, das alte will keiner erkennen , Wehe dem letzten , der alles das sieht . Jeglicher glaubt sich geblendet der letzte , Ehe die strömende Lava sich setzte , Wie sie jetzt dampfend hernieder sich zieht ! Doch da stehet der Glutstrom gebannet , Langsam sich jeder vom Schrecken ermannet , Suchet und findet das eigene Haus , Findet die Seinen und forschet entzücket , Wie sie dem Feinde alle entrücket , Alle erkennen ein Wunder im Graus . Leiser ertönet der siegende Himmel Ziehet zum Berge der Wolken Getümmel Ströme zum alten Bette zurück . Kühlende Blitze durchspielen die Ferne . Einzeln entzünden sich wieder die Sterne Wie der Versöhneten liebender Blick . Luna , die ziehet im glänzenden Wagen Schauet verwundert die Freuden und Klagen , Leuchtet , beleuchtet das Wallen der Welt , Daß die Verirrten die Straßen erkennen Und die Verwirrten sich freudig anrennen . Antons Vermählung mit Susannen Wie beide der Erde schon abgewendet , vor dem Lichte ihrer Gedanken die Sterne erlöschen . - Geistesverklärte haben keine Planeten . - Auf der gläsernen Säule ist ihr Ehebett , der Alte hat sie eingesegnet , eh er sich in die Luft hat sprengen lassen . Anton findet beim Erwachen Susannen nicht mehr und glaubt sie aufgeküßt zu haben , sie spricht in ihm , aus ihm . Preis der Liebe des Alters , der reinen geistigen und ihrer ewigen Lust . In ihrem Lobe , im Vertrauen auf die Krone stirbt er . Der Hunger ist ihm nicht schmerzlich - er hat kein Verlangen nach Speise , selbst die Luft ist ihm zu schwer . Das Rätsel der Krone Sie hat die Eigenschaft zu verschwinden , wenn ein Böser sie tragen will ; sie besteht aus zwei in einander steckenden Kreisen und Gewölben , beim Bauernaufruhr will Seger sie führen , da ist sie verschwunden . Das Rätsel der Krone soll sich lösen , wenn die in einander gewundenen Kreisgewölbe , den letzten Stamm darstellend , als zwei , die in eins zusammen gehen , und aus diesem einen wieder dreie von verschiedenen Namen hervorgehen . Dies trifft ein : Anton und Seger , verwechselte Zwillinge , gehen in eins zusammen , und aus dem einen stammen drei von verschiedenen Namen : Antons erster Sohn Anton ; der Sohn seiner Schwester Katharina , Wilhelm , den er seiner Frau zum Ersatz für den Sohn des Berthold übergab , dann sein jüngster Sohn , den er unter dem Namen Fortunat mit Frau Anna gehabt . Nach Antons Tod steigt der Älteste mit seinen Brüdern hinauf und findet die Krone neben dem Leichnam des Vaters , er teilt sie zwischen beiden , indem er die gewölbten Kreise auseinander hebt , den einen Bruder sendet er nach Norden , den andern nach Süden er selbst setzt sich den eisernen Reifen auf , worauf die Krone gestanden , es ist die Mauerkrone , er ist Burgherr . Güldenkamms , oder wie er in letzter Bearbeitung des ersten Bandes umgetauft wurde : Grünewalds Geschichte . Er hat sein Leben verwettet in einem Gedichte und dann hat er nicht den Mut , sich ins Wasser zu stürzen , nun schämt er sich seines Lebens ; er hat die Furcht in sich entdeckt und ist nun in allem gehemmt . Will in ein Kloster flüchten , kommt vom Glockengeläute fortgezogen zum Trauerzug des letzten Stammherrn von Hohenstock , gedenket der Zeiten und Abenteuer , die er mit Susannen bestanden , und an die hingerichtete Katharina . Seine Erschütterung , da man die Särge in die Gewölbe nieder gelassen : Tiefster unendlicher Schlaf , bei dir nur findet das Senkblei Ruhe inmitten der Sorgen , tief in die Erde versenkt . Selber der Träume strahlendes Licht verschwindet da unten , Und die durchsichtige Flut , scheinet da über mir schwarz . Ach und so schwer mein Herz - Senkblei kann ich ' s wohl nennen , Hoffnung zum Himmel entstieg , blieb nur Erinnerung drin . Hier verlorne Liebe - dort die verlorne Geliebte ! - Ja der gedoppelte Schlag wecket unendliche Ruh ! Hier verlöschen die Kerzen am Sarge erträumeter Liebe , Dort am gemordeten Leben gehen sie glühender auf . Bin ich denn noch nicht gestillt ? - erziehn mich nicht schmerzliche Tage ! Jagen Geschütze nicht lange , ernst den flüchtigen Puls ? - Sah ich Zerschmetterte doch mit Gleichmut in zückenden Haufen , Warum erschrecket mich denn , was mir so fern und vorbei ? - Denn ich suche dein Grab , Susanne , - es liegt mir so ferne . Was dem Herzen so nah , lieget doch immer so fern . Löwen , die möchte ich senden die heilige Stätte zu hüten , Seit du bei Menschen nicht mehr , scheinen mir Menschen zu schlecht , Güte und Schönheit such ich fortan bei Tieren des Waldes , Eigen waren sie dir , sie bewährt ewig dein menschlich Geschick , Bricht der Morgen heran , dann trinken die Tränen Vöglein mir von der Wimper und sie singen davon Traurig ein trauriges Lied . Zwiefach seh ich dich dort , auf schwebender Grabstätte weilen Über der Berge grünenden Flur wie ein Wölklein am Fels : Nemesis einmal , sternenumtanzt im Glanze der Jugend Scheidend vom Unrecht das Recht , im eignen Busen versenket den Blick . Kriegrische Muse dann - ewig grünender Lorbeer Umschlinget das Haupt dir von Geisterflammen beleuchtet . Schrecklich sind Menschen , denn sie neiden ums Licht Geistige Flammen am Grab . Ach was leuchten die Gassen , Während kein ewiges Licht brennet auf Gräbern mehr . - Ha was finde ich hier auf diesen Klippen zerstreut , Die ich in tosender Nacht , meiner vergessen erstieg , Hier das Purpurgewand , noch warm vom Dufte des Lebens - Hier die Sohlen gelöst - hier der Eindruck im Fels Von beiden Füßen so deutlich , zeigt , - ein gewaltiger Sprung Hat sie beflügelt zur Höh . - Ach du schwebest wohl noch - Es schwebten dem Wagen der Sonne , manche Gestalten zuvor , Sie erblicke ich nicht ! - Ach zu spät - schon kommen Die Schmetterlinge ermüdet , abgeschwirret zurück , Die dich führten hinauf - setzen sich mir um das Haupt Wie leiser Klage Liederkränze , Wohl weiß ich , warum die sonnenvertrocknete Quelle Mühsam das Wasser bewahrt unter den Steinen am Busch , Weiß warum sich das Grün des Erlengebüsches erfrischet , Wo ich lange nicht mehr hoffend auf Liebe geweilt , Nüchtern trinke ich jetzt aus dieser heiligen Quelle Opfernd den Toten zuerst aus der gekrümmeten Hand . Grünewalds gelehrte Unterhaltung mit dem gelehrten Bruder in der Bücherei des Klosters : Dieser zeigt ihm das erste Schauspiel in Deutschland , deren Urheber Reuchlin war , von dem edlen Johann von Dalberg - Bischof von Worms , mit großem Frohlocken , daß ein Deutscher etwas solches geschrieben , hochgehalten . Heut zu Tage , wenn Homer und Demosthenes oder Euripides selbst käme , würde man ihn schier nicht achten . Es fängt den Leuten schier an zu ekeln vor guten Künsten und Wissenschaften . Man geht darin wie eine Kuh in der Streue . Gelehrte Leute werden jetzo um ihrer Menge willen verachtet und ist zu befürchten , es möchte die Gelehrsamkeit , wenn sie aufs Höchste gestiegen , wieder auf eine Barbarei herauskommen . Und gewiß erst vor kurzer Zeit affektierte man eine neue Schreibart aus altem und dunkeln Gepräge und aus unlautern und trüben Pfützen , und hatte einen Ekel an Ciceronis heller und lauterer Reinigkeit . - Die Religionsstreitigkeiten mehren sich und überwuchern den ganzen Boden der Gelehrsamkeit . Grünewald auf Zureden des gelehrten Bruders bleibt im Kloster . - Macht Sonette auf Antons Bilder . Waiblingen an der Rems Bei Waiblingen im Dorfe Brießen war ein altes Schloß , Konradin hatte es seiner Gemahlin errichtet . Im Jahre 1429 haben die beiden Brüder Graf Ludwig und Ulrich , an einen Bürger zu Waiblingen namens Berchthold Müssiggänger das dortige Haus verkauft , in welchem vor Zeiten die Fürsten von Waiblingen gewohnt und aus welchem Friedrich Barbarossa entsprossen war . Dieses Haus stand nah am Markt und hatte einen Garten und eine Scheuer hinter sich - sonst stehen die Häuser fest aneinander gebaut . In diesem Hause sollen die drei heiligen Leiber der Weisen aus dem Morgenland , welche das Christkind beschenkt haben , über Nacht geblieben sein , als sie vom Morgenland durch Köln vom Kaiser Barbarossa geschickt wurden . Die Marienkapelle , wo die Gattin Armins begraben , sie vermachte einen gülden Becher dahin . - Koschhorn , Lidhorn , Geiersberg , Wolfhardt , sind noch alte Familien daselbst . Die Sattlerische Familie und die Härpische hatten eigne Kapellen . Johann von Ulm fing 1488 den Turmbau in Waiblingen aus Quadratsteinen an . 1529 wurden die Bilder erst in Basel und St. Gallen weggeschafft . 1530 die Wiedertäufer . Herzog Ulrich Herzog Ulrich , sechzehnjährig , kommt 1503 zur Regierung ein dicker dickköpfiger Bengel , bauchig , lernte nichts als Latein , heiratet 1510 , nachdem er einer brandenburgischen Prinzeß , die sich zwei Meilen von Stuttgart bei der Witwe Eberhards des II. aufhielt , durch Trompeter den Hof gemacht hatte ; er liebte Hans von Huttens Weib , des Erbmarschalls Tochter , es war eine vertraute Freundschaft zwischen Sabine und Huttens Frau , was den Herzog in Eifersucht setzte . Kanzler Lamparter . Erbmarschallstum . 1512 machte er das Nest kleiner bei Schorndorf . Der eine der Edlen war von seinen Gütern zu Nirgends , der andre hatte sie beim Hungerberg . Beutelsbach , Probe der Gewichte im Wasser , die Bauern hatten kein Zutrauen zur Lastung . Durch kaiserlich pfälzische und bayrische Gesandte der Tübinger Vertrag . Jagen in Schönbuch 1515 , 8. März . Ulrich schrie Hans von Hutten an , sich seines Leibes und Lebens zu wehren , stößt ihn nieder , löste ihm den Gürtel und knüpfte ihn an die nächste Eiche . Glaubte er sich vielleicht als Freigraf des heimlichen Gerichts dazu berechtigt , - Seine Gemahlin flüchtet nach Bayern , 2. Okt . Der Kaiser nimmt sich seiner Schwestertochter an , erklärt die Acht , Mathesius Lang vermittelt alles in Blaubeuern . Der Trompeter , der dem Herzog die Nachricht brachte , widerruft . - Er versprach , die nächsten sechs Jahre eine Verwaltung von Landhofmeister , Kanzler und Räten anzunehemn . Bei der Rückkehr fiel ein Schuß aus dem Schlosse Helfenstein , er verheerte das Land . Die Gräfin fiel ihm zu Füßen . Alle , die den Blaubeurer Vertrag zur Anordnung eines Regimentsrats benützen wollten , wurden gefoltert , ein Teil an Kohlen gebraten . 1519 kam die Nachricht , die Reutlinger hätten den Vogt zu Achalm erschlagen , er eroberte die Stadt . 1520 wurde er vom Schwäbischen Bunde verjagt unter Wilhelm von Bayern . Er kam wieder mit Schweizern , konnte sich aber nicht halten . 1520 , 6. Februar , wurde das Land Karl V. überlassen . 222 000 Gulden den Bauern bezahlt . Vierzehn Jahre blieb es unter österreichischer Herrschaft , er litt alles , Briefe durften nicht nach Paris , verpfändete Mompelgart , Hohentwiel machte Kosten . Selbst Landgraf Philipp von Hessen bot ihm an , fremde Höfe zu besuchen . Die österreichische Hofhaltung war kurz , alles ward zum Schuldenzahlen bestimmt . 1533 trennte sich der Schwäbische Bund , Landgraf Philipp gewinnt sein Land durch die Schlacht bei Lauffen am Neckar 1534 , 13. Novbr . 1547 mußte Ulrichs Pferd die Knie vor dem Kaiser beugen , er war hart und karg gegen seinen Sohn Christoph . Ulrich ward wieder eingesetzt 1534 . 1535 wurde die Reformation in Württemberg nach Vorschrift der Augsburger Konfession von Ulrich eingeführt . Erhardt Schnepf von Wimpfen und Ambrosius Blaurer von Konstanz waren die Führer . Leonhard Verich von Schnapf ordiniert ; als er seine erste Predigt hielt in Waiblingen und das Lied anstimmen ließ : » Es ist das Heil uns kommen « , so sprangen die päpstlichen Priester und Kapläne im Aufruhr empor . Die Waiblinger waren gute Komödianten . In Waiblingen hat ein Mönch das Osterlied : » Christ ist erstanden « dem anzustimmen befohlen , der Herr im Hause sei , darauf haben alle geschwiegen , dann hat er unter den Frauen die aufgerufen , welche Herr im Hause - da haben alle angefangen . 1487 war das letzte Turnier in Waiblingen . Waiblingen führt drei Hirschhörner im Wappen . Von Klodwig stammen die Staufen , die Waiblinger stammen daher . Das Kriegsgeschrei war bei der Armee : » Dirs belf , hin Wölf . « Bei der Armee Konrads , des Königs Sohn , schrieen spöttisch die Waiblinger : Wo er den Winter erst gefangen , um ihm zu zeigen , daß er auf dem bloßen Bauch für Landsleute gekämpft habe . Frundsberg , der erste ritterliche Staatsmann in Deutschland , fest und stark in seiner Meinung , spanische Heimlichkeit und italienische List durchschauend und verachtend , innig überzeugt , daß bei Herrschern wie Maximilian und Karl V. nichts Großes für Deutschland gedeihen könne , mit Luther allein zufrieden , das Heil Deutschlands von seiner allgemeinen Reformation erwartend . Darum wollte er den Papst stürzen , da ließ ihm der Papst die Krone anbieten , wenn er den goldnen Strick um Luthers Hals gelegt habe . Anna von Württemberg liebte ihn und sucht seinen Aufenthalt auf alle Weise zu erheitern . Vorsätze zum Anton Unmittelbarkeit in allem , Ausführlichkeit . Meiden aller grellen Effekte . Das Ende soll bestimmt sein , ehe die neue Bearbeitung angefangen wird , eine Zeit , welche durch ihr Bestreben zum Allgemeinen alle besondern Ansprüche aufhebt . Anton zerstört Hohenstaufen und die Kronenburg . Die Kinder des Fuchs haben sich überzeugt , der Stamm lasse sich nicht durch Gift und Mord unterdrücken , so wollen sie ihn durch Verführung verderben . Um sich nicht gegen Gott zu empören , muß der Mensch einen innern geheimen Feind auf Erden suchen . Diese Geheimnisse entwickeln die neue Zeit ; als sie gebildet , erlöschen jene wie Mondschein am Tage . Trennung von Deutschland - Schmalkaldischer Bund , hier entsteht der große Streit zwischen wahren und falschen Deutschen , sie trennen sich . - Die Auflösung ist endlich , daß die Krone Deutschlands nur durch geistige Bildung erst wieder errungen werde . So löst sich die Frage : Ein Teil des Menschengeschlechts arbeitet immer im Geist , bis seine Zeit gekommen . Zum Seestaate . - Von den Bibern . Die Namen der Schiffe , dabei die Geschichte aller deutschen Helden . Eberhard der Gelinde , der den Adel in Heinsheim fing , der machte , daß sie sich ergaben und allen verzieh . Georg von Ehingen , der Sieger über die Züricher . Die Verbindung mit den Meergeusen wird angedeutet . Politisches Interesse im Bauernkrieg 1. Die Grafen von Stock und die übrigen Edelleute suchten auf diesem Wege ihre Ansprüche gegen die größeren Fürsten und den Kaiser geltend zu machen . 2. Seger oder Baader , wie er in der Umarbeitung heißen soll , hatte mit der Dienerschaft der Kronenburg das Interesse eine völlige Gleichheit hervorzubringen und Schweizerverfassung . Bauernkrieg - der Bundschuh bei Speyer 1503 . 1514 Der arme Konrad im Rheintal - hier kann die Veranlassung sein , daß Anton fortgeführt worden , Cras . VI 181 . 1519 wurde Württemberg an Karl V. verkauft . Die Bauern sagten , daß sie die Knechtschaft abschütteln wollten , die seit Klodwig sie belastet . 1526 werden im Württembergischen allerlei Zeichen wegen des Bauernkriegs gegeben und den Bauern die Waffen genommen , auch die Leute von bestellten Reitern untersucht . 1536 wurden alle Bilder weggeschafft , gleichzeitiges Auftreten der Jesuiten . In der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Bauernaufruhr hat sich alles geändert , im ersten waren sie noch fremder Absicht untertan , beim zweiten arbeiten sie schon für sich . Zeitgenossen von Anton . Peter Vischer der ältere , im Jahre 1519 brachte er das Sebaldusgrab mit seinem Sohn zu Stande ; 1540 das Gitter . Sein Monogramm , zwei Fische . Sein Sohn war ein Ungeschickter , eigentlich ein Handwerker , sein Ruf gering . Das Haus jetzt Bierschenke zum goldnen Bären . Pfarrhaus zu St. Sebald mit dem Chorerker ; die bunten Fenster gemalt von Veit Hirschvogel . 1513 Melchior Pfinzing , Verfasser des Theuerdank , kaiserlicher Rat , war Probst zu Sebald , nachher zu Mainz . Der Taufstein in der Sebaldkirche ist sehr schön von einem unbekannten Meister . Adam Kraft , Steinhauer : Die Begebenheiten Christi 1492 und das Sakramentshäuslein zu St. Lorenz , 1500 fertig . Veit Voß , ein Bildschnitzer , 1518 . Nach den Statuten der Malergilde mußten die Gesellen wandern . Hans Schorel 1495 bei Altmar geboren , 1512 studierte in Augsburg bei Cornelius , in Utrecht bei Mabuse , ging nach Venedig , wo Daniel von Bomberg aus Antwerpen eine Druckerei hatte , ging nach dem heiligen Grabe - Cypern , Kandia - kehrte über Rhodus zurück 1520 nach Venedig , mit Aussichten , aber arm . Rhodus wurde drei Jahr später von den Osmanen erobert . - Der Einzug Christi in Jerusalem von ihm mit dem wirklichen Jerusalem im Hintergrund , war sehr ausgezeichnet . Hemling soll aus Konstanz sein , 1439 geboren , seine Gemälde von 1479 , 80 , 84 und 87 ; - kam als Krieger von Damaskus nach Brügge . 1529 Zum Leben Luthers Am Tag , als Doktor Luthers Hand Das Kirchenrecht im Feuer verbrannt Vor Wittenberg am Elstertor , Als es gar heftig auf Erden fror , War Nachts sein Herz so wach und gequält , Ob auch das Feuer nicht heimlich noch schwelt , Das ihm dazu vor dem Elstertor Entzündet hatte der Studentenchor , Es kann der Wind wohl gar zur Stadt Noch tragen des Feuers schreckliche Saat . Er wirft den neuen Mantel sich um , Die Sterne golden ihn anschaun so stumm , Er tritt hinaus ganz einsam und sieht , Wie mancher Funke in der Asche noch glüht , Das Tor steht offen , weil niemand wacht , Denn jeder schwärmt in dieser Nacht Und Kinder spielen und schreien daher , Ihm wird das Herz im Busen so schwer : » Was seht ihr den Funken so eifrig nach , - Die in den Papieren noch blieben wach ? « - » Ach « , sagte zum Doktor da einer der Knaben , » Die größte Freude wir daran haben , Wenn hier die Funken in der Asche laufen ; Fast sieht es aus wie der volle Haufen , Der aus der Kirche geht , wenn ' s vorbei , Sehn wir , wer der letzte in der Kirche sei . « » Ihr lieben Kinder « , sagt der Doktor gerührt , » Seht oben die Funken , die der Himmel regiert , Sie gehen wohl unter , sie gehen nicht aus , Sie strahlen ewig im himmlischen Haus . In jener Kirche ist kein Vergängnis , In dieser herrschet ein wechselnd Verhängnis . « Der Knabe sieht ihn verwundert an Und spricht in sich : » Was will denn der Mann , Wie sollen wir mit den Sternen spielen , Wer sich denn finden unter die vielen , Wer kann sie im Auge deutlich bewahren , Bald kommen die Wolken , bald sind sie im Klaren , Wir bleiben bei unseren Freuden auf Erden , Sie werden auch einst wohl Sternlein noch werden . « » Hast recht mein Sohn « , spricht Doktor Luther , » Ein jegliches Alter braucht eignes Futter , Mit leichter Milch ernähren sich Kinder , Der Wein ist erwachsnen Männern gesünder , Und für die Kinder soll stehen bleiben , Womit sie die goldne Zeit sich vertreiben , Am Morgen glaubt ich ein Großes zu leisten , Am Abend , da lern ich von Kindern am meisten , O wie so viele Blinde sind große Kinder Und auch die Ernsten spielen nicht minder , Wenn ihre Stunde geschlagen hat , Daß sie vom Ernste sind steif und matt ; Wir auch müssen lernen lieblich zu träumen , Wer würde die Hälfte des Lebens versäumen . « Und seit dem Tage , da hemmt er den Zorn Gegen Äußerlichkeit , auch wenn sie verworrn , Nur falsche Lehre bedroht er mit Eifer . Gegen die sündigen Ablaßverkäufer , Die in den Tempel des Herrn gedrungen , Da hat er die Geißel mächtig geschwungen , Was bleiben konnte von äußeren Zeichen , Das brauchte nicht vor ihm auszuweichen , So blieben die Bilder alle bestehen , Die überall sonst im Feuer aufgehen , Sie sind die Freuden auf niedrer Erde , Die einst zu Sternen des Himmels noch werden , Und ruhig duldet er allen Hohn , Daß er der äußeren Pracht verschon , Die Nachwelt gibt einst ihm dafür den Lohn Und bei den Kindern hat er ihn schon . Zum Leben Luthers Wer vom flachen Lande her in Eisleben einreitet und die ansteigende Kirche und den niedersteigenden Bergbau wahrnimmt , findet die Vorstellung seiner Kindheit : daß der Ort , wo so ein Mann wie Luther geboren und gestorben , auch dem Auge schon ausgezeichnet sein müsse , überraschend erfüllt ; neben der festen dauernden Sitte , welche die kleineren Städte von Sachsen vor dem übrigen Deutschlande schon im Äußeren durch ordentliche Erhaltung und Reinlichkeit kenntlich macht , hat die Umgebung der Kirche noch etwas besonders Ernstes und Feierliches ; älter als Luther , scheint sie doch seinetwegen erbaut , daß Gottes Wort lauter und klar darin gepredigt werde ; sein Haus ist nicht erneut , aber altertümlich genug , um die neugierigen Reisenden in die ernstere Gesinnung einer früheren Zeit unseres Vaterlandes zu versetzen . Beschreibung und Stellen Sein Famulus Wolfgang Sieberger , mit dem er viel Gelehrtheit trieb , den er um Gotteswillen nährte , scheint bei allem Guten doch ein Langschläfer gewesen zu sein und sich mit seinem Finkenherde viel abgegeben zu haben . XIV. B. Seite 1358 . Klageschrift der Vögel an Luther über seinen Diener Wolfgang Sieberger . Beschreibung seines Wappens . Abteilungen der Briefe : I. Weltliche Angelegenheiten , die ihn nichts anders als durch seinen guten Willen angingen , ( hier war er zuweilen in aller Gutmütigkeit Hofnarr ) . 2. Äußerliche Lebensverhältnisse . 3. Innere Beziehungen seines Lebens ohne Verhältnisse zur allgemeinen Geschichte . 4. Charakteristische Äußerungen . 5. Verteidigungen gegen Vorwürfe . [ Anmerkung von Bettina von Arnim ] Dies Wenige wurde aus der umfangreichen Sammlung der Notizen gewählt , zum bessern Verständnis der Kronenwächter , nach deren ursprünglichem Plan , Geschichte , Sitten und Gebräuche von ganz Deutschland in vier Bänden umfaßt werden sollte .