» So , so ? Von da Urschula ? Hat ma da scho was g ' hört , ob da Hierangl Xaver guatwillig zahlt ? « » I woaß gar nix . « » I moan allawei , da werd ' s an Streit geb ' n. Da Xaver hat ' s faustdick hinter de Ohren . Aba a nett ' s Kind is ! Und stark . « » Ja , es is a g ' sund ' s Kind . « » Wie hoaßt ' s denn ? « » Gar it hoaßt ' s. Es is no it tauft . « » Was ? Für was schleppst d ' as denn du nacha umanand ? « » Ja , mir san scho in da Kircha g ' wen , aba da Pfarrer will eahm an Spottnama geb ' n. Simpli oder Simpi , i woaß nimmer g ' nau . « » Für was nacha dös ? « » Ja , weil der Heilige auftrifft auf den Tag , wo ' s Kind geboren is . « » Geh ! So was hab ' i aa no net g ' hört . « » Es is scho oamal so a G ' schicht g ' wen , « sagte die Hebamme . » Es is net dös erst ' Mal . « » Da hab ' i no nia was vernomma . « » Du bist halt no it so lang ' da z ' Erlbach . Dös is vor a Jahr a drei g ' wen . D ' Elfinger Marie hat a Madel bracht ; im August is g ' wen . Dös hat da Pfarrer Bibiana tauft . « » Bi-bi-ana ! « wiederholte die Kellnerin . » Was dös für Nama san . Bi-bi-ana ! Dös is ja g ' rad , als wenn ma de Henna schreit . « » Schö is der Nam ' net . Aba no , da hat ' s it viel ausg ' macht . ' s Madel is a paar Tag ' danach g ' storb ' n. Da ist it viel g ' red ' t wor ' n davo . « » Daß si d ' Leut ' dös g ' fallen lassen müassen ? « - » Ja no ! « » I lasset ma ' s durchaus it g ' fallen , « sagte die Kellnerin , » dös möcht ' i sehg ' n , ob i da zuaschaug ' n müaßt . « » Selm waarst net dabei , « erwiderte die Hebamme und schob das letzte Stück Käse in den Mund ; » selm waarst net dabei , und bal da Pfarrer amal sagt , es is sei Recht . Was willst macha ? « » I schimpfet scho so viel , i lasset ma ' s durchaus it g ' fallen . « » D ' Schullerin war mit in da Kircha . De hat bettelt und aufbegehrt . Aba nacha hat da Pfarrer g ' sagt , er tauft ' s Kind überhaupts net . « Dem kleinen Vöst wurde bänglich zumute , wie er so einsam auf der Tischplatte lag und hoch oben über sich die weiße Decke sah . Er drehte den Kopf unruhig hin und her und verzog sein faltiges Gesicht zum Weinen . » Bscht ! Bscht ! « machte die Hebamme . » Sei no staad , Kloana ! Kriagst dein Ditzel scho ! « Sie steckte ihm den Schnuller in den Mund . Da begann der kleine Vöst zu saugen und wurde still . Und sah wieder ernsthaft in die Höhe , als denke er reiflich darüber nach , ob er sich den heiligen Simplizius als Namenspatron gefallen lassen müsse . Die Kellnerin zog eine Haarnadel aus ihrem Zopfe und stocherte damit in ihren Zähnen herum . » A nett ' s Kind ! « sagte sie . » Glaabst du , daß da Xaver am End ' no d ' Urschula heirat ? « » ' S beste waar ' s. Sie is do a ganz a richtig ' s Leut ' ! « » I glaab it , daß er ' s tuat . De Burschen sag ' n , er will gar nix wissen von ihr . « » Nacha muaß er halt brav zahl ' n. « » I glaab , dös will er aa net . Er behaupt ' , daß mehra beteiligt san . « » Dös sagt a jeder hinterdrei . De Kerl ' san ja allsammete schlecht . D ' Madeln san dumm , daß sie si ei ' lassen damit . « » Wahr is . Magst no a Halbe , Haasin ? « » Ja , wenn ' st da ' s g ' schwind bringst . « Die Kellnerin ging in die Schenke und brachte das Glas frisch gefüllt zurück . Die Hebamme schob es ihr zu . » Trink , Zenzl ! Heut ' hast it viel Leut ' . « » Na , bereits gar neamd . Bei dem Wetta kimmt aa koana . Höchstens no da Geitner . « » Der hat allawei Zeit , « sagte die Hebamme . » Ja , er is viel bei uns . Du , Haasin , was für an Nama hätt ' da Pfarrer dem Buab ' n geben wollen ? I hab ' s wieder vagessen . « » Simpi oder Simpl oder so . I woaß ' s selm net g ' nau . « » Geh ! Daß ' s überhaupts solchene Nama gibt ! Und Bi-bi-ana . Bi-bi ! G ' rad , als wenn ma de Henna schreit ! « » Du , i muaß zahl ' n , « unterbrach sie die Hebamme , » da kimmt d ' Schullerin über d ' Straß ' uma . Fünfadreiß ' g Pfennig , gel ? « » Zwoa Halbe und an Kaas und a Brot