hatte deutlich gezeigt , welches Widerstandes eine Stadt fähig ist , wenn sie den guten Willen hat , jeden fußbreit Erde zu verteidigen . Der Straßenkampf in Iserlohn 17. Mai 1849 Am 11. Mai verließ unser Füsilierbataillon Dresden und vereinigte sich mit den andern Bataillonen des Regiments , um den inzwischen an einigen Orten Westfalens ausgebrochenen Aufstand niederzuschlagen . Das führte am 17. Mai zu dem Straßenkampfe von Iserlohn . Unsere Bataillone stürmten von drei Seiten her gegen die Stadt , nahmen die Barrikaden im ersten Anlauf und drangen in den Straßen , trotz lebhaften Feuers aus den angrenzenden Häusern , ohne Aufenthalt vor . Eine der Barrikaden , die von der 4. Kompanie erstürmt wurde , war aus Postwagen erbaut , andere waren mit Geschützen versehen . An die Spitze der 12. Kompanie hatte sich der Kommandeur des Füsilierbataillons , Oberstleutnant Schrötter , gestellt ; seiner Truppe weit vorauf traf ihn eine Kugel und tödlich getroffen sank er aus dem Sattel . Diesen Schuß hatten die Aufständischen teuer zu bezahlen . Das Haus ward erstürmt und von drei Seiten her der Marktplatz erreicht . Die Feder sträubt sich , die Zahl der Opfer anzugeben . Auf seiten des Regiments waren nur zwei Tote , darunter Oberstleutnant Schrötter . 51 Der Feldzug in Pfalz und Baden Inzwischen hatten sich die badischen und auch zum Teil die bayrischen Truppen ( soweit sie in der Rheinpfalz standen ) dem Aufstande angeschlossen . An die Stelle ihrer Offiziere , die mit kaum nennenswerten Ausnahmen ihrem Eide treu blieben , traten vielfach Revolutionärs vom Fach . Mieroslwaski übernahm die Oberleitung . Drei Korps setzten sich zur Bekämpfung der Aufständischen in Marsch . Das erste dieser Korps wurde vom General von Hirschfeld , das zweite vom General Graf Gröben , das dritte , aus deutschen Kontingenten gemischte , vom Generalleutnant von Peucker kommandiert . Den Oberbefehl über die Armee übernahm der damalige Prinz von Preußen . Unsere Vierundzwanziger kamen zum Hirschfeldschen Korps . Es war mehr ein Marschieren als ein Bataillieren , und zuletzt , als die Murglinie seitens der Aufständischen erreicht war , setzten sie sich , um einen letzten entschlossenen Widerstand zu versuchen . Dies führte am 29. und 30. Juni zu den ziemlich blutigen Gefechten bei Kuppenheim , von denen das eine diesseits , das andere jenseits der Murg geschlagen wurde . An dem Gefechte diesseits der Murg ( 29. ) nahmen unsere Musketierbataillone , an dem Gefechte jenseits der Murg ( 30. ) unsere Füsiliere teil . Besonders zeichnete sich am 29. das 2. Bataillon aus . » Das Erscheinen des 2. Bataillons 24. Regiment war entscheidend . Die Freudigkeit , mit der es ins Gefecht ging , ist über alles Lob erhaben , und bald war auch das verlorengegangene Terrain 52 und noch mehr gewonnen . Der Feind zog eilig über die Murg nach Kuppenheim ab . « Die verschiedenen Gefechte , die am 30. Juni stattfanden , entschieden über das Schicksal der Insurgentenarmee . Ein Teil warf sich nach Rastatt hinein , das sich bis zum 23. Juli hielt . Der Rest zerstob in alle Winde . Damit war der Feldzug abgeschlossen , unsere Vierundzwanziger aber wurden dem Okkupationskorps zugeteilt , das bis November 1850 in Baden verblieb . Die Verluste in allen Kämpfen des Jahres 1849 ( Dresden , Iserlohn , Baden ) stellten sich für unser Regiment wie folgt : Dresden : 6 Tote , 13 Verwundete . Iserlohn : 2 Tote , 4 Verwundete . Baden : 3 Tote , 18 Verwundete . Damals hatten diese Zahlen ein Gewicht ; jetzt blicken sie uns bescheiden an . Bei Vionville gab es Sekunden , die mehr kosteten als alle diese Kämpfe zusammengenommen . Das 24. Regiment im Kriege gegen Dänemark 1864 Eine Epoche der » Mobilmachungen « folgte den Kämpfen von 1848 und 1849 . Wer diese Mobilmachungen erlebt hat , weiß , daß es nichts Verstimmenderes und Lähmenderes gibt . Wer mobilisiert , muß auch schlagen . So wenigstens die Regel . Eine so große Rat- und Freudlosigkeit war über unser Volk gekommen , daß , als der Tod Friedrichs VII. und die sofort ausgesprochene Inkorporation Schleswigs in Dänemark zu neuen Mobilisierungen führte , niemand an den Ernst der Situation glauben wollte . » Es wird wieder nichts « hieß es . Nebenher ging die Befürchtung , daß alles , was etwa doch geschähe , zu Nutz und Frommen Dänemarks geschehen würde . Es kam jedoch anders . Eine Epoche glänzender Kriege nahm ihren Anfang . Anno 1864 kam unser Regiment zur Brigade Roeder . Am 2. Februar war es mit bei Missunde , rückte am 7. mit in Flensburg ein und stand am 11. im Vorterrain von Düppel , etwa eine Meile von den Schanzen entfernt . Am 22. Februar wurde die Büffelskoppel , am 14. März Wester-Düppel , am 17. März Kirch- und Oster-Düppel genommen . Endlich am » 18. April « erfolgte der so berühmt gewordene Sturm auf die Düppler Schanzen . Unsere Vierundzwanziger standen der Schanze V gegenüber . Die Formation der Angriffskolonne war die folgende : eine Schützenkompanie : Hauptmann von Salpius vom 64. , eine Arbeiterkompanie : Hauptmann von Lobenthal vom 64. ; eine halbe Pionierkompanie : Premierleutnant Lommatzsch . Zwei Sturmkompanien 24er unter Hauptmann von Hüllesem und Hauptmann von Sellin ; zwei Reservekompanien , 24er und 64er , unter Hauptmann von Goerschen und Hauptmann Windell . Alle stiegen mit dem Glockenschlag zehn rasch hintereinander aus der dritten Parallele hervor und avancierten in drei Linien . Die Kompanien von Sellin und von Goerschen , und ihnen vorauf die halbe Pionierkompanie unter Premierleutnant Lommatzsch , hatten nach drei Minuten schon den Graben in Front der Schanze erreicht . Hier aber geboten die Palisaden Halt . Es galt dieses Hindernisses Herr zu werden . Mancher überkletterte die Pfähle , die meisten aber stemmten sich dagegen und wuchteten sie heraus , wodurch Lücken entstanden , die nun den Stürmenden den Weg auf die Brustwehröffneten . Wie bei Schanze III , wo die Füsiliere