dös it o ' g ' schafft ? « » Ah ! I hon an Lenz heut no it g ' sehg ' n. « » Jessas na ! Jetz hot ' s ma völli an Stich geb ' n ! « » Daß der heunt zu sellane Dummheit ' n aufg ' legt is , hätt i net glaabt . « » I woaß it , Schormoar , ob da a G ' spaß dabei is ; mir is scho den ganz ' n Weg her it recht g ' wen , weil a gar so schiach drei ' g ' schaugt hot . « » Was soll ' s denn sei ? « » I woaß wohl it . « Der Schormayer wurde unruhig und ließ sich von der Liesi den ganzen Hergang erzählen . Und daß sie nicht einmal hatte ausmelken dürfen und auf der Stelle hatte fortgehen müssen . » Und d ' Zenzi , hot a g ' sagt , muaß dei Arbet firti macha ? « » Ja ! De Blaß und d ' Scheckin san no it g ' molka g ' wen , und dös macht scho d ' Zenzi , hot a g ' sagt , und du hoscht as ausdrückli o ' g ' schafft , sagt a ... « » Jetz g ' fallt ma selm nix mehr « , sagte der Schormayer vor sich hin . » I spann aus und geh mit dir hoam « , setzte er entschlossen bei , und gleich darauf schritt er mit den zwei Gäulen hinter der Magd her . Daß er gerade die Zenzi zu der Arbeit hinstimmen wollte ? Und nach dem Krach von gestern ? Und daheim hatte er gar nicht geschlafen , wie der Christl meinte ? » Liesi ! « Die Taglöhnerin blieb stehen . » Is dir wos auffallat g ' wen ? Wei ' s du sogscht , daß a so schiach drei ' g ' schaugt hat ? « » Freili bin i an eahm ganz vahofft g ' wen . D ' Hoor san eahm einig ' hängt , und so bloach is a g ' wen wia ' r a Krank ' s , und auf ' m G ' wand und auf ' n Kopf is eahm ' s Heu g ' hängt , als wann a in an Schober übanacht hätt , und d ' Aug ' n hot ' s eahm ganz außa trieb ' n ... « » Vielleicht is eahm grad a weng schlecht g ' wen , und junge Leut übanacht ' n oft auf g ' spaßige Platz . Aba geh a weng g ' schwinda ! « Nach einer Viertelstunde , die ihm recht lange vorkam , war der Schormayer daheim . Der Hof lag still im tiefsten Frieden . » Lenz ! « Es kam keine Antwort . » Geh in Stall und hol d ' Zenzi ! I bring dawei d ' Roß eini . « Schnell hatte der Bauer die Pferde angebunden , den Kummet nahm er ihnen nicht ab . Und dann lief er wieder ins Freie . Drüben kam die Liesi aus dem Stall . » D ' Zenzi is it do « , schrie sie . » Ja , Herrgott ! « In starker Unruhe eilte er ins Haus und gleich in die Küche . » Zenzi ! Zenzi ! « Nichts rührte sich . Der Schormayer stellte sich ins Hausflötz und schrie noch lauter . » Zenzi ! « Niemand gab Antwort . Aber da war es , als ob ein Brett droben knarrte . Und nun lief der Bauer die Stiege hinauf und nahm drei Stufen auf einmal . Im Gang hinten , neben dem Fenster , lehnte in der Ecke , die Schultern zusammengezogen und mit Augen wie ein scheues Tier , der Lenz . » Lenz , was is denn ? « Der sagte nichts und streifte den Vater nur mit einem Blick von unten herauf . » Mensch , was tuast denn ? « Jetzt redete er endlich , mit zusammengepreßten Zähnen . » Mei Sach pack i. « » Mach koana Dummheit ' n , Lenz ! Es is it so g ' moant g ' wen , und mir lass ' n de G ' schicht guat sei ' ! « » Es wird nix mehr guat ! « » Warum denn it ? Do hoscht d ' mei Hand drauf ! « Lenz fuhr zurück . » Na ! Na ! I gib da mei Hand it ! I gib da s ' it ! « » Geh , Lenz ! « » Bitt ' di gar schö ! Rühr mi net o ! « Dem Schormayer griff es ans Herz , den armen verstörten Menschen zu sehen , und er wollte ihm wieder zureden . Da drang über den Hof ein langgezogener Schrei an sein Ohr . Erschrocken horchte er . Und wieder schrie es , unten an der Türe : » Baua ! Baua ! D ' Zenzi hot si aufg ' hängt ! « In fürchterlichem Entsetzen warf der Schormayer einen Blick auf seinen Buben . Der zog den Kopf zwischen die Schultern , und ein Zittern lief über ihn hin . Da brachen dem Alten die Knie . » Jesus , Maria und Josef ! « Das Anwesen des Sebastian Glas , zum Schormayer in Kollbach , ist im Herbst des selbigen Jahres zertrümmert worden , nachdem sein Sohn Lorenz zur schwersten Zuchthausstrafe verurteilt worden war . Der Vater bewohnt in Dachau ein kleines Haus und ist durch starkes Trinken in seiner Gesundheit sehr zurückgekommen .