Stätten : Urnen und Aschenkrüge , Gitter und Grüfte , zerbrochene Säulen und rostige Kreuze . Und an den Kreuzen nur zweierlei noch sichtbar : ein Schmetterling und die gesenkte Fackel . Halb erblindet beides . Aber die sich neigende Sonne goldet es wieder auf . Ein Sonntag ist ' s , und über die Feldwege hin ziehen geputzte Menschen ; die Kinder verlaufen sich in den Stoppelacker , um die letzten Blumen zu pflücken , und von rechts her , wo ein Gasthaus unter Linden steht , klingen heitere Klänge herüber . Musik ! Und siehe da , die Kinder auf dem Acker hören mit Blumenpflücken auf und beginnen sich im Ringelreihen zu drehen . Die Sonne glüht noch einmal auf , Sommerfäden ziehen , und ein gelbes Platanenblatt fällt leis und langsam vor mich nieder . Wie still , wie schön ! Du » Park am Wall « , welche beneidenswerte Stätte darauf zu ruhen ! Die Ruppiner Garnison Regiment Prinz Ferdinand Nr. 34 Regiment Prinz Ferdinand Nr. 34 1742 – 1806 Unüberwundnes Heer , O Heer , bereit zum Siegen oder Sterben . Ewald von Kleist Bei Jena , da hatte der Preuße verspielt , Die Franzosen hatten wie Teufels gezielt Und viel preußisch Blut war geflossen . George Hesekiel Die Gründung des Regiments Uniformierung , Kanton und Garnison Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung ging Friedrich II. an die Umgestaltung , beziehungsweise Neubildung von Regimentern . Bei dieser Gelegenheit entstand aus dem 2. Bataillon des Ruppiner Regiments » Kronprinz « Nr. 15 das Regiment Nr. 34. Der König verlieh es ( 1742 ) seinem jüngsten Bruder Ferdinand und gab ihm dementsprechend den Namen : Regiment Prinz Ferdinand . Es führte denselben vierundsechzig Jahre lang bis zur Auflösung der Armee . Die Offiziere , die ihm bei seiner Errichtung zugewiesen wurden , hatten bis dahin teils dem Regimente Nr. 15 , teils dem Regimente Nr. 6 angehört . Regiment Nr. 6 waren die berühmten » großen Blauen « , das Potsdamsche Riesenregiment Friedrich Wilhelms I. Wie das Regiment unmittelbar nach seiner Errichtung beschaffen war , darüber fehlen alle sicheren Notizen . Die Taten des Regiments Prinz Ferdinand sind aufgezeichnet worden , aber weder über Zahl und Zusammensetzung , noch über Uniformierung und Kommando desselben existieren bis zum Jahre 1785 bestimmte und spezielle Angaben . Erst in der Stammliste des eben genannten Jahres heißt es : Regiment Prinz Ferdinand hat ponceaurote offene Aufschläge , Kragen und Klappen , zitronengelbe Unterkleider ( Hose und Weste ) . Die Offiziere haben Aufschläge , Kragen und Klappen von feinem Plüsch , eine breite gebogene Tresse um den Hut und Achselbänder . Die Grenadiermützen sind oben blau und haben unten weißes Blech . 38 Dementsprechend also war die Erscheinung des Regiments in den letzten Lebensjahren Friedrichs des Großen . Unter seinem Nachfolger wurde die Uniform geändert , ob dies aber unmittelbar nach dem Thronwechsel oder erst nach der Rückkehr aus der Rheinkampagne ( 1795 ) geschah , ist nicht mit Bestimmtheit festzustellen gewesen . Im letzten Lebensjahre Friedrich Wilhelms II. war laut Stammliste von 1797 die Uniform des Regiments die folgende : ponceaurote Aufklappen , blaue Aufschläge und Kragen . Die Offiziere haben unter den Klappen drei , auf der Tasche drei und auf dem Aufschlage drei schmale gestickte silberne Knopflöcher ; hinten einen gestickten kleinen Triangel und um den Hut eine schmale silberne Tresse , mit einer großen silbernen Agraffe und schwarzer Kokarde . In das » Triangel « -Abzeichen ließe sich allerhand hineingeheimnissen ; aber ich verzichte darauf . Sechs Jahre später , unter Friedrich Wilhelm III. , begegnen wir abermals einer Änderung . » Regiment Prinz Ferdinand – so heißt es in der Stammliste von 1803 – hat ponceaurote Kragen , Klappen und Aufschläge . Die Offizieruniform ist mit achtzehn verschlungenen silbernen Schleifen mit losen Puscheln ( wie beim Regiment Nr. 10 ) besetzt ; um den Hut eine schmale silberne Tresse . Die Gemeinen haben auf dem Rock sechs weiße wollene Bandschleifen , wovon zwei unter den Klappen und zwei hinten stehen . « Dies wird genügen , um zu zeigen , daß die sogenannte » alte Armee « wie in ihrem Wert so auch in ihrer Erscheinung keineswegs immer dieselbe war . Das , was 1740 entstand und 1806 begraben wurde , war inzwischen durch viele Phasen gegangen und stellte nicht ein Bild , sondern viele Bilder dar . Auch die Kanton- und Garnisonsverhältnisse des Regiments blieben im Laufe der Zeit nicht genau dieselben . Was zunächst den Rekrutierungsbezirk ( Kanton ) angeht , so heißt es in der Stammliste von 1785 : » Das Regiment Prinz Ferdinand hat seinen Kanton im Ruppinschen Kreise und in einem Theile der Priegnitz , dazu in den Städten Ruppin , Nauen , Lindow und Rheinsberg . « Achtzehn Jahre später haben sich diese Dinge geändert , der Bezirk hat sich erweitert und wir finden in der Stammliste von 1803 : » Regiment Prinz Ferdinand hat seinen Kanton in Theilen des Ruppinschen und Uckermärkischen Kreises , dazu in einem Theile der Priegnitz . Es gehören ihm zu : dreihundertsechsundsechzig Dörfer , sowie die Städte Alt- und Neu-Ruppin , Lindow , Nauen , Rheinsberg , Lychen , Neustadt a. D. , Freienstein , Wilsnack und Templin . « Sein Hauptgarnisonsort war immer Ruppin , doch scheinen zeitweilig auch in anderen Städten kleine Kommandos gelegen zu haben . 1803 standen die beiden Musketierbataillone in Ruppin , die beiden Grenadierkompanien in Templin und das 3. Bataillon in Nauen . Wir gehen nun zur Aufzählung der Aktionen über , an denen das Regiment teilnahm . Das Regiment Prinz Ferdinand während des Siebenjährigen Krieges Die voraufgehenden beiden Schlesischen Kriege gaben dem Regimente nur zweimal Gelegenheit , sich zu bewähren ; es focht bei Chotusitz ( Časlau ) am 17. Mai 1742 und bei Kesselsdorf am 15. Dezember 1745 . Weitere Details werden nicht berichtet . Auch die Nachrichten über die Beteiligung des Regiments an den Schlachten des Siebenjährigen Krieges fließen nicht reichlich . 1756 waren die Grenadiere mit