, als er in dem Baumange will gestanden und gesagt wie sein Geschick sich vor ihm erhoben und ihm trotz geboten in Thornfield glücklich zu sein . “ Warum nicht ? ” fragte ich mich selbst : " was entfremdet ihn seinem Hause ? Wird er es bald wieder verlassen ? Mistreß Fairfax sagte , er bleibe zur Zeit selten länger als vierzehn Tage und er ist jetzt schon acht Wochen hier gewesen . Wenn er geht , wird die Veränderung kläglich sein . Wenn er den Frühling , den Sommer und Herbst abwesend wäre , wie freudelos würde die Sonne und die schönen Tage scheinen ! " Ich weiß nicht , ob ich nach diesem Nachdenken geschlafen habe oder nicht , auf jeden Fall wurde ich durch ein undeutliches , eigenthümliches und schauerliches Gemurmel erweckt , welches gerade über meinem Kopfe zu entstehen schien . Ich wünschte , ich hätte mein Licht brennen lassen : die Nacht war sehr dunkel und mein Geist niedergedrückt . Ich richtete mich im Bette auf und horchte . Die Töne verstummten . " Ich versuchte wieder einzuschlafen , aber mein Herz schlug ängstlich : meine innere Ruhe war gebrochen . Unten in der Vorhalle schlug die Uhr zwei . Gerade in dem Augenblick war es mir , als werde die Thür meines Zimmers berührt , wie wenn Finger darüber hinstreiften und den Weg durch die dunkle Gallerie suchten . " Wer ist da ? ” sagte ich , aber es antwortete Nichts , und ich erbebte vor Furcht . Plötzlich fiel mir ein , es möge Pilot sein , der , wenn die Küchenthür offen geblieben war , nicht selten heraufkam und sich vor Herrn Rochester ' s Thür legte . Ich hatte ihn selber mehrmals des Morgens dort liegen sehen . Dieser Gedanke verscheuchte meine Furcht ein wenig , und ich legte mich nieder . Das Schweigen beruhigt die Nerven , und als jetzt eine ununterbrochene Stille im ganzen Hause herrschte , begann ich die Rückkehr des Schlummers zu fühlen . Aber es war nicht bestimmt , daß ich in dieser Nacht schlafen sollte . Kaum hatte sich ein Traum meinem Ohr genähert , als er erschrocken entfloh , von einem markdurchschaudernden Ereigniß hinweggescheucht . Dies war ein dämonisches Lachen -- leise , gedämpft und tief -- wie es schien , dicht am Schlüsselloch meiner Thür ausgestoßen . Das Kopfende meines Bettes war in der Nähe der Thür , und ich glaubte anfangs , das koboldähnliche Lachen geschehe dicht neben meinem Kopfe ; aber als ich mich erhob und mich umsah , konnte ich Nichts erblicken . Doch der unnatürliche Ton wurde wiederholt , und ich wußte , daß er von der andern Seite der Thür herkam . Das Erste , was ich that war , aufzustehen und die Thür zu verriegeln . Dann rief ich : " Wer ist da ? " Draußen ließ sich ein gurgelnder und stöhnender Ton vernehmen , und bald hörte ich Fußtritte , die sich in der Gallerie entfernten und sich der Treppe zu dem dritten Stock näherten . Erst kürzlich hatte man die Thür zu jener Treppe schließbar gemacht ; ich hörte , wie diese Thür sich öffnete und schloß , und dann war Alles still . " Was ist es mit dieser Gratia Poole ? " dachte ich . " Ist sie vom Teufel besessen ? " " Da ich jetzt nicht länger allein bleiben konnte , so wollte ich zu Mistreß Fairfax gehen . Ich zog rasch mein Kleid an und hing einen Shawl um ; dann öffnete ich den Riegel meiner Thür mit zitternder Hand . Draußen brannte ein Licht , welches Jemand auf der Matte in der Gallerie hatte stehen lassen . Ich war von diesem Umstande überrascht ; aber noch mehr erstaunte ich , als ich bemerkte , daß die Luft ganz trübe und mit Rauch angefüllt war , und während ich mich nach allen Seiten umsah , um zu entdecken , woher diese blauen Rauchwirbel kamen , empfand ich einen starken Geruch , als ob etwas brenne . Es knisterte etwas : eine Thür war nur angelehnt -- es war Herrn Rochester ' s Thür , und aus derselben drang eine Rauchwolke hervor . Ich dachte nicht mehr an Mistreß Fairfax , ich dachte nicht mehr an Gratia Poole und das Lachen : in einem Augenblick war ich im Zimmer . Die Flammen schlugen am Bette auf : die Vorhänge standen in Feuer . In der Mitte der Glut und des Rauches lag Herr Rochester bewegungslos in tiefem Schlafe . " Erwachen Sie ! erwachen Sie ! " rief ich . Ich rüttelte ihn , doch er murmelte nur und wendete sich um : der Rauch hatte ihn betäubt . Kein Augenblick war zu verlieren , denn schon waren die Betttücher angebrannt . Ich eilte zu seinem Waschtische : zum Glück war der Wasserkrug und die Waschschaale mit Wasser gefüllt und Beide groß . Ich erhob Beide nach einander und überschüttete das Bett mit dem Inhalt , eilte in mein Zimmer zurück , brachte auch meinen Wasserkrug herbei , taufte das Lager von Neuem , und mit Gottes Hülfe gelang es mir , die Flammen auszulöschen . Das Zischen des erlöschenden Elements , das Zerbrechen des Wasserkruges , der mir aus der Hand gefallen war , als ich ihn ausgeleert hatte , und vor allen Dingen das Sturzbad , welches ich so reichlich ausgegossen , erweckte Herrn Rochester endlich . Obgleich es jetzt dunkel war , wußte ich doch , daß er wachte , weil er seltsame Verwünschungen ausstieß , als er bemerkte , daß er in einem Wasserpfuhle lag . " Ist denn hier eine Wasserflut ? " rief er . " Nein , Herr , " antwortete ich ; " aber es ist Feuer gewesen . Stehen Sie auf , Sie sind jetzt gelöscht ; ich will Ihnen ein Licht holen . " " Im Namen aller Elfen in der Christenheit , ist das Johanna Eyre ?