnerischen Nachmittage bereits in ] Dämmerung [ zeitlich hereinbrechen ] [ über ] . [ Ich hörte den ] [ Der ] Regen [ ohne Unterlaß an die Fenster des Treppenhauses anschlagen ] [ schlug unaufhörlich gegen das Treppenfenster ] und [ den ] [ der ] Wind [ durch das Lustwäldchen ] [ heulte in dem Buschwerk ] hinter dem Hause [ heulen ; ] [ Ich wurde ] nach und nach [ wurde ich ] [ so ] kalt wie [ Marmor ] [ Stein , ] und [ der Muth sank mir immer tiefer ] [ mein Mut verließ mich ] . [ Mein gewöhnliches Bewußtsein des eigenen Unwerthes ] [ Meine gewohnheitsmäßige Demut ] , [ der Ohnmacht ] [ mein Mißtrauen gegen mich selbst ] , [ des Drückenden meiner Lage , fiel gleichsam feucht auf die glimmenden Kohlen meines verlöschenden Zornes ] [ meine Einsamkeit schlugen meinen schwindenden Zorn gänzlich ] nieder . [ , Alles nennt mich schlecht ] [ Alle sagten , ich wäre böse ] , [ ' dachte ich , , vielleicht bin ] [ war ] ich es [ auch in der That . Wie konnte es mir eben einfallen , mich durch Hunger tödten ] [ denn nicht ? Hatte ich nicht soeben den Gedanken gehabt , verhungern ] zu wollen ? Das [ wäre ja eine Sünde ! Und dann ] [ war sicherlich ein Verbrechen . ] , [ wäre ] [ War ] ich denn [ auch zum Tode vorbereitet ] [ bereit zu sterben , und war die Gruft unter der Kirche in Gatesheadhall ein einladender Aufenthalt ] ? [ Oder wäre etwa das ] [ Sie hatten mir erzählt , in einem solchen ] Gewölbe [ unter der Kanzel der Kirche von Gateshead eine so einladende Ruhestätte ? Ich wußte , daß Herr ] [ läge Onkel ] Reed [ in einer solchen Gruft beigesetzt wurde ] [ begraben ] , und [ durch diese Vorstellung ] [ dadurch ] auf den Gedanken an ihn [ selbst gebracht ] [ zurückgeführt ] , [ verweilte ] [ hing ] ich [ bei dieser Idee ] [ demselben ] mit wachsender Furcht [ ] [ nach ] . Ich konnte mich seiner nicht mehr [ entsinnen ; ] [ erinnern , ] aber ich [ hatte gehört ] [ wußte ] , [ ] [ daß ] er [ sei ] [ ] mein [ leiblicher ] [ rechter ] Onkel [ ] [ war ] , [ ] [ der Bruder ] meiner Mutter [ Bruder gewesen ; ] [ , daß ] er [ habe ] [ ] mich als [ eine ] [ ] elternlose Waise [ zu sich genommen ] [ in sein Haus aufgenommen , ] und [ in ] [ mit ] seinen letzten Augenblicken [ sich von Mistreß ] [ Mrs . ] Reed [ feierlich versprechen lassen ] [ das Versprechen abgefordert hatte ] , [ sie wolle ] [ ] mich [ auch ferner ] [ zu behalten und ] wie ihr eigenes Kind [ halten ] [ zu erziehen ] . [ Mistreß ] [ Mrs . ] Reed [ war jedenfalls der Ansicht ] [ hielt sich wahrscheinlich für überzeugt ] , [ ] [ daß ] sie [ erfülle ] [ ] ihr Versprechen [ pünktlich ; und die Wahrheit zu sagen , that sie dies ] [ gehalten habe . Sie hatte es ja ] auch [ ] [ gethan ] , so gut [ als ] [ ] es ihr Charakter [ zuließ ; ] [ erlaubte , ] aber wie konnte sie [ denn auch ] [ ] einen [ Einschübling ] [ Eindringling gern sehen ] , [ der nicht ihres Stammes und ] [ mit dem sie ] nach [ ] [ dem Tode ] ihres Gatten [ Tode mit ] [ kein verwandtschaftliches Band mehr vereinte ? Es konnte ] ihr [ in keiner weiteren Verbindung war , irgendwie lieben ? Im Gegentheile mußte es für sie sehr drückend ] [ nur lästig ] sein , sich durch ein [ mit Widerstreben gegebenes Wort verbunden ] [ ihr abgerungenes Versprechen genötigt ] zu [ wissen ] [ sehen ] , [ ] [ Mutterstelle ] an einem [ fremden , ungeliebten ] [ ] Kinde [ Mutterstelle ] [ ] zu vertreten , [ einen fremden Eindringling fortwährend in der Mitte ihrer eigenen Kinder zu sehen . Ein sonderbarer Gedanke tauchte in mir auf . Ich zweifelte ] [ das sie ] nicht [ und hatte nie daran gezweifelt ] [ lieben konnte ] , [ daß Mister ] [ und in ihre Familie ein Wesen aufzunehmen , das ihr nicht sympathisch war . Wenn Mr . ] Reed [ - - wenn ] [ gelebt hätte , ] er [ am Leben geblieben wäre - - ] [ würde ] mich [ gewiß gut ] [ liebevoll ] behandelt [ hätte ] [ haben , das fühlte ich ] . Und [ nun , wie ] [ als ] ich so [ dasaß ] [ da saß ] , [ die Augen ] [ ] auf das weiße Bett [ und ] [ sehend , einen ängstlichen Blick in ] die dunklen [ Wände , gelegenheitlich auch auf ] [ Ecken oder ab und zu in ] den [ schwach erglänzenden ] [ trüben ] Spiegel [ gerichtet ] [ werfend ] , [ erinnerte ich mich ] [ da stieg die Erinnerung ] an alles , was ich [ bisher von Abgeschiedenen ] [ über Abgeschiedene ] gehört hatte , [ die , weil ] [ in mir auf : daß ] sie [ die Uebertretung ihrer ] [ keine Ruhe im Grabe hätten , wenn man ihren ] letzten [ Wünsche aus der letzten Ruhe aufgescheucht ] [ Willen nicht erfüllte ] , [ wieder auf der Erde erschienen waren ] [ daß sie es verließen ] , um die [ Eids brüchigen ] [ Übelthäter ] zu strafen und die Unterdrückten zu rächen [ ; auch Mister Reed ' s ] [ . Und ich dachte , Mr . Reeds ] Geist [ müsse ] [ ] , [ so dachte ich ] [ ruhelos um des Unrechts willen ] , [ über ] [ ] das [ dem Kinde seiner Schwester angethane Unrecht empört ] [ man seinem Schwesterkinde anthat ] , [ ] [ könnte wohl ] seinen [ Aufenthalt - - die Gruft in der Kirche , ] [ Sarg ] oder die unbekannte [ Wohnung ] [ Welt ] der [ Seligen - - ] [ Verstorbenen ] verlassen und mir in diesem Zimmer erscheinen . Ich trocknete meine Thränen und [ ließ das Seufzen ; denn wie leicht konnte irgend ] [ unterdrückte mein Schluchzen , aus Furcht , daß diese Zeichen heftigen Kummers eine überirdische Stimme wach rufen könnten , welche mich trösten wollte , oder daß aus der Dunkelheit hervor ] ein [ Ausbruch heftigen Schmerzes eine übernatürliche Stimme zu meinem Troste wecken , oder der Finsternis die Erscheinung eines lichtumflossenen Antlitzes entlocken , das sich voll himmlischen Mitgefühles über mich herniederneigte ] [ hohläugiges Gesicht mich mitleidig anblicken könnte ] . So [ sehr auch ] [ tröstlich ] diese Idee in der [ Vorstellung Trost einflößte ] [ Theorie war ] , [ so sehr ] [ zur Wirklichkeit geworden würde sie entsetzlich gewesen sein , das ] fühlte ich [ das Grauenhafte einer möglichen Verwirklichung ; ich bekämpfte sie daher mit ] [ . Mit ] aller [ Macht und versuchte es , Muth ] [ Kraft strebte ich sie ] zu [ fassen ] [ unterdrücken , fest zu sein ] . [ Mir die wirren ] [ Meine ] Haare [ aus ] [ ans ] dem [ Gesichte ] [ Gesicht ] streichend , hob ich den Kopf in die Höhe und bemühte mich , [ keck ] [ mich furchtlos ] in dem [ finsteren Zimmer herumzublicken . In ] [ dunklen Raume umzusehen ; in ] diesem [ Augenblicke erglänzt ] [ Augenblick fiel ] ein [ Lichtstrahl an der ] [ Lichtschein auf die ] Wand . War es [ ] [ ein Mondstrahl , der sich durch irgend eine Öffnung im Rouleau stahl , fragte ich mich selbst . Nein , ] das Mondlicht [ , das ] [ war ruhig und dieses bewegte ] sich [ durch eine Ritze des Fensterladens hereinstahl ! Unmöglich ; das Mondlicht ist unbeweglich und jener Strahl irrte unstet ] [ ] hin und her [ ; ] [ , ] während ich [ ihn ins Auge faßte ] [ es anblickte ] , glitt [ er ] [ es von der Wand ] zur [ Zimmerdecke hinauf ] [ Decke ] und zitterte über meinem [ Haupte ] [ Kopfe ] . [ Jetzt ] [ Ich ] kann [ ich mir freilich erklären ] [ nicht mit Bestimmtheit sagen ] , [ daß die ganze Erscheinung ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach dem Lichte ] [ woher dieser Lichtstrahl kam , höchst wahrscheinlich war es der Schimmer ] einer Laterne [ verdankte ] [ ] , [ die irgend ] [ mit der ] jemand über den Grasplatz [ vor dem Hause trug ] [ ging ] ; aber in [ jener Stunde ] [ der Aufregung ] , [ wo ] [ in welcher ] mein Geist [ für alle Schrecknisse empfänglich war , ] [ und ] meine Nerven [ in der ungeheuersten Aufregung zuckten ] [ waren ] , [ hielt ich den wandernden Lichtschein für den Vorboten ] [ glaubte ich , das plötzlich eindringende Licht sei der Vorbote ] einer kommenden [ Vision ] [ Erscheinung ] aus [ dem fernen Jenseits ] [ der anderen Welt ] . Mein Herz [ pochte hörbar ] [ schlug zum Zerspringen , mein Kopf glühte ] , meine [ Stirne brannte ] [ Ohren hörten ein Brausen , ] wie [ Feuer ; ein Geräusch , welches mir ] [ ] das Rauschen von [ Fittichen dünkte ] [ Schwingen ; etwas schien mir nahe zu sein ] , [ schlug ] [ mein Atem stockte , ich war überwältigt , ich stürzte ] an [ mein Ohr ; irgend etwas näherte sich ; der Athem verging mir , ] [ ] die [ Angst drückte mich nieder ; ich rannte zur ] [ ] Thür und [ zog an der Klinke ] [ rüttelte ] mit [ der Kraft der Verzweiflung ] [ verzweifelter Anstrengung am Schloß ] . [ ] [ Eilige ] Schritte kamen [ heran ] [ den Korridor entlang ] , der Schlüssel [ drehte sich im Schlosse , ] [ wurde umgedreht und ] Bessie und Abbot traten [ in die Stube ] [ ein ] . [ Sind Sie krank ] [ ] , Miß Eyre [ ] [ , fehlt Ihnen etwas ] ? [ frug ] [ sagte ] Bessie . [ ] [ , ] Welch [ ein schreckliches Geschrei ] [ entsetzlicher Lärm ] ! [ ] [ ’ ] rief [ ] [ Miß ] Abbot [ ; ] [ . ] , [ es ging mir ordentlich durch Mark und Bein ] [ Laßt mich hinaus ] ! [ , Führt mich fort , bringt mich ] [ ich will ] in die Kinderstube ! [ schrie ] [ r flehte ] ich [ ohne Unterlaß ] [ ] . , [ Weswegen ] [ Weshalb ] ? Haben Sie sich [ verletzt ] [ gestoßen ] ? [ Ist Ihnen ] [ Haben Sie sich vor ] etwas [ zu Gesicht gekommen ] [ gefürchtet ] ? [ frug ] [ ! fragte ] Bessie [ wieder ] [ weiter ] . , [ Oh ! ] [ O , ] ich sah ein Licht und [ ich ] [ ] dachte , ein [ Gespenst werde ] [ Geist würde ] kommen . [ ? Dabei faßte ich Bessie ' s ] [ Ich hatte Bessies ] Hand [ ] [ ergriffen ] , [ welche ] [ und ] sie [ ] [ entzog sie mir ] nicht [ zurückzog ] [ ] . , [ Sie ] [ Deshalb ] hat [ absichtlich aufgeschrien ] [ sie so geschrieen ] , erklärte Abbot [ , offenbar sehr übel gelaunt ] [ verächtlich ] . , Und [ was ] [ welch fürchterlicher Schrei war ] das [ für ein Lärm war ] [ , er ging mir durch und durch ] ! [ Hätte ] [ Wenn ] sie [ große ] [ ] Schmerzen [ ] [ gehabt hätte ] , so [ könnte man es ] [ wäre sie ] noch [ ] [ allenfalls zu ] entschuldigen , aber sie wollte [ uns ] [ ] nur [ Alle auf die Beine bringen ] [ , daß wir hierher kämen ] , ich kenne ihre [ boshaften Streiche nur zu gut ] [ Schliche ] . , Was [ soll ] [ hat ] das [ alles ] [ zu ] bedeuten ? [ ließ sich ] [ fragte ] eine [ andere ] [ strenge ] Stimme [ in gebieterischem Tone vernehmen , ] [ ] und [ Mistreß ] [ Mrs . ] Reed kam [ mit fliegender Haube und flatterndem Gewand ] [ in zorniger Aufregung durch ] den [ Gang heraufgerauscht ] [ Korridor ] . , Abbot [ ] [ und Bessie , ich denke doch , daß ich Befehl gab , Miß Eyre sollte in dem roten Zimmer bleiben , bis ich selbst hierher käme ] ! [ Bessie ! Habe ich nicht befohlen ] [ ] , [ Jane soll so lange in der rothen Stube bleiben , bis ich sie selbst abhole ? , Aber ] [ ] Miß Jane schrie so laut [ auf ] [ , Madame ] , entschuldigte [ sich ] [ sch ] Bessie . , [ Lasset ] [ Laß ] sie [ gehen ] [ ] , [ ] [ ! ] war die [ ] [ einzige ] Antwort . , [ Lass ' Bessie ' s ] [ Laß Bessies ] Hand los [ ; es wird Dir ] [ , Kind ! Auf diese Art kommst Du ] nicht [ gelingen ] [ heraus ] , [ ] [ das versichere ich ] Dich [ durch solche Mittel frei zu machen , das kannst Du mir glauben ] [ ] . Ich [ hasse und verachte ] [ verabscheue ] Verstellung , besonders bei Kindern , es ist meine Pflicht , Dir zu [ beweisen ] [ zeigen ] , daß Kunstgriffe [ nicht zum Ziele führen ] [ Dir nichts helfen ] . Du wirst [ nunmehr ] [ jetzt noch ] eine Stunde länger [ hier bleiben ] [ hierbleiben , ] und nur unter der Bedingung [ will ich Dich dann in Freiheit setzen ] [ ] , daß Du [ Dich vollkommen unterwürfig zeigst und ] [ ] ganz still [ verhältst . ] [ und fügsam bist ] , [ Liebe ] [ sollst Du dann frei sein . , O , ] Tante , [ haben Sie ] [ vergieb mir ! Habe ] Mitleid ! [ Vergeben Sie mir . ] [ ] Ich [ halte ] [ kann ] es nicht [ aus - - strafen Sie ] [ aushalten ! Strafe ] mich auf eine andere [ Weise . ] [ Art ! ] Ich [ bin des Todes ] [ muß sterben ] , wenn - [ - ] [ ‘ ] , [ Stille , sage ich ] [ Still ] ! Diese Heftigkeit ist [ wirklich anwidernd ] [ abstoßend ] ! [ Wie sie sprach , so fühlte sie auch ohne Zweifel ] [ Das war sicher ihre aufrichtige Meinung ] . [ In ] [ Ich war in ] ihren Augen [ erschien ich als ] [ ] eine [ frühreife ] [ abgefeimte ] Schauspielerin [ , als ein Ausbund von bösen Leidenschaften , gemeiner Gesinnung und gefährlicher Doppelzüngigkeit ] [ ] . [ Nachdem ] [ Bessie und Abbot hatten ] sich [ Bessie und Abbot ] [ ] zurückgezogen [ hatten , warf sich Mistreß ] [ und Mrs . ] Reed , ungeduldig über [ den erneuerten Ausbruch meiner Furcht ] [ meine wahnsinnige Angst ] und [ über ] [ ] mein [ wildes Gestöhne , ] [ heftiges Schluchzen stieß mich plötzlich von sich und schloß mich ] ohne [ alle Umstände und ohne ] [ weitere Antwort wieder ] ein [ Wort zu verlieren in die Stube hinein , die sie nach mir absperrte ] [ ] . Ich hörte sie [ hinwegrauschen ] [ fortgehen ] und bald nachdem sie [ abgegangen ] [ gegangen ] war , [ muß ] [ fiel ] ich [ ] [ , glaube ich , ] in eine Art [ ] [ von ] Ohnmacht [ gefallen sein ] [ ] , [ denn ] [ dann folgte eine lange ] Bewußtlosigkeit [ schloß diese Scene ] [ ] . [ III . Der Umstand , auf den ich mich zunächst erinnere , war mein Erwachen , nachdem , wie es mir vorkam , lange Zeit der Alp auf mir lag und ein rother Schein hinter einem dicken , dunklen Gitter meine Augen geblendet hatte ] [ Drittes Kapitel ] . Ich [ hörte Stimmen , deren Ton mir ungewöhnlich hohl klang ] [ erwachte mit dem Gefühl ] , als hätte [ ihnen ] [ ich einen schrecklichen Traum gehabt . Ich sah vor mir einen entsetzlichen , roten Schein , den tiefdunkle Streifen durchkreuzten und hörte hohle Stimmen sprechen , als würden . sie durch ] das Rauschen des Windes [ und des ] [ oder ] Wassers [ ihren Klang benommen ] [ gedämpft ] . [ Aufregung , Unsicherheit und ein alles beherrschendes Gefühl der Angst verwirrte mir die Sinne . Später wurde ] [ Bald darauf bemerkte ] ich [ gewahr ] [ ] , daß [ ] [ jemand ] sich [ jemand mit mir beschäftigte ] [ bemühte ] , mich [ in die Höhe hob und zum Sitzen brachte , ] [ aufzurichten ] und zwar [ in weit zarterer Weise ] [ auf eine so sanfte und liebreiche Art ] , [ als man dies je mit mir ] [ wie es bisher niemand ] gethan [ ] [ hatte ] . Ich [ legte ] [ lehnte ] meinen Kopf [ bald auf ] [ gegen ] ein Kissen [ , bald auf ] [ oder ] einen Arm und fühlte mich [ wohl ] [ erleichtert ] . [ Beiläufig fünf ] [ Fünf ] Minuten [ nachher lösten sich die Fesseln der Bewußtlosigkeit ; ich erkannte ] [ später ließ meine Betäubung nach , und ich wurde mir bewußt ] , daß ich in meinem [ ] [ eigenen ] Bette lag [ ] [ , ] und [ ] [ daß ] der [ rothe ] [ rote ] Glanz [ von dem Caminfeuer ] [ das Kaminfeuer in ] der Kinderstube [ herrührte ] [ war ] . Es war Nacht , [ eine Kerze ] [ ein Licht ] brannte auf dem Tische [ ; ] [ , ] Bessie stand [ am Fuße ] [ zu Füßen ] des Bettes , ein [ Becken ] [ Waschbecken ] in der Hand , und ein Herr [ , in ] [ saß über mich gebeugt auf ] einem [ Armstuhle nächst meinem Kopfkissen Sitzend , beugte sich über mich ] [ Stuhl am Kopfende desselben ] . Ein [ unaussprechliches Wohlsein , die beruhigende Ueberzeugung von Schutz und Sicherheit bemächtigten sich meiner ] [ unbeschreibliches Gefühl der Zufriedenheit durchströmte mich ] , als ich einen Fremden [ an meiner Seite ] [ im Zimmer ] sah , [ eine Person ] [ jemand ] , [ die ] [ der ] nicht [ nach Gatesheadhall ] [ zu Gateshead ] gehörte und [ zur Familie ] [ mit Mrs . ] Reed [ ] [ verwandt war , ich wußte mich ] in [ keiner Beziehung stand ] [ Sicherheit und unter Schutz ] . [ Meine Blicke ] [ Ich wandte mich ] von Bessie [ ] [ ab ] , [ deren ] [ obwohl mir ihre ] Gegenwart [ mir indessen lieber ] [ weit weniger zuwider ] war , als [ diejenige ] [ es die von ] Abbot [ ' s ] [ gewesen wäre ] , [ abwendend , sah ich mir den ] [ und betrachtete das Gesicht des ] Herrn [ genauer an ] [ ] . [ Ich ] [ Ic ] kannte ihn [ ; ] [ , ] es war [ Mister ] [ Mr . ] Lloyd , ein Apotheker , [ den Mistreß Reed zeitweilig holen ließ ] [ der zuweilen gerufen wurde ] , wenn [ den ] [ die ] Dienstboten [ etwas zustieß ] [ krank waren ] ; für sich und [ ihre ] [ die ] Kinder nahm [ sie ] [ Mrs . Reed ] einen [ ordentlichen ] [ ] Arzt . , Nun , wer bin ich [ denn ] [ ] ? fragte er [ mich ] [ ] . [ ] [ o ] Ich nannte [ seinen ] [ ihn beim ] Namen und [ reichte ] [ streckte ] ihm [ ] [ zugleich ] meine Hand [ . Er ] [ hin , er ] nahm sie [ in die seinige ] [ lächelnd ] und sagte [ freundlich lächelnd ] [ ] : [ ] [ , ] Es wird [ nach und nach schon besser ] [ Alles mit der Zeit gut ] werden . Dann legte er mich [ zurecht ] [ hin , ] und [ trug ] [ sich an ] Bessie [ auf ] [ wendend ] , [ Acht zu geben ] [ empfahl er ihr ] , [ damit ] [ sorgsam darauf zu achten , daß ] ich [ in ] [ während ] der Nacht nicht gestört würde . Nachdem er noch [ einige ] [ ] weitere [ Verhaltungsvorschriften angegeben ] [ Anordnungen gegeben ] und [ versprochen ] [ geäußert ] hatte , [ am nächsten Morgen wiederzukommen , empfahl ] [ daß ] er [ ] [ morgen wiederkommen werde , ging er , zu meinem Leidwesen . Während er da war , fühlte ich mic so geborgen , und als ] sich [ . Mit inniger Trauer sah ich ihn sich entfernen ; ich fühlte mich so sicher und so heimlich , während er an meinem Bette saß , und als er ] [ ] die Thür hinter [ sich zuzog ] [ ihm schloß ] , [ schien sich die Stube zu verfinstern , ] [ beschlich ] mein Herz [ stand still und tiefe Betrübniß erfüllte meine Seele ] [ unbeschreibliche Traurigkeit ] . , Glauben Sie [ wohl ] [ ] , daß Sie schlafen [ können ] [ werden ] , Miß ? [ frug ] [ fragte ] Bessie [ ungewöhnlich ] [ ziemlich ] sanft . Ich wagte [ es ] [ ] kaum zu antworten [ ; ich fürchtete ] [ ] , [ ihre nächste Ansprache müßte rauh ausfallen ] [ aus Furcht daß sie wieder so unfreundlich wie sonst zu mir reden könnte ] . , Ich will [ sehen , sagte ich ] [ es versuchen ] . , [ Wollen ] [ Möchten ] Sie trinken , oder [ vielleicht ] [ haben Sie Lust ] etwas [ ] [ zu ] essen ? , Nein , [ liebe ] [ ich danke , ] Bessie [ , ich danke ] [ ] . , Dann will ich zu [ Bette ] [ Bett ] gehen , denn [ es ] [ Mitternacht ] ist [ Mitternacht ] [ schon ] vorüber [ . Sie mögen mich indessen nur rufen ] [ ] , [ ] [ aber ] wenn Sie [ in der Nacht ] [ ] etwas [ wünschen . Eine wunderbare Freundlichkeit ] [ brauchen ] , [ das ] [ dann rufen Sie mich . Welche ungewohnte Höflichkeit ] ! [ Ich faßte Muth ] [ Sie gab mir den Mut ] , eine Frage zu [ stellen ] [ thun ] . , [ Was ist ' s denn eigentlich ] [ Bessie , was hat sich ] mit mir [ , Bessie ] [ zugetragen ] ? Bin ich krank ? , [ Es wurde Ihnen in der rothen Stube übel vor lauter Schreien und ] [ Wir fanden Sie im roten Zimmer krank ; vom vielen ] Weinen [ , denke ich . Es wird ohne Zweifel ] [ sicherlich ; Sie werden aber ] bald wieder [ gut werden ] [ gesund sein ] . Bessie [ begab ] [ ging in das Zimmer des Hausmädchens , welches nebenan war , und ich hörte sie sagen : , Sara , komm und schlafe bei mir in der Kinderstube . Ich kann heute nicht mit der armen Kleinen allein schlafen . Wenn sie nun stirbt ? Diese Ohnmacht war doch sonderbar ; ich möchte wohl wissen , ob sie eine Erscheinung gesehen hat . Mrs . Reed . war zu hart gegen sie . Sara kam mit Bessie herein und beide gingen zu Bett , aber bevor sie einschliefen , unterhielten sie ] sich [ fortan in die Dienstmädchenstube ] [ noch lange leise miteinander ] . Ich hörte [ sie mit einem der Mädchen sprechen . ] [ einige Sätze ihres Gesprächs ] , [ Sarah ] [ aus dem ich mir leicht das übrige zusammen reimen konnte . ] , [ komm ] [ Ein Geist , ganz in Weiß gekleidet , ging bei ihr vorüber und verschwand ! , Einen großen schwarzen Hund hinter sich ? , Es klopfte dreimal laut an die Zimmerthür ] ' [ ] [ - ] , [ schlaf mit mir in der Kinderstube ; ich möchte heut ' Nacht um alles in der Welt nicht mit ] [ Ein Licht auf ] dem [ armen Kinde allein bleiben . Es könnte am Ende sterben ; denn der Anfall , den Sie hatte , war sonderbar . Sie muß irgend ein Gesicht gehabt haben und die gnädige Frau verfuhr auch viel zu hart mit ihr . Bessie kam in Sarah ' s Begleitung zurück ; die beiden Mädchen legten sich nieder und flüsterten noch fast eine halbe Stunde miteinander , bevor sie einschliefen . Ich faßte bloß Bruchstücke ihrer Unterredung auf , die indessen hinlängliches Licht über den Hauptgegenstand verbreiteten . , Irgend ein Gespenst erschien ihr , ganz weiß gekleidet , und verschwand dann wieder . . . ein schwarzer Hund lief hinterher - - es pochte dreimal an die Stubenthür - - am Kirchhof zeigte sich ein Licht ] [ Kirchhofe , gerade ] über seinem Grabe [ - - und so weiter ] [ ' u . s . w . , u . s . w ] . Endlich [ waren sie eingeschlafen ; ] [ schliefen beide und das Licht und ] das Feuer [ ging aus , die Kerze verlosch ] [ verlöschten ] . [ Ich selbst brachte ] [ Für mich schlichen ] die Stunden [ der ] [ dieser ] Nacht in [ träumerischem Halbschlummer zu , Ohren , Augen ] [ schrecklicher Schlaflosigkeit vorüber ; mein Auge , Ohr ] und [ Geist gleich sehr ] [ Gehirn waren gespannt und erregt ] von Furcht [ gespannt ] [ ] , [ jener ] [ von einer ] Furcht , [ deren ] [ wie sie ] nur Kinder [ empfänglich sind ] [ fühlen können ] . [ Der Unfall im rothen Zimmer zog ] [ Diesem Ereignis folgte ] keine [ heftige ] [ lange ] und [ langwierige ] [ ernste ] körperliche Krankheit [ nach sich ] [ ] , aber meine Nerven [ erlitten eine Erschütterung ] [ hatten einen Stoß bekommen ] , [ deren Nachhalt ] [ dessen Wirkungen ] ich [ ] [ heute ] noch [ bis auf den heutigen Tag verspüre ] [ fühle ] . Ja , [ Mistreß ] [ Mrs . ] Reed , [ Sie allein haben die Qualen meines geistigen Siechthums zu verantworten ; aber ] [ Ihnen verdanke ich ein quälendes Leiden . Aber ] ich vergebe Ihnen , denn Sie wußten nicht , was Sie thaten ; [ indem ] [ als ] Sie [ mir das ] [ mein ] Herz [ aus dem Leibe rissen ] [ zerrissen ] , [ dachten ] [ glaubten ] Sie [ bloß ] [ nur ] meine [ bösen Neigungen ] [ schlechten Anlagen ] mit der Wurzel [ auszurotten ] [ zu vertilgen ] .