als der erste hohenzollernsche Hofdichter angesehen werden darf . Worin sein Lohn bestanden , wird nicht erzählt . Jedenfalls wird derselbe hinter dem Ehrensolde Tennysons , der für seinen neuesten Hymnus auf das fünfzigjährige Regierungsjubiläum der Königin Viktoria 10000 Lstr . erhalten haben soll , erheblich zurückgeblieben sein . Denn für 10000 Lstr . kaufte man damals die ganze Mark Brandenburg , Uppschlacht miteingeschlachtet . 10. Kapitel 10. Kapitel Ausgang der Quitzows . Kaspar Gans zu Putlitz versöhnt sich mit dem Burggrafen ( nunmehr Kurfürsten ) und ficht mit bei Ketzer-angermünde . Das Quitzowsche Erbe Die märkische » Fronde « war besiegt . Was noch erübrigt , ist ein kurzer Bericht über die Lebensgänge beider Brüder . Dietrich von Quitzow , landesflüchtig , setzte seinen Widerstand trotz alledem nach Möglichkeit fort und gefiel sich darin , dem neuen Machthaber in Mark Brandenburg an den benachbarten Fürstenhöfen : Pommern-Stettin , Mecklenburg-Stargard und Erzbistum Magdeburg allerlei Feinde zu wecken , was ihm bei seiner Klugheit und mehr noch infolge der nie schlummernden Eifersüchteleien auch gelang . Bei den Fehden , die sich daraus entspannen , ward er regelmäßig mit der Führung der aufgebrachten Streitkräfte betraut und so läßt sich von ihm sagen , daß sein Leben , das in den Jahren bester Kraft , nach der Verweserschaft der Mark , ja vielleicht nach der Herrschaft innerhalb derselben gestrebt hatte , mit einer Condottiere-Stellung endigte . Heute hier und morgen da seine Kriegsdienste zur Verfügung stellend , war er in Zeiten , die der eigentlichen Landsknechtschaft vorausgingen , ein » Kriegsoberst « , wie die beiden folgenden Jahrhunderte ( das 16. und 17. ) deren so viele sahen . Aber auch in dieser fortgesetzten Fehde gegen den Burggrafen , der inzwischen zum Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg erhoben war , erlag er , trotz gelegentlicher Erfolge , doch insoweit , als die Nachbarfürsten ihm allmählich und zwar einer nach dem andern ihr Ohr zu verschließen begannen . Und so war er eines Tages » dienstlos « geworden und krank und gebeugt durch das Scheitern auch seiner letzten Pläne , zog er sich ins Braunschweigische zurück , wo seine Schwester Mathilde , seit vielen Jahren an Heinrich von Veltheim vermählt , auf Schloß Harpke wohnte . Wie hier seine letzten Tage vergingen , darüber verlautet nichts Bestimmtes , da Wusterwitz sich darauf beschränkt , in aller Kürze zu berichten : » Im Jahre 1417 ist Dietrich von Quitzow , so der Mark mancherlei Schaden zugefügt und sie heftig beleidigt hat , in dem der Familie von Veltheim zuständigem Schlosse Harpke gestorben und zu Kloster Marienborn ( deren Priorin eine Tochter Heinrichs von Veltheim war ) begraben worden . « 10 Johann von Quitzow – der schon seit seiner Fehde ( 1408 ) mit Köne von Wulffen auf Schloß Grabow einäugig war und wie berichtet wird einen finsteren und furchtbaren Anblick gewährte – sahen wir zuletzt , als er , eingebracht durch die Knechte Heinrichs von Schwarzburg , in der Kirche zu Plaue geschlossen im Stocke saß , um dann andren Tages als Gefangener des Erzbischofs von Magdeburg nach Schloß Calbe hin abgeführt zu werden . Dort blieb er Gefangener , bis er , nach etwas mehr als zwei Jahren , 1416 , wieder frei kam und in die Priegnitz zurückkehrend , unter nunmehr erfolgender Neu-Belehnung mit dem alten Familienbesitze : Lenzen , Quitzöwel und Kletzke , seinen Frieden mit dem Kurfürsten machte . * Darin war ihm Kaspar Gans , wenn auch nur um einige Monate zuvorgekommen 11 und genoß des Vorzuges , diese seine verwandelte Gesinnung in einer am 25. März 1420 statthabenden Aktion gegen die Pommern glänzend betätigen zu können . Der hier in Rede stehende Kampf führt den Namen der » Erstürmung von Ketzer-Angermünde « und bildet den Schluß der Wusterwitzschen Aufzeichnungen über die Vorgänge jener interessanten Epoche . Der Bericht selbst aber lautet : » Mittwochs nach Judica haben die Märkischen die Stadt Angermünde , welche an die siebenzig Jahr von den Herzogen zu Stettin innegehabt war , bestritten und eingenommen und weil sie das neben der Stadt gelegene Schloß nicht gleicherweise haben erobern können , haben sie von der Stadt aus das Schloß , das von einem Kastner der Herzoge von Stettin vertheidigt wurde , zu belagern begonnen . Außer dem Schloß aber hat besagter Kastner auch das zum Schloß hinaufführende Stadtthor in Händen gehabt und besetzt gehalten . Als nun Herzog Casimir von Pommern , der sich nach Schloß Vierraden hin zurückgezogen hatte , vernahm , daß das Schloß und das eine Thor noch in Pommerschen Händen sei , hat er beschlossen , die Märker aus der Stadt Angermünde wieder hinauszujagen . Und als in diesem Augenblicke durch Kundschaft bekannt geworden , daß sich die Märker auf dem Angermünder Marktplatze nicht blos wohl verschanzt , sondern auch Herrn Caspar Gans zu Putlitz mit 400 Reitern außerhalb der Stadt in den Hinterhalt gelegt hätten , hat Ritter Detleff v. Schwerin dem Herzog Casimir eindringlich gerathen , er solle sich erst auf des Putlitzen Reiterhaufen werfen und diesen von der Stadt abtrennen , damit er , der Herzog , desto besser und fast ohne Widerstand in die Stadt eindringen könne . Diesen Ratschlag hat Herzog Casimir aber nicht annehmen wollen und ist mit seinem hellen Haufen unbehelligt durch das Thor eingedrungen , das von seinem Kastner noch inne gehabt wurde . Desgleichen hat er in drei Gassen drei seiner Banner aufgerichtet . Der Markgraf aber , der sein Kriegsvolk in die Häuser gelegt und sich selbst mit etlichen Reitern und unter Benutzung vieler Wagen auf dem Marktplatze verschanzt hatte , hatte sich , müde von der Kriegsarbeit des voraufgegangenen Tages , zur Ruhe begeben . Als nun Herzog Casimir unter dem Schlachtrufe › Stettin , Stettin ‹ in die Stadt eindrang , ist der Kurfürst von diesem Zuruf erwacht und unter Aufrichtung seines Banners mit den Pommern in einen harten Streit gerathen , darin Detleff v. Schwerin und Ritter Peter Trampe sammt vielen anderen an der Spitze der Herzoglichen erschlagen