, nei , Martin , nich doa ; pack mi lewer vörn upp ' n Bock . « Und wirklich , sie hoben ihn da hinauf , und da saß er nun auch ganz still und sagte nichts . Denn er schämte sich vor dem gnädigen Herrn . Endlich aber nahm dieser wieder das Wort und sagte : » Nu sage mal , Tuxen , kannst du denn von dem Branntwein nich lassen ? Legst dich da hin ; is ja schon Nachtfrost . Noch ' ne Stunde , dann warst du dod . Waren sie denn alle so ? « » Mehrschtendeels . « » Und da habt ihr denn für den Katzenstein gestimmt . « » Nei , gnäd ' ger Herr , för Katzenstein nich . « Und nun schwieg er wieder , während er vorn auf dem Bock unsicher hin und her schwankte . » Na , man raus mit der Sprache . Du weißt ja , ich reiß keinem den Kopp ab . Is auch alles egal . Also für Katzenstein nich . Na , für wen denn ? « » För Torgelown . « Dubslav lachte . » Für Torgelow , den euch die Berliner hergeschickt haben . Hat er denn schon was für euch getan ? « » Nei , noch nich . « » Na , warum denn ? « » Joa , se seggen joa , he will wat för uns duhn un is so sihr för de armen Lüd . Un denn kriegen wi joa ' n Stück Tüffelland . Un se seggen ook , he is klöger , as de annern sinn . « » Wird wohl . Aber er is doch noch lange nich so klug , wie ihr dumm seid . Habt ihr denn schon gehungert ? « » Nei , dat grad nich . « » Na , das kann auch noch kommen . « » Ach , gnäd ' ger Herr , dat wihrd joa woll nich . « » Na , wer weiß , Tuxen . Aber hier is Dietrichs-Ofen . Nu steigt ab und seht Euch vor , daß Ihr nicht fallt , wenn die Pferde anrucken . Und hier habt Ihr was . Aber nich mehr für heut . Für heut habt Ihr genug . Und nu macht , daß Ihr zu Bett kommt , und träumt von Tüffelland . « In Mission nach England Einundzwanzigstes Kapitel Woldemar erfuhr am andern Morgen aus Zeitungstelegrammen , daß der sozialdemokratische Kandidat , Feilenhauer Torgelow , im Wahlkreise Rheinsberg-Wutz gesiegt habe . Bald darauf traf auch ein Brief von Lorenzen ein , der zunächst die Telegramme bestätigte und am Schlusse hinzusetzte , daß Dubslav eigentlich herzlich froh über den Ausgang sei . Woldemar war es auch . Er ging davon aus , daß sein Vater wohl das Zeug habe , bei Dressel oder Borchardt mit viel gutem Menschenverstand und noch mehr Eulenspiegelei seine Meinung über allerhand politische Dinge zum besten zu geben ; aber im Reichstage fach-und sachgemäß sprechen , das konnt er nicht und wollt er auch nicht . Woldemar war so durchdrungen davon , daß er über die Vorstellung einer Niederlage , dran er als Sohn des Alten immerhin wie beteiligt war , verhältnismäßig rasch hinwegkam , pries es aber doch , um eben diese Zeit mit einem Kommando nach Ostpreußen hin betraut zu werden , das ihn auf ein paar Wochen von Berlin fernhielt . Kam er dann zurück , so waren Anfragen in dieser Wahlangelegenheit nicht mehr zu befürchten , am wenigsten innerhalb seines Regiments , in dem man sich , von ein paar Intimsten abgesehen , eigentlich schon jetzt über den unliebsamen Zwischenfall ausschwieg . Und in Schweigen hüllte man sich auch am Kronprinzenufer , als Woldemar hier am Abend vor seiner Abreise noch einmal vorsprach , um sich bei der gräflichen Familie zu verabschieden . Es wurde nur ganz obenhin von einem abermaligen Siege der Sozialdemokratie gesprochen , ein absichtlich flüchtiges Berühren , das nicht auffiel , weil sich das Gespräch sehr bald um Rex und Czako zu drehen begann , die , seit lange dazu aufgefordert , gerade den Tag vorher ihren ersten Besuch im Barbyschen Hause gemacht und besonders bei dem alten Grafen viel Entgegenkommen gefunden hatten . Auch Melusine hatte sich durch den Besuch der Freunde durchaus zufriedengestellt gesehen , trotzdem ihr nicht entgangen war , was , nach freilich entgegengesetzten Seiten hin , die Schwäche beider ausmachte . » Wovon der eine zuwenig hat « , sagte sie , » davon hat der andre zuviel . « » Und wie zeigte sich das , gnädigste Gräfin ? « » Oh , ganz unverkennbar . Es traf sich , daß im selben Augenblicke , wo die Herren Platz nahmen , drüben die Glocken der Gnadenkirche geläutet wurden , was denn - man ist bei solchen ersten Besuchen immer dankbar , an irgendwas anknüpfen zu können - unser Gespräch sofort aufs Kirchliche hinüberlenkte . Da legitimierten sich dann beide . Hauptmann Czako , weil er ahnen mochte , was sein Freund in nächster Minute sagen würde , gab vorweg deutliche Zeichen von Ungeduld , während Herr von Rex in der Tat nicht nur von dem Ernst der Zeiten zu sprechen anfing , sondern auch von dem Bau neuer Kirchen einen allgemeinen , uns nahe bevorstehenden Umschwung erwartete . Was mich natürlich erheiterte . « Woldemars Kommando nach Ostpreußen war bis auf Anfang November berechnet , und mehr als einmal sprachen im Verlaufe dieser Zeit Rex und Czako bei den Barbys vor . Freilich immer nur einzeln . Verabredungen zu gemeinschaftlichem Besuche waren zwar mehrfach eingeleitet worden , aber jedesmal erfolglos , und erst zwei Tage vor Woldemars Rückkehr fügte es sich , daß sich die beiden Freunde bei den Barbys trafen . Es war ein ganz besonders gelungener Abend , da neben der Baronin Berchtesgaden und Doktor Wrschowitz auch ein alter Malerprofessor ( eine neue Bekanntschaft des Hauses ) zugegen war , was eine sehr belebte Konversation