, und den Ring auf das Haupt getan . « » Weil wir noch mehr sprechen werden « , sagte der Reiter , » so gehen wir ein wenig an dem Waldsaume hin , woher du mich kommen gesehen hast . Da werden wir Steine finden , welche zu Sitzen taugen . Auf dieselben können wir uns setzen , und dort sprechen . « » Ich weiß es nicht , ob ich noch mehreres mit dir sprechen werde « , antwortete das Mädchen , » aber ich gehe mit dir zu den Steinen , und setze mich ein wenig zu dir . Ich kenne die Steine , ich selber habe die Sitze machen lassen . Im Sommer ist es am Vormittage dort sehr heiß , am Nachmittage aber schattig . Im Herbste ist es vormittags lieblich und mild . « Sie wandelten nun in der Richtung an dem Saume des Waldes hin , in welcher der Reiter zu den Mädchen hergekommen war . Sie hatten bald jene Steine erreicht , an denen der Reiter versucht hatte , ob sie zu Sitzen tauglich wären . Er blieb stehen , und harrte , bis das Mädchen sich gesetzt hatte . Es setzte sich auf einen glatten Stein . Der Reiter setzte sich zu ihrer Linken auf einen , der etwas niederer war , so daß nun sein Angesicht mit dem ihrigen fast in gleicher Höhe war . Das Schwert ragte zu seiner Linken in die niederen Steine hinab . Sie sprachen nun nichts . Nach einer Weile sagte der Reiter : » So rede etwas . « » So rede du etwas « , antwortete sie , » du hast gesagt , daß du mit mir noch sprechen willst . « » Ich weiß jetzt nicht mehr , was ich sagen wollte « , entgegnete er . » Nun , ich auch nicht « , sagte sie . Nach einer Zeit sagte der Reiter : » Es ist wahr , was du gesprochen hast , daß an Vormittagen die Sonne sehr mild auf diese Steine scheint . « Sie antwortete nicht . Nach einer Weile sagte sie : » Trägst du immer diese häßliche Haube auf deinem Haupte ? « » Nein , nur wenn ich sie brauche « , sagte er , » sie ist sehr leicht herab zu nehmen . « Bei diesen Worten nahm er die Lederhaube samt ihrem Anhange von seinem Haupte , und eine Fülle schöner blonder Haare rollte auf seinen Nacken herab . Die Haube legte er in das Gras . » Ach , was Ihr für schöne Haare habt ! « sagte das Mädchen . » Und was du für rote Wangen hast « , erwiderte er . » Und wie blau Eure Augen sind « , sagte sie . » Und wie braun und groß die deinen « , antwortete er . » Und wie Ihr freundlich sprecht « , sagte sie . » Und wie du lieblich bist « , antwortete er . » Sagt , wie könnt Ihr nur die Fülle dieser Haare in der ledernen Haube unterbringen ? « fragte das Mädchen . » Das mache ich so « , antwortete der Reiter , » ich fasse die Haare , halte sie mit einer Hand , und setze den Helm mit der andern darauf . « Bei diesen Worten griff er nach dem Lederhelme , faßte mit seiner Linken die Haare , hielt sie auf dem Haupte , und setzte mit der Rechten den Helm darauf . » Ach , das ist schön « , sagte sie . » Nun sind sie bedeckt « , antwortete er . » Ja , legt nur die Haube wieder weg « , sagte sie . Er nahm den Helm von dem Haupte , und legte ihn wieder an seine vorige Stelle , und die Haare flossen wieder herab . » Wenn Ihr wollt in den Kampf gehen « , fuhr das Mädchen fort , » wie werdet Ihr dann die Feinde schrecken können , wenn Ihr so freundlich blickt ? « » Wer sagte dir denn , daß ich in den Kampf gehen werde ? « fragte der Reiter . » Ich weiß es « , antwortete das Mädchen . » Nun , in meinem Geschicke werden wohl Kämpfe sein « , sagte der Reiter . » Der Kampf ist eine Ehre « , antwortete das Mädchen . » Wenn er nicht Raub und Gewalt ist , ehret der Kampf « , sagte der Reiter , » wenn man gegen feindselige Menschen den Vater , die Mutter , den Bruder , die Schwester , den Nachbar und das Volk verteidigt , ehret er noch mehr , und muß mit dem ganzen Leben geführt werden . Dazu muß man sich vorbereiten . « » Ihr habt eines vergessen , das man noch verteidigen muß « , sagte sie . » Was ? « fragte er . » Sein Weib « , antwortete sie . » Ich habe kein Weib , und habe darauf nicht gedacht « , erwiderte er ; » aber wenn man schon das ganze Volk verteidigt , so verteidigt man sein Weib mit . « » Nein , dasselbe muß man am meisten verteidigen « , sagte das Mädchen . » Nun , so verteidigt man es am meisten « , entgegnete der Reiter . » Und wie werdet Ihr dann blicken , daß der Feind weniger Herz hat ? « fragte sie wieder . » Das weiß ich nicht « , antwortete er ; » aber ich werde blicken , wie mir ' s ist , und das wird der Feind verstehen . Dich blicke ich freundlich an , weil ich freundlich gegen dich bin . « » Und da Ihr sagt , daß man sich zur Verteidigung vorbereiten muß , so habt Ihr Euch vorbereitet ? « fragte das Mädchen . » Weil ich will ein Reiter sein « , antwortete er , » so habe ich gelernt , ein