, und da Vata hot ' s ihr verlaabt und hot g ' sagt , du bischt scho so guat und machst heunt amal firti im Stall ... « » Daß sie nix sagt zu mir ? « » Vielleicht hot ' s a so pressiert ... « » Hoscht denn du an Baua no g ' sehg ' n ? Er hot di g ' suacht . « » I bin grad bei ' n Hof eina , wia d ' Liesi furt is und er aa ; da hot a ma dös o ' g ' schafft . « » Na wer i halt umi geh ' müass ' n. « » Sie werd da nacha scho aa ' r amal an G ' fall ' n toa ; und bal i dir a wengl helfa ko , hilf i dir gern . « » Du ? « » Warum it ? Im Roßstall is nix zu ' n Arbet ' n , und aufs Feld geh ' n i erscht in an Stund . « Der Zenzi kam die Freundlichkeit auffallend vor , aber sie dachte nicht viel darüber nach und band sich die Schürze ab und ging über den Hof . Lenz ging einen Schritt hinter ihr drein . Im Stall wollte Zenzi gleich die Blaß melken , aber wieder hatte der Bursche eine freundliche Bitte an sie . » Geh , du kunnt ' st in d ' Tenn aufisteig ' n und Heu obaschmeiß ' n , na gib i de Küah vor , wann du melkst . « Sie wandte den Kopf nach ihm ; in einem halben Jahr hatte er nicht mit ihr geredet , und ganz gewiß nie ein gutes Wort . Aber Lenz hatte sich umgedreht und ging langsam den Barren entlang . Wenn er freundlich war , konnte er schon einen Grund haben ; und es tat ihr wohl , ihn auch einmal handsam zu finden . » Is scho recht , « sagte sie , » i wer ' glei drob ' n sei . « Sie ging zur Türe hinaus , die nach dem Heuboden führte , und stieg die Leiter hinauf . Sowie Lenz allein war , griff er nach der Tasche . Das Seil war darin . Mit ein paar Sprüngen war er an der Leiter und kletterte hastig nach . Dann kam ein gellender , markerschütternder Schrei , der über den Hof weg klang und einen Flug Tauben aufscheuchte . Und ein paar gurgelnde Laute . Und dann war es still . Kurze Zeit später schlich Lenz aus dem Stall , horchte , sah sich um und horchte wieder . Und dann lief er zum Brunnen und pumpte und wusch sich die Hände . Und wusch sich in fieberiger Hast die Hände . Am Scharrerwinkel hatte der Schormayer erst etlichemal gewendet ; und wie er wieder auf der Höhe des ansteigenden Ackers angelangt war , mußte er sich verschnaufen , denn bei der ersten Arbeit wird einer gern kurzatmig . Wohlgefällig sah er , wie in dem prallen Sonnenschein alle Ackerkrummen aufweichten , und wie sich förmlich sichtbar überall das neue Leben regte , während in einer schattigen Waldecke Schnee und Eis noch den Platz halten wollten . Er setzte sich auf einen Ranken und indes er den Hut abnahm , schaute er fröhlich gegen Kollbach hinunter auf die breiten Dächer seiner Scheunen und Ställe . Da drunten sollte nun wieder nach dem faulen Winter der rührigste Fleiß obenauf kommen , und Ordnung . Ja , Ordnung , die er heute schon in sich selber geschaffen hatte , und mit ihr auch wieder die Lustigkeit . Denn eigentlich war es doch ein jämmerliches Ding um das versteckte Streiten , wenn kein Gruß mehr galt und jedes Wort einen Widerhaken hatte . Aber jetzt konnte es anders werden unter den grauen Schindeln , die sich in der Wärme zu strecken schienen . » Hoppla ! Was hamm denn de Taub ' n ? « Er sah den Schwarm aufsteigen und über die Häuser wegflattern . Als wenn eine Katze drein gesprungen wäre . Ihre weißen Federn glitzerten in der Sonne , und sie strichen weit hinaus in die Felder und wollten lange nicht zur Ruhe kommen . Jetzt sah er unten ein Weibsbild auf dem Feldweg mit eiligen Schritten gehen . Sein rotes Kopftuch leuchtete wie Feuer . Wahrscheinlich eine Magd aus dem Dorfe , die was zu bringen hatte . Und Leute gab es ja genug rundum auf allen Äckern ; überall sah man Gespanne bergauf und bergab wandeln , und auf allen Seiten blitzten weiße Hemdärmel und flatterten im Frühlingswind . Das war ein anheimelndes Bild vom Wiederaufwachen der Arbeit . Jetzt kam die Weibsperson näher heran und winkte herauf . Ging ihn das an ? Doch wohl nicht ; aber sie nahm den Weg gerade zu ihm her . Der Schormayer stand auf und wollte den Pflug aus der Furche heben , da hörte er seinen Namen rufen . Er hielt ein und schaute noch einmal schärfer hin , und dann ging er dem Frauenzimmer entgegen . Die Liesi war ' s. Schon auf zehn Schritte rief er sie an : » Wos willscht ma denn du ? « » I will da nix , aba was willscht denn du ? « » Han ? « » Für wos mi du hol ' n hoscht lass ' n ? « Er schaute erstaunt in ihr gerötetes Gesicht . » I hab di hol ' n lass ' n ? « » No freili ! Da Lenz hot ma ' s ausg ' reicht ' , i soll auf da Stell zu dir außa kemma und soll a Bier mitbringa . « Dabei langte sie ihm zwei Flaschen hin . » Wos soll denn dös für a G ' spaß sei , daß er di do außa sprengt ? « Liesi schaute nun auch hilflos ihren Bauern an . » Hoscht eahm du