und ds Elisi wurde auch oberhalb des Fußsackes zärtlich , lehnte sich an Uli an und redete allerlei , bis es endlich sagte : Es gelüste ihns , ihm ein Müntschi zu geben , ob er etwas dawider hätte ? Seit dem Weltschland hätte es keine mehr gegeben , es müsse doch probieren , ob es das noch könne . Im Weltschland hätte man beim Pfänderspiel ihm immer gesagt , es könne das Keins so gut wie es . Was sollte Uli dagegen haben ? Ds Elisi küßte ihn nun nach Herzenslust ab , und er gab wohl hie und da ein Müntschi wieder , aber ziemlich kaltblütig . Dem Elisi waren sie wirklich auch wohl kalt , und es meinte , dem Vreneli würde er wärmere geben und ungeheißen . Uli wollte von Vreneli nichts wissen und sagte , dem hätte er noch keine gegeben , er wußte nicht , wie dazu kommen . Elisi meinte , das sei doch kurios ; es seien nur Müntscheni und täten eim doch so wohl , man wurde es niemand glauben , wenn man es nicht selbst erfahren täte . Und es , eine reiche Tochter , hätte so manches Jahr keine er , halten , daß es ganz vergessen gehabt , wie wohl sie eim täten . Aber das müß ihm künftig nicht mehr so gehen , » gäll , Uli ? « Als Uli antworten wollte , tat der Kohli einen Satz , daß sie Beide hoch auffuhren , wollte in einen Acker hinaus , daß Uli mit beiden Händen wehren mußte . Endlich wieder gerade auf der Straße , war er so ertaubet , daß Uli aus Leibeskräften ihn halten mußte . Da war es mit dem Küssen aus und Elisi froh , daß es mit ganzen Gliedern heimkam . Zwanzigstes Kapitel Uli kriegt Gedanken und wird stark im Rechnen So lief die Fahrt glücklich und unschuldig ab , aber nicht ohne Folgen . Es stieg Uli nach und nach doch zu Haupt , daß er da leicht zu einer reichen Frau kommen , glücklich werden könne . Denn so unsinnig es ist , so ist doch im gemeinen Sprachgebrauch Glücklichwerden und Reichwerden gleich , bedeutend . Man hört ja so oft : » Der kann wohl , der ist glücklich gewesen im Heiraten und hat mehr als zehntausend Pfund erwybet . Freilich ist seine Frau ein Laschi und er hat viel mit ihr , aber was macht das , wenn man Geld hat ? Das Geld ist doch die Hauptsache . « Von dieser allgemeinen und doch so unbegründeten Ansicht war Uli nicht frei , wollte er ja doch auch reich , ein Mann werden . Wenn er an Elisi Äußerungen dachte , die freilich im Nebel und im Regen getan waren , so kam es ihm immer wahrscheinlicher vor , daß es ihn nehmen würde , wenn er es recht begehrte . Der Bruder hatte ihn so freundschaftlich behandelt , so viel Zutrauen ihm gezeigt , daß er meinte , der würde wirklich nicht sehr darwider sein . Wenn es einer sein müßte , so wäre er ihm lieber als mancher Andere . Den Eltern , dachte er , wäre es wohl im Anfang nicht recht , und sie wurden wüst tun ; aber wenn einmal Elisi es erzwängt hätte , die Sache geschehen , so machte es ihm keinen Kummer , ihnen lieb zu werden . Der Gedanke , einmal auf der Glungge Bauer zu sein und so ganz frei schalten zu können , tat ihm gar unendlich wohl . In zwanzig Jahren , rechnete er manchmal aus , wollte er gut noch einmal so reich sein , der ganzen Gegend wolle er zeigen , was das Bauren könne . Es stieg ein Plan nach dem andern vor ihm auf , wie er es anfangen , was er alles vornehmen wolle , was der Pfarrer sagen werde , wenn er mit der reichen Tochter die Hochzeit angebe , was die Leute in seiner Heimat sagen werden , wenn er einmal mit eigenem Roß und Wagen daherkomme und es heiße , der Uli hätte sechs Roß im Stall und zehn Kühe von den schönsten ! Freilich , wenn er dann das Elisi schlärplen sah , so gab es ihm einen Tolgg in seine Rechnung . Er sah wohl , daß es für die Haushaltung nichts , daneben wunderlich und bräuchig und mit allem unzufrieden sei . Das Letztere würde bessern , dachte er , wenn es einen Mann hätte . Er vermöge dann Diensten zu haben , es gehe sonst , wenn die Frau nichts mache ; bei solchem Reichtum möge es wohl etwas erleiden . Es sei bei einer jeden etwas zu scheuen , er hätte noch von Keiner gehört , die gewesen sei , daß man nicht noch etwas anderes gewünscht . Reich , reich , das sei doch immer die Hauptsache . Und doch , wenn er Elisi sah , so wollte es ihm erleiden . Das verschienene Tirggeli , Hämpfeli kam ihm gar zu unappetitlich vor . Wenn es ihn mit seinen feuchtkalten Händen anrührte , so schauderte es ihn , es war ihm , als müsse er den Fleck abwischen , den es berührt . Wenn er es erst reden hörte , so zimperlig und doch so dumm , so wollte es ihn aus der Stube treiben , und er mußte für sich denken ; » Nein , bei dieser haltest du es nicht aus ; bei jedem Wort , das sie sagt , müßtest du dich ja schämen . « Aber wenn er dann von Elisi weg war , so sah er wieder den schönen Hof , hörte das Geld klingen , sah sich im Ansehen , und es kam ihm vor , als sei Elisi doch so wüst nicht , und nach und nach wollte es ihn dünken , als sei es wirklich gescheuter , als man glaube , und wenn es Liebe zu einem hätte und man vernünftig mit