von Alexandrine von Hertefeld ( geb . 1774 ) und Großnichten von Karl von Hertefeld , dem » letzten Hertefeld « . An sie kam das Erbe , und zwar an die zweite Schwester Alexandrine , vermählt mit Philipp Graf Eulenburg . Auch die drei andern Schwestern vermählten sich : Elise mit dem österreichischen Baron Diller , Adjutanten des Feldmarschalls Heß , Klara mit dem Baron von Esebeck , Major im Garde-Füsilierregiment , und Antoinette mit dem Grafen von Montault zu Paris . Alle drei sind jetzt verwitwet . Es war hiernach Liebenberg , als Frauenerbe , an die bis dahin ausschließlich in Ostpreußen begüterte Familie der Eulenburgs übergegangen . * Die Eulenburgs , ein uraltes meißnisches Geschlecht , das sich nach der jetzigen Stadt Eilenburg an der Mulde ( zwei Meilen von Leipzig ) die » Ileburgs « nannte , leitet seinen Ursprung von den Wettiner Burggrafen ab . Otto von Ileburg , gest . 1234 , Herr und Vogt der Herrschaft Eilenburg , auch im Saalkreise begütert , war , nach alter , inzwischen historisch bestätigter Tradition des Hauses , ein Enkel des Burggrafen Ulrich von Wettin . Etwa hundertundfünfzig Jahre nach dem Tode jenes Otto von Ileburg hatte das Geschlecht den Höhepunkt seiner Macht und seines Besitzes erreicht , welcher letztere 250 Rittergüter und mehr als 20 Städte , meist in Lausitz und Sachsen gelegen , umfaßte . Es waren : Eilenburg , Mühlberg , Liebenwerda , Wahrenbrück , Übigau , Dahlen , Strehla , Sonnenwalde , Senftenberg , Kalau , Lübbenau , Forst , Finsterwalde , Drebkau , Lieberose , Muskau , Ruhland , Hoyerswerda , Zossen . Dazu in Böhmen : Elbogen , Klösterle , Bürgstein und Drum . Um eben diese Zeit war es auch , daß die » Ileburgs « in nähere Beziehungen zum deutschen Orden traten . Einer von ihnen , Botho der Jüngere , focht in der Schlacht bei Tannenberg , 1410 , und ward , in Anerkennung seiner dabei geleisteten Dienste , mit dem Gute Sickau , Kreis Schwetz in Westpreußen , belehnt . Aber dieser Besitz war ein bloß vorübergehender . Schon in der zweitfolgenden Generation erlosch der westpreußische Zweig wieder und anstelle desselben trat Wend von Eulenburg , der dem Orden in der Eigenschaft eines Söldnerhauptmanns gedient , als nunmehriger Stammvater aller ostpreußischen Linien . Es sind dies zur Zeit drei : die Gallingensche , die Leunenburg-Prassensche und die Wickensche Linie , von denen die Gallingensche die älteste , die Leunenburg-Prassensche die begütertste ist . Ein vierter Zweig ist neuerdings ( 1867 ) , eben durch Antritt des großen Hertefeldschen Erbes , in unsere Mark verpflanzt worden und repräsentiert seitdem eine neue , brandenburgische Linie des alten ostpreußischen Hauses . Ein Blick auf die Geschichte dieses Hauses erweist auf jeder Seite die hohen Ehren , in denen es durch alle Jahrhunderte hin stand , und doch blieb es ihm mit Ausnahme zweier Fälle 42 versagt , seinen Namen , über die heimatliche Provinz hinaus , in die Gesamtgeschichte Brandenburg-Preußens epochemachend eintragen zu können . Erst die neueste Zeit schuf hierin einen Wandel , aber nun auch in so glänzender Weise , daß wir bis auf das Siebengestirn der Dankelmanns oder doch wenigstens bis auf das modernere Dreigestirn der Manteuffels zurückgehen müssen , um einem ähnlichen plötzlichen Aufleuchten zu begegnen . Unter den zwölf oder dreizehn Eulenburgs 43 , die den gegenwärtigen Familienstand ausmachen , befinden sich oder befanden sich bis ganz vor kurzem : zwei Minister , ein Landtagsmarschall und Regierungspräsident , ein Hofmarschall und Vizezeremonienmeister , ein Stiftshauptmann und ein Pariser Gesandschaftssekretär . Einer ( gestorben 1875 ) war mit Gräfin Marie von Bismarck verlobt und ein anderer Adjutant beim Prinzen Albrecht von Preußen . Es wird sich in kaum einem anderen Hause , für den Augenblick wenigstens , ein gleiches » in Front stehen « erkennen lassen . Aus der Reihe dieser ihrem Amt und Titel nach aufgeführten Eulenburgs ist es ausschließlich der Stiftshauptmann Graf Philipp Eulenburg , auf den ich hier , als auf den Erben und Inhaber der Hertefeldschen Güter ( Liebenberg usw. ) , des Näheren einzugehen habe . Graf Philipp zu Eulenburg Oberstleutnant a. D. , Stiftshauptmann zu Zehdenick Graf Philipp zu Eulenburg wurde den 25. April 1820 in Königsberg in Preußen geboren und trat im Dezember 1838 in das 3. ( Ostpreußische ) Kürassierregiment , die späteren Wrangel-Kürassiere . Das Avancement ging nicht rasch und erst 1851 , nach beinahe dreizehnjährigem Dienst , ward er Premierleutnant und Adjutant der 1. Kavalleriebrigade . Vier Jahre später ( 1855 ) erbat ihn sich General von Wrangel ebenfalls als Adjutanten , welchen General er nun auf allen Inspizierungen in der Mark , sowie bei den großen Kavalleriemanövern begleitete . 1860 schied er aus dieser Stellung und wurde bald danach Rittmeister und Eskadronchef im 3. Gardeulanenregiment . 1864 , bei Beginn des Krieges gegen Dänemark , berief ihn Wrangel ins Hauptquartier , in welchem er nunmehr als Adjutant der Kavallerie fungierte . Wie bei den voraufgehenden Gefechten , so war Graf Eulenburg auch mit vor Düppel , und hatte ( worin er einem speziellen Befehle des Generalfeldmarschalls Folge leistete ) den Sturm auf Schanze IV in der westfälischen Sturmkolonne des Obersten von Buddenbrock mitzumachen . Im folgenden Jahre zum Major aufgerückt , nahm er 1866 an dem Kriege gegen Österreich teil , war mit bei Königgrätz , und schied bald danach als Oberstleutnant aus dem Dienst , um die Bewirtschaftung der ihm , wie mehrfach erwähnt , inzwischen als Frauenerbe zugefallenen Güter zu übernehmen . 1869 zum Rechtsritter des Johanniterordens ernannt , ging er 1870 , im Dienste dieses Ordens , bis vor Paris . 1872 Stiftshauptmann von Zehdenick . Schon unmittelbar nach der Düppeler Affäre mit dem Roten Adlerorden mit Schwertern dekoriert , empfing er 1875 den Hohenzollerschen Hausorden und 1876 die Kammerherrnwürde . Er ist , wie schon hervorgehoben , der Begründer einer neuen Linie seines Hauses : der Grafen zu Eulenburg in der Mark . Im wesentlichen sind diese kurzen Angaben einem