, was wir nicht brauchen , wie die Kastanien , und wir bleiben Soldat ! Sandrart , der Bauer , lachte jetzt übermäßig und rief : Ne ! Ne ! Hier will Euer Nachbar drei Hühner , bemerkte Heunisch , wie gleichgültig und das Wort so hinfallen lassend ... Warum soll Heinrich nicht Soldat bleiben ! Sein König will ' s ! Ich weiß es , der König hat schon manchmal gefragt : Wer ist der schöne junge Mann , der bei der Parade immer so gerade marschirt und die beste Uniform hat ... Daß dich der Teufel , Fränz , da unten mit deinen Eiern und den verfluchten Hühnern ! Rose ! Sandrart ! rief ' s von unten . Die schwarze legt nicht mehr - Die bunte - Die schwarze , sag ' ich - und die bunte - und die gesprenkelte auch nicht - O , o die gesprenkelte - Ich sage , sie legt nicht - Donnerwetter ! - Die schwarze , die bunte und die gesprenkelte - schickt sie herum - und laßt guten Appetit wünschen und ein Kompliment . Aber mein Sohn gehört mir und nicht dem König . Fränzchen folgte mit Jubel der zornigen Rosine in den Hühnerstall . In einem Korbe hatte sie die Eier , in den andern kamen die drei Hühner . Also warum ? kam der Bauer jetzt von der Häckselbank an die Dachluke , sodaß sich Heunisch etwas zurückzog . Mir soll Eins kommen und sagen : Der Heinrich soll immer Soldat bleiben ! Er hat seinem König gedient und nun gut damit . Jetzt soll er wieder seinem Vater dienen . Will ' s sein Vater ? A la banne heure ! Das ist was Andres ! Dann sagt ' ich aber auch , fuhr Heunisch fort und wollte nun gleich auch seinen andern Vortheil wahrnehmen ... Was habt Ihr gesagt ? Dann sagt ' ich aber auch gleich : Heinrich , nun heirathest du . Das kann er ! Das kannst du , Junge ! sagt ' ich im Weinkeller und er wollte nicht , daß ich bezahlte . Ich hatte , straf ' mich Gott , ich hatte meinen Lederbeutel schon in der Hand , aber der Junge wollte nicht und ich sagte : Das kannst du ! Das kann er ! Und weil du doch einmal die Franziska Heunisch , dem alten Jäger seine Nichte , gern hast - Wen ? Und weil sie dich wieder gern hat - Was ? Jetzt legte sich Franziska , die in dem Korb die verdutzten Hühner festhielt und dem Onkel ihren Triumph zeigen wollte , in ' s Mittel und wollte mitsprechen . Heunisch hielt sie aber zurück , legte rückwärts die Hand auf ihren Mund und fuhr fort : Und weil dein Vater alt ist und sich zur Ruhe setzt , und dein Mädchen in der Nähe ist , sich auf Wirthschaft versteht , keine Stadtmamsell ist , von Eiern und Hühnern Was versteht - Nichts , nichts da ! fiel Sandrart ein und ging von der Luke an die Häckselbank . Da , Fränzchen , steig ' auf die Leiter , gib dem alten Schwiegerpapa dein Pätschchen , so sammetweiche Händchen hat er sein Lebtag nicht in seiner alten Lederhaut gehabt - komm ' , Kind - da , Alter , hier dankt Eins für die Hühner und für die Eier ! Heunisch zog Fränzchen wider Willen auf die Leiter empor und faßte ihre Hand , um sie dem Alten hinzuhalten ... Da kam aber der Bauer mit raschem Schritt so dahergefahren , daß Heunisch selbst erschrak ... Nun ? rief er . Ausgesöhnt ? Oben hieß es mit zorniger Stimme : Kopf weg ! Und krachend fiel die Bodenklappe über der Leiter so zu , daß diese zitterte und bebte und Heunischen fast der Hut wäre eingeschlagen worden . Der Bauer machte kurzen Prozeß . Fränzchen hüpfte aber schon fröhlich zu Ackermann ' s hinüber und achtete Heunisch ' s nicht , der nun wirklich zornig wurde , an der Klappe stieß und rüttelte , mit der Flinte drohte und dem Bauer einige Dutzend reeller Donnerwetter an den gierigen Hals wünschte . Wart ! Dir kommt ' s doch noch einmal über ' s Dach ! Du grober , impertinenter Kerl ! Sandrart schnitt wieder Häcksel und Heunisch mußte von dannen gehen , zornig auch über Fränzchen und die ganze Wirthschaft bei Ackermann , die ihm deutlich genug zu verstehen gegeben hatte , daß er ihr , wenn er jetzt wieder käme , heute nur im Wege wäre . Ärgerlich brummend , stopfte er sich die Pfeife und ging , da es zu regnen aufgehört hatte , in den Wald zurück zu seiner lieben Ursula , seiner theuern Einzigen , die es in der Welt doch nur allein » gut mit ihm meinte « . Vierzehntes Capitel Berichte aus der Residenz Die Eierspeisen , der Hase , die als Ragout bereiteten Hühner schmeckten der zahlreichen , muntern Gesellschaft vortrefflich . Leidenfrost , der Ackermann ' s und Selma ' s Bekanntschaft mit Vergnügen erneuerte und viel über deren Knabentracht scherzte , brachte seine Begleiter Alberti und Heusrück mit , die am Tische , wie die Andern , Antheil nehmen sollten und es auch ihres Betragens wegen verdienten . Erinnern Sie sich noch des Hünen Danebrand ? sagte Leidenfrost zu Ackermann . Wie er der Louise Eisold zu Gefallen auf dem Fortunaball eine kleine Schlacht lieferte , deren Folgen glücklicherweise damals mit dem liebevollen Mantel der » Anarchie « zugedeckt wurden ? Fränzchen erröthete und wagte nicht die entfernteste Frage nach Louise Eisold . Was ist aus dem Hackert geworden ? fragte Ackermann , der sich des Vorfalls wohl entsann und auch der Begleitung jenes ihm damals nicht willkommenen Gesellschafters vom Heidekruge her . Polizeiagent vorläufig ! sagte Leidenfrost . Die rechte Hand des unternehmenden Pax , der in Entdeckung von Demagogen und Jesuiten seines Gleichen sucht . Nur hör ' ich , daß die