g ' moant , es war oana von der alten Mannschaft . Da Feldwebel hat g ' sagt : Ich weiß schon , das ist die alte Blasen , die glaubt , sie darf sich recht viel Kraut ' rausnehma . Aber wenn ich den Betreffenden ausfindig mache , den leg ' ich fünf Tag auf die Latten , den Herrgottsakrament , hat er g ' sagt . « » Der Ertl Hans hat hoam g ' schrieb ' n , daß er si halt gar it ei ' g ' wöhna ko bei der Militari . « » Was will denn der sag ' n , z ' Münka drin ? Der müaßt erst was spanna , wia ' s bei uns is . De wissen ja gar nix in da Stadt drin , de Grasteufeln ! « Der Sepp war ein martialischer Soldat und ein treuer Anhänger des zwölften Regiments . Und seine Mutter hörte ihm aufmerksam zu , während sie die Eier ins sprudelnde Wasser legte . Da klangen rasche Schritte im Gange , und der Schuller trat ein . Sein Gesicht verriet eine starke Aufregung , aber keine traurige ; seine Augen blitzten , um den Mund lag ein freudiges Lachen , und die Stimme klang kräftig , wie schon lange nicht mehr , als er den Sepp begrüßte . » Bist da ? Dös is recht . Da Schnurrbart is dir g ' wachsen . Jetzt kannst ' n scho bald aufdrahn . « » Ja , was hoscht denn du ? « rief die Schullerin . » Nix Schlechts net . D ' Lumperei kimmt auf ! « Und er patschte kräftig auf seine Knie . » Woaßt , Sepp , i hon a schlechte Zeit g ' habt , aba jetzt geht ' s wieder besser . « » D ' Muatta hat ma ' s g ' sagt . « » Hat s ' da ' s g ' sagt ? Woaßt , sie hätt ' n mi ganz schlecht g ' macht mit lauter Lug ' n , und i waar gar nix mehr g ' wen . Aba jetzt is de G ' schicht offenbar wor ' n. « » Was hat ' s denn geben ? Erzähl halt amal ! « drängte die Bäuerin . Und der Schuller erzählte . Sepp mußte sich wundern über den Vater . Der war immer so ernst und wortkarg gewesen ; jetzt redete er hastig , als könne er die Worte nicht schnell genug herausbringen , und schlug mit der Faust auf die Tischplatte oder wischte sich mit dem Ärmel über die Stirne , weil es ihm heiß wurde vor lauter Lebhaftigkeit . » Er is ganz anders wie früherszeiten , « dachte Sepp . Es hatte sich aber etwas Merkwürdiges ereignet ; und das war so : Den dritten oder vierten Tag nach seiner Ankunft ging Sylvester zum Lehrer Stegmüller und sagte ihm , welchen Entschluß er mit Billigung seiner Mutter gefaßt habe . Stegmüller wußte das Hauptsächlichste bereits aus den Prophezeiungen des Herrn Kooperators und der Bäcker Ulrich Marie ; er war nur überrascht , daß Sylvester nicht zum Theater gehen wollte . Sitzberger hatte es feierlich versichert , und er hatte es geglaubt . Einmal wegen der schönen Stimme , und dann wegen der Anziehungskraft der freien Kunst , die er selbst in seiner Jugend verspürt hatte . Nun war es ihm doch lieb , zu hören , daß der junge Mang sich nicht auf den schwanken Boden stellen wollte . Er lobte ihn darum und bezeigte ihm aufrichtige Anerkennung , weil er sich so gefaßt und unbekümmert seine Zukunft selber aufbauen wollte . Wie hätte sich wohl der Pfarrer Held über seinen Schützling gewundert ! Er hätte sicherlich den Entschluß gebilligt und gesagt , jeder müsse tun , was er für recht erkenne . Der jetzige Pfarrer urteile wohl anders . Und da war Stegmüller in ein Gespräch geraten , das er mit großer Vorsicht , aber doch gerne pflegte . Mit unterdrückten Seufzern und halben Andeutungen gab er Sylvester zu verstehen , daß sich vieles geändert habe , und daß die Neuerung nicht gerade eine Besserung bedeute . Und dabei kam er auch auf den Schuller zu sprechen . Er erzählte Sylvester , welche schlimmen Kränkungen den Mann angegangen hätten , eine nach der andern ; aber freilich , die schwerste Beschuldigung stamme von Held her . Und er beschrieb den Vorfall mit ausführlicher Breite . Sylvester sagte , das glaube er nicht . Der alte Herr hätte so etwas nicht getan . Stegmüller zog die Achseln in die Höhe . Ihm sei es ja auch sonderbar vorgekommen , aber man müsse es wohl glauben . Ihm tue es leid um den Schuller . Und ihm noch mehr um das Andenken Helds , sagte Sylvester . Wie man ihm das nachsagen könne ! Wenn der etwas Schlechtes von einem gewußt hätte , dann hätte er ihm gründlich die Wahrheit gesagt , aber nicht heimlich eine Anklage geschrieben . Das sei früher auch seine Meinung gewesen , versicherte Stegmüller . Aber ... Und gerade beim Schuller , unterbrach ihn Sylvester , da sei es nun ganz unmöglich . Held habe einmal gesagt , wie unrecht es sei , verächtlich von der Hartherzigkeit und dem Eigennutz der Bauern zu reden . Wer das tue , wisse nicht , wie viel man der zähen Art der Bauern verdanke ; wie sie unser Volkstum unverfälscht von Geschlecht zu Geschlecht vererbten und aus den Trümmern immer wieder das alte Vaterland aufgebaut hätten . Und da habe Held den Schuller als Beispiel angeführt . Das sei so einer , der sich nicht beugen lasse , und der mit unverdrossenem Fleiße seine kleine Welt in Ordnung halte . Wie könne man dieses Lob übereinbringen mit der heimlichen Anklage ? Und wer dürfe glauben , daß Held den Mann schwer schädigte , dessen Tüchtigkeit ihm so viel galt ? Das sei alles recht schön , meinte