seine märkischen Annalen und 1595 Peter Hafftiz in sein Microchronologicon hinübergenommen hat . ) und errichtete einen Altar in der Katharinenkirche . Hier ward ihm auch , gestorben am s. Dezember 1433 , seine letzte Ruhestätte . 15 Dies ist ein mitunter , so z.B. auf S. 157 und S. 170 der Riedelschen » Zehn Jahre « , sehr störend hervortretender Zug . Dietrich von Quitzow hatte , nachdem er landflüchtig war , eine Klageschrift aufgesetzt , in der er nachzuweisen trachtete , daß der Burggraf ihm , seinem Bruder Hans und dem Kaspar Gans zu Putlitz verschiedene Zusagen nicht gehalten habe . Riedel weist dies ohne weiteres zurück . Nun mag diese Zurückweisung berechtigt sein , obschon ich nicht leugnen kann , daß ich auch nach der Seite hin wieder starke Zweifel unterhalte , Zweifel , die , wenn ich nicht irre , von Raumer geteilt werden . Riedel aber behandelt die Sache so , wie wenn in einer derartigen Kontroverse zwischen einem fränkischen Fürsten wie Friedrich von Nürnberg und einem märkischen Adligen wie Dietrich von Quitzow , von einem Zweifel überhaupt gar nicht die Rede sein könne . Hierin spricht sich aber , ich muß es wiederholen , eine Gesinnung aus , mit der ich durchaus nicht mit kann . Im Mittelalter galten List und Vorteil überall , und die Fürstlichkeiten , die beständig , und oft mehr als die von ihnen Beherrschten , zu den fragwürdigsten Mitteln griffen , was dann Politik hieß , entbehrten noch ganz , wenn man den Ausdruck gestatten will , jenes Heiligenscheines , mit dem wir sie heutzutage ganz aufrichtig , weil im ganzen genommenen wohlverdient , umgeben . Es gibt zur Zeit kaum einen Fürsten , sicherlich nicht in Deutschland von dem wir einer listigen Pfiffigkeit oder Zweideutigkeit oder gar Unehrlichkeit gewärtig wären . Das lag aber damals überall in der Welt sehr anders . Man lese beispielsweise den Schluß von Shakespeares Heinrich IV. 2. Teil . Johann von Lancaster , Bruder des Prinzen Heinz , des spätern Heinrichs V. , lädt den im feindlichen Lager stehenden Erzbischof von York samt den Lords Hastings und Mowbray zu einer Zusammenkunft ein und läßt sie dann , sein Wort brechend , zum Tode führen . Alle drei bezahlen ihr Vertrauen mit dem Leben . Und doch war Johann Langsamer ein Prinz , ein Königssohn . Die Szene wirkt widerlich und verdirbt einem modernen Menschen in gewissem Sinne das ganze Stück , aber noch zu Shakespeareschen Zeiten lag es so , daß man aus einem tudor-lancastrischen Parteigefühl heraus , an dieser Widerlichkeit keinen Anstoß nahm . 16 In dem zweiten Kapitel dieses Aufsatzes habe ich , nach Wusterwitz ' Aufzeichnungen , die Bestürmung und Eroberung der Stadt Rathenow durch den Erzbischof von Magdeburg , damals Albert von Querfurt , ausführlich geschildert . Was zu jener Zeit seitens des Erzbischofs geschah , repräsentiert ein Quantum von Grausamkeit , das durch keine Tat der Quitzows erreicht , jedenfalls nicht übertroffen wird . Es gab in diesen Fehden überhaupt nur eine Form der Aktion ; alles was Wusterwitz erzählt , gleichviel nun , ob es die Pommern oder Mecklenburger , die Bischöflichen oder Erzbischöflichen die Lüneburger oder Lauenburger waren , alles trägt denselben Kriegführungsstempel und es ist unbegreiflich , daß derselbe Mann , Wusterwitz , der diese moralisch vollkommen gleichwertigen Kämpfe hintereinander aufzählt , die von seiten der » etablierten Mächte « begangenen Übergriffe gutheißen oder entschuldigen oder ignorieren , die von seiten der » Fronde « begangenen aber so hart verurteilen kann . In der Handelsweise war hüben und drüben kein Unterschied und auch hinsichtlich der Rechtsbefugnis lag es , einerseits kraft des bestehenden Fehderechtes und andererseits bei der Kompliziertheit weiterer zur Erwägung kommender Fragen , keineswegs so schlimm für die Quitzows , wie die Feinde derselben wahr haben wollen . 17 Wir begegnen , von 1347 an , dem Quitzownamen durch vier Jahrhunderte hin unausgesetzt in Stellungen von mittlerer Bedeutung , sei es in der Verwaltung , sei es in der Armee . Was ihre Stellungen in der letzteren angeht so bevorzugten sie , wie die meisten Altadligen der Mark , die Truppe , die , bis diesen Tag , die letzten Reste von Rittermäßigem auch in ihrer äußeren Erscheinung zu wahren trachtet : die schwere Reiterei . Während der Friderizianischen , bzw. der ihr unmittelbar folgenden Zeit standen drei Priegnitzische Quitzows an der Spitze dreier Kürassier-Regimenter , darunter die Regimenter von Beeren und von Reitzenstein . Der älteste dieser drei Kürassierobersten starb 1806 » nach fünfzigjähriger Dienstzeit , ehrenvollen Wunden erliegend « , der zweite 1817 , der dritte 1824 . In diesem Augenblicke stehen noch drei Quitzows in der Armee , Sekondeleutnants der Infanterie und Artillerie . Veränderte Zeiten ! 18 Desto reicher ist die Kirche zu Rühstädt an interessanten , einer späteren Zeit angehörigen Monumenten und Bildwerken , die , weil in der Mehrzahl durch besondere Schönheit ausgezeichnet , an dieser Stelle genannt werden mögen , obschon sie jeder Beziehung zu den Quitzows entbehren . Alle gehören nämlich der Jagowzeit an – der Zeit der jetzigen Besitzer von Quitzöwel und Rühstädt – , die mit dem Jahre 1777 beginnt . Ein Monument , in Form einer aus der Kirchenwand vorspringenden Tempelfassade , gemahnt dankbar an den , der berufen war , den Jagoweinzug an dieser alten Quitzowstelle herbeizuführen . Es war dies Thomas Günther von Jagow auf Aulosen . Die diesem geltende Tempelinschrift lautet : » Dem verehrungswürdigen Andenken des hochwohlgeborenen Herrn Thomas Günther v. Jagow , Erbherrn auf Alt-Haus Aulosen , geb . den 28. Juli 1703 und als der letzte der Aulosen ' schen Linie , gest . am 16. Juli 1777 , widmen dies Denkmal Magdalene Charlotte v. Jagow , geb . v. Bismarck und Georg Otto Friedrich v. Jagow auf Rühstädt . « Dieser G. O. F. von Jagow , Vetter oder Neffe des kinderlosen Thomas Günther von Jagow auf Aulosen , war der Erbe des letztgenannten . Er verdankte das , einer Dorftradition nach , weniger seiner