alles , wenn ' s auch nur mit wenig Zeilen ist , später ist es einem gar interessant . Adieu und bleib mir gut , ich will Dir ' s abzuverdienen suchen . Karoline Ist alles stumm und leer , Nichts macht mir Freude mehr , Düfte , sie düften nicht , Lüfte , sie lüften nicht , Mein Herz so schwer ! Ist alles öd und hin , Bange mein Geist und Sinn , Wollte , nicht weiß ich was Jagt mich ohn Unterlaß , Wüßt ich , wohin ? - Ein Bild von Meisterhand Hat mir den Sinn gebannt , Seit ich das Holde sah , Ist ' s fern und ewig nah , Mir anverwandt . - Ein Klang im Herzen ruht Der noch erfüllt den Mut , Wie Flötenhauch ein Wort , Tönet noch leise fort , Stillt Tränenflut . Frühlinges Blumen treu , Kommen zurück aufs neu , Nicht so der Liebe Glück . Ach , es kommt nicht zurück , Schön , doch nicht treu . Kann Lieb so unlieb sein , Von mir so fern , was mein ? - Kann Lust so schmerzlich sein , Untreu so herzlich sein ? - O Wonn , o Pein . Phönix der Lieblichkeit , Dich trägt dein Fittich weit Hin zu der Sonne Strahl - Ach , was ist dir zumal Mein einsam Leid ? An die Günderode Warum Du aufs Landgut grade gehst , wie wir im besten Verkehr sind , das begreif ich nicht , es war schon als hätt ich Wurzel gefaßt in diesem schönen Briefleben , wie die Erdbeeren beim Erröten fühlt ich einen aromatischen Duft in mir , wenn ich mich heiß geschrieben hatte , Du bist immer unterwegs , ich begreif nicht , wo Du Zeit hernimmst zu allem ! - Dies schöne Gedicht ! - Wann hast Du ' s geschrieben ? - Es dreht sich im Tanz und spielt sich selbst dazu auf - so leicht , als ob sich ' s so nur aus Deiner Brust atme ohne Anstoß . - Dein Gedicht , was Du in der klanglosen Stunde geschrieben , ist doch klangreich , es schöpft die Töne aus der Brust und stimmt sie zu Melodien . - Doch weile ich lieber bei dem ersteren , denn das hast Du doch später gemacht , nicht wahr ? Und fühlst auch wie ich , daß die Schmerzen im Geist immer mit auf die Pein der Langeweile gegründet sind . - Denn nehm ' s , wie Du willst ; bräche das Leben sich mit einmal eine neue Bahn und wär sie auch noch so uneben und holprig , die Verzweiflung hätt ein Ende . Denn alles Schmerzgefühl , alle Sehnsucht kommt doch nur daher , weil die grade Bahn des Lebens gehemmt ist . - Besinn Dich doch auf unsere Reiseabenteuer , die wir den Winter miteinander durchmachten , keiner von uns hatte eine trübe Minute den ganzen Winter nicht , Deine Sehnsucht ins Innere von Asien hinein brachte uns immer unter die wilden Tiere , Tiger und Löwen und Elefanten haben uns Schabernack gespielt . Was haben wir für Sonnenhitz ausgestanden mitten im Eis ; erst später merkte ich , wie sehr wir uns in dies Leben vertieft hatten , da alle Leute diesen Winter als einen der kältesten durchgehustet haben . Weißt Du , am Neujahrstag kam ich zu Dir ! Alle Räder pfiffen an den vielen Staatswagen , die gepuderten Kutscher mit den rotgefrornen Gesichtern ! - Da kam ich zu Dir in die Stube herein und sagte : Gott , es ist so heiß hier in Asien , daß wir nur so hinschmachten , und drauß vor der Tür in Frankfurt , da hängen dem Kutscher die Eiszapfen am Knebelbart . - Was haben wir gelacht , Günderode ; - und haben unter Zimmetbäumen eine Tasse Schokolade getrunken , die wir in Deinem Öfchen kochten mit wohlriechendem Sandelholz ; und da kam ein Salamander ins Feuer und färbte sich da in allerlei Farben und warf die Schokoladenkanne um , und wir melkten die weiße Elefantin , die ihr Junges in unserer Nähe säugte , und machten Elefantenbutter , ich wollt als immer Löwenbutter machen , das littest Du nicht , denn Du warst sehr vorsichtig , Du meintest , es sei zuviel Gefahr dabei , die Löwin könne mir einmal wild werden über dem Melken . - Und die Erlebnisse am Ganges und Indus . Die schönen Knaben , die uns da begegneten , wo wir uns versteckten und sahen sie vorübergehen und sich waschen in den heiligen Fluten und Gebete tun , da sagtest Du , es müssen wohl Tempelknaben sein , wir müssen nach dem Tempel hier in der Gegend suchen . Da führte eine Allee von großen Tulipanen hin , die hab ich entdeckt , wir brachten stundenlang hin mit der Bewundrung der Blumen , und da waren Goldfruchtbäume und Trauben und Melonen , alles das wuchs in schönster Fülle rund um die Säulen der Tempel , zu denen wir fremde Völkerstämme hinwallen sahen , da sagtest Du einen Hymnus her , den hätten sie gesungen beim Sonnenaufgang : Ätherwüste ! - So fing Dein Hymnus an , und ich machte eine Melodie drauf , die ließest Du Dir vorsingen zur Zither von mir , - und Du hörtest zu , so still , als wär es indischer Tempelgesang ; abends im Mondschein , das war unsre beste Zeit , wo wir phantasierten und hielten uns einander bei den Händen , wenn wir die Berge hinanstiegen , und ruhten unter Dattelbäumen aus , Du machtest immer die Reiseroute , weil Du die Kenntnisse des Landes hattest , und da stiegen wir auf einen Berg , der hieß Bogdo , von da aus , sagtest Du , könne man alle Gebirgsketten übersehen , da eilte ich mich voranzukommen , um zuerst oben zu sein , und da schrie ich Dir entgegen , ich sähe das rote Korallenmeer mit der