Bauer hinaus und sagte Annebäbeli : Es müsse noch mehr Fleisch in den Hafen und ein stattliches Hammeli , und dann solle es der Mutter alles zwegmachen zum Küchlen . Annebäbeli wäre im Zuge gewesen und hätte gerne selbst geküchelt , um zu zeigen , daß es das auch könne . Wer weiß , was Annebäbeli noch unterfangen hätte , wenn nicht glücklicherweise die Mutter dazwischengekommen wäre . Sie kam im Schweiß ihres Angesichts . Sie hatte von weitem das Wägeli vor dem Hause stehen sehen , und alsobald stund vor ihren Augen alles , was sie noch zu tun hatte , um am Mittagessen mit Ehren bestehen zu können . Das trieb zur Eile , und unterwegs dachte sie immer : wenn sie nur daran gedacht haben , noch mehr Fleisch überzutun , wenn ich jetzt schon wollte , so wird es nicht mehr lind ; aber das kommt meinem Mann nicht in Sinn , und Annebäbeli ist einmal noch z ' jungs . Und ehe sie in die Stube kam , sah sie noch über die Häfen , und als sie das hinzugekommene Fleisch und die Hamme sah , war sie ganz verwundert und sagte : Das hätte sie nicht geglaubt , daß das eim zSinn käme . Als drinnen schön gegrüßt worden war , sagte Trini : » Was hättest du gesagt , Eisi , wenn ich es gemacht hätte wie eure Frau Pfarrerin und dir über die Ankenkübel geraten wäre ? Der Johannes hat mich wollen dahinterreisen . « » Ja , das wär mir ganz recht gewesen , « sagte Eisi , » wärest du nur dahintergegangen ! « Aber im Herzen dachte Eisi doch , es sei besser , Trini habe das nicht gemacht , es hätte saure Augen gegeben , und der Johannes sei hie und da noch immer so dumm , wie wo es ihn bekommen . Ds Mannevolk sei gar nicht zu erbrichten . Mit Schwitzen und Essen und Brummen über die Mägde , welche mit ihrem Salzsäcklein gar nicht heimkommen wollten , ging der Mittag vorüber ; der Nachmittag wurde mit anderem zugebracht . Die Kinder handelten mit Küngelenen . Des Johannes Bube verkaufte dem andern eine aschgraue Mähre um drei Batzen . Als derselbe ein schönes ledernes Säckeli hervorzog und die drei Batzen hervorblechen wollte mit fröhlichem Herzen , denn er hatte einen ganzen Batzen abgemärtet und glaubte einen sehr guten Kauf gemacht zu haben , sah es Eisi und fuhr dazwischen und wollte es absolut nicht tun , daß er die aschgraue Mähre bezahle : Sie hätten ja deren Küngeli mehr als genug , sie hätten des Jahres Junge , es wisse kein Mensch wie oft , und er solle ihm nicht ds Hergetts sein und einen Kreuzer abnehmen , das hätte ja keine Gattig . Das Bübli , das aufrecht und ehrlich gehandelt hatte und von Küngeliverehren nichts wußte ( denn es hatte den Vater auch nie Kühe und Pferde verehren sehen , sondern verkaufen ) , machte ein sehr verblüfftes Gesicht , und das Weinen war ihm nahe . Trini nahm des Buben Partie , wollte es lange nicht tun und sagte : Gehandelt sei gehandelt , und es wäre uverschant , wenn sein Bub das Küngeli umsonst nähmte . Als aber Eisi standhaft blieb ( ging es doch nicht über seine Kasse aus ) , gab endlich Trini nach unter dem Beding , wenn sie ihm versprechen wollten , bald zu ihnen zu kommen , so könne ihr Bub die aschgraue Mähre nehmen ; er müsse aber dann dem Johannesli einen hasengrauen Bock geben , ein Fotzelküngeli , sie hätten deren Böcke zwei , die plagten einander nur . Als das Johannesli hörte , vergaß er das Weinen , und der hasengraue Fotzelbock kam ihm so lange im Traum vor , bis er ihn wirklich in Händen hatte . Auf dem Wege aus dem Garten nach den Pflanzplätzen waren Trini und Eisi zufällig zu diesem Handel gekommen . Eisi machte diesen Spaziergang diesmal nicht ganz so freudig wie sonst . Die Erdflöhe waren hinter dem Flachs gewesen , und das Werch war etwas ungleich . Trini rühmte aber alles gar sehr , während Eisi es ausmachte . Trini dachte freilich bei sich , während es rühmte : zur Zeit , wo es daheim gewesen wäre , hätten sie viel schönere Sachen gehabt als jetzt , und Kabislöcher , wie es sie daheim habe , seien hier auch keine . Als es den Flachs sah , dachte es bei sich : Gottlob , der ist noch viel schlechter als der meine ! Indessen sagte es dieses nicht , sondern : Es sei gar schade , daß die Erdflöhe so viel geschändet hätten ; es wäre sonst der schönste Flachs , den es in diesem Jahre noch gesehen ; der seine sei viel leider . Aber Eisi sagte , das würde kaum möglich sein . Gar schöne Rübli bewegten Trini etwas zum Neid , und es rühmte dieselben besonders und sagte : Bei ihnen herum hätte es nie solche gesehen , und wenn es von dieser Art Samen bekommen könnte , so wollte es dafür zahlen , so viel man wollte ; aber es wüßte nirgends welchen zu bekommen . Eisi mußte sagen , es wolle ihm schon geben , der nichts kosten solle . Trini sagte , es wolle gerne zahlen , aber Eisi sagte : Was es doch denke ! Bei sich dachte es : es werde es niemand merken , wenn es schon andern Samen dareinmische . Endlich ließ sich Trini bewegen , vom Bezahlen abzustehen ; dagegen versprach es , es wolle , wenn sie zu ihnen kämen , Eisi Bohnen geben , wie es sicher auch noch nie gehabt . Die Kifel würden über einen halben Schuh lang , seien breit wie ein Daumen und doch so zart , daß sie einem im Maul ganz vergingen wie Zucker . Eisi dankte gar schön , dachte aber bei sich : da werde wohl