ganze Macht des Klerus liegt . « » Dös hab ' i net g ' lesen . I les ' jetzt koa Zeitung . Für dös is der Winter do . « » Mit solchene Ansichten soll ma was ausrichten ! « » Dös muaßt ei ' sehg ' n , Prantl , bal du den ganzen Tag g ' ackert hätt ' st , mög ' st auf d ' Nacht aa nix mehr lesen . « » Was soll aber dös wer ' n ? Mir könna net in a paar Monat den Einfluß des Klerus bewältigen . Für was schreib ' n denn mir de Artikel ? « » De andern lesen aa nix ; de , wo schwarz san . « » Da Klerus braucht die Presse nicht , der hat d ' Kanzel und an Beichtstuhl . « » Ja no ! « » Und daß da Schuller koa Vertrauen auf die Presse hat ! Mir hamm do de G ' schicht mit dem Kind ' sofort durchgedrückt . « » Du moanst dös weg ' n da Tauf ' ? « » Ja . Hat der Pfarrer vielleicht net nachgeben ? « » Dös hat er schon müassen . De Obern wer ' n ' s eahm g ' muckt hamm . « » Und de Obern fürchten eben die öffentliche Meinung . « » Vielleicht hast recht . Jetzt pfüat di ; i muaß zu ' n Sternbräu eini . « » Was hast denn für a Weibsbild dabei ? « » Dös is an Schuller sei Tochter . « » Von der dös Kind is ? Da sollt ' i eigentli mit ihr reden . Vielleicht schreib ' i no was ins Wochenblatt ! « » Na , tua dös it ! Da is scho g ' nua drin g ' standen . « » Wenn ' st net willst , laßt ' s as bleib ' n ! I hab ' nix davo . Höchstens d ' Arbet . « Prantl sah dem Haberlschneider nach . » Dös san bornierte Dickschädel ! « sagte er . » Da hat der Klerus freili a leicht ' s Spiel . « Der Haberlschneider traf die Ursula in der Gaststube . Sie saß am hintersten Tisch und hatte ihren Korb neben sich hingestellt . » Hast scho was o ' gschafft ? « » Na ; i hab ' ma denkt , i wart ' . « » Nacha zwoa Halbe , Kellnerin ! Und für a jed ' s a paar Stockwürscht ! « Er setzte sich . » Da wer ' n ma no öfter eina fahr ' n müassen , Urschula , « sagte er . » Ja . « » Der gibt it nach , bis er net verurteilt werd . « » Na . « » An Advokat ' n nimmt er , hat er g ' sagt . « » Ja . « Die Kellnerin brachte Bier und Würste . Ursula schnitt bedächtig eine Scheibe nach der andern ab . » Mir wern sehg ' n , was ma tean , « sagte der Haberlschneider . » Bal sei Advokat recht aufdraht , nehma mir aa oan . « » Ja . « Eine Zeitlang schwiegen alle zwei . Ursula trank ein paarmal und schaute nach jedem Schlucke geradeaus . Sie überdachte jetzt , was ihr den Vormittag geschehen war . Und wurde redseliger . » Wia ' r a sag ' n ko , daß i ' s mit ' n Zwerger Hans g ' habt ho ? Dös is ganz ausg ' schamt . Über de falsche Anschuldigung muaß er g ' straft wer ' n. I hon überhaupts mit ' n Zwerger Hans nia nix g ' habt . « » Und an Strixner Peter hat er aa o ' geb ' n , « sagte der Haberlschneider . » Mit dem bin i oamal von der Tanzmusi hoam ganga . Dös is aber scho a halb ' s Jahr g ' wen , vor da Xaver ans Kammerfenschta kemma is . Und überhaupts hon i mit ' n Strixner Peter gar nix sellas it g ' red ' t. I hab ' dös it denkt , daß i mi ei ' laß mit oan . Mit ' n Xaver aa net , bal er mir ' s Heirat ' n it g ' hoaßen hätt ' . Er is unter mein Fenschta g ' stanna und hat pfiffa , und i hab ' außa g ' schaugt und hab g ' fragt , wer is denn ? Sei staad , hat er g ' sagt , i bin ' s , und bal ' st ma ' r aufmachst , hat er g ' sagt , nacha brauchst di gar nix bekümmern , und ' s Heirat ' n is da g ' wiß , und bei da Hollerstaud ' n hat er g ' sagt , i brauch ' mi durchaus gar nix bekümmern , und jetzt bracht er an Strixner Peter daher und an Zwerger Hans ! « » De müassen schwören , Urschula . Und da wer ' n mir nacha scho sehg ' n , ob da Xaver dös behaupten derf . « » Er ko gar nix behaupt ' n. Und dös hat er aa fürbracht , daß mi d ' Weßbrunner Dirn ' bei der Dunkelheit g ' sehg ' n hat am Schneiderhölzl mit an Mannsbild . Und sie hat g ' sagt , sie hat mi kennt , an mein ' roten Spenser . Dös is ganz frech . I hab ' überhaupts koan rot ' n Spenser gar nia g ' habt . Dös muaß sie aufweisen , ob i scho amal an roten Spenser g ' habt hab ' . « » Jetzt zahl ' i ; mir müassen fahr ' n , Urschula . « » Soll ma net no ' mal aufs