Erzbischof zu Magdeburg seine Küche hatte , in den Stock gesetzt .... Die aber auf dem Schlosse zurückblieben , als sie sahen , daß sie ' s in keinerlei Wege halten könnten , baten um Frieden und übergaben das Schloß zu Gnaden des Herrn Burggrafen , auf daß sie frei und sicher abziehen möchten . Und hat in weiterer Folge der Herr Burggraf das Schloß auch eingenommen und allda ( wie man sagt ) siebenhundert Seiten Speck ohne alle anderen Viktualien von Fleisch , Wein , Bier und Meth vorgefunden . « So Wusterwitz . Es gibt aber , neben dieser Wusterwitzschen Lesart , auch noch andere Lesarten über den Fall von Plaue , 9 namentlich was die Flucht und Ergreifung Johann von Quitzows angeht ; da Wusterwitz aber nicht nur als Zeitgenosse , sondern in seiner Eigenschaft als Brandenburger Kind auch fast als Augenzeuge schreibt , so darf man seine Mitteilungen als die glaubwürdigsten ansehen . In drei Wochen , wie schon hervorgehoben , war der Widerstand der Quitzows gebrochen , ein Ereignis von solcher Bedeutung und Tragweite , daß es nicht verwundern darf , dasselbe , ähnlich wie die Schlacht am Cremmer Damm , in einer Ballade gefeiert zu sehen . Nikolaus Uppschlacht , Bürger zu Brandenburg , war der Verfasser dieser Ballade . Sie selbst aber lautet : Und Christ im Himmel erbarmte sich , Da gab er zum Trost uns männiglich Unseren Markgraf Friederich , Einen Fürsten lobesamen . Das ist ein Fürst von solcher Art : In ihm sind Kraft und Mut gepaart ; Ob Laien oder wohlgelahrt , Alle preisen seinen Namen . Zu loben ihn uns wohl ansteht , Ihn , den so lange die Mark erfleht ; Gott selber in seiner Majestät Hat ihn uns erwecket . Seit Kaiser Karl zu Prag uns starb , Das Land verkam , das Land verdarb , Bis Friedrich uns ' re Mark erwarb , Das hat die Räuber erschrecket . Und die ihm wollten widerstehn , Wie der Kuckuck waren sie anzusehn , Es war der Adler , sie waren die Krähn , Er zerstäubte sie geschwinde . Nach diesem Vorgesange , der sich huldigend an die Person Friedrichs wendet , beginnt das eigentlich Historische : Die Quitzowschen schwuren einen Eid : » Wir machen ihm das Land zu leid « Und dazu waren sie wohl bereit Mit ihrem Ingesinde . » Was soll der Nürrenberger Tand ? Ein Spielzeug nur in uns ' rer Hand , Wir sind die Herren in diesem Land Und wollen es beweisen . Und regnet ' s Fürsten noch ein Jahr , Das macht nicht Furcht uns und Gefahr , Er soll uns krümmen nicht ein Haar , Nach Hause soll er reisen . Und kommt zu Fuß er oder Pferd , Mit Büchse , Tartschen oder Schwert , Uns dünkt es keinen Heller wert , Er muß dem Land entsagen . Und will er nicht , es tut nicht gut , Wir stehen mutig seinem Mut , Zehn Schlösser sind in uns ' rer Hut , Er soll uns nicht verjagen . « Und nachdem so die Quitzowschen in ihrem Trotz und ihrer Auflehnung eingeführt sind , führt uns das Lied zu den verbündeten Fürstlichkeiten und ihrer beginnenden Aktion hinüber : Als das die Fürstenschaft vernahm , In Hasten alles zusammenkam , Einem jeden wär ' es Schimpf und Scham , Wär ' er nicht gekommen . Der Bischof von Magdeburg war zu Hand , Günther von Schwarzburg ist er genannt , Nach Plaue hat er sich gewandt Und die » Grethe « mitgenommen . Dann zog heran ein Sachsen-Hauf , Herzog Rudolf allen vorauf , Nach Golzow nahm er Ziel und Lauf Und stellte sich vor die Veste . Da ließ er schwenken seine Fahn ' : » Ich denke , rasch ist gut getan , Laßt uns an ein Stürmen gahn Und jeder tue das Beste . « Burggraf Friedrich aber vor Friesack zog , Der Graben war tief , die Mauer war hoch , Aber die Franken stürmten doch , Alle wollten sie Ritter werden . Ein Hagel von Pfeilen sie flugs empfing , Da schützte nicht Schiene , nicht Panzerring , Mancher Pfeil bis in das Herze ging Und viele sanken zur Erden . Pfeile flogen und Kugel und Stein , Da riefen die Franken : » Tritt für uns ein , Maria , woll ' uns gnädig sein , Auf daß der Hochmut erliege . « Die heilige Jungfrau , sie war es gewillt , Sie lieh den Stürmenden ihren Schild , Ein jeder sah ihr Himmelsbild , Und so schritten sie zum Siege . Das Wetter war kraus und ungestalt , Es regnete , schneite und war kalt , Die Schlösser kamen in uns ' re Gewalt , Weil Gott im Himmel es wollte . Friesack , Plaue , Rathenow , Und Golzow und Beuthen ebenso , Sie huldigen Friedrich . Und alle sind froh , Daß Recht Recht bleiben sollte . Die Fürsten lenkten heimwärts ein , Desgleichen die Städte , groß und klein ; Viele waren geschossen durch Hüft und Bein Und hinkten nach Haus an Krücken . Und nun folgt wieder ein frommer und vor dem neuen Fürsten sich abermals verneigender Nachgesang : Ach , reicher Gott , den Fürsten gut , Nimm ihn gnädig in Deine Hut Und woll ' ihn durch Dein heilig Blut Erquicken und beglücken . Auch seiner edlen Fraue zart , Sei ' n Deine Gnaden aufgespart , Dann sind allbeide wohlbewahrt In Deinem Himmel droben . In Deinem Himmel , nach dem wir schau ' n , Auf den wir all in Hoffnung bau ' n , Um willen Uns ' rer lieben Frau ' n , Die wir rühmen und preisen und loben . * Er aber , der diesen Reigen erfand , Niklaus Uppschlacht wird er genannt , In Brandenburg ist er wohlbekannt , Er pries den Fürsten mit Fleiße . So das Lied , dessen Verfasser , Niklaus Uppschlacht ,