Sache sich ganz nach Erwarten anläßt . Er vermied es , seinen Nachbar anzusehen . » Sollt aber ' n beiden Wetthaltern dran glegn sein « , hob der Knerzhuber wieder an , » daß die Sach ihrn Austrag findt , bevor wir sich da von ' Sitzen heben , so hätt ich ein Vorschlag z ' machen . « » So red « , schrie der eine . » Laß hören « , murmelte der andere . » Wann sich dö zwei Vadern d ' Händ drauf geben , daß s ' ihnere Kinder nach einer bstimmten Zeit wolln Hochzeit machen lassen - es muß aber a menschenmögliche Zeit sein mit ' r gnauen Angab von Jahr und Tag - , so soll das als a ehrlicher Verspruch gelten , und wann dann der Bub mit der Sach und auch mit der Zeit einverstanden is , so steht nimmer nix entgegen , daß der Sternsteinhofer ' n Wettpreis an der Stell von da mit fort nimmt . « Das kleine Männel schlug bekräftigend in den Tisch , dann setzte es sich nieder - was , wie bemerkt , seinem Ansehen keinen Eintrag tat - und gönnte den beiden Gegnern Zeit zur Überlegung . Die Beisitzer murmelten beifällig . Der Sternsteinhofer hatte sich hoch aufgereckt und eine Weile auf den Rücken des gebückt sitzenden Käsbiermartel herabgesehen , nun legte er ihm die Hand auf die Schulter . » No , du , was sagst denn dazu ? « » Was soll denn ich dazu sagn ? « knurrte der . » Ich denk , die Kuh z ' gwinnen ! Verspiel ich d ' Roß , bekümmert mich grad , wann du dö kriegst , und werd ich dir noch dazu verhelfen , nit ? « » No , nur nit ungschickt ! gwett is gwett ! und bin ich einverstanden mit einer menschenmöglichn Zeit in Jahrn und Tagn , so kannst du ' s auch sein . « » Ah , nein , nein , hitzt kämen d ' Finessen ! « » Was wär dabei für a Fineß ? « lachte breit der Sternsteinhofer . » Soll ich dir traun ? soll ich dir traun ? « Der Käsbiermartel mußte sich in einer außerordentlich bedenklichen Lage fühlen , so nachdrücklich kraute er sich hinter den Ohren . » Wenn ich dir traun soll , dann müßt dein Handschlag aber auch dafür gelten - und wär ' s gleich schon ' n morgigen Tag , wo die zwei miteinand zun Altar gingen - , daß du vom Hochzeitmahl weg in dein Stüberl gingst und d ' jungen Leut Herrn sein ließ ' st afm Hof . « » Einverstanden . « Die beiden Alten boten ein schönes Bild echt menschlicher Eintracht , wie sie so dasaßen , sich die breiten Tatzen drückend und einer den andern von der Seite mit lauernden Augen anblinzend . » Also abgmacht « , sagte der Sternsteinhofer mit Nachdruck , dann fuhr er gleichmütiger fort : » Mein Wort z ' halten wird mer nit schwerfalln , denn nach denselben Jahrn und Tagn werd ich wohl ' s Hausens schon müd sein - - « » Na siehst « , schrie der Käsbiermartel , » ich hab ' s ja gwußt , da kimmt d ' Fineß zun Vorschein ! Af dein alte Bockköpfigkeit lauft ' s hnaus , daß ich mein Dirn deinm Bubn aufbehalten sollt , und wurd s ' gleich drüber steinalt und kleinwinzig , bis dir ' s taugt und bis dir ' s glegen käm ! « » No , und was war denn das vorhin von dir , wann nit dein alte Aufdringlichkeit , mit der d ' mir schon d ' Jahr her zuredst , mich zur Ruh z ' setzn ? ! Von dir war ich ' s gwärtig , hast du von mir was anderscht erwart ? In unsern Alter ändert mer sich doch nimmer . Also mach keine Mäus , schick dich , woh ' nein d ' mußt , und laß mich hitzt bsinnen , daß ich die Zeit aussprech - « » Nein , nein ! « Der Käsbiermartel fuhr schreiend vom Sitze empor und focht dazu wie verzweifelnd mit den Händen in der Luft herum ; man hatte noch nie ihn sich so gebärden sehen . » Nein , nein , das geht nit an ! das is nit recht und billig ! dös gibt ' s nit , daß du ' s selber bestimmst ! « » Bist letz ? « fragte erstaunt der Sternsteinhofer . » Wer soll ' s denn bstimmen , wann nit ich ? ! « » Du nit ! Dich will ich nit ! brauch dich auch nit z ' wollen ! « fuhr der Käsbiermartel schreiend fort . » Hör mich an ! hörts mich an , Manner ! Mich reut ' s , wieviel ich Haar afm Kopf hab ; ich wett eh selten , mit dem hätt ich ' s schon gar nit solln , mitm Sternsteinhofer nit , der is gar fein ! Schier gib ich mein Wett verlorn , aber solln d ' Roß hin sein , solln d ' jungen Jahr von meiner Dirn verspielt sein , hitzt verschreib ich mich ' m Wetteufl mit Haut und Haarn , ob er mir wohl will oder übel ! Hat der Toni ' s eine z ' entscheiden , so soll er auch ' s andere , sagt er : ja , so soll er auch sagn : wann ! Dös is nit mehr wie billig ! « » Dös is auch nur billig « , sagten die Beisitzer . Der Sternsteinhofbauer erhob sich . » Das ganze Geschrei und Getue hättst dir ersparen können . Ich bin ganz einverstanden damit . « Er beugte sich herab und raunte dem Käsbiermartel ins Ohr : » Du Fuchs , dem eilt ' s ebensowenig wie mir . « Einen Augenblick sah der