« » Geah ! Hört ' s auf mit de G ' schicht ' n ! « » G ' wiß is wahr ! Er hot mi bei da Kuch ' l außig ' schmiss ' n ; und , sagt a , bal i zu dir eina will , hot er g ' sagt , na hon i ' s mit eahm z ' toa . « » Kreuz Teufi ! I wer scho mein Fried ' amal kriag ' n ! Was gengan mi denn enkere Streitereien o ? « » Jetzt sagst d ' as so , und z ' erscht ... « » Du ! Mach , daß d ' in Stall kimmst , und bal ' s d ' ma wieda was z ' sag ' n hoscht , gehst vorn bei da Haustür eina . I mach scho , daß di neamd aufhalt . « » Und bal er mi amal bei da Kuch ' l außi schmeißt , und , sagt a , wia ' s d ' ma grad an Schritt einagehst , hat er g ' sagt ... « Der Schormayer schlug das Fenster zu . Stand nicht die Zollbrechtin am Brunnen und schaute herunter und wußte jetzt etwas ganz Merkwürdiges : daß die Dirn beim Nachbarn fensterln ging ! So eine Gans ! Stellt sich brettbreit hin und sagt zum Fenster herein , daß der Tierarzt im Dorf ist . Als wenn sie weiß Gott was für ein Geheimnis zu bringen hätte ! Aber freilich : wird schon der Herr Lenz wieder strohgrob gewesen sein ! Der Schormayer ging in die Küche . » Mein ' Kaffee ! « » Da is er ! « sagte Ursula brummig und erhob die Tasse über den Herd hin . » Vielleicht tragst d ' ' n her am Tisch ! Und schiabst d ' ' n net zuawa wia ' r a Hundsschüssel ! « » Ja no ! « Ursula war beleidigt , aber sie stellte den Kaffee doch recht manierlich vor dem Vater hin . » ' s Brot ! « Sie brachte einige Semmeln , und er tunkte sich Brocken ein ; und während er sie kaute , warf er mißmutige Blicke herum . Die Ursula machte sich daran , Teller und Schüsseln zu waschen ; sie konnte dabei ihren Zorn aufweisen , indem sie das Geschirr tüchtig wider einander stieß . » Du ! « » Wos ? « » San meine Haustür ' n bei ' n Tag off ' n ? « » Ob de Tür ... ? « » Ob meine Haustür ' n bei ' n Tag off ' n san , frag i. « » Freili san s ' off ' n ; wer soll s ' denn zuasperr ' n ? « » Für was müass ' n na meine Deanstbot ' n beim Fensta zu mir einaredn , bal s ' was zu ' n ausricht ' n hamm ? « » Was is jetz dös schon wieda ? « » G ' stell di it a so unschuldi ! Du hoscht ja do wieda ' r an Lenz aufg ' hetzt , daß er an Lackl g ' macht hot und laßt d ' Zenzi net bei da Tür eina ! « » Jetzt a so a Lug ! « » Ja , di kenn i. « » Na , so a Lug ! Und all ' s müaßt i g ' wen sei , und allawei waar i schuld ! Und dös werd ma scho gar z ' dumm ! « » Sei staad ! Und an Lenz sagst , er soll froh sei , bal i net de Tür zuamach , aba ' r a so , daß von enk koans mehr eina kimmt ! « » Was dös Mensch wieda für a G ' red o ' gricht hat ! Und dös waar bald a so , daß mi gar nix mehr waar ... « » Is scho aufg ' red ' t ! « Der Schormayer schlug die Türe hinter sich zu . Ursula aber lief über den Hof in den Roßstall und traf den Bruder , wie er seinen Gäulen Wasser vorgab . » Du , Lenz , i ho da was zu ' n ausricht ' n. « » Vo wem denn ? « » Von eahm . « Ursula deutete mit dem Kopf gegen das Wohnhaus hin . » Was nacha ? « » Du sollst di z ' sammnehma , daß er dir die Tür it vor da Nas ' n zuaschlagt und di nimma ins Haus eini laßt . « » Dös vasteh ' i net . Was habt ' s denn da scho wieda g ' habt ? « » Dös is it schwar zum vasteh ' ; de ander hat ' n aufg ' hetzt und hot eahm g ' sagt , du laßt de Deanstbot ' n nimma zu eahm eini , und sie müass ' n z ' an Fenschta eini red ' n , bal ' s an Herrn was zu ' n ausricht ' n hamm . « » A so a g ' machte Lug ! « Lenz stellte zornig den Wasserkübel hin . » Weil i dös Weibsbild net zu eahm in d ' Kamma hab nei laff ' n lass ' n , daß da Krawall net scho in aller Fruah wieda ' r o ' geht ! « » Da Krawall is scho g ' wen . Er kimmt zu mir in d ' Kuchl eina , und grad grob , woaßt ! Seine Kinda schmeißt a außi , und aufpass ' n tuat a auf gar nix mehr , und was dös Mensch sagt , dös muaß wahr sei , und für ins gibt ' s überhaupts koa Recht gar nimma . « » Woaßt du ' s gewiß , daß sie bei eahm g ' wen is ? « » Er hat ' s do selm g ' sagt ! Sie is beim Fensta zuawi g ' stanna , daß sie ' s ja recht markier ' n hat kinna , und grad g ' hetzt muaß s ' hamm , und du sollst di no z ' sammnehma , hat a g ' sagt , daß er die Tür it zuaspirrt und ins mitanand außi tuat ... « Lenz sah sich mit zornrotem Gesicht im Stall um . » Wo is mei Goaßl ? « » Was willst d ' denn , Lenz ? « tat Ursula erschrocken . » Mei Goaßl möcht i. Ob ' s g ' rad oda krumm geht , jetzt hau i dös Mensch umanand , daß ' s am Leb ' n vazagt . « » Laß guat sei ! Bitt di gar schö ! « » Soll i mir all ' s sag ' n lass ' n ? Herrgottsaggerament ! Hansgirgl ! « Lenz brüllte , was er aus dem Halse brachte . » Wos ? « antwortete hinten eine Stimme . » Hoscht du mei Goaßl weg ? « » I net . « » Dort ' n loahnt s ' ! « sagte Ursula und deutete in die Ecke . Lenz sprang hin und krampfte die Faust um die Peitsche . » Wart ' , Luada ! Jetzt red ' n mir mitanand ! « Er wollte zur Türe , aber da war der Hansgirgl derweilen nach vorn gekommen und hielt ihn beim Arm zurück . » Geh it außi , Lenz ! « » Wos willst denn du ? Geht di dös was o ? « » It viel . Aba ' r a zorniga Mensch woaß net allemal , was er tuat . Bleib herin ! Es is g ' scheiter . « » Dös sag i aa , « fiel Ursula ein , » laß guat sei ! Ma woaßt it , was allssammete g ' schiecht . « » Waarst du it eina kemma ! Hättst di du it herg ' stellt und mir all ' s vazählt ! Daß i von Haus weg muaß , bal ' s dös Mensch da draußd hamm will ! Laßt ' s mi aus , sag i ! « » Net ! Net ! « bat Ursula . » I laß di net aus « , sagte Hansgirgl . » Da schaug umi ! Steht da Viechtokta bei ' n Stall hiebei , und da Baua ' r aa . Werst d ' eahm do vor fremde Leut ' n koa selle G ' schicht it hermacha . « Lenz schnaufte zornig und fuhr sich mit der freien Hand durch die Haare . » Dös is ihra Glück « , sagte er kurz und ging von der Türe weg . » I dank da schö , Hansgirgl , daß d ' eahm z ' ruckg ' halt ' n hoscht ! Dös hätt ja an Unglück geb ' n ! « jammerte Ursula . » Nix zu ' n dank ' n. Aba bessa is , bal du dös Unglück z ' erscht übalegst . « » Ja no , mi muaß do sag ' n , was g ' schehg ' n is ; und bal er selm g ' sagt hat , i soll ' s an Lenz ausricht ' n. « » Mach , daß d ' weita kimmst in dei Kuch ' l ! « fuhr sie Lenz an . » I ko di do herin it braucha . « » Vo mir aus ! I sag da g ' wiß nix mehr ; und was mi tuat , is it recht , und dös waar jetzt scho bald a so , daß mi gar nix mehr recht macha ko , und ... « Vor sich hin greinend ging die Ursula auf den Hof hinaus und hielt erst das Maul , als sie merkte daß der Vater zu ihr hinschaute . Er pfiff grell durch die Zähne . » Wo kimmst denn du her ? « » An Stall bin i g ' wen . « » Hoscht du Zeit zu ' n hoamgart ' n ? « Der Schormayer drehte sich um und redete wieder mit dem Tierarzt . Im Roßstall blieb der Hansgirgl noch beim Lenz stehen und sagte : » Du , Lenz , i bin jetzt scho neun Jahr bei ' n enk , und du woaßt , daß i zu ' n Haus halt . Aba i sag dir dös : paß auf koa Weibsbild durchaus gar it auf ! Da macht mi ' s allawei verdraht , bal mi si vo dena was ei ' red ' n laßt . « » Du woaßt aa it all ' s , Hansgirgl , was bei ins los is . « » Wiss ' n tua ' r i gar nix , na ! Aba derrat ' n hon i a bissel was . « » Was hoscht du derrat ' n ? « » Is g ' scheita , ma red ' t it davo . Dös derfst d ' mir glaab ' n , inseroans hot aa seine Aug ' n im Kopf , und mi braucht ja net all ' s sag ' n , was mi siecht . « » Bal ' s du was g ' spannt host , na werst d ' aa sag ' n müass ' n , daß mi da it kalt zuaschaug ' n ko . « » Warum it , Lenz ? Bal mi scho amal zuaschaug ' n muaß , na is bessa , ma laßt si d ' Hitz ' n it gar z ' stark aufsteig ' n. « » Na , bin i der Garneamd auf ' n Hof ? « » Du bischt da Sohn , und über ' s Jahr bischt da Baua . Na kost du dir allssammete richt ' n , wia ' s du ' s hamm willst . « » Dös is no lang it g ' wiß , ob i an Hof kriag , bal ' s as so weita geht . « » Ö-hö-hö ! Gar so gach werd ' s it oba geh ' ! Wer soll denn ' s Sach kriag ' n als wia du ? « » Wart no , was no all ' s kimmt ! « » Na , na , Lenz ! Dei Vata is so unrecht it , und i kenn eahm do aa guat . Bal ' s d ' di staad hebst , werd ' s so weit it fehl ' n. « » Heb di staad , bal ' s d ' a niad ' n Tag was anderst hörscht ! « » Hör nix ! Dös is ja grad , was i dir sag ' . D ' Weiberleut koch ' n allawei was z ' samm , und d ' Mannsbilder soll ' n ' s ausfress ' n. « » Recht host scho ! « » Freili hab i recht ! Da werst nimma firti , bal ' s d ' amal o ' fangst und laßt di auf ' s Vazähl ' n ei . Hoscht du amal a Weibsbild g ' sehg ' n , dös von selm aufhört ? I no net . Da muaß bohrt wer ' n und bohrt wer ' n , bis was bricht . Na stengan s ' da und wiss ' n eahr it z ' helf ' n , dö Luada , dö dumma ! « » Es is a so , Hansgirgl ! « » No also ! Heb di staad und druck d ' Aug ' n zua und laß di vo da Urschula gern hamm ! Gar so stocknarrisch werd scho da Baua aa ' r it sei ; und , daß i dir ' s g ' rad sag ' , wia ' s is , von eahm aus hätt ' i wohl nix g ' spannt , aba in da Kuch ' l drin bin i bald auf a G ' spur kemma . De sell ' n kinnan ja nix b ' halt ' n. « » I heb mi scho staad , derfst d ' ma ' s glaab ' n ; dös hoaßt , so lang ' s geht . « » Es geht scho . Jetzt derf i aba macha , daß i ei ' spann . Pfüat di ! « » Pfüat Good , Hansgirgl ! « Neuntes Kapitel Der Schnee lag fußtief , und an den windstillen Tagen hielt sich eine gute Schlittenbahn . Der Schormayer fuhr selber mit zwei Gäulen Langholz nach Dachau hinein , und die Arbeit tat ihm wohl . Der Hansgirgl war bei ihm mit einem zweiten Gespann , und der Lenz legte mit etlichen Holzknechten im Wald auf und brachte die Bäume ins Dorf . So rührten sich alle Hände , und über dem Schaffen wurden die Verdrießlichkeiten vergessen , die beim Nichtstun in die Länge und Breite gingen . Wenn am frostklaren Morgen der Schlitten knirschte und pfiff , schritt der Schormayer wohlgemut daneben her und versuchte auch wohl mit der Peitsche ein altes Gesetzel zu knallen . Oder er führte mit dem Hansgirgl , der dichtauf folgte , eine Unterhaltung . In Dachau setzte er sich behaglich in eine warme Wirtsstube ; und schon lange hatte ihm keine Maß Bier mehr so geschmeckt wie hier eine jede , die er sich verdient hatte . Er traf auch alte Freunde und Bekannte und konnte von weit und nah manches erfragen . Eines Tages , wie er beim Zieglerbräu saß und rechtschaffen müd seine Füße ausstreckte , klopfte ihm jemand auf die Schulter ; und wie er sich umdrehte , mußte er sich fast besinnen , daß er den Limmer von Weichs erkannte . » Ja , grüaß di Good , Schormoar ! « » Grüaß di Good aa ! « » Triff i di do amal ! De ganz Zeit hamm mi g ' wart , ob ' s d ' net wieda zuakehrst ; und hör ' n hoscht aa nix lass ' n. « » Na , hot si net auftroffa . « » A Botschaft hättst d ' ins scho schick ' n kinna . « » I sag ' d ' as , wia ' s is , i ho koa Zeit it g ' habt . « » Ja , ja ! Sie werd da halt it g ' fall ' n hamm . « » Net recht g ' machti . « » Und sie is ganz stocknarrisch auf di . « » Geah ? No , hot s ' jetzt den Hof kafft , wo s ' selbigsmal in Handel g ' wen is ? « » An Atzenhofer ? Na . I glaab , sie wart ' heut no , ob s ' di net do am End no dag ' langt . « » Mi net . Dös ko ' st ihr ausricht ' n , und an schön Gruaß vo mir . « » Moanst it , es werd no was ? « » Net leicht . « » Siehgst as , wia ' s oft geht ! Und sie hot si ' s scho ganz fest ei ' bild ' t ! « » Ei ' bild ' t hon i ma scho oft was . « » Woaßt , da Tretter hat si überhaupts a so auslass ' n , als wenn ' s ganz g ' wiß waar , und als wenn er d ' Vollmacht hätt ' für di . « » So ? « » Ja , g ' red ' t hot der grad schö ' ! Mögst d ' net moan , daß d ' Leut ' a so lüag ' n kinnan . « » De Leut muaßt d ' nix glaab ' n , Limmer . Da trink amal ! « » G ' segn ' s Good , Schormoar ! « » ' s Wohlsei ! « » Du , hoscht da vielleicht an anderne aufganga ? « » Na . « » Du Schlaucherl , du sagst ma ' s grad it ! « » I tat da ' s aa it sag ' n. « » Na werd ' s scho a so sei ? « » Es is it a so , aba du brauchst mir nix glaab ' n. « » Kreuz Teufi ! De werd d ' Trentsch ' n hänga lass ' n , bal i ' s ihr sag ! « » Dös tuat nix . Sie ziagt s ' scho wieda ' r aufi . « » Ja , ja . No also , zu ' n macha is nix ? « » Na , gar nix . « » Nacha pfüat di Good ! « » ' s Good , Limmer ! « » Du , Schormoar , daß i net vagiß : da Buachberger vo Glonn treibt ' s nimma lang . « » So ? « » Er rasselt a so bei ' n huast ' n , woaßt , als wia wenn a ' r a Kett ' n aufaziahgat , und des sell is a schlecht ' s Zoacha . « » Dös is zwider für eahm , aba i kenn eahm ja gar net . « » Dös is do der selbige , vo dem die Kaltnerin ihre dreitausad Markln irbt ! « » Ah so ! Na , sie werd ' s braucha kinna , bal s ' den Hof wirkli kafft . « » I ho gmoant , du kunnt ' st vielleicht mehra Gusto drauf hamm , bal sie dös Geld kriagt . « » I hon koan Gusto durchaus gar it . « » Nacha is g ' feit ; dös siech i scho . « » Weit g ' feit , Limmer . Pfüat di . « » ' s Good , Schormoar ! « Hansgirgl hatte aufmerksam zugehört und blinzelte lustig , wie er sah , daß der Bauer in sich hineinlachte . » Hoscht ' n geh ' hör ' n ? « fragte ihn der Schormayer . » Er is scho so laut auftret ' n , daß ma ' s hör ' n hat müass ' n. Was is denn dös für oana ? « » Vo Weichs is er ! Hat a ganz a nett ' s Sach . « » Hätt ' er schmus ' n mög ' n bei dir ? « » Ja , a wengl . Da kunnt i no mal glückli wer ' n , Hansgirgl . « » Muaß dir aba net recht drum sei , was i g ' spannt hab . « » Bei dera net . « Der Schormayer trank und wischte sich lachend das Maul ab . » Hansgirgl , um de tatst di du aa ' r it reiß ' n. « » Is s ' so schiach ? « » Schiach wia ' r a Nachteul ' n und hantig wia ' r a sauer ' s Bier . « » Na pfüad di Good ! « » Dös sell hon i mir aa denkt . « » Daß sie aba so viel Glaab ' n auf di hot ? « » Vielleicht kimm i ihr so dumm für ; ha-ha ! Da kunnt ' st d ' hi ' wern ! Ganz bocknarrisch is sie auf mi , sagt da Limmer . Dös möcht i g ' hört hamm , was eahr da Tretter all ' s aufbund ' n hat ! « » Is der beteiligt bei dera Sach ? « » Er möcht si halt an Kupp ' lpelz vodean ' . « » Hoscht du an Sinn , daß d ' no ' mal heiretst , Bauer ? « » It gern . « » Dös hätt i mir a so denkt ; was tatst denn du mit an Wei , wo ' s d ' de zwoa Kinda hoscht ? « » Vo dem will i net sag ' n ; bal ma ' s guat derratet , waar ' s dös schlechtest no it . « » Ja , ja , dös sell gib i zua . « » Aba um ' s derrat ' n is ; und daneb ' n tapp ' n waar halt scho ganz z ' wider . Es müaßt allssammete stimma . « » Nacha hat dem sei Red do a bissel a Hoamat g ' habt ? « » An Limmer moanst ? Ah , da is koa dro ' denka ; dös is a Viecherei g ' wen , sinscht gar nix . Na , i moan grad a so : bal ma si ' s oft übaleget , waar ' s dös dümmst ' net . « » Ja , ja . « » Brauchst aba nix red ' n üba dös , Hansgirgl . Net , daß mir da no a Schmarrn o ' grührt werat dahoam . I hon a so d ' Ohr ' n voll gnua . « » Vo mir aus werd nix g ' redt ; i vabrenn mir ' s Mäu net . « » Dös denk i mir aa . Bischt ja lang gnua bei mir , daß d ' auf meina Seit ' n steh ' kunnt ' st . « » Da feit si nix , Bauer . « » I hon di aa allawei für dös o ' gschaugt , Hansgirgl , und sinscht hätt ' i wohl it a so g ' red ' t mit dir . « Der Schormayer war mitteilsam geworden . In der langen Zeit hatte er sich nie was vom Herzen heruntergeredet , sondern alles in sich hineingefressen . Und da saß ein vertrauter Mensch , der die Vergangenheit kannte und manches Jahr auf seinem Hofe neben ihm geschafft hatte , und der wohl auch die Änderungen sah , die jetzt bei ihm eingerissen waren . » Siehgst , Hansgirgl , « sagte er , » i brauch dir ja nix vazähl ' n , aba daß dahoam nimma all ' s am alt ' n Fleck steht , dös sell kennst ja du selm . « » Wia ' s halt is , Bauer , wenn die Junga herwachs ' n und de Alt ' n an ' s Geh ' denk ' n. « » I denk aba it gar so fest dro ! « » No , was willst d ' macha ? « » Dös woaß i selm it , siehgst ! Und i schaug ' s schier jed ' n Tag anderst o. Aba d ' Freud zum Geh ' is gar it groß bei mir . « » ' s Übagab ' n is nia luschti . « » Dös woaß mi , und mi tuat ' s do , wann ' s rechtsinni is ; aba ma muaß si dabei naussehg ' n. G ' rad in d ' Schlamassi einihocka , dös sell is dumm . « » I hätt aba an Lenz it für uneb ' n. « » I woaß it , Hansgirgl . Da Reschpekt is it groß bei eahm , und na kunnt i abscheulige Rasttäg kriag ' n , wann i amal der nix mehr bin . « » I ho von eahm no nix Unrecht ' s g ' hört ; net üba di und net über ander Leut . « » Hoscht d ' aa nix g ' sehg ' n , daß er ungeduldi werd ? « » Was hoaßt ungeduldi ? Schau , Bauer , du werst deinerzeit aa ' r a bissel hart g ' wart ' hamm ; und bal oana jung is , nacha is ja scho d ' Freud ' zu ' n Regier ' n und zu ' n Arbet ' n oamal z ' groß . Dös sell is was Natürlich ' s. « Der Schormayer schüttelte den Kopf . » Daß er sie freut , dös sell nahm i eahm net übi ; waar ja trauri , bal oana ohne Freud an Hof übernahm . Er braucht ' s scho ! Es is it all ' s schö , was kimmt . Aba dös sell hoaß i net wart ' n , wann ma ' r an Vata mit die Ellabog ' n wegschiab ' n möcht . « » Dös wundert mi , bal dös da Lenz tuat . « » Laß ma ' s guat sei ! Da Hauptpunkt is , daß i no it alt gnua bi zu ' n Faullenz ' n. Herrgott , i wer ja grad luschti bei da Arbet ! Und da soll i umanand hocka und Weillang hamm ! « » Verschiab ' s a Jahr , a zwoa ! « » Wern ma ' s scho sehg ' n ; und jetzt zahl i , na fahr ' ma wieda . « Auf dem Heimweg war der Schormayer fröhlich und aufgeräumt . Es zog fest an , und am dunkeln Himmel flackerte ein Stern um den andern auf . » Heuer trifft aba scho all ' s auf , « sagte der Bauer , » akk ' rat , wia ma ' s hamm will . De zwölf Nacht hamm dös beschte zoagt . Am Barbaratag hat ' s Knosp ' n g ' habt , und d ' Mett ' n war hell . Paß auf , mir kriag ' n a guat ' s Jahr . « » Mir kunnten ' s braucha . « » Freili , Hansgirgl , und i moan allawei : was heuer wachst , wachst no für mi . Hoscht a guate Schmitz ' n , na haust nachi ! « Er knallte mit der Peitsche den Fuhrmannsgruß . » Es geht no it schlecht ? Gel ? « » Na , i muaß di lob ' n. « » Öh , hott a wengl ! Hott ! « Der Schormayer lief zu seinen Füchsen vor , weil ein Schlitten entgegen kam , und er ging dann eine Zeit allein . Der Weg führte durch Hochholz , und da war es noch stiller wie draußen auf der Freien . Man hörte nur das Schnauben der Pferde und ihre klingenden Schellen . Über den Wald schob sich der Mond herauf , und etliche Baumgipfel standen dunkel und scharf gerändert gegen sein flüssiges Gold . Der Schormayer summte vor sich hin und wartete wieder auf den Knecht . » Da fallt mir a Liadl ei , dös kunnt schier gar für ' n Lenz pass ' n. Voda , wann gibst ma denn ' s Hoamatl , Voda , wann laßt ma ' s denn schreib ' n ? ' s Dirndl wachst auf wia ' r Groamatl , Ledi will ' s aa nimma bleib ' n. Hoscht dös scho amal g ' hört , Hansgirgl ? « » Jo , und de ander Strupf ' n woaß i aa . « Der Knecht sang mit dünner Stimme : » Da Voda , der gibt ma scho ' s Hoamatl , Da Voda , der laßt ma ' s scho schreib ' n , Mei Dirndl werd g ' maht wia ' r a Groamatl , Braucht koan alte Saudirn it bleib ' n. « Da lachte der Schormayer herzhaft . » Dös paßt wieda auf mi , und amal laß i ' s scho schreib ' n. Aba was dös Jahr wachst , wachst no für mi . « Daheim wartete schon wieder allerhand Verdruß auf ihn . Sein bestes Roß , ein Schimmelwallach , mit dem der Lenz ins Holz gefahren war , hatte den Krampf