und die gesamte Ladung kam ( nach Strandrecht ) an ostfriesische Schiffer , die das preußisch-chinesische Service , mit dem sie nichts Rechtes anzufangen wußten , nach Hannover hin verkauften , allwo sich ' s hundertfünfzig Jahre lang in Händen von Händlern und Privaten befand . Erst 1867 , also nach Einverleibung Hannovers in Preußen , kam das Service wieder ans Licht und wurde von verschiedenen Prinzen des Königlichen Hauses aufgekauft . Der Kronprinz und Prinz Albrecht erstanden den größeren Teil ; ein kleinerer ( diese neunzehn Teller ) kam in den Besitz des Prinzen Friedrich Karl . 4. Eine Bronzeschüssel , in Hautrelief einen Prinzen aus dem Hause Nassau-Oranien darstellend . Geschenk der Prinzessin Friedrich Karl . 5. Eine Statuette des fünfzehnjährigen Kurprinzen Friedrich Wilhelm , des späteren » Großen Kurfürsten « . 1635 . Bilder : Landschaften und Porträts Die Bilder , Landschaften und Porträts , die Jagdhaus Dreilinden aufweist , befinden sich zu größerem Teil im Arbeitszimmer des Prinzen . Ich nenne zunächst die Landschaften mit und ohne Staffage : Winterlandschaft von Ed . Hildebrandt ; Neapel von Gudin ; Taormina von Geleng ; Königssee von einem Unbekannten ; Salzburg bei Mondschein von Hennings ; Staffa ( Fingalshöhle ) von Ed . Krause ; Tiroler Bauern von Kaltenmoor ; Jagdszene : der Prinz mit befreundeten Herren ein Frühstück nehmend , von Steffeck ; Tiroler Wilderer von Alb . Meuron . Einige dieser Bilder , so das schöne Bild : » Die Fingalshöhle « befanden sich im Besitz der Königin Elisabeth , Gemahlin König Friedrich Wilhelms IV. , und gingen , laut Vermächtnis , an Prinz Friedrich Karl über . Die Zahl der Porträts ( unter ihnen auch eins des alten Zieten ) ist nicht groß . Ein besonderes Interesse wecken mehrere größere Photographien , Bildnisse früherer persönlicher Adjutanten 46 oder durch den Dienst näher attachierter Offiziere des Prinzen , die sämtlich während des siebziger Krieges fielen , bzw. ihren Wunden erlagen . Es sind dies die folgenden : Oberst Graf Waldersee ; gefallen bei Le Bourget als Kommandeur des Garde-Grenadierregiments Augusta . Generalmajor von Diepenbroick-Grüter , 1850 bis 1853 persönlicher Adjutant des Prinzen , gefallen als Kommandeur der 14. Kavalleriebrigade : Brandenburger Kürassiere , Fürstenwalder Ulanen und 15. ( Schleswig-Holsteinisches ) Ulanenregiment , bei Vionville . Generalmajor von Doering , Generalstabsoffizier des Prinzen 1859 in Stettin , fiel als Kommandeur der 9. Infanteriebrigade bei Mars la Tour . Oberst von Zieten , 1853 bis 1856 persönlicher Adjutant des Prinzen , gefallen als Kommandeur der Zieten-Husaren bei Mars la Tour . Oberst von Erckert , 1866 bis 1869 persönlicher Adjutant des Prinzen , gefallen als Kommandeur des Garderegiments bei St. Privat . Auf einen Wegweiser blickend , wurd ' er von einer Kugel in den Kopf getroffen und saß eine Weile noch tot im Sattel . Man begrub ihn zunächst auf dem Begräbnisplatze von Sainte Marie aux Chênes , später wurde er exhumiert und nach Deutschland ( wohin konnte ich nicht erfahren ) zurückgebracht . Oberst von Schack , Divisionsadjutant des Prinzen , fiel als Kommandeur des I. Hannöverschen Ulanenregiments Nr. 13 bei Mars la Tour . Oberstleutnant von Stülpnagel , Divisionsadjutant des Prinzen , fiel als Bataillonskommandeur im I. Garde-Regiment zu Fuß bei St. Privat . Major von Schmieden , Divisionsadjutant des Prinzen , Bataillonskommandeur im 5. Brandenburg . Inf.-Regiment Nr. 48 , fiel bei Vendôme am 6. Januar 1871 . Hauptmann von Glasenapp , Divisionsadjutant des Prinzen , fiel als Kompanieführer im 8. Brandenburg . Inf.-Regiment Nr. 64 bei Vionville . Hauptmann von Hadeln , Divisionsadjutant des Prinzen , fiel als Adjutant in der 8. Artilleriebrigade bei Vernéville ( zwischen Amanvilliers und Gravelotte ) . Zählt man hinzu , daß der ( der Zeit nach ) erste persönliche Adjutant des Prinzen , Leutnant von dem Busche-Münch , im Gefechte bei Wiesenthal am 20. Juni 1849 auf den Tod verwundet wurde , so wird sich nicht behaupten lassen , daß der persönlichen oder dienstlichen Adjutantur des Prinzen aus dieser Auszeichnung eine gesicherte Lebensstellung erwachsen wäre . Neben dem Arbeitszimmer des Prinzen befindet sich ein Schlafkabinett . Es enthält eine Menge kleiner Schildereien und inmitten derselben ein einfach umrahmtes Balduin Möllhausensches Gedicht , das in einer Anzahl refrainartig gehaltener Strophen erst dem Prinzen und dann dem Klausner von Dreilinden die Huldigungen des Dichters darbringt . 4. Kapitel 4. Kapitel Wie Prinz Friedrich Karl in Dreilinden lebte » Oculi , da kommen sie . « In Kapitel drei habe ich Jagdhaus Dreilinden in seinem Äußern und Innern zu schildern versucht ; ich versuche , daran anschließend , eine Schilderung , wie der Prinz in Dreilinden lebte . In erster Reihe : weniger andauernd und weniger ausschließlich , als er es wünschte und – als es schien . Es blieb nämlich sein wirklicher Aufenthalt daselbst hinter dem programmäßigen erheblich zurück . Inspektionen , Revuen , Festlichkeiten und nicht zum wenigsten entfernter liegende Jagdausflüge sorgten beständig für Abzüge ; sehen wir aber von solchen in Wegfall kommenden Einzeltagen ( die sich gelegentlich auch wohl zu halben Wochen ausdehnten ) ab , so wird sich sagen lassen , daß etwa fünf Monate des Jahres dem Dreilindner Aufenthalte gehörten , und zwar die zwei Spätherbstmonate vom 15. Oktober bis zum 15. Dezember , und die drei Frühjahrsmonate von Mitte März bis Mitte Juni . Diese drei Frühjahrsmonate waren wohl , wenn ich recht berichtet bin , die besonders bevorzugten , weil sie dem jagdliebenden Prinzen Gelegenheit gaben , auch seiner zweiten , seine Jagdlust vielleicht noch überbietenden Passion zu leben : der Lust am Wald . O Frühlingsluft , o Frühlingsduft , Im Schloß wird mir ' s zu enge , Ich fühle wie der Wald mich ruft Fort aus dem Stadtgedränge . Die Häusermassen groß und klein , Sie wollen mich erdrücken , Ich sehne mich mit Lust im Frein Das erste Grün zu pflücken . Drum denn hinaus nach altem Brauch Mit Jagdgewehr , Hund und Rossen , Auf daß ich seh ' , wie Baum und Strauch , Die selbst