Laërtes von gestern ist engagirt ... Biancchi und Dalschefski arbeiten schon gemeinschaftlich , was sagen Sie ! gemeinschaftlich , an einem Requiem für Angiolina ... Und haben Sie den Pötzl beobachtet ? - Wissen ' s , als er bei Ihnen war , hat er unten auf den Leo gewartet und schon von der Erbschaft gesprochen ... Nehmen ' s Ihnen in Acht vor dem Mann ! ... Er sagte , Sie erregten in höchsten Kreisen Aufsehen ... Man weiß , was bei ihm darunter zu verstehen ist - ... Benno fand nur nothdürftig Zeit , einzuwerfen : Der Staatskanzler hat mir für morgen früh eine Audienz anberaumt ... Harry traute seinem Ohre nicht ... Er sah Benno mit staunenden Augen an ... Bei Seiner Durchlaucht - ? wiederholte er , um sich ganz zu vergewissern ... Morgen früh um zehn Uhr ... Diese Thatsache war außerordentlich ... Sie bot Chancen für ein geheimnißvolles Beiseitnehmen aller Menschen ... Sie bot natürliche Nachwirkungen eines unausgesetzten : Aber der Harry Zickeles weiß es für ganz bestimmt ... Es ist von einer Staatsbegebenheit über man weiß noch nicht was die Rede ! ... Harry zog vor , sich sofort zu entfernen und seine Neuigkeit noch um elf Uhr nachts wenigstens bei einigen ihm bekannten vorübergehenden Nachtschwärmern und im Salon seiner Aeltern in Umlauf zu setzen ... Für Benno hätte es sonst eine Erquickung gewähren dürfen , einen sechs Bogen starken Brief von Thiebold de Jonge lesen zu können ... Heute - - verschob er es für den folgenden Tag . Fußnoten 1 Factische Reiseerinnerung . 2 Thatsächlich . 10. Nach einer fast schlaflosen Nacht , nach phantastischen wilden Bildern und gespenstischen Erscheinungen , die ihn um Mitternacht vom Lager trieben , Licht anzünden ließen und zwangen , auf dem Sopha mit gestütztem Haupt sich zu sammeln , nach neuen Versuchen , auf dem Lager Ruhe zu gewinnen und neuen Spukgestalten mit verzerrtem Antlitz , brach kaum der Morgen an , als sich Benno schon erhoben hatte und von der kühlen Herbstluft sein glühendes Antlitz erfrischen ließ ... Noch mochte er im Hause niemand wecken ... Sein Herz war voll Fieberunruhe ... Er wollte Wien verlassen - durchaus - er dachte sich vielleicht sogar beim Staatskanzler zu entschuldigen ... Ruhe für die Stürme , die in seiner Brust tobten , konnte er in dieser Audienz nicht finden ... Die Pein der Zweifel konnte sie nur mehren ... Sein Reiseziel war durch ein wunderbares Zusammentreffen aller Umstände in einem einzigen Tag erreicht ; was er suchte , war gefunden - es zu besitzen war nicht möglich ... In Italien , dachte er , dort versuchen wir eine Form des neuen Daseins zu finden ... Er zog seinen Koffer hervor und fing ihn zu ordnen an , um zunächst über Triest nach Mailand zu gehen ... Er sah Thiebold ' s Brief ... Er erbrach ihn in der sicher nicht ungegründeten Besorgniß , der Ton und Inhalt desselben würden zu seiner Stimmung nicht im mindesten passen ... Dennoch las er ihn ... Die Buchstaben flimmerten vor seinen ermatteten - im Grunde nur der Thränen bedürfenden Augen ... Thiebold schrieb ganz sorglos : » Verehrter Freund ! Sie werden es für eine meiner gewöhnlichen Redensarten halten , wenn ich Ihnen die Versicherung gebe , daß ich in dieser Stadt nur noch vegetire ! Seitdem Sie sich unsern bekannten klimatischen Einflüssen entzogen haben , kann ich keine verspätete Schwalbe und keinen lahmen Storch mehr sehen , ohne nicht von einem unwiderstehlichen Verlangen heimgesucht zu werden , Sie eines schönen Morgens mit meiner Ihnen nicht immer willkommenen Gegenwart zu überraschen ... Hätte ich nicht den alten Mann , meinen Vater , bei Beginn der Gansbraten-Saison in seiner Diät zu überwachen und wär ' ich nicht für den Winter , wo endlich wieder getanzt werden soll , breitgeschlagen worden , einige Cotillons zu arrangiren , so würde mich keine Macht der Erde abhalten , selbst Ihr eigener Verdruß über meine Zudringlichkeit nicht , das Schrecklichste der Schrecken wahr zu machen und Sie in Person zu überfallen . « » Aus Westerhof und Witoborn erfahr ' ich wenig ... Mehr aus dem Stift Heiligenkreuz ... Siebzehntehalb Freundinnen hab ' ich mir daselbst erworben durch meine Empfänglichkeit für Poesie , Austausch höherer Gefühle Nichtberechnung der Portospesen für Notensendungen , Parfümerieen , ja selbst Modesachen ... Ich sage in meiner Verzweiflung über diesen Reichthum bei jeder Gelegenheit zu Moppes : Sie können versichert sein , bester Freund , das Fräulein von Merwig hat sich in Ihr : Maikäferlein , flieg ' auf ! verliebt und singt es täglich ... Aber ich flicke ihm weder die Anflickerin noch eine der übrigen Veteraninnen als Correspondentinnen an ... Timpe , Effingh , Schmitz , Niemand nimmt mir diese Velinpapier-Correspondenz ab ... Und gerade jetzt , wo der alte Mann , mein Vater , wieder Land steht und in systematischer Opposition macht , gerade jetzt , wo ich mit dem Holzhandel mehr als zur Genüge beschäftigt bin ... Sie wissen , welche Empfindungen der Mensch zwischen einem Haufen Buchen- und einem Haufen Eichenholz haben kann ! « » Freilich , damals , als wir , im Winter , hinter zwei Erlen standen ! Zwei Procent nur wär ' es gewesen - aber unvergeßlich ! ! ! - - - - - - Malen Sie sich diese Gedankenstriche mit Schiller , Goethe und Nück aus ! Nück - das ist ein Skandal - dichtet - und wie ! - Keinem Zweifel unterworfen , dieser Mann ist zum Tollhaus reif ! ... Einen schwarzen Frack trägt er nicht , daran verhindert ihn seines verweigerten Ordens wegen ein Gelübde , aber grün mit Mattsilber , blau mit gelb , sogar rothe Sammetweste mit weißem Atlasfutter ... Piter ist nichts dagegen , der übrigens in Paris ganz glücklich verheirathet sein soll . « » Nück ' s Gegenstand ist natürlich Niemand anders , als die Heilige , die einem On dit zufolge das Kattendyk ' sche Haus verläßt , weil sie