drucka , Zenzi . Dös is aba it wohr . I zahl scho , und i tat glei an schön Betrag auf oamal hergeb ' n , und na kunntst d ' mit dem Geld heiret ' n aa ... « » Dös waar mir freili dös liaba . « » I sag da ' s aufrichti ; i hoaß da ' r an g ' wiss ' n Betrag , und du gibst den richtinga Vata o und sagst eahm , daß du a bissel a Vermög ' n aa hoscht ; und bal er g ' scheit is , na heiret a liaba , als daß er si bucklat zahlt . « » Aba , Baua , es is koana do ! « » Herrgottsaggerament , jetzt fangst d ' ma wieda ' r a so o ! « » I muaß sag ' n , wia ' s is . Was hoscht ' n du davo , bal i di o ' lüag ? « » Du lüagst mi scho o ! « » Auf Ehr und Seligkeit it ! Auf da Stell sollt ' i tot umfall ' n , bal ' s it wahr is ! « » A ! « » Siehgst d ' , Baua , i waar ja selm froh , wann i an ledinga Bursch ' n aufweis ' n kunnt . Wei ' de ganz Sach anderst waar , und bal er mi aa net heiret ' n tat , auf dös gang ' s it z ' samm , aba ' s G ' redt waar it so viel , und da Vadruß a it ... « Der Schormayer schaute nachdenklich vor sich hin ; er kratzte mit dem Fuß den Schnee zusammen und wieder auseinander . Es war still um sie herum . Ein Nußhäher , der in ihrer Nähe aufbaumen wollte , flog erschrocken und schimpfend weg . Von weither klang eine Säge , und dazwischen auch der Ruf eines Holzknechts . Da fragte der Bauer vor sich hin , ganz leise , als wenn er mit sich selber redete : » Wia denkst dir nacha du , daß dös werd ? « » I woaß wohl it . « » Hoscht du scho an Platz auf Lia ' meß ? « » Beim Untaburger kunnt ' i ei ' steh ' . « » Wos ? Bei ins in Kollbach ? In da näscht ' n Nachba ' schaft ? « » Er hat mir sag ' n lass ' n , daß i zu eahm kemma sollt . « » Und du hoscht di scho vadingt ? « » Na . I ho de Botschaft erscht gesting kriagt . « Der Schormayer redete wieder laut und befehlshaberisch : » Aus dem werd nix ! Dös sag ' i da glei . « » Was will i macha ? I muaß do an Deanst hamm ! « » Ja , muaßt d ' hamm ! In an etla Monat woaß dös ganz Dorf , wia ' s bei dir steht . Dös sell geht it . « Die Zenzi schaute ihren strengen Herrn ganz und gar hilflos an . Aber der fuhr eifrig fort : » Und wia lang ko ' scht d ' denn dei Arbet richti macha ? Mitt ' n an Summa muaßt d ' weggeh ' . Na , dös paßt mi gar it . « » Leb ' n muaß mi na do und si was vodean . « » Aba ' r it bei ins in Dorf . Du bischt vo Wolnzach umanand dahoam , gel ? « » J-ja . « » Warum gehscht na it dort hi ? Du werscht dort aa ' r an Platz find ' n. « » Bal i neamd mehr kenn ' , und meine Leut ' leb ' n nimma . Da bin i ganz fremd , und auf ' s Grat ' wohl hi ' laffa kon i do it ! « Der Schormayer dachte nach ; und da fiel ihm sein Freund Tretter ein . Der war für so eine Sache zu brauchen . » Vielleicht kunnt da i an Platz zuabringa « , sagte er . » Wo nacha ? « » Dös woaß i jetzt an Aug ' nblick aa it , aba i bi mit an Handler bekannt , der wo weit umadum kimmt , und dem selln reib ' i a bissel was ei ' , daß a für di an Deanst ausfindi macht . Ja , dös tua i. « » Werd ' na do scho a richtiga Platz sei ? « fragte die Zenzi kleinlaut . » Warum it ? Anderst wo is aa net schlechta wia ' r in Kollbach . « » Aba bis er oan findt ? « » Bis a ' r oan findt , bleibscht bei mir ! Jetzt geht ' s auf a paar Wocha nimma z ' samm , und vielleicht kimmt ins scho bis Lia ' meß was passet ' s unta . Is da recht a so ? « » Mi muaß ' s scho recht sei . « » Na red ' n ma nix mehr drüba . Und was i no sag ' n will : i befrag mi bei an Advikat ' n z ' Dachau , ob dös it glei g ' scheita waar , bal ' s du koan Vatern überhaupts gar it o ' gibscht . « » Na ! Dös sell möcht i net ! « » Z ' weg ' n wos net ? « » A niad ' s Kind muaß do an Vatern hamm ! « » Wo steht dös g ' schrieb ' n ? Dös , glaab i , liaß si ganz guat macha . « » Na ! Wia schaugst denn dös aus , bal dös Kind vo gar neamand waar ? « » Auf dös geht ' s wohl net z ' samm , wann ' s amal a ledig ' s is . « » Na , auf dös sell laß i mi it ei ... « » Spreiz di no it gar a so ! Bal da Advikat sagt , daß so was nach ' n G ' setz geht , z ' weg ' n wos soll ' n denn mir nacha so a Blamaschi hermacha ? « » An Vatern muaß a niad ' s Kind hamm , und dös waar ja grad , als wenn ' s vo da Straß ' n aufklaubt waar . « » Mein Nama ko ' s nia kriag ' n. « » Aba dös wurd ' geschrieb ' n , vo wem daß er is , und bal a größa wurd , na wisset a do , wer ' n herg ' setzt hot ... « » Du red ' st g ' rad , als wann ' s d ' an Buam scho do hättst . « » Bal ' s a Madl werd , is aa it anderst . « » Paß auf , Zenzi ! Und tua no it glei ob ' n außi fahr ' n ! I woaß ja heunt aa net mehra wia du . Aba bal da Advikat ins den Rat gab , g ' setzt den Fall , daß er ' n gab , na is do g ' scheidta , mir tean , wos er sagt , indem daß a ' s do bessa vasteht . Es is ja g ' rad z ' wenga dem . « Zenzi gab keine Antwort . Zwischen den Augenbrauen saß ihr eine Falte , und in ihrem Schweigen lag ein trotziger Widerstand . » Red amal a Wort ! « mahnte der Schormayer gutmütig . » Da wissat ma ' r amal gar nix vo eahm , bal nix g ' schrieb ' n werd , und d ' Leut kunnt ' n moana , woaß Gott wos das fürkemma is ... « » Dös is a G ' red ' t , dös koa Hoamat it hot . Du muaßt do vui g ' scheidta sei . Mi kunnt ' n mit anand an Hand ' l macha . Bal da ' r i an achthundert , a tausad March gab , nacha hättst du an auflieget ' s Geld , und waar it schlecht spekaliert , indem daß ja dös Kind sterb ' n ko . « » Aba ' r a niad ' s muaß an Vatern hamm ! « » Geah zua ! Mi red ' n heunt nix mehr üba dös , und übalegst da de Sach amal richti , na kimmst scho auf ' n Vastand , daß i ' s g ' rad guat moan . Und bal di oana heiret , der sell kunnt ja dös Kind o ' nehma . Waar dös it des allabescht ? « » Aba ... « » Na , jetzt gehst hoam , und laß da nix o ' kenna ; und bal da Untaburga no mal was sagt , nacha laßt d ' eahm wiss ' n , daß du it mogst , oda sagst glei , du bleibscht bei mir in Deanst . « » Daß i bei dir bleib ? « » Ja . No hoscht dein Ruah . Und jetzt pfüad di ! « » Pfüa Good ! « » So a Weibsbild is scho wirkli was Dumm ' s « , sagte der Schormayer zu sich selber und schaute der Zenzi nach . » Auf dös kimmt oana gar it vo selm , wos dena all ' s eifallt . ' s Kind muaß an Vatern hamm , sagt s ' , und ganz wehleidi tuat s ' , als wann dös wos davo hätt ' , bal s ' mi ins Protakoll eini schreib ' n ! Na ! Es is wirkli a so : sie san abscheuli dumm ! Wiah ! Steh um , Bräundl ! Öh ! ... « - Aber gar so einfältig waren die Gedanken der Magd nicht , als sie durch den stillen Wald ging und über lauter Sinnieren ihre Schritte langsamer werden ließ . Die letzte Meinung des Bauern hatte sich fest bei ihr eingehakt . Geld haben und einen heiraten , das wäre freilich das Beste und Schönste . Und als richtiges Frauenzimmer wußte sie alsobald , wer derselbige sein könnte . Eine Viertelstunde außerhalb Kollbach stand in einer Waldecke das kleine Haus , in dem tausend bare Mark eine gute Hilfe gewesen wären . Und es gehörte der alten Holzweberin , die zwei Kühe hatte und einen Sohn . Über den Winter verdingte er sich als Holzknecht , und im Sommer taglöhnerte er , wenn daheim die Arbeit getan war , die nicht viel hieß bei den etlichen Tagwerken Acker und Wiesen . In der letzten Ernte hatte er beim Schormayer ausgeholfen , und sie waren oft beisammen gesessen in der Mittagzeit auf einem Feldrain oder im Schatten einer Haselnußstaude . Er war ein lustiger Mensch , der keck zu reden wußte mit jedem Mädel ; und auch der Zenzi hatte er diesmal was gesagt , das ihr jetzt einfiel . Vorhin , auf ihrem Weg zum Bauern , hatte sie ihn von weitem gesehen , und er hatte die Axt niedergestellt und herüber geschaut . Wenn es der für gewiß hätte , daß sie tausend Mark kriegen könnte , ließe er vielleicht mit sich reden . Sie blieb stehen ; seitab von ihr rief jemand in langgezogenem Ton , und dann fiel krachend ein Baum zu Boden . Wie sie hinschaute , sah sie etliche Leute an der Waldlichte stehen ; einer wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirne , und ein anderer trank lange und herzhaft aus einer Bierflasche . Das war der Holzweber Simmerl . Die Zenzi erkannte ihn gleich mit scharfen Augen , und schier von selber tappte sie vom Weg ab in den Schnee und ging auf die Holzknechte zu . » Guat Morg ' n beinand ! « sagte sie und lachte den Simmerl freundlich an . » Is insa Hansgirgl it bei enk ? « Der Simmerl wischte sich den Schnurrbart ab . » Na . Is er enk valor ' n ganga ? Der kimmt scho wieda , bal ' n hungert . « » Geah weita ! « » Lang gnua is er do beim Schormoar , daß a wieda hoam find ' t. « » Du bischt oana ! « » Hoscht an Strick bei dir , daß d ' ' n glei o ' hängscht , bal a dir untakimmt ? « » I ho ma grad denkt , ob er it do is , wei ' i eahm wos sag ' n möcht . « » Du muaßt vui Zeit hamm , bal ' s du zu ' n Dischkriern do außa gehscht ? « » I bi ja beim Baua ' n hint ' n g ' wen . « » I woaß scho ; mi hamm di scho g ' sehg ' n. « Der Simmerl drückte ein Auge zu und lachte . Und da sagte die Zenzi eifrig : » Du muaßt dir nix denka dabei . « » Mit ' n denka hob ' s i übahaupts it . « » Ja no , weil ' s d ' a so lachst . I ho grad Daxn z ' sammklaab ' n müass ' n. « » So , Daxn ? Dö hoscht aba g ' schwindi beinand g ' habt . Und buckt hoscht di aa it viel , wos ma g ' sehg ' n hot . « Er blinzelte lustig zu seinen Kameraden hinüber . » Geah zua , du lachst oiwei ! « sagte Zenzi schmollend . » I woaß it , wos du zu ' n lacha hoscht . « » I wer halt mein luschtinga Tag hamm . « » Du bischt wohl it oft trauri , han ? « » Net leicht , so lang i mir no a Maß Bier kaffa ko . « » Daß ma di gar nia siecht ? « Zenzi schaute bei der Frage den Simmerl ganz freundlich an . Er nahm wieder einen Schluck aus der Bierflasche und sagte : » Muaßt halt öfta zu ' n Daxn klaab ' n kemma , na siechst mi scho . « » Du tatst mi jetzt grad dablecka . « » I ? Ja , was moanscht denn ? I dableck koa Madl g ' wiß it . « » Du net ? « » Na ! D ' Madln san für was anders do . « » Ah du ! Jetz red amal g ' scheidt : kimmscht d ' gar it amal zu ' n Hoamgart ' n ? « Zenzi fragte leise , daß es der andere nicht hören konnte ; aber Simmerl dämpfte seine Stimme nicht . » Mögst d ' ma was vazähln ? « » Vielleicht woaß i was . « » Wos nacha ? « - » A so halt . « Da lachte der Bursche wieder kreuzvergnügt . » I wer amal schaug ' n , « sagte er , » bal i an Weg find ' , kimm i vielleicht . « » Du find ' st ' n scho . « » It allmal . Bei da Nacht is gar finschta . « » Gehscht halt beim Mo ' schei . « » Dös is wohr . Heunt schaug i amal glei an Kalenda nach . « » Vielleicht g ' freut ' s di , wos i dir sag ? « » Warum it ? Mir g ' freut so wos schnell . « » Nacha pfüat di , Simmerl . « » Adjes , Zenzi ! Und kimm vielleicht wieda ins Daxn klaabn ! « » N ... du ! « Sie stapfte durch den Schnee zurück , und am Weg schaute sie noch einmal freundlich lachend herüber . Aber sie konnte nicht sehen , was für ein Gesicht der Simmerl machte , denn er stand zurückgebogen da und trank den Rest aus der Flasche . Und sie war außer Hörweite , wie der andere Holzknecht sagte : » Mit dera kunntst d ' bal glückli wer ' n. « » Moanscht ? « » De hot si ja d ' Aug ' n außakegelt vo lauta Gernmög ' n. « » Vo mir aus ! « » Du tuast it feini um ? « » Na . « » I möcht g ' rad wiss ' n , was de bei ' n Schormoar hint to ' hot . « » Hoscht as ja g ' hört . Daxn hot s ' klaabt . « Da lachten alle zwei , und der Simmerl nahm seine Axt und ging daran , den Baum zu putzen . Nach ein paar Hieben fiel ihm ein alter Vers ein : » He , ös meine Menscher , Enk darf ' s net vadriaß ' n , De Manner zahl ' n sauren Wein , D ' Jungg ' sell ' n an süaß ' n ! « Zwölftes Kapitel Der Lichtmeßtag hatte sich , wie es die Bauernregel lobt , mit Schnee und Wind eingestellt ; und aus der Kirche , worin heute das heilige Wachs geweiht worden war , ging die ehrengeachtete Brautperson Ursula Glas nach Hause . In Händen trug sie einen roten Wachsstock , der nach altem Brauche dieser baldigen Ehefrau zukam und ihr als hoffentlicher Wöchnerin gute Dienste leisten konnte . Denn , um Hand und Fuß gewunden , wehrte er bösen Zauber von Mutter und Kind ab . In der Stube saß die Näherin , die mit flinker Nadel und klappernder Schere hantierte und an der Ausstattung arbeitete . Da gab es Allerwichtigstes zu reden , und Ursula war schier unwillig , als ihr der Lenz zur Tür hineinrief , daß sie nur gleich in die Küche kommen solle . Er machte zornige Augen , und seine Stimme klang gepreßt : » Woaßt d ' as scho ? D ' Zenzi is doblieb ' n ! « » Mi is gesting scho auffallend g ' wen , daß sie si net zu ' n geh ' richt ' . « » Du hoscht as g ' hört , daß a g ' sagt hot , sie muaß auf Liachtmeß aus ' n Haus ? « » Freili hot o ' s g ' sagt . « » Also du bischt mei Zeug ' n. I wart jetzt grad auf Mittag , und bal s ' do it weg is , nacha frag i ' n schnurgrad . I will sehg ' n , wos a sagt . « » Du , Lenz , laß ' s guat sei ! « » Wos ? Kamst du jetzt aa mit ' n guat sei lass ' n ? I zoag ' s enk all mitanand , daß i net g ' rad da Hanswurscht im Haus bi ! « » Schrei do it a so ! Hört ' s ja d ' Natherin . « » Dös is mir ganz wurscht . Moanst , d ' Leut ' red ' n it an ganz ' n Dorf ? Und lachan ins aus , den alt ' n Depp ' n und di , und mi erscht recht ? Is ja wohr aa , is denn dös no a Hauswes ' n ? « » Aba schaug ' , jetzt mach do koa G ' schicht it her , de paar Wocha , wo i no dahoam bi ! « » Wos geht denn dös mi o ? Du redt ' st da leicht ! Bal no du in Hirtlbach hockst , na derf do da größt ' Saustall sei , moanst ? Du siechst und hörscht nix davo . « » Es helft dir ja do nix ! « » Dös wer ' n ma sehg ' n , ob i da gar neamd bi , und ob ma bei ins auf koa Ehrbarkeit übahaupts nimma aufpass ' n muaß . Woaßt denn du , wo dös no hi ' geht ? « » Er werd eahm nacha do selm schama ! « » Der schamt si brav , ja ! Jetzt redt ' st a so , und z ' erscht hättst da liaba ' s Mäu z ' riss ' n , und hoscht mi grad oiwei g ' hetzt . « » Wo hon i di g ' hetzt ? I ho da bloß g ' sagt ... « » Du hoscht bloß g ' sagt , daß der Alt aufischliaft , und daß er in Händ ' n vo dem Himmiherrgottssaggeramentsschlamp ' n is , und daß mi gar nix mehr san , und daß vielleicht no amal alssammete hi ' werd , und ... « » Lenz , du muaßt it a so plärr ' n. Laß da no sag ' n ... « » Nix laß i mar sag ' n. Du gangst , und de bleibat , und i waar da Lapp auf und auf , und bal s ' den Lattürl , den damisch ' n , ganz rumkriagt , werd s ' vielleicht no Bäurin . « » Geah ! So muaßt jetzt aa it red ' n ! Dös glaabst je selm it . « » Wos is da vui zu ' n glaab ' n ? Hot ma dös no nia g ' hört , daß so an Alta dappig wor ' n is und auf gar nix mehr aufpaßt ? « » Scho ! Aba ... « » Aba dir is wurscht , gel ? Du hoscht dei Geld brav ei ' g ' steckt und bischt drei Stund weg vo dera Gaudi . Aba ' r i müaßt s ' vor Aug ' n hamm , und müaßt mi schind ' n und plog ' n und z ' letzt von Hof geh ' wia ' r a Handwerksbursch , mit ' n Stecka in da Hand ! Na , mei Liabi , jetzt drah i amal auf . « » Da machst d ' Sach it bessa . « » Ah ? So g ' scheit bischt du jetz wor ' n ? « » Laß da sag ' n ... « » Paß auf und laß da sag ' n , und grad guat waarst du und grad sanftmaßi . Du redt ' st halt aa , wia ' s dir g ' leg ' n is . « » Bal ' s d ' ma da it zualus ' n willst , nacha geh ' n i wieda zu da Natherin eini . « » Auf wos soll i lus ' n ? « » Weil i mit ' n Basel g ' redt hab üba dös , und de is do g ' wiß auf inserna Seit ' n und hot an Vastand . « » Und du hoscht ihr all ' s g ' sagt ? « » Freili ! Wia s ' z ' letzt do g ' wen is , und an andern Tag in Arnbach no ' mal . « » So ? Hot na de aa nix ausz ' setz ' n an dem Zuastand , an dem abscheilinga ? « » Gnua hot s ' ausz ' setz ' n , aba sie sagt , es waar übahaupts g ' scheidta g ' wen , mi hätt ' n gar it dagleicha to . « » Sagt sie ? « » Ja , wei da Vata durch dös erscht recht stützig werd ' , und indem daß a si ei ' bildt , er derf ins it nachgeb ' n , und wei eahm ' s Sach z ' letzt do no g ' hört , und ... « » Hot sie g ' sagt ? « » Ja , und daß ' s übahaupt so Leut gibt , de wo si auf dös ei ' spreiz ' n , daß s ' eahna nix sag ' n lass ' n. Und durch dös waar ' s vielleicht bessa g ' wen , bal mi koan Streit gar it g ' habt hätt ' n. « » Hättst halt dei Mäu g ' halt ' n , na hätt i nix g ' wißt ; hintadrei kimmst jetzt mit da G ' scheitheit ! « » Desweg ' n muaßt as du it no irga macha ; und bal ' s jetz no mal an Krach gibt , werst d ' sehg ' n , da bringst an Vata ganz ausanand . « » I ho koa Wort nimma g ' sagt , die ganze Zeit her , aba heunt is Liachtmeß , und die Loas muaß weg . « » Du hoscht ja recht , es is schiach gnua , daß er s ' it geh ' laßt ; aba moanst , er tuat ' s , bal du heunt aufmahrig werst ? « » Na woaß a do , was i mir denk . « » Dös woaß a ' r a so . Wos hoscht denn du davo ? Dös geht na wieda , wia ' s letztmal , daß a dir sagt , du bischt it Herr , und bal ' s da ' r it g ' fallt , ko ' scht geh . « » Also , i muaß ma dös g ' fall ' n lass ' n ? « » Wart ' n sollst ... « » Bis du aus ' n Haus bischt , gel ? « » Z ' weg ' n dem gar it ; aba red ' st d ' halt selm mit ' n Basel . « Lenz setzte sich und preßte die Hände zwischen den Knien zusammen . » Daß i zuaschaug ' n muaß wia ' r a Lausbua , und derf mi net rüahr ' n ! Liaba waar i Knecht ; na durft ' i do ' red ' n , bal ma wos it g ' fallt , und gang mi aa nix o , kunnt g ' schehg ' n , wos möcht ! So muaß i oiwei in da Angst leb ' n , daß d ' Leut hinterrucks lacha und dös ganz Haus schlecht macha und a niada mi grad für an Buam o ' schaugt , auf den it aufpaßt werd . « » Wos kinnan denn d ' Leut red ' n ? De wiss ' n ja nix . « » Na , gar nix . Dös hoscht scho du g ' macht , daß si de guat untahalt ' n kinnan über ins . « - » I ? « » Jawoi . Wo mi d ' Zollbrechtin dawischt , red ' t s ' mi dumm o und hot ihr ' n Jamma und ihr Wehleidigkeit mit mir . Moanst , daß de grad zu mir was sagt ? « » I hon ihr aba nix vazählt ! « » Hör ma ' r auf ! Ös Weibsbilda kinnt ' s ja ' s Mäu it halt ' n , aa net , bal ' s mögt ' s. « » De soll amal herkemma und soll sag ' n , daß i ihr wos vazählt hab . Dös waar ma scho z ' dumm , bal de a so lüagt . « » Na hot s ' as aus da Luft ? « » Wos woaß denn i , wo s ' as her hot ? De ko si denka , wos s ' mag , aba dös braucht s ' it sag ' n , daß i g ' ratscht hab . Weil dös durchaus it wohr is . De soll herkemma und soll dös behaupt ' n. « » A was ! Und is aa ganz wurscht , ob sie ' s vo dir oder vo ander Leut hot ; aba mi müass ' n staad sei , weil ' s wohr is . Vorgeschtern hot s ' as daher bracht , daß dös Mensch bei ' n Alt ' n in Holz draußd g ' wen is . « » Dös hoscht ja du g ' wißt . « » Scho ; aba daß s ' zu ' n Arbet ' n außi is , glaab ' n d ' Leut it . Da lachan schö hoamli . « » Jessas na ! Wann no dös amal an End ' hätt ! « » Kimmt drauf o , wos für oans . Vielleicht kriag ' n ma no a sauberne Stiafmuatta . « » Geah ! So was mag i gar it hör ' n. Und dös sell muaß aa wohr sei , Lenz : sei den selbinga Mal hon i nia mehr wos g ' spannt . « » Vielleicht geht a nimma mit de g ' nagelt ' n aufi , und schliaft strumpfsöckli umanand . « » I höret ' n scho ; muaßt it moan , daß i dös it spannet . « » Treibt a ' s , wia ' r a mog ; umasinscht hot er s ' it do lass ' n. « Ursula horchte . » Sei staad jetzt , « sagte sie hastig , » er kimmt ! « Der Schormayer war im Hausflötz . Da stand Lenz auf und ging ohne Gruß an ihm vorbei in den Hof . » Wos hot ' n der ? « fragte der Alte . » Macht a G ' sicht , als wenn eahm d ' Henna ' s Brod g ' numma hätt ' n. Hot ' s wos geb ' n ? « » Na ! « log die Ursula . »