das Bekenntniß die Brücke zur Gnade sein ? Wer fühlt nicht Lust zum Leben - « » Mit dem schließ ab . Das ist und bleibt verwirkt . « » Dann bekehre , wer Lust hat , sich bekehren zu lassen . Meinen Henker mag ich nicht zum Beichtvater . Was ich that , ich will ' s nicht loben , aber bereuen auch nicht , nicht vor Dir . Du greifst in unsere Rechte , ärger als Deine Väter . Das gehört nicht hierher , aber kannst Du Dich wundern , wenn wir ausschlagen ? Das Gesindel willst Du begünstigen auf unsere Kosten , auf wohlfeile Art zum Ruhme des Gerechten kommen . Da Du uns zu stark , werfen wir uns auf Deine Schützlinge . Meinen Verstand rufst Du an , der sagt mir , daß Jeder recht thut , der nicht schlechter , noch besser handelt , als seine Genossen ! Möglich , daß eine Zeit kommt , wo sie anders denken , ich lebe in meiner ; ich that , was da unter den Guten nicht für schlecht gilt . Ein Thor , wer besser sein will . Die Zukunft gehört andern Geschlechtern . « » Und Du sündigst in sie hinein . Mein Herz schlug warm , mein Arm war weich . Ich hoffte , ich glaubte . Du hast den Glauben mir ausgerissen . Nach Dir , nie kann ich Jemand mein volles , heiliges Vertrauen wieder schenken . Wenn ich die Arme verlangend ausstrecke nach Einem , dessen Geist in seinen edlen Zügen zu leuchten , auf seinen beredten Lippen zu schweben scheint , wird Dein Gespenst drohend dazwischen aufschießen . Ich werde Euch bändigen , Euer Trotz soll ohnmächtig sich krümmen unter meinen Füßen , denn mit mir ist Gott ; aber des Sieges werde ich mich nicht freuen , ich habe Keinen , mit dem ich mich freue . Mein Argwohn wird die verwunden , die es wirklich gut meinen , Du trägst die Schuld . Eine Eiskruste wird sich mit den Jahren um meine Brust lagern , die warmen Gefühle , wenn sie noch aufsprudeln , werden nicht mehr durchdringen . Ich werde verdrießlich , hart , vielleicht ungerecht scheinen , vielleicht es sein . Ich , der sein ganzes Dasein aushauchen wollte für das Glück seines Volkes , werde nicht geliebt , nur gefürchtet werden . Von ihnen nicht verstanden , vielleicht sie nicht verstehend , werde ich auffahrend , jähzornig , ich kann ein Tyrann werden . Es ist Dein Werk ! « » Dank für den bittern Trank , den Du mir mitgiebst auf meinen letzten Gang . Der Lohn für all die süßen Stunden , wo ich mein Hirn quälte , die Sorgen von Deiner Stirn zu schwatzen . « » Dafür den Lohn ! « » Ich könnt ' s Dir wieder eingeben , einen so bittern Trunk , Dein Leben lang sollte er jeden süßen Becher Wein vergällen . Warum griffst Du mich heraus ? Bin ich der Einzige , der Nachts satteln läßt , die Kappe über ' s Gesicht , auf die Straße reitet ! Leg ' Dein Ohr auf die Schwelle , schleiche in den Gängen Deines Schlosses um und horche an den Thüren , wo sie ihre Klingen wetzen , horche auf ihr Gespräch , mit welchem Ehrennamen sie Dich nennen ! Nennen könnte ich - ich will ' s Dir zu rathen geben . Das mein Gegengift ! « » Lindenberg ! « rief der Fürst ihn von der Thür zurück . » Ich habe nichts mehr zu sagen . « » Ich zu fragen . Hast Du Mitschuldige ? « Der Ritter schwieg einen Augenblick : » Nein ! « » Du hattest sie ! « » Es lohnt nicht , sie zu nennen . Die blasse Furcht schlottert in ihren Gliedern . Von denen hast Du nichts zu fürchten . Laß sie laufen . Ich will reine Luft auf dem sauren Weg . « » Gar nichts hättest Du mir zu sagen , keinen Auftrag , keinen Wunsch ? « » Was soll ' s ? Habe nicht Weib , nicht Kind , was geht mich das an , - was hinter mir bleibt ! - Und doch noch etwas . Allein willst Du stehen , auf Niemand hören , weil Einer , Zwei , Drei Dich täuschten ! Wer ist denn so überreich an Gottesgnaden , daß er den Hauch der Lüfte nicht braucht , der ihm Athem zubläst , daß er die Farben der Blumen , das Grün der Wiesen nicht ansieht , nicht das Blau des Firmamentes , weil es Täuschung der Sinne ist ! Wo willst Du die Wahrheit suchen , die , mein ' ich , die Du unter Deinem Volke brauchst ? Einen verwirfst Du nach dem Andern , weil er nicht die Wahrheit spricht , die Du willst . Der redet Dir zu frech , der zu sclavisch , der nur zu seinem Vortheil , der versteht Deine hohen Intentionen nicht , der geht nicht oft genug in die Messe , der ein Thor , der ein Schwärmer ; weiß ich ' s , was Du an Jedem auszusetzen hast , bis Du , wie die Schöne , der kein Freier gefällt , weil sie sich für zu schön hält , zuletzt den ersten besten auf der Straße aufgreifst . Den Adel stößt Du vor den Kopf , er ist zu eigenwillig ; dem Bürger zeigst Du ein kraus Gesicht , weil er anders möchte , als Du willst ; den Clerus möchtest Du bessern , aber er will nicht gebessert sein . Was ist denn Dein Volk ? Was bleibt davon , wenn Du Einem nach dem Andern davon ausstreichst ? Werden Deine lateinischen Freunde aus der Fremde Dir helfen , wenn Du nicht aus und ein weißt ? Sie verstehen ja nicht unsre Sprache ! Wenn sie zittern wie Espenlaub und keiner ihrer Zaubersprüche mehr hilft , wen