, zu dem sie ... ja , ja - seht sie Euch an ! - sie reichen fast hinauf zu ihm . Nein ! Ich sage Euch keine Adressen . Kein Wort von Putzmacherinnen ! Wollt Ihr still sein von Mademoiselle Florentine , von Fränzchen Heunisch und Luise Eisold ! Die Rose dürft Ihr besprechen . Von der sag ' ich Euch : von wo sie kommt ! Auch wissen sollt Ihr , wohin sie geht ... Ich trage sie als Preis für Den , dem ich heute Abend die Gunst meiner Seele schenke . Und was muß man thun , um diese Gunst zu erobern ? fragte der Pfarrer , der redegewandt nicht ansichhalten konnte und die Aufmerksamkeit davon abzulenken suchte , daß er aus seinem Garten Melanie mit Blumenzusendungen überhäufte . Nichts thun , Herr Pfarrer , sagte Melanie ... Nein ! Nichts thun ! Was muß man sein ? Was besitzen ? Danach soll gefragt werden und lassen Sie mir nur Zeit , über das Seltenste und Schönste nachzudenken , wodurch sich ein Mann auszeichnen kann . Aber wir sind noch nicht vollzählig . Noch fehlt unser alter brummender Hauskater Bartusch und demüthigen Sie sich , meine Herrschaften , noch fehlt der Glanz von Hohenberg , Se . Excellenz , der wirkliche geheime ... Mit diesen künstlich gezogenen Worten öffnete sich , wie Melanie hinter sich gehört hatte , die Thür und Herr von Harder trat ein . Alles erhob sich . Es war wirklich ein unleugbarer Effect in seinem Auftreten , ein Effect , dem diesmal Niemand widerstehen konnte . Lag die Wirkung nun in dem kleinen silbernen Sterne auf der Brust oder in der gebrannten Perrücke und der höchst gewählten Toilette ; oder lag sie in dem Zuletzterscheinen ... genug die Wirkung war da und Excellenz setzten sich , sehr befriedigt von dem Eindruck , den ein Mann seiner Stellung in einem solchen doch nur mittlern Kreise hervorrief ... Wir werden künftig sehen , wie Herr von Harder in der großen Welt doch auch nur klein erschien , hier aber gaben ihm Tournure und selbstgespendete Sorgfalt in der That einen Schimmer von Interesse , der nur bei längerer Dauer sich dann nicht hielt , wenn er nicht künstlich immer wieder angefacht wurde . Melanie übernahm dies Amt . Ob aus neckender Spottsucht oder Coquetterie , ist schwer zu sagen . Soviel aber stand von ihr fest , daß sie sonst wirklich nicht zu den guten lieben Frauennaturen gehörte , die , wie z.B. die edle Anna von Harder that , die Schwester Paulinens , in einer Gesellschaft immer gerade den Bescheidensten hervorsuchen . Melanie hing sich an Den , der der Löwe des Cirkels war . Geist besaß sie wol genug , um Das herauszufühlen , was ihr geistig am meisten hätte genügen müssen ; aber ihr Herz schlug nicht warm genug , um zu ertragen , daß man durch die Beschäftigung mit einem Bescheidenen selbst in den Hintergrund tritt . Hier war Herr von Harder der wichtigste und effectvollste und ihm widmete sie sich . Wäre ein berühmter Virtuose in diesem Augenblicke eingetreten und hätte wieder den Geheimrath verdunkelt , so würde sie sich mit Diesem vermittelt haben . Sie war ein Schmetterling , der die Sonne und die leuchtenden Blumen liebt . Man sprach Viel über Vieles . Die Menschen sind nie so mechanisch und willenlos , wie da , wo sie sich in starker Anzahl ohne einen Zweck vereinigen . Man glaubt dann in der That unter Wesen zu sein , die ursprünglich niederer , halbthierischer Abstammung , nur durch eine eingelernte und angewöhnte Ausbildung sich höher aufschwingen . Man spricht um zu sprechen . Ein Jeder klammert sich an das Unbedeutendste , um daraus eine Art Friction , die man Geselligkeit , Gesprächigkeit nennt , hervorzubringen . Man ergreift Strohhalme und raisonnirt über sie , wie über die Achse der Erde . Ist eine solche Gesellschaft vorüber , so kriecht Jeder wieder in das Schneckenhaus seines Interesses zurück , bleibt Dem Feind , den er scheinbar heute als Freund begrüßt hat , und spinnt die wahren geheimen Fäden seines Daseins und Charakters so fort , wie er sie einmal anlegte , um sich durch das Labyrinth des Lebens führen zu lassen . Man bedauerte die Mühe , die der Intendant mit dem Transport des fürstlichen Mobiliars hätte ... Für welches Schloß , fragte der Commerzienrath , ist diese Einrichtung bestimmt ? Mein allergnädigster König , antwortete der Befragte , haben darüber noch nichts befohlen . Mit dieser kurzen Erwiderung war eigentlich dies Thema abgeschnitten . Allein Stromer , der sich seit einigen Tagen wieder in jener feurigen , vulkanischen Stimmung befand , brach bei dieser Veranlassung durch und sprach folgendes Bedeutungsvolle : Wenn nur Alles zusammenbleibt ! Wenn nur Keins vom Andern getrennt wird ! Das ist ja ein Leben , ein ganzes Dasein , was in einem solchen durch Jahre hindurch gesammelten Hausrath liegt ! Man würde ja hier einer Blume die Staubfäden entreißen und sie für echt und vollkommen nicht mehr auszugeben wagen dürfen , wenn man dieser Einrichtung irgend etwas entzöge oder sie wol gar theilte ! Ja , ich gehe soweit , daß ich das Verwehen des Staubes , des Duftes beklage , den solche gewohnte Spuren eines bedeutenden Lebens - und ein solches hat mit der Fürstin ausgeathmet - zuletzt annehmen ! Wie stand da nicht Eines neben dem Andern in gewohnter Symmetrie ! Das Bild des Heilandes prangte in einem geöffneten Flügelschrank von ausgelegter altdeutscher Arbeit . Immer schmückten Blumen diese der Fürstin heilige Stätte . Wie oft betrachtete sie die Häupter der Blumen , die sich hier so sanft , so allmälig neigten , immer matter , immer matter , und zu den Füßen des Erlösers allmälig welkten , sowie er . Es sind Das da Kronen , sagte sie mir einmal , Diademe sind ' s und Ritterhelme , die so vergänglich vor dem Herrn und König der Welt versinken . Und sie