' n Bluat nimma geb ' n ! Paß auf , da daleb ' n ma no wos , und nix schön ' s it . « » Wia hart daß ' n da Alt ' g ' red ' t hot ! « » Der gibt eahm an Hof it ; und wer woaß , was da no g ' schiecht ! « » Und Aug ' n hot da Jung ' g ' macht ! « » Da siecht ma ' s wieda , Griablerin , es is it all ' s , bal ma ' r a Geld hot , und a Religion muaß vorhand ' n sei in an Haus , sinscht is koa Glück it dabei . « - » Dös is amal wahr . « » Und bal mi a Religion hot , na gibt mi an arma Mensch ' n wos , der wo a tote Schwesta in Ehr ' n halt und fleißi bet ' dafür . « » Sell is g ' wiß , Asamin . « Noch manches gute Wort der Frommen wurde übertönt von stampfenden Füßen . Drei Paar lederne Strümpf , Und zwoa dazua san fünf , Hot ma mei Vata a Kart ' n kafft , San nix wia lauta Trümpf . Die rindsledernen Stiefel wurden gar ausgelassen , und die Röcke schlugen an runde Waden bis tief in die Nacht hinein . Am Ehrentisch war es leer geworden ; die Brautleute hatte man schon lange mit schmetternder Musik hinausgeblasen , die Eltern des Bräutigams und fast alle Verwandten hatten sich auf den Heimweg gemacht , da legte sich der Schormayer müd in den Tisch hinein und schlief , bis ihn der Wirt aufrüttelte . » He ! Schormoar ! « » Mei Ruah laß ma ! « » Wach auf ! Du werst hoam woll ' n ! « Der Schormayer schaute mit blinzelnden Augen über die leeren Stühle hin . » Ja no , fahr ma halt hoam ! Da Lenz soll ei ' spanna . « » Der is scho lang furt . « » Furt ? Ah so ! Nacha spannst halt du ei ! « Schläfrig erhob er sich und ging mit unsicheren Schritten über die Stiege hinunter . Neben der Haustüre lehnte er sich an die Wand ; der Kopf fiel ihm nach vorne , und die Arme ließ er schlaff herunterhängen , bis ihn der Hausknecht zum Wagen führte und ihn hinaufschob . Er drückte sich in die Ecke und ließ den Bräundl nach seinem Willen gehen , bergauf und bergab , und im langsamsten Schritt . Ein zorniger Föhnwind heulte hinter dem Wagen her und stürzte sich wütend in die Bäume , die am Wegrande standen ; der Schormayer hörte ihn nicht , und der Gaul ging mit flatternder Mähne ruhig fürbaß . Fünfzehntes Kapitel » Dei Vata is schö ' vo da Hozet hoamkemma « , sagte Christl , der neue Knecht vom Schormayer , ein rothaariger , aufgeschossener Bursche , in dessen sommersprossigem Gesicht ein paar freche Augen saßen . » I hon eahm im Wagl drin aufwecka müass ' n. « Lenz gab keine Antwort ; er putzte an einem Roßgeschirr herum , bloß um irgend etwas zu tun ; es hätte Arbeit auf dem Feld draußen gegeben aber es hielt ihn etwas daheim , und er schickten nun den Knecht hinaus und war erst recht mißmutig , daß er im Hof die Zeit vertragen sollte . - Aber hatte er überhaupt noch etwas zu arbeiten ? » Wos is ? « fragte er nun den Knecht , der fortgeredet hatte . » Lacha hon i müass ' n , wia ' r i an Bauern g ' fund ' n ho . I hon an Gaul g ' hört und mach ' s Tor auf , do steht ' s Wagl drauß ' n , und da Bräunl scharrt mit ' n Huaf , und na hör ' i schnarcha , und wia ' r i nachschaug , flackt dei Vata im Wagl und schlaft . Der waar jetza no it aufg ' wacht . « » Schleun di a weng , daß d ' mit n ' Dunga außi fahrst ! « » I spann glei ei . Woaßt , na hon i dein Vata aufg ' weckt und hon eahm ins Haus umig ' führt , und na hon i an Schlüss ' l g ' sucht , aba dawei is scho enka Hauserin kemma und hot an Bauern einizarrt . « » Wos für a Hauserin ? « - » De Zenzi halt . « » Is de vielleicht insa Hauserin ? « » Vo mir aus is s ' , wos mog . I vazähl bloß , daß s ' aufg ' macht hot , und sie bringt ' n scho in d ' Stub ' n , hat s ' g ' sagt , und hoffentli hot eahm de Kält ' n it g ' schadt . Sie werd ' eahm nacha scho aufg ' warmt hamm . « Christl hatte ein schmutziges Lachen in den Mundwinkeln , wie er das sagte . » Mach amal , daß d ' weita kimmscht mit ' n Fuhrwerk ! « befahl der Lenz barsch und ließ den Knecht stehen . Er war müde und abgeschlagen und wurde nicht fertig mit dem , was ihm gestern geschehen war . Vor allen bekannten und fremden Leuten hatte ihm der Vater Feindschaft angesagt , und aus jedem Wort war es nicht bloß für ihn deutlich zu hören gewesen , daß es aus sei zwischen ihnen ; und die Hoffnungen , die schon so gewiß waren , daß er sie mit Händen hätte greifen können , hatten keinen Boden mehr . In einem kurzen halben Jahr war alles verändert . Warum ? Das konnte ihm doch niemand weismachen , daß es von dem selbigen Streit herkam ! Ein paar heftige Worte , wie sie anderswo genug