Waren zu forschen und überhaupt seine verdammte Fuchsnase in anderer Leute Angelegenheiten zu stecken . Der Teufel hole ihn ! - Du aber unterstehst dich , diesem Mann oder seinen Begleitern vor Augen zu kommen , und jetzt hilfst du mit , unsere Vorräte in ein Versteck zu schaffen , wo sie vor diesem Spürhund sicher sind . Es ist alles mit schwerer Arbeit redlich verdient « , schloß er , » aber die verfluchten Regierungsbeamten , diese Blutsauger und Menschenschinder brauchen nicht zu wissen , daß wir uns in besseren Sachen als nur in Bananen und Fischen satt essen können , sonst werden gleich die Steuern erhöht , so daß ein rechtschaffener Kerl keinen Piaster mehr für sich behält . Wenn du nicht gehorchst , Junge , dann - - « Ein bezeichnender Blick und ein Gliff an das kurze Gewehr vervollständigten seine geharnischten Worte . Robert sah , daß es bitterer Ernst war und daß er gehorchen müsse , wenn er nicht sein Leben aufs Spiel setzen wollte . Er ging also zu Gomez , um von ihm nähere Aufträge zu erhalten . Ein Boot wurde auf den Strand gezogen und mit den Vorräten der Speisekammer beladen , dann ruderten es zwei Räuber in einen kleinen Fluß , dessen Windungen und Krümmungen unter dichtem Gebüsch den Männern nicht erlaubten , in ihrem Fahrzeug aufrecht zu stehen . Kniend oder liegend brachten sie mit äußerster Anstrengung , meistens durch Schieben und Ziehen , das Boot vorwärts , aber dafür waren auch ihre kostbaren Schätze sicher geborgen . Nur ein Eingeweihter konnte den Lauf dieses schlangenartig gewundenen Wasserlaufs verfolgen , nur wer sein Eigentum vor den Blikken anderer bewahren wollte , konnte sich entschließen , in diese Wildnis vorzudringen . Robert mußte im Laufe des Tages mehr als einmal die beschwerliche Fahrt mitmachen und sowohl Lebensmittel als auch die besseren Möbel der Wohnung , Munition und Waffen unter dem undurchdringlichen Gebüsch verbergen helfen . Alles , was nicht mit dem Fischereigewerbe im Zusammenhang stand , wurde sicher versteckt , so daß sehr bald die ganze Behausung nach äußerster Armut aussah . In der großen Vorratskammer lagen Segel , Netze und Taue , im Wohnzimmer standen nur noch ein hölzerner Tisch und ein paar rohe Bänke , während die guten Betten des anstoßenden Raumes durch Haufen von Seegras ersetzt waren . Die Räuber fischten eifrig , so daß die Abgesandten der Regierung einige Tage später unter zahllosen Leinen mit zum Trocknen aufgehängten Fischen den Weg zu der Behausung der Räuber suchen mußten . Robert wagte es nicht , sich blicken zu lassen . Er saß hinter einem aufgestapelten Haufen von Brennholz und verschlang das Regierungsschiff mit den Augen . Manchmal war er nahe daran , vor den Beamten hinzutreten und im Namen der Gerechtigkeit zu verlangen , daß man ihn von der Insel befreie . Es schien so einfach und lag so nahe , aber Robert zögerte , es zu tun . Wenn ihn der Spanier nicht verstand , oder wenn er von den Flibustiern bestochen worden war , gewisse Dinge weder zu hören noch zu sehen ? Nein , nein , Robert mußte sich ergeben , mußte wieder , nachdem Rafaeles Erlaubnisschein zur Fischerei von dem Beamten erneuert worden war , die weißen Segel des Regierungsschiffes sich entfalten und im Abendsonnenschein den Strand verlassen sehen . Das Herz wurde ihm so schwer , wie seit langem nicht , seine Augen füllten sich mit Tränen , kaum konnte er ein Schluchzen gewaltsam unterdrücken . Viel lieber hätte er das harte Schiffsbrot gegessen und die schwere Arbeit des Seemanns willig ertragen , als daß er hier unter Verbrechern unnütz dahinlebte , ja er meinte sogar , daß selbst der Tod besser sei als dieser entwürdigende Zustand . Aber dennoch gab es kein Mittel zu seiner Befreiung ; er sah , wie sich das Schiff entfernte , weiter und immer weiter , - alle Hoffnung war fürs erste wieder dahin . Gomez kam und sah ihn freundlich tröstend an . Er allein verstand den Jungen , er allein empfand ein gewisses rohes Mitleid und suchte es durch reichliche Weinspenden zu zeigen . Die Bukanier ihrerseits tranken zur Feier des Tages so lange , bis sie sämtlich besinnungslos unter den Tischen lagen . Die Ankunft des Beamten war schon seit mehreren Monaten vorausgesehen und gefürchtet worden , daher atmeten jetzt alle auf , nachdem sich das drohende Unwetter verzogen hatte , und während der folgenden Zeit herrschte unter der Bande fröhlichste Stimmung . Es vergingen acht Wochen , in denen für Robert kein Tag anders verstrich als der vorhergehende , - dann aber fiel wie ein Blitz aus heiterer Luft ein ungeahntes Ereignis in dies ruhige Leben hinein und änderte auf einen Schlag alles . An dem Felsen , der auch der unglücklichen Galliot so verderblich geworden war , strandete ein französisches Vollschiff , das zwar bei dieser Katastrophe kein Leck erhielt , aber doch nicht ohne die Hilfe eines anderen Fahrzeuges wieder loskommen konnte . Der Kapitän ließ daher die Notflagge setzen , und unter den Flibustiern herrschte die größte Aufregung . An Bord des Franzosen glänzte nicht allein eine sehr achtunggebietende Messingkanone , sondern die Mannschaft sah auch nicht danach aus , als ob es ganz leicht sei , mit ihr fertig zu werden . Vielleicht war der Kapitän auf alles vorbereitet , da er seine Leute bewaffnet hatte und eine starke Wache an Deck hielt . Ein offener Angriff wurde von den Räubern überhaupt niemals unternommen , aber auch im Dunkeln ließ sich hier nur schwer etwas ausrichten . Außerdem drohte noch ein anderer Umstand den Flibustiern diesmal ihre Beute streitig zu machen . Am unteren Ende der Insel lebte nämlich noch eine zweite Bande ehrenwerter Fischer , die auch den gestrandeten Fahrzeugen zur Hilfe zu eilen pflegte und die sogar diesmal das Notzeichen des . Franzosen noch etwas früher bemerkt hatte , als Rafaele und seine Genossen . Es kam zu einem Wettrudern , das damit endete , daß das