das märkische Platt stark beeinflußt war . Professor C. G. P. « – » Er sprach nicht speziell berlinisch , aber höchst originell , ich möchte sagen schadowsch , und streifte dabei stark das Plattdeutsche . Was ja auch ganz erklärlich . Professor A. H. « – » Er sprach nicht eigentlich berlinisch , aber hatte doch eine Redeweise , die stark daran erinnerte , wie z.B. › Na , denn haste recht ‹ oder › Na , des is ooch nich die richtige Intention ‹ . Professor A. E. « – » Er sprach , wie Ihnen Professor H. sehr richtig geschrieben hat , vor allem schadowsch . Außerdem aber liebte er es ganz besonders , französische Wörter und Floskeln einzuflechten ; chef d ' oeuvre , Karnation , Attitude , Traktation des Marmors usw. Professor G. L. « – » Ich entsinne mich nicht , daß er regelmäßig berlinisch gesprochen hätte , dagegen weiß ich ganz bestimmt , daß er mir bei gewissen Anlässen im Berliner Dialekt antwortete . Mal fragt ' ich ihn , wie man ' s wohl einzurichten habe , um beim Modellieren nach dem lebenden Akt am schnellsten und sichersten zum Ziele zu gelangen . › Ich fange beim kleenen Zehen an , un das is meine Manier , un das is de beste . ‹ Ein ander Mal fragte ich ihn , ob man bei Statuen , die hoch gestellt würden und sich gegen die Luft abhöben , die natürlichen Proportionen ändern müsse . Er antwortete : › Wat richtig is , muß ooch richtig aussehen . ‹ Professor A. W. « – Und nun zum Schluß . Einer aus der Gruppe der » Entschiedenen « schrieb mir : » Alle drei Direktoren meiner Lebenszeit sprachen prononciert berlinisch . Die Reihenfolge würde sein : Herbig , Werner , Schadow . Herbig › am dollsten ‹ . « 45 Dies zeigte sich nicht bloß auf dem Gebiete der Historie , sondern auch auf dem der Landschaft . Er freute sich jedesmal , wenn es einem oder dem andern geglückt war , etwas Hübsches aus den Gegenden der Havel und Spree darzustellen und eiferte dann halb scherzhaft halb ernsthaft gegen das » ewige Italien-malen « . » Ich bin nich so sehr vor Italien « hieß es dann wohl » un die Bööme gefallen mir nu schon jar nich . Immer diese Pinien un diese Pappeln . Un was is es denn am Ende damit ? De eenen sehn aus wie uffgeklappte Regenschirme und die andern wie zugeklappte . « 46 Johannes Thile I. kam 1604 ins Amt und stand demselben bis zu seinem 1639 erfolgten Tode vor . Ihm folgte sein Sohn Johannes Thile II. , von dem aber alle Kirchenbuchaufzeichnungen fehlen , da die Führung seines Amts in das letzte Jahrzehnt des Dreißigjährigen Krieges und die daran anschließende Not-und Trauerzeit fällt , in der alles wüst lag und an Ordnung und Buchführung nicht zu denken war . Johannes Thile II. starb 1669 , und von der Hand eines seiner Nachfolger findet sich auf der entsprechenden Kirchenbuchseite die Notiz , » daß ein Sohn dieses jüngeren Johannes Thile ( also des 1669 verstorbenen Johannes Thile II. ) den Kriegs- und Soldatenstand erwählet , von der Pike auf gedient und 1722 als Oberst ein Infanterieregiment befehligt habe . In dieser seiner Eigenschaft sei derselbe durch Se . K. Majestät in Preußen , Friedrich Wilhelm I. in den adligen Stand erhoben und dieselbe › Dignität ‹ alsbald auch seinem Herrn Bruder , dem Geheimrat Thile verliehen worden . « – Es sind das Angaben , die mit denen in Zedlitz ' Adelslexikon im wesentlichen übereinstimmen , und an die nur noch die weitere Mitteilung zu knüpfen bleibt , daß die beiden gegenwärtig in unserer Armee stehenden Generale von Thile dieser dem Gröbener Pfarrhaus entstammten Familie zugehören . 47 An Königs Tafel im Lager zu Landshut , Mai 1759 , wurde hin und her gestritten , welchen Namen einer der Centurios in der zehnten Legion geführt habe . Der König behauptete Quintus Caecilius , Guichard aber versicherte : Quintus Icilius , und da sich letzteres als das Richtige herausstellte , so sagte der König : » Gut . Aber Er soll nun auch zeitlebens Quintus Icilius heißen . « Und so geschah es . Auch bei späteren Gelegenheiten erwies sich der König stets als sehr gnädig gegen Guichard und ließ sich Dinge von ihm sagen , die kein anderer wagen durfte . Nur ein Beispiel . Nach Plünderung des dem Grafen Brühl zugehörigen Schlosses Pförten in der Lausitz , die durch Guichard , auf ausdrücklichen Befehl des Königs , ausgeführt worden war , fragte dieser über Tisch : » Und wie viel hat Er denn eigentlich mitgenommen ? « » Das müssen Ew . Majestät am besten wissen , denn wir haben ja geteilt . « Ein andermal kam es freilich zu wenigstens momentaner Ungnade . Das wer 1770 . Als Guichard in eben diesem Jahr die Zustimmung zu seiner Verheiratung mit Fräulein von Schlabrendorf auf Gröben nachsuchte , verweigerte der König den Konsens und zwar : » weil er von zu schlechter Herkunft sei ; sein Großvater sei bloß Töpfer gewesen . « Auch diesen Hieb suchte Guichard zu parieren und erwiderte : » Seine Majestät seien auch Töpfer . Die ganze Differenz besteht darin , daß sein Großvater Fayence gebrannt habe , während der König Porzellan brenne . « Letzterer blieb aber bei seinem ungnädigen Widerspruch und Guichard nahm den Abschied . Indes nicht auf lange . Kein Jahr , so ließ ihn der König wieder rufen und war gnädiger als zuvor . 48 Es ist die Frage gestellt worden , » ob solche Kritik in einem Kirchenbuche zulässig sei « , was ich auf das Bestimmteste bejahen möchte . So gewiß es einem Geistlichen zusteht , von der Kanzel her , oder selbst vom Grabe , die besondere Verruchtheit eines Ehrlosen zu brandmarken , der – wie vielleicht erst die Stunde seines Todes aufdeckte