kann Ihnen mein Kooperator das selbst bestätigen . « » Ich danke , Herr Pfarrer . Ich meine , darüber habe ich eigentlich nur mit meinem Vetter zu verhandeln . « » Gewiß . Aber Sie dürfen dem alten Manne nicht zürnen . Bedenken Sie doch , wenn er wirklich das Geld nur in dieser Hoffnung gegeben hat ! Und wenn man ihm diese Hoffnung gemacht hat ! « » Solange ich Geld von ihm genommen habe , wußte ich nichts anderes , als daß ich Geistlicher werde . « » Sie dürfen mich nicht falsch verstehen , Herr Mang . Ich erzählte Ihnen nur , wie Ihr Vetter das aufnimmt . Und begreiflich ist es am Ende doch , daß er sich getäuscht fühlt . « » Niemand hat ihn getäuscht . Aber vielleicht ist ihm das jetzt so hingestellt worden . « » Das ist ein harter Vorwurf gegen meinen Kooperator ! « » Der Herr Sitzberger hat schon bei meiner Mutter Schwätzereien gemacht . Ich kann mir denken , daß er bei meinem Vetter noch stärker aufgetragen hat . Ich nehm ' ihm das nicht übel , weil ich nichts danach frage . Ich meine bloß , daß es ihn nichts angeht . « » Persönlich nicht . Aber als Priester muß er es bedauern , daß Sie keine größere Liebe zu unserem Stande zeigten . « » Deswegen braucht er keine Geschichten herumzutragen . « » Sagen Sie es ihm doch selbst ! « » Das ist mir nicht der Mühe wert , Herr Pfarrer . « » Sie sind sehr stolz geworden . Aber eins muß ich Ihnen doch sagen . Warum machen Sie selbst Schwätzereien , wenn Sie dieselben verdammen ? « » Ich ? « » Ja , Sie , Herr Mang . Und darüber muß ich mit Ihnen noch reden . « » Bitte ! « » Es ist mir mitgeteilt worden , daß Sie für den Schuller Partei nehmen und überall erzählen , es sei ihm unrecht geschehen . « » So hab ' ich es nicht gesagt . « » Also haben Sie doch darüber gesprochen ? Was wissen Sie eigentlich von der ganzen Sache ? « » Ich weiß nur , was mir erzählt worden ist . « » Und das genügt Ihnen , mich anzugreifen ? Was Sie im Vorbeigehen aufschnappen , paßt Ihnen , wenn es gegen mich geht ! « » Gegen Sie habe ich kein Wort gesagt . « » Nicht ? Gegen wen sonst ? Das ist eine merkwürdige Verdrehung der Wahrheit ! Sie taugen allerdings nicht zu einem Priester . « » Sie werden mir keine Lüge nachweisen können . « » Wenn Sie überall herum erzählen , daß man den Schuller verleumdet hat , gegen wen richtet sich das ? Wen greifen Sie damit an ? Da wollen Sie sich ausreden , daß Sie meinen Namen nicht genannt haben ? Was wissen Sie denn überhaupt von der Sache ? « Baustätter stand mit blitzenden Augen vor Sylvester und erhob seine Stimme zum Schreien . » Sie kommen dahergeschneit , schnappen etwas auf und erfrechen sich ... « » Herr Pfarrer ! « » Jawohl , erfrechen sich , gegen mich zu hetzen . Aber wenn Sie es noch so heimlich machen , ich erfahre es doch ! Ich weiß alles . « » Sie wissen gar nichts . « Sylvester sagte das in so barschem Tone , daß Baustätter einen Augenblick inne hielt . » Sie wollen es leugnen ? « fragte er . » Ich sage Ihnen noch einmal , ich habe nichts zu leugnen . Sie könnten sich genauer erkundigen , bevor Sie mir Grobheiten machen . « » Ich mache Ihnen keine Grobheiten . « » Sie haben mir Frechheit vorgeworfen . « » Ich sagte nur , es wäre frech , wenn Sie behaupten , daß ich dem Schuller unrecht getan habe . « » Ich habe mich gewundert , daß man solche Anklagen gegen ihn erhebt , und ... « » Sie haben sich gewundert , und Sie haben es jedem gesagt oder überall durchblicken lassen , daß Sie es für unwahr halten . « » Darf ich ausreden , Herr Pfarrer ? « » Nein . Schweigen Sie ! « schrie Baustätter . » Ohne Beweis fallen Sie über mich her ! Natürlich , nur ich bin schuld . Ich habe Anklage erhoben gegen den braven Schuller ! Was wissen Sie davon ? Wer hat ihn angeklagt ? Da ! Da ist der Ankläger ! « Baustätter öffnete mit einer heftigen Bewegung das Pult und warf ein Blatt Papier vor Sylvester auf den Tisch . » Da ist der Ankläger ! Ihr verehrter Herr Pfarrer Held ! Wollen Sie den auch verdächtigen ? « Sylvester nahm das Blatt langsam auf . Er las die ersten Worte mit Widerstreben . Dann las er die Schrift hastig durch und las sie wieder . » Wollen Sie jetzt noch bei den Leuten herumerzählen , daß dem Schuller unrecht geschehen ist ? « Sylvester antwortete dem Pfarrer nicht . Er fragte mit erzwungener Ruhe : » Von wem haben Sie den Zettel ? « » Im Kirchenbuch war er . « » Legen Sie ihn nicht mehr hinein , Herr Pfarrer . « » Was soll das heißen ? « » Der Zettel ist falsch ! Die Schrift ist gefälscht ! « » Sie wagen , mir das vorzuwerfen ? « » Das ist nicht die Schrift des Herrn Held ! « » Geben Sie das Blatt her ! Sofort geben Sie es mir ! « Sylvester legte es auf den Tisch , und Baustätter riß es ungestüm an sich . Er kreischte , daß ihm die Stimme überschlug . » Sie setzen Ihrer Frechheit die Krone auf ! Ich will sehen , ob Sie mich einen Fälscher heißen dürfen ! « » Das habe ich nicht getan . « » Lügen Sie nicht ! « » Ich habe gesagt