san . Heuer is halt a bissel stärker g ' wen . Jetzt sag amal , hast koan Hunger ? « » Nein , Mutter . Und was sagt denn der Doktor ? Darfst du schon auf sein ? « » Freili . Im Bett bin i überhaupts bloß zwoa Wochen lang g ' legen , und wenns Wetta schö g ' wen is , hab ' i mi außi setzen derfen . « - » Du schaust aber so müd ' aus . « » Dös vergeht scho . Mit sechz ' g Jahr ' bringt ma r ' a Krankheit net so schnell weg . « Die Weberin trat ein . » ' ß Good , Herr Sylvester , dös is recht , daß S ' da san . Was sagen S ' zu der Muatta ? « » So schwach kommt s ' mir vor . « » Dös hoaßt jetzt nimmer viel , aber vor drei Wocha hätten S ' as sehg ' n müassen ! « » Geh , red it a so daher ! « unterbrach sie die Mangin , » muaßt du ' s no ärger macha ? Hamm mir nix dahoam zum Essen ? Er is z ' Fuaß außaganga . « » I müaßt eahm halt an Schmarr ' n kocha . « » Dös tuast . « » Aber ich brauch ' wirklich nichts , Mutter . « » Du magst scho was . Geh zua , Weberin , und schleun ' di a bissel ! « Wie sie nun wieder allein war mit ihrem Sohn , sagte die alte Veronika : » So , Bua , jetzt setz di her zu mir ! Wia geht ' s dir denn ? Es kimmt mir g ' rad so vor , als wenn ' st no g ' wachsen waarst . Und so ernst bist wor ' n. Es feit dir do nix ? « » Nein , Mutter , was soll mir fehlen ? « » Junge Leut ' könna aa krank wer ' n , und studieren hast aa fleißi müassen . Z ' Weihnachten hast gar it hoam derfen . « Sylvester wurde rot . Da meinte die Mutter , es sei ihm doch recht warm geworden beim Gehen . Und ob er sich nicht erhitzt habe . So fragte sie ihn weiter , und aus jeder Frage klang die herzliche Freude , daß er nun dasaß , ihr gegenüber in der kleinen Stube . Sie legte ihre Hand auf die seine , und Sylvester sah traurig , wie sie abgemagert war . Aber sie wehrte seine Fragen ab und ließ es nicht gelten , daß ihre Krankheit gefährlich war . » Und bist no allaweil guat aufg ' hoben bei da Frau Rottenfußer ? Und der Herr wohnt aa no dort , von dem ' s d ' ma g ' schrieb ' n hast ? Der a Freund vom Herrn Held g ' wen is ? « Wie hätte Sylvester jetzt sein Geständnis ablegen können ? Er dachte nicht mehr daran . Über den Sorgen um die Mutter hatte er die eigenen vergessen . Und wie er nun allmählich die Hoffnung schöpfte , daß sie wirklich auf dem Wege der Besserung sei , überkam ihn ein rechtes Behagen an der Heimat . Und eines fiel ihm auf . Die Mutter erkundigte sich nach allem ; aber was sonst ihre erste Frage war , ob er nun bald die Weihen erhalte , und wie lange es noch dauere bis zur letzten , die ihn zum Priester mache , die Frage stellte sie heute nicht . Ja , manchmal schien es ihm , als vermeide sie es absichtlich , davon zu reden . Er hütete sich vor jedem Wort , das darauf hinführen konnte , und freute sich der Stunde , die ihm die Liebe seiner alten Mutter zeigte . » Und jetzt laß dir ' s schmeck ' n , Bua , « sagte sie , als die Weberin das Essen brachte . Er griff tüchtig zu . Der Marsch hatte ihm Hunger gemacht . Wie er fertig war , lachte sie fröhlich . » No , vergelt ' s Gott , Bua , an guat ' n Appetit hast allawei no . « Die Weberin mahnte sie , daß ihr der Doktor ein paar Stunden Schlaf für den Nachmittag verordnet habe , und Sylvester bat eifrig , sie müsse folgen . Er wolle im Dorf herumgehen und Bekannte grüßen . Am Abend könnten sie wieder miteinander reden . Die Mutter gab nach , und Sylvester ging . Als er durch den Garten schritt , lief ihm die Weberin nach . » Heut ' is sie guat beinand , « sagte sie , » aber Obacht muaß s ' geb ' n , hat der Doktor g ' sagt . ' s Herz is so schwach . « » Aber er sagt , sie wird wieder ? « » Ja . Bal ' s im Fruahjahr so weiter geht , ko sie si z ' sammklaub ' n , sagt er . « » Ich geh ' morgen zu ihm , und frag ' ihn selber . « » Und reden S ' der Muatta recht zu , daß s ' folgt ! Sie will ' s allawei net glaub ' n. « » Warum haben Sie mir keine Nachricht geben ? « » I hätt ' an Herrn Stegmüller bitt ' , daß er Eahna schreibt , aber sie hat ' s durchaus net erlaubt . « » Hat sie Schmerzen ausstehen müssen ? « » G ' sagt hat s ' nix . Sie is überhaupts so dasig g ' wen . « » Müd ' sieht sie aus . « » Gel ? So verzagt ! D ' Bäcker Ulrich Marie moant , de Nachricht , wo ihr der Herr Sitzberger geb ' n hat , hätt s ' so verzagt g ' macht