und Salz , und wer ein übriges tun wollte , setzte auf die schmackhaften Dinge ein schneeweißes Osterlamm aus Zuckerteig . Die Burschen musterten die Körbe und ihre Trägerinnen , und sagten jeder etwas Lustiges . Die älteren Leute schritten langsam durch den Friedhof ; die Männer sahen über die Mauer weg auf die Felder , deren Saatfurchen sich in langen Reihen die Hügel hinaufzogen . Unter den Letzten kamen die Honoratioren von Erlbach . Der Lehrer , der Schulgehilfe , der Postexpeditor und der Stationskommandant mit seiner Frau . Sie redeten von dem Verlaufe des Hochamtes , und Herr Stegmüller fragte , ob man nichts gemerkt habe , daß die Schallmaier Zenzi beim Kyrie eleison viel zu spät eingesetzt habe . Er könne ihr das nicht abgewöhnen , denn sie habe eigentlich kein gutes Musikgehör . Die Frau Kommandant sagte , sie habe es wohl bemerkt , und sie glaube auch , daß es dem Herrn Pfarrer aufgefallen sei , denn er habe seinen Kopf umgedreht und zum Chor hinaufgeschaut . Und schad ' sei es , sagte der Hilfslehrer , daß der Herr Mang nicht mitgesungen habe . Im vorigen Jahr ' habe es so schön geklungen , das Solo beim Agnus Dei . Er selber habe es lang ' nicht so gut herausgebracht . Das ließ die Frau Kommandant nicht gelten , und ihr Mann stimmte bei , daß der Herr Hilfslehrer ebenfalls eine ausgezeichnete Stimme habe . Aber warum der Herr Mang weggeblieben sei ? » Ich weiß ' s net , « antwortete Stegmüller . » Gestern abend is er zu mir kommen und hat g ' sagt , er wär ' net aufg ' legt zum Singen . « » Geht ' s seiner Mutter wieder schlechter ? « » Nein , die erholt sich recht gut . « » Vielleicht mag er nicht , weil er geg ' n den Herrn Pfarrer was hat , « meinte die Frau Kommandant . » Er war gestern mit ' n Schuller in Nußbach . « » Gestern ? « Stegmüller blieb stehen . » Von dem hat er mir nichts g ' sagt . « » Mein Mann hat ' s erfahren , gelt , Karl ? « » Ja ; er war im Bezirksamt , von meine Leut ' hat ' n einer g ' sehen . « » So , so ? « » Es g ' fallt mir eigentlich nicht , daß er Partei nimmt , « sagte der Kommandant . » G ' rad jetzt , weil er aus ' treten is , schaut ' s a bissel sonderbar aus . « Seine Frau stieß ihn an . » Du , da grüßt dich ein Soldat ! « Der Schuller-Sepp stand bei den Burschen und machte Front vor dem militärischen Vorgesetzten und Rührt euch , als dieser abwinkte . Und er machte es so stramm , wie man ' s lernt beim zwölften Regiment . » Ein ordentlicher Bursch ! « sagte der Kommandant . » Er macht sich gut beim Militär . Was is ? Geh ' n wir zum Frühschopp ' n. Zu Ehren des Festes ? « Stegmüller und der Hilfslehrer waren einverstanden , und die Frau Kommandant sagte , sie gehe mit , aber sie müsse gleich wieder heim zum Kochen . Die Wirtsstube war nicht so voll wie sonst an den Festtagen ; denn Bauer und Knecht trachteten heim , um das Geweihte zu essen . Zwei Tische waren mit Gästen besetzt , und sie grüßten alle freundlich , als die Honoratioren an ihnen vorbei ins Nebenzimmer gingen . Neben dem Ofen saß noch ein Mann allein . Er hatte die Arme verschränkt auf den Tisch gelegt und sah nicht auf . Der Kommandant bemerkte ihn . » Is das net der Schuller ? « fragte er und schaute noch einmal aus dem Nebenzimmer zurück . » Ich glaub ' , er war ' s , « antwortete Stegmüller . Als die Kellnerin kam , fragte der Kommandant wieder . » Gelt , der Schuller sitzt draußen ? « » Ja , er is scho seit a paar Stund ' da und red ' t und deut ' nix . « » Er kommt sonst net oft zu Euch ? « » Scho seit a paar Monat is er nimmer rei ' ganga . Heut ' is er unter da Kirch ' daher kemma . Und jetzt trinkt er oa Halbe nach der andern . « » Der muß was B ' sonderes haben , « sagte der Kommandant . » Also prost , Herr Lehrer , aufs Wohlsein ! « » Wo gehst denn hi , Sepp ? « fragte die Schullerin . » Auf Webling umi . « » Geh , bleib do und geh zu unsern Wirt abi ! « - » Warum nacha ? « » Du tatst mir an G ' fall ' n. Da Vata hockt drunt scho seit in der Fruah . Dös woaß i net , so lang ' ma verheirat ' san . « » Wenn ' s d ' moanst , geh ' n i halt abi . Aba daß du gar a so ängstli bist ? « » Jetz ' is fünfi auf ' n Abend . Und seit in der Fruah hockt er drunt ' . « » Es freut ' n halt amal . « » Na , weg ' n da Freud ' tuat er ' s net . Du woaßt , wia ' r a gestern hoam kemma is . Koa Wort g ' redt , und heut ' is er furt in aller Fruah . I hab ' g ' moant , er geht vors Dorf außi und schaugt drauß ' d umanand . Derweil sagt ma d ' Zwerger Marie , daß er beim Wirt hockt . - Und jetzt hon i gar koa Ruah nimmer . « » Desweg ' n brauchst net z ' woana , Muatta