' s selb Zeit um allzwei andere gleicherweis bstellt is , was wär das sonst , wenn kein Schickung ? « » Und wann - so wär Vorgreifen nur sündhaft und ruhig Zuwarten am Platz . Was sich schicken soll , das schickt sich dann schon . « » Ja , weißt , Leni « , stotterte er , » mitm Zuwarten is ' s so a eigene Sach ! « Das junge Weib stieß ein paar helle Lachlaute heraus , dann hielt es sich erschreckt den Mund zu und sah plötzlich ernst . » Das laß dir vergehn . Verlang dir zlieb weiter kein Dummheit mehr , es war an der ersten übergnug . « » Leni , ich wär gwiß nit af dich verfallen , und ' s Ganze hätt nimmer kein Sinn , wenn wir uns nit schon gern ghabt hätten - « Helene runzelte die Brauen ; mit einer kurzen Wendung des Kopfes und einem Winke der Augen nach der Türe lispelte sie : » Pst ! Es ist alls still drin « , und auf das Kind weisend : » Auch der hört und weiß schon z ' schwätzen . « » Geh , sag ihm , er soll mir a Bußl gebn . « » Bewahr ! Er möcht schrein ! Er is ' s nit gwohnt . Er küßt neamd . « Sie schob den Bauer , der sich niederbeugte , zurück und trat selbst einen Schritt zur Seite . » Bleib uns vom Leib . « » Leni , ' n Bubn bedenk , der wird noch mal - « Da trat der Herrgottlmacher aus der Stube , und der Sternsteinhofer rief ihm entgegen : » Grad wollt ich sagn , noch mal so lang wie ich brauchst du zun Angwanden ! Ich bin viel flinker . Na , komm ! « Die beiden Männer fuhren hinweg . Bald wußten die Zwischenbüheler den Grund der plötzlichen Eintracht zwischen dem jungen Sternsteinhofer und dem Herrgottlmacher . Sie fanden es ganz verständlich und verständig , daß der arme Handwerker dem reichen Bauern nichts nachtrage ; was denn auch , jetzt , Jahre hinterher ? Sie legten sich zurecht und reimten zusammen , was sie eben davon wußten und nicht wußten . Wohl hat der Bauer einmal d ' Helen ' m Kleebinder abwendig gemacht , aber nun ist sie dem sein Weib , und es wär nicht klug von ihm , sich den Kopf schwer zu machen über so ein Geschehnes , das lang vorbei sei und wovon sich viel bereden , aber nichts erweisen lasse ! Oder sollte er einen Groll aufbehalten , weil sich der Sternsteinhofer damal an ihm vergriffen ? Je , du mein , was wär das für eine unfruchtbare Feindschaft ! Was könnte der arme Hascher tun ? Finster schauen , den Rücken kehren , die Faust im Sack machen und in einer Ecke maulen ; da ist es doch klüger , er spielt den Vergeber und Vergesser , sonderlich wenn sich noch obendrein die christliche Gesinnung durch einen handgreiflichen , baren Nutzen vergalt . Er wird nicht dumm sein und wohl zur Verrechnung mit dem Bauern doppelte und dreifache Kreide nehmen ! Man fand es ganz rechtschaffen und brav von dem jungen Sternsteinhofer , daß er für seines Weibes Genesung so ein » Heiligs « in die Kirche opfert ; um so mehr , da das Gesinde aussagte , wie er neuzeit gar nimmer wild tue gegen die Bäuerin und recht freundschaftlich mit ihr verkehre . Nun vermochte man sich auch zu erklären , was ihn zu der Zinshofer geführt . Gewiß war er um die Kleebinderische Hütte wie die Katze um den heißen Brei herumgeschlichen und suchte durch die Alte zu erfahren , in welcher Weis wohl dort seine Bestellung anzubringen , und nachdem ihm dies gelungen und ihm die Sache einmal im Kopf und am Herzen lag , nahm es nicht wunder , daß die Alte sich das zu Nutzen machte und ihm bis auf den Hof nachlief und Posten zutrug , für die er sie jedesmal entlohnte , und es war ganz natürlich , daß er nun selbst öfter bei den Kleebinderleuten einsprach , um nachzusehen , wie die Arbeit » fördere « , und wenn er dort nur kurz verweilte und lieber bei der Alten abrastete , so war das nach dem , was einst zwischen ihm und der Jungen vorgefallen , nur ehrbar und klug und wich jedem argen Schein und jedem Anlaß zu unbeschaffenem Gered aus . Woche um Woche , Monat um Monat verstrich , da hörten plötzlich die Zwischenträgereien der alten Zinshofer auf , sie ließ sich auf dem Hofe nicht mehr blicken , desto häufiger wurden die Besuche des jungen Sternsteinhofers in den beiden letzten Hütten am unteren Ende des Dorfes . » Nun wird ' s wohl Ernst « , sagten die Leute , » nun laßt ' s ihm keine Ruh mehr , der Herrgottlmacher legt wohl die letzte Hand an das Votivbild . « Niemand ahnte , daß es da wieder einmal ein schwacher Charakter über einen stärkeren davontrug , indem er , haltlos in sich zusammenbrechend , durch Erbärmlichkeit Erbarmen erweckte . Niemand wußte um den Tag , keiner sah es mit an , wie die Frau mit dem Buben auf dem Arme an dem Zaune des Vorgärtchens lehnte und , als der Bauer hart an ihr vorüberschritt , die andere stützende Hand von dem Kinde wegzog , daß dieses , vorneüber sinkend , sich an die Joppenklappe des Mannes klammerte und ihn daran zurückhielt . Er schmunzelte , und während sie den lächelnden Mund zusammenzog und die Lippen spitzte , als wolle sie spucken , sah sie ihn mit einem Blicke an , wie er nur dem Auge des Weibes eigen , der Unsagbares aussagt und zugleich belächelt . Keiner sah es , auch der Holzschnitzer nicht , da er hinter ihrem Rücken unter die Haustüre trat . Sie erschrak , als die beiden