ob Sie fest steh ' bleib ' n auf dem , bal mir scharf zum Streit ' n o ' fanga . « » Ich steck ' nicht um , Schuller . Sonst hätt ' ich Ihnen lieber nichts gesagt . « » Und bal i Eahna bitt ' n tat , daß Sie jetzt mit mir zum Haberlschneider gengan ? « - » Ich bin dabei . « » Und nacha san mir zwoa beim Haberlschneider g ' wen , « erzählte der Schuller . » Und da Sylvester hat de G ' schicht akkurat a so vorbracht , wia bei mir , und da Haberlschneider sagt , jetzt glaabt er selm , daß i dös Spiel g ' winn , und daß ' s nimmer ausko . Jetzt werd er schaug ' n , der Herr Baustätter ! « » Paß auf , daß dir net no mal falliert ! « mahnte die Bäuerin . » Da Verdruß waar glei ärger , wia beim erstenmal . « » Wia soll denn dös fallier ' n ? Da Sylvester steht vor , und wissen tuat er ' s g ' nau . Er hat a paar Brief vom Held , und a Büachl hat er , wo der alt ' Pfarrer was nei g ' schrieb ' n hat . « » Warum hat denn da Herr Mang den Zettel net glei b ' halten ? « » Dös hat er net derfen . « - » Aba besser waar ' s g ' wen . « » Na , Alte . Dös vastehst du z ' weni . I will mei Recht . Dös müassens mir geben vor alle Leut ' beim hellicht ' n Tag . Und weil i dös will , derf i selber nix toa , was geg ' n ' s G ' setz is . « » Bal ' s dir no so ' nausgeht , Andrä ! « » Es geht mir scho naus . I hab ' de G ' wißheit in da Hand , und am Samstag kriag ' i mei Recht . Da Sylvester fahrt mit eini ins Bezirksamt . « Er streckte die Arme aus und lachte fröhlich . Und dann unterhielt er sich noch lange mit seinem Sepp über das Soldatenleben . Wie es zu seiner Zeit war , und wie es jetzt anders geworden ist . Neunzehntes Kapitel » Begreifen Sie das nicht ? Es ist doch so einfach ! « sagte der Bezirksamtmann Otteneder und richtete ungeduldige Blicke bald auf Sylvester und bald auf den Schuller . » Ist das so schwer zu begreifen ? « wiederholte er . » Ja , und ich werde es nie verstehen , « sagte Sylvester . » Dann will ich es Ihnen noch einmal sagen , obwohl ich eigentlich keine Zeit habe . Sie sagen mir , daß die Angaben des Pfarrers Held gefälscht sind , das heißt , daß sie nicht von ihm geschrieben wurden . Also was ist jetzt ? Glauben Sie , daß ich meinen Beschluß umstoßen und den Vöst zum Bürgermeister machen soll ? Das geht nicht und ist überhaupt unmöglich . Außerdem , woher wissen Sie , daß ich wegen der Beschuldigungen , die auf dem Zettel standen , die Bestätigung verweigerte ? « » Das steht im Beschluß , « sagte Sylvester . » Nein ; lesen Sie ihn doch genau ! Es heißt : Diese Beschuldigungen liegen weit zurück und sind nicht bewiesen . Also ich habe keinen Wert darauf gelegt . Aber - jetzt hören Sie zu ! - aber der Glaube an diese Behauptungen hat gezeigt , daß der gewählte Bürgermeister der Achtung entbehrt , nicht bei allen , aber bei vielen Gemeindemitgliedern . Und das ist nicht zulässig , denn Autorität und Achtung gehören zusammen . « » Wenn aber jetzt ... « » Einen Augenblick ! Außerdem habe ich hervorgehoben , daß der Glaube an diese Beschuldigungen bereits Auswüchse gezeitigt hat , die wiederum ganz unverträglich sind mit der Stellung eines Bürgermeisters . Es ist sogar zu Raufereien gekommen . Sehen Sie , deshalb habe ich die Bestätigung verweigert , und das steht im Beschlusse . « - » Derf i jetzt amal reden ? « fragte der Schuller . » Ja . Ich hab ' Sie überhaupt noch immer angehört . « » Sie sag ' n , daß der g ' fälschte Zett ' l für Eahna koa Bedeutung net g ' habt hat . Da muaß i Eahna scho sag ' n , Herr Bezirksamtmann , Sie reden heut ' anderst , als wia beim erstenmal . Wia ' r i dös erstmal herin g ' wen bi , da hab ' i Eahna g ' fragt , warum Sie mi abg ' setzt hamm . Und Sie hamm g ' sagt , weg ' n de bekannt ' n Tatsachen , weil i Ärgernis geb ' n hab ' , weil i mein Vata mißhandelt hab ' . Dös hamm Sie ausdrücklich g ' sagt . « » Sie waren damals so erregt , daß Sie mich nicht verstanden haben . « » Na , na ! I hab ' Eahna guat vastand ' n. Weg ' n de bekannt ' n Tatsachen hamm Sie g ' sagt , und da Flori is dabei g ' wen . Der ko ' s beweisen . « » Sie tun so , als ob ich etwas ableugnen wollte . Ich brauche Ihre Zeugen nicht . Was ich gesagt habe , das vertrete ich schon . « » Sie sag ' n aba jetzt , daß dös koa Bedeutung g ' habt hätt ' ! « » Es war nicht maßgebend , sage ich . Natürlich habe ich von dieser Beschuldigung gesprochen , weil sie beim Akt liegt . « » Dös war aba d ' Hauptsach ' . Sie hamm no zu mir g ' sagt , i derf den Zett ' l gar it