s nia nimma dauern ; und bal d ' Urschula aus ' n Haus is , werd dei Vata schnell zeiti wer ' n. « » Ko sei ; bal ' s dir recht is , genga ma jetzt zu de Weibsbilda umi . « Als sie über den Hof kamen , stand die Zenzi am Brunnen und pumpte Wasser in einen Trankkübel . Der Kaspar musterte sie mit einem schnellen Blick . » Was habt ' s denn da für oani ? « fragte er . » D ' Kuahdirn ; auf Liachtmeß marschiert s ' « , sagte Lenz kurz und ein wenig verächtlich . » Saggera Hosenzwickl , de hätt ' Hax ' n ! « » I ho s ' no it o ' g ' schaugt auf dös . « » Geh , hör auf ! « lachte der Kaspar und drückte ein Auge zu . » Daß du so was it sehgast ! « » I mag ' s Hausbrot it . « Es lag in der Antwort des Lenz eine sonderbare Schärfe , die sein Gast wohl bemerkte ; jedennoch , er kümmerte sich nicht viel darum und dachte so obenhin , es werde schon irgendwie einen Grund haben . Unter der Haustüre warf er verstohlen noch einen Blick auf das saubere Frauenzimmer , das ihm neugierig nachschaute . Für einen ledigen Burschen wär ' s kein übler Brocken gewesen , so um die Zeit , da er noch beim Leibregiment war . In der Stube hatte das Basel einen argen Jammer . » Dös hamm ma dumm darat ' n , Kaschpa ! Da Vetta kimmt erscht uma drei hoam ; i hab da ' s glei g ' sagt , mi hätt ' n eahm was z ' wiss ' n macha soll ' n. Wos tean mir jetzt ? « » Jetzt müass ' n ma scho wart ' n , bis er hoam kimmt ; no amal umafahr ' n waar aa z ' wida . « » Ja , freili ; mi vasammt ja sei Zeit , und i ko aa net oiwei von dahoam furt . « » Bleibt ' s halt do ! « schlug Ursula vor . » Mir dischkrier ' n mitanand , und na werd d ' Zeit scho vageh ' . « » I woaß scho , was i tua , « sagte der Kaspar , » mir hot da Plank vo Bruckberg g ' sagt , daß er a Roßg ' schirr zum vokaffa hätt ' . Da geh i umi dazua ; is eh grad a kloane Stund zu ' n geh ' . « » Geh weita ! « bat Ursula . » Werst do it glei wieda davo renna ? « » Wos tat i denn do ? I ko do net fünf Stund herhocka ! « » Schaugst d ' halt insern Hof o ! « » Den siech i danach aa ; bis um oans bin i wieda z ' ruck , und na werd mi d ' Zeit do it gar z ' lang . « » Eigatli hot a recht , « sagte die Schneiderbäuerin , » für was soll a herwart ' n , wann er dawei a G ' schäft o ' macha ko ? I und d ' Urschula , mi untahalt ' n uns scho , und da Lenz werd a so im Stall bleib ' n müass ' n ; na vasammst d ' nix , Kaschpa , wann ' s d ' auf Bruckberg gehst ; aba daß d ' it z ' spat kimmst ! « » Um oans bin und z ' ruck . Pfüad Good beinand ! « Ursula lief zur Haustüre und rief ihm nach : » Kimm fei bald z ' ruck , Kaschpa ! « » Gilt scho ! « sagte er gerade hin , ohne sich umzudrehen , und ging weiter . » An dem kriagst d ' amal an richtinga Mo , « sagte die Schneiderbäuerin zur Ursula , » werst as sehg ' n. « » Bal ' s g ' wiß is , daß i ' n kriag ' . « » Warum it ? Bal da Vata a bissel mag , werd de Sach heut richtig . « » Ob er it z ' viel valangt ? « » Na , na , was i eahm so beiläufi g ' sagt hab ' , dös sell is eahm Sach gnua g ' wen . « - » Moanst do ? « » Freili ! Laß di no nix bekümmern , Urschula ! Hoscht ' n denn in da Thomasnacht it g ' sehg ' n ? « » Wia dös ? « » Ös junge Mad ' ln wißt ' s ja nix mehr , weil ' s koan recht ' n Glaab ' n aa nimma habt ' s. In da Toamsnacht hättst d ' as leicht dafragt , ob ' s d ' in dem Jahr de Prücklbäurin werst . « » Ah , dös san so Abaglaub ' n ! « » Weil ' s no ös all ' s bessa wißt ' s ! Aba dös derfst g ' wiß glaab ' n : bal si oani in da Thomasnacht ganz nackert auf ' n Schemmi vor ' s Bett stellt und sagt den selbinga Spruch , nacha siecht s ' den Bursch ' n , der wo s ' heiret . « » Glaabst du dös ? « » Und g ' wiß glaab i ' s , weil ' s amal wahr is ! « » Wia hoaßt na der Spruch ? « » Paß no auf ! Betscheml , i tritt di , Heiliger Thomas , i bitt di , Laß mich sehgen den Herzallerliebsten meinigen Diese heitige Nacht ! Und nacha kimmt a dem Madl im Traam für . « » Mir waar liaba , i wissat an Spruch , daß da Vata rechtsinnig waar geg ' n meina . « » Dös werd a schon sei ; was will a denn mehra ? Koa besserne G ' leg ' nheit find ' t a gar it für di . « » O mei , Basel ! « sagte Ursula und seufzte recht tief auf . » Was is jetza dös ? Lebt ' s ös schlecht mitanand , seit d ' Muatta g ' storm is ? « Und war der Ursula beinahe ihr Geheimnis über die Lippen gesprungen bei der Zollbrechtin , weil ihr Herz zum Überlaufen voll war , so konnte sie es jetzt schon gar nicht mehr zurückdrängen in Gegenwart dieser nahen Verwandten , die ihr stets Freundlichkeit bezeigt hatte und ihr jetzt einen Mann zubringen wollte . Das Wasser schoß ihr in die Augen , und sie sagte unter Schluchzen : » Na , Basel , mi leb ' n gar it guat mitanand ! « » Was waar denn jetzt dös ! Aba i ho ma ' s oiwei denkt : d ' Muatta hat z ' fruah von enk weg müass ' n. « Ursula wischte hastig ihre Tränen ab . » Na , Basel , sie is it z ' fruah weg ! Tröst s ' da liabe Good , aba mi müass ' n allsammete froh sei , daß s ' no bei Zeit ' n g ' storm is ! « » Was sagscht ma denn jetzt da ? « » Sie hätt nix schön ' s mehr dalebt ; es is g ' scheita , sie liegt an Grab . « » Geah ! Was is denn dös ? « Ursula rückte näher zur Base hin , dann stand sie auf und schaute auf das Flötz hinaus , ob keine Horcherin in der Nähe sei , und setzte sich wieder . » Woaßt , mi hamm da a ganz a schlecht ' s Mensch für a Kuahdirn , und mit dera hot si da Vata ei ' lass ' n. « » Dös glaab i do it ! Vielleicht moanscht as grad ? « » Bal i ' s do selm g ' hört hab , wia ' r a aus ihra Kamma außa is ; und er hat ' s aa gar it g ' laugn ' t. « » De Mannsbilda ! Na ! Na ! Je älta daß s ' wer ' n , desto dümmer wer ' n s ' ! « Die Schneiderbäuerin hatte die Hände zusammengefaltet und schüttelte den Kopf . » Wer hätt ' dös vom Schormoar glaabt , und hat so guat g ' haust mit deine Muatta ! « » Ja , und an dem Tag , wo ma s ' ei ' grab ' n hamm , hat a scho o ' gfangt mit dem Schlamp ' n. « » Geah , Madl , i ko ' s völlig it glaab ' n ! « » Wia ' r i vom Leich ' ntrunk hoam kemma bi , is sie bei eahm in da Stub ' n herin g ' hockt und is aufg ' sprunga , und ganz vahofft is s ' g ' wen . « » Am Gräbnistag ? « » Ja , Basel ! « » Dös sell is a bissel viel g ' sagt ; da möcht mi scho ganz vazag ' n. « Die Schneiderbäuerin kam nicht aus ihrer erschrockenen Verwunderung heraus . » Jessas , Marand Josef ! Wos mi all ' s daleb ' n muaß ! Ja , wos sagt nacha da Lenz ? « » Der derf it viel sag ' n. Oamal hot a ' s probiert , und na hot eahm da Vata glei an Strohsack vor d ' Tür hi ' g ' schmiss ' n. « » Sein ' eig ' na Kind ? « » Was glaabst denn , daß er mi allssammete hoaßt ? Grad oa Viech hi und her ; und bal i ' s Mäu it halt , sagt a , muaß i auf da Stell aus ' n Haus , wia da schlechtest Deanstbot , und koa Grüaßgood und Pfüadgood mehr , und grad d ' Tür ' n schmeißt a zua , und koa Freundlichkeit siecht mi de ganz Woch it . « » Da bedauert ' s mi scho all zwoa recht . « » Mi san aa zu ' n bedauern . Daß so was fürkemma kunnt , hätt jo koa Mensch it glaabt . « » I amal g ' wiß it . Jetzt sag ma no grad amal , Urschula , wo geht denn dös außi ? « » Dös kon i dir it sag ' n , da bin i ma it g ' scheidt gnua . Auf Liachtmeß , hat a g ' sagt , muaß der Schlamp ' n weg , aba i glaab gar nix mehr , weil a mir erscht geschting wieda an Krach g ' macht hat z ' weg ' n dera . « » O mei , o mei ! Is a ganz in ihra G ' walt ? « » Da hoscht recht ! Woaßt , bal amal a paar Täg a Ruah waar , na spinnt sie wieda was z ' samm und hetzt ' n auf ; und glei ans Fenschta vo seine Schlafkamma stellt si dös Luada hi und red ' t vo draußt eina . « » Aba woaßt , Madl , da muaßt du scho koa Schneid gar it hamm ; dös lasset i mir it g ' fall ' n ; und de nächst Pfann nahm i her und schlaget ihr an Kopf ausanand . « » I ho s ' scho umanandlass ' n , de Loas ! « sagte Ursula , und ihre Augen blitzten . » Geschting hon i s ' it schlecht herg ' schlag ' n. « » Und da Lenz ? Warum haut s ' der it glei ganz außi , bal da Alt amal it dahoam is ? « » Der traut eahm it , Basel . Da Vata muaß eahm ganz grob kemma sei , weil er so dasig is . « » No , vielleicht is g ' scheita , er schaugt no a weng zua ; aba bal s ' auf Liachtmeß it aus ' n Haus kimmt , na soll er amal fescht o ' packa . « » Ja , nacha kenn i aa nix mehr . « » Urschula , bal i ' s recht übadenk , na is g ' scheidta , du hebscht di jetzt ganz staad und heiredtst , so g ' schwind , als geht , an Kaschpa , und na bischt du in dein Haus und ko ' st zuaschaug ' n. « » Bal no dös g ' wiß waar ! « » Laß mi macha , i red ' an Vata guat zua ... « » Aba koan Schnaufa derfst d ' it toa , daß da ' r i was g ' sagt hab ! « » Waar ' s it g ' scheita , i redat frischweg mit eahm und saget eahm pfeigräd , was mi si denkt üba so was ? « » Na , Basel , da kunnt ' s g ' feit sei . Da Vata waar imstand und tat ma ' s Heiratguat kürz ' n. « » Dos is scho weit kemma , bal mi so was fercht ' n muaß ; aba du hoscht recht : es is aa z ' weg ' n an Kaschpa bessa , bal ' s koan Streit it gibt . « » Jessas , bal er ' s dafragt : moanst d ' , er stand z ' ruck ? « » Z ' weg ' n dem it . Was kümmert eahm dös , was da ' r Alt in sein Haus tuat ; aba bal ' s heunt an Krach gab , kunnt er leicht moan , daß na mit ' n Geld it all ' s in Ordnung waar . « » Laß da no grad nix mirka , Basel ! Schaug , i ho dir ' s sag ' n müass ' n , weil ' s mi gar so viel druckt hot ; aba jetz derfst d ' ma dös it o ' toa , daß d ' an Vata in d ' Hitz ' n bringscht . « » Dös derf dir da g ' ringst Kumma sei , i bring de heiret it ausanand . Wos hoscht ' n ? « Ursula war aufgesprungen und schaute auf den Hof hinaus . » Schaug außi ! « sagte sie aufgeregt . » Do is sie jetzt ; sie fahrt an Mischt außa ! « Die Schneiderbäuerin schaute lange und forschend das starke Weibsbild an , welches mit aufgeschlagenen Röcken auf dem Dunghaufen stand . » Dös is s ' ? « fragte sie mit gedehntem Ton . » Wos a no grad an dera find ' t ? De tat jetzt mir gar it g ' fall ' n , a so a grob ' s G ' stell , wia de hot ! « - » Gel , sagst d ' as aa ? « » De hot ja do scho nix fein ' s gar it ! Ja , de Mannsbilda ! Da muaß ma si scho ' frag ' n , wo de oft d ' Aug ' n hamm ! « Vor der Essenszeit ging die Schneiderbäuerin mit der Ursula in den Stall , um Kühe und Hennen zu mustern . Und das hätte sie zu keiner Zeit unterlassen ; denn was eine gute Hauserin ist , hält fleißig Umschau in anderer Leute Wirtschaft , weil es dabei was zum Lernen und noch mehr zum Kritisieren gibt . Aber hier und heute hätte es die Schneiderin schon gar nicht übers Herz gebracht , von der Gewohnheit abzulassen , weil sie das Weibsbild , die Magd , in der Nähe sehen wollte . In zwei langen Reihen stand das liebe Vieh und schaute gedankenlos auf die Eintretenden , indes es an seinem Futter kaute . Es waren Kühe wie andere auch , einfarbig oder gefleckt , mit stark oder schwach gebogenen Hörnern ; und alle hatten an den Seiten ziemlich viel Schmutz . Die eine und andere streckte wohlig den Buckel auf , hob den Schweif und ließ ihr Wasser rinnen , von einer andern platschte es anders zu Boden , und die Ketten klirrten und wetzten sich an den Barren . Der unkundige Betrachter wäre vermutlich vorne an den hübschen Tieren vorbeigewandelt und hätte ihre Köpfe gestreichelt und jeder Kuh in die treuherzigen Augen geschaut . Was aber die Schneiderbäuerin war , die ging hinten herum und übersann sich lange bei jedem Stück . » Mi kemman s ' so maga für , « sagte sei zur Ursula , » so ei ' g ' fall ' n san s ' auf da Seit ' n. Es muaß mit ' n Fuatta it all ' s richti sei . « » Dös sag i ja scho lang , daß s ' lüaderli g ' halt ' n san « , antwortete die Haustochter sehr laut . So laut , daß es Zenzi , die etwas entfernt davon stand und mit der Mistgabel die Streu auseinander teilte , hören mußte . Sie schnupfte jedoch nur verächtlich auf und stocherte emsig auf einem Fleck herum . Kopfschüttelnd schritt die Schneiderin weiter . » Drecki san s ' . Auf dös solltst wohl schaug ' n , Urschula , daß dös it übahand nimmt ; guat putz ' n is halbat g ' fuattert . « » Ja , da schaug , bal mi sellane Deanstbot ' n hot ! De wo grad was anderst ' s an Sinn hamm als wia d ' Arbet ! « Die Zenzi steckte den Kopf tiefer zwischen die Schultern . Eine Antwort wäre ihr schon eingefallen , und schnell auch noch ; aber dann war der Streit fertig , und sie war mutterseelenallein . Und das war leicht zu erraten , daß die grobe Kotzen sie bloß herauskitzeln wollte vor der Fremden . Was das für eine war , und wie sich die aufspielte und überall was auszusetzen wußte ! Sie räusperte sich und stach die Zinken heftiger ins Stroh . » A was ! Red ' s , was mögt ' s , i hör ' s it . « » De wella is jetzt de Bescht ? « fragte die Schneiderbäuerin . » De dritt von vorn eina « , antwortete Ursula ; » mi hamm s ' vom Schießl z ' Eisenhofa kafft . « » De braung ' fleckelte ? « Die Schneiderin ging ein paar Schritte zurück und musterte die Kuh auf ein neues . » So , dös is enka Beschte ? Wia viel geit na de Milli ? « » Du , hoscht as g ' hört ? « schrie Ursula grob zur Zenzi hinunter . » Wia viel d ' Schießlin Milli geit ? « » A zwölf Lita « , brummte die Magd . » Zwölf grad ? « sagte die Schneiderin . » Dös is amal gar it viel auf de Bescht . Dös gibt bei mir a mitter ' ne . « » Bei dir werd halt a bessa aufpaßt auf ' s Sach ; wia ma s ' kriagt hamm , hat de aa mehra geb ' n. « Die Ursula hatte einen schneidigen Ton an sich ; aber diesmal verblieb die Zenzi nicht in Stillschweigen . » De hot no nia mehra geb ' n « , sagte sie kratzig . » So ? Muaßt du dös wiss ' n ? Unta da ' r andern Dirn hamm mi vo da Schießlin vierzeh ' Lita kriagt . « » Wer ' s glaabt ! « » Wos ? Wia red ' st denn du ? Derfst du frech sei do herin , du ... du ? « Die Schneiderin hielt Ursula zurück und winkte ihr mit den Augen . » Laß guat sei ! « hieß das . Und noch ein bedeutsamer Blick sagte der Erzürnten , daß es an diesem Tag keine Aufregung geben dürfe , wegen des Alten , wegen des Kaspar , wegen alles möglichen . Ursula verstand die Base und knurrte etwas Unverständliches vor sich hin , und es war ganz gewiß etwas Beleidigendes . » Übahaupts is dös gar it de Bescht , « fing die Zenzi wieder an ; » de da geit mehra . « Sie stieß mit dem Gabelstiel eine Kuh an , die näher bei ihr stand . Die Schneiderin schaute aber nicht das Tier , sondern die Magd prüfend von der Seite an und drehte sich geringschätzig weg , ohne eine Antwort zu geben . Sie ging die andere Reihe entlang und fand immer wieder einen Grund , den Kopf mit Mißbilligung zu schütteln . » Mi siecht aa , daß ' s Auter it ganz sauba g ' halt ' n is , und do bin i hoakli . Bal i dös dahoam mirk , jag i oani auf da Stell davo ' ; und red ' n laß i übahaupts meinen Deanstbot ' n gar nix . I valang d ' Arbet , und firti ! « » Waar no i Herr , nacha waar ' s bei ins g ' rad a so ! « sagte Ursula . » Aba du bischt it Herr ! « dachte sich die Zenzi . » Und red ' t ' s no zua , weg ' n meina . I paß auf dös gar it auf . « Nach dem Essen setzten sich die zwei einträchtigen Frauenzimmer zu einem langen Diskurse in die Küche ; es fehlte nicht an Nudeln und Kaffee , und auch nicht am Gegenstande , über den sich vieles sagen ließ . » Siehgst , Urschula , jetzt weil ' s d ' ma du mehra vazählt hoscht , moan i , es waar it gar so weit g ' feit . Dös war a b ' suffane Gaudi , und es waar g ' schaidta g ' wen , du hättst nix dagleicha to . « » Mi ko do aa ' s Mäu it halt ' n , bal mi so was spannt ... « » Freili kunnt ma ' s halt ' n , aba du bischt halt no it alt gnua und kennst di no z ' weng aus in da Welt . Mi wundert ' s gar it so viel , daß dei Vata de Dummheit g ' macht hot . « » Du bischt guat troffa , Basel ! Z ' erscht hoscht aba ganz anderst g ' red ' t. « » I lob ' s jetz aa it , und koa richtiga Mensch werd da anderst g ' sinnt sei . Bal so was vorkimmt , is ja scho da Respekt bei de Deanstbot ' n nimma vorhand ' n. « » No also ! « » Aba wundern tuat ' s mi it , sag i , weil d ' Mannsbilda allsammete so san , bal s ' z ' viel Bier hamm . « » Von dem dein ' glaabst d ' na so was do it ? « » Moanscht ? « » I möcht di it sehg ' n , wann du an sellan Vadacht hättst . « » An Vadacht hon i koan , und i glaab it , daß was fürkimmt , aba trau ' n tua ' r i eahm gar it . « » Geah ? « » Na , gar it . Freili , unta da Woch und bei da Arbet und so , da woaß i scho , daß si nix feit , aba bal a grad am Sunntag a wengl rauschi hoamkam und stand eahm so a schlecht ' s Luada hi , na waar glei was g ' schehg ' n. « » Da waar mi ja oiwei in da G ' fahr ! « » Mi muaß halt Obacht geb ' n , Urschula . « » Na , dös sag i glei , bal i so was glaabet , laffet i auf und davo . « » Mi lafft it so g ' schwind . « » I scho ; und bal i dös wissat , daß da Kaschpa aa ' r auf dera Seit ' n waar , na möcht i liaba it heiret ' n. « » Na muaßt d ' ledi bleib ' n , weil oana is wia da ' r ander . « » Du sagscht ma was schön ' s ! « » Schaug , Urschula , i will da was vazähln ; i hon den mein aa ' r amal dawischt , wiar ' a so schö staad b ' suffa bei da Mitterdirn hibei g ' stanna is und a weng deutli mit die Händ ' g ' red ' t hot . G ' rad liab waar er g ' wen ! « » Aba da bischt drei ' g ' fahrn ? « » Na , dös sell hon i gar it to . I ho mi g ' stellt , als wenn i gar nix g ' sehg ' n hätt , und hon eahm schö to , als wia ' r an Krank ' n , und hon an in ' s Bett eini bracht , und da hot a sein Rausch und sei Dummheit ausg ' schlafa ; sie san ja gar it so scharf , als wia s ' tean , und de mehra Zeit san s ' froh , bal s ' eahnan Ruah hamm . « » Da müaßt inseroans oiwei auf da Paß steh ? « » A bissel Obacht geb ' n braucht ' s scho ; und de G ' leg ' nheit auf d ' Seit ' n ramma , dös is a Hauptsach . « » Jetzt muaß i dir scho sag ' n , Basel , daß mei Freud g ' ringa wor ' n is . « » Ja , g ' rad weg ' n an schö ' hamm und weg ' n da Luschtbarkeit braucht ma ' r it heiret ' n , mei liab ' s Madl ; do werd da no viel untakemma , was da ' r it g ' fallt . ' s Kinda kriag ' n is it luschti , und ' s Kinda wart ' n aa it ; aba ' s muaß amal sei , und ledi bleib ' n is dös alleschlechtast . Da woaß oans auf oamal nimma , wo ' s hi ' g ' hort ; und als Bäurin auf seine Sach hocka , is it zu ' n varacht ' n. « » Aba bal ' s was werd mit ' n Kaschpa , na muaß a am an eigna Schwur ableg ' n , daß er nia an anderne o ' schaugt . « » Da wurd ' a bald meineidi . No , gar z ' schiach derfst d ' as aa it fürstell ' n. Bei an junga Bauern is de G ' fahr it so groß ; dö sell ' n hamm mehra Stolz und mehra Eifa zu ' n regier ' n , aba bal ' s amal über ' n vierzga umi gengan , nacha muaß mi guat aufpass ' n. Do kemman s ' in zwoat ' n Saft und schlag ' n no mal aus , und g ' schleckig waarn s ' nacha ' r aa , und passet eahna so a bissel an Abwechs ' lung . Do kam ' s eahna glei für , als wenn s ' scho lang gnua bei oane blieb ' n waar ' n , und sie san viel dümma . Bal sie da oani o ' schmeichelt glaab ' n s ' ihr mehra und hör ' n ' s gern , daß s ' no ' was taug ' n. « » Auf dös paß i amal guat auf . « » Aba ' r it grob sei und it streit ' n , sinscht bild ' n s ' eahna an Stolz ei , daß sie ' s erscht recht tean . Übahaupts , mirk da dös : de Mannsbilda muaß mi oiwei auf ' n Glaab ' n lass ' n , daß all ' s nach eahnan Kopf geht . Mi tean ja do de mehra Zeit , was mi mög ' n ; aba zoag ' n derfen mi dös it , und d ' Nas ' n derf ' n mi eahna it drauf stöß ' n. Vo selm sehg ' n s ' as it , weil s ' so viel ei ' bilderisch san und moanan , es ko gar it anderst sei , als daß sie allssammete regier ' n. De Freud muaß mi eahna lass ' n , und na red ' n s ' recht g ' scheit an Wirtshaus und in da Gmoa , aba staad und hoamli hamm mi ' s Heft in da Hand . « Die Schneiderin zwinkerte bedeutsam ihrem Schützling zu und tauchte eine Nudel in den Kaffee ; die Ursula aber hielt sich die Hand vors Maul und lachte voll Verständnis und sah die Zukunft wieder in schöneren Farben . Indem warf sie aber einen Blick auf die Uhr und rief : » Jessas , jetzt is scho zwoa , und da Kaschpa is no it da ! « » Der bleibt it aus , und mi hamm ins glei bessa untahalt ' n , weil er it da war . « » Genga ma füri , na sehg ' n