mit ' n Kochlöffi auf ' n Rüass ' l , bal ' s dir z ' fleißi in dein ' Haf ' n einischaug ' n. Na wer ' n s ' katholisch , bal ' s sehg ' n , daß ' s so leicht it geht . Aba wia ' s d ' dös it tuast , bischt d ' scho drunt . « » I dank da halt schö für dein guat ' n Rat « , sagte Ursula und lachte . » Is gern g ' schehg ' n. I hilf zu de junga Leut , und da Teufi zu de alt ' n. Jetzt muaß i aba zu ' n Vata . « » Geh no umi an Roßstall . « Dort steckte der Schormayer Heu in die Raufen und ging mit dem Trankeimer herum , als der Tretter unter der Türe auftauchte . » Herrgott , hoscht du an Eifa ! « » Wann ma koan ' Knecht it hot , muaß ma selm o ' greifa . « » Hoscht du koan ? « » Na . Der mei is heunt ausg ' stanna . « » Du , do hätt i oan für di ; aba scho an ganz an guat ' n. « » I kunnt vom Blank in Neuhof oan hamm . « » Vo seine Buam ? Woaß it , ob dös guat is , wann ma si an Deanstbot ' n aus da Nachbarschaft nimmt . « Das war eigentlich richtig . Und der Schormayer hatte noch einen besonderen Grund , daß es ihm nicht lieb war . » Da hoscht it unrecht « , sagte er . » Nimm den mein ' ; der ko heunt no ei ' steh . « » Woher is na der ? « » Vo mein Nachbar ' n in Pett ' nbach ; er is heunt mit mir umaganga , weil a no koan Plotz it hot . « » Dös sell waar a bissel vadächti , aba schick ' n her ! Bal a mir it g ' fallt , brauch ' i ' n net nehma . « » I mach eahm ' s z ' wiss ' n ; er hockt beim Wirt . Und wos willst na du vo mir ? Da Tristl Toni hot ma ' r a Botschaft to , daß du mit mir red ' n mögst . « » Ja . I möcht di was frag ' n « , sagte der Schormayer zögernd und bedächtig . » Bischt du weit umanand mit de Bauern bekannt ? « - » I moa ' scho . « » Paß auf ! Wissast du koan Deanst für a Madl , vastehst , für a Dirn ? A bissel an leicht ' n Deanst ? « » An leicht ' n ? « » No ja , im Stall , und daß s ' it de schwaarst Arbet hätt ' . Und net in da Näh , sondern a bissel weit weg . « » Weit weg ? « Der Tretter schmunzelte und drückte ein Aug zu . » So , so ? An leicht ' n Deanst , und recht weit weg ? Du mei Liaba , wo bischt d ' denn do wieda zuawi kemma ? « » I frag di ja g ' rad . Bal ' s d ' nix woaßt , is ma ' r aa gleich . « » Weg ' n an gleich sei hättst d ' it umi g ' schickt zu mir . « » I ho wem an G ' fall ' n toa woll ' n ; da brauchscht du mi it auslacha . « » Öhö ! No net glei ob ' n aus ! Vielleicht fallt ma wos ei ; aba wia steht ' s denn do ? « Der Tretter rieb Daumen und Zeigefinger aneinander . » Muaß ma di für an Auskunft zahl ' n ? « » I will dös it sag ' n. Aba oa G ' fall ' n is den andern wert . Muaßt halt an christlinga Preis macha , wann i da a Stuck Viech o ' kaff . « » Do wer ' n mi schon mitanand red ' n kinna . « » Jetzt laß mi amal b ' sinna . Recht weit weg ! Bei Bruck umanand , han ? « » J-ja , dös gang . « » In Olching , moan i , kunnt i wos find ' n. Und an leicht ' n Plotz , sagst ? « » Wia s ' halt san . Net ? « » M-hm . Bis auf wann kriagt s ' na ' s Kind ? « » Wos Kind ? « » No , dös is it schwaar zun darat ' n , z ' weg ' n wos oane de schwaar Arbet it toa sollt ? « » Du bischt do scho a g ' machta Hanswurscht ! Kimmt er do mit ' n Kind daher ! « » I kimm it damit , aba sie werd halt mit oan ' kemma . « » Kunnt de it a so aa krank sei ? « » Wann dös is , na muaßt du s ' in a Krankahaus schick ' n , aba ' r it in Deanst . « » Bal du a so denkst , na laß ma ' s bleib ' n. Do kam i no in ' s G ' red ' aa . « » Mit mir kimmst in koa ' s ; aba i ko do net auf an Plotz , wo i a G ' schäft mach , a Dirn hi ' bringa , de vielleicht d ' Lunglsucht hot ! « » Dös is it da Fall . « » Se werd scho die Neunmonatkranket hamm ! Du Spitzbua , du o ' drata ! « Tretter lachte , daß er außer Atem kam , und er hätte schier den Schormayer angesteckt . » An leicht ' n Platz braucht a ! Ha - - ha - - ha ! Bis ans End weit weg ! H ... ha ... ha ... ha ! Bis ans End der Welt ? O du Tropf , du schei ' heiliga ! « » Jetzt sag amal g ' scheit : woaßt an Deanst , oda woaßt koan ? « » Auf da Stell it . I muaß in Olching nachfrag ' n , ob wos Passat ' s do is ... für a ... ha ... ha ... ha ! ... für a Wöchnerin . « » Vo dir laß i mi lang für ' n Narr ' n hamm , gel ? Geh weita , i brauch di it . « » Sei no net glei so harb ! I find scho wos . Muaß ... ha ... ha ! Muaß ' s g ' schwind sei ? « » Pressiert gar it . « » Nacha frag i a wengl nach und kimm wieda her . Wer is na de selbige ? « » Dös sag ' i dir , wann ' s d ' wieda kimmst . « » Vo mir aus ! I bi net neugieri . « Dem Schormayer kamen allerlei Bedenken , weil der Mensch gar so lustig war . Er hielt ihm die Hand hin und sagte ernst : » Tretta , bal ' s d ' ma du in dera Sach an G ' fall ' n tuast , werst d ' mi aa find ' n , wann du wos brauchscht . « » Gern , sag i. Du kennscht mi ja . « » Ja , ja . Aba mach koa Gaudi it draus ! Und dös sag ' i dir g ' schwind : wann i hör , daß du ' s Mäu it haltst und selle Spaßetln umanand bringst , na san mir z ' kriagt . « » I red g ' rad di a bissel dumm o « , sagte der Tretter und kam wieder ins Husten und Schnaufen und Lachen . » I sag ' s g ' rad zu dir , weil ' s d ' ma du gar so guat g ' fallst als barmherziga Bruada . « » Mi reut ' s schier , daß i di um de G ' fälligkeit o ' ganga hab . « » Warum nacha ? « » I trau dir net . « » O jessas ! Mir derfst du gnua trau ' n. I bring di net a so in Valeg ' nheit als wia du mi . « » I di ? « » Ja , g ' stell di no recht unschuldi ! Wos moanst denn ? I derf mi ja nimma in Weichs sehg ' n lass ' n , sinscht reißt si de Kaltnerin vo da Kett ' n los ! « » A mei ! De Dummheit ! « » Du redtst da leicht , aba i hon an schön Dank dafür , daß i dir ' s guat g ' moant ho . « » Geh weita ! Hoscht du dös an Ernscht glaabt , daß i dös alt Reibeis ' n möcht ? « » Hätt ' st ma ' s g ' sagt , aufrichti und wia ' s a si g ' hört , na waar ' s anderst g ' wen . « » Dös koscht du da ei ' bild ' n , wann d ' ma du auf ' n Weg untakimmst , und mir genga Spaß halba wo hi , daß i nacha glei hänga bleib . « » Es waar dei Schad ' n nit g ' wen . Für wos sollst denn du it heiret ' n ? « » Aba de it . So a Kloahäuslerin , so an armselige ! « » Du hättst as bei a ' r a andern g ' rad a so g ' macht . « » Dös woaß i no lang it . « Es war etwas in der Stimme des Schormayer , was den Tretter stutzig machte . » Es is ja no it z ' spat , wann du an Ernscht macha mögst . « » Dös laßt si im Voraus it sag ' n ; ma muaß do oiwei z ' erscht wiss ' n , wen ma ' r ins Haus kriag ' n kunnt . « » I ho da selbig ' smal a paar g ' sagt . Beim Eberl in Asbach waar oani do , und beim Prantner im Eckhof , und da Sedlmoar vo Arnzell hätt oani , und ... « » Öh ! No staad ! Wann ma mog , g ' langt oani , aba auf ' s Mög ' n kimmt ' s o. « » Siehgst , jetz redt ' st wieda ' r a so . « » Paß auf , Tretta , i sag ' da wos ; und bal ' s d ' g ' scheid bischt , red ' st nix davo , sinscht kam dir dös G ' schäft ganz g ' wiß aus . « » Red ' no ! « drängte der Viehhändler . » D ' Urschula heiret , und i haus ' it guat mit mein Sohn . G ' rad heunt hon i wieda an Vadruß , daß i ' n am liabst ' n nimma o ' schaug ' n möcht . « » Dein Buam ? « » Ja , mein Buam . Er kennt si nimma aus vo lauta Gier auf ' n Hof und z ' kriagt si mit Good und da Welt . Geschtan hot a ma mein Knecht , der neun Jahr bei mir g ' wen is , so ausanand bracht , daß a ma aufg ' sagt hot . Übageb ' n mag i net , und als Lediga dahocka und mit eahm furt haus ' n , dös g ' freut mi gar nimma . I siech mir bald nimma anders außi : heiret ' n oda z ' trümmern . « » Dös sagst d ' jetz aus Zorn ! und wann i wos o ' band ' l , nacha mogscht wieda nimma . « » Ja no , dös paßt mir gar it , daß i ganz öffatli auf d ' Brautschau geh ' ; do bin i z ' alt dazua und mog aa den Krach dahoam it . Dös müaßt oiwei staad geh und it auffällig , und bal i oane sehg ' n tat , de mir guat o ' stand und de do her passet , na sag ' i net na , aba ' r aa net so g ' schwind ja . « » Geh mit mir umi auf Arnzell ! « » So mach ma de G ' schicht nimma ! I müaßt unta da Hand dafrag ' n , wia ' s mit ' n Geld steht und ob s ' a Hauswes ' n führ ' n kunnt ; und bal ' s do koa Ausstellung it gab , nacha kunnt i s ' amal o ' schaug ' n , aba alloa , und so , daß koa Mensch nix dabei denk ' n müaßt . « » De Auskunft bring i dir schnell gnua her . « » Laß da Zeit ! Vor da Urschula ihra Hozet hot ' s jetz koan Wert it , und nacha möcht i aa dös mit dera Dirn z ' erscht in Ordnung hamm . « » Ja so , de gang da sinscht im Weg um ? « » Mir ? « » I will di it ausfrag ' n. Obwoi daß ' s bessa waar , wann i a bissel wos inne wurd . Weil i nacha do leichta mit der Leut in Olching red ' n kunnt . « » Du fragscht , ob s ' a richtige Person brauch ' n kinna , und vo mir sagst d ' gar nix . « » Dös tat i a so net ; aba bal nacha dös auftrifft ? « » Wos ? « » No , dös sell halt ! « » Ah so ! Dös werd it auftreffa , und für den Fall , daß also ... a ... für den Fall is ander Leut aa ' r it bessa ganga , und du ko ' scht hintadrei sag ' n , du hoscht dös it schmecka kinna . « » Is recht . I wer mei möglich ' s toa . Und vo Arnzell , do bring i dir a ganz a g ' naue Beschreibung . « » Dös sehg ' n ma nacha scho . « » Es muaß dir ernscht sei , Schormoar ! « » Jetz is mir ernscht ; aba bal i morg ' n anderst g ' sinnt bi , nacha heiret i dir z ' liab it , dös ko ' scht glaab ' n. « » Dös laßt si denga ; aba entschädinga müaßt d ' mi für meine Gäng . « » I mog nix umasunst . Und jetz pfüad di Good und halt ' s Mäu . « » Is scho recht . Adjä ! Und paß auf , i schaug dei Viech a wengl o. Hoscht d ' nix zum vokaffa ? « » A paar Kaibln stenga do . Schaug da s ' o und mach an Preis ! « Das hatte nun der Schormayer zu wenig bedacht , daß im Stall drüben die Zenzi war . Der Tretter musterte alles Vieh und fand auch Gefallen an den Kälbern , mehr aber noch an dem stattlichen Weibsbild , das sich ihm zeigte . Weil aber in ihm sogleich ein Verdacht aufstieg , wollte er sich Gewißheit holen . Er fing damit an , die Zenzi ausbündig zu loben . » Du hoscht dein Stall sauber beinand , g ' rad sauba . Ma siecht it viel solchene . Bischt d ' g ' wiß scho lang auf ' n Hof ? « » Na . Erscht seit ' n Juli . « » Mit dir is oana aufg ' richt ' . Du haltst dei Viech , wia ' s a si g ' hört . « » Mi tuat halt sei Arbet . « » A jede vasteht ' s it a so ; mit ' n Arbet ' n alloa is it g ' macht . Wann ' s d ' amal nimma do bleibn mogscht , na laß d ' ma ' s wiss ' n. Für di hätt i an ausnehmend guat ' n Plotz . « » Hoscht du a größer ' s Sach ? « » Es waar it bei mir . Aba no , du werst da so schnell it geh ' . « » Wo waar denn nacha dös ? « » Bei Bruck umanand . Aba i möcht di fei ja it wegred ' n ; dös tat i scho net z ' weg ' n an Schormoar . « » Um dös brauchscht di it kümmern ; an Baua waar ' s aa ganz recht . « » Bal du wegkimmscht ? « » Ja , weil a halt a Hauserin her tuat , und übahaupts . « » So ... so ? « » Hab i di ! « dachte sich der Tretter . » Also , de is ? No , da G ' schmack waar gar it so schlecht ! « Und laut sagte er : » Nacha sollt ' i dir an guat ' n Deanst varat ' n ? « » Waar ma scho recht . « » Du muaßt ma halt a wengl schö toa ; du Fackei , du mollet ' s ! « » Geah , wos hoscht denn ! « Sie wich den derben Händen des Tretter aus . » Tua no it so ! I reiß da nix oba vom Fleisch . « » Wos fallt dir denn ei ? « » Unseroana werd aa ' r amal was sauber ' s o ' rühr ' n derf ' n ? « » I mag dös it . « » Hot bloß da Schormoar ' s Recht dazua ? « » Wos red ' st denn du daher ? « » Geh , hör auf , du Sukei , du g ' schmach ' s ! Bal an oa ' schichtiga Mensch so was mollet ' s in Haus hot , no woaß ma ' s scho . « » Du bischt guat troffa ! « » Herrschaftseit ' n überanand , bal i di no bei mir ei ' stell ' n kunnt , mi vastand ' n ins bald . « » Glaab dös it ! I mag so was net . « » Gar net ? « » Na ! « » Da waar i wieda anderst . « Er griff noch einmal unzart nach ihr , aber sie kam ihm mit einer schnellen Wendung aus . Und sie war nicht dazu aufgelegt , mit dem wüsten Menschen einen Spaß zu haben . Überhaupt war sie nicht lustig gestimmt . Ihr Zustand und die Ungewißheit , und auch daß der Holzweber Simmer gar nicht dergleichen tat , und alles mitsammen machte ihr zuwidere Tage . » Hör de Sach ' n auf ! « sagte sie unwirsch . » I bi koa Handtuach , wo dir du d ' Händ ' o ' putz ' n koscht . « » Deifi überanand ! So stolz ! Vielleicht gibst du ' s billiga , wann i di auf den sell ' n Plotz bring . « » I brauch di net dazua . « » Selm suacha werd da halt oiwei härta o ' kemma . « » I vasteh di net ; und jetz geh amal zua ! « » Adjä , schönes Mädichen , und grüaß ma ' r an Jungfernbund ; und bal ' s d ' in dem Jahr no an Schnulla brauchscht , schick i da ' r oan . « » Gel , du mogscht it so frech sei ? « Aber der Tretter war schon lachend zur Türe hinaus und schlenkerte pfeifend über den Hof . Er suchte den Bauern auf . » Was kost ' n de Kaibln ? « » Wos willst d ' geb ' n ? « » Fufzgi , wia da Preis is . « » ' s Pfund gilt jetz oansafufz ' g , hot ma g ' hört . « » Da hoscht falsch g ' hört . « » Also nimm s ' im fufzgi ! « sagte der Schormayer . » Es gilt na für des ander aa . « Der Tretter gab den Handschlag , und listig blinzelnd , sagte er : » A Kalbin hoscht in dein Stall , a recht a foaschte . « » Da is mir nix bekannt . « » No de sell , de wo i auf Olching umi treib ' n soll . « » Geh , laß de G ' spaß ! Dös stimmt gar it . « » Net ? No , nacha sag i halt Pfüat Good ; de Kaibln laß i hol ' n , und den Knecht schick i her . « Auf der Straße blieb der Tretter noch öfter stehen und lachte vor sich hin . » Mi möcht ' a o ' drah ' n ! O du Bauernspitzbua ! « Vierzehntes Kapitel Aus den Fenstern des Hirtlbacher Wirtshauses klangen Bombardon und Klarinette , einmal tief hinunter und einmal hoch hinauf , und lockten immer neue Gäste herein zur Hochzeit des Kaspar Prückl . Über die Stiege gingen Mädeln mit hochroten Gesichtern und wischten sich die Schweißtropfen ab ; Burschen in Hemdärmeln riefen ihnen Späße zu ; Teller klirrten , und die Deckel der frisch eingeschenkten Krügel klapperten , und der Bierschlegel schlug dröhnend den Hahn in ein neues Faß . Fröhlichkeit und Lärm verrieten schon in den Vorräumen ein reiches Fest . Im Saale aber schleiften die Paare , tauchten im Lampenlicht auf und verschwanden drehend in dämmerigen Ecken . Aus einer Wolke von Rauch und Dunst schoben sich allmählich bekannte Gesichter vor . In der Mitte am Ehrentisch das der wohlgezierten Hochzeiterin Ursula Kiening , nunmehrigen Prücklbäuerin ; sie saß neben dem hochwürdigen Herrn Pfarrer ; daneben war das Elternpaar des Hochzeiters , zwei Leute , denen Sparen und Arbeit anzukennen war . Da sah man auch die Fischerbäuerin von Neuried und den gewichtigen Schneider von Arnbach und , etwas entfernt von ihnen , am bescheidenen Platze die Asamin , die mit flinken Augen alle Leute beobachtete , alle , die saßen und standen und tanzten , und der gar nichts auskam . Sie hatte es mit der Grieblerin , einer armen Verwandten des Hochzeiters , getreulich ausgerechnet , was die Sache kosten könne , und alle zwei waren der Meinung , daß es ungeheuer viel sei , und daß diese Verschwendung sich abscheulich unterscheide von der Sparsamkeit gegen Verwandte , die es brauchen könnten . Und die Asamin war nebenher noch angefüllt mit Schmerz darüber , daß man noch nicht ein halbes Jahr nach dem Tode ihrer Schwester , der Schormayerin , eine Hochzeit abhielt . » Do ko nix Guat ' s außakemma , « sagte sie , » und mi g ' fallt dös amal gar it , daß ma ' r an Tot ' n so schnell vagißt . « » Hoscht dös it g ' sehg ' n , « fragte die Grieblerin , » daß si d ' Hochzeiterin umdraht hot , wia s ' in d ' Kircha ganga san ; wer dös tuat , sagt an alta Spruch , der schaugt si nach an andern Ehstand um . « » Bei der Schormayerisch ' n tat mi gar nix wundern , dös sag i dir . « » Is it all ' s richti dabei ? « » O mei ! Da mag mi gar it o ' fanga . Vom Alt ' sag ' n d ' Leut allahand . « » Wos denn ? « Die Grieblerin rückte näher . » Der is auf d ' Weibaleut aus , daß ' s a wahre Schand is . Ganz bocknarrisch is a , sag ' n s ' . « » Geah ? Der Alt ? « » Zu dem is a no it z ' alt . Hinta a jed ' n Weibakitt ' l is a her . « » Gel ? Gel ? Ja , wann eahr d ' Weiba ster ' m , wern s ' ganz bärig . Dös hört ma ' r oft sag ' n. « » Und zuageh ' muaß bei eahm ! Oiwei Krach und Unfried ' n. De Zollbrechtin , sei Nachbarin , hot ma vazählt , daß ma ' s oft weitum hört . « » Dös laßt si denga . « » Mi sagt aa , daß a desz ' weg ' n sei Urschula so g ' schwind ausg ' heiret hot ; und do hot ma freili net wart ' n kinna bis auf ' n Hirgst . D ' Schwesta wann ' s halt no wissat ! « » Good schenk ihr de ewig Ruah ! « » De braucht s ' . Chrischtlich ' s O ' denk ' n hat s ' net viel bei ihre Leut . Wann inseroans it a diam dafür bet ' n tat , kriaget s ' net viel Vaterunsa . « » Da tuast d ' freili a guat ' s Werk . « » Obwoi daß i gar nix kriagt ho vo ihran Sach . It an Spensa oda ' r an Rock oda sinscht wos . Liaba laßt ma ' s in Schrank dafäul ' n , als daß mi da Schwesta wos gab . « » Selle Leut kinnan koa Glück hamm , Asamin . « » Na , und mi wern ' s aa daleb ' n. Jessas , is dös a Spektakl ! « Die Klarinettentöne stiegen kreischend in die Höhe , hielten sich gellend oben und kletterten wieder herunter , wo sie ein gumpender Baß auffing im lustigen Takte , daß die Röcke schwenkten . Die Fischerbäuerin rückte ihren Stuhl etwas näher zum hochwürdigen Herrn Pfarrer Kern und hub mit ihm und der tugendsamen Hochzeiterin ein Gespräch an . » Dös hot ins scho alle mitanand g ' freut , Herr Pfarra , daß S ' vo da Urschula ihra Muatta so schön g ' red ' t hamm ; i ho woana müass ' n. « » Das ist recht , « sagte der geistliche Herr , ein vergnügter alter Junggeselle ; » bei einer Hochzeit soll ' s naß hergehen . Regnen soll ' s , weil das ein Glück bedeut ' , weinen sollen die braven Frauenzimmer , weil ' s ihnen ja so net hart ankommt ; und beim Mahl , da soll ' s dann was Ordentlich ' s zum Trinken geb ' n. No , das is ja auch vorhand ' n. « Und er nahm einen braven Schluck . » D ' Muatta hätt ' s halt daleb ' n soll ' n « , meinte die Fischerin immer noch wehleidig . » Ja no , das laßt sich nicht ändern . Sterb ' n ist unser aller Los . Der eine früher , der andere später . Wo hat denn übrigens die Wirtin das Kochen gelernt . Das war ja heute ausgezeichnet . « » I glaab , in Dachau « , sagte Ursula . » So ? Da war sie in einer guten Schule . Ganz delikat war alles zubereitet . « » Sie hot si übahaupt a Müah geb ' n. « » Und hat sich ausgezeichnet und bewährt als eine gute Regentin in ihrer Küche . « » Sie sollt ' halt do bei ins hocka « , sagte die Fischerbäuerin . » Rufen wir sie herauf ! « » Na , i moan ja da Urschula ihra Muatta ... « » Ach so ! Das laßt sich nun freilich nicht machen . Gönnen wir ihr den Frieden ; und überhaupts , net wahr , sitzen wir da bei einer Hochzeit und haben die Hoffnung , daß wieder neues Leben daraus sprießt . Ja . « Und nachdem er eine Prise genommen hatte , legte er die Dose wieder neben das Schnupftuch und sagte mit einem gutmütigen Lachen : » Der Kaspar scheint mir schon der Mann zu sein , auf den man gewisse Erwartungen setzen kann , und auch die Hochzeiterin ist vertrauenerweckend . « Die Nächstsitzenden lachten noch herzhafter , weil der Spaß von ihrem geistlichen Herrn kam ; und die Ursula wußte , was geziemend war , und schaute verlegen in den Schoß . » Da werd nix fei ' n , « sagte die Fischerin , » mi g ' fallt scho dös , daß de Hozet bei zuanehmad ' n Mond g ' wen is . Dös hot mi gern ; denn bei ' n abnehmad ' n Mond , sagt mi , bleib ' n d ' Kinda aus . Is it wohr , Herr Pfarra ? « » Jawohl , das ist ein alter Glaube ; ob er richtig ist , können wir nicht wissen . Aber es g ' hört halt noch was andres dazu als wie der zunehmende Mond . « Er zwinkerte lustig , und alle lachten wie auf Befehl . » Dös werd ' na scho aa vorhand ' n sei . « » Hoffentlich , Fischerin ; mich freut ' s , wenn ich Arbeit krieg in dreiviertel Jahr , und