I woaß gar nix . Vielleicht is eahm it recht extra . « » So ? « Er holte aus der inneren Rocktasche ein mit Papier umwickeltes Ding : eine Wetterkerze , die auch am heutigen Tage geweiht worden war . Er gab sie der Tochter . » Leg ma s ' ob ' nauf in Kast ' n eini . « » Is scho recht . « » Was i sag ' n will : i ho ma ' s übalegt , bal ' s du jetzt nacha aus ' n Haus gehst , muaß i wen hamm . « » Wen ? « fragte Ursula rasch . » A Hauserin . Is , wer da will - wann s ' no ihra Sach vasteht . « » Hoscht scho oani an Sinn ? « » Da Wirt hot ma g ' sagt , er wisset oani ; a seinige Bas ' n ; sie lebt in Freising und kennat si guat aus . « » Wia alt waar na de ? « » Dös is wieda de richtige Frag für a Weibsbild und d ' Hauptsach . « » A junge kunntst do it hamm . « » Warum it ? Dös is koa Pfarrhof . Aba daß d ' schlafa ko ' scht heunt nacht , will i dir ' s sag ' n : sie hot scho fufzgi am Buckel . « » Na is was anders . « » So ? Sinscht hätt i d ' Erlaubnis it kriagt von enk ? « » Mi sagt it vo dem , Vata . Es is grad weg ' n de Leut , und übahaupts waar ' s aa nix für a junge ; sie hot ja do koa lang ' s Bleib ' n. « » Wos woaßt du , wia lang de bleibt ? « » No , recht lang werd ' s nimma hergeh ' , bis d ' übagibscht ? « Der Schormayer zwickte die Augen zusammen und schaute Ursula forschend an . » Aha ! Habt ' s vo dem wieda a guate Untahaltung g ' habt . Desweg ' n hot da ander so an Schädel aufg ' setzt ! « » G ' wiß it , Vata . Mi hamm vo dem durchaus gar nix g ' redt . « » Na ! Der red ' t ja nia vo dem ! I möcht wiss ' n , wos der sinscht an Sinn hot als wia dös ! Von in da Fruah bis auf d ' Nacht dankt der an nix anders und macht a G ' frieß wia ' r a vabrennte Wanz ' n. « » Er tat si halt leichta wart ' n , bal er was g ' wiß wissat . « » Dös gang mehra Leut so . Aba eppas g ' wiß koscht d ' eahm sag ' n : heuer werd ' s nix . Und wos dös nachst ' Johr is , dös sehg ' n ma früah gnua . I ko ' s dawart ' n , daß i in Austrag kimm . « » Z ' erscht hoscht d ' as aba anderst an Sinn g ' habt ! « » Do wer i da net viel g ' sagt hamm vo dem . « » Wia d ' Muatta g ' storm is , hoscht oiwei von Übageb ' n gred ' t , und daß di ' s Regiern gar nimma freut . « » Wos ma beim Notari schreibt , dös gilt ; dös ander is bloß g ' red ' t. An Wirtshaus drin hamm scho vui Leut kafft und tauscht und übageb ' n. « » Mi geht ' s ja nix o , und i misch mi a gar it ei ' . « » Dös werd dös g ' scheita sei , und bal ' s dem andern gar a so pressiert , na sagst d ' eahm , daß i no auf ' n Bock sitz und kutschier , und da Wag ' n lafft it schnella , als wia ' s i hamm will . « » I brauch übahaupts nix red ' n ; in an etla Wocha bin i a so nimma do . « » Jetz hoscht d ' amal recht . Und , daß i net vagiß , i ho da Zenzi g ' sagt , sie ko no bleib ' n , bis s ' an richtinga Platz kriagt . « » Den kriagt ma ' r aba sinscht auf Liachtmeß . « » Ganz richti . Mi waar ' s aba it passend g ' wen , bal s ' jetzt ganga waar . « » Geah , Vata ! « » ' s Mäu halt und lus zua ! Du werst dir jetzt aa net d ' Zeit nehma , daß d ' a neue z ' o ' richt ' n kamst , und de Hauserin kunnt aa it vor an Monat kemma . « » I richt liaba a neue o , und is ma koa Müah it z ' viel . « » Sagst d ' jetzt . Und nacha hockst bei da Natherin drin , und gehst auf Dachau in ' s Bezirksamt , und muaßt zu ' n Basel umi , und in mein Stall kunnt ' s geh ' , wia ' s möcht . « » Bal mi a richtige Dirn hamm , de sell werd ihra Sach ' scho vasteh . « » Woaßt du oani ? « » N ... na ; an Aug ' nblick it . « » Und i geh it auf d ' Suach , grad weil ' s dir passend waar . D ' Zenzi bleibt , wia ' r i ' s ihr g ' hoaß ' n ho . « » Aba bal d ' Hauserin kimmt , stellst d ' da ' r an anderne ei ; dös muaßt ma vasprecha . « - » Muaß i ? « » Schaug ' , Vata , i gang viel leichta furt , bal i de G ' wißheit hätt . « » Du gangst it , wann ' s dir net g ' freuet . Und bal du amal Prücklin bischt , z ' Hirtlbach drent , na hoscht di du gnua z ' kümmern um dei Sach und um dein Bauern , aba ' r it um mi . « Ursula hielt ihre Hand hin und lachte so freundlich , als sie konnte . » Vata , geah , sei g ' scheidt und vasprich ma ' s ! « » Laß ma do mei Ruah mit dein Schmarrn ! I ho ' s durchaus it an Sinn , daß i d ' Zenzi do g ' halt , aba dös is mei Sach . Warum soll i denn dir was vasprecha ? « » D ' Leut kunnt ' n dös schlechtast glaab ' n , bal de it geht . « » Hamm d ' Leut in mein Hof herin was z ' schmecka ? Und muaß i auf dös aufpass ' n , wos de alt ' n Weiba sag ' n ? « » Du woaßt scho ! « » Nix woaß i. « » Schaug ' , es is aa weg ' n an Lenz ! « » Geht da Wind do her ? Habt ' s viel zu ' n Dischkrier ' n mitanand üba mi ? Na , mei Liabi , i kriach no lang it zu ' n Kreuz und vasprich dir und dem andern net , daß i brav sei will . De G ' schicht hot koan Wert it , und bal ' s d ' no so freundli vo hint ' n her kimmst . « » I ho ' s guat g ' moant , Vata . « » Du hoscht nix zum moana ; ös braucht ' s mi net bei da Hand führ ' n. I ko scho alloa geh . Dös waar ja de vakehrt Welt ! Bal i ... « » Du muaßt it vazürnt sei üba dös . « » Bal i auf enk hätt ' wart ' n müass ' n , na waar i scho lang z ' spat dro . Do seid ' s ös no Rotzlöffeln g ' wen , wia ' r i an Hof vorg ' stanna bin , und werd koana sag ' n kinna , daß a schlecht beinand is , und derselbige do , der ganz G ' scheit ' , der hockt si amal in dös Sach eina , dös i herg ' richt ' hab . I alloa , gel ? Und ho koa Lenz it braucht dazua und koan Vormunda . « » Mi sagt it vo dem . « » Mi sagt übahaupts gar nix mehr . Mi san schon an etlas Mal z ' sammg ' ruckt üba dös , und wann du wirkli g ' scheidt bischt , nacha sparst da du deine Wort für ' n Prückl . Den ziaghst dir , daß er genau a so werd , wia ' s ' n du hamm mögst , und bal ' s d ' amal Kinda hoscht , na lernst d ' eahna , wos da Brauch is . Da hoscht Arbet gnua . « » G ' wiß und wohr , Vata : i hätt it g ' redt ' t , wann du it selm o ' g ' fanga hättst . « » Und jetz hon i aufg ' hört . Und bal dir der ander d ' Ohr ' n voll blast mit seine Kümmernis , na gibst d ' eahm den guat ' n Rat , er soll si sei G ' scheiteit aufheb ' n , bis er s ' amal braucha ko . Er soll it so umanand schmeiß ' n damit , weil ' s bessa is , bal ma no was hint hot . Guat Morg ' n ! « Im Roßstall hockte Lenz auf der Habertruhe und biß von etlichen Strohhalmen Stücke ab , die er grimmig ausspuckte . Nicht weit von ihm stand Hansgirgl im Sonntagsgewand und schaute behaglich zu , wie seine Gäule mit malmenden Zähnen aus den Barren fraßen . » Siehgst , Hansgirgl , i tat glei mit dir tausch ' n. « » Heunt vielleicht . Aba morg ' n wurd ' st da ' s übaleg ' n , wann ' s d ' amal da Herr bischt . « » Ja , morg ' n ! « » Oda übamorg ' n. Laß da no daweil ! D ' Zeit geht vo selm , de braucht ma ' r it treib ' n. « » D ' Zeit vogeht , und de bescht ' n Jahr hockt inseroana her . « » Du tuast dei Arbet wia ' r i. « » Um an halb ' n Lohn ! « » Wos da Alt ' daspart , kimmt dir amal z ' guat . « » Hoscht du dös für g ' wiß ? « » Wer soll ' s denn kriag ' n ? « » Vielleicht de do drent . « Lenz deutete mit dem Kopf gegen den Hof hinaus , und Hansgirgl lachte gemütlich . » Ah ! Laß da nix traama ! « » Du ko ' scht leicht lacha ; geht ' s , wia ' s mag , di bekümmert ' s nix . « » Dös is aa it da Fall . « » Du kriagst dein Lohn danach wia davor . « » N ... no , Lenz , wann ma lang in an Haus is , hot ma ' s gern , bal d ' Sach mit Ordnung geht . « » Do werscht jetz it viel Ordnung sehg ' n. « » I siech nix , üba was i red ' n müaßt . « » Hoscht du it g ' spannt , wia d ' Leut hinter ins drei red ' n ? « » I hör ' hint it . « » Dös muaßt du it so g ' ring schatz ' n ! Dös is a Schand für ins allsammete . « » Wos denn ? Bal dös Weibsbild da drent aufdrah ' n derfat , und durft si g ' scheidt macha im Haus und o ' schaffa , nacha waar ' s anderst . Nacha gang i , weil mi dös vadriaß ' n tat . Aba i siech ja nix davo . I ho no nix g ' mirkt , daß si de aufmanndeln derf . « » Dös sollt aa no sei ! « » Um dös geht ' s aba ! So lang ma do nix siecht , feit ' s it weit . « » Weit gnua , sinscht hätt ' er s ' it do g ' halt ' n. « » Ja no . Du woaßt aa it all ' s , warum daß er s ' da laßt . « » Dös is schwar zun Derrat ' n ; weil sie eahm in Händ ' n hot . « » Er schaugt it a so aus . « » Hilf du aa no dazua ! Dös is schö vo dir ! « » So muaßt d ' mir it kemma ! Mir is a so it recht , wann d ' mi du in an sellan Dischkursi über ' n Bauern einiziagst . Aba bal i dir o ' gib , muaßt it moana , daß i dir nach ' n Mäu red ' . « » Aba dem andern ! No ja , hoscht d ' ja recht aa ; er is da Herr , und auf mi brauchst du no lang it aufpass ' n. Bis i amal dro ' kimm , ko ' scht di leicht wieda drah ' n. « » Dös wart ' st amal o , wos i tua . Aba dös trau i mir z ' sag ' n : bal du Herr bischt , werst d ' aa koan Knecht it mög ' n , der bloß dös schlecht an dir siecht . « » I schaff mir aa selle o , de mi lob ' n , wann i hinta de Weibakitt ' l herlaff . « » Du woaßt heut nimma , was d ' sagst . « » Aba dös woaß i , wia du bischt . Di kenn i jetzt , du Fei ' schpinna ! « » Du brauchst mir koan Nam it geb ' n , gel ? « » A Fei ' schpinna bischt . « » Ah was ! I streit mi mit dir umanand , bal i dumm bi ! « » Du bischt scho it dumm ! Du bischt ganz hell , woaßt ? Ganz a Feina . « » Laß mir halt mei Ruah mit dein G ' lump ! Jamma ander Leut für , de ' s no irga macha und a rechte Bedauernis hamm mit dir , daß dir dei Vata so schlecht g ' rat ' n is . Aba mi laß steh ' ! « » I laß dir steh ' und geh ' . Derfst aa umiroas ' n zu eahm , und koscht eahm brüahwarm all ' s sag ' n. Derfst mi gern vaklamperln ! « » Hab ' i di scho amal vaklamperlt ? « » Ja , du ! « » Bal i umi geh , sag i an Bauern was anders . Er soll si um an Knecht schaug ' n , der ' s Hetz ' n bessa vasteht . « » Du koscht dös it ? Du Fei ' schpinna ! « » Du Rotzbua , du trauriga ! « » Wos ? « Lenz sprang von der Truhe herunter und wollte sich über den Hansgirgl hermachen . Aber der hatte blitzschnell eine Mistgabel in den Händen und hielt sie drohend vor sich hin . » Geh no her , du ! Du bischt ma no lang it z ' guat , daß i di net durch und durch renn . « Da wich Lenz zurück . » Stell dei Gabl hi ! I möcht di gar it o ' rühr ' n. « Und als der Hansgirgl mit zornrotem Kopf aus dem Stall ging , schrie er ihm höhnisch nach . - » Heut derfst da an extrig ' s Trinkgeld geb ' n lass ' n vom Alt ' n ! « Aber wie er dann allein auf der Truhe saß , fing er plötzlich an zu heulen wie ein Schulbub . Hingegen war es dem Hansgirgl nicht weinerlich zumut . Aber zornig ! Schon so zornig , daß es ihm in den Händen juckte , irgend was zu packen , zu zerreißen , in der Mitte auseinander zu brechen . Was ? Ein Feinspinner wäre er gar noch , und einer , der das dumme Gered von so einem jungen hirntappigen Lappen hinterbrächte . Noch jedesmal hatte er seinem Bauern gut zugeredet , wenn er gegen den Lenz was vorbrachte . Der hatte wohl recht , daß er sich dem wetterlaunischen Burschen nicht auf Gnad und Ungnad auslieferte . Bricht einen Streit vom Zaun , weil man ihm die Hitze ein wenig löschen möchte , und schimpft einen alten Knecht , der ihm von jung auf bloß alleweil gefällig war , schimpft ihn wie einen hergelaufenen Tagedieb und packt ihn gleich gar an . Feinspinner ! Wenn einen was zu allertiefst wurmen kann , ist es der Name ! Hingestellt werden als ein falscher Kerl , der auf zwei Achseln trägt und kein Vertrauen wert ist , das brennt und beißt . Mit einem beisammen bleiben , der so was sagt ? Nein ! Es gibt anderswo auch noch einen Platz , einen stilleren als beim Schormayer , wo der Junge über den Alten her ist und es für Falschheit ausgibt , wenn man zum Herrn hält . Wie es der Brauch ist , und wie es recht war in neun langen Jahren . Aus ! Der Hansgirgl riß die Türe der Wirtsstube so heftig auf , als ging es da hinein in das neue Leben ; und erst ein lustiges Johlen weckte ihn aus seinen zornmütigen Gedanken auf . Das Schreien kam von einem Tische her , an dem etliche junge Burschen saßen neben einem grauhaarigen Kerl mit spitziger Nase und verquollenen Augen . Der war ihm bekannt . Ein alter Dienstknecht und Herumtreiber , der zwei- und dreimal im Jahr den Platz wechselte , und ganz gewiß einmal in der dringendsten Arbeitszeit . Man hieß ihn den Unterländer Sepp , weil er aus dem Niederbayrischen war . Die jungen Burschen trugen Sträuße und bunte Bänder auf den Hüten , zum Zeichen , daß sie aus dem alten Dienst ausgestanden waren . Sie schrien dem Hansgirgl mit lauter Fröhlichkeit zu : » Siecht ma di aa ' r amal ! Da setz di zuawa ! Hau di no her , alta Schwed ! Mir san zünfti beinand . Bei oan Bauern strenga ma ' r aus und bei ' n ander ' n ei , aba dürscht ' n tuat ins überall ' n ! « Zu einer andern Zeit hätte es dem Hansgirgl schlecht gefallen , mit dem Unterländer Sepp beisammen zu hocken ; aber zu einer andern Zeit wäre er auch um Mittag nicht ins Wirtshaus gegangen . Jetzt war es schon gleich ! Er rückte in die Bank hinein und gab fürs erste einen schweigsamen Zuhörer ab . Sepp war dabei , vieles zu erzählen und gute Lehren zu geben , wozu ihn seine reichen Erfahrungen gar wohl ermächtigen . » Ös Buama , « sagte er , » ös müaßt ' s glaab ' n , daß de Deanstbot ' n geg ' n de Bauern z ' sammhalt ' n müass ' n , sinscht san mir allsammt vokafft . Als dös erscht mirkt ' s enk : no grad nix übrig ' s arbet ' n ; wos ma grad oamal freiwilli tuat , werd oan ' am andern Tag g ' schafft . I hon no koan Bauern g ' sehg ' n , der auf d ' Uhr schaugt , bal ma üba sei Zeit arbet ; aba wann ' s d ' am andern Tag wieda eh ' nder aufhörscht , ziahgt a g ' wiß sein Prater außa . « » Dös werd da no it oft fürkemma sei ? « » It leicht , Xaverl , wei ' i a Mensch bi , der wo a G ' fühl hot für de andern Deanstbot ' n. Und zu ' n Beischpiel , bal mir d ' Arbet in an halb ' n Johr firti macha , moant ' s ös , de Bauern fuattern ins de andern sechs Monat ? Also muaß mi tracht ' n , daß oane übri bleibt . « Die Burschen lachten und waren es ganz zufrieden . » Nacha mit ' n Essen , « fuhr der Sepp weiter , » do ko ma vui Zeit g ' winna . Es geit Großknecht , de an Löffi it g ' schwind gnua aus ' n Mäu bringa , und no glei wieda außi an d ' Arbet ! Selle Leut san da größt Schad ' n für ins all mitanand ; wos a richtiga Mensch is , der laßt si daweil und braucht zun Löffi o ' schlecka a schöni Zeit . « » Du bischt wohl no it Großknecht g ' wen , du Hadalump ! « » Na , aba o ' g ' richt ' hon i mehra wia ' r oan , daß as Ess ' n it so eini gruacht hot wia ' r a Hennahund . Und beim Bet ' n hon i eahr aa zoagt , daß a rechta Chrischt langsam tuat ; sinscht is ja koa Andacht dabei . « Jetzt mischte sich aber doch der Hansgirgl ein . » Geh , red ' do it a so mit de Buam ! « » Warum it ? Jetzt hamm s ' Zeit , daß s ' wos lernan . « » De schiab ' n z ' erscht it z ' vui o. « » Bal s ' g ' scheit san , it . Aba du bischt aa so oana , der d ' Arbet fress ' n möcht . Moanst , du hoscht an Dank davo ? Wart no , bis d ' älta werst , na zoag ' n ' s da de Bauern scho . « Da fiel es dem Hansgirgl siedheiß ein , wie sich der Lenz gegen ihn aufgespielt hatte , und er schlug seine harte Faust auf den Tisch . » Z ' letzt hoscht glei recht aa , « sagte er , » a Deanstbot ' n is grad a Viech . « Er schluckte sein Bier hastig hinunter und bestellte lärmend eine neue Halbe . » Oho ! Hansgirgl ! « lachte der Wirt . » So hon i di no gar nia g ' sehg ' n. « » I mi aa no net , « brummte der Schormayer-Knecht . » A Deanstbot is grad a Viech , « fing der Sepp wieder an , » aba oft glei no dümma . Hot ma scho amal a Roß g ' sehg ' n , dös no ziahg ' n möcht , bal eahm da Baua Feierabend gibt ? Is it a jeda Ochs froh , bal ma ' n ausspannt ? Aba selle Knecht gibt ' s , de umanand lins ' n , ob s ' it no g ' schwind wos zun arbet ' n find ' n , und a selle , de vor da Zeit aufstengan . « » De mogst du it , Sepp ? « fragte ein ganz Junger . » Na , du Grasteufi , de mog i net ; und wann du amal bei neunanneunz ' g Bauern g ' wen bischt , werst aa so hell sei . « » Bischt du bei so viel ei ' g ' stanna ? « » Ja , mei Liaba , und ausg ' stanna . « Sepp zog den Hut weiter in die Stirne und sang mit heiserer Stimme : » Vo Weichs bis auf Irgertsham Kenn i s ' schier allesamm , Und i ho deraz ' weg ' n Ziemli oa Spitzbuam g ' sehg ' n. « Alle lachten . Bloß der Hansgirgl schaute finster vor sich hin und krampfte seine schwielige Hand um den Henkel und trank in kurzen Absätzen . Er redete auch mit sich . » Ah wos ! Dir gib i na scho an Fei ' schpinna ! Dös wer ' n ma ja sehg ' n ! « » Wos sogscht ? « fragte ihn sein Nachbar . » Nix sag ' i. « » Lass ' n steh ' ! « schrie der Sepp . » Der hot Zeitlang nach der Arbet , weil scho zwölf Stund Feiertag is . « » Du ! Mi muaßt it dablecka , sinscht dalebst wos ! « knurrte der Hansgirgl . » I sag ja , sie soll ' n dir an Ruah lass ' n. Also , Buam , paßt ' s auf , daß was kinnt ' s , bal ' s jetzt bei an neuch ' n Bauern aufziagts . I will enk amal an Kalenda ausleg ' n , denn de Wiss ' nschaft kimmt oiwei mehra o , und de Bauern halt ' n ganz weni auf den alt ' n Brauch . « » Laß di no außa , Sepp ! « » Mirkt ' s enk dös : alle Aposcht ' ltäg san halberte Feiertäg ; und dös laßt ' s enk it nehma , wei ' da Mensch a Religion hamm muaß . Nacha steht g ' schrieb ' n : am Karsamschta soll die Erde ruhen . Ruhen , vasteht ' s ? « » Mir vastenga di scho . « » Also ! Net , daß oana außi fahrt und ackert ! Dös sell war a Frev ' l. Und grad so is am erscht ' n April . Da soll ma d ' Arbet einschränken , sagt da Kalenda . Übahaupts an koan Samschtag an Mist fahr ' n , sinscht hagelt ' s. « » Woaßt na selle Täg aa , wo ma mehra arbet ' n soll ? « » Na . De hamm si de Bauern g ' mirkt , und es waar ' n guatding dreihundert . « Wie nun alle in ein schallendes Gelächter ausbrachen , kamen etliche Bauern in die Wirtsstube , der Unterburger dabei . Der drehte sich im Vorbeigehen um , ob er auch recht gesehn habe , daß der Schormayer-Knecht bei den windigen Burschen saß , die wohl seit der Kirche schon tranken und jetzt die Köpfe zusammensteckten . Aber es war so . Der Hansgirgl hockte mitten unter ihnen . Da winkte der Unterburger , nachdem er am Ofentisch Platz genommen hatte , verstohlen dem Wirt . » Wos is denn , daß an Schormoar der sei ' bei de andern hibei sitzt ? « » I woaß it ; i ho mi selm g ' wundert . « » Hätt ma ' r it denkt , daß si der it z ' guat waar . « » Er is erscht nach de andern kemma und hot a bissel z ' wida drei ' g ' schaugt . « » Dös tuat a no ' ; da hot ' s was geb ' n. « » Soll i ' n amal schö staad frag ' n ? « » Na , na ! Mi geht ' s nix o. Bringst ma ' r a Halbi ! « » Beim Untaburga bin i aa ' r amal g ' wen « , tuschelte der Sepp den Burschen zu . » Der teile si ' s richti ei : viel Arbet und weng Fress ' n. Da Schmalzhafa is dös kleanst im Haus . « » Du g ' freust mi , und i kimm zu eahm « , sagte ein junger Knecht , der stark schielte . » Do werst was daleb ' n , Toni ! Sie is gar a G ' naue . Küach ' ln bracht s ' so groß , daß ma s ' an da Uhrkett ' n trag ' n kunnt , und bal ' s d ' zwoa g ' fress ' n hoscht , fahrt s ' mit da Schüssel o. « » Dös möcht i sehg ' n ! « » Da siechst it viel , wann ' s d ' a kreuzweis in de andern eahnere Teller schiagl ' n ko ' scht . Es is nirgats was drin . « Die Unterhaltung wurde am Burschentisch immer lauter , und so oft ein neuer Gast kam , wußte Sepp etwas über ihn und sein Hauswesen , und zuletzt gab er sich keine Mühe mehr , leise zu reden , so daß die Bauern aufmerksam wurden und drohende Blicke hinüberwarfen . » Sing amal oans , Sepp ! Woaßt d ' as scho , dös sell vo de Deanstbot ' n ! « schrie der Toni ; und der alte Vagabund war gleich aufgelegt , alle ehemaligen Dienstherren miteinander zu ärgern . Er sang , so laut er konnte , und seine heisere Stimme gellte zum Ofen hinüber . » Bauern , enk kenn i gnau , Enk derf koa Ehhalt trau , Mit enkern toa und Treib ' n Kon enk koa Ehhalt bleib ' n , Braucht ' s oi Jahr drei