merkte , daß der Bauer keinen gesprächigen Tag hatte und ging auf klappernden Holzschuhen die Kellerstiege hinunter . Es mußte sie aber etwas gefreut haben , weil ihr ein heimliches Lachen um den Mund spielte . Der Schormayer überlegte sich , daß es gescheiter wäre , wenn er nicht daheim bliebe , denn da konnte ihm der Tag so zuwider verlaufen , wie er angefangen hatte ; und weil ihm in Hohenkammer ein guter Freund lebte , mit dem er zusammen die Militärzeit durchgemacht hatte , beschloß er , einmal hinüberzugehen , auch unterwegs da und dort sich nach dem Viehstand umzuschauen . Er machte sich also auf den Weg und verlor an dem klaren Tag auch bald die dummen Gedanken , die sich in der Stube an ihm festhingen und ihn mahnten , daß er auf der Abseite des Lebens angelangt sei . Er kam mit einem kleinen Umweg an die stattliche Ackerbreite , die ihm gehörte - jawohl , die ihm noch gehörte , - und er stapfte mit einem befriedigten Gemüt über die gefrorenen Schollen . Da sollte ihm ein guter Weizen heranwachsen , und weiter drüben an die zehn Tagwerk schöne Gerste , die ihm der Bräuer in Indersdorf abkaufen würde ; und er sah schon im Geiste die Halme in die Höhe schießen , voll werden und reifen . Wie lange , und der Tag war wieder am Wachsen ! Und mußte nicht über einer Weile der Auswärts kommen ? Da sollte nur die liebe Sonne scheinen wie heute ; dann mußten die Wasser in den Furchen rieseln , und klingend und klirrend wollte er wieder mit dem Pflug die Höhe hinaufkommen hinter seinen breitrückigen Braunen . Das sollte ein anderes und ein rechtes Leben werden , in dem es nichts mehr gab von Stubenhocken und Trübsalblasen . Ei , da war ihm beim Gehen warm geworden , und er lüpfte den Hut , indes er vor Augen die Lustbarkeit des Schaffens hatte , und Sorgen und Hoffnungen , wie ehedem . Nun ging er den Weg an seinem Jungholz entlang , und liebkosend streifte er mit der Hand die buschigen Zweige der jungen Fichten . Die hatte er alle gesetzt , Reihe an Reihe ; und gingen sie ihn heute weniger an wie zu der selbigen Zeit ? Und warum ? Es wurde ihm fröhlich ums Herz , und beim Ausschreiten spitzte er , ohne es selber zu wissen , das Maul und pfiff einen alten Ländler . Hügel auf und Hügel ab trugen ihn die Füße und wurden nicht müde ; und da hatte er sich selber was vorgeredet vom Altwerden und merkte jetzt , daß es noch lange nicht so weit war . Schpringt da Hirsch über ' n Bach , Brockt eahm drei Tritt - aberi - Schöni greani , brauni Birnblattl Ab vo dem Baam ... » Öhö ! Schormoar , wo aus ? « schrie ihn ein untersetzter , rotgesichtiger Mensch an , der auf einem Seitenweg daher kam . Es war der Viehhändler Tretter von Pettenbach , ein lustiges Mannsbild , voller Späße und mit einem gesunden Maulwerk begabt . Er paßte dem Schormayer gut zu dem fidelen Morgen . » Ja , grüaß di Good , Simmerl ! Bist du um an Weg ? « » Allawei . Ma muaß si ja d ' Hax ' n weglaffa , bis ma von enk g ' scheerte Spitzbuam was kriagt . « » Mög ' st was kaffa ? « » Mög ' n tat i scho mög ' n , aba kinna ko ma net . « » Muaßt halt guat zahl ' n , nacha geht ' s scho . « » Freili . Aba wos treibt denn di umanand ? - Host aa ' r an Handel ? « » Na , i geh ' grad amal hoa ' gart ' n auf Hochakammer ummi . « » So , da geh ' i a Trumm mit dir ; vielleicht fallt da ' r a Geld aus ' n Sack , daß i mir a Maß Bier kaff ' n ko . « Nachdem sie eine Weile miteinander gegangen waren , fragte der Tretter : » Gel , dir is dei Wei g ' storm ? « » Ja , vor guatding sechs Wocha . « » Host da scho wieda ' r an anderne aufganga ? « » I ? A , was moanst denn ? « » Daß da wieda ' r a resche Bäurin nimmst , moan i. « » I net , Simmerl . « » Den schaug o ! Wia alt bist denn ? « » Vierafufz ' g. « » No , und i bi achtavierz ' g , aba auslass ' n tua ' r i no lang net . « » Wer red ' t denn vo dem ? « » I no allawei , Schormoar ; und bei ' n red ' n bleibt ' s it . « Schormayer blieb stehen und lachte herzhaft . » Du bist , scheint ' s , a ganz a scharfa , « sagte er , » aba ' r i moan ' , es kimmt nix G ' schait ' s raus beim zwoat ' n mal heiret ' n. « » Warum nacha ? Schaug mi o ! I hab aa scho ' s zwoate Wei . « » Aba de hoscht vor zehn Jahr g ' heiret ; dös is was anders . « » Und bal mir de net bleibt , nimm i de dritt ' . « » So was ko ma leicht sag ' n. « » Und toa ko ma ' s grad so leicht ; und i ziag halt amal grad zwoaspannig , weil i ' s g ' wohnt bi . Und da G ' spaß is größer , bal ma ' r a neu ' s Weibets hot . Des is mei Ansicht . « » Dös sagst deiner