, der vier Meilen von hier das ... sche von unserm Gebiet scheidet , gefunden und Euch für den ihm früher bekannten Kapuzinermönch Medardus aus dem Kloster zu B. erkannt , der auf einer Reise nach Rom durch den Ort kam , wo er sonst wohnte . Ihr befandet Euch in einem vollkommen apathischen Zustande . Ihr gingt , wenn man Euch führte , Ihr bliebt stehen , wenn man Euch losließ , Ihr setztet , Ihr legtet Euch nieder , wenn man Euch die Richtung gab . Speise und Trank mußte man Euch einflößen . Nur dumpfe , unverständliche Laute vermochtet Ihr auszustoßen , Euer Blick schien ohne alle Sehkraft . Belcampo verließ Euch nicht , sondern war Euer treuer Wärter . Nach vier Wochen fielt Ihr in die schrecklichste Raserei : man war genötiget , Euch in eins der dazu bestimmten abgelegenen Gemächer zu bringen . Ihr waret dem wilden Tier gleich - doch nicht näher mag ich Euch einen Zustand schildern , dessen Erinnerung Euch vielleicht zu schmerzlich sein würde . Nach vier Wochen kehrte plötzlich jener apathische Zustand wieder , der in eine vollkommene Starrsucht überging , aus der Ihr genesen erwachtet . « - Schönfeld hatte sich während dieser Erzählung des Geistlichen gesetzt , und , wie in tiefes Nachdenken versunken , den Kopf in die Hand gestützt . » Ja , « fing er an , » ich weiß recht gut , daß ich zuweilen ein aberwitziger Narr bin , aber die Luft im Tollhause , vernünftigen Leuten verderblich , hat gar gut auf mich gewirkt . Ich fange an , über mich selbst zu räsonieren , und das ist kein übles Zeichen . Existiere ich überhaupt nur durch mein eignes Bewußtsein , so kommt es nur darauf an , daß dies Bewußtsein dem Bewußten die Hanswurstjacke ausziehe , und ich selbst stehe da als solider Gentleman . - O Gott ! - ist aber ein genialer Friseur nicht schon an und vor sich selbst ein gesetzter Hasenfuß ? - Hasenfüßigkeit schützt vor allem Wahnsinn , und ich kann Euch versichern , ehrwürdiger Herr , daß ich auch bei Nordnordwest einen Kirchturm von einem Leuchtenpfahl genau zu unterscheiden vermag . « - » Ist dem wirklich so , « sprach ich , » so beweisen Sie es dadurch , daß Sie mir ruhig den Hergang der Sache erzählen , wie Sie mich fanden , und wie Sie mich herbrachten . « » Das will ich tun , « erwiderte Schönfeld , » unerachtet der geistliche Herr hier ein gar besorgliches Gesicht schneidet ; erlaube aber , Bruder Medardus , daß ich dich als meinen Schützling mit dem vertraulichen Du anrede . - Der fremde Maler war den andern Morgen , nachdem du in der Nacht entflohen , auch mit seiner Gemäldesammlung auf unbegreifliche Weise verschwunden . So sehr die Sache überhaupt anfangs Aufsehen erregt hatte , so bald war sie doch im Strome neuer Begebenheiten untergegangen . Nur als der Mord auf dem Schlosse des Barons F. bekannt wurde ; als die ... sche Gerichte durch Steckbriefe den Mönch Medardus aus dem Kapuzinerkloster zu B. verfolgten , da erinnerte man sich daran , daß der Maler die ganze Geschichte im Weinhause erzählt und in dir den Bruder Medardus erkannt hatte . Der Wirt des Hotels , wo du gewohnt hattest , bestätigte die Vermutung , daß ich deiner Flucht förderlich gewesen war . Man wurde auf mich aufmerksam , man wollte mich ins Gefängnis setzen . Leicht war mir der Entschluß , dem elenden Leben , das schon längst mich zu Boden gedrückt hatte , zu entfliehen . Ich beschloß , nach Italien zu gehen , wo es Abbates und Frisuren gibt . Auf meinem Wege dahin sah ich dich in der Residenz des Fürsten von * * * . Man sprach von deiner Vermählung mit Aurelien und von der Hinrichtung des Mönchs Medardus . Ich sah auch diesen Mönch - Nun ! - dem sei , wie ihm wolle , ich halte dich nun einmal für den wahren Medardus . Ich stellte mich dir in den Weg , du bemerktest mich nicht , und ich verließ die Residenz , um meine Straße weiter zu verfolgen . Nach langer Reise rüstete ich mich einst in frühster Morgendämmerung , den Wald zu durchwandern , der in düstrer Schwärze vor mir lag . Eben brachen die ersten Strahlen der Morgensonne hervor , als es in dem dicken Gebüsch rauschte und ein Mensch mit zerzaustem Kopfhaar und Bart , aber in zierlicher Kleidung , bei mir vorübersprang . Sein Blick war wild und verstört , im Augenblick war er mir aus dem Gesicht verschwunden . Ich schritt weiter fort , doch wie entsetzte ich mich , als ich dicht vor mir eine nackte menschliche Figur , ausgestreckt auf dem Boden , erblickte . Ich glaubte , es sei ein Mord geschehen , und der Fliehende sei der Mörder . Ich bückte mich herab zu dem Nackten , erkannte dich und wurde gewahr , daß du leise atmetest . Dicht bei dir lag die Mönchskutte , die du jetzt trägst ; mit vieler Mühe kleidete ich dich darin und schleppte dich weiter fort . Endlich erwachtest du aus tiefer Ohnmacht , du bliebst aber in dem Zustande , wie ihn dir der ehrwürdige Herr hier erst beschrieben . Es kostete keine geringe Anstrengung , dich fortzuschaffen , und so kam es , daß ich erst am Abende eine Schenke erreichte , die mitten im Walde liegt . Wie schlaftrunken ließ ich dich auf einem Rasenplatze zurück und ging hinein , um Speise und Trank zu holen . In der Schenke saßen * * * sche Dragoner , die sollten , wie die Wirtin sagte , einem Mönch bis an die Grenze nachspüren , der auf unbegreifliche Weise in dem Augenblicke entflohen sei , als er schwerer Verbrechen halber in * * * hätte hingerichtet werden sollen . Ein Geheimnis war es mir , wie du aus der Residenz