wollte Elisi die Hand bieten . Aber Elisi schrie noch ärger . Da ging er aufs Fuder und wollte Elisi hin , aus auf die Leiter heben , damit es auf derselben allein hinuntergehen könne ; da schrie aber Elisi geradeaus , als ob man es am Messer hätte . Es blieb Uli endlich nichts übrig , als Elisi auf den Arm zu nehmen wie ein kleines Kind und so es zu tragen . Das ließ auch Elisi sich gefallen und hielt sich so wacker an Ulis Hals , daß er ganz braun und blau den Boden erreichte . Solange Elisi lebte , bildete diese Heufahrt seine Hauptgeschichte . Wenn man es erzählen hörte , was es da ausgestanden und erlebt , so stunden einem fast die Haare zu Berge , und man kam zur Überzeugung , daß was der Kapitän Parry auf seiner Nordpolexpedition erlebt , nur Kleinigkeiten seien gegen das , was Elisi von der Matte bis ins Tenn erfahren . Daneben behandelte es Uli handkehrum wieder mit gar mächtigem Hochmut , antwortete ihm so wenig als den andern Diensten , wenn er guten Tag oder gute Nacht wünschte , hielt ihm vor , er rieche nach dem Kühstall , führte ihn aus über seine rauhen , großen Knechtenhände , konnte sich aber denn doch nicht enthalten , mit seinen magern , bleichen Händen daran herumzufingerlen . Uli war dieses sehr unangenehm , ohne daß er eine weitere Bedeutung darein setzte . Er meinte , das gehöre zu den Eigentümlichkeiten und Meisterlosigkeiten des verzogenen Kindes . Er war damit geplagt und wurde von den andern Diensten ausgeführt . Indessen benahm er sich anständig , denn es war immerhin die Meisterstochter , während hingegen die Andern das Mädchen zum Narren hielten oder es so rücksichtslos verhöhnten , besonders wenn sie zu Weihnacht aus dem Dienst wollten , daß es gar oft heulend und schreiend vor seinen Alten Klage führte und sich ins Bett legen mußte , sich gebärdend fast wie ein wirbelsinnig Kind . Joggeli nahm dann seinen Stecken und höpperlete weiters . Die Mutter sprach zu , es solle doch nicht so plären , es sei doch nicht dr wert , gab ihm Tropfen , und wenn es weit kam , so ging sie hinaus und putzte dem Sünder ab , daß er inskünftig ihr Meitschi rüeyig lasse . Dagegen erhielt sie gewöhnlich zur Antwort : Daß man Elisi gern rüeyig lasse , aber es solle dann in der Stube bleiben und brauche nicht zu ihnen zu kommen und anzufangen . Man sei doch nicht dafür da , sich von einem Sellige , das auf der Himmelswelt nichts sei , kujonieren zu lassen . Dem Elisi kam es auf einmal in Kopf , es wolle seinen Bruder besuchen , es wußte niemand warum . Es war eine unmußige Zeit . Der Vater wollte es nicht führen ; man wollte es ihm ausreden , aber ds Elisi fing an zu plären , zu schnopsen , als ob es ersticken wolle , bis es endlich hieß , Uli solle es morgen führen . Nun kam es nach und nach zu sich selbst , tat Kästen und Schäfte und Kommoden auf und füllte die ganze Stube mit seinen Herrlichkeiten und rief das ganze Haus zu Rate , mit was es die Trinette ärgern könnte . Dem Uli war die Reise nicht anständig ; er ging nicht gerne zu Johannes , und auch hörte er den Spott seiner Mitknechte nicht gerne , die sich lustig darüber machten , daß er mit der Meisterstochter im Lande herumfahren könne . Zudem schien ihm Vreneli puckt und mutz , gab ihm kurzen Bescheid und warf seine Schuhe , die er zum Salben brachte , gar unsanft in eine Ecke . Diese Unfreundlichkeit mühte Uli doch und er hätte gerne gewußt , woher sie stamme , aber er hatte keine Gelegenheit , zu fragen . Als er am Morgen erschien , schön angetan mit dem Halstuch , das ihm die Meisterfrau gekramet , da warf es ihm spöttische Blicke zu und sagte ihm , er hätte wohl angewendet , aber er werde gedacht haben : Helf , was helfen mag ! , aber dem Elisi möge er doch nicht nach . Allerdings erschien dieses gar schön und glitzerig , umbunden und aufgezäumt mit allem Möglichen , zwei Jungfrauen hinter sich , von denen jede ein Pack mit Kleidern trug , und hintendrein die Mutter mit einer Drucke , worin noch eine Kappe und die Mänteli waren , die nicht verdrückt werden durften . Es wollte freilich den andern Tag wiederkommen , aber es sagte , man wisse nie , was es gebe , und es sei einem nicht wohl , wenn man sich nicht wenigstens zweimal anders anziehen könne . Als der Zug durch die Stube war , ergriff Vreneli die Katze und trug sie einige Schritte nach mit der Frage auf der Zunge , ob es die nicht auch noch mitnehmen wolle . Doch besann es sich eines Andern , setzte die Katze wieder ab , ging zurück und drückte trübe Augen ans angelaufene Fenster . Uli hatte sich voraufgesetzt , im verdeckten Sitz saß vergnügt ds Elisi . Es versuchte , sobald das Haus im Rücken war , mit Uli zu reden , aber das wilde junge Roß fesselte dessen Augen so , daß er nicht rückwärtssehen , seine Antworten nur so abgebrochen über die Achsel geben konnte . Da wurde ds Elisi ungeduldig , und einige Regentropfen gaben ihm den Vorwand , den Uli zu heißen , auf den Sitz zu kommen . Er machte Umstände , allein da er endlich den Regen und seinen Hut bedachte , so setzte er sich neben ds Elisi . Nun war diesem recht wohl neben Uli und es sagte ihm mehrere Male , er solle sich nur nicht so in den Ecken drücken , sie hätten gar wohl Platz nebeneinander , sie seien ja Beide noch nicht so dick wie der Vater und die Mutter ,